MSI B450 Gaming Pro Carbon AC im Test - Viel Ausstattung für den Preis

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msi b450 gaming pro carbon ac 004 logoIn MSIs Mainboard-Sortiment befinden sich alleine zwölf Platinen mit AMDs B450-Midrange-Chipsatz. Mit von der Partie ist natürlich auch ein Gaming-Pro-Carbon-Modell, das zur Performance-Gaming-Reihe gehört. Wir haben das B450 Gaming Pro Carbon AC im Detail betrachtet und es gegen die bisherigen AM4-Mainboards antreten lassen. 

Auf dem B450 Gaming Pro Carbon AC sind vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, einmal PCIe 3.0 x16, einmal PCIe 2.0 x16 (mechanisch) und dazu dreimal PCIe 2.0 x1 vertreten. Hinzu kommen gleich sechs SATA-6GBit/s-Buchsen und zweimal M.2. Viermal USB 3.1 Gen1, sechsmal USB 2.0 und zweimal USB 3.1 Gen2 ermöglichen eine hohe Flexibilität. Natürlich sind auch ein guter Onboard-Sound-Chip und einmal Gigabit-LAN mit an Bord.

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Sofort fällt die optische Ähnlichkeit zum Z370 Gaming Pro Carbon (AC) auf, das wir ebenfalls getestet haben. Einzig das fehlende I/O-Panel-Cover stellt einen Unterschied dar. Der Chipsatzkühler und auch die VRM-Kühler weisen eine Carbon-Optik auf. Die Platine selbst ist dunkel gehalten wie die Anschlüsse selbst. Auffällig sind natürlich die Steel-Armor-Features bei zwei Erweiterungsschnittstellen und bei den DIMM-Slots.

Die Spezifikationen

Das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
B450 Gaming Pro Carbon AC
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel PGA AM4 (für Summit Ridge, Raven Ridge und Pinnacle Ridge)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
Phasen/Spulen 11 Stück
(10x CPU, 1x RAM)
Preis
ab 127 Euro
Webseite MSI B450 Gaming Pro Carbon AC
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz AMD B450 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), bis effektiv 3.466 MHz
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire 2-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express

1x PCIe 3.0 x16 (x16) über CPU
1x PCIe 2.0 x16 (x4) über AMD B450
3x PCIe 2.0 x1 über AMD B450

SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
4x SATA 6GBit/s über AMD B450
2x SATA 6GBit/s über CPU/APU
1x M.2 M-Key mit PCIe 3.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 2.0 x4 über AMD B450 (shared)
USB 2x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel) über AMD X470
4x USB 3.1 Gen1 (2x am I/O-Panel, 2x über Header) 2x über CPU, 2x über AMD B450
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über AMD B450
Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4 (HDMI 2.0 mit Ryzen 2000)
1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac über Intel Wireless-AC 9260, Dual-Band,
bis 1,73 GBit/s, Bluetooth 5.0
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I211-AT Gigabit-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header
1x addr. RGB-Header
1x Corsair-Header
FAN- und AIO-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin WPump-FAN-Header
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes Zubehör konnten wir ausfindig machen:

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MSI legt das übliche Zubehör in den Karton und legt dabei großen Wert auf die RGB-LED-Erweiterung, im Gegenzug sind dafür aber lediglich zwei SATA-Kabel enthalten. Unserer Meinung nach hätten es ruhig vier SATA-Kabel sein können.


Die I/O-Verteilung ist bei der AM4-Plattform etwas komplexer, als sie es bei Intels Kaby-Lake-Plattform ist. Während die SATA-Schnittstellen beispielsweise bei Intel ausschließlich aus dem PCH kommen, erfolgt dies bei AMDs AM4-Plattform zweigeteilt.

Neben 16 Gen3-Lanes, welche in erster Linie für die Grafikkarte(n) gedacht sind, bringen die Ryzen-Prozessoren zusätzlich vier weitere Gen3-Lanes mit, die allerdings für den Storage-Bereich reserviert sind und sich durch die Mainboard-Hersteller unterschiedlich belegen lassen. Zur Auswahl stehen die Modi "2x SATA + 1x NVMe x2", "2x SATA + 1x PCIe x2" und "1x NVMe x4". Zusätzlich bringen die Ryzen-CPUs einen USB-3.1-Gen1-Controller mit, welcher bis zu vier Schnittstellen steuern kann.


Chipsatz
Feature
X370/X470
B350/B450
AM4-CPU (ab Summit Ridge)
PCIe 3.0- - 24 (x4 FCH, x4 M.2)
PCIe 2.0 8 6 -
USB 3.1 Gen2 2 2 -
USB 3.1 Gen1 6 24
USB 2.0 6 6 -
SATA 6GBit/s 8 6 2 (2 Lanes weniger)
Multi-GPU SLI / CrossFireX CrossfireX -
Overclocking Ja / Ja Ja / Ja Ja
RAID (0, 1, 10) Ja / Ja Ja / Ja -
XFR Ja / Ja Ja / Ja ab Summit Ridge (1. Gen)
XFR 2 (Enhanced) Nein / Ja Nein / Ja ab Pinnacle Ridge (2. Gen)
Precision Boost Overdrive Nein / Ja Nein / Jaab Pinnacle Ridge (2. Gen)

AMDs B450-FCH selbst bringt noch sechs Gen2-Lanes, bis zu sechsmal SATA 6GBit/s, dazu jeweils zwei USB-3.1-Schnittstellen der ersten und zweiten Generation sowie sechsmal USB 2.0 mit. Demnach bietet der B450-FCH dieselben Schnittstellen an wie der B350-Chipsatz. Beim B450-Chip ist jedoch, genau wie beim X470-Modell, die Unterstützung für Precision Boost Overdrive und XFR2 Enhanced mit an Bord, mit denen eine Pinnacle-Ridge-CPU unter günstigen Bedingungen einen höheren Turbotakt erreichen kann.

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Alle drei Kühlkörper machen von der Optik und von der Größe her einen guten Eindruck. Gerade die Kühlfläche des VRM-Kühlers für die VCore-MOSFETs (oben links) wurde vergrößert, um eventuellen Temperaturproblemen vorzubeugen.

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Auf der VCore-Seite sehen wir insgesamt acht Spulen, von denen jeweils zwei Stück zusammengeschaltet wurden. SoC-seitig sind es hingegen zwei Spulen. Somit erfüllt der Richtek RT8894A mit der maximal möglichen 4+2-Konfiguration exakt seinen Zweck. Dabei bedient sich MSI erneut beim NTMFS4C029N als High-Side- und NTMFS4C024N als Low-Side-MOSFET, die von On Semiconductor stammen.

Vom Netzteil aus kann neben einem 8-Pin-Stromstecker optional auch ein 4-Pin-Stromstecker genutzt werden. So werden die Spannungen gerade beim Overclocking stabilisiert.

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Auch beim MSI B450 Gaming Pro Carbon AC können durch den Anwender bis zu 64 GB RAM verstaut werden. Dabei geben die Taiwaner das Board bis DDR4-3466 frei. Man kann gut erkennen, dass eine Spule für die VDIMM zuständig ist.

Am unteren PCB-Rand ist auch erneut das Debug-EZ-Feature hinterlassen worden, sodass der Anwender im Falle eines Boot-Problems den Schuldigen finden kann.

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Der PCIe-3.0-x16-Steckplatz wurde mit dem Steel-Armor-Feature ausgestattet und arbeitet mit der AM4-CPU zusammen. Drei PCIe-2.0-x1-Schnittstellen und ein mechanischer PCIe-2.0-x16-Slot wurden an den X470-Chipsatz angebunden. Letzterer bekommt im Höchstfall vier Gen2-Lanes zugesprochen.

Die folgende Tabelle macht das Ganze übersichtlicher:

Lane-Verteilung der PCIe-Slots
mit Summit Ridge und Pinnacle Ridge
Mechanisch elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU 2-Way-SLI/
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
PCIe 2.0 x1
x1 (B450)
- -
PCIe 2.0 x1 x1 (B450) - -
PCIe 2.0 x16 (*1) x4 (B450) - x4
PCIe 2.0 x1 x1 (B450) - -
Hinweis: Die Chipsatz-seitigen Steckplätze werden unbrauchbar, wenn im zweiten M.2-Anschluss (M.2_2) ein PCIe-Modul installiert ist. Der mechanische PCIe-2.0-x16-Steckplatz (*1) arbeitet im x1-Mode, wenn ein PCIe-2.0-x1-Slot belegt ist.



Lane-Verteilung der PCIe-Slots
mit Raven Ridge (Ryzen 3 2200G(E) und Ryzen 5 2400G(E))
Mechanisch elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU 2-Way-SLI/
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x8 (APU) x8 x8
PCIe 2.0 x1
x1 (B450)
- -
PCIe 2.0 x1 x1 (B450) - -
PCIe 2.0 x16 (*1) x4 (B450) - x4
PCIe 2.0 x1 x1 (B450) - -
Hinweis: Die Chipsatz-seitigen Steckplätze werden unbrauchbar, wenn im zweiten M.2-Anschluss (M.2_2) ein PCIe-Modul installiert ist. Der mechanische PCIe-2.0-x16-Steckplatz (*1) arbeitet im x1-Mode, wenn ein PCIe-2.0-x1-Slot belegt ist.

Das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC gibt dem Anwender zwei M.2-M-Key-Schnittstellen an die Hand. Die Obere nimmt ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 11 cm auf und ist direkt an die CPU mit PCIe 3.0 x4 (32 GBit/s) angebunden. Hierfür ist auch ein M.2-Kühler mit dabei. Die untere Schnittstelle arbeitet stattdessen mit dem B450-Chipsatz zusammen und kommt auf maximal 16 GBit/s (PCIe 2.0 x4). Das Modul darf dabei eine Länge von 4,2 cm bis 8 cm aufweisen.

Bei der oberen M.2-Schnittstelle gibt es natürlich ein paar Restriktionen zu beachten. So werden die SATA-Ports 5 und 6 unbrauchbar, wenn ein M.2-Modul installiert ist.


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Alle sechs SATA-6GBit/s-Ports wurden um 90 Grad angewinkelt, doch nicht alle sechs arbeiten direkt mit dem B450-Chipsatz zusammen. Dies gilt nämlich nur für die vier linken Ports. Die beiden rechten Anschlüsse gehen über die CPU/APU ans Werk.

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Am I/O-Panel findet der Anwender alle aktuellen Anschlüsse und Technologien. Von jeder gegenwärtigen USB-Generation wurden zwei Anschlüsse berücksichtigt. Dazu gibt es einmal PS/2, Gigabit-LAN und die obligatorischen Audioanschlüsse. Mit dem Intel Wireless-AC 9260 wurde ein aktuelles WLAN-ac- und Bluetooth-5.0-Modul verbaut (bis 1,73 GBIt/s WLAN-Durchsatz brutto) und im Falle einer APU stehen je ein DisplayPort- und HDMI-Grafikausgang zur Verfügung.

Für besseren Komfort sorgt der BIOS-Flashback-Plus-Button, mit dem der Anwender das BIOS unkompliziert aktualisieren kann, auch wenn keine CPU und kein RAM installiert sind.

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Auf der rechten Seite sehen wir den Nuvoton NCT6797D-M, der als SuperI/O-Controller fungiert. Mittig befindet sich unter dem EMI-Shield mit der Aufschrift "Audio Boost" Realteks ALC1220-Codec. Mit im Gepäck sind allerdings auch insgesamt neun Audiokondensatoren für ein besseres Klangergebnis. Bleibt schließlich noch der Intel-I211-AT-Controller übrig, der mit maximal 1 GBit/s Daten schieben kann.

Nebenbei noch der Hinweis, dass das B450 Gaming Pro Carbon AC das einzige B450-Modell von MSI ist, dass den Intel-Gigabit-LAN-Chip besitzt. Der Rest hat einen Netzwerkcontroller von Realtek erhalten.

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Das gesamte Layout weiß zu gefallen. Alle Anschlüsse befinden sich an den richtigen Stellen und beim Systemaufbau sind uns keine Unstimmigkeiten aufgefallen. Einzig den PCIe-2.0-x1-Steckplatz direkt unterhalb vom PCIe-3.0-x16-Slot hätte MSI weglassen können, da Ersterer mit einer Dual-Slot-Grafikkarte überdeckt wird.

Generell werden genügend FAN-Header bereitgestellt, um die Kühlung im Gehäuse zu gewährleisten. Auch für eine Wasserpumpe steht ein Anschluss bereit.


BIOS

MSI hat uns das B450 Gaming Pro Carbon AC mit der Beta-BIOS-Version E7B85AMS.109 zugeschickt, die zum Testzeitpunkt aktuell war. Inzwischen jedoch bietet der Hersteller die finale Version E7B85AMS.110 an, die einerseits die RAM-Kompatibilität verbessert und außerdem die AGESA-Version 1.0.0.4C (PinnaclePI) beinhaltet.

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Bei der UEFI-Oberfläche gibt es keine Veränderungen zu dem, was wir von MSI zuletzt gesehen haben. So bleibt es bei der Rot-Schwarz-Optik. Unterschieden wird weiterhin zwischen dem EZ- und Advanced-Modus. Auf dieser Übersichtsseite (EZ-Mode) erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen

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MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt. Rechts benachbart ist der A-XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "Game Boost"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass vom Hardware- in den Softwaremodus gewechselt werden kann.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letztere sind bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Die umfangreichen Übertaktungsfunktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genauso ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meist genutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, in dem der Anwender anschließend diese Funktion auf einer der fünf Seiten ablegen kann.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

Overclocking

Mit 10 Spulen (effektiv 4+2) und vor allem mittels des B450-FCHs kann mit dem MSI B450 Gaming Pro Carbon AC übertaktet werden. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können. Bei den Achtkern-CPU-Modellen stehen neben "Auto" (4+4) folgende Modi zur Auswahl: 1+1, 2+2 und 3+3.

Auf dem MSI B450 Gaming Pro Carbon AC ist keine Veränderung des Grundtakts möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender leider nur der Override-Modus zur Auswahl. Dabei lässt sich die Spannung von 0,9000 Volt bis 1,5500 Volt in 0,0125-Volt-Intervallen verändern. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC in der Übersicht
Base Clock Rate - nicht möglich -
CPU-Spannung 0,9000 Volt bis 1,5500 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
DRAM-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,9000 Volt bis 1,3000 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
CPU-VDD18-Spannung - nicht möglich -
CPU-VDDP-Spannung 0,700 V bis 1,400 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
FCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen DRAM VPP, DRAM VREF
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 42 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (D.O.C.P.)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale FANs,
CPU-LLC Level 1-8

Für das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC war es problemlos möglich, den Takt von 4 GHz zu halten. Mehr macht der Ryzen 7 1700X nicht mit. An Spannung mussten wir dazu 1,3500 Volt anlegen. Unterhalb davon wurde das System instabil.

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Das in den DIMMs hinterlegte Profil wurde vom MSI B450 Gaming Pro Carbon AC fast korrekt in die Tat umgesetzt (DDR4-2933 statt DDR4-3000). Mit manuellen Einstellungen konnten wir die Latenzen noch etwas anziehen und den DDR4-3000-Teiler aktivieren. Die VDIMM lag in beiden Fällen bei 1,35 Volt.

MSI Command Center

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Darüber hinaus hat MSI das Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI B450 Gaming Pro Carbon AC ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Ergebnisse für den 3DMark 2013 FireStrike und auch für Cinebench R15 CPU entsprechen den Erwartungen.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Mit 15,19 Sekunden startet das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC recht fix, kann aber mit dem Gigabyte B450 AORUS Pro nicht mithalten, das gerade einmal 12,46 Sekunden benötigte.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein WLAN- und Bluetooth-Controller sowie ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf positioniert sich das MSI B450 Gaming Pro Carbon mit einer Leistungsaufnahme von 46,3 Watt genau in der Mitte von den bisher getesteten AM4-Mainboards.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench R15 wurde das System dann unter Last gesetzt und dort zeigt sich die MSI-Platine mit einem System-Gesamtverbrauch von 164,6 Watt etwas stromhungriger als die anderen AM4-Mainboards.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Dies ändert sich auch nicht mit Prime95, wo der Verbrauch bei 164,1 Watt gelegen hat.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung wird dann der Grund für die erhöhte Leistungsaufnahme deutlich, denn die CPU-Spannung lag mit 1,248 Volt ebenfalls recht hoch.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im UEFI konnten wir keine Zusatzkomponenten ausschalten, sodass dieselben Werte herangezogen wurden.

Insgesamt betrachtet zeigt das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC eine durchschnittliche Leistungsaufnahme im Idle. Unter Last steigt dann der Stromhunger und liegt auf den hinteren Plätzen.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC stellt insgesamt zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit, die über den B450-Chipsatz arbeiten.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Der B450-Chipsatz bietet wieder einmal eine gute USB-3.1-Gen2-Performance mit 970 MB/s im Schreiben und 870 MB/s im Lesen.

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC insgesamt vier Stück an. Am I/O-Panel kann auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Stück können über den internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die zwei Anschlüsse am I/O-Panel direkt mit der CPU und der Rest mit dem B450-FCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Auch der USB-3.1-Gen1-Datendurchsatz ist in der Summe absolut überzeugend, allerdings liefert der B450-FCH eine etwas höhere Leistung, wie es bisher immer der Fall gewesen ist. In beiden Fällen waren es jedoch stets über 400 MB/s.

SATA-6GBit/s-Performance

Beim MSI B450 Gaming Pro Carbon AC werden sechs SATA-6GBit/s-Ports zur Verfügung gestellt. Dabei arbeiten vier Ports mit dem B450-Chipsatz zusammen, die restlichen zwei Anschlüsse mit der CPU. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Ähnlich sah es im SATA-6GBit/s-Bereich aus, wo auch in diesem Fall der AMD-Chipsatz etwas mehr Leistung herauskitzeln konnte. In jedem Fall waren über 500 MB/s drin.

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der Ryzen-Plattform. Mithilfe der Ryzen-CPUs erfährt der angebundene M.2-Steckplatz eine anständige Performance, dank der vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom AM4-Prozessor.


Das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC bietet zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Eine arbeitet mit 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) über die CPU, die Andere mit 16 GBit/s (PCIe 3.0 x2) über den B450-Chipsatz.

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Links sind die M.2-Transferraten über die CPU mit PCIe 3.0 x4 (32 GBit/s) einsehbar. Lesend wurden bis zu 3.363 MB/s und schreibend maximal 1.509 MB/s erreicht. Der zweite Steckplatz über den B450-Chipsatz geht mit PCIe 2.0 x4 (16 GBit/s) ans Werk und limitiert das Solid-State-Modul beträchtlich. So wurde noch eine Leserate von 1.447 MB/s und eine Schreibrate von 1.388 MB/s erreicht.


Auch MSI ist auf den B450-Mainboardzug aufgesprungen und stellt zwölf verschiedene Modelle zur Verfügung. Das nun getestete B450 Gaming Pro Carbon AC stellt das Flaggschiff-Modell dar und hat dementsprechend eine anständige Ausstattung zu bieten. Das effektiv zum Einsatz kommende 4+2-Phasendesign genügt, um auch einen Ryzen-7-Prozessor der ersten oder zweiten Generation zu einem höheren Takt zu verhelfen.

MSI hat den VRM-Kühler der VCore-MOSFETs größer dimensioniert, um Temperaturproblemen aus dem Weg zu gehen. Des weiteren wurde dem 8-Pin-EPS12V-Stromanschluss ein zusätzlicher 4-Pin-Anschluss zur Seite gestellt. Auf Onboard-Komfort, wie einen Power- und Reset-Button muss der Anwender zwar verzichten, dennoch wurde das EZ-Debug-Feature zum schnellen Troubleshooting nicht vergessen. Hinzu kommt der BIOS-Flashback-Plus-Button am I/O-Panel, der eine BIOS-Aktualisierung ohne CPU und RAM erlaubt.

Für eine dedizierte Grafikkarte hält sich ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz bereit, der zudem mit dem Steel-Armor-Feature ausgestattet wurde. Die drei PCIe-2.0-x1-Slots und der mechanische PCIe-2.0-x16-Anschluss arbeiten hingegen über den B450-Chipsatz inklusive Sharing. Und natürlich wurde an vier DDR4-DIMM-Speicherbänke gedacht, die zusammen eine Arbeitsspeicher-Kapazität bis 64 GB erlauben. Der von MSI garantierte effektive RAM-Takt beläuft sich auf 3.466 MHz.

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Zum Storage-Aufgebot gehören neben sechsmal SATA 6GBit/s gleich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Eine arbeitet mit maximal PCIe 3.0 x4 über die CPU und wurde mit einem Kühler bestückt, die Andere geht mit PCIe 2.0 x4 über den B450-Chipsatz ans Werk. Überschaubar fällt die USB-Ausstattung mit zweimal USB 3.1 Gen2 (nativ, 2x extern), viermal USB 3.1 Gen1 (2x extern, 2x intern) und sechsmal USB 2.0 (2x extern, 4x intern) aus. Für APU-Anwender hat MSI auch an einen DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4-Grafikausgang gedacht.

Bei der Netzwerkanbindung erhält der Anwender die Wahl zwischen der kabelgebundenen Variante über einen Gigabit-LAN-Port und der kabellosen Variante über den Intel-Wireless-AC-9260-Adapter (WLAN-Datendurchsatz bis 1,73 GBit brutto) , der auch eine Bluetooth-Unterstützung in Version 5.0 beinhaltet. Für den Sound hat sich MSI für den Realtek ALC1220 entschieden, der zusammen mit einigen Audiokondensatoren das Audio-Boost-4-Feature bildet. Aber auch für RGB-Fans ist gesorgt, denn neben einigen Onboard-LEDs bringt die Platine einige Header zur Erweiterung mit.

Für einen Preis ab 127 Euro ist das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC sehr rüber und liegt in einem annehmbaren Bereich. WLAN ist hier gleich mit an Bord und die Ausstattung wird den meisten Anwendern locker ausreichen.

Positive Eigenschaften des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC:

Negative Eigenschaften des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC:

Mit dem B450 Gaming Pro Carbon AC hat MSI eine sehr interessante Mainstream-Platine für die Ryzen-Prozessoren im Angebot, die eine ausgewogene Ausstattung bietet und natürlich auch das Overclocking ermöglicht.

Persönliche Meinung

Das MSI B450 Gaming Pro Carbon ist ein solides Mainboard und ist auch von der Verarbeitung her sehr hochwertig. Für den Preis hat es jede Menge Ausstatung zu bieten und wird die Interessenten sicherlich zufriedenstellen. (Marcel Niederste-Berg)