FCH-Lüftersteuerung in drei Modi: Das MSI MEG X570 Ace im Test

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msi meg x570 ace 004 logoZwar ist das MEG X570 Ace offizielles Mitglied der Enthusiast-Gaming-Serie, allerdings stellt dieses Modell nicht die Speerspitze dar. Nichtsdestotrotz wurde das MEG X570 Ace von MSI ordentlich bestückt, wie wir in diesem Test feststellen werden. Implementiert wurde auch eine Semi-Passiv-Kühlung mit drei Profilen für den Chipsatz.

Auch MSI hat eine ganze Palette an X570-Mainboards auf die Beine gestellt. Angefangen von der Pro-Serie über Arsenal-Gaming, Performance-Gaming und schließlich bis zur Enthusiast-Gaming-Reihe. Für die High-End-Serie zeigt sich die Enthusiast-Gaming-Serie verantwortlich, in der auch das MSI MEG X570 Ace festes Mitglied ist.

MSI verlässt sich beim MEG X570 Ace auf das ATX-Format und verbaut vom AM4-Sockel und den vier DDR4-DIMM-Steckplätzen abgesehen, drei PCIe-4.0-x16-, zwei PCIe-4.0-x1-Slots, gleich dreimal M.2, dazu vier SATA-6GBit/s-Ports und insgesamt 17 USB-Schnittstellen. Mit an Bord ist auf den ersten Blick eine starke CPU-Spannungsversorgung, um auch für die größeren Zen2-Kaliber gut gerüstet zu sein. Schauen wir uns demnach das MSI MEG X570 Ace im Detail an.

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Das ATX-PCB selbst ist schwarz, genau wie die meisten Anschlüsse selbst auch. Die VRM- und M.2-Kühler und auch der Chipsatz-Kühlkörper bilden eine Schwarz-Grau-Gold-Farbkombination. Dahingehend ist das I/O-Panel-Cover und der Anhang in Schwarz mit goldener Schrift eingefärbt worden.

Die technischen Eigenschaften

Das MSI MEG X570 Ace wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI MEG X570 Ace in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
MEG X570 Ace
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel PGA AM4 (für Raven Ridge, Picasso, Pinnacle Ridge und Matisse)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 15 Stück
(14x CPU, 1x RAM)
Preis
ab 377 Euro
Webseite MSI MEG X570 Ace
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz, Kühlung AMD X570 Chipsatz, semi-passiv mit drei Modi
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 4.600 MHz mit Ryzen-3000-Serie, max. 3.600 MHz mit Ryzen-2000-Serie, max. 3.200 MHz mit Ryzen-1000-Serie (inkl. Raven Ridge)
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs) mit Ryzen 3000
max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs) mit Ryzen 2000
SLI / CrossFire 2-Way-SLI, 3-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 4.0/3.0 x16 (x16/x8) über CPU (PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000)
1x PCIe 4.0 x16 (x4) über AMD X570 (PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000)
2x PCIe 4.0 x1 über AMD X570 (shared, PCIe 4.0 nur mit Ryzen 3000)

SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
4x SATA 6GBit/s über AMD X570
1x M.2 M-Key mit PCIe 4.0/3.0 x4 über CPU
2x M.2 M-Key mit PCIe 4.0/3.0 x4 über AMD X570
USB CPU: 2x USB 3.2 Gen2/1 (2x extern, USB 3.2 Gen2 nur mit Ryzen 3000), 2x USB 3.2 Gen1 (2x extern)
Chipsatz: 3x USB 3.2 Gen2 (2x extern, 1x intern), 4x USB 3.2 Gen1 (4x intern), 6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern)
Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax über Intel Wi-Fi 6 AX200, Dual-Band,
bis 2,4 GBit/s, Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
1x Realtek RTL8125-CG 2,5-GBit/s-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec (Audio Boost HD)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
1x 4-Pin RGB-Header
2x 3-Pin Rainbow-RGB-Header
1x 3-Pin Corsair-Header
FAN- und WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin WPump-FAN-Header
5x 4-Pin System-FAN-Header
Onboard-Komfort Power-Button, Reset-Button, CMOS-Clear-Button, Game-Boost-Knob, Diagnostic-LED, Status-LEDs
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes Zubehör befindet sich in der Verpackung:

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Die WLAN-Antenne und alle anderen Kabel wurden in einem kleinen Säckchen mitgeliefert. Dazu zählen vier SATA-Kabel und diverse RGB-Verlängerungskabel. Des Weiteren liefert MSI auch das Mainboard-Handbuch, einen Quick-Start-Guide, SATA-Kabel-Aufkleber und natürlich auch die bekannte Infokarte zur Produktregistrierung. Aber auch drei M.2-Schrauben liegen bei.


Mit dem X570-FCH unternimmt AMD im Vergleich zum X370- und X470-FCH einen großen Schritt nach vorne, denn der X570-FCH ist der erste Chipsatz, welcher das PCI-Express-4.0-Feature im Desktop-Segment etabliert. Gleichzeitig erhöht sich auch die Anzahl der Lanes von 8 auf 16 Stück, von denen sich 12 Stück flexibel durch die Mainboard-Hersteller verteilen lassen. Die Anbindung zwischen CPU und Chipsatz erfolgt über einen Down- und Uplink mit PCIe 4.0 x4 (Ryzen 3000).

Wird stattdessen ein Ryzen-2000-Prozessor (Zen+, Pinnacle Ridge) verwendet, erfolgt der Chipsatz-Downlink im PCIe-3.0-x4-Modus und demnach mit 32 GBit/s statt 64 GBit/s. Vom X570-Chipsatz aus werden gleich achtmal USB 3.2 Gen2 und bis zu 12 SATA-6GBit/s-Ports bereitgestellt, wobei es auch vom Mainboard-Hersteller abhängt, wie viele M.2-Schnittstellen eingeplant wurden. Zur Wahl stehen folgende Konstellationen: 2x NVMe (PCIe 4.0 x4) + 4x SATA 6GBit/s, 1x NVMe + 8x SATA 6GBit/s oder 3x NVMe.

Ausgehend von einer Matisse-CPU (Zen2, Ryzen 3000) werden weitere 24 PCIe-4.0-Lanes zur Verfügung gestellt. 16 Stück wandern an bis zu zwei mechanischen PCIe-4.0-x16-Steckplätzen primär für die Grafikkarte(n). Die Aufteilung erfolgt entweder mit x16/x0 oder mit x8/x8. Doch acht weitere PCIe-4.0-Lanes bleiben übrig: Vier Stück dienen als Chipsatz-Downlink und die restlichen vier Lanes lassen sich wahlweise als 1x NVMe (PCIe 4.0 x4), 2x SATA und 1x NVMe (PCIe 4.0 x2) oder 2x NVMe (PCIe 4.0 x2) realisieren. Hinzu kommen dann noch vier USB-3.2-Gen2-Schnittstellen.

In der Summe wandern somit 40 PCIe-4.0-Lanes in die X570-Mainstream-Plattform. Einschränkungen gibt es natürlich dann, wenn der Anwender sich dazu entschließt, eine Pinnacle-Ridge-CPU (Ryzen 2000) zu nutzen, da dieser Prozessor 24 PCIe-3.0-Lanes und "nur" vier USB-3.1-Gen1-Ports zu bieten hat.

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Die folgende Tabelle ermöglicht einen übersichtlichen Vergleich zwischen den AMD-Chipsätzen:

Die AMD-Chipsätze im Überblick
Key-Feature
X570
X370/X470
B350/B450
A320
Fertigung 14 nm 55 nm
PCIe-3.0/4.0-Konfiguration (CPU) 1x16 oder 2x8 1x16 oder 2x8 1x16
Max. PCIe-2.0-Lanes - 8 6 4
Max. PCIe-4.0-Lanes 16 - - -
Max. USB-3.2-Gen1/2-Ports 0/8 6/2 2/2 2/1
Max. USB-2.0-Ports 4 6 6 6
Max. SATA-6GBit/s-Ports 12 8 6 6
Multi-GPU SLI / CrossFireX SLI / CrossFireX CrossFireX Nein
RAM Channel/DIMMs pro Kanal 2/2 2/2 2/2 2/2
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja / Ja Ja / Ja Nein
RAID (0, 1, 10) Ja Ja / Ja Ja / Ja Ja
XFR Ja Ja / Ja Ja / Ja Ja
XFR 2 (*1) (Enhanced) Ja (Ja) Ja (Nein)/ Ja Ja (Nein)/ Ja Ja (Nein)
Precision Boost Overdrive Ja Nein / Ja Nein / Ja Nein
*1: Nur in Verbindung mit einer Pinnacle-Ridge/Matisse-CPU (Ryzen 2000/3000 Series)
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Wir haben das MSI MEG X570 Ace natürlich entkleidet, damit das blanke PCB zum Vorschein kommt. Besonders interessant sind die VRM-Kühler und der Chipsatz-Kühlkörper. Alle Komponenten sind nämlich mit einer Heatpipe verbunden. Nicht zu vergessen: Der X570-Chipsatz wird auf dem MSI MEG X570 Ace ebenfalls aktiv gekühlt. Für diesen Zweck setzt MSI auf einen 40-mm-Axiallüfter mit der TwinFrozr-Technologie.

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Für den AM4-Prozessor wurden insgesamt 14 Spulen vorgesehen, von denen 12 Stück gedoubled wurden und rein für die VCore gedacht sind. Die zwei übrigen Spulen versorgen den CPU-SoC mit Strom. Jede Spule bekommt ihren Input von einem IR3555M-PowIRstage-MOSFET. Mit gleich zwei 8-Pin-EPS12V-Stromanschlüssen ist genügend Luft nach oben für die großen Kaventsmänner, wie den Ryzen 9 3900X und Ryzen 9 3950X. Als PWM-Controller verwendet MSI den IR35201 von International Rectifier, der bekanntlich maximal acht Spulen managen kann.

Aus diesem Grund wurden auf der PCB-Rückseite sechs IR3599-Phasendoppler verlötet. Demnach werkelt effektiv gesehen ein 6+2-Phasendesign auf dem MSI MEG X570 Ace.

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Wie bei MSI im höheren Preissegment üblich, wurden die vier DDR4-DIMM-Speicherplätze mit dem Steel-Armor-Feature versehen. Je nach CPU-Wahl kann die Platine bis zu 64 GB respektive 128 GB RAM aufnehmen. Ab Matisse (Ryzen 3000) werden bis zu 128 GB unterstützt, unterhalb davon maximal 64 GB.

Aber auch die maximal mögliche RAM-Taktfrequenz richtet sich nach der installierten CPU. Mit einem Ryzen-3000-Modell reicht die Spanne bis effektiv 4.533 MHz, mit Pinnacle Ridge sollte in der Regel ab 3.600 MHz Schluss sein. Am PCB-Rand wurden zahlreiche Lüfter- und RGB-Header verbaut.

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Auf dem MSI MEG X570 Ace bieten drei mechanische PCIe-4.0-x16- und zwei PCIe-4.0-x1-Steckplätze ihre Dienste an. Während die beiden oberen PCIe-4.0-x16-Slots über die CPU arbeiten, geht der Rest direkt über den X570-Chipsatz ans Werk. Bei den beiden PCIe-4.0-x1-Slots gilt zu beachten, dass keine simultane Nutzung möglich ist.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-CrossFireX
- - - - -
PCIe 4.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
PCIe 4.0 x1 x1 (X570) - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 4.0 x1 x1 (X570) - - -
PCIe 4.0 x16 x4 (X570) - - x4
Hinweis: Die beiden CPU-seitigen PCIe-x16-Steckplätze arbeiten nur mit einer Ryzen-3000-CPU im PCIe-4.0-Modus. Dies schließt auch die beiden PCIe-4.0-x1-Slots und den untersten PCIe-4.0-x16-Anschluss ein. Mit Ryzen 2000 ist jeweils der PCIe-3.0-Modus aktiv. Die beiden PCIe-4.0-x1-Steckplätze sind nicht simultan nutzbar. Der obere Slot wird deaktiviert, wenn sich im unteren Slot eine Karte befindet.

Dafür jedoch wurden gleich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen mit jeweils PCIe 4.0 x4 über den Chipsatz angebunden (mitte und unten). Der Obere Anschluss wurde hingegen an den CPU-Sockel und damit an den Prozessor mit PCIe 4.0/3.0 x4 angebunden.


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Aufgrund der beiden M.2-Schnittstellen über den Chipsatz, muss MSI dafür bei den SATA-6GBit/s-Ports etwas einsparen und verbaut lediglich vier Ports. Direkt links daneben sitzt die Diagnostic-LED, rechts davon einer von insgesamt zwei USB-3.2-Gen1-Headern für jeweils zwei Ports.

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Das I/O-Panel bietet folgende Anschlüsse (von links nach rechts und von oben nach unten):

Die gebotene Anschlussvielfalt passt zu der Oberklasse-Platine. Zu finden sind viermal USB in der USB-3.2-Gen2-Generation und dazu jeweils zwei Anschlüsse der ersten USB-3.2- und USB-2.0-Generation, ein PS/2-Port, dazu jeweils einmal 1-GBit/s- und 2,5-GBit/s-LAN und natürlich die üblichen Audioanschlüsse. Für erweiterten Komfort sorgen sowohl der CMOS-Clear- als auch der Flash-BIOS-Button. Übrig bleibt das WLAN-802.11a/b/g/n/ac/ax- und Bluetooth-5.0-Modul (Intel Wi-Fi 6 AX200).

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Separiert wurden natürlich die Audio-Komponenten untergebracht. Als Audio-Codec setzt MSI konsequenterweise auf Realteks ALC1220, zusammen mit elf Audio-Kondensatoren. Darüber wurde einerseits der Nuvoton NCT6798D-M als Super-I/O-Controller, Intels I211-AT-Netzwerkcontroller und Realteks RTL8125-CG-Netzwerkchip platziert.

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Ein Power-, Reset- und Game-Boost-Knob wurden unten rechts auf dem PCB hinterlassen. Mit Letzterem kann der AM4-Prozessor in sieben Stufen auf einfache, aber unpräzise Art übertaktet werden. Der Game-Boost-Knob wurde bereits auf vielen vergangenen MSI-Mainboards der Ober- und High-End-Klasse verbaut. Und dann ist da natürlich auch noch der USB-3.2-Gen2-Header für eine Typ-C-Schnittstelle, die dann über den X570-Chipsatz ans Werk geht.

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Das Gesamt-Layout des MSI MEG X570 Ace hat uns gut gefallen. Besonders positiv empfanden wir die Position des Chipsatzlüfters, der etwas weiter unten positioniert wurde und selbst mit einer installierten Grafikkarte noch Luft bekommt. Unterhalb des oberen Grafikports wurde ein Slot nicht besetzt, sodass im Falle einer Dual-Slot-Grafikkarte kein Anschluss überdeckt und somit unbrauchbar wird.

Unter dem Ace-Schriftzug wurde von MSI ein RGB-LED-Panel mit Spiegeleffekt hinterlassen, wie es bereits vom MSI MEG Z390 Godlike bekannt ist.


BIOS

Von MSI wurden wir mit der BIOS-Version 1.21 versorgt, die AMDs AGESA-Patch 1.0.0.3a beinhaltete. Mithilfe des M-Flash-Features war es ein Leichtes, das BIOS aufzuspielen.

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Bei der UEFI-Oberfläche orientiert sich MSI am bekannten Bild. So gibt es passend zur MEG-Serie eine Schwarz-Rot-Optik. Unterschieden wird weiterhin zwischen dem EZ- und Advanced-Modus. Auf dieser Übersichtsseite (EZ-Mode) erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Auf der Advanced-Oberfläche befindet sich mittig das MEG-Logo. Oben links hat MSI neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt. Rechts benachbart ist der A-XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "Game Boost"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass vom Hardware- in den Softwaremodus gewechselt werden kann. Ergänzt wurde noch ein weiterer virtueller Knopf, mit dem die XMP-Funktion direkt aktiviert werden kann.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Das Hauptaugenmerk des Boards ist zweifelsohne das Overclocking. Die extrem umfangreichen OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für den Overclocking-Enthusiasten kaum Wünsche offen. Dazu aber gleich mehr. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genau so ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige, ausgelesene Daten aufzeigt, wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, in dem der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

Overclocking

Mit beachtlichen 14 CPU-Spulen (effektiv 6+2), einer RAM-Spule und den zahlreichen Onboard- und BIOS-Features eignet sich das MSI MEG X570 Ace hervorragend zum Übertakten. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können.

Auf dem MSI MEG X570 Ace ist eine Veränderung des Grundtakts von 80,00 MHz bis 200,00 MHz in 0,05-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender der Override- und der Offset-Modus zur Auswahl. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,9000 V bis 2,0000 V in 0,0125-V-Intervallen verändern. Der Offset-Modus hingegen erlaubt die Veränderung der CPU-Spannung von -0,3000 V bis +0,3000 V in ebenfalls 0,0125-V-Schritten. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des MSI MEG X570 Ace in der Übersicht
Base Clock Rate 80,00 MHz bis 200,00 MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,9000 Volt bis 2,0000 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
-0,3000 V bis +0,3000 V in 0,0125-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,9000 Volt bis 1,5500 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
-0,3000 V bis +0,3000 V in 0,0125-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-VDD18-Spannung 1,600 V bis 2,400 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP-Spannung 0,700 V bis 1,400 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
FCH-Core-Spannung 0,850 Volt bis 1,500 Volt in 0,005-Volt-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen DRAM_VPP, DRAM CH_A/B VREF
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 43 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (D.O.C.P.)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und ein optionaler Fan,
CPU-LLC Level 1-8

Auch mit dem MSI MEG X570 Ace war ein stabiler Betrieb des Ryzen 7 2700X mit 4,3 GHz möglich. Allerdings mit dem Unterschied, dass mit 1,350 V etwas mehr Spannung im Vergleich zum ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) nötig war. Bei den VRM-Kühler-Temperaturen gab es nichts zu beanstanden. Die Kühler waren lediglich handwarm.

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Den maximalen, effektiven RAM-Takt konnten wir bis auf 3.600 MHz pushen. Mehr war allerdings nicht drin, ohne dass es instabil wurde. Die Timings lagen bei CL18-18-18-40 bei 1,35 V.

Der FCH-Lüfter im Detail

Während die Einführung von PCI-Express 4.0 das größte Highlight der dritten Ryzen-Generation und der X570-Mainboards darstellt, ist der im Regelfall eingesetzte Chipsatz-Lüfter der größte Kritikpunkt, der bereits ausgiebig diskutiert wurde. Dass eine passive Kühlung des X570-FCHs möglich ist, beweist Gigabyte mit dem X570 AORUS Xtreme. Von einigen wenigen X570-Platinen mit Full-Cover-Wasserkühlung (ASRock X570 Aqua) abgesehen, verfügen alle anderen Modelle über einen Lüfter.

Der Grund für die aufgekommene Kritik liegt dabei in der Vergangenheit. Zu AMDs Sockel-939-Zeit war ASUS' A8N-SLI-Mainboardserie sehr beliebt, wenn man vom Chipsatzlüfter absieht, denn dieser war unerträglich laut. Abhilfe bot das A8N-SLI Premium, das über eine Heatpipe verfügte und somit für Ruhe sorgte. Aufgrund der erhöhten TDP von 11 W des X570-Chipsatzes wird gerade beim Einsatz der 16 PCIe-4.0-Lanes eine erweiterte Kühlung benötigt, die in Form eines Lüfters Einzug hält.

Der Chipsatzlüfter auf dem MSI MEG X570 Ace misst einen Durchmesser von 45 mm und entspricht der Axial-Bauweise. MSI spricht zudem von der TwinFrozr-Technologie. Bereits im Vorfeld sickerte die etwas beruhigende Nachricht durch, dass MSI bei den X570-Mainboards drei Semi-Passiv-Modi für den Chipsatzlüfter anbieten wird. Die bereits zuvor kommunizierten Werte haben wir im BIOS verifiziert und können diese offiziell bestätigen.

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Dem Anwender stehen drei Semi-Passiv-Modi zur Auswahl: Silence Mode, Balance Mode und Boost Mode. Bei allen drei Modi dreht sich der Lüfter demnach nicht permanent, sondern je nach Last-Situation. Während der Lüfter im Idle ruht und demnach keine Geräuschkulisse erzeugen kann, beginnt er seine Arbeit je nach Modus und Last. Hinzu kommt allerdings auch die Möglichkeit, eine manuelle und feste Lüftergeschwindigkeit festzulegen, sodass selbst empfindliche Gemüter zufriedengestellt werden sollten.

Die drei Semi-Passiv-Modi im Überblick
Lüfter-Stufe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5
Silence Mode
FCH-TempStart<70°C75°C85°C95°C>
FAN-Speed (rpm)Stop-StufeStop2.4003.0004.000
FAN-Last30% bis 0%0%31%40%60%>
Balance Mode
FCH-TempStart<50°C72°C80°C95°C>
FAN-Speed (rpm)Stop-StufeStop3.0003.6005.000
FAN-Last30% bis 0%0%40%50%80%>
Boost Mode
FCH-TempStart<50°C70°C80°C95°C>
FAN-Speed (rpm)Stop-StufeStop3.6004.6005.500
FAN-Last30% bis 0%0%50%70%90%>

Und in der Praxis funktioniert das sogar recht gut. Beim Systemstart dreht der Lüfter zwar an, schaltet sich dann aber wieder ab und bleibt zunächst auch ausgeschaltet. In unserem Test (auch während des M.2-Tests) konnten wir ein Anlaufen des Lüfters nicht provozieren.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI MEG X570 Ace getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests - mit konstant 2.933 MHz und den Timings CL16-16-16-35 2T dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI MEG X570 Ace mussten wir den Turbo-Modus deaktivieren, damit ein fairer Vergleich gezogen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 xCPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Performance des MSI MEG X570 Ace ist insgesamt sehr gut und liegt mit dem ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) in etwa gleichauf.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Bei der Initialisierungsdauer gibt es mit 16,59 Sekunden zwar auch beim MSI MEG X570 Ace noch Verbesserungsbedarf, allerdings bootete die Platine etwa eine Sekunde schneller als das ASUS-Modell.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI MEG X570 Ace hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Hinzu kommt schließlich noch ein WLAN- und Bluetooth-Modul.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Trotz der ähnlichen Ausstattung geht das MSI MEG X570 Ace im Idle etwas effizienter mit dem Strom um. Die Differenz zum ASUS-Mainboard beträgt, ausgehend von 57,1 W, immerhin 1,5 W.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench R15 fällt der Unterschied noch größer aus mit 185,5 statt 190,4 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Absolut identisch ging es dann mit Prime95 zu, wo das Verbrauchsmessgerät in beiden Fällen 174,4 W angezeigt hatte.

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

MSIs MEG X570 Ace agiert trotz der minimal höheren VCore (1,256 V zu 1,240 V) unter Last energieeffizienter.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir lediglich das WLAN- und Bluetooth-Modul deaktivieren, was uns im Leerlauf immerhin 0,9 W eingespart hat.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Genau ein Watt weniger konnten wir in Verbindung mit Cinebench R15 feststellen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 wurden im Vergleich zu vorher sogar 1,7 W weniger der Steckdose entnommen.

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich natürlich nichts verändert.

Im direkten Vergleich zwischen dem MSI MEG X570 Ace und dem ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) fällt auf, dass die MSI-Platine insgesamt minimal effizienter ans Werk geht, auch wenn der Unterschied nicht allzu gravierend ausfällt.


USB-3.2-Gen2-Performance

Das MSI MEG X570 Ace stellt insgesamt bis zu fünf USB-3.2-Gen2-Schnittstellen mit einer Ryzen-3000-CPU bereit. Vier Stück befinden sich am I/O-Panel und ein Anschluss wird über einen Onboard-Header ermöglicht. Von den fünf Ports arbeiten zwei Stück über die Ryzen-3000-CPU und drei Stück mit dem X570-Chipsatz. In Verbindung mit einem Ryzen-Prozessor der zweiten Generation arbeiten zwei Ports am I/O-Panel stattdessen mit der USB-3.2-Gen1-Spezifikation.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.2-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Sowohl über den Ryzen 5 3600X als auch über den X570-Chipsatz wird eine gute USB-3.2-Gen2-Performance geboten, wobei die CPU noch etwas mehr Bandbreite herauskitzeln konnte. Als Peakwert wurden über den Prozessor 845 MB/s lesend und 905 MB/s schreibend ermittelt.

USB-3.2-Gen1-Performance

An USB-3.2-Gen1-Buchsen bietet das MSI MEG X570 Ace insgesamt sechs Stück an (mit einer Ryzen-2000-CPU acht Stück). Am I/O-Panel befinden sich zwei/vier Ports, intern vier Stück über zwei Header. F

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Mit unserem RAID-0-Gespann konnten wir keinen Benchmark durchführen, da sich eine Inkompatibilität gezeigt hatte. Alternativ haben wir uns den Extreme-Pro-USB-Stick von SanDisk geschnappt, der laut Hersteller auf eine Lese- und Schreibleistung bis 420 MB/s und 380 MB/s kommt. Diese wurden zwar nicht ganz erreicht, dennoch zeichnet sich ab, dass mit den USB-3.2-Gen1-Ports ansonsten alles im grünen Bereich ist.

SATA-6GBit/s-Performance

Das MSI MEG X570 Ace stellt vier SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle vier SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X570-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Wie schon zuvor beim ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi), zeigt sich lediglich keine hervorragende, aber ausreichende SATA-Performance mit Werten bis 528 MB/s im Lesen und knapp 460 MB/s im Schreiben.

M.2-Performance

Auf dem MSI MEG X570 Ace halten sich insgesamt drei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung über die Ryzen-3000-CPU und Chipsatz bereit. Mit einer Ryzen-2000-CPU arbeiten alle M.2-Anschlüsse mit der PCIe-3.0-x4-Spezifikation.

Für den M.2-Test verwenden wir die Corsair MP600 mit 2-TB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Corsair mit 4.950 MB/s lesend und 4.250 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.3 und bedient sich an vier Gen4-Lanes vom Chipsatz und vom Prozessor.

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In beiden Fällen wurden die Herstellerangaben beim M.2-Benchmark sogar leicht übertroffen. Die sequentielle Leistung reicht bis knapp über 5.000 MB/s und 4.270 MB/s beim Lesen beziehungsweise Schreiben.


Zusammen mit dem MEG X570 Godlike bildet das MEG X570 Ace MSIs Enthusiast-Gaming-Serie für die neuen Ryzen-3000-Prozessoren. Und auch wenn sich das MEG X570 Ace dem MEG X570 Godlike unterordnen muss, stellt es eine großzügige Ausstattung zur Verfügung. Alleine für die CPU-Spannungsversorgung hat MSI 14 Spulen entsprechend positioniert, die effektiv in einer 6+2-Konfiguration arbeiten und im Overclocking-Test eine gute Figur abgegeben haben. Aber auch auf diversen Onboard-Komfort muss der Käufer nicht verzichten. Mit an Bord sind ein Power- und Reset-Button, dazu der Game-Boost-Knob, die Diagnostic-LED, generell vier Status-LEDs sowie ein CMOS-Clear- und USB-Flash-Button am I/O-Panel.

In den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken lassen sich je nach CPU bis zu 128 GB an RAM unterbringen, wobei der ECC-Modus nicht inkludiert ist. Drei mechanische PCIe-4.0-x16- und zwei PCIe-4.0-x1-Steckplätze laden hingegen zur Systemerweiterung ein. In den Zwischenräumen wurden konsequent gleich drei M.2-M-Key-Schnittstellen untergebracht, von denen zwei Stück über den X570-Chipsatz und einer über die CPU angebunden sind. MSI liefert dafür auch gleich entsprechende Kühler mit. Zu den Storage-Anschlüssen kommen jedoch noch vier native SATA-6GBit/s-Ports.

An USB-Anschlüsse werden insgesamt beachtliche 17 Stück, verteilt über die CPU und Chipsatz, angeboten. Je nach Prozessorwahl sind es entweder fünfmal USB 3.2 Gen2 und sechsmal USB 3.2 Gen 1 (Ryzen 3000) oder dreimal USB 3.2 Gen2 und achtmal USB 3.2 Gen1 (Ryzen 2000). In jedem Fall kommen noch sechs USB-2.0-Anschlüsse dazu. Genau wie beim ASUS ROG Crosshair VIII Hero (Wi-Fi) bekommt es der Anwender beim MSI MEG X570 Ace mit einem Gigabit-LAN-Port (Intel I211-AT), einem 2,5-GBit/s-LAN-Port (Realtek RTL8125-CG) zu tun. Alternativ bietet sich die kabellose Anbindung über Intels Wi-Fi-6-AX200-Modul an, das auch Bluetooth in der Revision 5.0 beherrscht.

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Als Hingucker hat MSI natürlich einige RGB-LEDs auf dem Board verteilt, wobei das Highlight der Bereich über dem I/O-Panel darstellt. Dort wurden RGB-LEDs mit einer Spiegeloptik integriert. Davon ab kann das RGB-LED-Spektakel auch noch mittels diverser Header erweitert werden. Gut gefallen hat uns die Implementierung der drei Semi-Passiv-Modi für den Chipsatzlüfter, die genau so im BIOS hinterlegt wurden, wie es zuvor kommuniziert wurde. Wobei es natürlich noch besser gewesen wäre, wenn eine passive Kühllösung eingesetzt worden wäre.

Generell sind die X570-Mainboards nicht gerade günstig, doch empfinden wir den Preis für das MSI MEG X570 Ace mit 377 Euro nicht als zu hoch gegriffen. Denn für diesen Preis erhalten die Interessenten ein Oberklasse-Mainboard, das sich auch so nennen darf.

Positive Eigenschaften des MSI MEG X570 Ace:


Negative Eigenschaften des MSI MEG X570 Ace:

Mit dem MEG X570 Ace hat MSI ein Ass aus dem Ärmel gezaubert, das für die neuen Ryzen-3000-Prozessoren vorbereitet ist, eine umfangreiche Ausstattung im Gepäck hat und auch im VRM-Bereich gut bestückt wurde.

Persönliche Meinung

Ja, auch das MSI MEG X570 Ace hat eine aktive Chipsatzkühlung. Allerdings hat MSI drei verschieden konfigurierte Semi-Passiv-Modi ins BIOS implementiert, die gut und passend ans Werk gehen. Auf diese Weise kann der Anwender entscheiden, welcher Modus für ihn der Richtige ist.

Aber auch sonst konnte mich die Platine durchaus in Leistung und Ausstattung überzeugen. Einzig auf die RGB-LED-Beleuchtung hätte ich verzichten können. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
MSI MEG X570 Ace
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 384,03 EUR