ASRock X299 Professional Gaming i9 im Test - Ein Taichi mit Extras

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ASRock X299 Fatal1ty Professional Gaming i9 004 logoZwischen den zahlreichen Z370-Mainboards möchten wir uns gern noch ein X299-Mainboard von ASRock zu Gemüte führen. Der renommierte Hersteller bietet auch im High-End-Markt zahlreiche Platinen für Intels Kaby-Lake-X- und Skylake-X-Prozessoren. Wobei das X299 Professional Gaming i9 aus der Fatal1ty-Serie mit der größten Ausstattung angeboten wird und als Flaggschiff bezeichnet werden kann. Wir lassen das ASRock X299 Professional Gaming i9 gegen die bisher getesteten X299-Platinen antreten.

ASRock bietet neben dem normalen X299 Professional Gaming i9 außerdem das X299 Professional Gaming i9 XE an. Letzteres eignet sich besonders für die größeren Skylake-X-Prozessoren und wurde mit einem größeren Kühlkörper und mit einer besseren Spannungsversorgung ausgestattet. Bei der restlichen Ausstattung belässt es ASRock beim Bekannten. Auf ähnliche Weise hat es Gigabyte übrigens beim X299 AORUS Gaming 7 Pro vollzogen, das wir einem Kurztest unterzogen haben.

In beiden Fällen hat ASRock abgesehen von acht DDR4-DIMM-Speicherbänken sowie viermal PCIe 3.0 x16 (mechanisch) und einmal PCIe 2.0 x1 außerdem drei M.2-Schnittstellen sowie insgesamt zehn SATA-6GBit/s-Buchsen vorgesehen. Achtmal USB 3.1 Gen1, sechsmal USB 2.0 und dreimal USB 3.1 Gen2 wird hingegen im USB-Bereich geboten. Als Highlight gilt der 10-GBit/s-Netzwerk-Port, welcher sich zwischen zwei Gigabit-LAN-Buchsen positioniert. Alternativ stellt das X299 Professional Gaming i9 (XE) auch ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul zur Verfügung. Schließlich wurde auch das Purity-Sound-4-Feature integriert.

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Das ASRock X299 Professional Gaming i9 besteht aus einem schwarzen PCB, das ein paar helle Bereiche aufgedruckt bekommen hat. Bis auf die vier Steel-Slots sind alle Anschlüsse ebenfalls in Schwarz gehalten.

Die Spezifikationen

Das ASRock X299 Professional Gaming i9 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
X299 Professional Gaming i9
CPU-Sockel LGA2066 (für Kaby Lake-X und Skylake-X)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 13 Stück
Preis ab 365 Euro
Webseite https://www.asrock.de
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X299 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Dual-Channel/Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM (mit 16-GB-UDIMMs) mit Skylake-X
max. 64 GB UDIMM (mit 16-GB-UDIMMs) mit Kaby-Lake-X
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x16/x8) über CPU
1x PCIe 2.0 x1 über ASMedia ASM1184e

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

8x SATA 6 GBit/s über Intel X299
2x SATA 6 GBit/s über ASMedia ASM1061
3x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s, shared)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x extern, Typ-A+C, 1x intern) über 2x ASMedia ASM3142
8x USB 3.1 Gen1 (4x extern, 4x intern) 4x über Intel X299, 4x über ASMedia ASM1074
6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern) über Intel X299

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Intel Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac (Max. 433 MBit/s), Bluetooth 4.2
Thunderbolt -
LAN

1x Aquantia AQtion AQC107 10 GBit/s LAN
1x Intel I219-V Gigabit-LAN
1x Intel I211-AT Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
TI NE5532 Amplifier
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-FAN-Header
2x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin Water-Pump-Header
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Trotz einiger Dreingaben fällt das Zubehör beim ASRock X299 Professional Gaming i9 übersichtlich aus und entspricht dem Inhalt vom ASRock X299 Taichi. Die I/O-Blende, das Handbuch und auch der Support-Datenträger gehören zur Pflicht. Doch die Taiwaner legen außerdem vier SATA-Kabel sowie jeweils eine 2-Way-SLI-HB-Bridge, 3-Way-SLI-Bridge bei. Für das WLAN-Modul bieten sich die beiden beiliegenden Antennen an und die drei Schrauben dienen der Befestigung der M.2-Module. Als Gimmick konnten wir auch wieder eine ASRock-Postkarte mit der Fatal1ty-Optik erblicken.


Mit dem X299-Chipsatz zieht Intel technisch mit dem aktuellen Z270-PCH für den Sockel LGA1151 gleich. Im Vergleich zum X99-PCH mit acht Gen2-Lanes werden mit dem X299-Chipsatz nun 24 Gen3-Lanes zur Verfügung gestellt. So wird zusammen mit den bis zu 44 Gen3-Lanes vom LGA2066-Prozessor eine gute Grundlage für die Anbindung vieler Schnittstellen und anderer Controllerr geboten. Nativ kann der X299-PCH zudem bis zu acht SATA-6GBit/s-Ports ansteuern.

In der Summe kann der X299-Chipsatz 14 USB-Schnittstellen steuern, davon sind bis zu zehn Anschlüsse der ersten USB-3.1-Generation drin. Die Kommunikation zwischen CPU und PCH erfolgt - genau wie bei der Intel-100- und 200-Chipsatzserie für den Sockel LGA1151 - per DMI 3.0 (Direct Media Interface) mit vier Gen3-Lanes. Somit beträgt die Bandbreite in der Theorie ebenfalls maximal 32 GBit/s.

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In Sachen CPU-Spannungsversorgung ist das ASRock X299 Professional Gaming i9 gut aufgestellt, denn der Hersteller verbaut 13 leistungsstarke 60A-MOSFETs des Typs ISL99227B von Intersil, wobei 12 Stück für die VRIN-Spannung zuständig sind. Eine weitere kümmert sich stattdessen um die System-Agent-Spannung. ASRock selbst spricht von einer 720A- und 1.300W-Versorgung. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass auf dem Non-XE-Modell lediglich ein 8-Pin-EPS12V-Stromanschluss verbaut wurde, sollte gerade bei den großen Skylake-X-Prozessoren Vorsicht geboten werden. Doch dazu später mehr.

Plattformtypisch verbaut ASRock natürlich die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, welche kombiniert und einzig mit Skylake-X bis zu 128 GB RAM aufnehmen können. In Verbindung mit Kaby Lake-X können einzig die vier Slots rechts vom LGA2066-Sockel genutzt werden, sodass die maximale Speicherkapazität in diesem Fall also 64 GB entspricht. Jede der beiden 4-DIMM-Slot-Gruppen wird von zwei Spulen versorgt, die selbst von zwei Fairchild-DG39AE FDPC5030SG-MOSFETs angetrieben werden.

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Die 13 Spulen werden vom Intersil ISL69138 gesteuert und agieren in der 6+1-Konfiguration. Auf der Rückseite des PCBs sind daher sechs ISL6617-Phasen-Doubler verlötet worden, die ebenfalls von Intersil stammen. Der letzte freie Platz des PWM-Controllers geht an die Spule für die System-Agent-Spannung.

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Das X299 Taichi und das X299 Professional Gaming i9 haben dasselbe Grund-PCB erhalten. Daher hat auch Letzteres vier mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze und einen PCIe-2.0-x1-Slot (angebunden über den ASMedia ASM1184e) zu bieten. Letzterer agiert über den X299-Chipsatz. Je nach installiertem Prozessor sind jedoch nicht alle Steckplätze verwendbar, was mit der reduzierten Lane-Anzahl bei den kleinen Skylake-X- und den Kaby-Lake-X-Modellen zusammenhängt. Wie immer folgen nun die unterschiedlichen Laneverteilungen mit 44, 28 und 16 Gen3-Lanes.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 44-Lane-CPU
(Core i9-7900X/7920X/7940X/7960X/7980XE
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x16 x8
-
- - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
PCIe 2.0 x1 x1 (ASM1184e) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8

 

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
(Core i7-7800X und Core i7-7820X)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x16 x8
-
- - - -
PCIe 3.0 x16 - - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 2.0 x1 x1 (ASM1184e) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8

 

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 16-Lane-CPU
(Core i5-7640X und Core i7-7740X
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8
-
- - -
PCIe 3.0 x16 - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - x4
PCIe 2.0 x1 x1 (ASM1184e) - -
PCIe 3.0 x16 - - -

In den Zwischenräumen wurden von ASRock insgesamt drei M.2-M-Key-Schnittstellen platziert. Zwei von ihnen nehmen ein Modul mit einer Länge von 3 cm bis 8 cm auf. Der mittlere Steckplatz kann auch ein 11 cm langes Modul aufnehmen. Als einzige Beschränkung gilt, dass pro M.2-Schnittstelle ein SATA-Port (Ports 0, 1 und 7) unbrauchbar wird, wenn ein SATA-SSD-Modul installiert wurde.

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Das X299 Professional Gaming i9 bringt genau wie das X299 Taichi gleich zehn Ports mit. Acht von ihnen (von rechts) arbeiten direkt mit dem X299-PCH zusammen. Für die beiden linken Ports hingegen hat ASRock den ASM1061-SATA-Controller von ASMedia verlötet. Rechts von den SATA-Buchsen aus sehen wir außerdem zwei USB-3.1-Gen1-Header. Einer ist vertikal, der andere um 90 Grad angewinkelt ausgerichtet worden.


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Folgende Anschlüsse hält das I/O-Panel bereit:

Bis auf den 10-GBit/s-Netzwerkport ist das I/O-Panel zum X299 Taichi absolut identisch ausgestattet worden. Für den USB-Bereich stehen viermal USB 3.1 Gen1 und jeweils zweimal USB 2.0 und USB 3.1 Gen2 zur Verfügung. In letzterem Fall ist sind es eine Typ-A- und eine Typ-C-Ausführung. Ein großes Thema beim X299 Professional Gaming i9 ist der Netzwerkbereich, denn neben zwei Intel-Gigabit-LAN-Buchsen und einem WLAN-ac- (max. 433 MBit/s) und Bluetooth-4.2-Modul hat ASRock außerdem einen 10-GBit/s-Netzwerkanschluss mit verbaut.

Der USB-Flashback- und CMOS-Clear-Button erhöhen den Komfort und für ältere Eingabegerät ist auch ein PS/2-Anschluss an Bord. Übrig bleiben fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie einmal TOSLink.

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Ganz rechts hat ASRock - getrennt vom Rest - den Purity-Sound-4-Audiobereich mit dem Realtek ALC1220 untergebracht. Die fünf zusätzlichen Audio-Kondensatoren von Nichicon sollen den Klang verbessern. Mit an Bord ist natürlich auch ein leistungsstarker Kopfhörerverstärker des Typs TI NE5532 von Texas Instruments. (bis 600 Ohm).

Links neben den Audio-Kondensatoren wurde ein ASM1184e-4-Port-Gen2-Switch verbaut, über den auch der PCIe-x1-Slot angebunden wurde. Dann weiter links befindet sich der Intel-I219-V-Netzwerkcontroller. Ganz rechts im Bild sehen wir außerdem einen CMOS-Clear-Jumper, sodass das BIOS also auch diesem Wege hin zurückgesetzt werden kann.

Der kleine schwarze Passivkühler kühlt den Aquantia-AQtion-AQC107-10-GBit/s-Controller herunter.

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Intels I211-AT-Controller kommt ebenfalls, genau wie der I219-V, auf höchstens 1 GBit/s.

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Für die beiden USB-3.1-Gen1-Header kümmert sich nicht der Intel-X299-Chipsatz, sondern ASMedias ASM1074-Hub.

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Insgesamt wurden gleich zwei ASM3142-USB-3.1-Gen2-Controller auf dem X299 Professional Gaming i9 verlötet und das stellt einen weiteren Unterschied zum Taichi-Modell dar.


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Aber auch der SATA-Bereich wird um zwei Ports erweitert. Als Controller muss ASMedias ASM1061 herhalten, dessen Performance bereits geläufig ist und die SATA-6GBit/s-Spezifikation nicht annähernd ausreizen kann.

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Mit Nuvotons NCT6791D wurde natürlich auch an einen SuperI/O-Controller gedacht, dessen Aufgabe darin besteht, die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge zu behalten.

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Was beim X299 Taichi rein als Vorbereitung sichtbar war, wurde beim X299 Professional Gaming i9 ausgebaut. Die Rede ist vom USB-3.1-Gen2-Header für eine Typ-C-Schnittstelle. Aus diesem Grund werden zwei USB-3.1-Gen2-Controller benötigt.

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Rechts von den beiden USB-2.0-Header sind die beiden BIOS-ROMs zu sehen, davon weiter rechts dagegen der Power- und Reset-Button sowie eine Debug-LED. Die beiden Buttons hatten es leider nicht auf das X299 Taichi geschafft, was wir auch bemängelt hatten.

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Das gesamte Mainboard-Layout hat uns auch beim ASRock X299 Professional Gaming i9 gut gefallen. Besonders positiv anzumerken ist, dass bei Verwendung von nur einer Grafikkarte (Dual-Slot) kein weiterer Steckplatz belegt wird. Allerdings muss die Grafikkarte entnommen werden, wenn der Besitzer Zugriff auf die mittlere M.2-Schnittstelle erhalten möchte.


BIOS

Für das X299 Professional Gaming i9 stand die BIOS-Version P1.40 zur Verfügung. Mit dem Instant-Flash-Feature ergaben sich keinerlei Komplikationen. Folgende Verbesserungen hat ASRock bereits vorgenommen:

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ASRock hat in Sachen UEFI alles beim Alten gelassen. Die Taiwaner haben weiterhin eine Übersichtsseite implementiert, die den Anwender über wichtige Parameter auf einen Blick informiert. So lassen sich oben nicht nur die Uhrzeit, das aktuelle Datum, die CPU-Temperatur, Mainboard-Temperatur und die CPU-Spannung ablesen, sondern auch das Mainboard-Modell, die installierte BIOS-Version und das Prozessormodell inklusive Grundtakt. Auch in welchen DIMM-Slots Module und wieviel Arbeitsspeicher generell installiert ist, lässt sich ablesen. Auf Wunsch und sofern vorhanden, lässt sich auch das Extreme-Memory-Profile aktivieren. Direkt darunter kann eingesehen werden, welche Storage-Geräte an welchem Anschluss stecken. Dazu kann auch per Drag & Drop die Boot-Priorität verändert werden. Dazwischen werden die Lüftergeschwindigkeiten angezeigt.

Mittels "CPU EZ OC" kann die automatische Übertaktung gestartet werden. Unten rechts können der "System Browser", "Instant Flash" und "Internet Flash" gelauncht werden. 

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Farblich wurde das UEFI von ASRock in Rot/Schwarz angepasst. Auch fehlt hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" findet der Anwender sämtliche Overclocking-Funktionen. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität absolut hervorragend.

 

Overclocking

Mit 13 Spulen ist das ASRock X299 Professional Gaming i9 gut für eine Übertaktung vorbereitet, auch wenn nur ein 8-Pin-Stromanschluss zur Verfügung steht. Die Taiwaner geben das Board selbst bis 1.300 W frei. Hinzu kommen die zahlreichen BIOS-Einstellungen.

Das BIOS erlaubt eine BCLK-Veränderung von 90 MHz bis hin zu sattem 2.000 MHz in feinen 0,01-MHz-Intervallen. Anlässlich des neuen Mesh-Bus, wurde auch dafür eine entsprechende Spannungseinstellung hinterlassen. Neben der VRIN-Spannung lässt sich die CPU-Spannung im Override- und Offset-Modus festlegen. In Zahlen ausgedrückt sind es 0,800 Volt bis 2,000 Volt und -1,000 Volt bis +1,000 Volt. Die Intervalle fallen mit 0,001 sehr fein aus.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock X299 Professional Gaming i9 in der Übersicht
Base Clock Rate 90 MHz bis 2.000 MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Core-Spannung 0,800 Volt bis 2,000 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-1,000 Volt bis +1,000 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,100 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VRIN-Spannung 0,900 V bis 3,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-100 mV bis + 300 mV (Offset-Modus)
CPU-Mesh-Spannung 0,800 Volt bis 2,000 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-1,000 Volt bis +1,000 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,900 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-1,000 Volt bis +1,000 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,850 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Spannung 0,900 V bis 1,500 V in 0,050-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt nicht einstellbar
Weitere Spannungen VPPM, VTTM, CLK VDD, VCCU
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate ist einstellbar
Timings 83 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Intel Speed-Step, C1E
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU VCore LLC Level 1-5

Genau wie beim X299 Taichi konnten wir auch mit dem X299 Professional Gaming i9 einen Takt von 4,8 GHz auf allen zehn Kernen und 20 Threads stabil halten. Dabei konnten wir die Spannung im Vergleich zum X299 Taichi gar um 0,020 V reduzieren.

Wir haben uns auch die VRM-Kühler-Temperatur angeschaut. Mittels Laser-Thermometer wurde eine Temperatur von bis zu 87 °C erreicht. Gleichzeitig gilt natürlich, dass die Spannungswandler selbst noch um einiges heißer waren und schon in Richtung 100 °C arbeiteten. Dies liegt jedoch noch innerhalb der erlaubten Spezifikationen. Aber auch beim Kabel vom 8-Pin-Stecker haben wir eine erhöhte Temperatur feststellen können, die aber auch nicht besorgniserregend war.

Dennoch konnten wir bei einer hohen CPU-Spannung ab 1,35 V eine Limitierung durch die zu hohen MOSFET-Temperaturen feststellen. Die CPU hat sich beim Prime95-Lauf auf bis zu 800 MHz heruntergetaktet. Somit ist es empfehlenswert, spätestens ab dem Core i9-7920X eher zum XE-Modell zu greifen.

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Beim RAM-Overclocking gab es keine negativen Überraschungen. Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Probleme umgesetzt und auch ein manuelles RAM-Overclocking gelang uns ohne Zwischenfälle. Dabei konnten wir auch dieses Mal die Latenzen etwas weiter anziehen. Die VDIMM betrug 1,35 V. 

F-Stream-Utility

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Mit dem F-Stream-Utility erhält der Anwender die Möglichkeit, das Overclocking und auch die Einstellungen der angeschlossenen Lüfter unter der Windows-Oberfläche vorzunehmen. Im Operation-Mode stehen die Modi "Performance Mode", "Standard Mode" und "Power Saving" zur Verfügung. Grundlegende Systeminformationen werden dagegen im Reiter "System Info" zusammengefasst. Bei Bedarf lässt sich das A-Tuning-Utility auch zusammen mit dem Windows-Bootvorgang starten, sodass gesetzte Einstellungen nach dem Windows-Start angewandt werden.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock X299 Professional Gaming i9 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock X299 Professional Gaming i9 ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die 3DMark- und Cinebench-Performance liegt absolut im Rahmen. Bei der RAM-Bandbreite konnte ASRock nun etwas nachhelfen und liegt nun im grünen Bereich, wenn auch weiterhin leicht hinter der Konkurrenz.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Mit 20 Sekunden startet das ASRock X299 Professional Gaming i9 bisher am schnellsten von den getesteten X299-Mainboards.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock X299 Professional Gaming i9 hat sehr viele Zusatz-Controller erhalten. Drei LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller, ein USB-3.1-Gen1-Hub, ein zusätzlicher SATA-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Verbrauchs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch wenn bei einer HEDT-Plattform die Leistungsaufnahme in der Regel eine untergeordnete Rolle spielt, so wird sie nicht von jedem Anwender ignoriert. Zusammen mit dem Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 teilt sich das ASRock X299 Professional Gaming i9 mit 71,2 Watt im Idle den letzten Platz.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ein anderes Bild ergibt sich dann aber unter Last. In Verbindung mit Cinebench R15 zeigte das Verbrauchsmessgerät ziemlich gute 247,1 Watt an und liegt damit im Durchschnitt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich sieht es auch mit Prime95 unter Volllast aus, wobei die Leistungsaufnahme bei 254,4 Watt lag.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die humane Leistungsaufnahme unter Last liegt an der anliegenden Spannung von 1,053 Volt. Im Vergleich dazu lag diese mit dem ASRock X299 Taichi bei 1,083 Volt.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir neben der LED-Beleuchtung außerdem zwei LAN-Controller sowie den zusätzlichen SATA-Controller deaktivieren. Im Leerlauf brachte dies allerdings lediglich eine Energie-Ersparnis von 0,9 Watt ein.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In der Teillast konnten wir eine Reduzierung von 0,7 Watt feststellen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze 1,2 Watt weniger waren es hingegen unter voller Belastung mit Prime95.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung hat sich erwartungsgemäß keine Veränderung ergeben.

Wenn der Hersteller eine Menge Ausstattung in die Hand geben möchte, mündet dies zumeist in dasselbe Problem: der Energie-Hunger. Dieses Problem hat das ASRock X299 Professional Gaming i9 allerdings nur im Idle. Unter Last fällt der Verbrauch hingegen durchschnittlich und in Anbetracht der umfangreichen Ausstattung sogar gut aus.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASRock X299 Professional Gaming i9 stellt dreiUSB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Hierfür kommt der ASMedia-ASM3142-Controller in zweifacher Ausführung zum Einsatz. Dabei gibt es eine Schnittstelle in der Typ-A-Ausfürhung und zwei Typ-C-Ausführungen.

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Trotz des ersichtlichen "Schluckaufs" ist der ASM3142 in der Lage, eine sehr gute USB-3.1-Gen2-Performance auf die Beine zu stellen. Dies belegen die Transferraten von 1.037 MB/s Schreiben und 930 MB/s Lesen.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASRock X299 Professional Gaming i9 insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten vier Buchsen direkt mit dem X299-Chipsatz zusammen. Beide internen Header sind an den ASMedia ASM1074-Hub angebunden. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Es spielt keine Rolle, ob nun direkt über den X299-Chipsatz oder indirekt über den ASM1074-Hub, die USB-3.1-Gen1-Leistung stimmt mit bis zu 443 MB/s lesend und bis zu 467 MB/s schreibend.

 

SATA-6G-Performance

Das ASRock X299 Professional Gaming i9 stellt zehn SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X299-Chipsatz zusammen. Die restlichen zwei Ports agieren über den ASMedia ASM1061. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Anders sieht es bei der SATA-Performance aus. Intels X299-PCH beschleunigte unser SSD auf bis zu 557 MB/s im Lesen und höchstens 523 MB/s im Schreiben. ASMedias ASM1061 kann da bekanntlich bei Weitem nicht mithalten und kommt auf eine maximale Leserate von 405 MB/s und maximal 379 MB/s im Schreiben.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der X299-Plattform. Auf dem ASRock X299 Professional Gaming i9 halten sich gleich drei M.2-Schnittstellen bereit. Genau wie bei der LGA1151-Plattform, erhalten die M.2-Schnittstellen vom Chipsatz ihre nötigen Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Bei der M.2-Performance gibt es dieses Mal nichts zu bemängeln. Im Lesen wurden sehr hohe 3.355 MB/s erreicht. Schreibend waren flotte 1.516 MB/s drin.


Werden das ASRock X299 Taichi und das ASRock X299 Professional Gaming i9 aus der Fatal1ty-Produktreihe miteinander verglichen, so fällt auf, dass Letzteres ein X299 Taichi mit einigen Extras ist. ASRock verwendet für beide Platinen dasselbe Grund-PCB, was natürlich nicht negativ zu beurteilen ist. Das X299 Professional Gaming i9 ist das Flaggschiff von ASRocks X299-Mainboards und hat demnach etwas mehr zu bieten.

Acht DDR4-DIMM-Speicherbänke bedeuten in Verbindung mit Skylake-X einen RAM-Ausbau bis 128 GB, mit Kaby Lake-X ist maximal die Hälfte möglich. Identisch zum X299 Taichi ist auch die Anzahl an PCIe-Steckplätzen: Viermal PCIe 3.0 x16 (mechanisch) und dazu einmal PCIe 2.0 x1. Genau dazwischen zwängen sich drei M.2-M-Key-Schnittstellen, die allesamt mit vier Gen3-Lanes angesteuert werden. Zum Storage-Aufgebot kommen dann noch zehn SATA-6GBit/s-Ports hinzu, von denen acht Stück nativ mit dem X299-Chipsatz zusammenarbeiten.

Bis auf einen Umstand ist auch die Anzahl an USB-Anschlüssen identisch aufgestellt. Achtmal USB 3.1 Gen1, sechsmal USB 2.0 und zweimal USB 3.1 Gen2 gibt es auch beim X299 Taichi. Dem X299 Professional Gaming i9 wurde jedoch noch der USB-3.1-Gen2-Header spendiert. Dies gilt auch für den Power- und Reset-Taster, die wir beim X299 Taichi vermisst haben. Die Vorbereitung war bekanntlich existent. Am I/O-Panel hat der Anwender Zugriff auf den BIOS-Flashback- und CMOS-Clear-Button. Alternativ lässt sich das BIOS auch über den internen Jumper resetten.

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Gerade im Netzwerk-Bereich ist das X299 Professional Gaming großflächig aufgestellt. Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei Intel-Gigabit-LAN-Ports, einem WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul sowie einem 10-GBit/s-Netzwerkanschluss über den AQtion AQC107 von Aquantia. Einen Minuspunkt gibt es allerdings auch in diesem Fall beim WLAN-Modul, denn dieses funkt nur mit bis zu 433 MBit/s. Passend wurde dagegen der Onboard-Sound gestaltet. Dieser entspricht 1:1 dem des X299 Taichi.

Uns sind jedoch auch ein paar Nachteile aufgefallen. Mit dem Core i9-7900X konnten wir die MOSFETs aufgrund zu hoher Temperaturen zum Limitieren bewegen, was am nicht allzu üppig dimensionierten VRM-Kühler liegt und schließlich zum Throttling führt. Eine Mitschuld trägt sicherlich auch der einzige 8-Pin-EPS12V-Anschluss. Aus diesem Grund raten wir gerade bei den großen Skylake-X-Modellen eher zum ASRock X299 Professional Gaming i9 XE, das neben einer besseren CPU-Stromversorgung (2x 8-Pin) auch eine bessere VRM-Kühlung zu bieten hat. Des Weiteren ist der Idle-Stromverbrauch erhöht, wohingegen die Leistungsaufnahme unter Last im Durchschnitt angesiedelt ist.

Hinzu kommt, dass das ASRock X299 Professional Gaming i9 natürlich seinen Preis hat. Dieser liegt laut unserem Preisvergleich bei mindestens 365 Euro. Für das XE-Modell müssen etwa 65 Euro mehr eingeplant werden. Klingt der 10-GBit/s-Netzwerk-Anschluss sehr reizvoll, bietet ASRock im Vergleich zum ASUS ROG Rampage VI Extreme ein deutlich besseres Preis-/Leistungsverhältnis. Kann auf den Port verzichtet werden, aber erscheint der USB-3.1-Gen2-Header als Pflicht, so gibt es zahlreiche Alternativen.

Positive Eigenschaften des ASRock X299 Professional Gaming i9:

Negative Eigenschaften des ASRock X299 Professional Gaming i9:

ASRocks X299 Professional Gaming i9 ist ein Flaggschiff-Unterbau für Skylake-X und Kaby Lake-X, der eine luxuriöse Ausstattung bereithält. Sofern es ans große Übertakten geht, zeigt das Mainboard bei den großen Skylake-X-Prozessoren seine Schwächen. Doch für diesen Fall bietet der Hersteller das X299 Professional Gaming i9 XE an.

Persönliche Meinung

Wird das ASRock X299 Professional Gaming i9 ohne erweitertes Overclocking betrieben, macht das Brett bis auf den Idle-Stromverbrauch eine sehr gute Figur. Gerade die umfangreiche Ausstattung macht den Unterbau zu einem interessanten Produkt. Sollte der 10-GBit/s-Netzwerk-Port wichtig sein, bist das X299 Professional Gaming i9 eines der interessanten Mainboards für einen LGA2066-Prozessor. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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