ASRock TRX40 Taichi im Test - Für Overclocker eine gute Wahl

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asrock trx40 taichi 004 logoWir nehmen nun etwas Abstand von den Creator-Mainboards und richten unseren Blick auf das ASRock TRX40 Taichi für Enthusiasten, das einerseits eine kräftige CPU-Spannungsversorgung als auch eine ansprechende Ausstattung bieten soll. Wir haben das ASRock TRX40 Taichi im Detail betrachtet und es gegen das ASUS ROG Zenith II Extreme und MSI Creator TRX40 antreten lassen.

Mit AMDs Ankündigung zur sTRX4-Plattform mit den Ryzen-Threadripper-3000-Prozessoren waren wir uns ziemlich sicher, dass ASRock auch ein Taichi-Modell berücksichtigt. Und wir sollten Recht behalten. ASRock bietet für AMDs neue High-End-Desktop-Prozessoren in der Tat das TRX40 Taichi an, welches gleichzeitig das Flaggschiff darstellt. Alternativ bietet das taiwanische Unternehmen auch noch das TRX40 Creator an. Während Gigabyte vier Modelle, ASUS und MSI drei Modelle anbieten, sind es bei ASRock hingegen nur zwei Stück.

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Beim TRX40 Taichi hat sich ASRock ersichtlich für das schlank wirkende ATX-Format entschieden. Von den drei mechanischen PCIe-4.0-x16-Steckplätzen abgesehen, wurden alle Anschlüsse und auch die DIMM-Slots in Schwarz gehalten. Und offenbar hat sich auch ASRock unsere Kritik zur PCH-Lüfter-Position zu Herzen genommen und hat ihn im Falle des TRX40 Taichi ein gutes Stück tiefer platziert. Auch sind die Taichi-typischen Zahnräder zu erkennen.

Die technischen Eigenschaften

Das ASRock TRX40 Taichi wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASRock TRX40 Taichi in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
TRX40 Taichi
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel sTRX4 (für Castle Peak, Ryzen Threadripper 3000)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 22 Stück
(18x CPU, 4x RAM)
Preis
ab 526 Euro
Webseite ASRock
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung AMD TRX40 Chipsatz, Luftkühlung
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel), max. 4.666 MHz
Speicherausbau max. 256 GB UDIMM (mit 32-GB-UDIMMs), ECC-Support
SLI / CrossFire 3-Way-SLI, 3-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 4.0 x16 (x16/x16/16) über CPU
1x PCIe 4.0 x1 über AMD TRX40

SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
8x SATA 6GBit/s über AMD TRX40
2x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
4x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über Zusatzkarte
USB CPU: 4x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, 4x extern)
Chipsatz: 3x USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s, 2x extern, 1x intern), 4x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, 4x intern), 2x USB 2.0 (2x intern)
ASMedia ASM3242: 1x USB 3.2 Gen2x2 (20 GBit/s, Typ-C, extern)
Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200, Dual-Band,
bis 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
1x Realtek RTL8125-AG 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 + Realtek ALC4050H Codec (Purity Sound)
Texas Instruments NE5532 (Kopfhörerverstärker)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung 2 Zonen: Chipsatzkühler und rechte Unterseite
2x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin adressierbarer RGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin CPU/Water-Pump-Header
3x 4-Pin Chassis/Water-Pump-Header
Onboard-Komfort Power-Button, Reset-Button, BIOS-Flashback-Button, Clear-CMOS-Button, Debug-LED
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Das mitglieferte Zubehör

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An Zubehör liefert ASRock alles Wichtige mit. Dazu gehören selbstverständlich das Mainboard-Handbuch, die Support-DVD und auch einen Quick-Installation-Guide. Doch auch vier SATA-Kabel, die WLAN-Antenne und ein Torx-Schraubendreher zum Entfernen des M.2-Kühlers auf der Platine liegen bei. Für die Fixierung der M.2-SSDs fanden wir sechs Schrauben und zwei Abstandshalter.

Die vier übrigen Schrauben werden für die ebenfalls enthaltene Hyper-Quad-M.2-Zusatzkarte benötigt. Dank der Karte kann der Anwender auf Wunsch vier weitere M.2-SSDs ins System einbinden, die dann von einem 45-mm-Axiallüfter auf Temperatur gehalten werden. Und laut der ASRock-Webseite sollte auch eine 2-Way-SLI-HB-Bridge beiliegen, die den Weg allerdings nicht in den Karton von unserem Sample geschafft hat.


Mit dem Launch der Ryzen-Threadripper-3000-Prozessoren (Castle Peak) auf Basis von Zen 2 legt AMD auch im HEDT-Segment den Switch auf PCIe 4.0 um. Die Plattform selbst bringt dabei in der Summe 88 PCIe-4.0-Lanes mit, 64 Lanes vom Prozessor und 24 Lanes vom TRX40-Chipsatz. Insgesamt 16 Lanes (jeweils acht Lanes vom Prozessor und vom TRX40-Chipsatz) sind jedoch bereits für den Down- und Uplink für die Kommunikation zwischen CPU und Chipsatz reserviert. Die Anbindung als Ganzes wird jedoch mit PCIe 4.0 x8 spezifiziert und ist damit doppelt so hoch wie bei den X570-Mainboards. Verglichen mit der X399-Plattform für die erste und zweite Ryzen-Threadripper-Generation wurde die Bandbreite von PCIe 3.0 x4 also gar vervierfacht.

Somit wirbt AMD offiziell mit 72 nutzbaren PCIe-4.0-Lanes, die sich in 56 Lanes von der sTRX4-CPU und in 16 Lanes vom TRX40-Chipsatz ableiten lassen. Jeweils acht Lanes gehen allerdings noch für Storage (2x NVMe PCIe 4.0 x4 oder 4x SATA 6GBit/s) auf der CPU-Seite und für die Anbindung für schmal angebundene PCIe-Steckplätze/M.2-Slots oder SATA-Ports (2x PCIe x4 oder 4x SATA 6GBit/s) auf der Chipsatz-Seite drauf. Bleiben daher also 56 frei verfügbare PCIe-4.0-Lanes übrig: 48 Stück vom Prozessor und acht Stück vom PCH, die vom Mainboard-Hersteller frei verteilt werden können.

Des Weiteren werden auch noch zahlreiche USB-Schnittstellen bereitgestellt. Viermal USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) bringt die CPU mit und gleich achtmal USB 3.2 Gen2 und viermal USB 2.0 AMDs TRX40-Chipsatz. Generell werden auch vier SATA-6GBit/s-Buchsen zur Verfügung gestellt, mit der Option bis auf maximal 12 SATA-Ports.

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Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen den AMD-Chipsätzen TRX40, X399 und X570 auf:

Die AMD-Chipsätze TRX40, X570 und X399 im Überblick
Key-Feature
TRX40
X570
X399
Fertigung 12 nm 12 nm 55 nm
PCIe-4.0-Konfiguration (CPU) 2x16, 2x8 1x16 oder 2x8 -
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 2x16, 2x8 1x16 oder 2x8 2x16, 2x8
Max. PCIe-2.0-Lanes - - 8
Max. PCIe-4.0-Lanes 24 16 -
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 0/8 0/8 14/2
Max. USB-2.0-Ports 4 4 6
Max. SATA-6GBit/s-Ports 12 12 8
Multi-GPU SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 4/2 2/2 4/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja Ja
RAID (0, 1, 10) Ja Ja Ja
XFR Ja Ja Ja
XFR 2 (Enhanced) Ja / Ja Ja / Ja Ja / Nein
Precision Boost Overdrive Ja Ja Nein

 

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Zu Anfang hatten wir uns bereits über den ziemlich hohen VRM-Hauptkühler gewundert. Als wir die Platine dann gedreht haben, wird ersichtlich, warum der Kühler so hoch dimensioniert wurde. ASRock hat auf der Rückseite des Kühlers zwei 35-mm-Axiallüfter integriert, die bei der Kühlung behilflich sein sollen.

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Die Rückseite des PCBs wird hingegen fast vollständig von einer Backplate überdeckt, die zudem für die Kühlung wichtiger VRM-Bauteile zuständig ist.

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Generell werden nicht nur die Spannungswandler, sondern auch die Spulen gekühlt. Die Kühlfläche des VRM-Kühlers selbst wird durch einen zweiten Kühlerblock erheblich erweitert. Beide Kühlerblöcke sind mit einer Heatpipe verbunden. Der PCH-Kühler hingegen ist gerade ausreichend designt worden und wird von einem 45-mm-Axiallüfter unterstützt.

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Durch die Demontage des VRM-Kühlers wird nun die CPU-Spannungsversorgung als Ganzes sichtbar. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein 16+2-Phasendesign, 16 Stück für die VCore und zwei Stück für die SOC-Spannung. Letztere sind auf dem linken Bild oben rechts neben den vier rechten DIMM-Steckplätzen zu sehen. Jede der insgesamt 18 Spulen bekommt ihren Input von einem ISL99360-MOSFET von Intersil, der mit bis zu 60 A spezifiziert wurde.

Die 16 VCore-Spulen werden vom ISL69247-PWM-Controller gesteuert, der im Höchstfall acht Spulen unter seine Fittiche nehmen kann. Aus diesem Grund benötigt er die Unterstützung von acht Phasen-Doppler-Chips, die sich auf der Rückseite aufhalten und von der Backplate mitgekühlt werden. Demnach haben wir es mit einem 8+2-Phasen-Design zu tun. Intersils ISL69243-PWM-Controller wurde für die Ansteuerng der beiden SOC-Spulen vorgesehen. Vom Netzteil aus können zwei 8-Pin-EPS12V-Anschlüsse belegt werden und gewährleisten den Energie-Input.

In den acht DDR4-UDIMM-Slots können durch den Anwender bis zu 256 GB an Arbeitsspeicher verstaut werden. ASRock gibt passend dazu einen maximalen Takt von effektiv 4.666 MHz an, wodurch die Speicherbandbreite eklatant gesteigert werden kann. Auch ist die ECC-Unterstützung inkludiert. Jede der beiden 4-DIMM-Gruppen wird von zwei Spulen angetrieben und diese wiederum von zwei Vishay-SiC632-Powerstages mit jeweils 50 A. Hierzu werden zweimal der ISL69144 als PWM-Controller eingesetzt.


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Für diverse Erweiterungskarten stehen drei voll angebundene PCIe-4.0-x16-Steckplätze über den sTRX4-Prozessor und ein PCIe-4.0-x1-Steckplatz über den TRX40-Chipsatz zur Verfügung.

PCIe-4.0-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
-
- - - -
PCIe 4.0 x1 x1 (AMD TRX40) - - -
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) - - x16

Die Lücken wurden mit zwei M.2-M-Key-Schnittstellen und einem M.2-E-Key-Anschluss gefüllt. Letzterer ist von Werk aus bereits mit dem Intel-Wi-Fi-6-AX200-Modul belegt und ermöglicht WLAN bis 2,4 GBit/s Datendurchsatz sowie Bluetooth 5.0. Während das WLAN-Modul über den AMD-Chipsatz arbeitet, erhalten die beiden M-Key-Schnittstellen ihre Lanes vom Prozessor. Oben kann ein Modul mit einer Länge von 6 cm oder 8 cm und unten ein Modul mit 6 cm bis 11 cm Platz nehmen.

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Es können jedoch auch bis zu acht SATA-Geräte angeschlossen werden. Sechs Ports wurden um 90 ° angewinkelt, zwei Ports wurden hingegen vertikal ausgerichtet. Zu sehen sind außerdem zwei USB-3.2-Gen1- und ein USB-3.2-Gen2-Frontheader, die allesamt nativ mit dem TRX40-PCH ans Werk gehen.

In der Ecke erhält der Anwender Zugriff auf etwas Komfort mit einem Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button sowie mit der Debug-LED.

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Die Features des I/O-Panels von links nach rechts und von oben nach unten:

Das I/O-Panel des ASRock TRX40 Taichi ist weniger luxuriös als beim ASUS ROG Zenith II Extreme und MSI Creator TRX40. Viermal USB 3.2 Gen1, zweimal USB 3.2 Gen2 und ein brandaktueller USB-3.2-Gen2x2-Anschluss mit bis zu 20 GBit/s bieten den Anschluss von USB-Geräten. Die mitgelieferte WLAN-Antenne wird an den Gewinden angeschlossen. Alternativ kann die kabelgebundene Variante mit jeweils einem Gigabit- und 2,5-GBit/s-LAN-Port gewählt werden. Ebenfalls enthalten sind einmal PS/2, fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen, TOSLink und auch der BIOS-Flashback-Button.

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Für den Audio-Bereich setzt ASRock auf den ALC1220- und ALC4050H-Codec von Realtek sowie auf fünf Audio-Kondensatoren. Angeschlossene Kopfhörer werden vom NE5532-Verstärker (Texas Instruments) unterstützt. Unter dem WLAN-Modul sehen wir den RTL8125-AG-Netzwerkcontroller, der Daten bis 2,5 GBit/s schieben kann und ebenfalls von Realtek kommt. Leider wurde kein 10-GBit/s-Controller, wie der AQC107 von Aquantia, verbaut. Rechts vom WLAN-Modul aus ist der Nuvoton NCT6796D-R (SuperI/O) zu sehen, durch ihn werden Spannungen, Temperaturen und Lüfter überwacht.

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Nahe des I/O-Panels wurde natürlich der ASMedia ASM3242 platziert, mit dessen Hilfe die Typ-C-Schnittstelle mit der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation angesprochen wird und Daten bis 20 GBit/s schnell übertragen werden können. Weiter rechts unter dem Batteriekabel steckt Intels I211-AT-Netzwerkcontroller.

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Trotz des eng wirkenden ATX-Formats hat uns das Layout des ASRock TRX40 Taichi sehr zugesagt und kommt uns sehr durchdacht vor.


BIOS

Als wir mit dem Test des ASRock TRX40 Taichi begonnen hatten, bot der Hersteller die Beta-BIOS-Version L1.16 an, die bereits den AGESA-Patch 1.0.0.3 als Release Candidate 2 mitbringt. Mithilfe der Instant-Flash-Funktion konnte das BIOS wie gewohnt ohne Schwierigkeiten aufgespielt werden.

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Farblich wurde das UEFI von ASRock in Türkis und Schwarz angepasst, wobei die restliche Struktur unverändert bleibt. Der Anwender hat die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" findet der Anwender sämtliche Overclocking-Funktionen. Ob nun die CPU Configuration, DRAM Configuration oder Voltage Configuration: Alle wichtigen Overclocking-Einstellungen wurden auf einer Seite zusammengefasst. Die gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick speichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt, und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität hervorragend.

Overclocking

Mit beachtlichen 18 CPU- und vier RAM-Spulen und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features ist das ASRock TRX40 Taichi hervorragend für die Übertaktung vorbereitet. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch die CCX-Module (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können.

Mit dem ASRock TRX40 Taichi kann der BCLK von 100 MHz bis 200 MHz in 1-MHz-Intervallen verändert werden. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender zwei Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Mit dem Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,900 V bis 1,600 V in 0,005-V-Intervallen fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -500 mV bis +1.000 mV in 5-mV-Intervallen ansprechend aus. Wird der OC-Modus aktiviert, sind teilweise höhere Spannungen möglich, die wir jeweils in Klammern gesetzt haben. Auch werden weitere Einstellungsmöglichkeiten offenbart. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock TRX40 Taichi in der Übersicht
Base Clock Rate 100 MHz bis 200 MHz in 1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,900 Volt bis 1,600 Volt (2,500 Volt) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-500 mV bis +1.000 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,100 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,900 Volt bis 1,600 Volt (1,800 Volt) in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-500 mV bis +1.000 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
CPU-VDD18-Spannung 1,700 Volt bis 2,500 Volt (3,000 Volt) in 0,050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen 1,8 Volt SB, VPPM_AB, VPPM_CD, VDDCR_SOC_S5, PREM VDD_CLD0, PREM VDDCR_SOC, VTT_DDR_AB_Offset, VTT_DDR_CD_Offset
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 33 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (D.O.C.P.)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und zwei optionale Fans,
CPU-LLC Level 1-5

Beim Overclocking spielt das ASRock TRX40 Taichi mit den Muskeln. Zwar war ein stabiler Takt von 4,3 GHz auf allen 24 Kernen keine Überraschung, dafür allerdings die benötigte VCore von 1,295 V mit der Load-Line-Calibration-Stufe 2. CPU-Z gab jedoch eine ungültige Spannung heraus, mit HWInfo 64 wurde die korrekte Spannung angezeigt. Mit 1,325 Volt haben wir auch einen Versuch mit 4,4 GHz probiert, das war dann jedoch zu viel für die CPU.

Die beiden 35-mm-Axiallüfter am VRM-Kühler bleiben mit den BIOS-Default-Werten nicht stehen, sondern drehen sich permanent mit mindestens 2.300 Umdrehungen pro Minute. Während der Overclocking-Session änderte sich daran nicht all zu viel. Es ging lediglich bis etwa 2.500 Umdrehen hinauf, die Lüfter waren aber noch immer kaum zu hören. Man merkt dem VRM-Kühler selbst jedoch sein großes Potential an, denn während der Stabilitätstests blieb dieser lediglich handwarm.

Aus diesem Grund kann man für die VRM-Lüfter eine manuelle Lüfterkurve verpassen, sodass diese ihre Arbeit erst ab einer frei definierbaren Temperaturschwelle beginnen. Im praktischen Einsatz hat das in der Redaktion bestens funktioniert. Die maximale Drehzahl beträgt deutlich hörbare 7.500 Umdrehungen pro Minute.

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Das XMP der verwendeten G.Skill Trident Z Neo (F4-3600C16Q-32GTZN) wurde korrekt übernommen und lief absolut problemlos. Im Anschluss ging es dann ans manuelle Übertakten. Mit dem Speicherkit konnten wir einen effektiven Takt von 4.333 MHz mit relativ straffen Latenzen von CL17-17-17-40-2T erreichen. Somit konnten wir zusätzliche 733 MHz (effektiv) herauskitzeln. Noch ein bisschen mehr als mit dem ASUS ROG Zenith II Extreme und MSI Creator TRX40.

PCH-Lüfter-Analyse

Mit der dritten Ryzen-Threadripper-Generation läutet AMD auch im HEDT-Segment das PCI-Express-4.0-Zeitalter ein. Sowohl die CPU als auch der TRX40-Chipsatz sind mit der neuen Schnittstelle vollständig kompatibel. Wie bei den meisten X570-Mainboards, wurde allerdings auch der TRX40-Chipsatz mit einer erweiterten Kühlung in Form eines Lüfters versehen. Und dies stößt weiterhin unweigerlich auf Kritik.

Der Grund für die aufgekommene Kritik liegt dabei in der Vergangenheit. Zu AMDs Sockel-939-Zeit war ASUS' A8N-SLI-Mainboardserie sehr beliebt, wenn man vom Chipsatzlüfter absieht, denn dieser war unerträglich laut. Abhilfe bot das A8N-SLI Premium, das über eine Heatpipe verfügte und somit für Ruhe sorgte. Aufgrund der erhöhten TDP von 15 W des TRX40-Chipsatzes wird gerade beim Einsatz der 24 PCIe-4.0-Lanes eine erweiterte Kühlung benötigt, die in Form eines Lüfters Einzug hält.

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Auf dem ASRock TRX40 Taichi wird der Chipsatz aktiv mit einem unterstützenden 45-mm-Axiallüfter heruntergekühlt. ASRock gibt dem Anwender die Wahl zwischen drei Modi: Silent Mode, Standard Mode und Performance Mode. Leider ist keine manuelle Lüfterkurve mehr einstellbar, wie es noch beim ASRock X570 Phantom Gaming X und X570 Creator möglich war. Jedoch ist mit dem Silent-Modus ein Semi-Passiv-Betrieb möglich, was viele Interessenten als wichtig betrachten sollten.

Die gute Nachricht ist zudem, dass ASRock einen qualitativ hochwertigen Lüfter einsetzt, der sehr ruhig agiert und im Standard-Modus mit zirka 2.400 Umdrehungen pro Minute rotiert.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock TRX40 Taichi getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock TRX40 Taichi arbeitete der Turbo-Modus von Haus aus optimal, sodass wir keine Änderungen vornehmen mussten.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Fire Strike und Time Spy), SuperPi 8M, Cinebench R20, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2020 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi-Thread

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

Multi-Thread

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2020

Speicher-Bandbreite

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Keine Überraschung bei den Performance-Benchmarks: Sie liegen im erwarteten Bereich.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Gefühlt dauerte die Bootzeit genau so lange, wie mit dem MSI Creator TRX40. Im Detail wurden 40,39 Sekunden veranschlagt. Marginal mehr als die MSI-Platine, aber auch in diesem Fall definitiv zu lange.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock TRX40 Taichi hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein USB-3.2-Gen2x2-Controller und zwei Audio-Codecs tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Hinzu kommt schließlich noch ein WLAN- und Bluetooth-Modul.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Mit 75,2 W im Idle platziert sich das ASRock TRX40 Taichi zwischen dem MSI Creator TRX40 und dem ASUS ROG Zenith II Extreme, wobei sich die ASRock-Platine dichter am MSI-Modell aufhält.

Leistungsaufnahme

Cinebench R20 xCPU

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Während des Cinebench-R20-Benchmarks zeigte unser Verbrauchsmessgerät einen Wert von 362,7 W an. Damit setzt sich das ASRock TRX40 Taichi vor die anderen beiden Modelle.

Leistungsaufnahme

Prime95 inkl. AVX/AVX2

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 lag die ASRock-Platine mit dem Restsystem bei 388,6 W, sodass es sich in der Mitte positioniert.

CPU-Spannungen (Prime95)

Inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Mit den Standard-BIOS-Werten legte das ASRock TRX40 Taichi unter Volllast eine VCore von 1,150 V an.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir lediglich den 2,5-GBit/s-LAN-Controller und die RGB-LED-Beleuchtung deaktivieren. Im Leerlauf konnten dadurch fast 2 W eingespart werden.

Leistungsaufnahme

Cinebench R20 xCPU

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Ganze 2,2 W weniger konnten wir beim erneuten Ausführen von Cinebench R20 feststellen.

Leistungsaufnahme

Prime95 inkl. AVX/AVX2

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Obwohl wir in Verbindung mit dem zweiten Prime95-Durchgang 2,1 W weniger gemessen haben, reicht es mit 386,5 Watt nur für den dritten Platz.

CPU-Spannungen (Prime95)

Inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Wie gwohnt, hat sich an der CPU-Spannung nichts geändert. Sie lag weiterhin bei 1,150 V.

Beschränkt man sich auf die Standard-BIOS-Werte, schlägt sich das ASRock TRX40 Taichi bei der Energie-Effizienz sehr gut. Dies liegt jedoch auch daran, dass die Ausstattung nicht so umfangreich ausfällt wie beim MSI Creator TRX40 und beim ASUS ROG Zenith II Extreme.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASRock TRX40 Taichi stellt in der Summe drei USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Zwei Stück befinden sich am I/O-Panel und ein Anschluss wird über den Onboard-Header ermöglicht. Der Header und die zwei Ports am I/O-Panel werden vom TRX40-Chipsatz kontrolliert.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB im RAID-0-Verbund nutzen.

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Unverändert stellen wir fest, dass der TRX40-Chipsatz nicht die volle USB-3.2-Gen2-Performance bereitstellen kann. Gemessen wurden maximal 837 MB/s lesend und 855 MB/s schreibend.

Bei Western Digital haben wir eine Anfrage zur WD Black P50 hinterlassen und werden die externe SSD mit offizieller USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung (20 GBit/s) zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Aus diesem Grund konnten wir die neue Schnittstelle leider nicht testen.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASRock TRX40 Taichi insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel befinden sich vier Ports, intern vier Stück über zwei Header. Während die vier Anschlüsse am I/O-Panel über den Prozessor ans Werk gehen, sind die beiden Header an den TRX40-Chipsatz angebunden. Zum Testen setzen wir ebenfalls auf die weiter oben genannte Lösung.

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Auch die USB-3.2-Gen1-Spezifikation wird weder vom Prozessor noch vom TRX40-Chipsatz komplett ausgereizt. Der Ryzen Threadripper 3960X hatte es ein wenig schwer, die 400-MB/s-Marke zu überschreiten, was dem Chipsatz kurzzeitig beim Lesen gelungen ist. Insgesamt sind die Datenraten als solide einzuordnen.

SATA-6GBit/s-Performance

Das ASRock TRX40 Taichi stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem TRX40-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Mehr als solide kann man auch die SATA-Leistung nicht bezeichnen. AMDs TRX40-Chipsatz schafft es, die Lese- und Schreibrate bis auf 527 MB/s respektive 456 MB/s zu beschleunigen.

M.2-Performance

Auf dem ASRock TRX40 Taichi halten sich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung onboard auf. Über die beiliegende Zusatzkarte lassen sich vier weitere M.2-SSDs einbinden. Generell erfolgt die Ansteuerung vom sTRX4-Prozessor.

Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.3, das sich an vier Gen4-Lanes vom Chipsatz und vom Prozessor bedient.

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Prächtig sah es hingegen bei den M.2-Tests aus. Ob nun direkt onboard oder über die mitgelieferte Zusatzkarte, die sequentiellen Datenraten reichten bis über 5.000 MB/s im Lesen und um die 4.270 MB/s im Schreiben.


ASRock bietet mit dem TRX40 Creator und dem getesteten TRX40 Taichi keine Premium-Modelle an, sondern vielmehr Oberklasse-Platinen für Content Creator beziehungsweise Overclocking-Enthusiasten. Beim TRX40 Taichi setzt ASRock auf ein tatkräftiges 16+2-Phasendesign und verbaut leistungsfähige 60A-Powerstage-MOSFETs, die in unserem Overclocking-Test durchaus überzeugten. Überzeugend war auch die Arbeitsspeicher-Übertaktung, denn wir konnten noch ein paar weitere MHz herauskitzeln. Passenderweise bringt das ASRock TRX40 Taichi auch wichtigen Onboard-Komfort mit.

Zusammen mit dem 45-mm-Chipsatzlüfter wurden zwei weitere Axiallüfter mit einem Durchmesser von 35 mm in den VRM-Kühler integriert, um die Leistung des bereits leistungsstarken Kühlkörpers zu verbessern. Einzig die beiden VRM-Lüfter lassen sich vollständig manuell steuern, der qualitativ bessere Chipsatzlüfter lässt sich mit drei Modi betreiben, wobei mit dem Silent-Mode auch ein Semi-Passiv-Betrieb ermöglicht wird. Mit Hilfe einer manuellen Lüfterkurve können auch die VRM-Lüfter zu einem Semi-Passiv-Betrieb überzeugt werden.

Rein von den Ausstattungsmerkmalen her bewegt sich das ASRock TRX40 Taichi nicht auf dem Niveau des ASUS ROG Zenith II Extreme (Hardwareluxx-Test) oder MSI Creator TRX40 (Hardwareluxx-Test). So verbaut ASRock anstatt eines moderneren 10-GBit/s-LAN-Controllers "nur" einen 2,5-GBit/s-LAN-Controller und auch die Anzahl der USB-3.2-Gen2-Schnittstellen wurde auf lediglich drei Stück beschränkt. Davon abgesehen bieten drei voll angebundene PCIe-4.0-x16-Steckplätze und ein PCIe-4.0-x1-Anschluss Platz für einige Erweiterungskarten und auch die USB-3.2-Gen2x2-Schnittstelle (20 GBit/s) über den ASMedia ASM3242 fehlt zum Glück nicht.

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Auf dem Board selbst können zwei M.2-SSDs und darüber hinaus bis zu acht SATA-Geräte angeklemmt werden, doch bei höherem Bedarf an schnellen M.2-SSDs liegt dem ASRock TRX40 die Hyper-Quad-M.2-Zusatzkarte für bis zu vier M.2-Module bei. Also ähnlich wie es MSI beim Creator TRX40 mit der M.2-XPander-Aero-Gen4-Karte handhabt. Loben müssen wir ASRock für die deutlich bessere Position des PCH-Lüfters. Die Initialisierungsdauer hingegen dauerte mit 40 Sekunden viel zu lange, sodass auch ASRock mit den kommenden BIOS-Updates nachbessern sollte.

Die insgesamt abgespeckte Ausstattung macht sich natürlich beim Preis bemerkbar, denn das ASRock TRX40 Taichi wechselt ab 526 Euro den Besitzer, die jedoch dennoch hoch angesetzt sind. Wer daher zwingend auf den TRX40-Zug aufspringen möchte und der Ryzen-Threadripper-CPU der dritten Generation die Sporen geben möchte, dem können wir das ASRock TRX40 Taichi uneingeschränkt empfehlen. Wem die Ausstattung hingegen nicht ausreicht, wird wohl oder übel noch tiefer in den Geldbeutel greifen müssen.

Positive Eigenschaften des ASRock TRX40 Taichi:

Negative Eigenschaften des ASRock TRX40 Taichi:

ASRocks TRX40 Taichi ist für Overclocking-Enthusiasten konzipiert und konzentriert sich weniger auf eine kompromisslose Ausstattung, sondern bringt alles Wichtige und Nötige zu einem sehr hohen Anschaffungspreis mit.

Persönliche Meinung

Ich bin der Meinung, dass man für über 500 Euro für ein Mainboard etwas mehr erwarten kann. Ohne Frage steht das Overclocking im Vordergrund und diese Rolle erfüllt das ASRock TRX40 Taichi sehr gut. Jedoch hätte ASRock wenigstens den 2,5-GBit/s-LAN-Controller gegen den 10-GBit/s-Controller tauschen sollen.

Davon abgesehen war ich von den beiden Lüftern am VRM-Kühler zunächst überrascht und äußerst skeptisch. Im Betrieb dann jedoch fallen diese zum Glück nicht weiter störend auf und lassen sich auch manuell steuern. Gut finde ich auch, dass ASRock den PCH-Lüfter tiefer platziert hat. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
ASRock TRX40 Taichi
Nicht verfügbar 529,90 Euro Ab 484,46 EUR