MSI Z370 Tomahawk im Test - Günstiges Z370-Brett mit Trümpfen

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MSI Z370 Tomahawk 004 logoVon MSI haben wir uns mit dem Z370 Godlike Gaming ein Modell aus der Enthusiast-Gaming-Produktreihe und mit dem Z370 Gaming Pro Carbon (AC) eines aus der Performance-Gaming-Serie näher angeschaut. Da erklärt es sich eigentlich von selbst, dass wir ebenfalls ein Mainboard aus der Arsenal-Gaming-Riege auf den Prüfstand stellen, die für den Einstieg konzipiert wurde. Von den beiden Varianten haben wir uns für das Z370 Tomahawk entschieden, das wir nun ebenfalls durch unseren Parcours gejagt haben.

Unverändert bildet die Arsenal-Gaming-Produktreihe den Einstieg in die Mainboard-Gaming-Welt von MSI. Für diese Reihe bietet der taiwanische Hersteller aktuell zwei Modelle für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren, die den Geldbeutel weniger stark belasten, dafür allerdings auch eine in der Regel ausreichende Ausstattung zu bieten haben. Genau in dieses Schema passt das Z370 Tomahawk hinein. Ohne viel Schnickschnack wird dem Käufer eine gute Basis für die achte Core-Generation geboten.

Denn auch das MSI Z370 Tomahawk kann dank der vier DDR4-DIMM-Speicherbänke bis zu 64 GB RAM aufnehmen. Auf Seiten der Erweiterungssteckplätze wurden jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Slots bereitgestellt und für SSDs und Co. wurden neben sechs nativen SATA-6GBit/s-Buchsen zwei M.2-Schnittstellen verbaut. Achtmal USB 3.1 Gen1, sechsmal USB 2.0 und zweimal USB 3.1 Gen2 sind es hingegen im USB-Bereich. Neben einmal Gigabit-LAN wurde natürlich auch ein Onboard-Sound gedacht.

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Zum Vorgängermodell, dem Z270 Tomahawk gibt es keinen optischen Unterschied. Würde man die Bezeichnung nicht sehen, wüsste man auf dem ersten Blick nicht, um welches Modell es sich handelt. MSI verwendet daher also weiterhin ein schwarzes PCB, das an einigen Stellen hellgrau angefärbt wurde.

Die Spezifikationen

Das MSI Z370 Tomahawk wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI Z370 Tomahawk in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
Z370 Tomahawk
CPU-Sockel LGA1151 (nur für Coffee Lake-S, Skylake-S und Kaby Lake-S sind nicht kompatibel, siehe auch: verändertes Sockel-Pinout)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 11 Stück (10x für CPU, 1x für RAM)
Preis ab 124 Euro
Webseite https://de.msi.com
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z370 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16) über CPU
2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4/x1) über Intel Z370
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z370

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6 GBit/s über Intel Z370
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z370 (M-Key, 32 GBit/s)

USB

2x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel) über ASMedia ASM3142
8x USB 3.1 Gen1 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z370
6x USB 2.0 (2x am I/O-Pane, 4x über Header) über Intel Z370

Grafikschnittstellen 1x DVI-D
1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
6-Channel Realtek ALC892
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin W-Pump-Header
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
1x 5050-RGB-Header
Herstellergarantie 3 Jahre (nur über Händler)

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Das mitgelieferte Zubehör fällt übersichtlich aus. MSI legt neben der Platine außerdem die I/O-Blende, das Mainboard-Handbuch, den Support-Datenträger und auch einen Quick-Installation-Guide mit in den Karton. An Kabeln konnten wir neben zwei SATA-Kabeln außerdem eie RGB-LED-Verlängerung finden. Mit der Infokarte kann das Z370 Tomahawk bei MSI für zusätzlichen Support registriert werden. 


Als Basis für die Coffee-Lake-S-Prozessoren verwendet Intel den Z370-Chipsatz, der jedoch von der technischen Seite nicht neu ist. Es handelt sich mehr oder weniger um einen umgelabelten Z270-Chipsatz, sodass weiterhin insgesamt 24 Gen3-Lanes bereitgestellt werden. Per DMI 3.0 (PCIe 3.0 x4) erfolgt die Verbindung zwischen der achten Core-Generation und dem Z370-Chipsatz.

Die Coffee-Lake-S-Prozessoren bieten unverändert limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden. Eine Ausnahme bildet allerdings das MSI Z370 Tomahawk.

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Acht von den insgesamt zehn CPU-Spulen werden von jeweils einem QN3103 als High-Side-MOSFET und einem QN3107 als Low-Side-MOSFET angetrieben. Bei den übrigen zwei Spulen sind es hingegen zweimal der QN3107 und einmal der QN3103. Die Aufteilung entspricht exakt der vom Z370 Gaming Pro Carbon (AC), wobei MSI lediglich andere MOSFETs verbaut. Die MOSFETs beim Z370 Tomahawk stammen von UBIQ, einer Tochtergesellschaft von uPI-Semiconductor. Ein 8-poliger EPS12V-Stromanschluss ist für die CPU-Stromversorgung verantwortlich.

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Der Herr der Spulen ist größtenteils uPIs uP9508Q-PWM-Hybrid-Controller. Mit maximal fünf steuerbaren Spulen hat MSI, genau wie beim Z370 Gaming Pro Carbon, auf Phasen-Doubler setzen müssen, drei Stück an der Zahl, die auf der PCB-Rückseite zu finden sind. Zwei weiteren Spulen werden nativ vom uP9508Q angesprochen, womit dieser nun vollständig belegt ist. Für die letzten beiden Spulen vertraut MSI auch beim Z370 Tomahawk auf den uP1961S-Dual-Channel-MOSFET-Driver.

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MSI stattet auch das Z370 Tomahawk mit vier DDR4-DIMM-Speicherbänke aus, sodass die maximale Ausbaustufe bis 64 GB reicht. Dabei gibt der Hersteller die DIMM-Bänke bis zu einer effektiven Taktfrequenz von 4.000 MHz frei, was in der Regel völlig ausreichend ist.

Das MSI Z370 Tomahawk bietet zwar keine klassische Debug-LED, doch dafür wurde das EZ-Debug-LED-Feature angewendet. Bei jedem Startvorgang wird die Funktionalität der CPU, des Arbeitsspeichers, der Grafikkarte und des Bootlaufwerks geprüft, sodass auch auf diesem Weg bei einem Problem der Schuldige herausgefunden werden kann. Links vom 24-poligen Stromanschluss sehen wir zudem zwei USB-3.1-Gen1-Header, von denen einer vertikal und einer um 90 Grad angewinkelt ausgerichtet wurde.

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Auf dem Z370 Tomahawk hat MSI jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze verbaut. Doch anders als bei den meisten anderen Z370-Mainboards, werden die 16 Gen3-Lanes aus der Coffee-Lake-CPU nur an einen Steckplatz transferiert. Es handelt sich um den obersten PCIe-3.0-x16-Slot, der das Steel-Armor-Feature erhalten hat. Die anderen beiden PCIe-3.0-x16-Slots arbeiten im x4- beziehungsweise x1-Modus mit dem Z370-Chipsatz zusammen. Dies bedeutet demnach, dass das MSI Z370 Tomahawk kein SLI unterstützt, sondern lediglich einen 2-Way-CrossFireX-Verbund. Der mittlere PCIe-3.0-x16-Steckplatz wird allerdings unbrauchbar, wenn im unteren M.2-Anschluss eine SSD installiert wurde.

Aber auch bei den PCIe-3.0-x1-Konnektoren gibt es etwas zu beachten. Die oberste PCIe-3.0-x1-Schnittstelle kann nicht mehr verwendet werden, wenn in der mittleren eine Karte steckt.

Die folgende Tabelle macht das Ganze noch übersichtlicher:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-CrossFireX
-
- - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16
PCIe 3.0 x1 (*1)
x1 (Z370) - -
PCIe 3.0 x1 (*2)
x1 (Z370) - -
PCIe 3.0 x16 (*3)
x4 (Z370) - x4
PCIe 3.0 x1 x1 (Z370) - -
PCIe 3.0 x16 x1 (Z370) - -
Hinweise: *1: Steckplatz wird unbrauchbar, wenn Steckplatz *2 belegt ist. *3: Steckplatz wird unbrauchbar, wenn im M.2_2-Anschluss ein PCIe-Modul installiert ist.

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An der richtigen Stelle wurden auf dem Z370 Tomahawk auch sechs native SATA-6GBit/s-Ports hinterlassen, die natürlich auch die RAID-Level 0, 1, 5 und 10 unterstützen. Die gesamte Ansbindung beim Z370 Tomahawk bietet den Vorteil, dass alle sechs SATA-Ports genutzt werden können, auch wenn beide M.2-Schnittstellen mit PCIe-SSD-Modulen bestückt wurden. Doch in diesem Fall wird der mittlere PCIe-3.0-x16-Slot unbrauchbar. Anders sieht es aus, wenn die beiden M.2-Schnittstellen im SATA-Modus arbeiten. Steckt im M.2_1-Anschluss ein SATA-SSD, wird der erste SATA-Port belegt, beim M.2_2-Anschluss ist es der SATA-Port 5.

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Folgende Anschlüsse bietet das I/O-Panel:

Das I/O-Panel unterscheidet sich kaum vom Z370 Gaming Pro Carbon (AC). Statt eines DisplayPort-1.2-Grafikausgangs hat MSI beim Z370 Tomahawk einen DVI-D-Port berücksichtigt. Beim Rest bleibt es bei zweimal USB 2.0, zweimal USB 3.1 Gen2 und viermal USB 3.1 Gen1 im USB-Bereich. Eine PS/2-Schnittstelle, eine Gigabit-LAN-Buchse und die üblichen Audio-Anschlüsse sind natürlich auch vertreten.

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Von rechts nach links: Nuvotons NCT6795D-M ist ein SuperI/O-Controller, der die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge behält. In der Mitte haben wir Realteks ALC892-Audio-Codec, der von acht hochwertigen Audiokondensatoren und einem Kopfhörerverstärker begleitet wird. Genau wie beim Z270 Tomahawk wurde hier leider kein ALC1220 verlötet. Links wiederum ist Intels I219-V-LAN-Controller zu sehen, der bekanntlich bis auf 1 GBit/s kommt.

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Die beiden USB-3.1-Gen2-Anschlüsse am I/O-Panel werden von ASMedias ASM3142-Controller gesteuert. Angebunden mit zwei Gen3-Lanes an den Z370-Chipsatz kommt der Controller auf maximal 16 GBit/s Datenübertragungsgeschwindigkeit.

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MSIs Z370 Tomahawk ist aufgrund der Arsenal-Gaming-Zugehörigkeit nicht überfrachtet und wurde demnach übersichtlich designt. Trotz alledem kam die Ausstattung nicht zu kurz, da MSI die  Ausstattung behutsam angepasst hat.


BIOS

Auf der MSI-Webseite wird für das Z370 Tomahawk die BIOS-Version 1.20 angeboten, die auch den Spectre-Fix beinhaltet. Mithilfe von M-Flash konnten wir das BIOS problemlos flashen.

Folgende Änderungen hat MSI bisher vorgenommen:

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Bei der UEFI-Oberfläche gibt es keine Veränderungen zu dem, was wir von MSI zuletzt gesehen haben. So bleibt es bei der Rot-Schwarz-Optik. Unterschieden wird weiterhin zwischen dem EZ- und Advanced-Modus. Auf dieser Übersichtsseite (EZ-Mode) erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Bei der Advanced-Oberfläche ist eine Metalloptik mit der Aufschrift "Arsenal Gaming" zu sehen. MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt, der das aktuelle Level anzeigt (weißer Punkt). Rechts benachbart ist der XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "Game Boost"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass vom Hardware- in den Softwaremodus gewechselt werden kann.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Die umfangreichen OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für den Overclocking-Enthusiasten kaum Wünsche offen. Dazu aber gleich mehr. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genauso ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, in dem der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

Overclocking

Selbstverständlich lässt auch das MSI Z370 Tomahawk eine CPU- und RAM-Übertaktung zu. Für die CPU-Kerne halten sich acht Spulen einsatzbereit und im BIOS stehen genügend Einstellungen zur Verfügung.

MSI erlaubt beim Z370 Tomahawk eine Veränderung des BCLK von 70 MHz bis 655,12 MHz. Die Intervalle betragen feine 0,06 MHz/0,07 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override, Adaptive und Offset zur Verfügung. Mit den ersten beiden Modi lässt sich die Spannung von 0,600 Volt bis 2,155 Volt fixieren. Der Adaptive-Mode erlaubt die Nutzung eines Offsets und gleichzeitig eine feste Spannung für den Turbo-Modus, sprich für die Last-Situation. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit 0,001 Volt bis 0,990 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. In allen Fällen betragen die Intervalle 0,005 Volt. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z370 Tomahawk in der Übersicht
Base Clock Rate 98 MHz bis 538,25 MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,550 V in 0,005-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU PLL SFR, RING SFR, SA PLL SFR, MC PLL SFR, CPU ST
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 78 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU Current Capability, CPU Power Thermal Control
CPU Load-Line Calibration Level 1-8

Der Wechsel auf andere MOSFETs beim Z370 Tomahawk scheint bewirkt zu haben, dass wir keine stabilen 4,9 GHz erreichen konnten, selbst mit einer VCore von 1,350 Volt nicht. Immerhin war ein stabiler Betrieb mit 4,8 GHz bei einer Spannung von 1,280 Volt möglich. Generell lässt sich jedoch erkennen, dass Overclocking-versierte Anwender mit dem MSI Z370 Tomahawk weniger auf ihre Kosten kommen werden.

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Weiterhin schauen wir uns bei der Coffee-Lake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Wie zu erwarten war, sind die effektiven 3.000 MHz keine Herausforderung für das Mainboard und für den Core i7-8700K. Demnach konnten wir auch manuelle Settings problemlos fahren.

MSI Command Center

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Darüber hinaus hat MSI das Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI Z370 Tomahawk getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Z370 Tomahawk ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die gebotene Grundperformance entspricht absolut den Erwartungen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

In Sachen Boot-Speed liegt das MSI Z370 Tomahawk mit 12,12 Sekunden ziemlich im Durchschnitt.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI Z370 Tomahawk hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Gen2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Das MSI Z370 Tomahawk teilt sich den ersten Platz mit dem Z370 Gaming Pro Carbon (AC) mit einem Spitzenwert von 41,4 Watt im Leerlauf.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench R15 kann sich das Z370 Tomahawk den ersten Platz alleine sichern. Auf dem Verbrauchsmessgerät stand eine Leistungsaufnahme von 146,4 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Bei Prime95 wird es für das MSI Z370 Tomahawk knapp mit der Sicherung des ersten Platzes. Dennoch ist die Leistungsaufnahme von 137,1 Watt ein gutes Ergebnis.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Mit 1,200 Volt unter Last erklärt sich dann auch die gute Energie-Effizienz des MSI Z370 Tomahawk.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Da es keine Zusatz-Komponenten gibt, die wir hätten ausschalten können, kommen dieselben Verbrauchswerte zustande.

Auch wenn die Basis des MSI Z370 Tomahawk mit der des MSI Z370 Gaming Pro Carbon (AC) ziemlich ähnlich ausfällt, zeigte sich in Sachen Energie-Effizienz ein deutlicher Unterschied zum Vorteil des Z370 Tomahawk. Der Grund hierfür liegt ganz klar bei der weit geringeren VCore unter Last.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das MSI Z370 Tomahawk stellt zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Beide befinden sich am I/O-Panel. Hierfür setzt MSI den ASMedia ASM3142 ein.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Der ASM3142 liefert insgesamt betrachtet eine gute Performance, wenn man von dem Schluckauf absieht. Erreicht wurden höchstens 1.034 MB/s im Schreiben und 907 MB/s im Lesen.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das MSI Z370 Tomahawk insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Alle arbeiten nativ über Intels Z370-Chipsatz. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Intels Z370-PCH kann dafür bei der USB-3.1-Gen1-Performance überzeugen. 444 MB/s lesend und 461 MB/s schreibend können sich sehen lassen.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI Z370 Tomahawk stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle sechs SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z370-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Zweigeteilt fällt die SATA-Performance aus, denn die Schreibleistung erreichte mit maximal 508 MB/s nicht das Optimum. Besser sieht es dagegen bei der Lesedurchsatzrate mit 551 MB/s aus.

 

M.2-Performance

Auf dem MSI Z370 Tomahawk halten sich zwei M.2-Schnittstellen bereit, welche an den Intel-Chipsatz mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s). Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Sehr gute Ergebnisse liefert der M.2-Test ab. Im Lesen wurden sehr gute 3.338 MB/s und im Schreiben bis zu 1.513 MB/s erreicht.


Man nehme das Z370 Gaming Pro Carbon, entfernt einige der Performance-Gaming-Features, ändere einzelne Onboard-Komponenten und bilde daraus das Z370 Tomahawk für die untergeordnete Arsenal-Gaming-Produktreihe. MSIs Z370 Tomahawk zeigt sehr viele Ähnlichkeiten zum Z370 Gaming Pro Carbon und ist dem Performance-Gaming-Mainboard teilweise sogar im Vorteil. Die Grundausstattung zwischen beiden Modellen fällt bis auf den Onboard-Sound identisch aus.

Jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze laden zur Erweiterung des Systems ein, wobei MSI genau wie beim Z270 Tomahawk die gesamten 16 Gen3-Lanes der CPU auf den obersten PCIe-3.0-x16-Slot inklusive Steel-Slot-Feature leitet. Der Rest wurde direkt an den Z370-Chipsatz gekoppelt, sodass in Verbindung mit dem mittleren mechanischen PCIe-3.0-x16-Slot mit x4-Anbindung höchstens ein 2-Way-CrossFireX-Verbund möglich ist.

Mit insgesamt acht USB-3.1-Gen1-, sechs USB-2.0- und zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen zieht das Z370 Tomahawk mit dem Z370 Gaming Pro Carbon (AC) gleich. Letztere auf identische Weise in der Typ-A- und Typ-C-Ausführung. Ebenfalls vertreten sind die sechs nativen SATA-6GBit/s-Buchsen, die beim Z370 Tomahawk sogar allesamt um 90 Grad angewinkelt sind. Beim Z370 Gaming Pro Carbon (AC) wurden zwei Ports vertikal ausgerichtet, sodass das Z370 Tomahawk optisch besser da steht. Zum Thema Storage kommen noch zwei M.2-M-Key-Schnittstellen für SSDs hinzu, allerdings ohne M.2-Shield. Dafür kann der Anwender sowohl alle sechs SATA-Ports und alle beiden M.2-Schnittstellen verwenden, sofern letztere im PCIe-Modus arbeiten. Dafür fällt jedoch der mittlere mechanische PCIe-3.0-x16-Slot mit x4-Anbindung flach.

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Vier DDR4-DIMM-Speicherbänke (ohne Steel Armor) ermöglichen einen RAM-Ausbau bis 64 GB mit optional erhöhter Taktfrequenz bis DDR4-4000. Ohne Frage ist auch CPU-Overclocking möglich, Overclocking-Profis kommen dabei von der Effektivität her allerdings nicht ganz auf ihre Kosten. Mit einem DVI-D- und HDMI-1.4b-Grafikausgang kann optional die im Prozessor integrierte Grafikeinheit angesprochen werden und über den Intel-I219-V-Netzwerkcontroller erfolgt die kabelgebundene Netzwerkverbindung. Etwas gespart hat MSI dafür im Sound-Bereich, denn statt dem Realtek ALC1220 verbaut MSI beim Z370 Tomahawk den ALC892. Auf acht Audiokondensatoren und einen Kopfhörerverstärker muss der Besitzer des Z370 Tomahawk dennoch nicht verzichten.

Ein weiterer Vorteil ist dann natürlich auch die hervorragende Energie-Effizienz sowohl im Idle als auch unter Last, was der reduzierten VCore unter Last und den BIOS-Default-Werten geschuldet ist. Neu beim Z370 Tomahawk ist die nun integrierte RGB-LED-Beleuchtung. Das Vorgängermodell besaß ausschließlich rote LEDs. Den letzten Trumpf sichert sich das MSI Z370 Tomahawk beim Preis. Derzeit ist das MSI Z370 Tomahawk ab 124 Euro gelistet, was unserer Ansicht nach ein fairer Preis für das Gebotene ist. Das MSI Z370 Gaming Pro Carbon kostet mindestens 30 Euro mehr, wobei die Grundausstattung bis auf Ausnahmen identisch ausfällt.

Das Z370 Gaming Pro Carbon (AC) bietet vor allem einige Feinverbesserungen in Form des enthaltenen M.2-Shield für einen Steckplatz, zusätzlicher Steel-Armor-Integration an einem weiteren PCIe-3.0-x16-Slot sowie an den DIMM-Bänken. Des weiteren bietet die Performance-Gaming-Platine zusätzliche RGB-Header. Auf dem Z370 Tomahawk ist nur einer mit an Bord. Wer auf die gennanten Unterschiede verzichten kann, kommt auch sehr gut mit dem Z370 Tomahawk zurecht.

Positive Eigenschaften des MSI Z370 Tomahawk:

Negative Eigenschaften des MSI Z370 Tomahawk:

Trotz der mäßigen Overclicking-Leistung bietet das MSI Z370 Tomahawk gerade für den niedrigen Preis eine gute Basis für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren und hat einige Vorteile gegenüber den größeren Brüdern zu bieten.

 

Persönliche Meinung

Ich besaß mit dem Z270 Tomahawk das Vorgänger-Modell, das bis auf den veränderten CPU-Sockel und der RGB-Beleuchtung absolut identisch ist. Für einen verhältnismäßig schmalen Taler bekommt der Käufer eine gut ausgestattete Platine, die kaum Nachteile zum Z370 Gaming Pro Carbon gezeigt hat. Perfektioniert hätte das Z370 Tomahawk mit dem Realtek ALC1220 werden können, aber bei einem Preisunterschied von etwa 30 Euro müssen nun an gewissen Stellen Abstriche gemacht werden. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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