ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero im Test - Wie es von Anfang an hätte sein sollen

Veröffentlicht am: von

asus rog crosshair viii dark hero 004 logoPassend zu AMDs neuen und leistungsstarken Ryzen-5000-Prozessoren hat ASUS ein besonderes, neues Oberklasse-Mainboard aus der ROG-Crosshair-VIII-Familie vorgestellt, das viele Wünsche aus dem letzten Jahr erfüllt und gleichzeitig auch ein bisher einzigartiges Overclocking-Feature bietet. Mit dem neuen ROG Crosshair VIII Dark Hero möchte ASUS den Enthusiasten ein Premium-Mainboard an die Hand geben. Wir haben von ASUS ein Sample erhalten und es genau analysiert.

Auch wenn das bereits von der Hardwareluxx-Redaktion untersuchte ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) (Hardwareluxx-Test) noch immer ein sehr gutes Oberklasse-Mainboard ist, hat ASUS zur Veröffentlichung der neuen Vermeer-CPUs von AMD (Ryzen 5000) ein überarbeitetes Hero-Modell fest eingeplant, wie wir bereits berichtet hatten. Mit dem Test zum Ryzen 5 5600X und Ryzen 9 5900X (Hardwareluxx-Test) sowie zum Ryzen 7 5800X und dem Ryzen 9 5950X (Hardwareluxx-Test) haben wir uns natürlich auch alle vier Zen-3-Prozessoren näher angeschaut.

Abseits der Oberklasse-Ausstattung stehen beim ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero ganz klar die passive Kühlung des verbauten X570-PCHs und ein bisher exklusives Overclocking-Feature im Vordergrund, das ein grundlegendes Ryzen-Problem beseitigt. Auch die PCH-Temperatur wird bei der Platine von Interesse sein, denn im Notfall steht kein Lüfter zur Unterstützung bereit. 

» zur Galerie

Auch optisch setzt sich das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero vom letztjährigen und normalen Hero-Modell ab und wie es der Zusatz "Dark" bereits verlauten lässt, ist das gesamte Board in dunklem Schwarz gehalten. Einzig einige silberne Akzente, wie das ROG-Logo, der ROG- und der Dark-Hero-Schriftzug vermitteln einen hochwertigen Eindruck. Besonders auffällig sind zudem die gesamten Kühlkörper inklusive Kühlfinnen.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Crosshair VIII Dark Hero
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel PGA AM4 (für Ryzen 2000(G), Ryzen 3000(G), Ryzen 4000G und Ryzen 5000)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/Spulen 18 Stück
(16x CPU (14+2), 2x RAM)
Preis
ab 469 Euro
Webseite ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung AMD X570 Chipsatz, passiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 5.000 MHz mit Ryzen 3000/5000, max. 5.100 MHz mit Ryzen 4000G, max. 3.600 MHz mit Ryzen 2000, max. 3.200 MHz mit Ryzen 2000G/3000G
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs) mit Ryzen 3000/5000/4000G
max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs) mit Ryzen 2000/2000G/3000G
SLI / CrossFire 2-Way-SLI, 3-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express 2x PCIe 4.0/3.0 x16 (x16/x8) über CPU (PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000/5000)
1x PCIe 4.0 x16 (x4) über AMD X570
1x PCIe 4.0 x1 über AMD X570
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
8x SATA 6GBit/s über AMD X570
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0/3.0 x4 oder SATA 6 GBit/s über CPU (PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000/5000)
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 oder SATA 6 GBit/s über AMD X570
USB CPU: 4x USB 3.2 Gen2/1 (4x extern, USB 3.2 Gen2 nur mit Ryzen 3000/4000G/5000)
Chipsatz: 5x USB 3.2 Gen2 (4x extern, 1x intern), 6x USB 3.2 Gen1 (4x extern, 2x intern), 4x USB 2.0 (4x intern)
Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200, Dual-Band,
bis 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.1
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
1x Realtek RTL8125-CG 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec (ROG SupremeFX)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x 4-Pin-RGB-Header
2x 3-Pin-ARGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU-OPT-FAN-Header
1x 4-Pin WPump-FAN-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header
1x 4-Pin-AIO-Pump-Header
1x 4-Pin-W_Pump+-Header
1x 3-Pin-W_Flow-Header
1x 2-Pin-W_In-Header
1x 2-Pin-W_Out-Header
1x 4-Pin-H_Amp-Header
Onboard-Komfort Power-Button, Reset-Button, LN2-Mode-Jumper, Safe-Boot-Button, Retry-Button, Slow-Mode-Switch
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
» zur Galerie

Folgendes Zubehör befindet sich in der Verpackung:

» zur Galerie

Beim beigelegten Zubehör hat ASUS keinerlei Änderungen vorgenommen und entsprechen dem des ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi). Demnach sind das Handbuch, jede Menge ROG-Sticker, die WLAN-Antenne sowie vier SATA-Kabel zu finden. Aber auch jeweils ein RGB- und ARGB-Verlängerungskabel, der Q-Connector, zwei M.2-Abstandshalter inklusive Schrauben, der ROG-Getränkeuntersetzer und auch die ROG-Dankkarte sind mit enthalten.


Mit dem X570-FCH unternimmt AMD im Vergleich zum X370- und X470-FCH einen großen Schritt nach vorne, denn der X570-FCH ist der erste Chipsatz, welcher das PCI-Express-4.0-Feature in das Desktop-Segment etabliert. Gleichzeitig erhöht sich auch die Anzahl der Lanes von acht auf 16 Stück, von denen sich 12 Stück flexibel durch die Mainboard-Hersteller verteilen lassen. Die Anbindung zwischen CPU und Chipsatz erfolgt über einen Down- und Uplink mit PCIe 4.0 x4 (Ryzen 3000).

Wird stattdessen ein Ryzen-2000-Prozessor (Zen+, Pinnacle Ridge) verwendet, erfolgt der Chipsatz-Downlink im PCIe-3.0-x4-Modus und demnach mit 32 GBit/s statt 64 GBit/s. Vom X570-Chipsatz aus werden gleich achtmal USB 3.2 Gen2 und bis zu 12 SATA-6GBit/s-Ports bereitgestellt, wobei es auch vom Mainboard-Hersteller abhängt, wieviele M.2-Schnittstellen eingeplant wurden. Zur Wahl stehen folgende Konstellationen: 2x NVMe (PCIe 4.0 x4) + 4x SATA 6GBit/s, 1x NVMe + 8x SATA 6GBit/s oder 3x NVMe.

Ausgehend von einer Matisse- oder Vermeer-CPU (Zen2/Zen3, Ryzen 3000/5000) werden weitere 24 PCIe-4.0-Lanes zur Verfügung gestellt. 16 Stück wandern an bis zu zwei mechanischen PCIe-4.0-x16-Steckplätzen primär für die Grafikkarte(n). Die Aufteilung erfolgt entweder mit x16/x0 oder mit x8/x8. Doch acht weitere PCIe-4.0-Lanes bleiben übrig: Vier Stück dienen als Chipsatz-Downlink und die restlichen Vier Lanes lassen sich wahlweise als 1x NVMe (PCIe 4.0 x4), 2x SATA und 1x NVMe (PCIe 4.0 x2) oder 2x NVMe (PCIe 4.0 x2) realisieren. Hinzu kommen dann noch vier USB-3.2-Gen2-Schnittstellen.

In der Summe wandern somit 40 PCIe-4.0-Lanes in die X570-Mainstream-Plattform. Einschränkungen gibt es natürlich dann, wenn der Anwender sich dazu entschließt, eine Pinnacle-Ridge-CPU (Ryzen 2000), da dieser Prozessor 24 PCIe-3.0-Lanes und "nur" vier USB-3.1-Gen1-Ports zu bieten hat.

» zur Galerie

Die folgende Tabelle ermöglicht einen übersichtlichen Vergleich zwischen den AMD-500-Chipsätzen:

Die aktuellen AMD-500-Chipsätze für den Sockel AM4 im Überblick
Key-Feature
X570
B550
A520
Fertigung 12 nm 12 nm 14 nm
CPU-PCH-Anbindung PCIe 4.0 x4 PCIe 3.0 x4 PCIe 3.0 x4
PCIe-3.0/4.0-Konfiguration (CPU) 1x16 oder 2x81x16 (PCIe 3.0)
Max. PCIe-3.0-Lanes - 10 6
Max. PCIe-4.0-Lanes 16 - -
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 0/8 2/2 1/2
Max. USB-2.0-Ports 4 6 6
Max. SATA-6GBit/s-Ports 12 8 6
Multi-GPU SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX Nein
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja Nein
RAID (0, 1, 10) Ja Ja Ja
XFR Ja Ja Ja
XFR 2 (*1) (Enhanced) Ja (Ja) Ja (Ja) Ja (Ja)
Precision Boost Overdrive Ja Ja Ja

 

» zur Galerie

Gerade beim ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen bei der passiven Kühlung. Wie ASUS es versprochen hat, wird der X570 komplett passiv auf Temperatur gehalten. Hierzu hat ASUS den PCH-Kühlkörper um einen Ausleger ergänzt, um die Gesamtkühlfläche zu erhöhen. Anständig groß dimensioniert ist jedoch auch der VRM-Kühler. Zwei Kühler wurden mittels einer Heatpipe kombiniert und steigern insgesamt die Kühlfläche. Dabei werden nicht nur die Spannungswandler, sondern auch die Leistungsstufen direkt gekühlt. Generell weiß die Verarbeitung der Kühler zu überzeugen und hinterlässt auch haptisch einen sehr guten Eindruck.

» zur Galerie

Ähnlich wie beim ROG Strix B550-XE Gaming, hat ASUS auch beim ROG Crosshair VIII Dark Hero stärkere Spannungswandler verbaut und hat damit theoretisch das Overclocking-Potential der Platine erhöht. Kommen beim ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) (Hardwareluxx-Test) IR3555-PowIRStage von Infineon mit jeweils 60 A zum Einsatz, sind es beim Dark Hero nun CSDX95410RRB-Wandler mit jeweils 90 A und stammen von Texas Instruments. An der effektiven 14+2-Anordnung hat ASUS hingegen nichts geändert, sodass das ROG Crosshair VIII Dark Hero nun einen Gesamtoutput von satten 1.260 A für die VCore- und 180 A für die CPU-SoC-Spannung bereitstellen kann. Im Vergleich dazu waren es beim normalen Hero inklusive aktiver Chipsatzkühler höchstens 840 A für die VCore.

Gesteuert werden die insgesamt 16 CPU-Leistungsstufen vom ASP1405I (auf der PCB-Rückseite), bei dem es sich um den umgelabelten IR35201 von Infineon handelt, der bekanntlich maximal acht Phasen steuern kann. Da ASUS keine Phasen-Doppler einsetzt, agieren die 16 Spulen in Zweier-Teams und damit real in der 7+1-Konfiguration. Den generellen Strom-Input ermöglichen jeweils einmal 8-Pin EPS12V und 4-Pin +12V und kommen kombiniert auf ein Budget von max. 576 W.

» zur Galerie

Plattformtypisch können bis zu 128 GB RAM auf dem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero verbaut werden. Je nach eingesetzter CPU unterscheidet sich dabei die maximale, effektive Speichertaktrate und natürlich auch je nach DIMM-Wahl. Wenn wir nun bei den Ryzen-3000/5000-Prozessoren bleiben, die in den meisten Fällen zum Einsatz kommen dürften, gibt ASUS einen Maximaltakt von 5.000 MHz an, was schon sehr ordentlich ist und dem Anwender viel Spiel nach oben gibt. Unverändert kümmern sich zwei Leistungsstufen um die vier DIMM-Steckplätze.

Auch das ganze Drumherum wurde 1:1 vom "alten" Hero übernommen. Vom um 90 Grad angewinkelten USB-3.2-Gen1-Header und dem USB-3.2-Gen2-Typ-C-Header abgesehen, wurde auch das ROG Crosshair VIII Dark Hero mit einem Power- und Reset-Button sowie einer Port80-Debug-LED und auch den vier Status-LEDs ausgestattet. Identisch sind auch die Art und Menge der FAN- bzw. AIO-Pump-Header.

» zur Galerie

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass ASUS auch das PCIe-Layout nicht angerührt hat. Diese stimmt nämlich ebenfalls mit dem Normalen Hero-Modell überein. Zwei mechanische PCIe-4.0-x16-Slots sind an den AM4-Prozessor angebunden, der PCIe-4.0-x1- und unterste, mechanische PCIe-4.0-x16-Steckplatz sind hingegen an den X570-Chipsatz gekoppelt. Für den Betrieb von PCIe 4.0 der beiden oberen x16-Anschlüsse wird jedoch zwingend ein Ryzen 3000/5000 benötigt, andernfalls ist bei höchstens PCIe 3.0 Schluss.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-CrossFireX
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 4.0 x1 x1 (X570) - - -
PCIe 4.0 x16 x4 (X570) - - x4
Hinweis: Die beiden CPU-seitigen PCIe-x16-Steckplätze arbeiten nur mit einer Ryzen-3000/5000-CPU im PCIe-4.0-Modus. Mit Ryzen 2000/3000G/4000G ist der PCIe-3.0-Modus aktiv.

Da mittig der Platz durch den passiven Chipsatzkühler belegt ist, ist somit nur noch ober- und unterhalb dessen Freiraum für jeweils eine M.2-M-Key-Schnittstelle. Die Obere ist an den AM4-Prozessor gekoppelt, die Untere an den X570-Chipsatz. Beide können im Höchstfall mit PCIe 4.0 x4 ans Werk gehen und bringen auch einen Kühlkörper mit. Oben beträgt die maximale Länge des Moduls 8 cm und unten höchstens 11 cm.


» zur Galerie

Von den beiden M.2-M-Key-Schnittstellen abgesehen, bieten auch acht SATA-6GBit/s-Ports ihre Dienste an und treten nativ mit dem X570-Chipsatz in Kontakt. Sie wurden um 90 Grad angewinkelt, wie es gerade bei den Oberklasse-Mainboards gang und gäbe ist. Der Vorteil hierbei ist, dass der Anwender kein Sharing befürchten muss und die Ports frei belegen kann.

» zur Galerie
Das I/O-Panel des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero in der Übersicht
CMOS-Clear-Button WLAN-Modul
(Intel Wi-Fi 6 AX200)
2x USB 3.2 Gen1
(ASM1074)
2x USB 3.2 Gen1
(ASM1074)
2,5-GBit/s-LAN
(RTL8125-CG)
Gigabit-LAN
(Intel I211-AT)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
USB-BIOS-Flashback-Button 2x USB 3.2 Gen2
(CPU)
2x USB 3.2 Gen2
(CPU)
2x USB 3.2 Gen2
(unten: BIOS-Flashback, X570)
2x USB 3.2 Gen2
Typ-A/C (X570)

Keine Überraschung gibt es beim I/O-Panel, das ebenfalls unverändert vom ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) übernommen wurde. Gerade die Armada an USB-Anschlüssen weiß hierbei zu überzeugen. In Summe sind nicht nur viermal USB 3.2 Gen1, sondern außerdem satte achtmal USB 3.2 Gen2 vertreten. Im letzteren Fall wurde zumindest eine Typ-C-Ausführung berücksichtigt. Weiterhin hat der Anwender im Netzwerkbereich die Wahl zwischen zwei LAN-Ports (1- und 2,5-GBit/s-LAN) und Intels Wi-Fi-6-AX200-Modul inklusive Bluetooth-5.1-Unterstützung.

Mit einem CMOS-Clear- und USB-BIOS-Flashback-Button erhält der Anwender zudem den gewohnten Oberklasse-Komfort, um einerseits das BIOS auf Werkseinstellungen zurückzusetzen und andererseits, um das BIOS wahlweise auch ohne installierten Prozessor zu aktualisieren. Schließlich sind mit fünfmal 3,5-mm-Klinke und einmal TOSLink noch die üblichen Audio-Anschlussmöglichkeiten vorhanden. Ein Grafikausgang gibt es weiterhin nicht, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass jemand dieses Mainboard mit einer APU nutzen möchte, weshalb dies zu verschmerzen ist.

» zur Galerie

Unter dem SupremeFX-EMI-Shield steckt weiterhin Realteks ALC1220-Codec, der allerdings von 12 Audio-Kondensatoren, einem ESS-ES9023P-DAC und einem Kopfhörerverstärker unterstützt wird. Links daneben sitzt Nuvotons NCT6798D-R-Super-I/O-Controller für die Überwachung, darauf folgend Intels I211-AT-LAN-Controller. Schräg oberhalb ist der ASMedia ASM1074 zu sehen, der als USB-3.2-Gen1-Hub fungiert und die vier blauen Anschlüsse am I/O-Panel bedient.

» zur Galerie

Der Retry-Button kann betätigt werden, wenn das ROG Crosshair VIII Dark Hero zunächst mit den gewählten Overclocking-Einstellungen nicht booten möchte. Bei der Betätigung wird ein neuer Boot-Versuch gestartet. Und sollte dies weiterhin nicht zum Erfolg führen, reicht ein Druck auf den Safe-Boot-Button, sodass das Board dann mit den Default-Werten bootet, jedoch die BIOS-Settings nicht zurücksetzt.  Somit kann der Anwender die Einstellungen abändern und einen neuen Versuch starten.

Weiter rechts befindet sich noch der Slow-Mode-Switch, der beim Einsatz einer Stickstoffkühlung notwendig ist. Im gleichen Atemzug kann auch gleich der LN2-Jumper in die andere Position versetzt werden, der sich links neben dem Safe-Boot-Button aufhält.

» zur Galerie

Trotz des breiten Spektrums an Ausstattung und Anschlüssen weiß natürlich auch das Layout des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero zu gefallen. Da mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zumindest eine dedizierte Grafikkarte zum Einsatz kommt, wurden zwei Slots unterhalb des oberen PCIe-4.0-x16-Steckplatzes freigelassen. Mit einer Dual-Slot- oder gar Triple-Slot-Grafikkarte können somit dennoch alle anderen Erweiterungssteckplätze genutzt werden.


BIOS

ASUS liefert das neue ROG Crosshair VIII Dark Hero mindestens mit der BIOS-Version 0210 aus, die bereits mit allen AM4-Prozessoren ab Ryzen 2000(G) kompatibel ist und auch die neuen Ryzen-5000-Modelle inkludiert. Zum Testzeitpunkt bot ASUS allerdings mit BIOS-Version 2601 ein Update an, das neben dem AGESA V2 PI 1.1.0.0 Patch C eine verbesserte System-Performance liefern soll. Mit der Instant-Flash-Funktion ist es ein Leichtes, das Update aufzuspielen.

» zur Galerie

Generell wurde die gewohnte UEFI-Optik von ASUS unverändert beibehalten. Dabei werden die einzelnen Punkte in Gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (DOCP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

» zur Galerie

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine dedizierte "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

Overclocking

Mit beachtlichen 16 CPU- und zwei RAM-Spulen und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero hervorragend zum Übertakten. Das UEFI unterstützt optional auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCD/CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können. Mit an Bord ist zudem ein Slow- und LN2-Modus, sodass das Mainboard selbst für Extreme-Overclocker interessant wird.

Auf dem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero ist eine Veränderung des Grundtakts von 96 MHz bis 118 MHz in 1-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender der Override- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,75000 V bis 1,70000 V in 0,00625-V-Intervallen verändern. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,45000 V bis +0,45000 V in ebenfalls 0,00625-V-Schritten. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die wichtigsten Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero in der Übersicht
Base Clock Rate 96,0000 MHz bis 118,0000 MHz in 0,0625-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,75000 Volt bis 1,70000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Override-Modus)
-0,45000 V bis +0,45000 V in 0,00625-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,50000 V bis 2,15500 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,75000 Volt bis 1,80000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Override-Modus)
-0,77500 V bis +0,77500 V in 0,00625-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-VDD18-Spannung 1,50000 V bis 2,50000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP-Spannung 0,70500 V bis 1,69500 V in 0,01500-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 Volt bis 1,60000 Volt in 0,00625-Volt-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen VDDG CCD, VDDG IOD, 2,5 Volt SB, DDRVPP, VTTDDR, VPP_MEM, 1,8V Standby, CPU 3,3 AUX, 2,5V SB
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 44 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (D.O.C.P.)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und ein optionaler Fan,
CPU-LLC Level 1-5

Gerade für ambitionierte Overclocker ist das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero ein Fest. Dies fängt bei den 90A-Spannungswandlern an, geht über die gute Kühlung und reicht bis zu den zahlreichen Overclocking-Einstellungen. So war es für die Platine natürlich keine Herausforderung, den Ryzen 5 3600X stabil mit 4,3 GHz auf allen sechs Pötten zu betreiben. An VCore mussten wir im BIOS allerdings 1,3625 V anlegen. Unterhalb davon war an Stabilität nicht zu denken.

Der VRM-Kühler erwärmte sich unter Volllast auf lediglich um die 50 °C, was auch mit an dem kleinen Sechs-Kerner liegt, aber eben aufzeigt, dass der Kühler auch für die großen Boliden wie den Ryzen 9 5900X (Hardwareluxx-Test) und den Ryzen 9 5950X (Hardwareluxx-Test) bestens gewappnet ist.

» zur Galerie

Auch beim RAM-Overclocking sind wir auf keine großen Hindernisse gestoßen. Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne manuelles Zutun in die Praxis umgesetzt und war stabil. Bei der manuellen Arbeitsspeicher-Übertaktung konnten wir mit DDR4-4266 nicht nur einen höheren Speichertakt, sondern mit CL18-18-18-38 auch deutlich straffere Timings fahren. Für einen Ryzen-3000-Prozessor ist das Ergebnis durchaus akzeptabel, doch mit Ryzen 5000 dürfte das OC-Potential generell höher ausfallen.

Exklusives OC-Feature: Dynamic OC Switcher

ASUS bietet mit dem ROG Crosshair VIII Dark Hero ein (möglicherweise vorerst) exklusives Overclocking-Feature an, das sich in der Hardware-Szene bereits herumgesprochen hat und ein aktuell vorherrschendes Problem intelligent umgeht. Wird der Ryzen-Prozessor übertaktet, gilt die Multiplikator-Fixierung (beispielsweise 44 für 4,4 GHz) gewöhnlich für alle vorhandenen, physischen Kerne sowohl in Single- als auch Multi-Threading-Anwendungen und setzt damit (gerade mit Ryzen 5000) den von Werk aus höheren Single-Core-Boost außer Gefecht.

Und genau an dieser Stelle setzt ASUS' Dynamic OC Switcher an, indem der Anwender einen erhöhten All-Core-Takt hinterlegen, aber auch weiterhin die hohe Single-Core-Leistung abrufen kann, die zudem mit aktiviertem Precision Boost Overdrive (kurz: PBO) gar gesteigert werden kann. Doch wie funktioniert das Feature? 

Damit der Dynamic OC Switcher funktioniert, benötigt das Board neben der CPU-VID und dem Multiplikator-Wert für den/die CCD(s)/CCX(') drei weitere Variablen: den aktuellen Bedarf an Ampere, eine CPU-Temperatur-Schwelle und einen Hysterese-Wert. Alle drei Werte lassen sich vom Anwender frei hinterlegen, wobei ASUS hierbei natürlich jeweils einen festgelegten Korridor im BIOS einprogrammiert hat.

» zur Galerie

Mit dem Bedarf an Stromstärke wird die Schwelle angegeben, an der das Board vom normalen Betrieb inklusive Precision Boost Overdrive mit hoher Single-Core-Performance automatisch in den manuellen OC-Modus mit manuellem All-Core-Takt wechselt. Wird der hinterlegte Wert von der CPU überschritten, geht es in den OC-Mode, unterhalb dessen wieder zurück in den "Default Mode". Der auswählbare Korridor beträgt 0 bis 255 A in 1-Ampere-Schritten.

Da das Ganze jedoch auch von der gegenwärtigen CPU-Temperatur abhängig ist (gerade im OC-Mode mit hohem All-Core-Takt und entsprechender CPU-Spannung), benötigt das Feature zudem eine Temperatur-Schwelle des Prozessors. Setzt man, wie von ASUS empfohlen, die Temperatur-Schwelle beispielsweise auf 75 °C und fällt die CPU-Temperatur höher aus, wechselt das Board vom OC-Mode zurück in den Default-Mode. Liegt die Temperatur unterhalb der Angabe und der Bedarf an Stromstärke oberhalb des festgelegten Werts, tritt erneut der OC-Mode in Kraft. Die CPU-Temperatur-Schwelle lässt sich dabei von 0 bis 140 °C in 1-°C-Intervallen selektieren.

Hinterlegt werden kann bzw. muss auch ein Hysterese-Wert für die Verzögerung des Switchings zwischen dem OC- und Default-Mode. Die Angabe erfolgt zwischen 0 und 255 Sekunden in 1-Sekunden-Schritten. Demzufolge erfolgt die Umschaltung zwischen den Modi mit kleinerem Wert deutlich schneller als mit einem größeren Wert. In letzterem Fall herrscht somit eine längere Verzögerung der Umschaltung.

» zur Galerie

In der Praxis können wir dem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero bescheinigen, dass der Dynamic OC Switcher hervorragend funktioniert. Erfreulicherweise funktioniert das Feature nicht nur mit den neuen Ryzen-5000-Prozessoren, sondern auch mit den Vorgänger-Modellen (Ryzen 3000), wie in unserem Fall mit dem Ryzen 5 3600X. Dieser besitzt einen maximalen Single-Core-Boost von 4,4 GHz. Im BIOS haben wir die Multiplikatoren im CPU-Core-Ratio-Menü testweise auf den Wert 40 fixiert und somit eine Taktfrequenz von 4 GHz auf allen Kernen unter CPU-Volllast genehmigt.

Unter voller CPU-Last lag der Takt auf allen sechs Kernen bei eben 4 GHz, in Single-Core-Anwendungen jedoch reichte die Taktfrequenz bis 4,450 GHz inklusive Precision Boost Overdrive.

PCH-Kühler-Analyse

Im Gegensatz zu den meisten anderen X570-Mainboards reiht sich das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero in Sachen Chipsatzkühlung direkt neben dem Gigabyte X570 AORUS Xtreme ein, denn auch beim ROG Crosshair VIII Dark Hero wird der X570-Chipsatz rein passiv gekühlt und hat somit keinen Lüfter im Gepäck. Hierfür hat ASUS den PCH-Kühler entsprechend vergrößert, um die Kühlfläche zu erweitern und um damit die Temperatur zu kontrollieren.

Im offenen Aufbau des Testsystems pendelte sich die PCH-Temperatur bei etwa 54 °C ein, was bereits ein sehr guter Wert ist. Es sei allerdings angemerkt, dass beim offenen Aufbau in unserem Fall kein Airflow zugunsten des PCH-Kühlers vorhanden war. Für gewöhnlich werden Mainboards jedoch in geschlossenen Gehäusen untergebracht und im Optimalfall existiert dort ein genereller Airflow, sodass die Temperatur in diesem Fall sogar noch besser ausfallen dürfte.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests - mit konstant 2.933 MHz und den Timings CL16-16-16-35 2T dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero (Wi-Fi) mussten wir das im BIOS keine Änderungen vornehmen, die Turbo-Einstellungen arbeiteten bereits korrekt.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2020 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 xCPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

32.30 (Ryzen 5 3600X) XX


32.28 (Ryzen 5 3600X) XX


32.23 (Ryzen 5 3600X) XX


32.21 (Ryzen 5 3600X) XX


32.21 (Ryzen 5 3600X) XX


32.16 (Ryzen 5 3600X) XX


32.13 (Ryzen 5 3600X) XX


32.10 (Ryzen 5 3600X) XX


32.0 (Ryzen 5 3600X) XX


Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

102.79 (Ryzen 5 3600X) XX


103.09 (Ryzen 5 3600X) XX


103.10 (Ryzen 5 3600X) XX


103.13 (Ryzen 5 3600X) XX


103.16 (Ryzen 5 3600X) XX


103.16 (Ryzen 5 3600X) XX


103.19 (Ryzen 5 3600X) XX


103.23 (Ryzen 5 3600X) XX


103.41 (Ryzen 5 3600X) XX


110.59 XX


Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

An der Grundperformance gibt es keinen Anlass zur Kritik, denn die ist absolut stimmig.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Mit gerade einmal knapp elf Sekunden startet das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero ziemlich flink. Der große Unterschied zum hauseigenen ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) kommt dadurch zustande, dass die X570-Mainboards zu Anfang noch einen frühen AGESA-Code inne hatten und demnach noch nicht optimiert waren.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein USB-3.1-Gen1-Hub und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Hinzu kommt schließlich auch noch ein WLAN- und Bluetooth-Modul hinzu.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf gehört auch das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero nicht zu den effizienten Vertretern und positioniert sich nur knapp unterhalb von 60 W. Mit dem ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) mit dem Ryzen 7 2700X waren es mit 58,6 W nur marginal weniger, was als Messtolleranz gewertet werden kann.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

119.7 (Ryzen 5 3600X) XX


125.9 (Ryzen 5 3600X) XX


126.9 (Ryzen 5 3600X) XX


127.0 (Ryzen 5 3600X) XX


129.2 (Ryzen 5 3600X) XX


129.8 (Ryzen 5 3600X) XX


133.4 (Ryzen 5 3600X) XX


135.2 (Ryzen 5 3600X) XX


140.8 (Ryzen 5 3600X) XX


146.0 (Ryzen 5 3600X) XX


185.5 XX


Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wenn wir unter Cinebench-R15-Multi-Threading-Last nun die Mainboards in den Fokus rücken, die wir ausschließlich mit dem Ryzen 5 3600X getestet haben, fällt auf, dass ASUS' neue Oberklasse-Platine auch hier nicht gerade zimperlich ist, was den Stromhunger angeht und sich um 5,2 W unterhalb des ASRock X570 Aqua (Hardwareluxx-Test) platziert. In die andere Richtung beträgt der Unterschied 5,6 W zum hauseigenen ROG Strix B550-E Gaming (Hardwareluxx-Test).

Leistungsaufnahme

Prime95

124.1 (Ryzen 5 3600X) XX


128.6 (Ryzen 5 3600X) XX


129.6 (Ryzen 5 3600X) XX


132.3 (Ryzen 5 3600X) XX


133.7 (Ryzen 5 3600X) XX


134.3 (Ryzen 5 3600X) XX


137.4 (Ryzen 5 3600X) XX


140.4 (Ryzen 5 3600X) XX


144.5 (Ryzen 5 3600X) XX


144.5 (Ryzen 5 3600X) XX


174.4 XX


Leistung in Watt
Weniger ist besser

Absoluter Gleichstand herrscht mit 144,5 W zwischen dem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero und dem ASRock X570 Aqua unter Last mit Prime95 und bilden zusammen das Schlusslicht.

CPU-Spannungen (Prime95)

1.256 XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.360 (Ryzen 5 3600X) XX


1.362 (Ryzen 5 3600X) XX


1.368 (Ryzen 5 3600X) XX


1.370 (Ryzen 5 3600X) XX


1.392 (Ryzen 5 3600X) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Unter Volllast hat das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero eine Default-VCore von 1,344 Volt angesetzt und ist sich mit drei weiteren Mainboards einig.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir einige Zusatz-Komponenten deaktivieren. Dazu gehören neben der RGB-LED-Beleuchtung der zweite LAN-Controller, der USB-3.2-Gen1-Hub und auch das WLAN- und Bluetooth-Modul. Im Leerlauf selbst brachte dies bereits einen Unterschied um 2,9 auf 56,2 W.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

116.6 (Ryzen 5 3600X) XX


125.9 (Ryzen 5 3600X) XX


126.9 (Ryzen 5 3600X) XX


127.0 (Ryzen 5 3600X) XX


129.2 (Ryzen 5 3600X) XX


129.8 (Ryzen 5 3600X) XX


130.9 (Ryzen 5 3600X) XX


133.1 (Ryzen 5 3600X) XX


136.0 (Ryzen 5 3600X) XX


145.0 (Ryzen 5 3600X) XX


184.5 XX


Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit dem weiteren Cinebench-R15-Durchlauf haben wir einen Verbrauchsunterschied von 4,8 W festgestellt und das Messgerät zeigte nun genau 136 W an.

Leistungsaufnahme

Prime95

121.1 (Ryzen 5 3600X) XX


128.6 (Ryzen 5 3600X) XX


129.6 (Ryzen 5 3600X) XX


132.3 (Ryzen 5 3600X) XX


133.7 (Ryzen 5 3600X) XX


134.3 (Ryzen 5 3600X) XX


135.4 (Ryzen 5 3600X) XX


137.8 (Ryzen 5 3600X) XX


140.8 (Ryzen 5 3600X) XX


144.3 (Ryzen 5 3600X) XX


172.7 XX


Leistung in Watt
Weniger ist besser

Immerhin 3,7 W weniger waren es unter CPU-Volllast und die Leistungsaufnahme betrug nun 140,8 W.

CPU-Spannungen (Prime95)

1.256 XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.344 (Ryzen 5 3600X) XX


1.360 (Ryzen 5 3600X) XX


1.362 (Ryzen 5 3600X) XX


1.368 (Ryzen 5 3600X) XX


1.370 (Ryzen 5 3600X) XX


1.392 (Ryzen 5 3600X) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore blieb unverändert, wie erwartet, bei 1,344 V.

Wer Oberklasse in seinem Gehäuse verbauen möchte, sollte dafür eine höhere Leistungsaufnahme in Kauf nehmen, was dem Großteil der Anwender auch nichts ausmachen wird. Sowohl im Idle als auch unter Last zeigte sich das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero zwar nicht extrem verschwenderisch, aber eben auch nicht besonders energieeffizient.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero stellt insgesamt bis zu neun USB-3.2-Gen2-Schnittstellen mit einer Ryzen-3000-CPU bereit. Acht Stück befinden sich am I/O-Panel und ein Anschluss wird über einen Onboard-Header ermöglicht. Von den neun Ports arbeiten vier Stück über die Ryzen-3000-CPU und fünf Stück mit dem X570-Chipsatz. In Verbindung mit einem Ryzen-Prozessor der zweiten Generation arbeiten vier Ports am I/O-Panel mit der USB-3.2-Gen1-Spezifikation.

Für den Test setzen wir die externe NVMe-SSD WD_Black P50 mit 2-TB-Kapazität von Western Digital ein, die den USB-3.2-Gen2x2-Standard (20 GBit/s) unterstützt und damit mehr als genug geeignet ist, die USB-Schnittstellen zu testen

» zur Galerie

Mit beiden Wegen wurden gute USB-3.2-Gen2-Werte erreicht. Sowohl über den Ryzen 5 3600X als auch über den X570-Chipsatz waren es beim sequentiellen Lesen etwas über 1.030 MB/s. Beim Schreiben hatte der Controller im Prozessor die Nase mit 966 MB/s etwas vorne, wohingegen es der PCH bis 942 MB/s schaffte.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero insgesamt sechs Stück an (mit einer Ryzen-2000(G)/3000G-CPU zehn Stück). Am I/O-Panel befinden sich vier/acht Ports, intern zwei Stück über den Header. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2-Lösung verwendet.

» zur Galerie

Ob nun direkt über den X570-Chipsatz oder indirekt über den ASM1074-Hub, spielt im Grunde keine große Rolle, wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat. Über den ASMedia ASM1074 selbst waren maximal 438 MB/s lesend und 407 MB/s schreibend drin. Diese Werte sind zwar keine neuen Rekorde, doch sind insgesamt gut. Über den X570-Chipsatz direkt hätten wir auch gerne Benchmarks durchgeführt, allerdings hat die WD_Black P50 am USB-3.2-Gen1-Header verfälschte Werte ermittelt und können daher nicht in Betracht gezogen werden.

SATA-6GBit/s-Performance

Das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X570-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

» zur Galerie

Die SATA-Leistung liegt zwar auf einem hohen, jedoch nicht hervorragenden Niveau. Die Schuld hierbei liegt allerdings nicht beim Board, sondern mehr an Windows 10. Während die Leserate bis auf 526 MB/s anstieg, waren beim Schreiben höchstens 456 MB/s drin.

M.2-Performance

Auf dem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero halten sich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung über die Ryzen-3000/5000-CPU und Chipsatz bereit. Mit einer Ryzen-2000(G)/3000G-CPU arbeitet der obere M.2-Anschluss mit der PCIe-3.0-x4-Spezifikation.

Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.3 und bedient sich an vier Gen4-Lanes vom Chipsatz und vom Prozessor.

» zur Galerie

Wenn man nun wirklich die Leistung bis ins kleinste Detail miteinander vergleicht, dann ist die M.2-Leistung über den PCH selbst nur marginal besser. 4.990 MB/s lesen und 4.270 MB/s schreiben seitens des Prozessors zu 5.002 MB/s lesend und 4.272 MB/s schreibend aufseiten des X570-Chipsatzes bilden im spürbaren Bereich allerdings keinen Unterschied und liegend insgesamt absolut im Soll.


ASUS hat mit dem ROG Crosshair VIII Dark Hero kurz nach dem Startschuss des AMD Ryzen 5 5600X und Ryzen 9 5900X (Hardwareluxx-Test) sowie des Ryzen 7 5800X und Ryzen 9 5950X (Hardwareluxx-Test) ein neues ROG-Crosshair-VIII-Modell kreiert, das zwar von der Ausstattung her nahezu auf dem ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) (Hardwareluxx-Test) basiert, sich allerdings in einigen Punkten ganz klar absetzen kann und sich unserer Ansicht nach, als das interessanteste Modell der Serie herausgestellt hat.

Im Grunde hat ASUS sich das ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) als Grundlage für das neue ROG Crosshair VIII Dark Hero genommen und einige Detailverbesserungen vorgenommen, die jedoch absolut überzeugend sind und auch ein besonderes Alleinstellungsmerkmal mit einschließen. Angefangen bei den Spannungswandlern, hat ASUS einen Wechsel von den weiterhin guten Infineon IR3555 mit 60 A auf die CSDX95410RBB-Power-Stages mit 90 A von Texas Instruments vollzogen, was den Output für die 14 VCore-Spulen von theoretisch 840 A auf satte 1.260 A anhebt. Ein ganz großes Highlight stellt ferner natürlich die rein passive Kühlung für den X570-Chipsatz dar, die einen guten (lüfterlosen) Eindruck hinterlassen hat.

» zur Galerie

Nicht nur für die neuen Ryzen-5000-Prozessoren, sondern auch für die Vorgängermodelle bietet bisher ausschließlich das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero ein exklusives Overclocking-Feature an, das sich Dynamic OC Switcher nennt und das Problem zwischen manuellem All-Core-Takt und weiterhin hoher Single-Core-Performance intelligent löst. Die entsprechenden Parameter lassen sich vom Anwender in großzügigen Korridoren festlegen und hierbei bleiben keine Wünsche offen. Davon abgesehen, bekommt der Käufer des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero die gesamte, restliche Oberklasse-Ausstattung vom ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) "spendiert", was auch das WLAN- und Bluetooth-Modul mit einschließt.

Zu den Kontrapunkten zählen hingegen die weniger gute Energie-Effizienz, der hohe Preis von mindestens 469 Euro und die aktuell (noch) schlechte Verfügbarkeit des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero. Hinzu kommt die weiterhin vorherrschende Problematik mit dem BIOS, das nach einiger Zeit der Nutzung immer träger wird, je mehr Funktionen ausgewählt wurden. Die positiven Aspekte der Platine jedoch übertrumpfen die Kontrapunkte schon deutlich und machen das Board (gerade mit Ryzen 5000) zu einem sehr guten Unterbau, wie es auch gleich von Anfang an ohne PCH-Lüfter hätte sein sollen.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero:

Das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero stellt für viele Umrüster ein Traum-Mainboard dar, denn es bietet eine umfangreiche Ausstattung, eine passive Chipsatzkühlung und ein exklusives Overclocking-Feature.

Persönliche Meinung

Zweifellos finde auch ich das ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero mit seiner Ausstattung und den guten Highlights und vor allem wegen der passiven Chipsatzkühlung äußerst attraktiv. Und gerade mit der passiven X570-Kühlung hätte auch schon das letztjährige ROG Crosshair VIII Hero wie das Dark Hero ausfallen können. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero
Nicht verfügbar 479,90 Euro Ab 434,99 EUR