MSI B360M Mortar Titanium im Test - Das Mörser-Brett für Coffee Lake-S

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msi b360m mortar titanium 004 logoZum offiziellen Launch der wahrlich neuen Intel-300-Chipsätzen haben wir sowohl das ROG Strix H370-F Gaming als auch das ROG Strix B360-F Gaming von ASUS auf die Probe gestellt. Heute werden wir uns ein Micro-ATX-Mainboard aus dem Hause MSI näher anschauen, das den B360-Chipsatz trägt und auf die Bezeichnung "B360M Mortar Titanium" hört.

MSIs B360M Mortar Titanium gehört der Arsenal-Gaming-Produktreihe an und bietet sich für den Gaming-Einstieg an. Diese zeichnet sich zumeist auch mit einem geringen Anschaffungspreis aus, bietet jedoch auch eine annehmbare Ausstattung, die vielen Interessenten bereits ausreicht. Alternativ bietet sich das B360M Mortar sowie das B360M Bazooka an. Allesamt wurden im Micro-ATX-Format entworfen.

Im praktischen, quadratischen Format hat MSI auf dem B360M Mortar Titanium neben dem Sockel LGA1151 vier DDR4-DIMM-Speicherbänke für einen maximalen Speicherausbau von 64 GB und dazu jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Speicherbänke unterbringen können. Viermal SATA 6GBit/s und zwei M.2-Schnittstellen bieten sich für den Storage-Ausbau an.

Zusätzlich kommen dann noch drei USB-3.1-Schnittstellen der zweiten Generation, zwei Stück der ersten Generation und sechsmal USB 2.0 hinzu. Mit von der Partie sind zudem drei Grafikausgänge, einmal Gigabit-LAN sowie die üblichen Audio-Anschlüsse.

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Das "Titanium" in der Bezeichnung macht den Unterschied zum B360M Mortar aus, denn Ersteres beruht auf einem hellen PCB mit ebenfalls hellen Kühlkörpern. Lediglich die meisten Anschlüsse sind schwarz und bilden somit kombiniert einen guten Kontrast. In Natura sieht das Board jedoch mehr nach Titanium aus als auf den Bildern dargestellt.

Die Spezifikationen

Das MSI B360M Mortar TItanium wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI B360M Mortar Titanium in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
B360M Mortar Titanium
Mainboard-Format Micro-ATX
CPU-Sockel LGA1151 (nur für Coffee Lake-S, Skylake-S und Kaby Lake-S sind nicht kompatibel, siehe auch: verändertes Sockel-Pinout)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
(7x CPU, 1x RAM)
Preis
folgt
Webseite MSI
  Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel B360 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel), bis effektiv 2.666 MHz
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire -
  Onboard-Features
PCI-Express

1x PCIe 3.0 x16 (x16) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (x4) über Intel B360
2x PCIe 3.0 x1 über Intel B360

SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen
4x SATA 6GBit/s über Intel B360
2x M.2 M-Key (PCIe 3.0 x4, shared) über Intel B360
USB 3x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel, 1x über Header) über Intel B360
2x USB 3.1 Gen1 (2x über Header) über Intel B360
6x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel B360
Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.2
1x HDMI 1.4
1x DVI-D
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN 1x Intel I219-V Gigabit-LAN
Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC892
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
LED-Beleuchtung RGB-LEDs: Audio-Strip
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)
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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Viel legt MSI nicht in die Verpackung, dies ist aber bei einem Einstiegsmodell nicht weiter verwunderlich. Wie immer sind die I/O-Blende, das Handbuch sowie der Support-Datenträger mit dabei. Darüber hinaus packt MSI einen Quick-Start-Guide, zwei SATA-Kabel, zwei M.2-Schrauben, einen MSI-Gaming-Sticker sowie die Infokarte zur Produktregistrierung in den Karton.

Um jedoch eventuelle Verwechslungen mit AMDs B350-Chipsatz vorzubeugen, hat MSI auf die Verpackung zusätzlich noch "Intel Motherboard" aufdrucken lassen.


Intels B360-Chipsatz bringt eine native USB-3.1-Gen-Unterstützung für bis zu vier Schnittstellen mit und kann bis zu sechs SATA-6GBit/s-Ports bereitstellen. Zusätzlich kann der PCH noch 12 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen. CPU- und RAM-Overclocking wird jedoch nicht unterstützt.

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Ein 4+2-Phasen-Design versorgt die Coffee-Lake-S-CPU mit Strom. MSI verwendet dabei MOSFETs von Sinopower und setzt auf zwölfmal SM4503NHKP und zehnmal SM4337NSKP, kommt jedoch nicht um den Einsatz von Phasen-Dopplern herum, denn der Richtek RT3607BC kann im Höchstfall vier Vcc-Phasen und zwei VccGT-Phasen (iGPU) ansteuern. Für die CPU-Stromversorgung wurde ein völlig ausreichender 8-Pin-EPS12V-Anschluss verlötet.

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Bis zu 64 GB an Arbeitsspeicher lassen sich, verteilt auf vier DDR4-DIMM-Steckplätze, verbauen. Unterstützt wird eine maximale Speichertaktfrequenz von effektiv 2.666 MHz. Dabei wurde auch das Steel-Armor-Feature für die DIMM-Slots berücksichtigt.

Neben einem 4-Pin-CPU- und zwei 4-Pin-System-FAN-Headern sind natürlich auch wieder die EZ-Debug-LEDs am unteren PCB-Rand aufzufinden. Bei jedem Systemstart leuchten die vier Status-LEDs für CPU, VGA, RAM und Boot bestenfalls einmal kurz auf. Sollte es an einer Stelle einmal haken, kann so leicht der Verursacher ausfindig gemacht werden.

Links vom ATX-Stromanschluss aus hat MSI zudem einen USB-Typ-C-Header verbaut, der mit der USB-3.1-Gen2-Spezifikation ans Werk geht und direkt vom B360-Chipsatz aus gesteuert wird.

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Jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze haben ihren Weg auf das MSI B360M Mortar Titanium gefunden. Dabei agiert der obere PCIe-3.0-x16-Slot, welcher zudem mit dem Steel-Armor-Feature bestückt wurde, über die LGA1151-CPU der achten Core-Generation. Der Rest arbeitet über den B360-Chipsatz. Wird allerdings eine Dual-Slot-Grafikkarte eingesetzt, wird der direkt darunter positionierte PCIe-3.0-x1-Anschluss leider blockiert, sodass MSI diesen auch hätte weglassen können.

Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Lane-Verteilung. 

PCIe-Lane-Verteilung
Mechanisch elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU 2-Way-CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
PCIe 3.0 x1 x1 (B360) - -
PCIe 3.0 x1
x1 (B360)
- -
PCIe 3.0 x16 (*1) x4 (B360) - x4
Hinweis: Der zweite PCIe-3.0-x16-Slot (*1) teilt sich die Anbindung mit dem M.2_2-Anschluss (unten). Ist der PCIe-3.0-x16-Slot belegt, wird der M.2_2-Anschluss unbrauchbar.

Trotz des kleinen B360-PCHs haben die MSI-Ingenieure zwei M.2-M-Key-Schnittstellen berücksichtigt, die im Vergleich zum ASUS ROG Strix H370/B360-F Gaming beide mit jeweils 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) angetrieben werden. Zwar muss die geteilte Anbindung des unteren M.2-Anschluss mit dem unteren PCIe-3.0-x16-Slot bedacht werden, beim oberen M.2-Anschluss (M.2_1) hingegen kommt es im PCIe-Mode zu keinen Restriktionen. Im SATA-Modus jedoch wird der zweite SATA-Port unbrauchbar. Oben kann ein Modul bis 11 cm und unten ein Modul bis zu einer Länge von 8 cm eingesetzt werden.

Für den Audio-Part ist das Audio-Boost-Feature verantwortlich, das aus dem Realtek-ALC892-Codec und acht Audio-Kondensatoren von Chemicon besteht. Genau zwischen den großen PCIe-3.0-Steckplätzen ist Nuvotons NCT7697D-W (Super-I/O-Controller). Links neben dem FAN-Header weiter oben kümmert sich Intels I219-V-Netzwerkcontroller um den LAN-Port mit bis zu 1 GBit/s.

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Neben den beiden M.2-Schnittstellen hat MSI außerdem viermal SATA 6GBit/s verbaut, von denen zwei Stück um 90 Grad angewinkelt und zwei Stück vertikal ausgerichtet wurden. Da der B360-Chipsatz bis zu sechs Ports managen kann, hätte MSI zwei weitere Ports anbringen können, dies spart sich MSI allerdings und bietet dafür zwei M.2-Schnittstellen mit jeweils 32-GBit/s-Anbindung.

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Am I/O-Panel erhält der Besitzer unter anderem Zugriff auf viermal USB 2.0 und dazu zwei nativen USB-3.1-Gen2-Anschlüssen. Mit einmal DVI-D, HDMI 1.4 und DisplayPort 1.2 kann die integrierte Grafikeinheit im Prozessor angesprochen werden. Bleiben somit noch die PS/2-Schnittstellen, einmal Gigabit-LAN sowie die obligatorischen Audio-Anschlüsse übrig.

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Das Layout des MSI B360M Mortar Titanium stufen wir als gut und übersichtlich ein. Zwar hätte MSI die beiden vertikalen SATA-Ports ebenfalls um 90 Grad anwinkeln können, aber unten rechts in der Ecke stört das eher weniger.

Abgesehen vom CPU-FAN-Header stehen dem Anwender noch drei weitere 4-Pin-FAN-Header zur Verfügung, die sich allesamt via PWM ansteuern lassen.


BIOS

Auf Anfrage haben wir von MSI die BIOS-Version A.12 für das B360M Mortar Titanium erhalten. Zuvor war die Version A.00, also das First Release für dieses Modell installiert.

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Bei der UEFI-Oberfläche gibt es keine Veränderungen zu dem, was wir von MSI zuletzt gesehen haben. So bleibt es bei der Rot-Schwarz-Optik. Unterschieden wird weiterhin zwischen dem EZ- und Advanced-Modus. Auf dieser Übersichtsseite (EZ-Mode) erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzliche Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Bei der Advanced-Oberfläche ist eine Metalloptik mit der Aufschrift "Arsenal Gaming" zu sehen. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Die wenigen "OC-Funktionen" sind im Menüpunkt "OC" zu finden. Dazu aber gleich mehr. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genauso ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, in dem der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

Overclocking

Zum Thema Overclocking herrscht natürlich auch beim MSI B360M Mortar Titanium absolute Flaute. Im BIOS stehen hierzu die beim Z370-Chipsatz üblichen Funktionen nicht zur Verfügung. Es lassen sich lediglich grundlegende Funktionen, wie die RAM-Taktfrequenz bis maximal DDR4-2666 sowie einzelne Spannungen einstellen. Die folgende Tabelle stellt das Ganze übersichtlich dar:

Die "OC"-Funktionen des MSI B360M Mortar Titanium in der Übersicht
Base Clock Rate - nicht möglich -
CPU-Spannung - nicht möglich -
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,200V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,600 V bis 2,000V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,600 V bis 2,000V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung - nicht möglich -
PCH-Core-Spannung - nicht möglich -
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen -
Speicher-Optionen
Taktraten bis DDR4-2666
Command Rate einstellbar
Timings 95 Parameter
XMP wird unterstützt (bis effektiv 2.666 MHz lauffähig)
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und drei optionale Fans

Wir haben ohnehin nicht erwartet, dass eine Übertaktung möglich ist, allerdings ist es auch nicht möglich, die CPU-Spannung zu verändern, um diese beispielsweise zu senken. Doch dafür agiert die CPU-Spannungsversorgung schon sehr gut mit niedrigen Spannungen. Der Anwender kann lediglich die VDIMM-, CPU-SA- und CPU-I/O-Spannung verändern.

Den Core i7-8700K konnten wir auf allen sechs Kernen mit 4,7 GHz betreiben, also genau wie bei den beiden ASUS-Platinen im letzten Test. Beim RAM ist auch hier ein Takt bis DDR4-2666 möglich.

MSI Command Center

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Darüber hinaus hat MSI das Command Center im Angebot, womit einige Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der CPU-Kerne, die wenigen einstellbaren Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI B360M Mortar Titanium getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI B360M Mortar Titanium ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die generelle Performance entspricht absolut den Erwartungen.

Weiterhin protokollieren wir die Bootzeit. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Von bisher allen getesteten Coffee-Lake-S-Platinen brauchte das MSI B360M Mortar Titanium mit 14,95 Sekunden am längsten für den Bootvorgang.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI B360M Mortar Titanium hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle führen drei MSI-Platinen das Feld an. Dabei kann sich das B360M Mortar Titanium mit 41,1 Watt ganz knapp vom Z370 Tomahawk und Z370 Gaming Pro Carbon (AC) absetzen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench R15 muss sich das B360M Mortar Titanium dem hauseigenen Z370 Tomahawk sowie den beiden Gigabyte-Z370-AORUS-Ultra-Gaming-Mainboards geschlagen geben. Dennoch liegt der Verbrauch von 151,7 Watt in einem guten Bereich.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich sieht es auch bei Verwendung von Prime95 aus, wo das Testsystem mit dem MSI B360M Mortar Titanium eine Leistungsaufnahme von 138,7 Watt veranschlagt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Wir sind uns ziemlich sicher, dass die von CPU-Z und HWINFO64 angezeigte VCore von 1,000 Volt nicht der Tatsache entsprechen. Wäre dem so, wäre das B360M Mortar Titanium stets ganz oben positioniert.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS ließen sich keine Zusatzcontroller deaktivieren, da schlicht keine vorhanden sind. Demnach ändert sich auch den Verbrauchswerten nichts.

Der Stromverbrauch des MSI B360M Mortar TItanium ist insgesamt als gut einzustufen, was sowohl für den Idle- als auch für den Last-Zustand gilt.


USB-3.1-Gen2-Performance

MSIs B360M Mortar Titanium stellt in der Summe drei USB-3.1-Gen2-Ports zur Verfügung, die allesamt direkt mit dem B360-Chipsatz zusammenarbeiten. Zwei Stück befinden sich am I/O-Panel, eine weitere Typ-C-Schnittstelle lässt sich über den Onboard-Header realisieren.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Zwar kletterte die Datenrate kurzzeitig auf über 900 MB/s, im Schnitt sind es allerdings um die 860 MB/s. Auch in diesem Fall können wir bestätigen, dass die Leistung über den ASMedia ASM3142 höher ausfällt.

USB-3.1-Gen1-Performance

Lediglich zwei USB-3.1-Gen1-Anschlüsse werden beim MSI B360M Mortar Titanium über den Onboard-Header bereitgestellt. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Gewohnte Kost gibt es beim USB-3.1-Gen1-Performancetest mit bis zu 441 MB/s im Lesen und maximal 460 MB/s im Schreiben.

SATA-6GBit/s-Performance

Das MSI B360M Mortar Titanium bietet vier SATA-6GBit/s-Buchsen, die nativ mit dem Chipsatz kommunizieren. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Die SATA-Leistung ist zwar generell gut, erreicht jedoch keine Spitzenwerte. Lesend waren es um die 550 MB/s und schreibend höchstens 502 MB/s.

M.2-Performance

Auf dem MSI B360M Mortar Titanium wurden zwei M.2-Schnittstellen berücksichtigt, welche an den Intel-Chipsatz mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s). Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Mit bis zu 3.305 MB/s im Lesen und maximal 1.526 MB/s im Schreiben wurden sehr gute M.2-Werte erreicht. Allerdings ist die Leserate nicht konstant bei über 3.300 MB/s.


Im quadratischen Micro-ATX-Format und mit hellem PCB schickt MSI das B360M Mortar Titanium aus der Arsenal-Gaming-Produktreihe ins Rennen. In unserem Test hat das Board kaum Schwachstellen gezeigt. Auf dem PCB halten sich vier DDR4-DIMM-Speicherbänke für einen maximalen Speicherausbau mit bis zu 64 GB einsatzbereit - allerdings auch hier bis maximal DDR4-2666. Die DIMM-Slots wurden mit dem Steel-Armor-Feature versehen.

Jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze wurden auf Seiten der Erweiterungssteckplätze vorgesehen. Der PCIe-3.0-x16-Slot mit dem Steel-Armor-Feature wird direkt von der Coffee-Lake-S-CPU mit 16 Gen3-Lanes versorgt. Der Rest arbeitet wie gewohnt über den B360-PCH. Doch trotz des kleinen B360-Chipsatzes hat MSI gleich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen verbaut, die auch beide mit maximal 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) angebunden sind. Um keine allzu großen Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen, hat das Unternehmen auf zwei SATA-6GBit/s-Ports verzichtet, sodass nun mehr vier Stück zur Verfügung stehen.

Dank des B360-PCHs ist im USB-Bereich kein Zusatzchip nötig. Am I/O-Panel wurden zwei native USB-3.1-Gen2-Ports und dazu viermal USB 2.0 hinterlassen. Doch auf dem PCB sind außerdem ein USB-3.1-Gen1- und ein USB-3.1-Gen2-Header zu finden, sodass selbst modernste Gehäuse bedient werden können. Auf Wunsch kann natürlich auch die im Prozessor integrierte Grafikeinheit angesprochen werden. Hierfür wurden mit HDMI 1.4, DisplayPort 1.2 und DVI-D drei digitale Grafikausgänge vorgesehen.

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Für den Onboard-Sound hat sich MSI an Realteks ALC892-Codec und acht Audio-Kondensatoren von Chemicon bedient. Über fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einmal TOSLink kann das Audio-Equipment angeschlossen werden. Über Intels I219-V-Netzwerkcontroller erfolgt die kabelgebundene Netzwerkverbindung mit maximal 1 GBit/s. Großzügig fällt zudem die Anzahl an FAN-Headern aus, denn abgesehen vom CPU-FAN-Header können drei weitere Lüfter angeklemmt werden.

Dass das BIOS im Overclocking-Bereich beschnitten ist, ist natürlich nicht verwunderlich, allerdings kann die fehlende Einstellung zur CPU-Spannung selbst durchaus stören, wenn der Anwender diese weiter senken möchte um Strom zu sparen. Davon ab kann das MSI UEFI erneut mit einer guten Bedienung und einer guten Stabilität überzeugen. In Sachen Leistungsaufnahme konnte das MSI B360M Mortar Titanium ebenfalls Pluspunkte sammeln. Einige RGB-LEDs verstecken sich zudem rückseitig entlang des Audio-Strips.

Wem das weiße Design nicht zuspricht, dem können wir stattdessen das MSI B360M Mortar ans Herz legen, denn dieses Modell ist exakt baugleich in dunkler Erscheinungsform. In unserem Preisvergleich ist das MSI B360M Mortar Titanium zwar nicht gelistet, doch ausgehend vom Non-Titanium-Modell liegt der minimale Preis derzeit bei etwa 110 Euro - und fällt damit etwas zu hoch aus. Technisch ist das MSI-Board durchaus eine Empfehlung wert, allerdings sollte man warten, bis der Preis die 100-Euro-Marke unterschreitet.

Positive Eigenschaften des MSI B360M Mortar Titanium:

Negative Eigenschaften des MSI B360M Mortar Titanium:

Bis auf die fehlende CPU-Spannungs-Einstellung haben wir beim MSI B360M Mortar Titanium keine gravierenden Schwachstellen ausfindig machen können. 

Persönliche Meinung

Gerade für Anwender, die sich keine Gedanken um erweiterte Einstellungen machen möchten und sich für das Micro-ATX-Format begeistern können, sind mit dem MSI B360M Mortar Titanium gut aufgehoben. Zwar ist CPU-Undervolting nicht möglich, aber das interessiert nicht jeden Anwender.

Und sollte einem der helle Anstrich weniger gefallen, gibt es mit dem MSI B360M Mortar noch eine dunkle Version, die technisch absolut identisch ist. (Marcel Niederste-Berg)

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