MSI Creator TRX40 im Test - Bis auf Thunderbolt luxuriös unterwegs

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msi creator trx40 004 logoErst vor wenigen Tagen hatten wir das MSI Creator X299 für Intels HEDT-Prozessoren im Test, heute folgt die TRX40-Variante für die dritte Threadripper-Generation, die mit bis zu 32 Kernen und 64 Threads wesentlich interessanter ist und die Content-Creation-Arbeit wesentlich beschleunigen kann. Hinzu kommt die offizielle Unterstützung für PCI-Express 4.0 mit einer deutlich höheren Lane-Anzahl.

Auch das MSI Creator TRX40 wird im E-ATX-Format gefertigt und bringt zahlreiche, aber nicht alle Ausstattungsmerkmale mit, die in der heutigen Zeit nicht fehlen sollten.

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Im groben Überblick sind natürlich acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, vier Erweiterungssteckplätze, einige M.2-Schnittstellen und auch ein paar SATA-Ports sichtbar. Blendet man den CPU-Sockel aus, so ist die Ähnlichkeit zum X299-Pendant deutlich sichtbar. Das I/O-Panel wird mit einem großen Kühlkörper überdeckt und dort ist die einzige RGB-Zone sichtbar. Wie auch bei den X570-Platinen ist ein oftmals kritisierter PCH-Lüfter an entsprechender Stelle.

Die technischen Eigenschaften

Das MSI Creator TRX40 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI Creator TRX40 in der Übersicht
Mainboard-Format E-ATX (SSI-EEB)
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
Creator TRX40
CPU-Sockel sTRX4 für Ryzen Threadripper 3000 (Castle Peak)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 23 Stück (19x für CPU, 4x für RAM)
Preis ab 722 Euro
Webseite MSI
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung AMD TRX40 Chipsatz, Luftkühlung (Semi-Passiv)
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel), max. 4.666 MHz
Speicherausbau max. 256 GB UDIMM, ECC-Unterstützung
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 4.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x16/x8)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6 GBit/s über AMD TRX40
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über AMD TRX40
2x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 über CPU
4x M.2 M-Key mit PCIe 4.0 x4 via mitgelieferter Zusatzkarte

USB

CPU: 4x USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s, 4x extern)
Chipsatz: 2x USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s, 1x extern, 1x intern), 8x USB 3.2 Gen1 (5 GBit/s, 4x extern, 4x intern) 4x USB 2.0 (4x intern)
ASMedia ASM3242: 1x USB 3.2 Gen2x2 (20 GBit/s, Typ-C, extern)

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth WLAN-a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200 mit max. 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
1x Aquantia AQtion AQC107 10-GBit/s-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec und Realtek ALC4050H Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header

1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin WaKü-Pump-Header
4x 4-Pin System-FAN-Header (regelbar)
3x 4-Pin Extend-System-FAN-Header
1x 3-Pin Water-Flow-Header

LED-Beleuchtung 1 Zone: I/O-Panel
1x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin adressierbarer RGB-LED-Header
1x 3-Pin Corsair-LED-Header
Onboard-Comfort Status-LEDs, Debug-LED, Power-Button, Reset-Button, CMOS-Clear-Button, Flash-BIOS-Button, OC-Retry-Header, OC-Force-Enter-Header, Slow-Mode-Jumper
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Das mitgelieferte Zubehör

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Das Zubehör beim MSI Creator TRX40 fällt dem des MSI Creator X299 sehr ähnlich aus. Obligatorische Beigaben wie das Mainboard-Handbuch und der Quick-Installation-Guide fehlen natürlich auch beim MSI Creator TRX40 nicht. Auch in diesem Fall liegt ein USB-Stick bei, auf dem Treiber und Software für das Mainboard bereitgestellt werden.

Mit im Boot sind außerdem vier SATA-Kabel, diverse RGB-Verlängerungskabel, natürlich die 2T2R-WLAN-Antenne, drei M.2-Schrauben und auch der MSI-Gaming-Sticker. Als besondere Beigabe zählt die M.2-XPander-AERO-Gen4-Zusatzkarte, die bis zu vier M.2-SSDs aufnehmen kann und mit einem Axiallüfter zur Kühlung ausgestattet ist. Diese lag auch dem X299-Pendant bei. Leider gilt dies nicht für die Thunderbolt-3.0-Karte, welche beim MSI Creator X299 mit im Karton lag.

Im Falle des MSI Creator TRX40 jedoch kann die gesamte Leistung der Karte abgerufen werden, sprich PCIe 4.0 x16, um damit bis zu vier PCIe-4.0-x4-SSDs mit voller Bandbreite anzusprechen. 

An der Slotblende befinden sich vier Access- und sechs Temperatur-LEDs. Zum Abschalten der LEDs und des Lüfters ist jeweils ein Switch verbaut. Für die erweiterte Stromversorgung dient ein 6-Pin-PCIe-Stromanschluss.


Mit dem Lauch der Ryzen-Threadripper-3000-Prozessoren (Castle Peak) auf Basis von Zen 2 legt AMD auch im HEDT-Segment den Switch auf PCIe 4.0 um. Die Plattform selbst bringt dabei in der Summe 88 PCIe-4.0-Lanes mit, 64 Lanes vom Prozessor und 24 Lanes vom TRX40-Chipsatz. Insgesamt 16 Lanes (jeweils acht Lanes vom Prozessor und vom TRX40-Chipsatz) sind jedoch bereits für den Down- und Uplink für die Kommunikation zwischen CPU und Chipsatz reserviert. Die Anbindung als Ganzes wird jedoch mit PCIe 4.0 x8 spezifiziert und ist damit doppelt so hoch wie bei den X570-Mainboards. Verglichen mit der X399-Plattform für die erste und zweite Ryzen-Threadripper-Generation wurde die Bandbreite von PCIe 3.0 x4 also gar vervierfacht.

Somit wirbt AMD offiziell mit 72 nutzbaren PCIe-4.0-Lanes, die sich in 56 Lanes von der sTRX4-CPU und in 16 Lanes vom TRX40-Chipsatz ableiten lassen. Jeweils acht Lanes gehen allerdings noch für Storage (2x NVMe PCIe 4.0 x4 oder 4x SATA 6GBit/s) auf der CPU-Seite und für die Anbindung für schmal angebundene PCIe-Steckplätze/M.2-Slots oder SATA-Ports (2x PCIe x4 oder 4x SATA 6GBit/s) auf der Chipsatz-Seite drauf. Bleiben daher also 56 frei verfügbare PCIe-4.0-Lanes übrig: 48 Stück vom Prozessor und acht Stück vom PCH, die vom Mainboard-Hersteller frei verteilt werden können.

Des Weiteren werden auch noch zahlreiche USB-Schnittstellen bereitgestellt. Viermal USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) bringt die CPU mit und gleich achtmal USB 3.2 Gen2 und viermal USB 2.0 AMDs TRX40-Chipsatz. Generell werden auch vier SATA-6GBit/s-Buchsen zur Verfügung gestellt, mit der Option bis auf maximal 12 SATA-Ports.

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Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen den AMD-Chipsätzen TRX40, X399 und X570 auf:

Die AMD-Chipsätze TRX40, X570 und X399 im Überblick
Key-Feature
TRX40
X570
X399
Fertigung 12 nm 12 nm 55 nm
PCIe-4.0-Konfiguration (CPU) 2x16, 2x8 1x16 oder 2x8 -
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 2x16, 2x8 1x16 oder 2x8 2x16, 2x8
Max. PCIe-2.0-Lanes - - 8
Max. PCIe-4.0-Lanes 24 16 -
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 0/8 0/8 14/2
Max. USB-2.0-Ports 4 4 6
Max. SATA-6GBit/s-Ports 12 12 8
Multi-GPU SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 4/2 2/2 4/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja Ja
RAID (0, 1, 10) Ja Ja Ja
XFR Ja Ja Ja
XFR 2 (Enhanced) Ja / Ja Ja / Ja Ja / Nein
Precision Boost Overdrive Ja Ja Nein
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Eine Rundum-Kühlung, bestehend aus dem Haupt-VRM-Kühler, der I/O-Erweiterung und dem PCH-Kühler wurde mit einer Heatpipe verbunden. Generell werden nicht nur die Spannungswandler, sondern auch die CPU-Spulen direkt gekühlt. Für den 10-GBit/s-LAN-Controller wurde ein kleiner separater Kühlkörper vorgesehen und an dem I/O-Panel-Stück befestigt. Doch auch auf der Rückseite auf Höhe des VRM-Bereichs werden mithilfe einer kleinen Backplate einige Kondensatoren auf Temperatur gehalten werden und gleichzeitig der VRM-Kühler fixiert.

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Das MSI Creator TRX40 setzt auf insgesamt 19 CPU-Spulen, 16 Stück die VCore und 3 Stück die CPU-SOC-Spannung, von denen jede Spule von einem TDA21472-Powerstage-MOSFET (Infineon) anjgetrieben wird und jeweils eine Stromstärke bis 70 Ampere liefern. Als PWM-Controller kommt für die 16 VCore-Spulen der neue XDPE132G6C zum Einsatz, der ebenfalls von Infineon stammt und als erster PWM-Controller 16 Spulen direkt ansteuern kann. Mit den passenden Spannungswandlern kann der PWM-Controller laut Infineon bis zu 1.000 Ampere stemmen. Die drei CPU-SOC-Spulen werden von dem IR35204-PWM-Controller gesteuert.

Anders als beim X299-Pendant setzt MSI beim TRX40-Modell auf lediglich zwei 8-Pin-EPS12V-Stromanschlüsse. Auch wenn drei Stück nicht wirklich nötig sind, hätten in diesem Fall drei Stück doch runder gewirkt. Typischerweise sind jedoch auch hier acht DDR4-UDIMM-Speicherbänke vorhanden und nehmen bis zu 256 GB RAM mit höchstens 4.666 MHz auf. Optional können auch ECC-UDIMMs verwendet werden. Jede Vierergruppe bekommt ihren Strominput von zwei TDA21472-Powerstages und zwei Spulen.

An einer eher unüblichen Position wurde zwischen dem 24-Pin-Stromanschluss und den ersten vier DIMM-Slots eine M.2-M-Key-Schnittstelle platziert. Sie arbeitet als einzige nativ mit dem TRX40-Chipsatz zusammen.

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Genau wie beim ASUS ROG Zenith II Extreme (Hardwareluxx-Test) hat sich MSI beim Creator TRX40 für dasselbe Erweiterungsslot-Layout entschieden. Alle vier mechanischen PCIe-4.0-x16-Steckplätze arbeiten natürlich direkt mit dem sTRX4-Prozessor zusammen. Die Verteilung der Datenleitungen erfolgt nach dem üblichen Schema x16/x8/x16/x8.

PCIe-4.0-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
-
- - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - - -
PCIe 4.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - - x8

Im unteren Bereich wurden von MSI noch zwei M.2-M-Key-Anschlüsse direkt nebeneinander positioniert, die beide mit der CPU in Kontakt treten. Der Linke Anschluss nimmt M.2-Module mit 4,2 cm bis 11 cm Länge auf, der Rechte bis 8 cm. Alle drei M.2-Anschlüsse haben einen Punkt gemeinsam: Das Modul wird nicht nur von oben gekühlt, sondern auch von unten.

Unten am PCB-Rand wurden von MSI zahlreiche FAN- und RGB-Header hinterlassen. Darüber hinaus jedoch auch zwei USB-2.0-Header, je einen Power- und Reset-Button sowie eine Debug-LED.


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Links kuscheln sich die sechs nativ angebundenen SATA-6GBit/s-Buchsen in die PCB-Ecke. Rechts benachbart wurden zwei USB-3.2-Gen1-Header in ebenfalls angewinkelter Ausrichtung sowie ein USB-3.2-Gen2-Header hinterlassen. An dieser Stelle hätten wir gerne noch einen zweiten gesehen.

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Die Anschlüsse des I/O-Panels von links nach rechts und von oben nach unten:

Auch beim MSI Creator TRX40 sind die USB-Schnittstellen in der deutlichen Überzahl. In der Summe sind es zehn Stück, von denen vier Stück mit der ersten und fünf Stück mit der zweiten USB-3.2-Generation arbeiten. Die Typ-C-Schnittstelle ist an den ASMedia ASM3242 angebunden und demnach arbeitet sie mit der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation und kommt auf bis zu 20 GBit/s.

Ein weiteres Schmankerl ist der 10-GBit/s-LAN-Port direkt links neben der Gigabit-LAN-Buchse. Alternativ erfolgt die Netzwerkverbindung kabellos über Intels Wi-Fi-6-AX200-Modul mit bis zu 2,4 GBit/s, das auch Bluetooth 5.0 beherrscht. Ein CMOS-Clear- und BIOS-Flashback-Button erhöhen den Komfort. Übrig bleiben dann schließlich noch die üblichen Audio-Konnektoren.

Dem Zubehör liegt beabsichtigt keine gesonderte I/O-Blende bei, denn diese ist bereits vormontiert. Durch die Demontage des Kühlers haben wir die Blende aber mit entfernt.

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Durch die gelbe Trennlinie wird der Audio-Bereich des MSI Creator TRX40 sichtbar. Beim Ausgabe-Codec handelt es sich um den Realtek ALC1220, für die Front-Ausgabe und für den Mikrofonanschluss wurde der Realtek ALC4050H verlötet. Hinzu kommen neun Audio-Kondensatoren und ein Kopfhörerverstärker. Mittig ist der SuperI/O-Controller in Form des Nuvoton NCT6797D-M zu sehen.

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Auf dem Heatspreader ist bereits der Aquantia-Schriftzug zu erkennen, darunter befindet sich natürlich der 10-GBit/s-LAN-Controller. Der Heatspreader verbessert die Wärmeabführung. Rechts neben dem LAN-Controller ist der ASMedia ASM3242 zu sehen, durch den die Typ-C-Schnittstelle am I/O-Panel mit der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation angesprochen wird. Ferner folgen der Intel-I211-AT-Netzwerkcontroller und der ASMedia ASM1074, der sich den vier USB-3.2-Gen1-Ports annimmt.

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Insgesamt ist das Layout des MSI Creator TRX40 zwar gut, allerdings ist die BIOS-Batterie nicht so einfach zugänglich, falls eine Entnahme oder ein Austausch nötig werden. Die Positionierung der M.2-Schnittstelle zwischen DIMMs und Stromanschluss ist auf der einen Seite experimentell, auf der anderen Seite intelligent gelöst - und unser Ansicht nach besser, als auf der PCB-Rückseite, wie es beim ASUS ROG Zenith II Extreme der Fall ist.


BIOS

Als wir das MSI Creator TRX40 in der Redaktion getestet hatten, war die BIOS-Version 1.1 aktuell. Diese beinhaltet den AGESA-Code 1.0.0.2 und auch die M.2-Kompatibilität wurde verbessert.

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Bei der UEFI-Oberfläche orientiert sich MSI an der bekannten Optik. Für das Creator-Mainboard setzt MSI auf die Schwarz-Weiß-Optik der Pro-Serie. Unterschieden wird dabei weiterhin zwischen dem EZ- und Advanced-Modus. Auf dieser Übersichtsseite (EZ-Mode) erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Bei der Advanced-Oberfläche befindet sich mittig das Pro-Series-Logo. Oben links hat MSI neben der Uhrzeit und dem Datum den OC-Genie-Button hinzugefügt. Rechts benachbart ist der A-XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Die OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für den Overclocking-Enthusiasten kaum Wünsche offen. Dazu aber gleich mehr. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genauso ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, in dem der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

Overclocking

Mit beachtlichen 16 CPU- und vier RAM-Spulen und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features ist das MSI Creator TRX40 hervorragend für die Übertaktung vorbereitet. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch die CCX-Module (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können.

Auf dem MSI Creator TRX40 ist eine Veränderung des Grundtakts von 80 MHz bis 200 MHz in 0,05-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender der Override- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,9000 V bis 2,1000 V in 0,0125-V-Intervallen verändern. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,3000 V bis +0,3000 V in ebenfalls 0,0125-V-Schritten. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des MSI Creator TRX40 in der Übersicht
Base Clock Rate 80,000 MHz bis 200,000 MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,9000 Volt bis 2,1000 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
-0,3000 V bis +0,3000 V in 0,0125-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,800 V bis 2,100 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,9000 Volt bis 1,5500 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
-0,3000 V bis +0,3000 V in 0,0125-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-VDD18-Spannung 1,600 V bis 2,500 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung 0,010 Volt bis 1,500 Volt in 0,010-Volt-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen DRAM VREF, PCH CLDO
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 47 Parameter
A-XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (A-XMP)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und zwei optionale Fans,
CPU-LLC Level 1 bis 8

Auch für das MSI Creator TRX40 war es ein leichtes Spiel, den Ryzen Threadripper 3960X stabil mit 4,3 GHz auf allen 24 Kernen zu betreiben. Im BIOS mussten wir dazu mindestens 1,325 V VCore und die Load-Line-Calibration auf Level 2 setzen, damit die CPU-Spannung unter Last nicht zu sehr abfällt. Damit haben wir auch bereits ziemlich nah am Temperatur-Limit der CPU operiert. Der VRM-Kühler wurde zwar spürbar warm, regelrecht heiß war es jedoch nicht. Anhand dessen, dass es generell zu keinem Throtteling kam, waren die Temperaturen im grünen Bereich.

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RAM-Overclocking mit dem MSI Creator TRX40? Auch das war absolut kein Problem. Das XMP wurde korrekt umgesetzt und bei der manuellen Übertaktung ging es bis auf DDR4-4266 mit relativ straffen Timings hinauf.

PCH-Lüfter-Analyse

Mit der dritten Ryzen-Threadripper-Generation läutet AMD auch im HEDT-Segment das PCI-Express-4.0-Zeitalter ein. Sowohl die CPU als auch der TRX40-Chipsatz sind mit der neuen Schnittstelle vollständig kompatibel. Wie bei den meisten X570-Mainboards, wurde allerdings auch der TRX40-Chipsatz mit einer erweiterten Kühlung in Form eines Lüfters versehen. Und dies stößt weiterhin unweigerlich auf Kritik.

Der Grund für die aufgekommene Kritik liegt dabei in der Vergangenheit. Zu AMDs Sockel-939-Zeit war ASUS' A8N-SLI-Mainboardserie sehr beliebt, wenn man vom Chipsatzlüfter absieht, denn dieser war unerträglich laut. Abhilfe bot das A8N-SLI Premium, das über eine Heatpipe verfügte und somit für Ruhe sorgte. Aufgrund der erhöhten TDP von 15 W des TRX40-Chipsatzes wird gerade beim Einsatz der 24 PCIe-4.0-Lanes eine erweiterte Kühlung benötigt, die in Form eines Lüfters Einzug hält.

Der Chipsatzlüfter auf dem MSI Creator TRX40 misst einen Durchmesser von 45 mm und entspricht der Axial-Bauweise. MSI spricht zudem von der TwinFrozr-Technologie. Bereits im Vorfeld sickerte die etwas beruhigende Nachricht durch, dass MSI bei den X570-Mainboards drei Semi-Passiv-Modi für den Chipsatzlüfter anbieten wird. Die bereits zuvor kommunizierten Werte haben wir im BIOS verifiziert und können diese offiziell bestätigen.

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Dem Anwender stehen drei Semi-Passiv-Modi zur Auswahl: Silence Mode, Balance Mode und Boost Mode. Bei allen drei Modi dreht sich der Lüfter demnach nicht permanent, sondern je nach Last-Situation. Während der Lüfter im Idle ruht und demnach keine Geräuschkulisse erzeugen kann, beginnt er seine Arbeit je nach Modus und Last. Hinzu kommt allerdings auch die Möglichkeit, eine manuelle und feste Lüftergeschwindigkeit festzulegen, sodass selbst empfindliche Gemüter zufriedengestellt werden sollten.

Die drei Semi-Passiv-Modi im Überblick
Lüfter-Stufe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5
Silence Mode
PCH-TempStart<70°C75°C85°C95°C>
FAN-Speed (rpm)Stop-StufeStop2.4003.0004.000
FAN-Last30% bis 0%0%31%40%60%>
Balance Mode
PCH-TempStart<50°C72°C80°C95°C>
FAN-Speed (rpm)Stop-StufeStop3.0003.6005.000
FAN-Last30% bis 0%0%40%50%80%>
Boost Mode
PCH-TempStart<50°C70°C80°C95°C>
FAN-Speed (rpm)Stop-StufeStop3.6004.6005.500
FAN-Last30% bis 0%0%50%70%90%>

Und in der Praxis funktioniert das sogar recht gut. Beim Systemstart dreht der Lüfter zwar an, schaltet sich dann aber wieder ab und bleibt zunächst auch ausgeschaltet. In unserem Test (auch während des M.2-Tests) konnten wir ein Anlaufen des Lüfters nicht provozieren. 


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI Creator TRX40 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 3.200 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Creator TRX40 arbeitete der Turbo-Modus von Haus aus optimal, sodass wir keine Änderungen vornehmen mussten.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark (Fire Strike und Time Spy), SuperPi 8M, Cinebench R20, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2020 Memory Benchmark:

3DMark

Time Spy

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Multi-Thread

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15

Multi-Thread

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2020

Speicher-Bandbreite

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Benchmark-Ergebnisse für das MSI Creator TRX40 sind natürlich schon vom Test zum ASUS ROG Zenith II Extreme bekannt und liegen bis auf messbare Unterschiede im Soll.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Für ein HEDT-Mainboard sind selbst die annähernd 40 Sekunden rein für die Komponenten-Initialisierung deutlich zu lang. Im Vergleich dazu brauchte das ASUS ROG Zenith II Extreme nicht einmal halb so lange. Es bleibt daher zu hoffen, dass MSI mit kommenden BIOS-Updates noch einige Sekunden einsparen kann.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI Creator TRX40 hat viele Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein USB-3.2-Gen1-Hub, ein USB-3.2-Gen2x2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Hinzu kommen schließlich noch ein WLAN- und Bluetooth-Modul.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die GeForce RTX 2060. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Mit 73,5 W im Idle zeigt sich MSIs Creator TRX40 etwas sparsamer als das ASUS ROG Zenith II Extreme. Der Unterschied beträgt 7,1 W.

Leistungsaufnahme

Cinebench R20 xCPU

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Auch mit Cinebench R20 steht die MSI-Platine besser da. Gemessen haben wir eine Gesamt-Leistungsaufnahme von 364,2 W.

Leistungsaufnahme

Prime95 inkl. AVX/AVX2

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Die größte Differenz zwischen den beiden TRX40-Mainboards herrschte in Verbindung mit Prime95 - dort lag die Differenz bei 9,4 W. Mit 383,3 W ging es dann weiter Richtung 400-W-Marke.

CPU-Spannungen (Prime95)

Inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Das MSI Creator TRX40 ist trotz minimal höherer Default-VCore effizienter unterwegs. CPU-Z zeigte uns eine Last-Spannung von 1,152 Volt an.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die GeForce RTX 2060 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Im UEFI des MSI Creator TRX40 konnten wir lediglich den 10-GBit/s-LAN-Controller deaktivieren. Dadurch wurden jedoch alleine im Leerlauf 1,4 W eingespart.

Leistungsaufnahme

Cinebench R20 xCPU

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Kaum ein Unterschied war mit Cinebench R20 auszumachen, denn der Unterschied beträgt nur 0,8 W.

Leistungsaufnahme

Prime95 inkl. AVX/AVX2

Verbrauch in Watt
Weniger ist besser

Die gemessenen 0,3 W weniger können in diesem Fall als Messtoleranz abgegolten werden. Auch in diesem Fall steht die ASUS-Platine minimal besser da.

CPU-Spannungen (Prime95)

Inkl. AVX/AVX2

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore hat sich nicht verändert und verblieb bei 1,152 V.

Hätten wir die Möglichkeit gehabt, weitere Komponenten im UEFI zu deaktivieren, hätten weitere Watt zugunsten des MSI Creator TRX40 eingespart werden können. Mit Default-Settings bei beiden Platinen kommt das MSI Creator TRX40 jedoch etwas besser weg.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das MSI Creator TRX40 stellt in der Summe sechs USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Fünf Stück befinden sich am I/O-Panel und ein Anschluss wird über den Onboard-Header ermöglicht. Der Header und ein Port am I/O-Panel werden vom TRX40-Chipsatz kontrolliert und die vier weiteren Typ-A-Schnittstellen über den sTRX4-Prozessor.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB im RAID-0-Verbund nutzen.

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Ob über den Prozessor oder über den TRX40-Chipsatz: Generell wird eine grundsolide USB-3.2-Gen2-Performance geboten, die aber auch in diesem Fall keine Höchstwerte erreichen. Die Leserate stieg bis auf 837 MB/s und im Schreiben ging es bis knapp über 900 MB/s über die CPU hinauf.

Hinweis: Bei Western Digital haben wir eine Anfrage zur WD Black P50 hinterlassen und werden die externe SSD mit offizieller USB-3.2-Gen2x2-Unterstützung (20 GBit/s) zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Aus diesem Grund konnten wir die neue Schnittstelle leider nicht testen.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das MSI Creator TRX40 insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel befinden sich vier Ports, intern vier Stück über zwei Header. Während die vier Buchsen am I/O-Panel über ASMedias ASM1074 ans Werk gehen, arbeiten die Header direkt mit dem PCH zusammen. Zum Testen setzen wir ebenfalls auf die weiter oben genannte Lösung.

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Leider konnte der RAID-0-Verbund direkt über den Chipsatz über den USB-3.2-Gen1-Header aus unererklärlichen Gründen nicht initialisiert werden, sodass wir über den ASMedia ASM1074 vorlieb nehmen müssen, welches die indirekte Anbindung über den TRX40-Chipsatz darstellt.

Die Leistungswerte liegen jedoch nicht dort, wo sie sein sollten. Zwar sind die Datenraten hoch, überschreiten allerdings nicht die 400-MB/s-Marke.

SATA-6GBit/s-Performance

Das MSI Creator TRX40 stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle sechs SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem TRX40-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Höchstwerte wurden jedoch auch dieses Mal beim SATA-Benchmark nicht erreicht. Im Lesen wurden maximal 528 MB/s und im Schreiben höchstens 458 MB/s erreicht.

M.2-Performance

Auf dem MSI Creator TRX40 selbst halten sich drei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung onboard auf. Zwei Stück sind an den Prozessor und einer an den Chipsatz angebunden. Wird die beiliegende Zusatzkarte hinzugezogen, lassen sich vier weitere M.2-SSDs ansteuern, deren Lanes dann vom Prozessor kommen.

Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.3, das sich an vier Gen4-Lanes vom Chipsatz und vom Prozessor bedient.

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Absolut stimmig ist hingegen die M.2-Performance, wobei es im spürbaren Bereich keine Rolle spielt, ob nun über den Chipsatz oder über den Prozessor. Die Herstellerangaben wurden jeweils leicht überboten.


MSI hat mit dem Creator TRX40 vieles richtig gemacht, welches vorrangig die Content Creator ansprechen soll, die gerade mit dem Ryzen Threadripper 3960X oder 3970X (Hardwareluxx-Test) eine ordentliche Packung Performance erhalten. Großen Wert legt MSI dabei besonders auf die 16+3-CPU-Spannungsversorgung, die aus 16 Spulen für die VCore und drei Spulen für die SOC-Spannung besteht. Die 16 VCore-Spulen werden von einem neuen PWM-Controller nativ angesprochen. Generell wurden auch hochwertige 70A-Powerstage-MOSFETs verbaut. Überraschenderweise setzt MSI jedoch "nur" auf zwei 8-Pin-EPS12V-Stromanschlüsse anstatt gleich auf drei Stück wie beim bereits getesteten X299-Pendant. Gleichzeitig wurde wichtiger Onboard-Komfort berücksichtigt.

Auch die weitere Ausstattung passt in die obere Liga. Mit an Bord sind wichtige Features wie 10-GBit/s-LAN, eine Typ-C-Schnittstelle mit der USB-3.2-Gen2x2-Spezifikation (20 GBit/s) über den ASMedia ASM3242 und auch das aktuelle Intel-Wi-Fi-6-AX200-Modul für WLAN-Verbindungen einem Datendurchsatz von bis 2,4 GBit/s inklusive Bluetooth-5.0-Unterstützung. Umfangreich gestalten sich die Storage-Anschlussmöglichkeiten, denn das Board selbst bringt neben sechs nativen SATA-6GBit/s-Ports gleich drei M.2-M-Key-Schnittstellen mit, von denen eine an einer ungewohnten Stelle platziert wurde. Sollte dies nicht ausreichen, kann die beiliegende Zusatzkarte verwendet werden, mit der vier weitere M.2-SSDs mit jeweils PCIe 4.0 x4 angesprochen werden können.

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Wir können allerdings nicht nachvollziehen, warum MSI gerade beim Creator TRX40 die Thunderbolt-3.0-Erweiterungskarte gestrichen hat, die dem Creator X299 hingegen beiliegt. Verbesserungswürdig ist auch die Bootzeit, die zu lang ausfällt. Diese Umstände stellen neben dem sehr hohen Preis unseren größten Kontra-Punkt dar. Generell hätten wir uns zudem gewünscht, dass der Chipsatzlüfter weiter unten positioniert worden wäre, dieser ist nämlich weiter nach oben gewandert, damit der M.2-Anschluss seinen Platz findet. Den hätte MSI jedoch in den übrigen Zwischenraum packen können, sodass wieder Platz für den PCH-Lüfter nach unten hin gewesen wäre.

Mit mindestens 722 Euro ist das MSI Creator TRX40 fast so teuer wie das ASUS ROG Zenith II Extreme und das empfinden wir als zu hoch angesetzt. Am Ende ist unser Testkandidat bleibt ein gutes, aber kein herausragendes TRX40-Mainboard.

Positive Eigenschaften des MSI Creator TRX40:


Negative Eigenschaften des MSI Creator TRX40:

Wer als Content Creator kein Thunderbolt 3.0 benötigt, wird mit dem MSI Creator TRX40 sicherlich glücklich, denn es bietet davon ab eine umfangreiche Ausstattung und hat lediglich im Detail mit minimalen Schwächen zu kämpfen.

Persönliche Meinung

Im Grunde ist das MSI Creator TRX40 eine gute Platine, allerdings ist es unverständlich, warum die Thunderbolt-3.0-Erweiterungskarte nicht beim Lieferumfang enthalten ist. Zwar lässt sich diese noch separat nachrüsten, jedoch war sie auch beim Creator X299 mit dabei. Ferner hoffe ich, dass MSI die sehr lange Bootdauer mit kommenden BIOS-Updates in den Griff bekommt. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
MSI Creator TRX40
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar