ASUS TUF X299 Mark 1 im Test

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ASUS TUF X299 Mark1 004 logoASUS' TUF-Mainboard-Serie steht für hochwertige und langlebige Komponenten und ist für den 24/7-Betrieb geeignet. In der Vergangenheit haben wir uns viele TUF-Platinen angeschaut, die damals noch den "Sabertooth"-Titel trugen. Doch während ASUS bei der Z370-Produktpalette für Coffee Lake-S einige Umstrukturierungen vorgenommen hat, ist im HEDT-Segment noch alles beim Alten. So haben wir das TUF X299 Mark 1 durchleuchtet und gegen die anderen LGA2066-Mainboards antreten lassen.

Für Intels Skylake-X- und Kaby-Lake-X-Prozessoren bietet ASUS aus der TUF-Reihe (The Ultimate Force) neben dem X299 Mark 2 das X299 Mark 1 an, um das es in diesem Artikel gehen wird. Der größte optische Unterschied zwischen beiden Platinen sind die Thermal-Armor und der TUF-Fortefier des Mark-1-Modells. Auf der technischen Seite sind zwar ebenfalls Unterschiede vorhanden, doch diese fallen nicht all zu gravierend aus.

Auf dem ASUS TUF X299 Mark 1 lassen sich ein LGA2066-Prozessor und bis zu acht DDR4-DIMMs installieren. Zu den Erweiterungssteckplätzen gehören dreimal PCIe 3.0 x16 (mechanisch) und dazu zweimal PCIe 3.0 x4, ebenfalls mechanisch. Ferner bietet das Board achtmal SATA 6GBit/s und zweimal M.2 für die Storage-Unterstützung. Im USB-Bereich sind es achtmal USB 3.1 Gen1, siebenmal USB 2.0 und dreimal USB 3.1 Gen2. WLAN ist zwar nicht an Bord, dafür aber zwei Gigabit-LAN-Buchsen. Und natürlich ist auch ein aktueller Sound-Chip mit von der Partie.

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Fast das gesamte ATX-PCB wird von der Thermal Armor überdeckt, die ASUS in Silber/Grau und Schwarz hat anfertigen lassen. Als Material kommt Kunststoff zum Einsatz, nur die M.2-Abdeckung wurde in Metall gefertigt und dient gleichzeitig als Passivkühler. Der Chipsatz selbst wird zudem aktiv auf Temperatur gehalten, sodass wir auch die Geräuschkulisse beobachten werden. Der mittig angebrachte "The Ultimate Force"-Schriftzug wird mit RGB-LEDs beleuchtet und bildet somit eine dezente Beleuchtung.

Die Spezifikationen

Das ASUS TUF X299 Mark 1 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
TUF X299 Mark 1
CPU-Sockel LGA2066 (für Kaby Lake-X und Skylake-X)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Preis ab 274 Euro
Webseite https://www.asus.de
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X299 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Dual-Channel/Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM mit Skylake-X (mit 16-GB-UDIMMs)
max. 64 GB UDIMM mit Kaby Lake-X (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x16/x8) über CPU
2x PCIe 3.0 x4 (elektrisch mit x4/x1) über Intel X299

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

8x SATA 6 GBit/s über Intel X299
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s, 1x shared)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x extern, 1x intern) über 2x ASMedia ASM3142
8x USB 3.1 Gen1 (4x extern, 4x intern) über Intel X299
7x USB 2.0 (5x extern, 2x intern) über Intel X299

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN
1x Intel I211-AT Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220(A) Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-FAN-Header
5x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
1x 4-Pin W_Pump-Header
1x 4-Pin High-Amp-Header
1x 4-Pin Assist-FAN-Header
LED-Beleuchtung RGB-LEDs (dezent, mittig)
1x RGB-Header
Garantie fünf Jahre

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Dem TUF X299 Mark 1 legt ASUS jede Menge Zubehör bei, das über die üblichen Beigaben hinaus geht. Neben der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch und dem Support-Datenträger liegen eine 2-Way-SLI-HB-Bridge, eine 3-Way-SLI-Bridge, vier SATA-Kabel, natürlich der Q-Connector und Befestigungsmaterial für die beiden M.2-Schnittstellen bei. Als speziell gelten das TUF-Zertifikat, einige TUF-Sticker, ein TUF-USB-Dongle und dazu drei PCIe-x16-Staubabdeckungen und ein PCIe-x4-Cover.

Als Besonderheit liegt auch eine Halterung für eine Grafikkarte bei. Diese soll laut ASUS bis zu 15 kg Belastung aushalten können und ist daher selbst für die schwersten Grafikkarten geeignet.


Mit dem X299-Chipsatz zieht Intel technisch mit dem aktuellen Z270-PCH für den Sockel LGA1151 gleich. Im Vergleich zum X99-PCH mit acht Gen2-Lanes werden mit dem X299-Chipsatz nun 24 Gen3-Lanes zur Verfügung gestellt. So wird zusammen mit den bis zu 44 Gen3-Lanes vom LGA2066-Prozessor eine gute Grundlage für die Anbindung vieler Schnittstellen und anderen Controllern geboten. Nativ kann der X299-PCH zudem bis zu acht SATA-6GBit/s-Ports ansteuern.

In der Summe kann der X299-Chipsatz 14 USB-Schnittstellen steuern, davon sind bis zu zehn Anschlüsse der ersten USB-3.1-Generation drin. Die Kommunikation zwischen CPU und PCH erfolgt - genau wie bei der Intel-100- und 200-Chipsatzserie für den Sockel LGA1151 - per DMI 3.0 (Direct Media Interface) mit vier Gen3-Lanes. Somit beträgt die Bandbreite in der Theorie ebenfalls maximal 32 GBit/s.

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Drehen wir das Mainboard um, wird der TUF-Fortefier sichtbar, der sich über einen Großteil des PCBs erstreckt. Und auch wenn es optisch den Eindruck erweckt, dass wir in der Redaktion mit Wasser experimentiert haben, so müssen wir dies dementieren. ASUS hat diese Optik für die "Backplate" so vorgesehen.

Im Falle des TUF X299 Mark 1 sorgt der TUF-Fortefier nicht nur für eine verbesserte PCB-Stabilität, sondern dient auch der Kühlung von VRM-Elementen. Aus diesem Grund ist der TUF-Fortefier für den Betrieb absolute Pflicht und sollte nicht demontiert werden.

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Die installierte LGA2066-CPU wird von acht Spulen angetrieben, die selbst von insgesamt acht MOSFETs des Typs BSG0812ND von Infineon versorgt werden. Dem Anwender steht einmal ein 8-Pin-EPS12V- und ein 4-Pin-12V-Stromanschluss zur Verfügung, was gerade bei der CPU-Übertaktung von Vorteil ist. Vorteilhaft sind außerdem die vier Status-LEDs für CPU, RAM, Grafikkarte und Boot-Laufwerk. Und der MemOK!-Button kann in manchen Situationen ebenfalls behilflich sein.

Wie für diese Plattform üblich, bieten sich acht DDR4-DIMM-Speicherbänke an, die mit einem Skylake-X-Prozessor einen maximalen Speicherausbau bis 128 GB mit Quad-Channel-Interface erlauben. Wird eine Kaby-Lake-X-CPU verwendet, sind lediglich die vier DIMM-Slots rechts vom CPU-Sockel verfügbar, was die maximale Speicherkapazität auf 64 GB im Dual-Channel-Mode drückt. Laut ASUS kommt das TUF X299 Mark 1 problemlos mit DDR4-4000-Modulen klar, sodass also auch deutlich schnellere DIMMs genutzt werden können.

Auf der PCB-Rückseite verlötet ASUS noch achtmal den IR3535M, der als Synchronous Buck Converter Driver bekannt ist. Mithilfe des TUF-Fortefier werden diese acht Chips auf Temperatur gehalten.

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Der ASP1405I wird dagegen als PWM-Controller eingesetzt, der auch auf dem ROG Maximus X Apex für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren zum Einsatz kommt.

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Auf dem TUF X299 Mark 1 hat ASUS drei mechanische PCIe-3.0-x16- und zwei mechanische PCIe-3.0-x4-Steckplätze vorgesehen. Bei zwei PCIe-3.0-x16-Konnektoren wurde zudem das Safe-Slot-Feature angewandt. Je nach verwendetem Prozessor fällt die Lane-Anbindung natürlich unterschiedlich aus. In jedem Fall gilt die Beschränkung, dass sich die SATA-Ports 5 bis 8 die Anbindung mit dem zweiten PCIe-3.0-x4-Slot teilen. Die drei folgenden Tabellen geben je nach CPU-Modell im Detail Aufschluss darüber, inwiefern diese angebunden sind.

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 44-Lane-CPU
(Core i9-7900X/7920X/7940X/7960X/7980XE
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
-
- - - -
PCIe 3.0 x4 x1 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
PCIe 3.0 x4 (*2)
x4 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8
Hinweis: Der zweite mechanische PCIe-3.0-x4-Slot (*2) teilt sich die Anbindung mit den SATA-Ports 5-8.

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
(Core i7-7800X und Core i7-7820X)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16
x16 (CPU) x16 x16
- - - -
PCIe 3.0 x4 (*1)
x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x16
x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x4 (*2)
x4 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 (*3)
x1 (X299) - -
Hinweise: Der zweite mechanische PCIe-3.0-x4-Slot (*2) teilt sich die Anbindung mit den SATA-Ports 5-8. Der unterste mechanische PCIe-3.0-x16-Slot (*3) teilt sich die Anbindung mit dem ersten PCIe-3.0-x4-Slot (*1).

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 16-Lane-CPU
(Core i5-7640X und Core i7-7740X
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8
- - - -
PCIe 3.0 x4 (*1)
x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x4 (*2)
x4 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 (*3)
x1 (X299) - -
Hinweise: Der zweite mechanische PCIe-3.0-x4-Slot (*2) teilt sich die Anbindung mit den SATA-Ports 5-8. Der unterste mechanische PCIe-3.0-x16-Slot (*3) teilt sich die Anbindung mit dem ersten PCIe-3.0-x4-Slot (*1).

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Passend zur Beschränkung mit den SATA-Ports kommen wir nun zu diesen. Verbaut wurden acht Stück, die um 90 Grad angewinkelt wurden und nativ mit dem X299-Chipsatz in Kontakt treten. Im Hintergrund sind zudem die beiden M.2-Anschlüsse sichtbar, von denen einer horizontal und einer vertikal ausgerichtet wurde. Für die SATA-Ports gilt außerdem die Unterstützung von Host-RAID mit den Leveln 0, 1, 5 und 10.

Ganz links im Bild sehen wir außerdem einen CPU-Overvoltage-Jumper. Wird dieser in die andere Position gesetzt, stehen dem Anwender höhere CPU-Spannungen zur Verfügung.


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Absolut angemessen fällt das I/O-Panel aus, das nicht nur vier USB-2.0-, vier USB-3.1-Gen1- und zwei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse zu bieten hat, sondern außerdem zwei Gigabit-LAN-Buchsen und die üblichen Audio-Konnektoren bereitstellt. ASUS hat darüber hinaus einen einzelnen USB-2.0-Port einzig und allein für den mitgelieferten TUF-Detective-USB-Stick vordefiniert, über den ein Smartphone via Bluetooth in Kontakt treten kann.

Sowohl unter Android als auch unter iOS bietet ASUS die TUF-Detective-App an, mit der der Anwender den aktuellen POST-Code, Informationen zum System oder auch die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten einsehen kann. Außerdem ist es möglich, das System mithilfe des Smartphones zu starten, zu resetten oder auch das BIOS auf die Standard-Werte zu versetzen.

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Rechts in der Ecke hat ASUS den Audio-Bereich untergebracht, der natürlich vom Rest des Mainboards getrennt geschaltet wurde, damit Interferenzen vermieden werden. Zum Einsatz kommt Realteks ALC1220-Chip, dem jedoch nicht allein das Feld überlassen wird und der von fünf Audio-Kondensatoren und einem Kopfhörerverstärker unterstützt wird. In der Mitte platziert sich der Nuvoton NCT6796D, der die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge behält. Der TUF-Chip weiter links ist die "Schaltzentrale der Systemkühlung", mit dessen Hilfe die Kühlung besser auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden kann und der die erweiterten Sensoren ansprechen kann.

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Während der Intel I219-V vorderseitig verlötet wurde, ist der I211-AT auf der Rückseite anzutreffen. Beide können die Netzwerkpakete mit maximal 1 GBit/s beschleunigen und optional ist auch das Teaming möglich.

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In zweifacher Ausführung ist auch ASMedias ASM3142-USB-3.1-Gen2-Hostcontroller vertreten. Einer kümmert sich um die beiden Schnittstellen am I/O-Panel, der zweite ist für den internen Header zuständig. Angebunden sind beide Controller mit zwei Gen3-Lanes, wodurch sie auf eine Brutto-Datenrate von 16 GBit/s kommen.

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Auf diesem Bild ist neben einem Power-Button der Thunderbolt-Header, dazu der VROC-Key-Header (Virtual RAID on CPU) und ein 5050-RGB-LED-Header sichtbar.

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Die Thermal Armor ist natürlich Geschmacksache. Anmerken möchten wir, dass die Farbe des M.2-Kühlers eher weniger zum Rest passt und ebenfalls Silber sein sollte. Dies fällt allerdings nur unter direkter Beleuchtung aus.

Und auch wenn der kleine Lüfter vom PCH-Kühler den Anschein geben könnte, dass er zu lauten Geräuschkulissen fähig ist, so können wir unsere Leser beruhigen. Zu keinem Zeitpunkt ist uns der Lüfter negativ aufgefallen. Er erfüllt sogar den Zweck, das horizontale M.2-Modul besser zu belüften. Optional lässt sich der PCH-Lüfter im BIOS und in der AI Suite 3 manuell steuern.


BIOS

Als wir das ASUS TUF X299 Mark 1 getestet haben, wurde auf der ASUS-Webseite die BIOS-Version 1102 zum Download angeboten. Mithilfe des ASUS-EZ-Flash-3-Utility kann das BIOS problemlos aktualisiert werden. Dabei hat ASUS seit der ersten BIOS-Version folgende Verbesserungen vorgenommen. Die Liste ist ziemlich lang.

Des Weiteren bietet ASUS ein ME-Update-Tool an, das die ME-Version auf 11.7.0.1057 aktualisiert.

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Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert und die Oberfläche an die TUF-Serie angepasst. Dabei werden die einzelnen Punkte in Türkis hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

 

Overclocking

Mit dem TUF X299 Mark 1 ist Overclocking bedingt durch jeweils einen 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss für die CPU durchaus möglich. Probleme könnte jedoch der VRM-Kühler bereiten, dessen Kühlfläche bei extremen Overclocking zu gering ausfallen könnte.

Das BIOS erlaubt eine BCLK-Veränderung von 80 MHz bis 300 MHz in feinen 0,01-MHz-Intervallen. Anlässlich des neuen Mesh-Bus, wurde auch dafür eine entsprechende Spannungseinstellung hinterlassen. Neben der VRIN-Spannung lässt sich die CPU-Spannung im Override- und Offset-Modus festlegen. In Zahlen ausgedrückt sind es 0,001 Volt bis 1,920 Volt und -0,999 Volt bis +0,999 Volt. Die Intervalle fallen mit 0,001 sehr feinfühlig aus.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS TUF X299 Mark 1 in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Core-Spannung 0,001 Volt bis 1,920 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 Volt bis +0,999 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,0000 V bis 2,1000 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VRIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Mesh-Spannung -
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt nicht einstellbar
Weitere Spannungen DRAM Training, UnCore Voltage Offset (Prefix), CPU Cache Voltage, BCLK Aware Adaptive Voltage, Boot Voltages
Speicher-Optionen
Taktraten RAM-Teiler: DDR4-800 bis DDR4-4266 (dennoch CPU-abhängig)
Command Rate ist einstellbar
Timings 160 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Intel Speed-Step, C1E
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU VCore LLC

Wir haben zuvor keine neuen Taktrekorde mit dem ASUS TUF X299 Mark 1 erwartet. Nichtsdestotrotz konnten wir den Core i9-7900X mit stabilen 4,8 GHz betreiben. An Spannung mussten wir im BIOS 1,295 Volt anlegen. Entsprechend ist die angezeigte Spannung mit CPU-Z ein Auslesefehler.

Gerade die Rückseite des PCBs wurde am TUF-Fortefier spürbar heiß, allerdings trat kein CPU-Throttling auf, sodass die Basis für den Core i9-7900X in Ordnung geht. Optimal wäre es allerdings gewesen, wenn ASUS die Kühlfläche mit einem weiteren Kühler inklusive Heatpipe erweitert hätte.

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Beim RAM-Overclocking gab es keine negativen Überraschungen. Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Probleme umgesetzt und auch ein manuelles RAM-Overclocking gelang uns ohne Zwischenfälle. Dabei konnten wir auch dieses Mal die Latenzen etwas weiter anziehen. Die VDIMM betrug 1,35 Volt.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt den beiden Platinen die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features unter Windows einstellen lassen. Entsprechend der TUF-Platine wurde das Thermal Radar 3 implementiert.

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Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. Mit dem Thermal Radar 3 bekommt der Anwender dank des TUF-ICe-Controllers weitere Temperaturen angezeigt. Im Bereich des CPU-Sockels und auch im VRM-Bereich hat ASUS einige Termperatur-Sensoren integriert. Dies gilt auch für zwei PCIe-Steckplätze, die DIMM-Slots und natürlich auch für den PCH.

TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Im Vergleich zu den Z170-Modellen wurde die AI Suite 3 allerdings um einige Funktionen eingeschränkt. So fehlen in der aktuellen Version das Ai-Charger-, das Mobo-Connect-, das USB-3.1-Boost- und das Push-Notice-Feature.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS TUF X299 Mark 1 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS TUF X299 Mark 1 mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die X299-Boards liegen von der Performance her nahezu gleichauf und dies entspricht den Erwartungen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das ASUS TUF X299 Mark 1 benötigte mit über 24 Sekunden recht lange für die Initialisierung. Gerade ASRock kann hier mit besseres Werten glänzen.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS TUF X299 Mark 1 hat einige Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Verbrauchs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle zeigte das Verbrauchsmessgerät einen Wert von 62,8 Watt an und kann damit den Großteil die Konkurrenz hinter sich lassen. Einzig am hauseigenen ASUS ROG X299-E Gaming kam das TUF X299 Mark 1 nicht vorbei.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganz anders dagegen in Verbindung mit Cinebench R15, wo das TUF-Mainboard mit 251,7 Watt auf dem vorletzten Platz landet.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wenig änderte sich am Verbrauch, als wir Prime95 angeschmissen haben. Hier zeigte das Verbrauchsmessgerät 251,3 Watt an.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

CPU-Z spuckte uns eine Fehlmessung bei der VCore aus, weswegen wir ferner zu HWINFO64 gegriffen haben. Dort konnten wir leider lediglich die VIDs zu den einzelnen Kernen ablesen, die bei etwa 1,1 Volt unter Prime95 gelegen haben.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Etwas Strom einsparen konnten wir, nachdem wir im BIOS die beiden USB-3.1-Gen2-Controller, einen LAN-Port und auch die dezent gestaltete RGB-Beleuchtung deaktiviert haben. Im Leerlauf sank der Verbrauch um 3,2 Watt und lag somit bei knapp unter 60 Watt.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze neun Watt weniger waren es, als wir Cinebench R15 ein weiteres Mal ausgeführt haben. Es waren damit also noch 242,7 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Prime95 konnten wir einen um 2,5 Watt geringeren Verbrauch feststellen, sodass nun weniger als 250 Watt der Steckdose entnommen wurden.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der Fehlmessung änderte sich schließlich nichts.

Im Idle geht das ASUS TUF X299 Mark 1 für eine HEDT-Plattform recht effizient an den Start. Unter Last positioniert es sich eher zwischen Durchschnitt und letztes Drittel.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASUS TUF X299 Mark 1 stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Hierfür kommen gleich zwei ASMedia-ASM3142-Controller zum Einsatz. Dabei gibt es eine Schnittstelle als Typ-A- und zwei Typ-C-Ausführungen.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s lesend und 530 MB/s schreibend. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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ASMedias ASM3142-USB-3.1-Gen2-Controller leistet einen guten Job. Maximal wurden 876 MB/s im Lesen und 996 MB/s im Schreiben erreicht.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASUS TUF X299 Mark 1 insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten alle acht Buchsen direkt mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Intels USB-3.1-Gen1-Controller im PCH beschleunigte das RAID-0-Verbund hingegen auf höchstens 443 MB/s lesend und 466 MB/s schreibend. Dies sind sehr solide Werte.

 

SATA-6G-Performance

Das ASUS TUF X299 Mark 1 stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Und auch an der SATA-6GBit/s-Front sieht es sehr performant aus. Es wurde eine Lesedurchsatzgeschwindigkeit von 557 MB/s und eine Schreibrate von 526 MB/s erreicht.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der X299-Plattform. Auf dem ASUS TUF X299 Mark 1 halten sich gleich zwei M.2-Schnittstellen bereit. Genau wie bei der LGA1151-Plattform, erhalten die M.2-Schnittstellen vom Chipsatz ihre nötigen Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Nicht ganz so optimal lief es beim M.2-Test und dies gilt einzig für die Leserate, denn die ~3,3 GB/s wurden dieses Mal nicht erreicht, sondern kletterte auf knapp 3 GB/s. Mit über 1,5 GB/s Schreiben wurde der übliche Wert erreicht.


Nachdem ASUS die Mainboard-Serien für die Z370-Mainboards umstrukturiert hat, könnte das TUF X299 Mark 1 womöglich das letzte "Sabertooth"-Mainboard seiner Art sein. Die X299-Platine wurde im ATX-Format designt und vorderseitig mit der bekannten Thermal Armor und rückseitig mit dem TUF-Fortefier bestückt. Die Backplate soll nicht nur die PCB-Stabilität erhöhen, sondern ist auch für die Kühlung von rückseitig angebrachten VRM-Elementen dienlich.

Die verwendete LGA2066-CPU bekommt es mit acht Spulen zu tun. Im Overclocking-Test konnten wir dem Core i9-7900X mit den erreichten 4,8 GHz ordentlich Beine machen. Für die Spannungsversorgung hat ASUS je einen 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss berücksichtigt, die in diesem Fall ausreichend war. Luft nach oben gibt es aber für die Kühlung, gerade wenn der Anwender einen der größeren Skylake-X-Prozessoren verwenden und übertakten möchte. Bis auf einen Power- und MemOK!-Button sowie vier Status-LEDs hat das TUF X299 Mark 1 nicht zu bieten.

Zu gefallen weiß jedoch die restliche Ausstattung. Für Erweiterungskarten wurden sowohl drei mechanische PCIe-3.0-x16- als auch zwei PCIe-3.0-x4-Steckplätze vorgesehen, die sich je nach verwendetem LGA2066-Prozessor unterschiedlich ansprechen lassen. Für SSDs und Co. hat ASUS die nativ maximal möglichen acht SATA-6GBit/s-Anschlüsse verlötet. Hinzu kommen allerdings noch zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Einer wurde horizontal inklusive Kühler und der andere vertikal verbaut. Acht DDR4-DIMM-Speicherbänke erlauben mit Skylake-X einen Ausbau bis 128 GB, in Verbindung mit Kaby Lake-X sind es immerhin noch höchstens 64 GB.

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Für den USB-Bereich zeigen sich nicht nur achtmal USB 3.1 Gen1 verantwortlich, sondern auch sieben USB-2.0-Anschlüsse, wobei ein Port am I/O-Panel ausschließlich für den mitgelieferten TUF-Detective-USB-Dongle gedacht ist. Und dank der zwei ASMedia ASM3142-Controller stellt das TUF X299 Mark 1 drei der aktuell schnellsten USB-Ports zur Verfügung. Jeweils einmal Typ-A und Typ-C halten sich am I/O-Panel auf, eine dritte Typ-C-Schnittstelle ist intern über den Header erreichbar. Auf dem Stand der Dinge ist das Board auch im Sound-Bereich, denn ASUS setzt auf den Realtek ALC1220 inklusive Audiokondensatoren und Kopfhörerverstärker. Über zwei Intel-Gigabit-LAN-Buchsen erfolgt hingegen die kabelgebundene Netzwerkanbindung.

Der Intel-Chipsatz wird zwar aktiv auf Temperatur gehalten, allerdings ist uns der kleine Lüfter zu keinem Zeitpunkt negativ aufgefallen. Sollte dies beim Käufer dennoch der Fall sein, kann der Lüfter manuell im BIOS geregelt werden. RGB-Fans werden mit dem TUF X299 Mark 1 zwar nicht ganz auf ihre Kosten kommen, doch wird der mittig platzierte "The Ultimate Force"-Schriftzug beleuchtet. Optional steht dann auch noch ein 5050-LED-Header bereit. Bei der Grundperformance der Platine sind uns keine Unstimmigkeiten aufgefallen und auch die Leistungsaufnahme liegt insgesamt in einem guten Bereich. Etwas geringer fiel leider die M.2-Leserate aus.

Für das ASUS TUF X299 Mark 1 muss der Interessent laut unserem Preisvergleich mindestens 272 Euro auf den Tisch legen, die für die gebotene Ausstattung und für eine Enthusiasten-Plattform nicht zu hoch angesetzt sind. Gerade, wer auf das Thermal-Armor- und Fortefier-Feature großen Wert legt, bekommt mit dem ASUS TUF X299 Mark 1 eine gute Platine. Alternativ bietet das Unternehmen mit dem TUF X299 Mark 2 eine ähnliche Basis ohne Thermal Armor und Fortefier an.

Positive Eigenschaften des ASUS TUF X299 Mark 1:

Negative Eigenschaften des ASUS TUF X299 Mark 1:

Auch das ASUS TUF X299 Mark 1 hat sich bei uns bis auf die reduzierte M.2-Leseleistung bewährt und bekommt von uns den Excellent-Hardware-Award.

Persönliche Meinung

Auch wenn ich persönlich dem Thermal Armor und dem Fortefier nichts abgewinnen kann, so finde ich das Board selbst sehr ansprechend. Es bietet jede Menge Ausstattung für den Alltag und hat sich als zuverlässig herausgestellt. Ebenfalls gut finde ich, dass das Thema RGB nur zu einem kleinen Teil berücksichtigt wurde und fast als "normale" Platine rüberkommt.

Preise und Verfügbarkeit
ASUS TUF X299 MARK 1, Intel X299 Mainboard - Sockel 2066
Nicht verfügbar 319,90 Euro Nicht verfügbar
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