ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) im Test

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asus rog maximus xi hero 004 logoMit dem ASUS ROG Maximus XI Formula haben wir bereits ein Oberklasse-Modell der elften Maximus-Serie auf Herz und Nieren untersucht. Doch ASUS bietet mit dem ROG Maximus XI Hero einen ebenfalls interessanten LGA1151v2-Unterbau an, den wir genauer untersucht haben. Wie gut eine der beliebtesten ROG-Mainboardvarianten abscheidet, klären wir im Test.

Ob es sich nun um die Intel- oder AMD-Mainstream-Plattform handelt, mit dem Maximus-Hero und dem Crosshair-Hero-Modell stellt ASUS je eine Oberklasse-Platine bereit, die selbst Enthusiasten absolut zufriedenstellen kann. Beim ASUS ROG Maximus XI Hero handelt es sich um den direkten Nachfolger vom ROG Maximus X Hero, das mit Intels Z370-Chipsatz bestückt wurde. Als logischen Schritt beherbergt das ROG Maximus XI Hero schließlich den neueren Z390-PCH.

In der Grundausstattung ähneln sich das ROG Maximus X Hero und das ROG Maximus XI Hero sehr, sodass die Unterschiede im Detail zu suchen sind. Diese werden wir natürlich ausfindig machen. Ferner müssen allerdings auch die Benchmark-Ergebnisse stimmen, denen wir auf den Grund gehen werden.

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Rein optisch sind klare Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Zunächst einmal werden gleich beide M.2-Schnittstellen mit einem Passivkühler ausgestattet, aber auch die VRM-Kühler wurden um einiges größer ausgelegt, um auch für den Core i9-9900K gewappnet zu sein.

Die technischen Eigenschaften

Das ASUS ROG Maximus XI Hero wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi)
CPU-Sockel LGA1151v2 (für Coffee Lake-S/R)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/Spulen 12 Stück (10x für CPU, 2x für RAM)
Preis ROG Maximus XI Hero: ab 287 Euro
ROG Maximus XI Hero Wi-Fi ab 339 Euro
Webseite ROG Maximus XI Hero
ROG Maximus XI Hero Wi-Fi
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z390 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), max. 4.400 MHz
Speicherausbau max. 128 GB (mit 32-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z390 (shared)
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z390 (1x shared)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6 GBit/s über Intel Z390
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z390 (M-Key, 32 GBit/s, 1x shared)

USB

5x USB 3.1 Gen2 (4x am I/O-Panel, 1x über Header) über Intel Z390
4x USB 3.1 Gen1 (2x am I/O-Panel, 2x intern) über Intel Z390
6x USB 2.0 (2x über Header, 4x intern) über Intel Z390

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac ((max. 1,73 GBit/s), Bluetooth 5.0 (Intel Wireless-AC 9560), nur beim WiFi-Modell!
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel ROG SupremeFX S1220
ESS ES9023P DAC
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header

1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin WaKü-Pump-Header
1x 4-Pin High-Amp-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
1x 4-Pin W_Pump-Header
1x 2-Pin W_In-Header
1x 2-Pin W_Out-Header
1x 3-Pin W_Flow-Header
1x 5-Pin Ext-FAN-Header

LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header
2x AURA adressierbarer Header
Onboard-Comfort Power-Button, Reset-Button, Retry-Button, MemOK!-II_Switch,
CMOS-Clear-Button, USB-BIOS-Flashback-Button
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Das mitgelieferte Zubehör

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Die Beigaben sind denen vom ROG Maximus XI Formula sehr ähnlich, nur in minimal abgespeckter Form. So liefert ASUS beim Hero vier statt sechs SATA-Kabel. Das ist jedoch zu verschmerzen, denn der Rest ist identisch. Entscheidet sich der Interessent für die WLAN-Edition, wird natürlich auch eine WLAN-Antenne mitgeliefert.


Intels Z390-PCH reiht sich direkt in die 300er-Chipsatzserie ein und rundet die Reihe, ausgehend vom H370, B360 und H310, nach oben hin ab, stellt ebenfalls nativ USB 3.1 Gen2 bereit und hat von Intel ebenso eine WLAN-AC-Vorbereiterung integriert bekommen. Der Z390-Chipsatz stellt damit eine Überarbeitung des Z370-PCH dar und ermöglicht ebenfalls eine CPU- und RAM-Übertaktung, kann allerdings im Vergleich zum H370 und B360 bis zu sechs native USB-3.1-Gen2-Schnittstellen steuern.

Aufgrund der 14-nm-Lieferschwierigkeiten soll der Z370-Chipsatz allerdings vorerst nicht gänzlich vom Markt verschwinden. ASUS beispielsweise hat einige der Z370-Mainboards aus dem letzten Jahr neu aufgelegt.

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Die folgende Tabelle ermöglicht einen übersichtlichen Vergleich der Intel-300-Chipsatzserie:

Die Intel-300-Chipsatzserie im Überblick
Key Feature
Z370
Z390
H370
B360
H310
Fertigung 22 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm
PCIe-3.0-Konfiguration (CPU) 1x16, 2x8
oder
1x8+2x4
1x16 1x16 1x16
Multi-GPU SLI / CrossFireX CrossFireX -
Max. Displays (iGPU) 3 3 3 3 2
RAM Channel/ DIMMs pro Kanal 2/2 2/2 2/2 2/2 2/1
CPU- und RAM-Overclocking Ja Ja Nein Nein Nein
integr. WLAN-AC-Vorbereitung Nein Ja Ja Ja Ja
Intel Smart Sound Technology Ja Ja Ja Ja Nein
Optane-Memory-Unterstützung Ja Ja Ja Ja Nein
integr. SDXC-(SDA 3.0)-Support Ja Ja Ja Ja Ja
Anzahl HSIO-Lanes 30 30 30 24 14
USB-Ports (USB 3.1 Gen1) 14 (10) 14 (10) 14 (8) 12 (6) 10 (4)
Max. USB-3.1-Gen1/2-Ports 10/0 10/6 8/4 6/4 4/0
Max. SATA-6GBit/s-Ports 6 6 6 6 4
Max. PCIe-3.0-Lanes 24 24 20 12 6 (Gen2)
Intel Rapid Storage Technology Ja Ja Ja Ja Ja
Max. Intel RST für
PCIe-Storage-Ports
(M.2 x2 oder x4)
3 3 2 1 0
Intel RST PCIe RAID 0, 1, 5 Ja Ja Ja Nein Nein
Intel RST SATA RAID 0, 1, 5, 10 Ja Ja Ja Nein Nein
Intel RST CPU-attached
Intel-PCIe-Storage
Ja Ja Nein Nein Nein

Intels Z390-Chipsatz wird wie die restlichen Modelle in der 14-nm-Lithografie hergestellt. Einzig der Z370-PCH weist noch die 22-nm-Fertigung auf. Die CPU- und Arbeitsspeicher-Übertaktung ist ausschließlich in Verbindung mit dem Z370- und Z390-Chipsatz möglich, wobei hier schließlich ein LGA1151v2-Prozessor mit dem K-Suffix (offener Multiplikator) die Voraussetzung darstellt.

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Ganz zu Anfang haben wir den größeren VRM-Kühler erwähnt. Diesen musste ASUS für das aktuelle Modell etwas vergrößern, damit die CPU-Spannungsversorgung auch für den Core i7-9700K und den Core i9-9900K ausreicht, wenn vor allem Overclocking mit im Spiel ist. Beide VRM-Kühlkörper sind mit einer Heatpipe verbunden und bieten insgesamt eine deutlich größere Kühlfläche als beim ROG Maximus X Hero.

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Absolute Einigkeit herrscht dann bei der CPU-Spannungsversorgung selbst, denn diese entspricht 1:1 der des ROG Maximus XI Formula. Somit bringt auch das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) eine 8+2-Spannungsversorgung mit und setzt auf SiC639-PowerStage-MOSFETs von Vishay. Um die zehn Spulen kümmert sich ebenfalls der ASP1400CTB. Für den Strominput wurde jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss hinzugezogen, also ebenso wie beim ROG Maximus XI Formula.

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Die vier DDR4-UDIMM-Slots können bis zu 128 GB RAM aufnehmen und sind von ASUS bis DDR4-4400 freigegeben, sodass der Großteil der Enthusiasten zufriedengestellt wird. Diese werden von zwei Spulen angetrieben.

Aber auch der Onboard-Komfort wurde ersichtlich nicht gestrichen. Zu finden sind nämlich ein Power- und Reset-Button, eine Debug-LED und dazu vier Status-LEDs. Rechts an der Seite halten sich zudem zwei RGB-Header auf, von denen einer adressierbar ist. Links vom Hauptstromanschluss aus sehen wir erfreulicherweise einen USB-3.1-Gen2-Header für eine Typ-C-Schnittstelle.

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Aber auch die Anordnung der drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätze wurde identisch gestaltet. Während die beiden oberen Schnittstellen mit der LGA1151v2-CPU in Kontakt treten (x16/x0 oder x8/x8), arbeiten der untere mechanische PCIe-3.0-x16-Anschluss sowie die drei PCIe-3.0-x1-Slots über den Z390-Chipsatz.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z390) - - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z390) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z390) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z390) - - x4

Natürlich kommt das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) nicht ohne Restriktionen aus. So sollte einerseits beachtet werden, dass sich der untere mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplatz die Anbindung mit den SATA-Ports 5 und 6 teilt. In diesem Fall agiert ersterer im x2-Mode. Arbeitet der obere M.2-Anschluss im SATA-Mode, wird zudem der zweite SATA-Port deaktiviert.

Im oberen M.2-Anschluss kann ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 8 cm und im unteren von 4,2 cm bis 11 cm installiert werden.

Ganz unten am Rand wurden zwei weitere RGB-LED_Header (1x addresiert) sowie der MemOK!_II-Switch und der Retry-Button positioniert.


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Auf dem obigen Bild sind die sechs nativen SATA-6GBit/s-Buchsen in angewinkelter Ausrichtung zu sehen. Rechts daneben sowie links befinden sich zahlreiche FAN- und WaKü-Header und sorgen so für weiteren Komfort.

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Dem aktuellen Trend folgend, ist auch die I/O-Blende beim ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) bereits vormontiert, was ein Vergessen bei der System-Montage verhindert. Am I/O-Panel sind viermal USB 3.1 Gen2 und dazu jeweils zweimal USB 3.1 Gen1 und USB 2.0 anzutreffen. Aber auch eine PS/2-Schnittstelle ist wieder mit an Bord. Mithilfe eines DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgangs kann auf Wunsch die im Prozessor integrierte Grafikeinheit angesprochen werden.

Für den Netzwerkbereich wurden ein Gigabit-LAN-Port (Intel I219-V) sowie Intels Wireless-AC-9560-Modul (CNVi) vorgesehen. Letzteres kommt auf eine maximale WLAN-Übertragungsrate von 1,73 GBit/s und beherrscht auch den Bluetooth-5.0-Standard. Übrig bleiben die gewöhnlichen Audio-Anschlüsse. Ein CMOS-Clear- und USB-BIOS-Flashback-Button steigern den Komfort.

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Zu kurz kommt auch der Onboard-Sound nicht mit dem umgelabelten Realtek ALC1220. Dieser wird unterstützt von zwölf Audio-Kondensatoren, einem ESS-ES9032P-DAC sowie einem leistungsstarken Kopfhörerverstärker. Links neben dem Sound-Bereich überwacht der Nuvoton NCT6798D die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten.

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ASUS hat den Platz des ATX-Formats gut ausgenutzt, ohne jedoch die Übersichtlichkeit zu vernachlässigen. Die silber gefärbten Kühlelemente sind natürlich Geschmackssache, allerdings hat uns die sehr gute Verarbeitung generell gefallen. Am ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) lassen sich zwei CPU-Lüfter und drei Gehäuse-Lüfter anklemmen, die natürlich regelbar sind. Des Weiteren hält sich ein Header für eine Wasserpumpe bereit, und sollte dies nicht genügen, so kann auch das optional erhältliche externe FAN-Modul angeschlossen werden.


BIOS

Das ASUS ROG Maximus XI Hero haben wir mit der BIOS-Version 0602 getestet, die im Vergleich zur Initial-Version folgende Veränderungen mit sich bringt:

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Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert, passend zum ROG-Mainboard. Dabei werden die einzelnen Punkte gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift dargestellt. Oben links angefangen, sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

Overclocking

Mithilfe des Z390-Chipsatzes und mittels der zehn CPU-Spulen ist das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) in Verbindung mit den zahlreich vertretenen Overclocking-Funktionen hervorragend für die Übertaktung vorbereitet.

ASUS erlaubt beim ROG Maximus X Hero eine Veränderung des BCLK von 40 MHz bis 650 MHz. Die Intervalle betragen auch hier feine 0,05 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override, Offset und Adaptive zur Verfügung. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,600 Volt bis 1,700 Volt fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -0,635 Volt bis +0,635 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Das Ganze findet in 0,005-Volt-Schritten statt.

Bei den RAM-Teilern reicht es bis DDR4-8533, wobei ein Betrieb mit einer derart hohen Taktfrequenz sehr unwahrscheinlich ist.


Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) in der Übersicht
Base Clock Rate 40,00 MHz bis 650,00 MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
0,250 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Adaptive-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,0000 V bis 2,0000 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung 0,70000 V bis 1,60000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Standby, BCLK Aware Adaptive, PLL Termination, Boot Voltages, DRAM REF Voltages, DRAM VTT
VPPDDR, DMI, Internal PLL, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL, Eventual PLL Termination
Eventual CPU Standby, Eventual DMI
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 92 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, LLC Level 1 bis 8

Da das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) dieselbe CPU-Spannungsversorgung wie das ROG Maximus XI Formula besitzt, vermuteten wir bereits vor dem Overclocking, dass auch das Hero-Modell dazu in der Lage ist, den Core i7-8700K stabil mit 5 GHz zu betreiben. Doch sollte die Spannungsangabe von CPU-Z der Wahrheit entsprechen, benötigte das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) sogar 35 mV weniger für einen stabilen Betrieb. Dies könnte mit der neuen BIOS-Version zusammenhängen.

Wir haben auch die VRM-Kühler-Temperatur beobachtet und diesen mit 5 GHz bei einer VCore von 1,350 Volt "aufgeheizt". Nach zehn Minuten Prime konnten wir lediglich eine Temperatur von etwas mehr als 50 °C feststellen, wobei die Spannungswandler selbst natürlich noch etwas wärmer waren.

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Aber auch beim RAM gab es keine negativen Auffälligkeiten. Das XMP-Profil wurde korrekt erkannt und umgesetzt und selbst mit manuellen Settings war ein stabiles Ergebnis mit strafferen Timings möglich.

ASUS AI Suite 3

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Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 weitere Features zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 4 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung.

Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", "Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grundperformance ist absolut stimmig und entspricht den Erwartungen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) benötigte für die Initialisierung runde 14 Sekunden und liegt damit im Durchschnitt. 


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein WLAN-Controller (nur beim Wi-Fi-Modell!) und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf kann das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) mit einer guten Energie-Effizienz aufwarten. Unser Verbrauchsmessgerät zeigte eine Leistungsaufnahme von 43,9 Watt an.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Vom ASRock H370M-ITX/ac abgesehen, konnte das Maximus XI Hero mit einem Verbrauch von lediglich 135 Watt einen Redaktionsrekord hinlegen und kann selbst das effiziente Gigabyte Z390 AORUS Master hinter sich lassen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Anders sieht es in Verbindung mit Prime95 aus, wo das Gigabyte Z390 AORUS Master auf dem ersten Platz positioniert ist. Dennoch hat das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) mit weniger als 130 Watt einen hervorragenden Wert hingelegt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die geringe Leistungsaufnahme liegt an der niedrigen VCore unter Last, die bei 1,101 Volt lag und somit mit dem ROG Maximus XI Formula übereinstimmt.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Nachdem wir die RGB-Beleuchtung und das WLAN-Modul deaktiviert hatten, konnten wir nur eine marginal geringere Leistungsaufnahme feststellen, die somit eher im  Bereich der Messtoleranz liegt.

Insgesamt ist das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) ein sehr energieeffizientes Mainboard, das fast alle Mainboards in der Redaktion in den Schatten gestellt hat.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) stellt insgesamt fünf USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Vier Stück befinden sich am I/O-Panel, ein weiterer Typ-C-Anschluss kann über den Front-Header realisiert werden. Alle fünf Schnittstellen arbeiten nativ mit dem Z390-Chipsatz zusammen.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Der Z390-Chipsatz stellt zwar hohe USB-3.1-Gen2-Datenraten bereit, kann jedoch unverändert nicht mit dem ASMedia ASM3142 mithalten. So wurden im Lesen maximal 923 MB/s und im Schreiben höchstens 912 MB/s erreicht, die allerdings als Peakwerte handelt werden müssen.

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) insgesamt nur vier Stück an. Am I/O-Panel kann auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen beiden Anschlüsse können über den Front-Header realisiert werden. Alle vier Ports arbeiten direkt mit dem Z390-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Absolut zufriedenstellend fällt die USB-3.1-Gen1-Performance mit einem Lese- und Schreibdurchsatz bis 441 MB/s und 459 MB/s aus.

SATA-6GBit/s-Performance

Das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle sechs Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z390-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Gut, aber nicht maximiert fiel die SATA-Performance aus. Lesend waren es höchstens 547 MB/s und schreibend maximal 504 MB/s.

M.2-Performance

Auf dem ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) halten sich zwei M.2-Schnittstellen bereit, welche an den Intel-Chipsatz mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s, shared). Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Absolut überzeugend war der M.2-Test mit Spitzenwerten von 3.330 MB/s beim Lesen und 1.532 MB/s schreibend.


Auch in diesem Jahr stellt das neue ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) den Einstieg in die ROG-Maximus-Serie dar, wobei ASUS im Vergleich zum restlichen Portfolio nicht zu sehr den Rotstift angesetzt hat. Denn erfreulicherweise wurde die CPU-Spannungsversorgung vom ROG Maximus XI Formula 1:1 auf das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) übertragen, was auch in diesem Fall für sehr gute Ergebnisse sorgt.

Der Besitzer oder die Besitzerin muss auch auf einen umfangreichen Onboard-Komfort nicht verzichten und erhält nicht nur Zugriff auf einen Power- und Reset-Button, sondern außerdem auf einen MemOK-II-Switch, einen Retry-, CMOS-Clear- und USB-BIOS-Flashback-Button. Mit dabei sind außerdem eine Debug-LED sowie vier Status-LEDs.

Bei der Grundausstattung setzt ASUS natürlich auf vier DDR4-UDIMM-Speicherbänke, die laut Hersteller bis DDR4-4400 mitspielen und bis zu 128 GB RAM aufnehmen können. Das Grundlayout der Erweiterungssteckplätze ist mit drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Schnittstellen ebenfalls mit dem ROG Maximus XI Formula identisch, das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) bietet mit dreimal PCIe 3.0 x1 zwei kleine Slots mehr.

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Für insgesamt sechs SATA-Geräte bietet die Platine entsprechende Anschlüsse. Zusätzlich wurden wieder zwei M.2-M-Key-Anschlüsse verlötet, für die ASUS je einen Passivkühler mitliefert. Ganze 15 USB-Ports werden zur Verfügung gestellt, fünfmal USB 3.1 Gen2 (davon einmal intern), viermal USB 3.1 Gen1 (zweimal intern) sowie sechsmal USB 2.0 (viermal intern). Sollte der Wunsch da sein, die im Prozessor integrierte Grafikeinheit anzusprechen, kann dies über einen HDMI-1.4b- und DisplayPort-1.2-Grafikausgang erfolgen.

In jedem Fall wird ein 1-GBit/s-LAN-Port über Intels I219-V-Chip bereitgestellt, bei der Wi-Fi-Variante ist mit dem Intel Wireless-AC 9560 zudem ein aktuelles WLAN-ac- und Bluetooth-5.0-Modul an Bord. Und natürlich darf da auch das SupremeFX-Audio-Feature nicht fehlen, das selbstverständlich auch beim ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) anzutreffen ist.

Im Vergleich zum Vorgänger-Modell wurde der VRM-Kühler um einiges größer gestaltet und ist damit für die beiden Achtkern-Prozessoren vorbereitet. Zumindest mit dem Core i7-8700K betrug die Kühlertemperatur lediglich etwas mehr als 50°C. Absolut lobenswert ist, dank des exzellenten VRM-Bereichs, die hervorragende Energie-Effizienz .

Wie es für die ROG-Mainboards üblich ist, siedelt sich der Preis für das ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) natürlich in der Oberklasse an. Mindestens 287 Euro sind es für das ROG Maximus XI Hero und mindestens 339 Euro für die Wi-Fi-Edition. Für den Preis bekommt der Interessent jedoch eine sehr hochwertige Platine und viel Ausstattung und vielen Features.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi):

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi):

Das ASUS ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) ist ein hervorragendes Mainboard für die LGA1151v2-Prozessoren, das mit einer umfangreichen Ausstattung und einem leistungsstarken VRM-Bereich auftrumpfen kann. Im Gegenzug muss aber auch einiges an Geld auf den Tisch gelegt werden.

ASUS' ROG Maximus XI Hero (Wi-Fi) ist meiner Ansicht nach ein gelungener Nachfolger des beliebten ROG Maximus X Hero (Wi-Fi) aus dem letzten Jahr. Als logischen Schritt wurde der Z390-Chipsatz verbaut, während insgesamt eine bessere Ausstattung geboten wird. Natürlich ist der Preis zweifelsfrei hoch, allerdings werden viele Interessenten bereit sein, diesen Preis zu bezahlen. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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