ASRock Z490 Steel Legend im Test - Guter Allrounder mit Lichtspektakel

Veröffentlicht am: von

asrock z490 steel legend 004 logoDas letzte von uns getestete Steel-Legend-Modell liegt nur wenige Monate zurück. ASRocks B550 Steel Legend (Hardwareluxx-Test) hat sich für die aktuell heißbegehrten Ryzen-5000-Prozessoren als sehr gute Platine erwiesen. Nun wollen wir unsere Blicke auf das Pendant-Modell mit Intels Z490-Chipsatz werfen, das im Vergleich natürlich für die Comet-Lake-S-Prozessoren konzipiert ist.

Auch wenn AMDs Vermeer-CPUs (Ryzen 5000) derzeit kaum wegzudenken sind, bieten auch Intels LGA1200-Prozessoren weiterhin eine Menge Leistung und können in einigen Anforderungen eine Empfehlung wert sein. So bieten gerade der Core i7-10700K sowie der Core i9-10850K ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Eben genau dies trifft im Grunde auch auf das ASRock Z490 Steel Legend (Stand: Dezember 2020) zu, mit dem wir uns in diesem Artikel näher beschäftigen werden.

Vom aktuellen Preis (ab 170 Euro) und von den technischen Merkmalen her siedelt sich das ASRock Z490 Steel Legend in der unteren Mittelklasse an. Die Ausstattung wird daher dem Großteil der Nutzer ausreichen und bietet alle wichtigen Schnittstellen in ausreichender Anzahl. Ein Hauptmerkmal ist beim ASRock Z490 Steel Legend die mittlerweile bekannte Optik dieser Mainboard-Serie, die sicherlich bereits einige Fans für sich gewinnen konnte.

» zur Galerie

Einen größeren Kontrast kann man auf einem Mainboard wohl kaum anwenden, wie auf den Steel-Legend-Modellen von ASRock. Auch das Z490 Steel Legend bringt ein dunkles PCB mit ATX-Abmessungen mit, das jedoch bereits etwas Farbe in weißen und grauen Tönen erhalten hat. Die ganzen Kühlkörper erledigen dann mit der hellen Stahl-Optik den Rest.

Die technischen Eigenschaften

Das ASRock Z490 Steel Legend wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASRock Z490 Steel Legend in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z490 Steel Legend
CPU-Sockel LGA1200 (für Comet Lake-S)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/Spulen 14 Stück (12x für CPU (10+2), 2x für RAM)
Preis ab 170 Euro
Webseite ASRock
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z490 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 4.266 MHz
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM Non-ECC (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 4.0 x16 (elektrisch mit x16) über CPU (PCIe 4.0 nur mit Rocket Lake-S!)
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z490
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z490
PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
6x SATA 6 GBit/s über Intel Z490
1x M.2 mit PCIe 4.0 x4 über CPU (nur mit Rocket Lake-S!)
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z490 (M-Key, 32 GBit/s, 2x shared)
USB 2x USB 3.2 Gen2 (Typ-A/C, 2x extern) über Intel Z490
7x USB 3.2 Gen1 (2x extern, 5x intern) über Intel Z490
6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern) über Intel Z490
Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.4
1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth optional nachrüstbar (M.2 E-Key)
Thunderbolt -
LAN 1x 2,5 GBit/s LAN über Realtek RTL8125BG
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1200 Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-FAN/WaKü-Pump-Header
5x 4-Pin Chassis-FAN/WaKü-Header (regelbar)
LED-Beleuchtung I/O-Panel-Cover, PCH, Rechte Unterseite
2x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin RGB-Header (adressierbar)
Onboard-Komfort Status-LEDs

» zur Galerie

Das mitgelieferte Zubehör

» zur Galerie

ASRock liegt dem Z490 Steel Legend im Grunde das nötigste Zubehör mit in den Karton. Mit dabei sind der Quick-Installation- und der Software-Installation-Guide und natürlich auch die Treiber- und Software-DVD. Aber auch zwei SATA-Kabel und dazu zwei M.2-Abstandshalter und drei M.2-Schrauben liegen bei. Als kleine Boni gelten die ASRock-Steel-Legend-Sticker, die beiden Kabelbinder sowie die Postkarte.


Für die Comet-Lake-S-Prozessoren hat Intel als größtes Chipsatz-Modell den Z490-PCH vorgesehen, der sich vom Vorgänger, dem Z390-PCH, nur in einem Punkt unterscheidet. Statt der WLAN-AC- ist nun eine WLAN-AX-Vorbereitung im Chipsatz hinterlegt und kann nun mit dem Intel-Wi-Fi-6-AX201-CNVio-Modul kombiniert werden. Davon ab bleibt es bei maximal 10 USB-3.2-Gen1-, sechs USB-3.2-Gen2- und sechs SATA-6GBit/s-Ports. Insgesamt sind es unverändert 30 PCIe-3.0-HSIO-Lanes (High Speed I/O) und 24 frei verteilbare PCIe-3.0-Lanes. Die Anbindung zwischen Chipsatz und CPU erfolgt weiterhin per DMI 3.0 (PCIe 3.0 x4).

In Sachen Arbeitsspeicher bleibt es ebenfalls beim Dual-Channel-Interface mit maximal vier DDR4-DIMM-Speicherbänken und zwei DIMMs pro Kanal. Verwendet werden können ausschließlich DDR4-UDIMMs ohne ECC, doch dafür steigt die native RAM-Geschwindigkeit auf effektiv 2.933 MHz.

» zur Galerie
Plattform-Vergleich: Intel Z390 und Z490
Z490
Z390
Plattform
Mainstream
Fertigung 14 nm
CPU-Sockel
LGA1200
LGA1151v2
max. CPU-Kerne/Threads
10/20
8/16
CPU Code Name
Comet Lake-S
Coffee Lake-S (Refresh)
max. Arbeitsspeicher
128 GB DDR4 UDIMM
max. RAM-Takt (nativ)
DDR4-2933
DDR4-2666
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 1x16 oder 2x8 oder 1x8 + 2x4
Multi-GPU SLI / CrossFireX
Max. Displays/Pipes 3/3 3/3
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja
integr. WLAN-AX-Vorbereitung (Wi-Fi 6) Ja Nein
integr. WLAN-AC-Vorbereitung (Wi-Fi 5) Ja Ja
Intel Smart Sound Technology Ja Ja
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Ja Ja
USB-Ports (USB 3.2 Gen1) 14 (10) 14 (10)
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 10/6 10/6
Max. SATA-6GBit/s-Ports 6 6
Anzahl HSIO-Lanes 30 30
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja

» zur Galerie

Die Kühlkörper haben alle eine angenehme Größe und sind sehr hochwertig gefertigt. Gerade bei den beiden VRM-Kühlern fällt auf, dass nicht nur die Spannungswandler, sondern auch die Leistungsstufen auf Temperatur gehalten werden, was natürlich positiv zu bewerten ist. Auch wurden Kühlfinnen berücksichtigt, um die Kühlfläche zu erweitern.

» zur Galerie

Auf dem Z490 Steel Legend setzt ASRock auf eine reale 10+2-CPU-Spannungsversorgung, sprich zehn Leistungsstufen für die VCore und zwei Stück für den UnCore-Bereich (z.B. VCCSA und VCCIO). Ganz klar zu erkennen ist, dass die zehn VCore-Spulen von jeweils einem MOSFET versorgt werden. An dieser Stelle setzt ASRock auf die SiC654A von Vishay, die jeweils 50 A liefern. Somit beträgt das Power-Budget genau 500 A. Zwei Spulen werden hingegen für den UnCore-Bereich abkommandiert, wobei ASRock pro Spule jeweils einen High-Side- und Low-Side-MOSFET (SinoPower SM4336NSKP und SM4337NSKP) verbaut.

Aufgrund der Tatsache, dass der ISL69269-PWM-Controller von Intersil bis zu 12 Leistungsstufen steuern kann, muss ASRock beim Z490 Steel Legend auf keine Phasen-Doppler oder auf ein Phasen-Teaming zurückgreifen kann alles direkt und nativ anbinden. Vom Netzteil aus kann jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromstecker angeschlossen werden.

» zur Galerie

Die vier DDR4-UDIMM-Speicherbänke können vom Anwender mit bis zu 128 GB RAM befüllt werden. Dabei gibt ASRock einen maximalen und effektiven Speichertakt von 4.266 MHz, die zwar nicht rekordverdächtig sind, aber wohl vielen Anwendern ausreichen dürften. Mit Energie versorgt werden die vier Speicherbänke von zwei Spulen, wobei jede von zwei SM4337NSKP-Wandlern angefeuert werden.

Links neben dem 24-Pin-Stromanschluss sind einerseits ein USB-3.2-Gen1-Typ-C-Header, ein USB-3.2-Gen1-Header für zwei Typ-A-Ports und die vier um 90 Grad angewinkelten SATA-6GBit/s-Port, die nativ an den Z490-Chipsatz gekoppelt sind. Letztere wurden in einer Einbuchtung positioniert, was zwar optisch nett aussieht, praktisch jedoch weniger eine gute Idee ist, wenn man die SATA-Kabel entfernen möchte.

» zur Galerie

Primär für eine Grafikkarte bietet sich ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz an, den ASRock auch bereits für Intel Rocket Lake-S vorbereitet hat und den PCIe-4.0-Standard unterstützen soll. Des Weiteren sind ein mechanischer PCIe-3.0-x16-Slot und auch drei PCIe-3.0-x1-Anschlüsse vertreten, die natürlich über den Z490-Chipsatz ans Werk gehen.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Anbindung der PCIe-Steckplätze:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-CrossFireX
- - - -
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
-
- - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z490) - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z490) - x4
PCIe 3.0 x1 x1 (Z490) - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z490) - -
Hinweis: Für die Nutzung von PCIe 4.0 ist eine Rocket-Lake-S-CPU notwendig (elfte Core-Generation). Mit einer Comet-Lake-S-CPU (zehnte Core-Generation) ist ausschließlich die Nutzung von PCIe 3.0 möglich.

Auf dem ASRock Z490 Steel Legend kommen zu den vier angewinkelten SATA-Ports noch zwei vertikal ausgerichtete SATA-Anschlüsse hinzu. Doch darüber hinaus sind auch gleich drei M.2-M-Key-Schnittstellen mit an Board. Zwei Stück gehen mit max. PCIe 3.0 x4 über den PCH ans Werk und eine mit bis zu PCIe 4.0 x4 über die LGA1200-CPU, wobei im letzteren Fall ein Rocket-Lake-S-Prozessor benötigt wird. ASRock hat den entsprechenden Anschluss mit "Hyper M.2" markiert. Genau mittig können in dem ebenfalls vorhandenen M.2-E-Key-Anschluss ein WLAN- und Bluetooth-Modul nachgerüstet werden.

Die einzige von ASRock genannte Restriktion besteht in dem Fall, wenn im obersten und untersten M.2-Anschluss eine SATA-SSD installiert wird. In diesem Fall werden die SATA-Ports 2 und 6 unbrauchbar. Der Onboard-Sound besteht aus dem hochwertigen Realtek-ALC-1200-Codec inklusive fünf Audio-Kondensatoren, der sich den Audio-Anschlüssen am I/O-Panel annimmt.

» zur Galerie
Das I/O-Panel des ASRock Z490 Steel Legend in der Übersicht
2x USB 2.0 WLAN-Vorbereitung - 2,5-GBit/s-LAN
(Realtek RTL8125BG)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
PS/2 HDMI 1.4b DisplayPort 1.4 2x USB 3.2 Gen2
(Typ-A/C, Z490)
2x USB 3.2 Gen1
(Typ-A (Z490)

Das I/O-Panel liefert nicht nur jeweils zwei USB-3.2-Gen2-, USB-3.2-Gen1- und USB-2.0-Ports, sondern auch eine 2,5-GBit/s-LAN-Buchse sowie einmal PS/2 für ältere Eingabegeräte. Für die Nutzung der CPU-internen Grafikeinheit kann der HDMI-1.4b- und DisplayPort-1.4-Grafikausgang verwendet werden. Übrig bleiben die fünf vergoldeten 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink für die optische Digitalübertragung. Für zwei WLAN-Antennengewinde ist bereits eine Vorbereitung hinterlassen worden.

» zur Galerie

Das PCB des ASRock Z490 Steel Legend ist sehr übersichtlich gehalten und bringt alles Nötige an Ausstattungsmerkmalen mit, wobei das Thema Komfort gänzlich unter den Tisch fällt. Einzig die vier Status-LEDs ermöglichen rudimentäres Trouble-Shooting, aber diverse Onboard-Buttons gibt es beispielsweise nicht.


BIOS

Unter den finalen BIOS-Versionen stand uns zum Zeitpunkt des Mainboard-Tests die Version P1.20 zur Verfügung, die im Vergleich zur Version P1.00 und P1.10 einige Verbesserungen und Optimierungen mitbringt. Doch ASRock hatte auch die Version L1.31 im Angebot, die das PCIe-Resizable-BAR-Feature für AMDs Smart-Access-Memory-Funktion mit an Bord hat und für die RX-6000-Grafikkarten gedacht ist. ASRock hat im UEFI ein Instant-Flash-Feature integriert, mit dem der Flash-Vorgang absolut leicht von der Hand geht.

Folgende Verbesserungen hat ASRock beim Z490 Steel Legend bisher vorgenommen:

» zur Galerie

Bei den Z490-Mainboards ist wieder ein EZ-Mode mit an Bord, der einen Überblick vermittelt. Links oben ist ganz klar das Mainboard-Modell mit der BIOS-Version erkennbar, direkt darunter der installierte Prozessor, dessen Grundtakt und auch die installierte RAM-Kapazität werden aufgeführt. Dort wiederum unterhalb ist die DIMM-Verteilung einsehbar und zudem kann von dort aus auf Wunsch auch gleich XMP aktiviert werden. Unter Storage Configuration erhält der Anwender sofort den Überblick, welche Storage-Devices installiert sind.

Aber auf der EZ-Mode-Seite lassen sich noch weitere, nützliche Infos herauslesen, wie die Mainboard- und CPU-Temperatur und auch die Lüfter-Geschwindigkeiten. Ohne in die erweiterten BIOS-Einstellungen gehen zu müssen, kann auch gleich die Boot-Reihenfolge geändert werden. Auch Tools, wie Instant- und Internet-Flash sowie das FAN-Tastic Tuning können direkt aufgerufen werden.

» zur Galerie

Im Advanced-Mode hat sich hingegen nichts verändert. Beispielsweise fehlt auch hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" findet der Anwender sämtliche Overclocking-Funktionen. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität hervorragend.

Overclocking

Auf dem ASRock Z490 Steel Legend erhält der Anwender eine tatkräftige CPU-Spannungsversorgung mit 12 Vishay-MOSFETs mit jeweils 50 A. Für die VCore zeigen sich 10 Spulen verantwortlich und im BIOS sind zahlreiche Einstellungen verfügbar.

ASRock erlaubt beim Z490 Steel Legend eine Veränderung des BCLK von 90,0000 MHz bis satte 1.000,0000 MHz. Die Intervalle betragen auch hier feine 0,0500/0,0625 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,800 V bis 2,200 V (inkl. OC-Mode) in 0,005-V-Schritten einstellen. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +300 mV angenehm aus. ASRock unterscheidet bei einigen Spannung zwischen dem Stable- und dem OC-Mode. Im OC-Mode lassen sich einige Spannungen weiter erhöhen. Dessen Maximalwerte haben wir in der Tabelle jeweils in Klammern angegeben.

Bei den RAM-Teilern reicht es von DDR4-800 bis DDR4-8400, wobei ein Betrieb mit einer derart hohen Taktfrequenz sehr unwahrscheinlich ist.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z490 Steel Legend in der Übersicht
Base Clock Rate 90,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz in 0,0500-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,520 V (2,200 V) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,500 V (1,800 V) in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,950 V bis 1,750 V (1,800 V) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,850 V bis 1,200 V (1,600 V) in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung 1,050 V bis 1,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen DRAM Activating Power Supply, CPU Standby, CPU Internal PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, MC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 53 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und fünf optionale Fans, LLC Level Auto (1-2), 3-5

Schauen wir uns nun das Overclocking-Verhalten des ASRock Z490 Steel Legend an. Die Platine konnte die Taktfrequenz von 5 GHz auf allen acht Kernen des Core i7-10700K problemlos stemmen und benötigte vom BIOS eine VCore von 1,265 V, wobei wir die Load-Line-Calibration angepasst haben, sodass unter Last kein starker VDroop entstanden ist. Generell sehen wir das Ergebnis sehr positiv, vor allem für den veranschlagten Preis der Platine.

Die VRM-Kühler werden bei höheren CPU-Spannungen (in unserem Fall bis 1,35 V) schon knapp über 60 °C warm, was gerade noch in Ordnung geht. Man darf dabei natürlich nicht außer Acht lassen, dass die Spannungswandler unter den Kühlern noch eine Ecke wärmer werden.

» zur Galerie

Ein Sorgenkind ist da schon eher das RAM-Overclocking. ASRock hat das Z490 Steel Legend bis DDR4-4266 angegeben, sodass wir schon vor dem Overclocking Bedenken hatten, dass das Board das XMP unserer DDR4-4133-DIMMs problemlos fahren kann. Und leider hat sich dies auch so gezeigt. Selbst mit manueller VCCIO- und VCCSA-Spannung konnten wir das ASRock Z490 Steel Legend zu keinem Betrieb mit effektiven 4.133 MHz überreden, die im Profil hinterlegt sind.

Somit blieb uns einzig der Weg der manuellen RAM-Übertaktung und hier war bei effektiv 3.900 MHz bereits Schluss. Im Gegenzug konnten wir die Latenzen mit CL17-17-17-36 straff anziehen. Es ist zwar schade, dass mit dem ASRock Z490 Steel Legend nicht mehr drin war, da jedoch die meisten Anwender maximal DDR4-3600-DIMMs verwenden, ist dies eigentlich nicht weiter tragisch. Vor allem in dieser Mainboard-Klasse nicht.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z490 Steel Legend getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.933 MHz und 16-16-16-36 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z490 Steel Legend mussten wir im BIOS keine Änderungen vornehmen, die Turbo-Einstellungen arbeiteten bereits korrekt.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Time Spy und Fire Strike), SuperPi 8M, Cinebench R15, Cinebench R20 und Sisoft Sandra 2020 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi Threaded

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

Multi Threaded

Cinebench Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2020

Speicher-Bandbreite

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grund-Performance des ASRock Z490 Steel Legend ist absolut stimmig und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Genau im Durschnitt liegt die von uns ermittelte Bootzeit der Platine mit 13,44 Sekunden. Dies geht auf jeden Fall in Ordnung.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z490 Steel Legend hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein USB-3.2-Gen1-Hub, ein LAN-Controller sowie ein Audio-Codec tragen ihren Teil zur Leistungsaufnahme bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 20 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme (normal)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle überzeugt das ASRock Z490 und präsentiert sich mit gerade einmal 37,5 W sehr effizient. So kann sogar das sehr effiziente NZXT N7 Z490 unterboten werden.

Leistungsaufnahme (normal)

Cinebench R20 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench-Last platziert sich das ASRock Z490 Steel Legend hingegen eher im durchschnittlichen Bereich und benötigt (inklusive Restsystem) 196,7 W, blieb jedoch glücklicherweise unterhalb der 200-W-Marke.

Leistungsaufnahme Prime95 (normal)

inkl. AVX

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Dies sieht unter Volllast mit Prime95 natürlich ganz anders aus und ist mit knapp 260 W eher hungrig unterwegs.

CPU-Spannungen Prime95 (normal)

inkl. AVX

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung ist dann einer der Gründe erkennbar, denn mit 1,216 V genehmigt sich das ASRock Z490 Steel Legend von Haus aus eine Menge, wenn das mit den anderen Probanden verglichen wird.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme (reduziert)

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (reduziert)

Cinebench R20 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme Prime95 (reduziert)

inkl. AVX

Leistung in Watt
Weniger ist besser

CPU-Spannungen Prime95 (reduziert)

inkl. AVX

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der Ausstattung des ASRock Z490 Steel Legend ließen sich keinen nennenswerten Komponenten deaktivieren, sodass wir dieselben Werte verwendet haben.

So energie-effizient ASRocks Z490 Steel Legenf im Leerlauf ist, so verpufft das Ganze dann unter Last, vor allem unter Volllast, was an der recht hohen Default-VCore liegt. Wer sich also an der Leistungsaufnahme stört, kann selbst Hand anlegen und die VCore manuell reduzieren, was dann auch den Verbrauch etwas nach unten drückt.


USB-3.2-Gen2-Performance

An USB-3.2-Gen2-Buchsen bietet das ASRock Z490 Steel Legend insgesamt zwei Stück an. Am I/O-Panel kann auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die direkt mit dem PCH in Kontakt treten.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen

» zur Galerie

Besser geht es kaum. Im sequentiellen Lesen wurden sehr gute 1.078 MB/s und im Schreiben ebenfalls sehr gute 1.048 MB/s erreicht.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASRock Z490 Steel Legend insgesamt sieben Stück an. Am I/O-Panel kann auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen fünf Anschlüsse können über die beiden Front-Header sowie über den Typ-C-Header realisiert werden. ASRock setzt auf eine Kombination aus dem Z490-PCH und einem ASMedia ASM1074. 

Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2-Lösung verwendet.

» zur Galerie

Es spielt keine Rolle, ob nun über den Z490-Chipsatz oder über den ASM1074-Hub, in beiden Fällen werden mit über 460 MB/s lesend und schreiben hervorragende USB-3.2-Gen1-Werte erreicht.

SATA-6GBit/s-Performance

ASRocks Z490 Steel Legend stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle arbeiten nativ mit dem Z490-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

» zur Galerie

Auch wenn ASRock an der SATA-Performance geschraubt hat, fallen die Werte nicht optimal aus, was jedoch eher an Windows 10 liegt. Ermittelt wurden maximal 529 MB/s im Lesen und 497 MB/s im Schreiben.

M.2-Performance

Auf dem ASRock Z490 Steel Legend halten sich drei M.2-Schnittstellen über den Z490-Chipsatz bereit, welche mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s, 2x shared). Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe. Zwar beherrscht die NVMe-SSD den PCIe-4.0-x4-Standard, doch im Falle des Z490-PCHs wird sie logischerweise auf PCIe 3.0 x4 limitiert.

Die obere rechte M.2-Schnittstelle ist an den CPU-Sockel angebunden und kann daher nicht berücksichtigt werden, da für einen möglichen Test eine Rocket-Lake-S-CPU (11. Core-Generation) benötigt wird.

» zur Galerie

"Volle Fahrt voraus" heißt es dann hingegen bei den M.2-Schnittstellen über den Z490-Chipsatz, die bekanntlich mit maximal PCIe 3.0 x4 angebunden sind. Der Lese- und Schreibdurchsatz betrug sequentiell 3.423 MB/s respektive 3.331 MB/s und liegt damit absolut im Soll.


Wer auf ein Intel-Mainstream-System setzen möchte, bekommt mit den aktuellen Comet-Lake-S-Prozessoren eine Menge Leistung. Für diesen Zweck hat sich das ASRock Z490 Steel Legend als gute Allrounder-Platine zu einem angemessenen Preis herausgestellt. Angesiedelt in der unteren Mittelklasse gibt es dem interessierten Käufer eine adäquate Ausstattung mit an die Hand. Dazu gehören natürlich auch die vier DDR4-UDIMM-Speicherbänke für einen maximalen RAM-Ausbau von 128 GB, wobei in unserem Overclocking-Test höchstens 3.900 MHz drin waren.

Deutlich besser verlief dagegen das CPU-Overclocking mit angenehm niedriger VCore bei 5 GHz auf allen acht Kernen. Dies ist dank der nativen 10+2-CPU-Spannungsversorgung möglich. Für die zehn VCore-Leistungsstufen setzt ASRock auf die SiC654A-Wandler von Vishay mit jeweils 50 A. Verzichten muss man allerdings auf umfangreichen OnBoard-Komfort, denn außer vier Status-LEDs sind keine weiteren Features vorhanden.

» zur Galerie

Bei den USB-Schnittstellen wurden von ASRock neben zweimal USB 3.2 Gen2 außerdem gleich siebenmal USB 3.2 Gen1 (davon einmal als Typ-C-Header) sowie sechsmal USB 2.0 berücksichtigt. Für die Storage-Geräte hingegen halten sich auf der ATX-Platine nicht nur sechs native SATA-6GBit/s-Buchsen, sondern außerdem zwei M.2-M-Key-Konnektoren inklusive Kühlkörper über den Z490-Chipsatz bereit. Für die im nächsten Jahr erwartete 11. Core-Generation in Form von Rocket Lake-S wurde ein weiterer M.2-M-Key-Anschluss für PCIe-4.0-x4-NVMe-SSDs vorbereitet. Die PCIe-4.0-Vorbereitung gilt übrigens auch für den oberen PCIe-x16-Slot. Zu den weiteren Erweiterungsslots gehören einmal PCIe 3.0 x16 (mechanisch, elektrisch mit max. x4) und dazu dreimal PCIe 3.0 x1.

Für die Netzwerkverbindung zeigt sich der 2,5-GBit/s-LAN-Port (Realtek RTL8125BG) verantwortlich. WLAN ab Werk gibt es zwar nicht, doch hat ASRock den Einsatz in Form eines M.2-E-Key-Slots vorbereitet. Ein entsprechendes Modul lässt sich optional nachrüsten. Über Realteks ALC1200-Audio-Codec erfolgt mit fünf Audio-Kondensatoren die Soundausgabe. RGB-LED-Beleuchtung ist natürlich auch ein Thema beim ASRock Z490 Steel Legend, denn zahlreiche LEDs befinden sich bereits auf Höhe des I/O-Panel-Covers, im Bereich des PCH-Kühlers und auch unterhalb des rechten Mainboardrands. Doch mit jeweils zwei 4-Pin-RGB- und 3-Pin-ARGB-Headern kann das Ganze zudem erweitert werden.

Derzeit (Stand: Dezember 2020) wechselt das ASRock Z490 Steel Legend ab etwa 170 Euro den Besitzer und für diesen Preis bekommt der Interessent ein robustes Mainboard für Intels LGA1200-Prozessoren mit allen wichtigen Anschlussmöglichkeiten, muss allerdings auf umfangreichen Onboard-Komfort verzichten.

Positive Eigenschaften des ASRock Z490 Steel Legend:

Negative Eigenschaften des ASRock Z490 Steel Legend:

Das ASRock Z490 Steel Legeng bietet eine gute Ausstattung für einen angemessenen Preis, wobei auch einige Kontra-Punkte existieren.

Für den genügsamen Aufrüster stellt das ASRock Z490 Steel Legend meiner Meinung nach einen guten Unterbau dar, wobei mir persönlich etwas erweiterter Komfort, wie ein CMOS-Clear-Button oder einer Diagnistic-LED, fehlt. Qualitativ jedoch gibt es bei der Platine nichts auszusetzen und wird sicherlich einige Käufer finden. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
ASRock Z490 Steel Legend
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 176,30 EUR