ASUS' X299-Re-Refresh für Cascade Lake-X: Das ROG Strix X299-E Gaming II im Test

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asus rog strix x299e gaming ii 004 logoIntels X299-Chipsatz hat nun schon mehr als zwei Jahre auf dem Buckel und seine Lebenszeit ist noch nicht vorbei. Auf Skylake-X und Skylake-X-Refresh folgen nun die neuen Cascade-Lake-X-Prozessoren und ASUS hat sich dazu entschlossen, erneuerte X299-Platinen anzubieten. Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II, das wir in diesem Test durchleuchten werden, ist eines dieser Boards.

Zunächst einmal ein kurzer Blick in die junge Vergangenheit: Mit dem Launch mit den Skylake-X-Prozessoren setzt Intel auf den LGA2066-Sockel mit dem X299-Chipsatz, bei dem es sich um einen erweiterten Z270-PCH für Skylake- und Kaby Lake-S aus dem Jahr 2017 handelt. ASUS bot zum Skylake-X-Launch neben weiteren Modellen das ROG Strix X299-E Gaming (Hardwareluxx-Test) an.

Roman Hartung alias der8auer hatte kurz nach dem Start der neuen HEDT-Plattform Probleme mit der CPU-Stromversorgung und deren Kühlung auf einigen Platinen, gerade in Verbindung mit den größeren Skylake-X-Prozessoren, festgestellt. Aus diesem Grund wurde die erste Version von ASUS überarbeitet und man stellte das ROG Strix X299-XE Gaming mit größerem VRM-Kühler vor. Dieses Modell kann man daher auch als Refresh darstellen. Das bereits im August vorgestellte ROG Strix X299-E Gaming II ist damit die dritte Version und quasi als Re-Refresh anzusehen. Bahnbrechende Änderungen erwarten wir daher vom ASUS ROG Strix X299-E Gaming II eher weniger, sondern schlicht Detailverbesserungen und eine Modernisierung einiger Controller.

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Optisch ist der Unterschied zwischen dem ASUS ROG Strix X299-E Gaming und ASUS ROG Strix X299-E Gaming II deutlich erkennbar. Bei Letzterem wurde das PCB mit zusätzlichen Kühlern überdeckt und generell ist die Erscheinung dunkler. Und auf den ersten Blick sieht der VRM-Kühler angemessen groß aus und zudem ist auch eine Heatpipe zu erkennen. Es ist auch beim ATX-Format geblieben.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Strix X299-E Gaming II in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Strix X299-E Gaming II
CPU-Sockel LGA2066 (für Skylake-X (Refresh) und Cascade Lake-X)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 15 Stück (13x CPU, 2x RAM)
Preis ab 400 Euro
Webseite https://www.asus.de
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X299 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 256 GB UDIMM (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x16/x8) über CPU
1x PCIe 3.0 x4 über Intel X299
1x PCIe 3.0 x1 über Intel X299 (shared)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

8x SATA 6 GBit/s über Intel X299
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s, 1x shared)
1x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s)

USB

5x USB 3.1 Gen2 (4x extern, 1x intern) über 3x ASMedia ASM3142
6x USB 3.1 Gen1 (2x extern, 4x intern) über Intel X299
8x USB 2.0 (4x extern, 4x intern) über Intel X299

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Intel Wi-Fi 6 AX200, 802.11a/b/g/n/ac/ax (max. 2,4 GBit/s), Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN
1x Realtek RTL8125-CG 2,5-GBit/s-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-FAN-Header
2x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x AIO-Pump-Header
1x W_Pump-Header
1x M.2-FAN-Header
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x 4-Pin-RGB-Header (ASUS Aura)
2x 3-Pin adressierbare RGB-Header (Gen 2)
Onboard-Komfort Status-LEDs, Power-Button
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:


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Im Vergleich zur ersten Version hat sich zwei Jahre später in Sachen Zubehör so gut wie nichts geändert. Von den üblichen Beigaben einmal abgesehen, hat ASUS unter anderem noch vier SATA-Kabel, ein paar Kabelbinder, den Q-Connector und auch ein Thermistor-Kabel beigelegt. Außerdem befinden sich zwei RGB-Verlängerungskabel sowie M.2-Befestigungsmaterial (auch für die Vertikalausführung). Einige Goodies, wie ROG-Sticker und ein Türhängeschild liegen auch bei.


Mit dem X299-Chipsatz hat Intel technisch mit dem Z270-PCH für den Sockel LGA1151 gleichgezogen. Im Vergleich zum X99-PCH mit acht Gen2-Lanes werden mit dem X299-Chipsatz nun 24 Gen3-Lanes zur Verfügung gestellt. So wird zusammen mit den bis zu 48 Gen3-Lanes vom LGA2066-Prozessor eine gute Grundlage für die Anbindung vieler Schnittstellen und anderer Controllern geboten. Nativ kann der X299-PCH zudem bis zu acht SATA-6GBit/s-Ports ansteuern.

In der Summe kann der X299-Chipsatz 14 USB-Schnittstellen steuern, davon sind bis zu zehn Anschlüsse der ersten USB-3.1-Generation drin. Die Kommunikation zwischen CPU und PCH erfolgt - genau wie bei der Intel-100- und 200-Chipsatzserie für den Sockel LGA1151 - per DMI 3.0 (Direct Media Interface) mit vier Gen3-Lanes. Somit beträgt die Bandbreite in der Theorie ebenfalls maximal 32 GBit/s.

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Die positive Nachricht beim VRM-Kühler ist, dass ASUS diesen nun großflächiger designt hat, um zu hohen VRM-Temperaturen entgegenzuwirken. Mittels eines zusätzlichen Kühlerblöckchens wird die Kühlfläche etwas erhöht. Eine Heatpipe verbindet beide Blöcke. Bei den Wärmeleitpads fällt dann jedoch auf, dass diese nicht komplett die Spannungswandler bedecken. Und auch vier von Insgesamt 13 CPU-Spulen werden nicht vollständig überdeckt. Ähnlich sieht es auch bei der Backplate aus, denn nicht alle Kondensatoren werden abgedeckt.

Sollte die Kühlerfläche als Ganzes einmal nicht ausreichen, hat ASUS zudem einen 40-mm-Lüfter berücksichtigt, der mittels 4-Pin-PWM-Stecker angetrieben wird. Ob der Lüfter im aktiven oder semi-passiven Betrieb agiert, ist eine sehr interessante Frage, die wir uns natürlich anschauen und beantworten werden. Der Lüfter selbst wurde mit vier Schrauben mit dem Kühler fixiert und kann die Luft mittels Mesh-Gitter ansaugen.

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Anhand der CPU-Spannungsversorgung wird im Vergleich zur ersten Version ein großer Unterschied deutlich. Statt acht Spulen sind nun nämlich 13 Spulen vorhanden und arbeiten in der 12+1-Konfiguration. Dabei blieb es bei den IR3555-PowIRstage, von dem es insgesamt 13 Stück gibt - und demnach einen pro Spule. Jeweils eine Spule befeuert jede 4er DIMM-Gruppe. Erfreulich ist, dass ASUS gleich den Schritt von einem 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss zu zweimal 8-Pin vollzogen hat, damit selbst das Overclocking bis hoch zum neuen Core i9-10980XE (Cascade Lake-X) mit 18 Kernen und 36 Threads kein Problem mehr darstellen sollte.

Auf der Rückseite sind keinerlei Phasen-Doppler erkennbar, als PWM-Controller setzt ASUS auf den bisher unbekannten ASP1209. Gut zu sehen sind auch die Kondensatoren, die vom Wärmeleitpad abgedeckt werden.

Wichtig zu erwähnen ist, dass mit dem neuen BIOS die Unterstützung für die beiden Kaby-Lake-X-Prozessoren "Core i5-7640X" und Core i7-7740X" wegfällt. Dies trifft übrigens auch auf die anderen neuen X299-Platinen von ASUS zu. Wir empfinden diese Entscheidung als konsequenten Schritt.

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Typisch für Intels HEDT-Plattform sind die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, mit denen bis zu 256 GB an Arbeitsspeicher im Quad-Channel-Modus verstaut werden können. ASUS gibt hierbei eine maximale und effektive Taktrate von 4.266 MHz an. Unterstützt werden lediglich UDIMMs ohne ECC mit einer Einzelkapazität bis 32 GB.

Neben dem 24-Pin-Stromanschluss befinden ein USB-3.2-Gen2-Header (ASMedia ASM3142) und auch eine vertikal ausgerichteter M.2-Schnittstelle, die nur auf manchen ASUS-Mainboards zu finden ist.

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Ein PCIe-3.0-x4-Anschluss wurde nun beim ASUS ROG Strix X299-E Gaming II wegrationalisiert. Geblieben sind die drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Schnittstellen sowie jeweils ein PCIe-3.0-x4- und -x1-Konnektor. Die installierte LGA2066-CPU kümmert sich um die drei großen Schnittstellen, die anderen beiden gehen über den X299-Chipsatz ans Werk. Beim kleinen PCIe-3.0-x1-Steckplatz gilt zu beachten, dass sich dieser die Anbindung mit dem USB-3.2-Gen2-Frontheader teilt. Aufgrund der Positionierung des PCIe-Slots ist dies jedoch zu verkraften, da sich an dieser Stelle in den meisten Fällen ohnehin eine Grafikkarte aufhält.

Da weiterhin LGA2066-Prozessoren mit 28 PCIe-3.0-Lanes (Core i7-7800X und Core i7-7820X), mit 44 Lanes (ab Core i9-7900X bis Core i9-9990XE) und mit 48 Lanes (ab Core i9-10900X) angeboten werden, unterscheidet sich natürlich die Anbindung der drei PCIe-3.0-x16-Slots. Die folgenden Tabellen geben einen Überblick:

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 48-Lane-CPU
(Core i9-10900X/10920X/10940X/10980XE
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
PCIe 3.0 x1
x1 (X299) - - -
- - - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
PCIe 3.0 x4 x4 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 44-Lane-CPU
(Core i9-7900X bis 7980XE, Core i9-9800X bis 9990XE
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
PCIe 3.0 x1
x1 (X299) - - -
- - - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
PCIe 3.0 x4 x4 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - - x4

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
(Core i7-7800X und Core i7-7820X)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - -
- - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x4 x4 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - x4

Die beiden horizontalen M.2-Schnittstellen sind mit der LGA2066-CPU gekoppelt und sind ausschließlich mit den großen Modellen mit 44 und 48 Lanes nutzbar. Kommt der Core i7-7800X oder Core i7-7820X mit maximal 28 Lanes zum Einsatz, sind die beiden M.2-Anschlüsse schlicht unbrauchbar. Über den X299-Chipsatz ist allerdings der vertikal ausgerichtete M.2-Anschluss angebunden und demnach generell einsatzbereit.

Am unteren PCB-Rand hat ASUS nicht nur eine Diagnostic-LED, sondern auch einen Power-Button und auch jeweils einen 4-Pin-RGB- und 3-Pin-adr.-RGB-Header hinterlassen.


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Doch nicht nur M.2-SSDs lassen sich einbinden, sondern weiterhin auch bis zu acht SATA-Geräte, die alle nativ an den X299-PCH angebunden sind. Rechts daneben ist ein USB-3.2-Gen1-Header zu sehen. Ein zweiter hält sich links am Rand auf.

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Das I/O-Panel von links nach rechts und von oben nach unten:

Satte zehn USB-Anschlüsse halten sich am I/O-Panel für ihren Einsatz bereit. Vier Stück arbeiten mit der älteren USB-2.0-, zwei Stück mit der deutlich schnelleren USB-3.2-Gen1- und vier Stück mit der USB-3.2-Gen2-Spezifikation. In letzterem Fall wurde eine Typ-C-Variante berücksichtigt. Einmal Gigabit-LAN, 2,5-GBit/s-LAN und das schnelle WLAN-ax-Modul von Intel sind ebenfalls an Ort und Stelle. Übrig bleiben die fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und der optische Digitalausgang. ASUS-typisch wurde auch an den USB-BIOS-Flashback-Button gedacht.

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Auf der I/O-Panel-Seite sind die zahlreichen Zusatzchips erkennbar. Links jedoch wurde üblicherweise der Onboard-Sound-Bereich mit Realteks ALC1220 und zusätzlichen Audio-Kondensatoren positioniert, davon rechts ist der Nuvoton-Super-I/O-Controller sichtbar. Weiter geht es mit dem ASUS-Aura-Controller, dem Realtek-RTL8125-CG-, den beiden ASMedia-ASM3142-Controllern und schließlich noch mit dem Intel-I219-V-Chip.

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Das Layout des ASUS ROG Strix X299-E Gaming II hat uns besser gefallen als die erste Version. Die schwarzen Kühlkörper wurden hochwertig verarbeitet und hinterlassen auch haptisch einen sehr guten Eindruck. Genau mittig befindet sich das ASUS-LiveDash-Display, das auf einigen Premium-Platinen zu finden sind und neben der CPU-Temperatur, auch die POST-Codes, Lüftergeschwindigkeiten und andere Werte anzeigen kann.


BIOS

Zum Testzeitpunkt stand uns für das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II die BIOS-Version 0401 zur Verfügung, die wir mit der Instant-Flash-Funktion problemlos aufspielen konnten. Der Unterschied zur Version 0224 ist nicht bekannt.

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Generell wurde die UEFI-Optik weiter beibehalten. Dabei werden die einzelnen Punkte in Türkis hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift dargestellt. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine dedizierte "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

Overclocking

Mit dem ASUS ROG Strix X299-E Gaming II ist Overclocking bedingt durch die beiden 8-Pin-Stromanschlüsse für die CPU absolut kein Problem. Auch wurde eine sehr gute CPU-Spannungsversorgung verbaut und der VRM-Kühler wurde nun deutlich größer dimensioniert.

Das BIOS erlaubt eine BCLK-Veränderung von 80 MHz bis 300 MHz in feinen 0,1-MHz-Intervallen. Anlässlich des Mesh-Bus, wurde auch dafür eine entsprechende Spannungseinstellung hinterlassen. Neben der VRIN-Spannung lässt sich die CPU-Spannung im Override- und Offset-Modus festlegen. In Zahlen ausgedrückt sind es 0,500 V bis 1,920 V und -0,999 V bis +0,999 V. Die Intervalle fallen mit 0,001 V sehr feingliedrig aus.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Strix X299-E Gaming II in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Core-Spannung 0,001 Volt bis 1,920 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 Volt bis +0,999 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,0000 V bis 2,1000 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VRIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Mesh-Spannung -
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt nicht einstellbar
Weitere Spannungen DRAM Training, UnCore Voltage Offset (Prefix), CPU Cache Voltage, BCLK Aware Adaptive Voltage, Boot Voltages (Input, SA, VCCIO), VTTDDR, VPPDDR, MC VRef, DRAM VRef, CTL VRef

Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate ist einstellbar
Timings 73 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Intel Speed-Step, C1E
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU VCore LLC 1-8

Im Vergleich zu den vergangenen X299-Mainboardtests mussten wir auf eine Retail-Version des Core i9-7900X wechseln. Demnach mussten wir das Overclocking-Potential neu ausloten. Eine stabile Frequenz von 4,8 GHz auf allen zehn Kernen bei 1,3 V sind allerdings kein allzu schlechtes Ergebnis.

Der VRM-Kühler zeigte sich selbst mit einer VCore von über 1,35 V völlig unbeeindruckt und blieb bei 50 °C angenehm warm. Wer befürchtet hat, dass der VRM-Lüfter ständig mitläuft, den können wir beruhigen. Einzig beim Systemstart läuft der Lüfter kurz an, schaltet sich dann allerdings ganz schnell wieder ab. Während unserer Overclocking-Session blieb der VRM-Lüfter gar die ganze Zeit aus, was wir absolut positiv bewerten. Demnach liegt hier eine Semi-Passiv-Konfiguration vor, die sich um BIOS zudem noch feinjustieren lässt.

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Beim RAM-Overclocking haben wir auf das G.Skill Trident Z Neo (F4-3600C16Q-32GTZN) gewechselt. Auf den DIMMs befinden sich die beliebten Samsung-B-Dies mit 8 GBit in der 20-nm-Fertigung. Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Probleme umgesetzt und auch ein manuelles RAM-Overclocking gelang uns ohne Zwischenfälle. Dabei waren mit manueller Übertaktung effektive 4.000 MHz möglich mit den Timings CL18-19-19-40-2T drin.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Strix X299-E Gaming II mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Performancewerte liegen absolut in der Norm, sodass wir in diesem Punkt nichts zu kritisieren haben.


Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

ASUS' ROG Strix X299-E Gaming II benötigte für den POST fast 27 Sekunden und reiht sich bei den anderen ASUS-X299-Mainboards ein.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II hat viele Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein WLAN-Modul, drei USB-3.2-Gen2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf sieht alles noch normal aus. Gemessen haben wir angemessene 61,6 W.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench-R15-Last scheint es eine Überraschung in Sachen Energie-Effizienz zu geben, aber der Schein trügt leider. Scheinbar arbeitete das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature bei unserem Mainboard-Sample nicht so wie es sollte, denn unter Volllast lagen die Multiplikatoren 37 und 38 im Wechsel an.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Dies änderte sich auch mit Prime95 nicht an, wo unser Verbrauchsmessgerät einen Wert von 211,6 W angezeigt hat.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Eine neue CPU bedeutet auch eine andere Spannung unter Last, wobei in diesem zusätzlich das fehlerhafte MultiCore-Enhancement-Feature für eine geringere VCore gesorgt hat.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS haben wir sämtliche USB-3.2-Gen2-Controller, das WLAN-Modul, den 2,5-GBit/s-Controller und auch die RGB-LED-Beleuchtung deaktiviert. Im Idle wurden somit schon einmal 5,3 W eingespart.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench R15 beträgt der Unterschied gar 7,6 W.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mehr als 6 W weniger konnten wir mit laufendem Prime95 feststellen.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich nichts geändert.

Ein fairer Vergleich der Energie-Effizienz gestaltete sich als schwierig, da das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature nicht so gearbeitet hat, wie es eigentlich sollte. Denn anstatt den Takt zu senken, wird dieser unter Last eigentlich oberhalb der Prozessor-Spezifikationen angesetzt, wie unsere langjährigen Erfahrungen gezeigt haben. Demnach ist es an ASUS, diesen Fehler durch ein neues BIOS zu beheben.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II stellt fünf USB-3.2-Gen2-Schnittstellen bereit. Hierfür kommen drei ASMedia-ASM3142-Controller zum Einsatz. Dabei gibt es drei Typ-A- und zwei Typ-C-Ausführungen.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.2-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Mit bis zu 822 MB/s im Lesen und 955 MB/s im Schreiben wurden zwar gute Transferraten erreicht. Allerdings wissen wir auch, dass der ASMedia ASM3142 auch mehr Daten schaufeln kann. Wir gehen davon aus, dass ASUS mit Optimierungen noch etwas mehr herausholen kann.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II insgesamt sechs Stück an. Am I/O-Panel kann auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Stück können über den internen Header realisiert werden. Alle sechs Anschlüsse gehen über den X299-PCH ans Werk. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2-Lösung verwendet.

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Wenig zu beanstanden gibt es hingegen bei den USB-3.2-Gen1-Werten mit 425 MB/s lesend und 442 MB/s schreibend.

SATA-6GBit/s-Performance

Beim ASUS ROG Strix X299-E Gaming II werden acht SATA-6GBit/s-Ports zur Verfügung gestellt. Alle acht Stück arbeiten nativ mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Aber auch die SATA-Performance ist für Intel-Verhältnisse nicht dort, wo sie eigentlich sein sollte. Immerhin wurde eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit bis 532 MB/s respektive 500 MB/s ermittelt. Normal waren bis zu 555 MB/s beim Lesen und 522 MB/s beim Schreiben drin.

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch mit den X299-Refresh-Modellen. Mithilfe der LGA2066-CPU und dem X299-Chipsatz erfährt der angebundene M.2-Steckplatz eine anständige Performance, dank der vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom LGA2066-Prozessor und vom X299-Chipsatz.

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II bietet drei M.2-M-Key-Schnittstellen. Zwei arbeiten mit 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) über die CPU, die Andere mit 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) über den X299-Chipsatz.

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Etwas geringer fielen auch die M.2-Werte aus, auch wenn die Hersteller-Angaben noch immer erfüllt werden. Waren es sonst bis zu 3,3 GB/s lesend und 1,5 GB/s schreibend, schaffte es die CPU auf 3,13 GB/s und der Chipsatz auf 2,81 GB/s lesend. Identisch war die Schreibrate bis 1,42 GB/s.


Vor dem Launch der Cascade-Lake-X-Prozessoren hat sich auch ASUS dazu entschlossen, drei neue X299-Mainboards auf die Beine zu stellen. Dazu gehört auch das von uns getestete ROG Strix X299-E Gaming II, das bereits die dritte Version darstellt und als Re-Refresh fungiert. Und rein von der Ausstattung her können wir ASUS durchaus loben, denn sowohl die Ausbaustufe der CPU-Spannungsversorgung mit 13 Spulen, sowie die Kühlung wurden absolut angemessen umgesetzt.

Mittlerweile sind zwischen der ersten und neuen Version des Strix-Modells zwei Jahre vergangen und so wurden die restlichen Ausstattungsmerkmale modernisiert. Dies trifft zwar nicht auf die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke und die nahezu identischen Erweiterungssteckplätze zu, allerdings wurden nun fünf USB-3.2-Gen2-Ports bereitgestellt. Gewünscht hätten wir uns allerdings auch einen USB-3.2-Gen2x2-Port (20 GBit/s) über ASMedias neuem ASM3242, wie MSI dies bei den neuen X299-Modellen umgesetzt hat.

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Das Realtek-RTL8822BE-WLAN-Modul mit maximal 867 MBit/s wurde gegen das aktuelle Intel-Wi-Fi-6-AX200-Modul getauscht, das bis zu 2,4 GBit/s funken kann und Bluetooth in der Revision 5.0 unterstützt. In der kabelgebundenen Variante ist es nicht nur beim Intel I219-V geblieben, sondern ASUS hat noch den Realtek-RTL8125-CG draufgepackt, der Datenraten bis 2,5 GBit/s beherrscht. Weiterhin werden zwei M.2-M-Key-Schnittstellen über die CPU bereitgestellt, doch darüber hinaus auch ein weiterer M.2-M-Key-Anschluss über den X299-Chipsatz.

Es gibt allerdings auch aktuelle Schattenseiten, die uns beim ASUS ROG Strix X299-E Gaming II aufgefallen sind. Das BIOS generell reagiert gefühlt etwas träge und das ASUS-MultiCore-Enhancement arbeitete genau in die falsche Richtung, was die Effizienz-Vergleichswerte schwierig gestaltet. An dieser Stelle kann ASUS jedoch mittels BIOS-Update für Abhilfe sorgen. Darunter fallen hoffentlich auch Optimierungen für höhere Transferraten.

Dadurch, dass Intel die Preise der Cascade-Lake-X-Prozessoren verglichen mit Skylake-X (Refresh) nahezu halbiert hat, kann generell etwas Geld eingespart werden. Aktuelle Listungen zeigen für das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II einen Preis von 400 Euro. Ohne Frage ist das eine Menge Geld für ein HEDT-Mainboard, jedoch handelt es sich immerhin um ein Oberklasse-Modell. Ob sich ein Wechsel auf das neue Modell lohnt, hängt davon ab, ob einerseits ein neuer Prozessor verwendet werden soll und ob erweitertes Overclocking ein Thema ist.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Strix X299-E Gaming II:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Strix X299-E Gaming II:

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming II ist von ASUS gestaltet worden, wie es eigentlich gleich von Anfang an hätte sein sollen. Die Platine besitzt eine sehr gute CPU-Spannungsversorgung und eine ebenso gute VRM-Kühlung.

Persönliche Meinung

Von der Hardware-Seite her wurde ich vom ASUS ROG Strix X299-E Gaming II nicht enttäuscht, allerdings schon etwas vom BIOS, was ich so von ASUS nicht gewohnt bin. Allerdings bin ich mir sicher, dass ASUS ziemlich schnell neue BIOS-Updates bereitstellen wird, welches das MultiCore-Enhancement-Feature wieder richtig arbeiten lässt.

Wenn man die erste und neue Version miteinander vergleicht, dann liegen bezogen auf die CPU-Spannungsversorgung und dessen Kühlung regelrecht Welten dazwischen. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Strix X299-E Gaming II
442,00 Euro 399,90 Euro Ab 392,60 EUR