MSI X470 Gaming M7 AC im Test - X470-Flaggschiff mit umfangreicher Ausstattung

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msi x470 gaming m7 ac 004 logoNeben dem X470 Gaming Pro Carbon AC haben wir von dem Hersteller außerdem das MSI X470 Gaming M7 AC für einen Test erhalten. Beide Platinen bieten eine großzügige Ausstattung, doch das X470 Gaming M7 AC ist zweifellos das Flaggschiff von MSI und hat gegenüber dem X470 Gaming Pro Carbon AC noch einige Extras an Bord. Wir schauen uns die Platine ganz genau an.

Es fällt auf, dass verglichen zu den Intel-Mainboards deutlich weniger AMD-Mainboards angeboten werden. Dies ist aber nicht nur bei MSI der Fall, sondern auch bei ASUS, ASRock und Gigabyte. Bei der Beliebtheit der AMD-Ryzen-Prozessoren stößt das auf etwas Unverständnis. Die Enthusiast-Gaming-Produktreihe mit dem AMD-X470-Chipsatz wird nämlich nur aus dem X470 Gaming M7 AC gebildet. Beispielsweise hat es dieses Mal kein XPower-Gaming-Titanium-Modell ins Sortiment geschafft.

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Beim MSI X470 Gaming M7 AC dominiert vor allem die Farbe Schwarz. Zusammen mit einigen grauen Akzenten und den Steel-Armor-Features bei den DIMM-Slots und bei den Erweiterungssteckplätzen ist MSI eine gefällige Optik gelungen.

Die Spezifikationen

Das MSI X470 Gaming M7 AC wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI X470 Gaming M7 (AC) in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
X470 Gaming M7 (AC)
Mainboard-Format ATX
CPU-Sockel PGA AM4 (für Summit Ridge, Raven Ridge und Pinnacle Ridge)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
2x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 15 Stück
(14x CPU, 1x RAM)
Preis
ab 236 Euro
Webseite MSI
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz AMD X470 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), bis effektiv 3.600 MHz mit Ryzen-2000-Serie, bis effektiv 3.466 MHz mit Ryzen-1000-Serie (inkl. Raven Ridge)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire 2-Way-SLI, 3-Way-CrossFireX
  Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (x16/x8) über CPU
1x PCIe 2.0 x16 (x4) über AMD X470 (shared)
3x PCIe 2.0 x1 über AMD X470 (shared)

SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
6x SATA 6GBit/s über AMD X470
1x M.2 M-Key mit PCIe 3.0 x4 über CPU
1x M.2 M-Key mit PCIe 2.0 x4 über AMD X470 (shared)
USB 3x USB 3.1 Gen2 (2x extern, 1x intern) 2x über AMD X470, 1x über ASMedia ASM1143
8x USB 3.1 Gen1 (4x extern, 4x intern) 4x über CPU, 4x über AMD X470
6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern) über AMD X470
Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11a/b/g/n/ac über Intel Wireless-AC 8265, Dual-Band,
bis 867 MBit/s, Bluetooth 4.2
Thunderbolt -
LAN 1x Rivet Networks Killer E2500 Gigabit-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header
1x addr. RGB-Header
1x Corsair-Header
FAN- und AIO-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
1x 4-Pin WPump-FAN-Header
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Folgendes Zubehör konnten wir ausfindig machen:

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MSI legt das übliche Zubehör in den Karton und legt dabei großen Wert auf die RGB-LED-Erweiterung. Gleichzeitig gibt es dafür aber auch vier SATA-Kabel mit dazu. Und natürlich sind noch die beiden Antennen mit enthalten.


Die I/O-Verteilung ist bei der AM4-Plattform etwas komplexer, als sie es bei Intels Coffee-Lake-S-Plattform ist. Während die SATA-Schnittstellen beispielsweise bei Intel ausschließlich aus dem PCH kommen, erfolgt dies bei AMDs AM4-Plattform zweigeteilt.

Neben 16 Gen3-Lanes, welche in erster Linie für die Grafikkarte(n) gedacht sind, bringen die Ryzen-Prozessoren zusätzlich vier weitere Gen3-Lanes mit, die allerdings für den Storage-Bereich reserviert sind und sich durch die Mainboard-Hersteller unterschiedlich belegen lassen. Zur Auswahl stehen die Modi "2x SATA + 1x NVMe x2", "2x SATA + 1x PCIe x2" und "1x NVMe x4". Zusätzlich bringen die Ryzen-CPUs einen USB-3.1-Gen1-Controller mit, welcher bis zu vier Schnittstellen steuern kann.

AMDs X470-FCH selbst bringt noch acht Gen2-Lanes, bis zu achtmal SATA 6GBit/s, dazu jeweils zwei USB-3.1-Schnittstellen der zweiten Generation sowie jeweils sechsmal USB 3.1 Gen1 und USB 2.0 mit. Somit steht also fest, dass der Unterschied zwischen dem X370- und dem X470-Chipsatz wirklich marginal ausfällt und hauptsächlich in einer etwas besseren Energieeffizienz sowie dem XFR2-Enhanced- und Precision-Boost-Overdrive-Feature mündet. Letztere genannten Funktionen werden allerdings ausschließlich von den Ryzen-2000-Prozessoren angewendet.

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Für die MOSFETs verwendet MSI zwei Passivkühler. Dabei überdecken die Wärmeleitpads fast komplett die MOSFETs. Wesentlich spannender ist jedoch der Kombikühler. Dieser kühlt neben dem Chipsatz außerdem bis zu zwei M.2-Module. Sollte nun jemand die Befürchtung haben, dass für die Installation der M.2-Module der gesamte Kühler demontiert werden muss, den können wir absolut beruhigen. Doch dazu später mehr.

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Um die CPU-Spannungsversorgung kümmern sich auf dem MSI X470 Gaming M7 AC insgesamt 14 Spulen, die als 6+1-Konfiguration eingesetzt werden. Zwei Stück davon sind für die CPU-SOC-Spannung zuständig. Für jede der zwölf CPU-VCore-Spulen wurde ein NTMFS4C029N (46A) als Highside-MOSFET und ein NTMFS4C024N (78A) als Lowside-MOSFET verlötet. Bei den beiden CPU-SOC-Spulen sind es hingegen einmal der NTMFS4C029N und zweimal der NTMFS4C024N.

Vom Netzteil aus können erfreulicherweise gleich zwei 8-Pin-EPS12V-Stromstecker eingesteckt werden. Für den Betrieb reicht würde allerdings in den meisten Fällen auch nur ein Stecker ausreichen.

Der IR35201 nimmt seine Arbeit als PWM-Controller auf und ist für die Ansteuerung der 14 Spulen zuständig. Da der IR35201 jedoch höchstens acht Spulen ansprechen kann, musste sich MSI also etwas einfallen lassen.

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Dreht man das Mainboard um, so werden die sieben IR3598-Doubler sichtbar. Auf diese Weise werden die gesamten 14 Spulen an dem IR35201 angebunden, der effektiv mit lediglich "sieben Spulen" ans Werk geht.

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Natürlich wurden auch dem MSI X470 Gaming M7 AC vier DDR4-DIMM-Speicherbänke spendiert, die zusammen bis zu 64 GB RAM aufnehmen können. Egal ob nun ein AMD-Prozessor der ersten oder zweiten Ryzen-Generation installiert ist, MSI gibt das Board mit einer effektiven RAM-Taktfrequenz bis 3.600 MHz frei.

Unten am Rand findet sich das EZ-Debug-LED-Feature seinen Platz, zusätzlich zur Debug-LED.

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Kommen wir nun zur oben erwähnten Beruhigung: Die M.2-Kühlflächen lassen sich mit angenehmem Widerstand nach oben kippen. Nach der M.2-Installation lassen sich die Kühlflächen wieder nach unten kippen und mit zwei Schrauben fixieren. Diesen Kombikühler hat MSI vom X370 Gaming M7 ACK übernommen. In beiden M.2-Schnittstellen kann je ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 8 cm Länge installiert werden.

Für sämtliche Erweiterungskarten verfügt das X470 Gaming M7 AC über zweimal PCIe 3.0 x16 (x16/x0 oder x8/x8) und dazu dreimal PCIe 2.0 x1 und einmal PCIe 2.0 x16 (elektrisch mit x4). Die beiden verstärkten Steckplätze arbeiten mit der CPU zusammen, der Rest mit dem X470-Chipsatz.

Die folgende Tabelle macht das Ganze übersichtlicher:

Lane-Verteilung der PCIe-Slots
mit Summit Ridge und Pinnacle Ridge
Mechanisch elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU 2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
PCIe 2.0 x1 x1 (X470)
- - -
PCIe 3.0 x16
x16/x8 (CPU)
x16
x8
x8
- - - - -
PCIe 2.0 x1 (*1) x1 (X470) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 2.0 x1 (*2) x1 (X470) - - -
PCIe 2.0 x16 (*3) x4 (X470) - - x4
Hinweis: Der PCIe-2.0-x1-Steckplatz (*1) wird unbrauchbar, wenn der PCIe-2.0-x1-Slot (*2) belegt ist. Der PCIe-2.0-x16-Anschluss (*3) wird unbrauchbar, wenn im M.2_2-Steckplatz (unten) ein Modul installiert ist.



Lane-Verteilung der PCIe-Slots
mit Raven Ridge (Ryzen 3 2200G(E) und Ryzen 5 2400G(E))
Mechanisch elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU 2-Way-
CrossFireX
PCIe 2.0 x1 x1 (X470)
- -
PCIe 3.0 x16
x8 (APU)
x8
x8
- - - -
PCIe 2.0 x1 (*1) x1 (X470) - -
PCIe 3.0 x16 - - -
PCIe 2.0 x1 (*2) x1 (X470)- -
PCIe 2.0 x16 (*3) x4 (X470) -x4
Hinweis: Der PCIe-2.0-x1-Steckplatz (*1) wird unbrauchbar, wenn der PCIe-2.0-x1-Slot (*2) belegt ist. Der PCIe-2.0-x16-Anschluss (*3) wird unbrauchbar, wenn im M.2_2-Steckplatz (unten) ein Modul installiert ist.

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Über den X470-Chipsatz werden auch noch sechs SATA-6GBit/s-Ports angebunden, sodass zusätzliche SSDs oder auch HDDs angeklemmt werden können. Links benachbart ist ein angewinkelter USB-3.1-Gen1-Header.

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Das I/O-Panel besteht aus folgenden Anschlüssen:

Eine bunte Mischung aus aktuellen Schnittstellen bekommt der Besitzer des MSI X470 Gaming M7 AC geboten. Mit dabei sind insgesamt acht USB-Buchsen der drei aktuellen Generationen, dazu einmal PS/2, Gigabit-LAN, das WLAN- und Bluetooth-Modul und natürlich auch die obligatorischen Audio-Anschlüsse. Für mehr Komfort sorgen der CMOS-Clear- und der USB-Flashback+-Button.

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Um das EMI-Shield herum halten sich in der Summe 13 Audiokondensatoren auf, die für einen besseren Klang verantwortlich sind. Unter dem EMI-Shield verbirgt sich der weit verbreitete Realtek ALC1220. Ebenfalls dabei ist ein leistungsstarker Kopfhörerverstärker. Zusammen bilden sie das Audio-Boost-4-Feature.

Weiter links hat MSI den SuperI/O-Controller untergebracht und hat sich für den Nuvoton NCT6795D-M entschieden. Davon weiter links sehen wir den Killer-E2500-Netzwerkcontroller von Rivet Networks, der auf maximal 1 GBit/s kommt.

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Rechts unten in der Ecke sehen wir den zweiten USB-3.1-Gen1-Header, der in diesem Fall jedoch vertikal ausgerichtet wurde. Rechts daneben befindet sich der USB-3.1-Gen2-Header, um den sich der ASMedia ASM1143 kümmert. Neben der Debug-LED bekommt der Anwender zudem noch weiteren Komfort in Form eines Power- und Reset-Buttons sowie einem Game-Boost-Knob spendiert.

Der drehbare Game-Boost-Knob wurde schon auf vielen vergangenen MSI-Mainboards der Oberklasse verbaut und ermöglicht auf einfache Weise das Übertakten des Prozessors in mehreren Stufen. Dies ist jedoch mit Vorsicht genießen, denn nicht jeder installierter Prozessor wird mit den vordefinierten Profilen zurechtkommen. Im Handbuch sind leider keine Details zu den einzelnen Taktfrequenzen zu den Pinnacle-Ridge-Prozessoren hinterlegt worden, man beschränkt sich auf ein paar Summit-Ridge-Modelle.

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An dem Gesamtlayout der Platine gibt es von unserer Seite aus nichts auszusetzen. Alle Anschlüsse befinden sich an den richtigen Stellen und beim Systemaufbau sind uns keine Unstimmigkeiten aufgefallen.


BIOS

Auf der MSI-Webseite wird für das X470 Gaming M7 AC die BIOS-Version 1.20 angeboten. Seit Version 1.10 ist AMDs AGESA-Update 1.0.0.2a (Pinnacle Pi) integriert worden. Mithilfe von M-Flash konnten wir das BIOS problemlos flashen.

Folgende Änderungen hat MSI bisher vorgenommen:

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Bei der UEFI-Oberfläche gibt es keine Veränderungen zu dem, was wir von MSI zuletzt gesehen haben. So bleibt es bei der Rot-Schwarz-Optik. Unterschieden wird weiterhin zwischen dem EZ- und Advanced-Modus. Auf dieser Übersichtsseite (EZ-Mode) erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Bei der Advanced-Oberfläche ist eine Metalloptik mit der Aufschrift "Enthusiast Gaming" zu sehen. MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt, der das aktuelle Level anzeigt (weißer Punkt). Rechts benachbart ist der A-XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "Game Boost"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass vom Hardware- in den Softwaremodus gewechselt werden kann.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Die umfangreichen Übertaktungsfunktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genauso ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meist genutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, in dem der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

Overclocking

Mit 14 Spulen (effektiv 6+1) und vor allem mittels des X470-FCHs kann mit dem X470 Gaming M7 AC fleißig übertaktet werden. Das UEFI unterstützt auch die Down-Core-Funktion, mit der CPU-Kerne oder auch ein CCX-Modul (CPU Core Complex) gezielt abgeschaltet werden können. Bei den Achtkern-CPU-Modellen stehen neben "Auto" (4+4) folgende Modi zur Auswahl: 1+1, 2+2 und 3+3.

Auf dem MSI X470 Gaming M7 AC ist eine Veränderung des Grundtakts von 0 MHz bis 200 MHz in 1-MHz-Schritten möglich. Bei der CPU-Spannung steht dem Anwender leider nur der Override-Modus zur Auswahl. Dabei lässt sich die Spannung von 0,9000 Volt bis 2,0000 Volt in 0,0125-Volt-Intervallen verändern. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des MSI X470 Gaming M7 AC in der Übersicht
Base Clock Rate 0 MHz bis 200 MHz in 1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,9000 Volt bis 2,0000 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
DRAM-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SOC-Spannung 0,9000 Volt bis 1,3000 Volt in 0,0125-V-Schritten (Override-Modus)
CPU-VDD18-Spannung 1,600 V bis 2,400 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VDDP-Spannung 0,700 V bis 1,400 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
FCH-Core-Spannung 0,850 Volt bis 1,500 Volt in 0,010-Volt-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen FCH-PHY, DRAM VPP, DRAM VREF
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 42 Parameter
XMP/D.O.C.P. wird unterstützt (D.O.C.P.)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie AMD Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale FANs,
CPU-LLC Level 1-8

Für das MSI X470 Gaming M7 AC war es natürlich kein Problem, den Takt von 4 GHz zu halten. Mehr macht der Ryzen 7 1700X nicht mit. An Spannung mussten wir dazu 1,3625 Volt anlegen. Unterhalb davon wurde das System instabil.

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Das in den DIMMs hinterlegte Profil wurde vom MSI X470 Gaming M7 AC mit DDR4-2933 korrekt in die Tat umgesetzt. Mit manuellen Einstellungen konnten wir die Latenzen noch etwas anziehen. Die VDIMM lag in beiden Fällen bei 1,35 Volt. Generell sind diese Taktraten allerdings ein leichtes Spiel.

MSI Command Center

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Darüber hinaus hat MSI das Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI X470 Gaming M7 AC getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI X470 Gaming M7 AC ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grundperformance des MSI X470 Gaming M7 AC liegt auf dem erwarteten Niveau, auch wenn sich die Platine bei SuperPi etwas mehr Zeit gelassen hat.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Mit runden 17 Sekunden liegt das MSI X470 Gaming M7 AC ziemlich genau im Mittelfeld. Dass es etwas schneller geht, zeigt besonders ASUS mit gleich drei Modellen.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI X470 Gaming M7 AC hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Gen2-Controller, ein WLAN- und Bluetooth-Modul sowie ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf zeigte sich MSIs X470 Gaming M7 AC mit einem Verbrauch von 45,4 Watt sehr genügsam.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Als es zur Sache ging, wurde uns eine Leistungsaufnahme von 156,7 mit Cinebench R15 angezeigt. Dieser Wert ordnet sich im unteren Mittelfeld ein.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Lediglich 0,3 Watt mehr waren es mit Prime95. Aber auch mit den 157 Watt liegt das MSI X470 Gaming M7 auf den letzten Plätzen.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Einen Mittelweg geht die Platine bei der CPU-Spannung. CPU-Z zeigte unter Last eine VCore von 1,184 Volt an.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten keine Zusatzkomponenten deaktiviert werden, was wir sehr schade fanden. Somit kommen dieselben Werte zum Einsatz.

Während die Leistungsaufnahme im Idle sehr gut ausfällt, prescht diese unter Last in erhöhte Regionen vor.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das MSI X470 Gaming M7 AC stellt insgesamt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit, von denen die beiden am I/O-Panel über den X470-Chipsatz arbeiten und der Onboard-Header über den ASMedia ASM1143 angebunden wurde.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Der X470-Chipsatz liefert mit maximal 979 MB/s im Schreiben und 855 MB/s im Lesen eine solide USB-3.1-Gen2-Performance ab.

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das MSI X470 Gaming M7 AC insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die vier Anschlüsse am I/O-Panel direkt mit der CPU und der Rest mit dem X470-FCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Wie in vergangenen Tests zeigt sich hier erneut, dass die USB-3.1-Gen1-Leistung über den X470-FCH besser ausfällt als über den Controller in der CPU. Letzterer schafft es bis auf knapp über 400 MB/s lesend und fast 430 MB/s schreibend. Über den Chipsatz waren es hingegen höchstens 448 MB/s lesend und 463 MB/s schreibend.

SATA-6GBit/s-Performance

Beim MSI X470 Gaming M7 AC werden sechs SATA-6GBit/s-Ports zur Verfügung gestellt. Dabei arbeiten alle sechs Ports mit dem X470-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Hervorragende Werte sahen wir beim SATA-6GBit/s-Benchmark mit einem Lesedurchsatz von 556 MB/s und einer Schreibrate von 525 MB/s.

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der Ryzen-Plattform. Mithilfe der Ryzen-CPUs erfährt der angebundene M.2-Steckplatz eine anständige Performance, dank der vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom AM4-Prozessor.

Das MSI X470 Gaming M7 AC bietet zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Eine arbeitet mit 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) über die CPU, die Andere mit 16 GBit/s (PCIe 2.0 x4) über den Chipsatz.

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Von den beiden unterschiedlich angebundenen M.2-Schnittstellen konnten wir leider lediglich die Obere erfolgreich testen, die über die CPU angebunden ist. Bei der unteren M.2-Schnittstelle erhielten wir nach mehrmaligen Versuchen nach ein paar Sekunden einen Fehler.

Das M.2-Modul erzielte in der oberen Schnittstelle sehr gute Datenraten von 3.363 MB/s lesend und 1.515 MB/s schreibend.


Wer das High-End-X470-Mainboard von MSI besitzen möchte, muss zum X470 Gaming M7 AC greifen, welches das einzige Mitglied der Enthusiast-Gaming-Produktreihe ist, dafür aber auch eine umfangreiche Ausstattung zu bieten hat. Beeindruckend sehen zwar die 14 CPU-Spulen aus, doch auf der PCB-Rückseite hat MSI insgesamt sieben Phasen-Doppler integriert, sodass diese also in der 6+1-Konfiguration ans Werk gehen. Für den Betrieb selbst reicht das aber allemal aus und auch für das Overclocking ist das MSI X470 Gaming M7 AC dank der beiden 8-poligen EPS12V-Anschlüsse bestens gerüstet.

Der AM4-CPU können aufgrund der vier DIMM-Bänke bis zu 64 GB an Arbeitsspeicher zur Seite gestellt werden. MSI gibt die Slots bis zu einer effektiven Speicher-Taktfrequenz von 3.600 MHz frei. Dieser Korridor reicht in den meisten Fällen aus, da die meisten Anwender zu DDR4-3000- oder DDR4-3200-DIMMs greifen. Für die Erweiterungskarten hat sich MSI für zwei CPU-seitige und mechanische PCIe-3.0-x16-Slots entschieden. Zusätzlich sind aber auch dreimal PCIe 2.0 x1 und einmal PCIe 2.0 x16 (mechanisch) mit an Bord.

HDDs und SSDs finden ihren Platz an sechs angewinkelten SATA-6GBit/s-Ports und an zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Letztere werden vom FCH-Kombikühler auf Temperatur gehalten. MSI hat dafür eine komfortable Aufklapptechnik integriert, der zuvor schon beim X370 Gaming M7 ACK zum Einsatz kam. Generell muss der Besitzer auf keinen Onboard-Komfort, wie Power- und Reset-Buttons verzichten, sondern hat zudem Zugriff auf eine Debug-LED und den Game-Boost-Knob onboard sowie auf einen CMOS-Clear- und USB-Flashback+-Button am I/O-Panel.

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Zur weiteren Ausstattung gehören acht USB-3.1-Anschlüsse der ersten Generation, drei Stück der zweiten Generation (davon einmal als onboard-Header) sowie sechsmal USB 2.0, sodass also auch zahlreiche USB-Geräte angeschlossen werden können. Etwas RGB-LED-Beleuchtung befindet sich auf der I/O-Panel-Abdeckung und auf der PCB-Unterseite auf Höhe der DDR4-DIMM-Slots. Mit zwei RGB-Headern, einem adressierbaren RGB-Header und einem Corsair-LED-Anschluss kann die Beleuchtung erweitert werden. Für das MSI X470 Gaming M7 AC gibt es übrigens auch einen passenden Monoblock von EK Water Blocks.

Neben dem Audio-Boost-4-Feature hat MSI großen Wert auf Netzwerk-Flexibilität gelegt, denn abgesehen von einmal Gigabit-LAN (Killer E2500) ist auch ein WLAN-802.11a/b/g/n/ac- und Bluetooth-4.2-Modul (Intel Wireless-AC 8265) am I/O-Panel untergebracht worden. Beim WLAN-Feature hat sich MSI die Kritik an der Zusatzkarte bei den Vorgänger-Platinen zu Herzen genommen und hat das Modul auf das I/O-Panel verfrachtet. Eine gute Entscheidung.

In Sachen Leistungsaufnahme gibt es im Leerlauf nichts zu beanstanden, unter Last allerdings zeigt sich das X470 Gaming M7 AC eher stromhungrig, was allerdings nicht jeden Nutzer stören wird.

Mit mindestens 236 Euro ist das MSI X470 Gaming M7 AC kein Budget-Geheimtipp, doch wer High-End möchte, muss eben ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen. Generell ist das MSI X470 Gaming M7 eine überzeugende Platine für AMDs Ryzen-Prozessoren. 

Positive Eigenschaften des MSI X470 Gaming M7 AC:

Negative Eigenschaften des MSI X470 Gaming M7 AC:

Wer beim Thema AMD Ryzen von X470 in die Vollen gehen möchte, empfiehlt sich der Einsatz des MSI X470 Gaming M7 AC. Für einen annehmbaren Preis wird eine großzügige Ausstattung geboten.

Persönliche Meinung

Ich habe zwar auch für den X470-Chipsatz ein XPower-Gaming-Modell von MSI erwartet, aber das X470 Gaming M7 AC ist bis auf den Killer-Netzwerkchip ebenfalls ein schickes Board geworden. Allerdings wären mir auch die 236 Euro etwas zu viel für ein Mainboard, sodass meine Wahl auf ein anderes Modell fallen würde. (Marcel Niederste-Berg)