'Günstiger' ROG-Einstieg: ASUS ROG Strix X570-E Gaming im Test

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asus rog strix x570 e gaming 004 logoASUS' X570-E Gaming entstammt aus der ROG-Strix-Serie, das den preisbewussteren Interessenten ansprechen soll. Auf dem ersten Blick muss der Interessent im Vergleich zur ROG-Crosshair-VIII-Reihe wenig verzichten. In diesem Test wollen wir die Unterschiede festhalten und herausfinden, wie sich die Platine gegenüber den anderen X570-Mainboards schlägt.

Schon seit einigen Jahren bietet ASUS neben den Premium-ROG-Platinen außerdem die Strix-Mainboards an, die den Einstieg in die ROG-Welt darstellen. Während die Ausstattung reduziert wird, wird gleichzeitig der Preis weiter unten positioniert. Unter genau dort kommt auch das neue ASUS ROG Strix X570-E Gaming ins Spiel. Ab 314 Euro wechselt dieses Modell den Besitzer und ist damit rund 100 Euro günstiger als das ROG Crosshair VIII Hero (Hardwareluxx-Test).

Wenn man das ASUS ROG Strix X570-E Gaming das erste Mal in den Händen hält, ist die Ähnlichkeit zur Crosshair-Serie unverkennbar. Es handelt sich schlicht um Details, die ASUS beim Strix-Modell eingespart hat. Zur Grundausstattung zählen natürlich vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, einige Erweiterungssteckplätze, USB-Schnittstellen der aktuellen Generationen und natürlich auch genügend Storage-Anschlüsse.

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Die direkte Verwandtschaft mit den ROG-Crosshair-VIII-Modellen ist ganz deutlich zu erkennen. Denn die Kühler-Designs und auch die Plastikabdeckungen sind sich sehr ähnlich. Das Ganze auf einem schwarzen PCB im ATX-Format.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ROG Strix X570-E Gaming wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Strix X570-E Gaming in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Strix X570-E Gaming
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel PGA AM4 (für Picasso, Pinnacle Ridge und Matisse)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/Spulen 17 Stück
(16x CPU, 1x RAM)
Preis
ab 314 Euro
Webseite ASUS ROG Strix X570-E Gaming
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung AMD X570 Chipsatz, aktiv
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 4.400 MHz mit Ryzen-3000-Serie, max. 3.600 MHz mit Ryzen-2000-Serie
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire 2-Way-SLI, 3-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 4.0/3.0 x16 (x16/x8) über CPU (PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000)
1x PCIe 4.0 x16 (x4) über AMD X570 (1x shared, PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000)
2x PCIe 4.0 x16 (x4) über AMD X570 (shared)

SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
8x SATA 6GBit/s über AMD X570
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0/3.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0/3.0 x4 über AMD X570
USB CPU: 4x USB 3.2 Gen2/1 (4x extern, USB 3.2 Gen2 nur mit Ryzen 3000)
Chipsatz: 5x USB 3.2 Gen2 (4x extern, 1x intern), 2x USB 3.2 Gen1 (2x intern), 4x USB 2.0 (4x intern)
Grafikschnittstellen HDMI 2.0, DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200, Dual-Band,
bis 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
1x Realtek RTL8125-CG 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec (ROG SupremeFX)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin adressierbare RGB-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin WPump+-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
2x 4-Pin System-FAN-Header
1x 4-Pin M.2-FAN-Header
Onboard-Komfort USB-BIOS-Flashback-Button, Diagnostic-LED, Status-LEDs
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes Zubehör befindet sich in der Verpackung:

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Abgesehen vom Mainboard selbst hat ASUS außerdem das Mainboard-Handbuch, ROG-Sticker, vier SATA-Kabel und natürlich auch die WLAN-Antenne beigelegt. Doch befinden sich noch weitere Beigaben, wie zwei RGB-Verlängerungskabel, sechs Kabelbinder, ein Thermistor-Kabel und auch zwei M.2-Gewinde inklusive Schraube. Das ROG-Türschild kann als kleines Gemmick bezeichnet werden.


Mit dem X570-FCH unternimmt AMD im Vergleich zum X370- und X470-FCH einen großen Schritt nach vorne, denn der X570-FCH ist der erste Chipsatz, welcher das PCI-Express-4.0-Feature im Desktop-Segment etabliert. Gleichzeitig erhöht sich auch die Anzahl der Lanes von 8 auf 16 Stück, von denen sich 12 Stück flexibel durch die Mainboard-Hersteller verteilen lassen. Die Anbindung zwischen CPU und Chipsatz erfolgt über einen Down- und Uplink mit PCIe 4.0 x4 (Ryzen 3000).

Wird stattdessen ein Ryzen-2000-Prozessor (Zen+, Pinnacle Ridge) verwendet, erfolgt der Chipsatz-Downlink im PCIe-3.0-x4-Modus und demnach mit 32 GBit/s statt 64 GBit/s. Vom X570-Chipsatz aus werden gleich achtmal USB 3.2 Gen2 und bis zu 12 SATA-6GBit/s-Ports bereitgestellt, wobei es auch vom Mainboard-Hersteller abhängt, wie viele M.2-Schnittstellen eingeplant wurden. Zur Wahl stehen folgende Konstellationen: 2x NVMe (PCIe 4.0 x4) + 4x SATA 6GBit/s, 1x NVMe + 8x SATA 6GBit/s oder 3x NVMe.

Ausgehend von einer Matisse-CPU (Zen2, Ryzen 3000) werden weitere 24 PCIe-4.0-Lanes zur Verfügung gestellt. 16 Stück wandern an bis zu zwei mechanischen PCIe-4.0-x16-Steckplätzen primär für die Grafikkarte(n). Die Aufteilung erfolgt entweder mit x16/x0 oder mit x8/x8. Doch acht weitere PCIe-4.0-Lanes bleiben übrig: Vier Stück dienen als Chipsatz-Downlink und die restlichen vier Lanes lassen sich wahlweise als 1x NVMe (PCIe 4.0 x4), 2x SATA und 1x NVMe (PCIe 4.0 x2) oder 2x NVMe (PCIe 4.0 x2) realisieren. Hinzu kommen dann noch vier USB-3.2-Gen2-Schnittstellen.

In der Summe wandern somit 40 PCIe-4.0-Lanes in die X570-Mainstream-Plattform. Einschränkungen gibt es natürlich dann, wenn der Anwender sich dazu entschließt, eine Pinnacle-Ridge-CPU (Ryzen 2000) zu nutzen, da dieser Prozessor 24 PCIe-3.0-Lanes und "nur" vier USB-3.1-Gen1-Ports zu bieten hat.

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Die folgende Tabelle ermöglicht einen übersichtlichen Vergleich zwischen den AMD-Chipsätzen:

Die AMD-Chipsätze im Überblick
Key-Feature
X570
X370/X470
B350/B450
A320
Fertigung 14 nm 55 nm
PCIe-3.0/4.0-Konfiguration (CPU) 1x16 oder 2x8 1x16 oder 2x8 1x16
Max. PCIe-2.0-Lanes - 8 6 4
Max. PCIe-4.0-Lanes 16 - - -
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 0/8 6/2 2/2 2/1
Max. USB-2.0-Ports 4 6 6 6
Max. SATA-6GBit/s-Ports 12 8 6 6
Multi-GPU SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX CrossFireX Nein
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja / Ja Ja / Ja Nein
RAID (0, 1, 10) Ja Ja / Ja Ja / Ja Ja
XFR Ja Ja / Ja Ja / Ja Ja
XFR 2 (*1) (Enhanced) Ja (Ja) Ja (Nein)/ Ja Ja (Nein)/ Ja Ja (Nein)
Precision Boost Overdrive Ja Nein / Ja Nein / Ja Nein
*1: Nur in Verbindung mit einer Pinnacle-Ridge/Matisse-CPU (Ryzen 2000/3000 Series)
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Beim ROG Strix X570-E Gaming verwendet ASUS einen ähnlich großen VRM-Kühler, der ebenfalls aus zwei Kühlkörpern besteht und mit einer Heatpipe verbunden sind. Doch er kühlt nicht nur die MOSFETs, sondern auch die Spulen. Auch der PCH-Kühler weist einen ähnlichen Aufbau auf. Der 40-mm-Radiallüfter ist identisch.

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Um den Sockel AM4 herum wurden insgesamt 16 Spulen platziert, die allerdings nicht nativ an den ASP1405I-PWM-Controller angebunden sind. 12 Spulen wird von jeweils einem Infineon-IR3555-MOSFET (60A) angefeuert und kümmern sich um die VCore. Die übrigen vier Spulen werden von jeweils einem IR3553-MOSFET (40A) angetrieben und sind für die CPU-SoC-Spannung verantwortlich.

Damit die Anbindung von 16 Spulen gelingt, werden jeweils zwei Spulen zusammengeschaltet, sodass wir es beim ASUS ROG Strix X570-E Gaming mit einem 6+2-Phasendesign zu tun haben. Ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss gewährleisten den Energieinput.

Zum Vergleich: Das ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) besitzt zwei VCore-Spulen mehr (real eine mehr), hat dafür aber zwei CPU-SoC-Spulen weniger (real eine weniger).

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Vier DDR4-DIMM-Steckplätze laden zu einem RAM-Ausbau bis 128 GB ein, wobei sich die maximal effektive Taktfrequenz nach der installierten CPU richtet. ASUS gibt mit Ryzen 3000 (Matisse) maximal 4.400 MHz an, mit Ryzen 2000 (Pinnacle Ridge) soll bis 3.600 MHz das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Ihren Strominput erhalten die DIMMs von einer Spule, welcher jedoch von vier SiRA14DP-MOSFETs mit Strom eingespeist wird.

Auf der linken Seite der DIMM-Slots sind einige FAN- und ein RGB-Header zu sehen, ein adressierbarer RGB-Header befindet sich am unteren PCB-Rand, genau wie die vier Status-LEDs und der USB-3.1-Gen2-Frontheader.

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Im Vergleich zum ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) hat das ROG Strix X570-E Gaming lediglich einen zusätzlichen PCIe-4.0-x1-Anschluss erhalten. Demnach sind in diesem Fall auf drei mechanische PCIe-4.0-x16- und zwei PCIe-4.0-x1-Erweiterungssteckplätze anzutreffen. Wie üblich, arbeiten die beiden obersten PCIe-4.0-x16-Anschlüsse direkt über die CPU, der Rest über den X570-Chipsatz.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-CrossFireX
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
PCIe 4.0 x1 x1 (X570) - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 4.0 x1 x1 (X570) - - -
PCIe 4.0 x16 x4 (X570) - - x4
Hinweis: Die beiden CPU-seitigen PCIe-x16-Steckplätze arbeiten nur mit einer Ryzen-3000-CPU im PCIe-4.0-Modus. Dies schließt auch die beiden PCIe-4.0-x1-Slots und den untersten PCIe-4.0-x16-Anschluss ein. Mit Ryzen 2000 ist jeweils der PCIe-3.0-Modus aktiv. Der untere PCIe-4.0-x1-Steckplatz teil sich seine Anbindung mit dem untersten PCIe-4.0-x16-Slot, sodass Letzterer höchstens im x2-Modus arbeitet, wenn der PCIe-4.0-x1-Slot belegt ist.

Oben und unten wurden zwei M.2-M-Key-Schnittstellen berücksichtigt. Oben installierte SSDs gehen über die CPU ans Werk und unten über den X570-PCH. In beiden Fällen ist Platz für ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 11 cm. Zwei M.2-Kühler sind mit inkludiert. Unten am PCB-Rand sind die Diagnostic-LED, zwei USB-2.0- und ein USB-3.2-Gen1-Header zugänglich.

Am linken Rand wurde von ASUS das ROG-SupremeFX-Audio-Feature untergebracht. Der umgelabelte Realtek ALC1220 wird von zehn Audio-Kondensatoren und auch einem starken Kopfhörerverstärker unterstützt. Dadrüber sitzt der SuperI/O-Controller und dadrüber Intels I211-AT-Gigabit-LAN-Controller. Realteks RTL8125-CG sitzt weiter oben rechts und kommt auf eine maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit von 2,5 GBit/s.


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Alle acht angewinkelten SATA-6GBit/s-Buchsen arbeiten nativ mit dem X570-Chipsatz zusammen und ermöglichen eine Storage-Erweiterung.

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Das I/O-Panel bietet folgende Anschlüsse (von links nach rechts und von oben nach unten):

Die I/O-Blende des ROG-Strix-X570-Flaggschiff ist ebenfalls vormontiert, sodass die Blende nicht versehentlich vergessen werden kann. Und das I/O-Panel an sich wurde unserer Ansicht nach großzügig bestückt. Insgesamt acht USB-3.2-Gen2-Schnittstellen (einmal in Typ-C) in Verbindung mit einer Ryzen-3000-CPU sind schon eine Ansage. Der 4er-Tower an USB-Anschlüssen geht mit einem Pinnacle-Ridge-Prozessor mit der USB-3.2-Gen1-Spezifikation ans Werk.

Mit dem Intel-Wi-Fi-6-AX200-Modul ist eine WLAN-Verbindung bis 2,4 GBit/s möglich und mit Bluetooth 5.0 wird die aktuelle Version unterstützt. Die mitgelieferte WLAN-Antenne findet an den beiden Gewinden ihren Platz. Alternativ bieten sich ein Gigabit- und 2,5-GBit/s-LAN-Anschluss für die kabelgebundene Netzwerkverbindung an. Wird eine APU (Picasso) verwendet, kann die integrierte Grafikeinheit mit dem DisplayPort-1.2- und HDMI-2.0-Grafikausgang angesprochen werden.

Übrig bleiben dann die obligatorischen Audio-Anschlüsse und als Komfort den USB-BIOS-Flashback-Button.

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Das Gesamtlayout des ASUS ROG Strix X570-E Gaming weiß zu gefallen. Unter dem obersten PCIe-4.0-x16-Steckplatz wurde ein Slot freigelassen, sodass beim Einsatz einer Dual-Slot-Grafikkarte keine Steckplatz unbrauchbar wird. Mit einer Triple-Slot-Karte hingegen wird der PCIe-4.0-x1-Steckplatz überdeckt.

Die Öffnung des PCH-Lüfters entspricht der Mesh-Lösung und hat nach längerem Einsatz den Nachteil, dass diese sich mit Staub zusetzt. In dem Fall kann die Abdeckung allerdings mit zwei Schrauben gelöst, entfernt und gereinigt werden.


BIOS

Zum Testzeitpunkt war die BIOS-Version 1005 aktuell, die wir mit der Instant-Flash-Funktion problemlos aufspielen konnten. Zuvor wurden von ASUS bereits einige BIOS-Updates für das ROG Strix X570-E Gaming angeboten, die einige Probleme behoben haben.

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Generell wurde die UEFI-Optik weiter beibehalten. Dabei werden die einzelnen Punkte in Gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (DOCP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine dedizierte "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

Overclocking

Mit beachtlichen 16 CPU- und einer RAM-Spule und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features ist das ASUS ROG Strix X570-E Gaming hervorragend für die Übertaktung vorbereitet. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können, sofern gewünscht.

Auf dem ASUS ROG Strix X570-E Gaming ist eine Veränderung des Grundtakts von 96 MHz bis 118 MHz in 1-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender der Override- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,75000 Volt bis 2,00000 Volt in 0,00625-Volt-Intervallen verändern. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,50000 Volt bis +0,50000 Volt in ebenfalls 0,00625-Volt-Schritten. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Strix X570-E Gaming in der Übersicht
Base Clock Rate 96 MHz bis 118 MHz in 1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,75000 Volt bis 2,00000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Override-Modus)
-0,50000 V bis +0,50000 V in 0,00625-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,20000 V bis 1,80000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,75000 Volt bis 1,80000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Override-Modus)
-0,50000 V bis +0,50000 V in 0,00625-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-VDD18-Spannung 1,80000 V bis 2,20000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP-Spannung - nicht möglich -
FCH-Core-Spannung 1,00000 Volt bis 1,05000 Volt in 0,00500-Volt-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen 2,5 Volt SB, VTTDDR, VPP_MEM, VDDP Standby
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 44 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (D.O.C.P.)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und ein optionaler Fan,
CPU-LLC Level 1-5

Genau wie beim ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) konnten wir den Ryzen 7 2700X stabil mit 4,3 GHz auf allen acht Kernen betreiben. Die hierfür benötigte CPU-Spannung betrug ebenfalls 1,315 Volt. Unterhalb dieser Spannung konnten wir zwar problemlos booten, war allerdings nicht stabil.

Die VRM-Kühler wurden jedoch mit etwas über 65°C etwas warm, liegt jedoch noch im Rahmen, auch wenn die darunter befindlichen MOSFETs natürlich noch wesentlich wärmer sind als der Kühlkörper selbst.

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Für den RAM-OC-Test haben wir das 16-GB-Kit Patriot Viper Gaming DDR4-4133 verwendet, sodass schon von vornherein klar war, dass der effektive Takt von 4.133 MHz vom Ryzen 7 2700X nicht gestemmt werden kann. Nicht ohne Grund gibt ASUS für die zweite Ryzen-Generation effektive RAM-Taktraten bis 3.600 MHz an. Allerdings gelang uns in diesem Fall ein maximaler RAM-Takt von 3.466 MHz. Zudem mussten wir die Timings auf CL19-19-19-42 erhöhen. Insgesamt haben wir uns da etwas mehr erhofft.

Der PCH-Lüfter im Detail

Während die Einführung von PCI-Express 4.0 das größte Highlight der dritten Ryzen-Generation und der X570-Mainboards darstellt, ist der im Regelfall eingesetzte Chipsatz-Lüfter der größte Kritikpunkt, der bereits ausgiebig diskutiert wurde. Dass eine passive Kühlung des X570-FCHs möglich ist, beweist Gigabyte mit dem X570 AORUS Xtreme. Von einigen wenigen X570-Platinen mit Full-Cover-Wasserkühlung (ASRock X570 Aqua) abgesehen, verfügen alle anderen Modelle über einen Lüfter.

Der Grund für die aufgekommene Kritik liegt dabei in der Vergangenheit. Zu AMDs Sockel-939-Zeit war ASUS' A8N-SLI-Mainboardserie sehr beliebt, wenn man vom Chipsatzlüfter absieht, denn dieser war unerträglich laut. Abhilfe bot das A8N-SLI Premium, das über eine Heatpipe verfügte und somit für Ruhe sorgte. Aufgrund der erhöhten TDP von 11 W des X570-Chipsatzes wird gerade beim Einsatz der 16 PCIe-4.0-Lanes eine erweiterte Kühlung benötigt, die in Form eines Lüfters Einzug hält.

Auf dem ASUS ROG Strix X570-E Gaming kommt derselbe 40-mm-Radiallüfter von Delta zum EInsatz, der auf dem ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) verbaut wurde, welcher ohne PCIe-4.0-Nutzung bereits mit 2.500 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute tourte. Was sich hoch liest, äußerste sich jedoch nicht in störender Kulisse. Auch während des PCIe-4.0-x4-SSD-Benchmarks wurde der Lüfter nicht aufdringlich, sondern war nur leicht wahrnehmbar. Generell wird die Lüftergeschwindigkeit sehr gemächlich erhöht und gesenkt.

Dennoch haben wir die Möglichkeit vermisst, den Chipsatzlüfter zu steuern und sei es mittels drei Semi-Passiv-Modi, wie es bei den MSI-X570-Mainboards der Fall ist. Weder im BIOS noch per Software wird eine Möglichkeit geboten. Unter Umständen wird ASUS eine entsprechende Möglichkeit mittels BIOS-Update nachreichen, wir hoffen es jedenfalls.

Davon abgesehen ist die frische Luftzufuhr etwas eingeschränkt, wenn sich im obersten PCIe-x16-Steckplatz eine potente Grafikkarte mit entsprechend großem Kühler befindet, da die Karte in diesem Fall den Lüfter überdeckt.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Strix X570-E Gaming getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests - mit konstant 2.933 MHz und den Timings CL16-16-16-35 2T dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Strix X570-E Gaming mussten wir den Turbo-Modus deaktivieren, damit ein fairer Vergleich gezogen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 xCPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grundperformance liegt genau dort, wo sie liegen soll. Da gibt es nichts zu beanstanden.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das ASUS ROG Strix X570-E Gaming bootet verglichen mit den anderen beiden Probanden sehr flink. Laut der Stoppuhr waren es lediglich 11,83 Sekunden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Strix X570-E Gaming hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Hinzu kommt schließlich noch ein WLAN- und Bluetooth-Modul.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Default-Settings verbrauchte das ASUS ROG Strix X570-E Gaming im Idle, kombiniert mit dem Restsystem 61,1 Watt und positioniert sich gar ein wenig oberhalb vom ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi).

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Last mit Cinebench R15 liegen beide ASUS-Platinen ziemlich gleichauf mit um die 190 Watt. MSIs MEG X570 Ace und Gigabytes X570 I AORUS Pro WiFi liegen dagegen weiter unterhalb.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Prime95 hat sich das ROG Strix X570-E Gaming von den bisher vier getesteten X570-Mainboards mit 176,3 Watt am meisten genehmigt. Dicht gefolgt vom ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi).

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

In Sachen VCore legt das ASUS Strix 1,248 Volt, genau wie das kleine Gigabyte-Platinchen.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS haben wir den Realtek-2,5-GBit/s-Controller und das WLAN/Bluetooth-Modul deaktiviert. Alleine dadurch wurden im Leerlauf 2,1 Watt eingespart.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Nach dem zweiten Cinebench-Durchgang zeigte unser Verbrauchsmessgerät einen Wert von 186,5 Watt, was einer Differenz zum vorherigen Wert von 2,8 Watt entspricht.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Exakt denselben Wert konnten wir nun mit Prime95 beobachten.

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich erwartungsgemäß nichts verändert und betrug weiterhin 1,248 Volt.

Es überrascht schon ein wenig, dass das ROG Strix X570-E Gaming etwas mehr Strom verbraucht als das größere ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi), wobei der VRM-Bereich bei beiden Modellen ähnlich gestaltet wurde. Nichtsdestotrotz sind es keine gravierenden Unterschiede.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Strix X570-E Gaming stellt insgesamt bis zu neun USB-3.2-Gen2-Schnittstellen mit einer Ryzen-3000-CPU bereit. Acht Stück befinden sich am I/O-Panel und ein Anschluss wird über einen Onboard-Header ermöglicht. Von den neun Ports arbeiten vier Stück über die Ryzen-3000-CPU und fünf Stück mit dem X570-Chipsatz. In Verbindung mit einem Ryzen-Prozessor der zweiten Generation arbeiten vier Ports am I/O-Panel mit der USB-3.2-Gen1-Spezifikation.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.2-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Ob nun der Ryzen 5 3600X oder der X570-Chipsatz, beide bieten eine performance USB-3.2-Gen2-Performance. Im Detail betrachtet hebt sich die Leistung über die CPU etwas vom Chipsatz ab. Im Regelfalls sind es in beiden Fällen allerdings jeweils über 800 MB/s, was sehr flott ist.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Strix X570-E Gaming insgesamt zwei Stück an (mit einer Ryzen-2000-CPU sechs Stück). Am I/O-Panel befinden sich vier Ports (Ryzen 2000), intern zwei Stück über den Header. Für den USB-3.2-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.2-Gen2-Lösung verwendet.

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Die oben dargestellte USB-3.2-Gen1-Performance erfolgte über den PCH und kann im Grunde als solide bezeichnet werden, obwohl Intels Z390-Chipsatz beispielsweise mehr Leistung herauskitzelt. Sowohl im Lesen als auch im Schreiben kratzen die Werte fast an der 400-MB/s-Marke.

SATA-6GBit/s-Performance

Das ASUS ROG Strix X570-E Gaming stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X570-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Auch die SATA-Transferraten mit bis zu 526 MB/s lesend und 457 MB/s schreibend liegen zwar in einem guten Bereich, sind allerdings auch hier hinter dem Z390-Chipsatz.

M.2-Performance

Auf dem ASUS ROG Strix X570-E Gaming halten sich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung über die Ryzen-3000-CPU und Chipsatz bereit. Mit einer Ryzen-2000-CPU arbeitet der obere M.2-Anschluss mit der PCIe-3.0-x4-Spezifikation.

Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.3 und bedient sich an vier Gen4-Lanes vom Chipsatz und vom Prozessor.

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Verglichen mit dem Rest kann sich die M.2-Leistung allerdings sehen lassen. Über den Ryzen 5 3600X und über den X570-Chipsatz wurden im Lesen um die 5.000 MB/s und im Schreiben etwas über 4.270 MB/s erreicht.


Auch wenn ASUS mit dem ROG Strix X570-E Gaming trotz Flaggschiff-Position die Absicht verfolgt, den Interessenten mit der Strix-Serie einen günstigeren Einstieg in die Republic-Of-Gamers-Produktfamilie zu ermöglichen, ist die Ähnlichkeit zum bereits durchleuchteten ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) (Hardwareluxx-Test) nicht von der Hand zu weisen. Zwar wurde der VRM-Bereich marginal abgespeckt, dennoch zeigte sich im CPU-Overclocking-Test eine ebenfalls hervorragende Performance. Dagegen hatten wir uns beim RAM-Overclocking etwas mehr Takt erhofft, denn bei effektiv 3.466 MHz war Schluss.

Generell wurde beim ASUS ROG Strix X570-E Gaming der Onboard-Komfort verringert. Ein Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button fehlt beispielsweise. Geblieben sind die Diagnostic-LED und der USB-BIOS-Flashback-Button am I/O-Panel. Auch die Anzahl an USB-Ports fällt beim Strix-Modell natürlich geringer aus. Identisch sind allerdings die beiden LAN-Ports mit 1 GBit/s und 2,5 GBit/s sowie das WLAN-ax- und Bluetooth-5.0-Modul von Intel (Wi-Fi 6 AX200). Dies gilt auch für die beiden M.2-M-Key-Schnittstellen und die acht SATA-6GBit/s-Ports.

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Der PCH-Lüfter ist verständlicherweise ebenfalls identisch und verhält sich exakt so wie beim ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) in einer nicht aufdringlichen Art und Weise. Dafür allerdings ist es weiterhin nicht möglich, den Lüfter manuell zu steuern oder unterschiedliche Profile auszuwählen, wie es bei MSI und bei Gigabyte der Fall ist. Kritisieren müssen wir auch bei diesem ASUS-Modell, dass die Lüfter-Position eher suboptimal ausfällt, da die Grafikkarte die Luftzufuhr einschränkt.

Da stellt sich nun die Frage, für wen das ASUS ROG Strix X570-E Gaming die richtige Wahl ist. Wenn generell das Interesse an einem ROG-Mainboard mit X570-Chipsatz besteht, der Aufpreis von etwa 100 Euro für das ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) zuviel des Guten ist, kann bedenkenlos zum ROG Strix X570-E Gaming, das von der Overclocking-Performance her ähnlich aufgestellt ist. Allerdings muss dann in Kauf genommen werden, dass der Onboard-Komfort geringer ausfällt.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Strix X570-E Gaming:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Strix X570-E Gaming:

Auch das ASUS ROG Strix X570-E Gaming ist ein gut ausgestattetes X570-Mainboard, liefert gute Performancewerte und hat eine umfangreiche CPU-Spannungsversorgung zu bieten und kostet rund 100 Euro weniger als das ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi). Allerdings muss auf erweiterten Onboard-Komfort verzichtet werden.

Persönliche Meinung

Das ASUS ROG Strix X570-E Gaming stellt den günstigeren ROG-Einstieg dar und bietet teilweise eine ähnliche Ausstattung wie das ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi). Immerhin lassen sich dadurch 100 Euro einsparen. Für ein paar Euro weniger böte sich das ROG Strix X570-F Gaming an, wobei sich der Unterschied in Grenzen hält. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Strix X570-E Gaming
Nicht verfügbar 309,90 Euro Ab 303,99 EUR