ASRock Rack TRX40D8-2N2T im Test - Darf es etwas mehr sein?

Veröffentlicht am: von

mobo asrock rack trx40d8-2n2t logoFür den nächsten Mainboard-Test stellen wir uns die Frage: Darf es etwas mehr sein?. Haben wir uns im letzten Test das ASRock Rack X570D4U-2L2T (Hardwareluxx-Test) näher angeschaut, werfen wir unsere Blicke nun auf das TRX40D8-2N2T. Anhand der Modellbezeichnung werden die Kenner unter den Lesern bereits erahnen, um welche Plattform es sich handelt. Generell eignet sich die Platine vor allem für die Anwender, denen aktuell 16 Kerne in ihrem Home-Server oder ihrer Workstation nicht ausreichen.

In der Modellbezeichnung verrät das "TRX40" auf Anhieb, dass sich die Platine auf AMDs dritte Generation der Ryzen-Threadripper-Prozessoren konzentriert, dessen Basis eben die Zen2-Architektur ist. Als Chipsatz wird dem Ryzen Threadripper 3960X und 3970X (Hardwareluxx-Test) sowie dem Ryzen Threadripper 3990X (Hardwareluxx-Test) der TRX40-PCH zur Seite gestellt, der partiell ein erweiterter X570-Chipsatz ist.

Bei der Ausstattung kommen neben dem großen sTRX4-Sockel auch acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, dreimal PCIe 4.0 x16, einmal PCIe 4.0 x8 sowie sechsmal SATA 6GBit/s (davon zweimal als SATA-DOM) und zwei M.2-M-Key-Schnittstellen zum Einsatz. Großgeschrieben wird beim ASRock Rack TRX40D8-2N2T der Netzwerk-Bereich mit jeweils zweimal 2,5-GBit/s-LAN und 10-GBit/s-LAN sowie einem Gigabit-LAN-Port für das IPMI-2.0-Feature. Das Ganze bringt ASRock Rack auf dem ATX-Format unter.

» zur Galerie

Auch das ASRock Rack TRX40D8-2N2T hat ein grünes PCB erhalten und ebenfalls wurde der CPU-Sockel und die RAM-Steckplätze um 90 Grad gedreht. Generell hinterlässt das Board einen aufgeräumten Eindruck.

Die technischen Eigenschaften

Dies sind die Spezifikationen des ASRock Rack TRX40D8-2N2T:

Die Daten des ASRock Rack TRX40D8-2N2T in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock Rack
TRX40D8-2N2T
CPU-Sockel sTRX4 (für Castle Peak)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 19 (15x CPU, 4x RAM)
Preisca. 400 Euro
Webseite ASRock Rack TRX40D8-2N2T
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz AMD TRX40 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel), max. 4.666 MHz
Speicherausbau max. 256 GB RAM UDIMM, ECC-Support
SLI / CrossFire -
Onboard-Features
PCI-Express 3x PCIe 4.0 x16 (elektrisch mit x16) über CPU
1x PCIe 4.0 x8 (elektrisch mit x8) über CPU
PCI -
Storage 4x SATA 6GBit/s über AMD TRX40 (davon zweimal SATA-DOM)
2x SATA 6GBit/s über ASMedia ASM1061
2x M.2 mit PCIe 4.0 x4 über AMD TRX40 (M-Key)
1x OCulink für U.2 (PCIe 3.0 x4)
USB CPU:
2x USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s, Typ-A/C, 2x extern)
2x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, Typ-A, 2x extern)

Chipsatz:
3x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, Typ-A, 2x über Header, 1x nativ)
2x USB 2.0 (2x über Header)
Grafikschnittstellen 1x VGA (über ASpeed AST2500 (BMC))
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN 2x 10-GBit/s-LAN (RJ45) über Intel X710-AT2
2x 2,5-GBit/s-LAN (RJ45) über 2x Intel I225-LM
1x Gigabit-LAN über Realtek RTL8211E (dedizierter Management-Port)
Audio-Codec
und Anschlüsse
-
FAN- und
WaKü-Header
6x 6-Pin FAN-Header (3- und 4-Pin-Lüfter nutzbar)
LED-Beleuchtung -
Onboard-Komfort Status-LEDs, UID-Button/LED, IPMI 2.0, FAN Fail LED, Debug-LED

 

» zur Galerie

Das mitgelieferte Zubehör

» zur Galerie

Das Zubehör entspricht exakt dem vom X570D4U-2L2T mit der I/O-Blende, einem SATA-Kabel und zwei M.2-Schrauben. Demnach fällt die Menge an Beigaben auch in diesem Fall sehr mau aus.


Mit dem Launch der Ryzen-Threadripper-3000-Prozessoren (Castle Peak) auf Basis von Zen 2 legt AMD auch im HEDT-Segment den Switch auf PCIe 4.0 um. Die Plattform selbst bringt dabei in der Summe 88 PCIe-4.0-Lanes mit, 64 Lanes vom Prozessor und 24 Lanes vom TRX40-Chipsatz. Insgesamt 16 Lanes (jeweils acht Lanes vom Prozessor und vom TRX40-Chipsatz) sind jedoch bereits für den Down- und Uplink für die Kommunikation zwischen CPU und Chipsatz reserviert. Die Anbindung als Ganzes wird jedoch mit PCIe 4.0 x8 spezifiziert und ist damit doppelt so hoch wie bei den X570-Mainboards. Verglichen mit der X399-Plattform für die erste und zweite Ryzen-Threadripper-Generation wurde die Bandbreite von PCIe 3.0 x4 also gar vervierfacht.

Somit wirbt AMD offiziell mit 72 nutzbaren PCIe-4.0-Lanes, die sich in 56 Lanes von der sTRX4-CPU und in 16 Lanes vom TRX40-Chipsatz ableiten lassen. Jeweils acht Lanes gehen allerdings noch für Storage (2x NVMe PCIe 4.0 x4 oder 4x SATA 6GBit/s) auf der CPU-Seite und für die Anbindung für schmal angebundene PCIe-Steckplätze/M.2-Slots oder SATA-Ports (2x PCIe x4 oder 4x SATA 6GBit/s) auf der Chipsatz-Seite drauf. Bleiben daher also 56 frei verfügbare PCIe-4.0-Lanes übrig: 48 Stück vom Prozessor und acht Stück vom PCH, die vom Mainboard-Hersteller frei verteilt werden können.

Des Weiteren werden auch noch zahlreiche USB-Schnittstellen bereitgestellt. Viermal USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) bringt die CPU mit und gleich achtmal USB 3.2 Gen2 und viermal USB 2.0 AMDs TRX40-Chipsatz. Generell werden auch vier SATA-6GBit/s-Buchsen zur Verfügung gestellt, mit der Option bis auf maximal 12 SATA-Ports.

» zur Galerie

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen den AMD-Chipsätzen TRX40 und X570 auf:

Die AMD-Chipsätze TRX40 und X570 im Überblick
Key-Feature
TRX40
X570
Fertigung 12 nm 12 nm
PCIe-4.0-Konfiguration (CPU) 2x16, 2x8 1x16 oder 2x8
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 2x16, 2x8 1x16 oder 2x8
Max. PCIe-4.0-Lanes 24 16
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 0/8 0/8
Max. USB-2.0-Ports 4 4
Max. SATA-6GBit/s-Ports 12 12
Multi-GPU SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 4/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja
RAID (0, 1, 10) Ja Ja
XFR Ja Ja
XFR 2 (Enhanced) Ja / Ja Ja / Ja
Precision Boost Overdrive Ja Ja

 

» zur Galerie

Auf der VCore-Seite zeichnen sich 12 Spulen und ebenfalls 12 Spannungswandler verantwortlich. Hinzu kommen ferner noch drei SoC-Spulen mit drei Wandlern. Während ASRock Rack bei den 12 VCore-Leistungsstufen auf jeweils einen ISL99392-MOSFET mit 90A setzt, kommen für die drei SoC-Phasen insgesamt drei ISL99390 mit ebenfalls 90A zum Einsatz und stammen allesamt von Intersil. Der verwendetete PWM-Controller für die VCore-Spulen ist hingegen nicht bekannt, ohnehin steht auf dem Controller selbst lediglich "Nova-10 Sample". In der Summe bleibt noch die Frage offen, ob es sich nun um ein 12+3- oder um ein 6+3-Phasendesign handelt, sofern die 12 VCore-Spulen geteamt sein sollten. Der Gesamt-Output der Spannungsversorgung beläuft sich auf beeindruckende 1.080 A für die VCore und 270 A für die SoC-Spannung. Summiert sind es somit 1.350 A.

Ganz so stark werden die beiden 4er DDR4-DIMM-Gruppen nicht angefeuert, sind jedoch mit jeweils zwei ISL99360 mit 60A definitiv nicht unterversorgt. Verbaut werden können bis zu 256 GB RAM im Quad-Channel-Interface. ASRock Rack gibt das Board offiziell mit Overclocking-Taktraten von bis zu 4.666 MHz (effektiv) frei. Dabei bleibt es natürlich bei gewöhnlichen UDIMMs, doch optional können auch ECC-UDIMMs eingesetzt werden. Für die generelle Stromzufuhr wurden der 24-Pin-ATX- und die beiden 8-Pin-EPS12V-Anschlüsse in der Ecke platziert.

» zur Galerie

Erweitert werden kann das ASRock Rack TRX40D8-2N2T mithilfe von drei PCIe-4.0-x16-Steckplätzen und einem PCIe-4.0-x8-Slot, die allesamt elektrisch im vollen Umfang angebunden sind und vom sTRX4-Prozessor die entsprechenden Lanes bekommen. Von den übrigen 56 PCIe-4.0-Lanes bleiben keine weiteren übrig und wandern allesamt an die vier Steckplätze. Am linken Rand der Erweiterungsslots ist ein Kühler zu sehen, der sich in erster Linie dem Intel-X710-AT2-Netzwerkcontroller annimmt und zwei 10-GBit/s-LAN-Ports bedienen kann und aus diesem Grund nicht ohne Kühlung auskommen kann. Der Kühler selbst überdeckt jedoch auch den ASpeed-AST2500-BMC-Controller, der sich unterhalb des LAN-Controllers aufhält und von einem 16 MB großen DDR4-VRAM begleitet wird.

Am unteren Rand ist nicht nur eine Debug-LED zu sehen, sondern auch ein Speaker. Beide sind in Fehlersituationen zur weiteren Diagnostik von großer Bedeutung. Unübersehbar sind dann natürlich auch die beiden M.2-M-Key-Schnittstellen, die ASRock im Höchstfall natürlich mit jeweils PCIe 4.0 x4 angebunden hat. In ihnen lässt sich ein Modul mit einer Länge von 3 cm bis 11 cm installieren.


» zur Galerie

Für weiteren Festspeicher hat sich ASRock Rack dafür entschieden, vom TRX40-PCH lediglich vier SATA-6GBit/s-Ports in Anspruch zu nehmen, von denen zwei Stück mit dem SATA-DOM-Standard kompatibel sind und rot gefärbt wurden. Die beiden rechten der insgesamt vier angewinkelten SATA-6GBit/s-Buchsen gehen stattdessen über ASMedias ASM1061-Controller ans Werk. Doch wurde auch ein OCulink-Konnektor berücksichtigt, über den eine U.2-Schnittstelle realisierbar und mit PCIe 3.0 x4 angebunden ist.

Des Weiteren sind natürlich auch die insgesamt sechs 6-Pin-FAN-Header auffällig. An ihnen lassen sich jedoch auch problemlos 3- oder 4-Pin-Lüfter anklemmen und verwenden.

» zur Galerie
Das I/O-Panel des ASRock Rack TRX40D8-2n2t in der Übersicht
----- ----- PS/2 Management-LAN
(Realtek RTL8211E)
2x 2,5-GBit/s-LAN
(Intel I225-LM)
----- -----
UID-Button/LED VGA (ASpeed AST2500) 2x USB 3.2 Gen1
(Typ-A, CPU)
2x USB 3.2 Gen2
(Typ-A/C, CPU)
10-GBit/s-LAN
(Intel X710-AT2)
10-GBit/s-LAN
(Intel X710-AT2)

Im Vergleich zum X570D4U-2l2T fällt das I/O-Panel des TRX40D8-2N2T durchaus flexibler aus. Mit jeweils zweimal USB 3.2 Gen1 und Gen2 (davon einmal in der Typ-C-Variante) stehen mehr USB-Ports bereit, außerdem ist auch eine PS/2-Schnittstelle mit an Bord. Der VGA-Grafikausgang ist an den ASpeed AST2500 gekoppelt. Neben einer/einem UID-LED/Button bleiben noch der Management-LAN-Port und dazu jeweils zwei 2,5-GBit/s- und 10-GBit/s-Netzwerkschnittstellen übrig.

» zur Galerie

Die kleineren Netzwerkcontroller wurden nicht auf der PCB-Vorderseite verlötet, sondern auf der Rückseite. Mittig sind die beiden Intel-I225-LM- und weiter rechts Realteks RTL8211E-Controller zu sehen.

» zur Galerie

Nach der Analyse der Features und des Layouts kommen wir zu der Erkenntnis, dass ASRocks TRX40D8-2N2T ein ausgewachsenes Home-Server-Mainboard ist und hierfür alle wichtigen Ausstattungsmerkmale bietet. Natürlich lässt sich darüber streiten, ob die Anordnung und Ausrichtung der SATA-Ports Sinn ergibt, doch der Rest weiß zu überzeugen.

Da der TRX40-Chipsatz in diesem Fall nicht aktiv gekühlt wird, haben wir generell hohe PCH-Temperaturen erwartet und so war es dann im Praxisbetrieb auch. Ohne besondere Last stieg die Temperatur des TRX40-Chipsatzes problemlos auf über 80 °C und das im offenen Aufbau. Daher sollte man darauf achten, dass im verbauten Zustand ein guter Gehäuse-Airflow herrscht, damit die hohe PCH-Temperatur unter Kontrolle bleibt.


BIOS

Genau wie beim X570D4U-2L2T (Hardwareluxx-Test), setzt ASRock Rack auch beim TRX40D8-2N2T natürlich nicht auf die typische UEFI-Oberfläche, sondern auf die (un)gewohnt alte BIOS-Optik. Hierbei lässt es sich ausschließlich per Tastatur durch die Menüs wechseln, was wir jedoch in jedem Fall vorziehen. Während wir bei der ersten Inbetriebnahme der Platine ein sehr frühes BIOS vorfanden, wurden wir von ASRock Rack mit einer wesentlich neueren BIOS-Version (L1.11 statt L0.03) versorgt. Große Unterschiede sind bei der POST-Dauer auszumachen, denn die fällt mit der Version L1.11 wesentlich kürzer aus.

Zum Flashen des BIOS gibt es verschiedene Lösungsansätze: Einerseits über das BIOS direkt via Instant-Flash oder auch über die IPMI-Schnittstelle, zu der wir später noch kommen werden. Wir haben uns für den direkten Weg via Instant-Flash entschieden, bei dem es keinerlei Probleme gab.

» zur Galerie

Auf der ersten Seite "Main" werden dem Anwender und Administrator nicht nur Informationen zur installierten BIOS- und BMC-Version offenbart, sondern sie verrät auch gleich, welches Prozessor-Modell im CPU-Sockel steckt, dessen Taktfrequenz, Microcode und die Cache-Größen. Des Weiteren wird die RAM-Kapazität sowie das Datum und die aktuelle Uhrzeit angezeigt. Die meisten Einstellungen wurden im Reiter "Advanced" untergebracht. Ob zum Thema CPU, Chipset, Storage und Co., alle wichtigen Einstellungen sind dort anzutreffen.

» zur Galerie

Überraschenderweise fanden wir die Möglichkeit für das Einrichten einer RAM-Disk oder auch zur TLS-Authentifizierung in diesem Fall nicht vor. Dies kann ASRock Rack jedoch für ein zukünftiges BIOS-Update vorgesehen haben. Die Menüs "AMD PBS", AMD Overclocking" und "AMD CBS" sind auch mit von der Partie, die Teil der AGESA-Programmbibliothek ist. Dennoch ist es ungewöhnlich, dass auf einem Server- und Workstation-Mainboard Overclocking-Einstellungen ermöglicht werden. Und auch wenn wir zum ASRock Rack TRX40D8-2N2T keinen offiziellen Overclocking-Test durchgeführt haben, können wir bestätigen, dass die Overclocking-Einstellungen funktionieren und auch üppiger vorhanden sind, als beim X570D4U-2L2T. ASRock Rack hat in diesem Fall nämlich zusätzlich einen OC-Tweaker als eigenständiges Menü mit implementiert. 

Auch wenn es natürlich nett von ASRock Rack ist, die Overclocking-Einstellungen in hoher Anzahl anzubieten, sollte man dennoch beachten, dass es sich bei der Platine in erster Linie um ein Server-/Workstation-Mainboard handelt, das man im Normalfall in nicht zum Übertaktetn gedacht ist. Loben müssen wir ASRock Rack hingegen für die Implementierung des PCIe-Bifurcation-Features für alle vorhandenen PCIe-Steckplätze. Die drei x16-Slots lassen sich jeweils in den Modi x16, x8/x8, x4/x4/x8, x8/x4/x4 und x4/x4/x4/x4 betreiben, für den x8-Konnektor stehen die Modi x8 und x4/x4 zur Verfügung.

Um das BIOS direkt zu flashen, ist auf der Advanced-Seite auch die Instant-Flash-Funktion zu finden.

» zur Galerie

Der BMC (Baseboard Management Controller) in Form des ASpeed AST2500 wird im BIOS unter "Server Mgmt" konfiguriert. Allen voran kann der Admin die IP-Adresse via DHCP-Server oder manuell und damit statisch einstellen, unter welcher die IPMI-Schnittstelle im Netzwerk erreichbar sein soll und gegebenenfalls auch eine VLAN-ID hinterlegen. Neben IPv4 wird dabei auch IPv6 unterstützt. Unter "Security" lässt sich neben einem Supervisor- und User-Passwort das Secure-Boot-Feature einstellen. Sämtliche Boot-Settings wurden in einem eigenen Reiter untergebracht. Vom klassischen Booten von einem Laufwerk kann auch das Booten via LAN aktiviert werden. Bleibt dann noch "Exit" übrig, dessen Funktionsumfang selbsterklärend ist.

IPMI 2.0 für die Fernverwaltung

Jedes Server-Mainboard sollte über ein IPMI (Intelligent Platform Management Interface) verfügen und dieses fehlt auch beim ASRock Rack TRX40D8-2N2T glücklicherweise nicht und liegt in der Version 2.0 vor. Realisiert wird dies über den ASpeed AST2500, der im professionellen Umfeld häufig zu finden ist und dem Administrator das Leben im Regelfall um einiges erleichtern kann. Positiv ist außerdem, dass für das IPMI eine dedizierte Netzwerk-Schnittstelle zum Einsatz kommt und es so zu keinem Sharing kommt.

Der große Vorteil eines IPMI ist, dass das Server-System unabhängig davon, ob es gerade ein- oder ausgeschaltet ist, überwacht und administriert werden kann.