ASUS ROG Maximus X Hero im Test - Der ROG-High-End-Einstieg für Coffee Lake-S

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Artikel ASUS Maximus X Hero 004 logoMittlerweile sind wir bei der zehnten Maximus-Serie angekommen und mit dem Maximus X Hero bietet ASUS den Einstieg in die Maximus-X-Serie an. Wir konnten es uns natürlich nicht entgehen lassen, das neue Maximus X Hero für Coffee Lake-S unter die Lupe zu nehmen und es mit den anderen Z370-Mainboards zu vergleichen.

Für die Maximus-X-Serie hat ASUS insgesamt fünf verschiedene Modelle geplant, wobei das Maximus X Hero den Einstieg darstellt und vom Preis her natürlich am niedrigsten ausfällt. Für ambitionierte Overclocker bietet sich das Maximus X Apex an und wer es eine Spur eleganter möchte, für den böte sich das Maximus X Formula an, das selbstverständlich wieder mit dem ROG-Armor ausgestattet wurde. In abgespeckter Form gibt es dann noch das Maximus X Code. Zu einem Maximus X Gene (Micro-ATX) und einem Maximus X Impact (Mini-ITX) gibt es hingegen derzeit keinerlei Informationen.

Das Maximus X Hero stellt den Einstieg in die ROG-High-End-Serie dar, bietet allerdings eine Ausstattung, die eines Oberklasse-Modells würdig ist. Vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze, sechsmal SATA 6GBit/s, zwei M.2-M-Key-Schnittstellen und natürlich zahlreiche USB-Anschlüsse, darunter auch ein USB-3.1-Gen2-Header gehören zu den technischen Eigenschaften dieser Platine. Auch an Onboard-Komfort hat ASUS gedacht, der die Overclocking-Session angenehm gestaltet. Ohne Frage ist auch ein Gigabit-LAN-Port sowie ein guter Onboard-Sound an Bord.

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ASUS verwendet ein schwarzes PCB mit den ATX-Abmessungen, das einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Die Kühler bestehen aus Metall, die Anschlüsse und Schnittstellen sind in Grau und in Schwarz gehalten.

Die Spezifikationen

Das ASUS ROG Maximus X Hero wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASUS ROG Maximus X Hero in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Maximus X Hero
CPU-Sockel LGA1151 (nur für Coffee Lake-S, Skylake-S und Kaby Lake-S sind nicht kompatibel, siehe auch: verändertes Sockel-Pinout)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 12 Stück (10x für CPU, 2x für RAM)
Preis ab 285 Euro
Webseite https://www.asus.com/de/
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z370 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z370 (shared)
3x PCIe 2.0 x1 über Intel Z370 (1x shared)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6 GBit/s über Intel Z370
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z370 (M-Key, 32 GBit/s, 2x shared)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel, 1x über Header) über 2x ASMedia ASM3142
6x USB 3.1 Gen1 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z370
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z370

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
6-Channel Realtek ALC1220
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header

1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin WaKü-Pump-Header
1x 4-Pin High-Amp-Header
1x 4-Pin AIO-Pump-Header
1x 5-Pin Ext-FAN-Header

LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header
1x AURA adressierbarer Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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ASUS liefert das Maximus X Hero mit genug Zubehör aus. Neben dem Handbuch und dem Support-Datenträger konnten wir außerdem vier SATA-Kabel, das CPU-Installation-Tool, dazu eine 2-Way-SLI-HB-Brücke und auch den Q-Connector finden. Für die Identifikation der SATA-Kabel liegen entsprechende Sticker bei, für das Thema RGB liegen dem Maximus X Hero zwei RGB-Verlängerungskabel bei, von denen eines für den adressierbaren Anschluss geeignet ist.

Bleiben noch die Lüfter-Halterung inklusive Anleitung, M.2-Schrauben sowie zahlreiche ROG-Sticker übrig.


Als Basis für die Coffee-Lake-S-Prozessoren verwendet Intel den Z370-Chipsatz, der jedoch von der technischen Seite nicht neu ist. Es handelt sich mehr oder weniger um einen umgelabelten Z270-Chipsatz, sodass weiterhin insgesamt 24 Gen3-Lanes bereitgestellt werden. Per DMI 3.0 (PCIe 3.0 x4) erfolgt die Verbindung zwischen der achten Core-Generation und dem Z370-Chipsatz.

Die Coffee-Lake-S-Prozessoren bieten unverändert limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden.

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Der CPU-VRM-Bereich besteht aus jeweils zehn MOSFETs (Infineon BSG0812ND) und zehn Spulen, von denen acht Stück für die CPU-Spannung herhalten und die restlichen zwei Stück für die integrierte Grafikeinheit reserviert sind. Für den Input wurde ein 8-poliger EPS12V-Stromanschluss vorgesehen.

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Der ASP1400BT wird, genau wie beim ASUS ROG Strix Z370-E Gaming, als PWM-Controller eingesetzt, der im Höchstfall mit acht Spulen umzugehen weiß. Im Falle des Maximus X Hero arbeitet er allerdings effektiv mit fünf Spulen, da ASUS außerdem fünf Phasen-Doubler einsetzt.

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Bis zu 64 GB RAM lassen sich auf dem Maximus X Hero unterbringen, auf Wunsch und je nach DIMMs auch mit einer weit höheren Taktfrequenz. Rechts in der Ecke sehen wir eine Debug-LED, vier Status-LEDs sowie den proprietären MemOK!-Button. Vom Haupt-Stromanschluss aus links hat ASUS den USB-3.1-Gen2-Header verbaut, welcher über einen ASMedia ASM3142 ans Werk geht.

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Jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze halten sich für diverse Erweiterungskarten bereit. Die zwei oberen PCIe-3.0-x16-Slots wurden zusätzlich mit dem Safe-Slot-Feature verstärkt und arbeiten direkt mit dem Coffee-Lake-S-Prozessor zusammen. Die Aufteilung erfolgt demnach mit x16/x0 und x8/x8. Der unterste PCIe-3.0-x16-Slot wurde hingegen an dem Z370-Chipsatz angebunden und arbeitet mit maximal vier Gen3-Lanes. Somit kann das Maximus X Hero bis zu zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten aufnehmen.

Beachtet werden sollte allerdings, dass sich der unterste PCIe-x16-Steckplatz die Anbindung mit der untersten PCIe-x1-Schnittstelle teilt.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z370) - - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
-
- - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z370) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z370) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z370) - - x4

Unter dem CPU-Sockel sowie unten rechts wurden die beiden M.2-M-Key-Schnittstellen positioniert. In beiden Anschlüssen kann ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 8 cm installiert werden. Solange der Obere im PCIe-Mode arbeitet, treten keine Restriktionen auf, im SATA-Mode hingegen wird der SATA-Port 1 blockiert. Beim Unteren werden die SATA-Ports 5 und 6 unbrauchbar, sofern dieser im PCIe-Modus agiert.

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Abseits der M.2-Anschlüsse hat das Maximus X Hero zusätzlich sechsmal SATA 6GBit/s zu bieten, die allesamt nativ mit dem Z370-PCH zusammenarbeiten.


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Bei der zehnten Maximus-Serie vollzieht ASUS eine durchgreifende Änderung beim I/O-Panel. Boten zuvor ausschließlich die größten Maximus-Modelle eine vormontierte, proprietäre I/O-Blende, so haben nun bei der zehnten Maximus-Serie alle Platinen die vormontierte Blende erhalten. Aus diesem Grund liegt beim Zubehör natürlich keine gesonderte Blende bei.

Insgesamt acht USB-Anschlüsse wurden beim Maximus X Hero rückseitig angebracht. Viermal USB 3.1 Gen1 und dazu jeweils zweimal USB 2.0 und USB 3.1 Gen2. ASUS berücksichtigt im letzten Fall sowohl eine Typ-A- als auch eine Typ-C-Ausführung. Darüber hinaus erhält der Anwender Zugriff auf einen CMOS-Clear- und USB-BIOS-Flashback-Button, einen DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang sowie auf die üblichen Audio-Anschlüsse.

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Rechts wurde der mit dem SupremeFX-Feature der Audio-Bereich untergebracht, der aus dem Realtek-ALC1220-Codec, zwölf Audio-Kondensatoren sowie einem 600 Ohm starken Kopfhörerverstärker besteht. Links davon wurden der Nuvoton NCT6793D-Super-I/O-Controller und Intels I219-V-Netzwerkcontroller untergebracht.

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Sowohl für die beiden USB-3.1-Gen2-Anschlüsse als auch für den USB-3.1-Gen2-Header wurden von ASUS zwei ASM3142 von ASMedia verlötet, der eine gute Performance zu bieten hat.

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Für den HDMI-Grafikausgang ist ein TMDS-Level-Shifter notwendig, dessen Part vom ASMedia ASM1442K abgedeckt wird.

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Am unteren PCB-Rand hat ASUS noch etwas Onboard-Komfort angebracht. Zu sehen sind ein Power-, Reset-, Safe-Boot- und Retry-Button. Mit dem Safe-Boot-Button kann das System mit entspannten Settings gestartet werden, wenn sich die gewählten Overclocking-Settings als untauglich erweisen. Soll stattdessen ein neuer Boot-Versuch durchgeführt werden, bietet sich der Retry-Button an. Aber auch für Extreme-Overclocking ist das Maximus X Hero vorbereitet, denn selbst der Slow- und LN2-Mode sind mit von der Partie.

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ASUS hat den Platz des ATX-Formats gut ausgenutzt, ohne jedoch die Übersichtlichkeit zu vernachlässigen. Die silber gefärbten Kühlelemente sind natürlich Geschmackssache, allerdings hat uns die sehr gute Verarbeitung generell gefallen. Am ASUS ROG Strix Z370-E Gaming lassen sich zwei CPU-Lüfter und zwei Gehäuse-Lüfter anklemmen, die natürlich regelbar sind. Des Weiteren hält sich ein Header für eine Wasserpumpe bereit, und sollte dies nicht genügen, so kann auch das optional erhältliche externe FAN-Modul angeschlossen werden.


BIOS

Wir haben das Maximus X Hero mit der BIOS-Version 0802 getestet, welche bereits einige Fehler besetigt hat. Mittels der Instant-Flash-Funktion konnte das BIOS problemlos aktualisiert werden. Wir empfehlen ausdrücklich, die aktuellste BIOS-Version zu flashen, da ASUS bei den neueren Versionen das automatische Load-Line-Calibration-Verhalten immens korrigiert hat.

Unterhalb der BIOS-Version 0601 haben wir festgestellt, dass die CPU-Spannung unter Last bis auf über 1,4 Volt angestiegen ist. Unter Volllast ging die Spannung zwar auf 1,360 Volt zurück, die Spannung ist dennoch viel zu hoch. Ab Version 0601 arbeitet die Load-Line-Calibration wesentlich entspannter, sodass die VCore unter Last auf 1,280 Volt zurückging. Durch diese Korrektur sinkt nicht nur die Leistungsaufnahme, sondern sorgt so auch für niedrigere CPU-Temperaturen.

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Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert, passend zum ROG-Mainboard. Dabei werden die einzelnen Punkte in gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden, und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

 

Overclocking

Bedingt durch den Z370-Chipsatz und mithilfe der zehn CPU-Spulen ist das ASUS ROG Maximus X Hero in Verbindung mit den zahlreich vertretenen Overclocking-Funktionen sehr gut für die Übertaktung vorbereitet.

ASUS erlaubt beim ROG Maximus X Hero eine Veränderung des BCLK von 40 MHz bis 650 MHz. Die Intervalle betragen auch hier feine 0,05 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override, Offset und Adaptive zur Verfügung. Im Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,600 Volt bis 1,700 Volt fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -0,635 Volt bis +0,635 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Das Ganze findet in 0,005-Volt-Schritten statt.

Bei den RAM-Teilern reicht es bis DDR4-8533, wobei ein Betrieb mit einer derart hohen Taktfrequenz sehr unwahrscheinlich ist.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Maximus X Hero in der Übersicht
Base Clock Rate 40,00 MHz bis 650,00 MHz in 0,05-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,700 V (2,155 V) in 0,005-V-Schritten (Override--Modus)
0,250 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Adaptive-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,0000 V bis 2,0000 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung 0,900 V bis 1,845 V in 0,015-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Standby, BCLK Aware Adaptive, PLL Termination, Boot Voltages, DRAM REF Voltages
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 92 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, LLC Level 1 bis 9

Genau wie beim ASUS ROG Strix Z370-E Gaming, konnten wir den Core i7-8700K mit einer stabilen Taktfrequenz von 5 GHz betreiben. Im BIOS wurde eine VCore von 1,3 Volt angelegt, bedingt durch die Load-Line Calibration wird laut CPU-Z noch etwas Spannung hinzugefügt.

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Weiterhin schauen wir uns bei der Coffee-Lake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB an Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Mit dem Extreme-Memory-Profil arbeitete die ASUS-Platine absolut problemlos, beziehungsweise ein Speichertakt von effektiv 3.000 MHz jucken den Core i7-8700K in keiner Weise. Auch manuell konnten wir das Mainboard dazu überreden, mit einem effektiven Takt von 3.000 MHz zu arbeiten. In beiden Fällen musste eine VDIMM von 1,35 Volt anliegen.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt den beiden Platinen die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features unter Windows einstellen lassen.

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Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Im Vergleich zu den Z170-Modellen wurde die AI Suite 3 allerdings um einige Funktionen eingeschränkt. So fehlt in der aktuellen Version für das ROG Maximus X Hero das Ai-Charger-, das Mobo-Connect-, das USB-3.1-Boost- und das Push-Notice-Feature.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Maximus X Hero getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Maximus X Hero mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature aktiv lassen und die Multiplikatoren auf den Wert 43 fixieren, damit wir einen fairen Vergleich vornehmen konnten.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das ASUS ROG Maximus X Hero liegt von den Ergebnissen her sehr dicht bei den anderen beiden Probanden, was durch die Nutzung der selben Settings aber nicht verwunderlich ist.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Von den Bootzeiten her belegt das ASUS ROG Maximus X Hero den vorletzten Platz. Dennoch startet es mit 12,77 Sekunden relativ zügig.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Maximus X Hero hat ein paar Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle verbraucht das ASUS ROG Maximus X Hero weniger als 50 Watt. Unser Messgerät zeigte einen Wert von 46,7 Watt an. Somit bewegt sich die Maximus-Platine im Mittelfeld.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench R15 zeigte sich das Maximus X Hero überraschend effizient mit 156,6 Watt, womit der zweite Platz belegt wird.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich sieht es auch mit Prime95 aus. 149,6 Watt wurden uns in diesem Szenario angezeigt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Unter Last legte das Maximus X Hero eine VCore von 1,280 Volt an, die im Verhältnis gering ausfallen.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir die LED-Beleuchtung sowie die beiden USB-3.1-Gen2-Controller deaktivieren. Dies sparte immerhin ganze 2,1 Watt ein.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

2,4 Watt weniger wurden während des Cinebench-Laufs gemessen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Und auch unter Prime95 wurde mit 1,8 Watt etwas Strom eingespart.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich nichts geändert und sie lag unverändert bei 1,280 Volt.

Nachdem ASUS bei der Standard-Load-Line-Calibration nachgebessert hat, zeigt sich das Maximus X Hero als effiziente Platine für die Coffee-Lake-S-Prozessoren. Mit den älteren BIOS-Versionen stieg die VCore auf über 1,4 Volt und pendelte sich unter Prime95 bei 1,360 Volt ein. Eine niedrigere Spannung sorgt neben einer besseren Effizienz für niedrigere Temperaturen.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Maximus X Hero stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Zwei Schnittstellen befinden sich am I/O-Panel, eine weitere ist über den internen Header erreichbar. Hierfür hat ASUS zweimal den ASMedia ASM3142 verlötet. Dabei gibt es je eine Typ-A-Ausführung und zwei Typ-C-Ausführungen.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Mit 938 MB/s im Lesen und 1.034 MB/s im Schreiben wurden sehr gute USB-3.1-Gen2-Werte erreicht.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Maximus X Hero insgesamt sechs Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Alle wurden direkt an den Z370-PCH angebunden. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Aber auch die USB-3.1-Gen1-Performance kann sich mit 445 MB/s lesend und 466 MB/s schreibend absolut sehen lassen.

 

SATA-6G-Performance

Das ASUS ROG Maximus X Hero stellt sechs SATA-6GBit/s-Buchsen zur Verfügung. Alle sechs SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z370-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Bei der SATA-Performance wurden vom ATTO-Disk-Benchmark eine Leserate von 557 MB/s und eine Schreibrate von 525 MB/s ermittelt. Dies sind sehr gute SATA-6GBit/s-Werte.

 

M.2-Performance

Auf dem ASUS ROG Maximus X Hero halten sich zwei M.2-Schnittstellen bereit, welche an den Intel-Chipsatz mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s). Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Und auch bei der M.2-Performance wurden wir nicht enttäuscht. Im Lesen wurden bis zu 3.338 MB/s und im Schreiben bis zu 1.521 MB/s erreicht. Das kann sich sehen lassen.


Mit der nunmehr zehnten Maximus-Mainboard-Serie ist ASUS auch bei Intels achter Core-Generation mit zahlreichen verschiedenen Platinen präsent. Den Einstieg in die High-End-ROG-Produktreihe gewährt ASUS mit dem nun getesteten ROG Maximus X Hero zu einem Preis ab 285 Euro. Auf dem ATX-Mainboard wurde von den ASUS-Ingenieuren eine Menge Ausstattung integriert.

Die installierte Coffee-Lake-S-CPU wird von zehn Spulen versorgt, die in unserem Overclocking-Test einen guten Eindruck hinterlassen haben. Für die Overclocking-Session hat ASUS zudem an Onboard-Komfort gedacht, wie einen Power-, Reset-, Safe-Boot- und Retry-Button sowie eine Debug-LED und den proprietären MemOK!-Button. Auch für Extreme-Overclocking ist das Maximus X Hero vorbereitet, denn der Slow- und LN2-Mode sind ebenfalls mit an Bord. Plattformbedingt sind maximal vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verlötet worden, sodass bis zu 64 GB an Arbeitsspeicher verbaut werden können.

Auf dem ROG Maximus X Hero hat ASUS jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze hinterlassen, sodass der Anwender nach Bedarf selbst bis zu zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten draufschnallen kann. Zwei von den großen Schnittstellen wurden direkt an die Coffee-Lake-S-CPU angebunden.

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Im USB-Bereich hat ASUS jeweils sechs USB-3.1-Gen1- und USB-2.0-Schnittstellen vorgesehen, hinzu kommen drei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse, von denen einer über den internen Header realisiert wurde. Die in der CPU integrierte Grafikeinheit kann auf Wunsch über einen DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang angesprochen werden. Intels I219-V-Netzwerkcontroller beschleunigt die Netzwerkpakete auf bis zu 1 GBit/s. Wird die WLAN-Version vom Maximus X Hero gewählt, ist zusätzlich ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul enthalten. Hierfür muss allerdings ein Aufpreis von etwa 20 Euro akzeptiert werden. Mit dem SupremeFX-Audio-Feature hat ASUS zudem einen guten Onboard-Sound-Bereich berücksichtigt.

Neben zwei CPU-FAN- und drei Chassis-FAN-Headern wurde das ROG Maximus X Hero außerdem mit einem WaKü-Pumpen-, High-Amp- sowie einem AIO-Pump-Header ausgestattet. Und sollte das nicht genügen, hält sich auch noch der EXT-FAN-Anschluss bereit. Das entsprechende FAN-Modul liegt allerdings nicht bei. Punkten kann das Maximus X Hero außerdem in Sachen Energie-Effizienz, hierfür empfehlen wir allerdings, ein aktuelles UEFI-BIOS zu flashen.

Mit mindestens 285 Euro gehört das ASUS ROG Maximus X Hero vom Preis her nicht zu den Leichtgewichten. Verglichen mit dem Vorgänger-Modell, dem ROG Maximus IX Hero (Intel Z270) hat ASUS den Preis des Maximus X Hero leicht angehoben. Wer jedoch unbedingt ein ROG-Mainboard der Maximus-Serie sein Eigen nennen möchte, kommt um den minimalen Preis von 285 Euro nicht herum. Alternativ bietet ASUS auch noch die Strix-Mainboard-Serie an, die zu einem günstigeren Kurs angeboten wird. Rein vom technischen Aspekt ist das ROG Maximus X Hero ein sehr guter Unterbau für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Maximus X Hero:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Maximus X Hero:

Das ASUS ROG Maximus X Hero ist ein sehr gutes Mainboard für Intels Coffee-Lake-S-Prozessoren, das bis auf den erhöhten Preis keine Schwachstellen gezeigt hat.

 

Persönliche Meinung

Man erkennt die Parallelen zwischen dem ASUS ROG Strix Z370-E Gaming und dem ASUS ROG Maximus X Hero, denn die Ausstattung zwischen beiden Platinen ist ziemlich ähnlich. ASUS hat allerdings für sichtbare Unterschiede gesorgt. Technisch hat mich das ASUS ROG Maximus X Hero absolut überzeugt, der Preis hat es allerdings in sich. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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