ASRock Z390 Phantom Gaming 9 im Test - Zwischen Taichi und Ultimate

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asrock z390 phantom gaming9 004 logoEs wird Zeit für die nächste Z390-Runde. Sechs Platinen haben wir im letzten Jahr bereits auf Herz und Nieren getestet und mit dem ASRock Z390 Phantom Gaming 9 geht es nun weiter. Es handelt sich um ASRocks Flaggschiff der neuen Phantom-Gaming-Serie, das die Taiwaner hervorragend ausgestattet haben. Ob das Board in der Praxis überzeugen kann, klärt unser Test.

Mit dem Einzug in die Grafikkarten-Produktsparte wurde die Phantom-Gaming-Serie geboren. Etwas später gab der Hersteller bekannt, dass im Consumer-Mainboard-Segment die Fatal1ty-Reihe weichen wird und gegen Platinen aus der Phantom-Gaming-Serie ersetzt werden. Dies trifft bis heute auf fünf Z390-Modelle zu: Z390 Phantom Gaming 4, Z390 Phantom Gaming SLI, Z390 Phantom Gaming-ITX/ac, Z390 Phantom Gaming 6 und schließlich Z390 Phantom Gaming 9, um das es sich in diesem Artikel drehen wird.

Für das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 muss der Käufer mindestens 275 Euro opfern. Für diesen Preis bekommt dieser allerdings eine umfangreich ausgestattete Platine für Intels achte und neunte Core-Generation. Angefangen von acht SATA-Ports, drei M.2-Schnittstellen, zahlreichen USB-Buchsen, bis hin zu Dual-Gigabit-LAN, einem 2,5-GBit/s-LAN-Port sowie einem aktuellen WLAN-ac- und Bluetooth-Modul werden dem Besitzer viele Optionen an die Hand gegeben.

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Das ASRock Z390 Phantom Gaming wurde im klassischen ATX-Format entworfen, dessen Printed Circuit Board selbst schwarz gefärbt ist. Weiße und rote Farbakzente ergeben einen netten Look. Nichtsdestotrotz ist erkennbar, dass lediglich die Bezeichnung geändert wurde, allerdings weniger die Optik. Zudem ist nicht von der Hand zu weisen, dass ASRock exakt dasselbe PCB für das Z390 Taichi (Ultimate) verwendet hat.

Die technischen Eigenschaften

Das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 wurde mit folgenden Spezifikationen versehen:

Die Daten des ASRock Z390 Phantom Gaming 9 in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z390 Phantom Gaming 9
CPU-Sockel LGA1151v2 (für Coffee Lake-S/R)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU/RAM-Phasen/Spulen 14 Stück für CPU
2 Stück für RAM
Preis ab 280 Euro
Webseite https://www.asrock.com
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z390 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM (mit 32-GB-UDIMMs), max. DDR4-4200
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x4) über CPU
2x PCIe 3.0 x1 über Intel Z390

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6 GBit/s über Intel Z390 (shared)
2x SATA 6 GBit/s über ASMedia ASM1061
3x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z390 (M-Key, shared)

USB

5x USB 3.1 Gen2 (4x extern, 1x intern) über Intel Z390
8x USB 3.1 Gen1 (4x extern, 4x intern) 4x über Intel Z390, 4x über ASMedia ASM1074
4x USB 2.0 (4x intern) über Intel Z390

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth Intel Wireless-AC 9260 (Dual-Band), WLAN 802.11a/b/g/n/ac (max. 1,73 GBit/s), Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN
1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
1x Realtek RTL8125AG 2,5-GBit/s-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec
Texas Instruments NE5532 Kopfhörerverstärker
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-Water-Pump-Header
6x 4-Pin System-FAN/Wakü-Header (regelbar)
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x 4-Pin RGB-LED-Header
1x 3-Pin LED-Header (adressierbar)
Onboard-Komfort Power-Button, Reset-Button, Clear-CMOS-Button, Status-LEDs, Debug-LED
Die USB-3.1-Gen2-Performance über den Z390-Chipsatz.Die USB-3.1-Gen1-Performance über den Z390-Chipsatz.Die USB-3.1-Gen1-Performance über den ASM1074-Hub.Die SATA-6GBit/s-Performance über den Z390-Chipsatz.Die SATA-6GBit/s-Performance über den ASM1061.Die M.2-Performance über den Z390-Chipsatz (PCIe 3.0 x4).
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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Wenige Änderungen betreffen das beiliegende Zubehör und dieses fällt sehr übersichtlich aus. ASRock legt natürlich ebenfalls die I/O-Blende und den Quick-Start-Guide bei. Auch der Software-Setup-Guide ist mit enthalten. Im Karton konnten wir außerdem eine 2x2-WLAN-Antenne, vier SATA-Kabel, eine 2-Way-HB-Bridge und drei M.2-Schrauben finden.


Intels Z390-PCH reiht sich direkt in die 300er-Chipsatzserie ein und rundet die Reihe, ausgehend vom H370, B360 und H310, nach oben hin ab, stellt ebenfalls nativ USB 3.1 Gen2 bereit und hat von Intel ebenso eine WLAN-AC-Vorbereiterung integriert bekommen. Der Z390-Chipsatz stellt damit eine Überarbeitung des Z370-PCH dar und ermöglicht ebenfalls eine CPU- und RAM-Übertaktung, kann allerdings im Vergleich zum H370 und B360 bis zu sechs native USB-3.1-Gen2-Schnittstellen steuern.

Aufgrund der 14-nm-Lieferschwierigkeiten soll der Z370-Chipsatz allerdings vorerst nicht gänzlich vom Markt verschwinden. ASUS beispielsweise hat einige der Z370-Mainboards aus dem letzten Jahr neu aufgelegt.

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Die folgende Tabelle ermöglicht einen übersichtlichen Vergleich der Intel-300-Chipsatzserie:

Die Intel-300-Chipsatzserie im Überblick
Key Feature
Z370
Z390
H370
B360
H310
Fertigung 22 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 1x16, 2x8
oder
1x8+2x4
1x16 1x16 1x16
Multi-GPU SLI / CrossFireX CrossFireX -
Max. Displays (iGPU) 3 3 3 3 2
RAM Channel/ DIMMs pro Kanal 2/2 2/2 2/2 2/2 2/1
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja Nein Nein Nein
integr. WLAN-AC-Vorbereitung Nein Ja Ja Ja Ja
Intel Smart Sound Technology Ja Ja Ja Ja Nein
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja Ja Ja Nein
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Ja Ja Ja Ja Ja
Anzahl HSIO-Lanes 30 30 30 24 14
USB-Ports (USB 3.1 Gen1) 14 (10) 14 (10) 14 (8) 12 (6) 10 (4)
Max. USB-3.1-Gen1/2-Ports 10/0 10/6 8/4 6/4 4/0
Max. SATA-6GBit/s-Ports 6 6 6 6 4
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24 20 12 6 (Gen2)
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja Ja Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3 2 1 0
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja Ja Nein Nein
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja Ja Nein Nein
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja Nein Nein Nein

Intels Z390-Chipsatz wird wie die restlichen Modelle in der 14-nm-Lithografie hergestellt. Einzig der Z370-PCH weist noch die 22-nm-Fertigung auf. Die CPU- und Arbeitsspeicher-Übertaktung ist ausschließlich in Verbindung mit dem Z370- und Z390-Chipsatz möglich, wobei hier schließlich ein LGA1151v2-Prozessor mit dem K-Suffix (offener Multiplikator) die Voraussetzung darstellt.

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Beide Kühlkörper sind von den Dimensionen her ähnlich aufgestellt, wie beim Z390 Taichi (Ultimate). Daher erwarten wir keine hohen VRM-Temperaturen.

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Wird ein Blick in den Artikel zum ASRock Z390 Taichi geworfen, so fällt nach ein paar Blicken auf, dass ASRock beim Z390 Phantom Gaming 9 nahezu dasselbe VRM-Design verwendet hat. Somit kann festgehalten werden, dass ebenfalls 14 Spulen die LGA1151v2-CPU antreiben, wobei zehn Stück für die VCore, zwei Stück für die integrierte Grafikeinheit und die restlichen zwei Spulen für die VCCSA- und VCCIO-Spannung zuständig sind.

Auch bei der Wahl der MOSFETs ist kein Unterschied ausfindig zu machen. Für die VCore- und iGPU-Spulen setzt ASRock auf jeweils einen CSD87350Q5D-MOSFET von Texas Instruments. Zwei SM7341EH-MOSFETs von Sinopower übernehmen dagegen den Input der beiden VCCIO- und VCCSA-Spulen. Auf der Rückseite des Mainboards haben die Taiwaner ebenfalls sechs IR3598-Phasen-Doppler verlötet, damit die Anbindung an den IR35201-PWM-Controller (max. acht Spulen) ohne Probleme gewährleistet werden kann.

Für den Strominput halten sich unverändert jeweils eine 8-Pin- und 4-Pin-Buchse bereit. Damit ist das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 bestens für die beiden Achtkern-Prozessoren (Core i7-9700K und Core i9-9900K) gerüstet. 

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Bis zu 128 GB an RAM können vom Anwender verbaut werden. Dabei gibt ASRock die vier DDR4-UDIMM-Slots bis DDR4-4200 frei, was ordentlich Luft nach oben lässt. Für den Antrieb selbst wurden zwei Spulen eingesetzt, die von jeweils einem SM7341EH-MOSFET von Sinopower angetrieben werden. Als PWM-Controller wurde an dieser Stelle der UPI uP1674P verlötet.

Neben dem 24-Pin-Stromanschluss halten sich zwei USB-3.1-Gen1-Frontheader bereit. Einer wurde vertikal und der andere um 90 Grad angewinkelt angebracht. Gesteuert werden die vier möglichen USB-3.1-Gen1-Schnittstellen vom ASMedia-ASM1074-Hub.

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Auch das PCIe-Layout wurde 1:1 vom ASRock Z390 Taichi (Ultimate) übernommen und somit können auch auf dem Z390 Phantom Gaming 9 maximal zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten angebunden werden. Die drei mechanischen und verstärkten PCIe-3.0-x16-Steckplätze sind allesamt an den Prozessor gekoppelt. So ergeben sich folgende Lane-Verteilungen: x16/x0/x0, x8/x8/x0 und x8/x4/x4. Doch ASRock hat darüber hinaus auch noch zwei PCIe-3.0-x1-Slots verbaut, die über den Z390-Chipsatz in Kontakt treten.

Die folgende Tabelle macht das Ganze noch übersichtlicher:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z390) - - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
Kein Slot - - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z390) - - -
PCIe 3.0 x16 x8/x4 (CPU) - x8 x4
Kein Slot - - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - - x4

Unübersehbar sind natürlich auch die drei M.2_Schnittstellen nach der M-Key-Kodierung. Alle drei sind an den PCH gekoppelt, allerdings shared angebunden. ASRock beschreibt die Restriktionen wie folgt:

Der M.2_1-Anschluss teilt sich die Anbindung mit dem SATA-Port 1 und 2, während sich die M.2_2-Schnittstelle die Anbindung mit den SATA-Port 4 teilt. Allerdings nur im M.2-SATA-Modus. Der M.2_3-Anschluss teilt sich die Lane-Anbindung mit den SATA-Ports 5 und 6.

In der Mitte und unten kann ein Modul mit einer Länge von 3 cm bis 11 cm installiert werden. Oben hingegen befinden sich Gewindebohrungen von 3 cm bis 8 cm.


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Eine weitere Gemeinsamkeit zeigt sich dann bei den SATA-6GBit/s-Ports. Insgesamt werden acht Stück spendiert, von denen sechs Stück nativ an den Z390-Chipsatz angebunden sind und zwei über den ASMedia-ASM1061-Controller agieren. ASRock hat die entsprechenden Ports wie üblich gekennzeichnet.

Rechts davon ist auch der USB-3.1-Gen2-Frontheader für eine Typ-C-Schnittstelle zu sehen, der ebenfalls direkt mit dem Z390-PCH in Kontakt tritt.

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Wer hätte es gedacht: Auch beim I/O-Panel ist kein Unterschied zum Z390 Taichi zu erkennen, wenn man vom zusätzlichen 2,5-GBit/s-LAN-Port absieht. Beim Z390 Taichi Ultimate befindet sich an dieser Steller gar ein 10-GBit-LAN-Anschluss. Hinzu kommen viermal USB 3.1 Gen1 und USB 3.1 Gen2, zwei Gigabit-LAN-Ports und ein HDMI-1.4b- und DisplayPort-1.2-Grafikausgang.

Beim verbauten WLAN- und Bluetooth-Modul hat ASRock endlich auf eine aktuelle Lösung gesetzt und hat den Intel Wireless-AC 9260 montiert. Dadurch sind WLAN-Datenraten bis 1,73 GBit/s und Bluetooth-Verbindungen in der Revision 5.0 möglich. Warum ASRock hier nicht direkt zum 9560-Modell (CNVi) gegriffen hat, können wir nicht nachvollziehen. Aber immerhin haben sie Abstand vom kleinen Wireless-AC 3168 genommen.

Übrig bleiben ein CMOS-Clear-Button, eine PS/2-Schnittstelle sowie die obligatorischen Audioanschlüsse.

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Absolut identisch ausgestattet ist auch der Onboard-Sound-Bereich mit dem Realtek-ALC1220-Codec, fünf Audio-Kondensatoren und einem NE5532-Kopfhörerverstärker aus dem Hause Texas Instruments. Weiter links wurden die beiden Gigabit-LAN-Chips von Intel untergebracht (I219-V und I211-AT).

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Unten rechts in der Ecke prangt eine Diagnostic-LED für detailliertes Trouble-Shooting. Fehlten beim ASRock Z390 Taichi noch der Power- und Reset-Button, so wurden beide beim Z390 Phantom Gaming 9 verlötet und erhöhen daher deutlich den Onboard-Komfort. Oben rechts an den beiden unteren SATA-Ports ist der ASMedia ASM1061 zu sehen. 

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Wir können zunächst einmal festhalten, dass die Ausstattung des ASRock Z390 Phantom Gaming 9 mit dem des Z390 Taichi (Ultimate) nahezu identisch ausfällt. Einziger Ausreißer sind einerseits der 2,5-GBit/s-LAN-Controller und das endlich verwendete Wireless-AC-9560-Modul. Dabei ist das Layout absolut gelungen und wirkt keineswegs überfrachtet. Zudem sind mit zwei CPU-FAN- sowie drei Chassis-FAN-Headern eine ausreichende Anzahl an Lüfter-Anschlüssen vorhanden, welche sich auch regeln lassen.


BIOS

Auf der eigenen Webseite wird für das Z390 Phantom Gaming 9 die BIOS-Version P1.60 angeboten. ASRock hat entsprechend weiter am BIOS gefeilt und einige Verbesserungen vorgenommen.

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ASRock hat in Sachen UEFI alles beim Alten gelassen. Die Taiwaner haben weiterhin eine Übersichtsseite (EZ-Mode) implementiert, die den Anwender über wichtige Parameter auf einen Blick informiert. So lassen sich oben nicht nur die Uhrzeit, das aktuelle Datum, die CPU-Temperatur, Mainboard-Temperatur und die CPU-Spannung ablesen, sondern auch das Mainboard-Modell, die installierte BIOS-Version und das Prozessormodell inklusive Grundtakt. Auch in welchen DIMM-Slots Module und wieviel Arbeitsspeicher generell installiert ist, lässt sich ablesen. Auf Wunsch und sofern vorhanden, lässt sich auch das Extreme-Memory-Profile aktivieren. Direkt darunter kann eingesehen werden, welche Storage-Geräte an welchem Anschluss stecken. Dazu kann auch per Drag & Drop die Boot-Priorität verändert werden. Dazwischen werden die Lüftergeschwindigkeiten angezeigt.

Mittels "CPU EZ OC" kann die automatische Übertaktung gestartet werden. Unten rechts können der "System Browser", "Instant Flash" und "Internet Flash" gelauncht werden.

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Farblich wurde das UEFI von ASRock in Türkistönen angepasst. Auch fehlt hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" findet der Anwender sämtliche Overclocking-Funktionen. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität absolut hervorragend.

Overclocking

Dank des Z390-PCHs kann mit dem ASRock Z390 Phantom Gaming 9 problemlos das Overclocking von CPU und Arbeitsspeicher vorgenommen werden. Alleine für den Prozessor halten sich 14 Spulen bereit. Ob diese Anzahl auch beim Übertakten Vorteile bringt, wird sich zeigen.

Mit dem ASRock Z390 Phantom Gaming 9 kann eine Veränderung des BCLK von 90,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz vorgenommen werden. Die Intervalle betragen feine 0,0625 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender zwei Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Mit dem Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,900 Volt bis 1,800 Volt in 0,010-Volt-Intervallen fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +200 mV ansprechend aus. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z390 Phantom Gaming 9 in der Übersicht
Base Clock Rate 90,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz in 0,0625-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,900 V bis 1,800 V in 0,010-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +200 mV in 10-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,000 V bis 2,300 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,950 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,850 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung 0,913 V bis 2,613 V in 0,013-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,900 V bis 1,500 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen VTT DDR, Eventual CPU PLL, VCC PLL (Eventual) Voltage, VCC PLL2 (Eventual) Voltage, DRAM Activating Power Supply Voltage, CPU Cold Bug Killer (Eventual) Voltage, CLK VDD, DMI, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 73 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
Load-Line Calibration Level 1-5

Aufgrund des identischen VRM-Bereichs sind wir fest davon ausgegangen, dass auch das Z390 Phantom Gaming 9 den Core i7-8700K problemlos mit 5 GHz betreiben kann. Und so war es dann am Ende auch. An Spannung mussten wir im BIOS allerdings auch 1,370 Volt und zudem die LLC-Stufe 1 anlegen. Der VRM-Kühler zeigte sich von der Wärmeentwicklung sehr unbeeindruckt und wurde lediglich handwarm.

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Mit dem Extreme-Memory-Profil arbeitete die ASRock-Platine absolut reibungslos. Auch manuell konnten wir das Mainboard dazu überreden, mit einem effektiven Takt von 3.000 MHz zu arbeiten und die Timings etwas anziehen. Die VDIMM lag in beiden Situationen natürlich bei 1,35 Volt.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z390 Phantom Gaming 9 ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grundperformance liegt im erwarteten Bereich und gibt keinerlei Grund für Beanstandungen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Der POST dauert mit dem ASRock Z390 Phantom Gaming 9 weniger als zehn Sekunden und ist damit also sehr schnell abgeschlossen.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 hat ein jede Menge Zusatz-Controller erhalten. Drei LAN-Controller, ein WLAN-Controller, einen USB-3.1-Gen1-Hub, ein 4-Port-Gen2-Switch und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch in Sachen Leistungsaufnahme zeigt sich eine Ähnlichkeit zum ASRock Z390 Taichi. Beide Platinen trennen im Idle lediglich 0,3 Watt und liegen bei rund 51 Watt.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Der Stromverbrauch steigt dann natürlich mit Cinebench R15 ordentlich an. Mit dem Testsystem verbrauchte das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 164,2 Watt, dessen Wert deutlich über dem sehr ähnlichen ASRock Z390 Taichi liegt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 haben wir eine Leistungsaufnahme von 153,6 Watt gemessen, die sich ebenfalls deutlich über dem hauseigenen Z390 Taichi positioniert.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

CPU-Z zeigte eine Last-VCore von 1,2 Volt an, die auch nahe am Z390 Taichi liegen. Dies erklärt allerdings nicht die deutliche Differenz bei der Leistungsaufnahme unter Last.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Um etwas Strom einzusparen, haben wir im BIOS die zwei LAN-Controller, den zusätzlichen SATA-Controller und das WLAN-Modul deaktiviert. Auf diese Weise konnten wir immerhin zwei Watt herausholen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench R15 wurden 7,7 Watt weniger gemessen. Das Verbrauchsmessgerät zeigte eine Leistungsaufnahme von 156,5 Watt statt 164,2 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze 5,5 Watt weniger wurden mit Prime95 festgestellt, sodass nun also 148,1 Watt verbraucht wurden.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der VCore änderte sich natürlich nichts und lag weiterhin bei 1,2 Volt.

Genau wie das Z390 Taichi gehört auch das Z390 Phantom Gaming 9 nicht zu den effizientesten Platinen, allerdings sei es der Platine aufgrund des Flaggschiff-Status verziehen.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 stellt insgesamt fünf native USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Das I/O-Panel bietet vier Schnittstellen an, intern hält sich ein Front-Header bereit.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Ein inzwischen altbekanntes USB-3.1-Gen2-Ergebnis. Der Z390-Chipsatz kommt sowohl im Lesen als auch im Schreiben auf rund 900 MB/s, was natürlich keineswegs schlecht ist, jedoch von ASMedias ASM3142 überboten wird.

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Anschlüsse können über die beiden Front-Header realisiert werden. Dabei arbeiten vier Anschlüsse direkt mit dem Chipsatz, die anderen vier Stück mit dem ASMedia ASM1074 zusammen.

Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Eine gute Performance zeigt sich beim USB-3.1-Gen1-Test. Dabei spielt es keine Rolle, ob nun direkt über den Chipsatz oder indirekt über den ASMedia ASM1074, die Transferraten von über 440 MB/s lesend und mehr als 460 MB/s schreibend können sich sehen lassen.

SATA-6GBit/s-Performance

Beim ASRock Z390 Phantom Gaming 9 werden acht SATA-6GBit/s-Ports zur Verfügung gestellt. Dabei arbeiten sechs Ports mit dem Z390-Chipsatz zusammen. Die restlichen zwei Anschlüsse hingegen über den ASMedia ASM1061.

Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Bei der SATA-6GBit/s-Performance geht es zweigeteilt zu. Während Intels Z390-Chipsatz eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit bis 554 MB/s und 506 MB/s ermöglichen konnte, kämpfte der ASMedia ASM1061-Controller bekanntermaßen an der 400-MB/s-Marke, zumindest was die Leseleistung angeht. Höchstens 369 MB/s waren es hingegen schreibend.

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der Coffee-Lake-S-Plattform. Mithilfe der CPUs erfährt der angebundene M.2-Steckplatz eine anständige Performance, dank der vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Z390-Chipsatz.

Das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 bietet drei M.2-M-Key-Schnittstellen. Alle arbeiten im Normalfall mit 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) über den Z390-Chipsatz, allerdings mit Einschränkungen, wie wir bereits vorher beschrieben haben.

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Gute Werte wurden beim M.2-Benchmark erreicht, mit bis zu 3.322 MB/s lesend und maximal 1.524 MB/s schreibend.


ASRocks Z390 Phantom Gaming 9 ist das Flaggschiff-Modell aus der neuen Phantom-Gaming-Serie, für die der Fatal1ty-Zusatz weichen musste. Die Hardware-Basis ist allerdings nicht neu für uns, da wir uns diese bereits beim Z390 Taichi anschauen durften. ASRock ist allerdings auch dafür bekannt, aus Kostengründen für mehrere Mainboard-Modelle auf ein identisches PCB zu setzen. So verwendet ASRock beim Z390 Phantom Gaming 9 und beim Z390 Taichi (Ultimate) exakt dasselbe PCB mit ATX-Abmessungen, wobei sich lediglich die Bestückung etwas unterscheidet.

Bis auf den zusätzlichen 2,5-GBit/s-LAN-Controller (Realtek RTL8125AG) und die Power- und Reset-Taster ist das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 mit dem Z390 Taichi exakt baugleich. Das fängt beim guten VRM-Bereich mit 14 Spulen für den LGA1151v2-Prozessor an, geht über die fünf USB-3.1-Anschlüsse der zweiten Generation, acht USB-3.1-Schnittstellen der ersten Generation, die vier USB-2.0-Buchsen, bis hin zum identischen Storage-Aufgebot mit achtmal SATA 6GBit/s und drei M.2-M-Key-Slots.

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Mit an Bord sind natürlich auch die beiden Gigabit-LAN-Ports (Intel I219-V und I211-AT). Besonders loben möchten wir ASRock dafür, dass sie endlich von Intels Wireless-AC-3168-Modul (max. 433 MBit/s) Abstand genommen haben und beim Z390 Phantom Gaming 9 stattdessen auf das Wireless-AC-9260-Modell (max. 1,73 GBit/s) setzen.

Für diverse Erweiterungskarten stehen drei PCI-Express-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis und auch zwei PCIe-3.0-x1-Slots bereit. Realteks ALC1220-Codec übernimmt stattdessen zusammen mit fünf Audio-Kondensatoren und einem NE5532-Kopfhörerverstärker von Texas Instruments den Audio-Part. Dem Anwender stehen dazu die üblichen fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink zur Verfügung. Davon abgesehen wird der Onboard-Komfort mit einer Debug-LED, Status-LEDs und einem CMOS-Clear-Button am I/O-Panel erhöht.

Preislich positioniert sich das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 mit mindestens 280 Euro zwischen dem Z390 Taichi (245 Euro) und dem Z390 Taichi Ultimate (295 Euro). Diesen Preis empfinden wir für den Flaggschiff-Status als gerechtfertigt. Sofern allerdings auf die Extra verzichtet werden kann, die das Z390 Phantom Gaming 9 mit sich bringt, können mit dem Kauf des Z390 Taichi noch ein paar Euro eingespart werden.

Positive Eigenschaften des ASRock Z390 Phantom Gaming 9:

Negative Eigenschaften des ASRock Z390 Phantom Gaming 9:

Das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 ist genau wie das Z390 Taichi (Ultimate) ein gutes Overclocking-Mainboard für die neuen und alten LGA1151v2-Prozessoren und gibt sich auch bei der restlichen Ausstattung keine Blöße.

Von der Hardware her ist das ASRock Z390 Phantom Gaming 9 ein Z390 Taichi und daher ebenfalls eine gute Platine für Intels achte und neunte Core-Generation. Ich freue mich, dass ASRock endlich nach langer Zeit ein standesgemäßes WLAN- und Bluetooth-Modul verbaut hat, was wir ja nun schon einige Male negativ angekreidet hatten. (Marcel Niederste-Berg)