ASRock Z370 Taichi im Test - Leistungsstarkes Z370-Brett der Oberklasse

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Artikel ASRock Z370 Taichi 004 logoEs ist mal wieder Taichi-Zeit, denn für die brandneuen Coffee-Lake-S-Prozessoren hat ASRock natürlich ebenfalls neue Platinen mit dem Z370-Chipsatz gefertigt. Und darunter fällt auch das ebenfalls neue Z370 Taichi. Das jeweilige Taichi-Modell positioniert sich sockel-unabhängig in der Oberklasse und so hat ASRock auch beim Z370 Taichi allerlei Ausstattung verbaut, die wir uns anschauen werden. Darüber hinaus muss sich die Platine mit den bereits getesteten Z370-Mainboards messen.

Das Vorgängermodell, das ASRock Z270 Taichi, haben wir in einem kleinen Round-up näher untersucht, in dem es kaum negative Eigenschaften zeigte. Und von der Ausstattung her braucht sich auch das neue ASRock Z370 Taichi nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Die Taiwaner haben die ATX-Platine nicht nur mit drei mechanischen PCIe-3.0-x16- und zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätzen versehen, sondern natürlich auch die vier obligatorischen DDR4-DIMM-Speicherbänke für maximal 64 GB an Arbeitsspeicher.

Des Weiteren warten acht SATA-6GBit/s-Buchsen, drei M.2-Schnittstellen und selbstverständlich auch jede Menge USB-Schnittstellen der drei geläufigen Generationen auf ihre erste Verwendung. Und auch der Netzwerk-Bereich wurde mit zwei Gigabit-LAN-Ports und einem WLAN-ac- und Bluetooth-Modul ordentlich abgedeckt. Schließlich soll zudem das Purity-Sound-4-Feature für einen guten Klang sorgen. Das Ganze wird für etwas mehr als 200 Euro angeboten und klingt daher sehr interessant.

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Optisch wählt ASRock beim Z370 Taichi einen etwas anderen Weg, denn der weiße Part vom Z270 Taichi weicht beim neuen Modell grauen Farbtönen. Zusätzlich wurde die Form des PCH-Kühlers dem Taichi-Design angepasst und entspricht nun einem Zahnrad.

Die Spezifikationen

Das ASRock Z370 Taichi wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASRock Z370 Taichi in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z370 Taichi
CPU-Sockel LGA1151 (nur für Coffee Lake-S, Skylake-S und Kaby Lake-S sind nicht kompatibel, siehe auch: verändertes Sockel-Pinout)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
Phasen/Spulen 16 Stück (14x für CPU, 2x für RAM)
Preis ab 207 Euro
Webseite https://www.asrock.com
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z370 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x4) über CPU
2x PCIe 2.0 x1 über Intel Z370 (shared)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6 GBit/s über Intel Z370
2x SATA 6 GBit/s über ASMedia ASM1061
3x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z370 (M-Key, 32 GBit/s, 3x shared)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel, 1x über Header) über 2x ASMedia ASM3142
8x USB 3.1 Gen1 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z370 / ASMedia ASM1074
6x USB 2.0 (6x über Header) über Intel Z370

Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.2
1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth Intel Wireless-AC 3168, Dual-Band (max. 433 MBit/s), Bluetooth 4.2
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN
1x Intel I211-AT Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
6-Channel Realtek ALC1220
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT/W-Pump-Header
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar, 1x WaKü-Header)
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
1x RGB-Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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ASRock legt beim Z370 Taichi kein besonderes Zubehör dazu. Zwar fanden wir neben der I/O-Blende, einem Quick-Start-Guide und dem Support-Datenträger vier SATA-Kabel, eine 2-Way-SLI-HB-Bridge, drei M.2-Schrauben vor, dies gehört bei einem Mainboard dieser Preisklasse aber zu den Pflichtbeigaben. Für das WLAN-ac-Modul gibt es auch noch zwei WLAN-Antennen. Hinzukommen der ASRock-Sticker und eine ASRock-Postkarte mit dem Taichi-Motiv.


Als Basis für die Coffee-Lake-S-Prozessoren verwendet Intel den Z370-Chipsatz, der jedoch von der technischen Seite nicht neu ist. Es handelt sich mehr oder weniger um einen umgelabelten Z270-Chipsatz, sodass weiterhin insgesamt 24 Gen3-Lanes bereitgestellt werden. Per DMI 3.0 (PCIe 3.0 x4) erfolgt die Verbindung zwischen der achten Core-Generation und dem Z370-Chipsatz.

Die Coffee-Lake-S-Prozessoren bieten unverändert limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden.

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ASRock behält die Anzahl von 14 CPU-Spulen bei. Für jede Spule hält sich ein Spannungswandler des Typs "SM7341EHKP" von SinoPower bereit. Die MOSFET-Sichtung hat uns etwas überrascht, denn einige Berichte in unserem CPU-Overclocking-Forum belegen, dass beim ASRock Z370 Taichi in der Regel MOSFETs von Fairchild mit der Bezeichnung "FDPC5030SG" verlötet werden. In jedem Fall wird der VRM-Bereich von einem 8-poligen EPS12V-Stromanschluss versorgt.

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Als PWM-Controller kommt Intersils ISL69138 zum Einsatz, welcher maximal sieben Spulen steuern kann. Rückseitig sind allerdings noch zwölf MOSFET-Driver (ISL6596) von Intersil sichtbar.

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In den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken kann der Anwender bis zu 64 GB an Arbeitsspeicher verbauen und dabei laut ASRock problemlos bis DDR4-4333 gehen, was schon ziemlich hoch ist. Hierfür werden natürlich entsprechende DIMMs benötigt. Alle vier Steckplätze werden von zwei Spulen angetrieben, die wiederum vom uP1674P-PWM-Controller angetrieben werden. Als Spannungswandler kommen zumindest bei unserem Sample zwei Stück von SinoPower zum Einsatz.

Mit dem XMP-Schalter am unteren PCB-Rand lässt sich auf diesem alternativen Weg das Extreme-Memory-Profile aktivieren. Links neben dem 24-Pin-ATX-Stromanschluss sehen wir jeweils einen USB-3.1-Gen1- und USB-3.1-Gen2-Header. Ersterer ist an ASMedias ASM1074 und Letzterer an dem ASM3142 angebunden.

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Auf dem ASRock Z370 Taichi können maximal zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten angebunden werden. Die drei mechanischen und verstärkten PCIe-3.0-x16-Steckplätze sind allesamt an den Prozessor gekoppelt. So ergeben sich folgende Lane-Verteilungen: x16/x0/x0, x8/x8/x0 und x8/x4/x4. Doch ASRock hat darüber hinaus auch noch zwei PCIe-3.0-x1-Slots verbaut, die über den Z370-Chipsatz in Kontakt treten. Positiv finden wir den freien Platz unter dem obersten PCIe-3.0-x16-Slot, sodass beim Einsatz einer Dual-Slot-Grafikkarte kein Steckplatz bedeckt und damit unbrauchbar wird.

Die folgende Tabelle macht das Ganze noch übersichtlicher:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/
CrossFireX
3-Way-
CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z370) - - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
Kein Slot - - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z370) - - -
PCIe 3.0 x16 x8/x4 (CPU) - x8 x4
Kein Slot - - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - - x4

Unübersehbar sind natürlich auch die drei M.2_Schnittstellen nach der M-Key-Kodierung. Alle drei sind an den PCH gekoppelt, allerdings shared angebunden. ASRock beschreibt die Restriktionen wie folgt:

Der M.2_1-Anschluss teilt sich die Anbindung mit dem SATA-Port 0 und 1, während sich die M.2_2-Schnittstelle die Anbindung mit den SATA-Ports 4 und 5 teilt. Ob nun im PCIe- oder SATA-Modus spielt keine Rolle. Wird im M.2_3-Anschluss ein SSD-Modul im PCIe-Modus betrieben, wird nichts blockiert. Im SATA-Modus wird hingegen der SATA-Port 3 unbrauchbar. Es können Module mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm und 8 cm installiert werden.

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Rechts von den acht SATA-6GBit/s-Buchsen ist der zweite USB-3.1-Gen1-Header sichtbar. Auch er kommuniziert zusammen mit dem vertikal ausgerichteten Header mit dem ASMedia ASM1074-Hub. Die sechs SATA-Buchsen von rechts arbeiten über den Z370-Chipsatz, die beiden rechten hingegen über ASMedias ASM1061-Controller.

Aufgrund der Restriktionen bei den M.2-Schnittstellen finden wir die Entscheidung eines zusätzlichen SATA-Controllers generell gut, auch wenn der ASM1061 nicht in der Lage ist, ein SATA-6GBit/s-SSD auszureizen. Bei gewöhnlichen HDDs hingegen gibt es keine Leistungseinbußen.


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Die I/O-Panel-Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Das I/O-Panel wurde bunt mit den aktuellen Anschlüssen bestückt. Zweimal Gigabit-LAN und ein WLAN-ac-Modul ermöglichen eine flexible Netzwerkverbindung. Vier USB-3.1-Schnittstellen der ersten und zwei Stück der zweiten Generation sind ebenfalls vertreten. Mittels des DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgangs kann auf Wunsch auch auf die integrierte Grafikeinheit des Prozessors zugegriffen werden. Übrig bleiben die fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie ein optischer Digitalausgang.

Das WLAN-Modul (Intel Wireless-AC 3168) kann jedoch lediglich mit maximal 433 MBit/s funken, wohingegen die Konkurrenz in der Regel ein Modul mit bis zu 867 MBit/s verbaut.

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Der Sound-Bereich entspricht dem aktuellen Trend für die Oberklasse. ASRock verbaut das Purity-Sound-4-Feature, das aus dem Realtek ALC1220 als Codec, fünf Audio-Kondensatoren sowie einem NE5532-Kopfhörerverstärker von Texas Instruments besteht und selbst Kopfhörer mit 600 Ohm bedienen kann.

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Die beiden LAN-Ports am I/O-Panel werden von zwei Intel-Netzwerkcontrollern angesteuert: der I219-V und der I211-AT. Beide liefern eine Datenübertragungsrate von maximal 1 GBit/s und können bei Bedarf auch in einem Teaming zusammengeschaltet werden.

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Auf dem linken Bild ist einerseits der ASM1074 zu sehen, welcher als 4-Port-USB-3.1-Gen1-Hub fungiert und andererseits einer von zwei ASM3142-USB-3.1-Gen2-Controllern.


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Zwei von den insgesamt acht SATA-6GBit/s-Buchsen werden vom ASMedia ASM1061 kontrolliert. Damit ist er bereits vollständig belegt. Zudem wurde von ASRock auch noch ein ASM1184e verlötet, der vier weitere Gen2-Lanes bereitstellen kann.

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Nuvotons NCT6791D wird als SuperI/O-Chip eingesetzt und hat die Aufgabe, die Spannungen, Temperaturen und die Lüftergeschwindigkeiten zu überwachen.

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Auf diesem Bild ist die Debug-LED im Vordergrund und kann als Troubleshooting verwendet werden, wenn das System einmal nicht booten möchte. Neben einem RGB-LED-Header sind die beiden BIOS-ROMs nennenswert. Im Falle eines korrupten Main-BIOS wird automatisch das Backup-BIOS aktiviert. Mit einem Jumper kann das Backup-BIOS dennoch aktiviert werden, wenn auch zu Testzwecken.

Rechts von der Debug-LED aus sind zweimal 6-Kontakte sichtbar. Dies sind Vorbereitungen für einen Power- und Reset-Button, die es beide nicht auf das Z370 Taichi geschafft haben. Das ASRock Z370 Taichi und das ASRock Fatal1ty Z370 Professional Gaming i7 besitzen dasselbe Grund-PCB. Letzteres hat an genauer dieser Stelle den Power- und Reset-Button.

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Fest steht, dass ASRock das Z370 Taichi bis auf das nicht allzu schnelle WLAN-ac-Modul und das Fehlen eines Power- und Reset-Buttons großzügig ausgestattet hat. Dabei ist das Layout absolut gelungen und wirkt keineswegs überfrachtet. Zudem sind mit zwei CPU-FAN- sowie drei Chassis-FAN-Headern eine ausreichende Anzahl an Lüfter-Anschlüssen vorhanden, welche sich auch regeln lassen.


BIOS

Auf der eigenen Webseite wird für das Z370 Taichi die BIOS-Version L1.17 im Beta-Status angeboten, die im Vergleich zur First-Release-Version verbesserte Einstellungsmöglichkeiten für die CPU VCore und für den Cache-Multiplikator zu bieten hat.

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ASRock hat in Sachen UEFI alles beim Alten gelassen. Die Taiwaner haben weiterhin eine Übersichtsseite (EZ-Mode) implementiert, die den Anwender über wichtige Parameter auf einen Blick informiert. So lassen sich oben nicht nur die Uhrzeit, das aktuelle Datum, die CPU-Temperatur, Mainboard-Temperatur und die CPU-Spannung ablesen, sondern auch das Mainboard-Modell, die installierte BIOS-Version und das Prozessormodell inklusive Grundtakt. Auch in welchen DIMM-Slots Module und wieviel Arbeitsspeicher generell installiert ist, lässt sich ablesen. Auf Wunsch und sofern vorhanden, lässt sich auch das Extreme-Memory-Profile aktivieren. Direkt darunter kann eingesehen werden, welche Storage-Geräte an welchem Anschluss stecken. Dazu kann auch per Drag & Drop die Boot-Priorität verändert werden. Dazwischen werden die Lüftergeschwindigkeiten angezeigt.

Mittels "CPU EZ OC" kann die automatische Übertaktung gestartet werden. Unten rechts können der "System Browser", "Instant Flash" und "Internet Flash" gelauncht werden. 

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Farblich wurde das UEFI von ASRock in Türkistönen angepasst. Auch fehlt hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" findet der Anwender sämtliche Overclocking-Funktionen. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität absolut hervorragend.

 

Overclocking

Dank des Z370-PCHs kann mit dem ASRock Z370 Taichi ohne Frage das Overclocking von CPU und Arbeitsspeicher vorgenommen werden. Alleine für den Prozessor halten sich 14 Spulen bereit. Ob diese Anzahl auch beim Übertakten Vorteile bringt, wird sich zeigen.

Mit dem ASRock Z370 Taichi kann eine Veränderung des BCLK von 100,0000 MHz bis 1.000,0000 MHz vorgenommen werden. Die Intervalle betragen feine 0,0625 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender zwei Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Mit dem Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,900 Volt bis 3,000 Volt in 0,005-Volt-Intervallen fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +300 mV ansprechend aus. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z370 Taichi in der Übersicht
Base Clock Rate 90 MHz bis 1.000 MHz in 0,0625-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,900 V bis 3,000 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +300 mV in 10-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,000 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,950 V bis 1,400 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,850 V bis 1,400 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-PLL-Spannung 0,900 V bis 1,200 V in 0,015-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,900 V bis 1,300 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH PLL, VTT DDR, Boot CPU PLL, Eventual CPU PLL, VCC PLL,
CPU Cold Bug Killer Voltage, CLK VDD, DMI, GT PLL, Ring PLL, SA PLL, IMC PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 53 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
Load-Line Calibration Level 1-5

Mit dem ASRock Z370 Taichi hatten wir keine Probleme, den Core i7-8700K mit 5 GHz stabil zu betreiben. Hierfür mussten wir im BIOS eine VCore von 1,320 Volt anlegen.

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Weiterhin schauen wir uns bei der Coffee-Lake-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB an Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Mit dem Extreme-Memory-Profil arbeitete die ASRock-Platine absolut reibungslos. Auch manuell konnten wir das Mainboard dazu überreden, mit einem effektiven Takt von 3.000 MHz zu arbeiten. Die VDIMM lag in beiden Situationen natürlich bei 1,35 Volt.

A-Tuning-Utility

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Mit dem A-Tuning-Utility erhält der Anwender die Möglichkeit, das Overclocking und auch die Einstellungen der angeschlossenen Lüfter unter der Windows-Oberfläche vorzunehmen. Im Operation-Mode stehen die Modi "Performance Mode", "Standard Mode" und "Power Saving" zur Verfügung. Grundlegende Systeminformationen werden dagegen im Reiter "System Info" zusammengefasst. Bei Bedarf lässt sich das A-Tuning-Utility auch zusammen mit dem Windows-Bootvorgang starten, sodass gesetzte Einstellungen nach dem Windows-Start angewandt werden.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z370 Taichi getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z370 Taichi ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Alle vier Ergebnisse liegen dicht beieinander, was aufgrund der identischen Restkomponenten und Einstellungen nicht verwunderlich ist.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die ASRock-Mainboards gelten als flink, was die Bootzeit angeht. Und in der Tat bootete das ASRock Z370 Taichi bei uns mit 11,28 Sekunden sehr schnell. Allerdings war Gigabytes Z370 AORUS Ultra Gaming noch einen Tick fixer.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z370 Taichi hat ein jede Menge Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein WLAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller, einen USB-3.1-Gen1-Hub, ein 4-Port-Gen2-Switch und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Die ganze Bandbreite an Zusatzchips macht sich natürlich bei der Leistungsaufnahme bemerkbar. Im Idle zieht das ASRock Z370 Taichi mit dem ebenfalls gut ausgestatteten MSI Z370 Godlike Gaming gleich.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Umso erfreulicher ist der moderate Stromverbrauch mit Cinebench unter Last. Unser Verbrauchsmessgerät zeigte für das Gesamtsystem 178,1 Watt an. Damit können sowohl das MSI Z370 Godlike Gaming als auch das ASUS ROG Strix Z370-E Gaming unterboten werden. Gegen das deutlich effizientere Gigabyte Z370 AORUS Ultra Gaming kommt ASRocks Z370 Taichi allerdings nicht an.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Die Verteilung ändert sich auch mit Prime95 nicht. Unser Testsystem verbrauchte mit dem ASRock Z370 Taichi 166,4 Watt, liegt damit also im Durchschnitt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Laut CPU-Z lag unter Last eine VCore von 1,312 Volt an, genau wie beim ASUS ROG Strix Z370-E Gaming.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Auch wenn das ASRock Z370 Taichi jede Menge Zusatzchips an Bord hat, konnten wir im BIOS lediglich die dezente RGB-LED-Beleuchtung und einen von zwei Gigabit-LAN-Ports deaktivieren. In der Praxis brachte dies allerdings keine Energieersparnis, sodass hierbei dieselben Werte herauskommen. An der Verteilung ändert sich jedoch nichts.

Im Leerlauf kann das ASRock Z370 Taichi keinen neuen Rekord in Sachen Leistungsaufnahme aufstellen, dies haben wir bei der vielen Anzahl an Zusatzchips auch nicht erwartet. Nichtsdestotrotz hält sich der Energiehunger unter Last in Grenzen und entspricht dem Durchschnitt der bisher getesteten Z370-Mainboards.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASRock Z370 Taichi stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Zwei Stück befinden sich am I/O-Panel und arbeiten über den ASMedia ASM3142, ein weiterer ASM3142 ist für den Onboard-Header verantwortlich. Dabei gibt es eine Typ-A-Version und zwei Typ-C-Ausführungen.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Trotz Schluckauf kann die USB-3.1-Gen2-Performance durchaus überzeugen. Mit Werten von 937 MB/s lesend und 1.034 MB/s werden entsprechende Daten schnell geschoben.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASRock Z370 Taichi insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden Header realisiert werden. Die vier I/O-Panel-Ports wurden direkt an den Z370-PCH angebunden, die Anschlüsse der beiden Header erhalten ihre Instruktionen vom ASM1074 und arbeiten indirekt mit dem Z370-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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In vergangenen Tests hatte sich bereits gezeigt, dass es effektiv keine Rolle spielt, ob die USB-3.1-Gen1-Verbindung direkt oder indirekt über den Intel-Chipsatz erfolgt. So auch beim ASRock Z370 Taichi. Im Lesen wurden Werte bis 442 MB/s und im Schreiben sogar bis 463 MB/s erreicht.

 

SATA-6G-Performance

Das ASRock Z370 Taichi stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Sechs der SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem Z370-Chipsatz zusammen, für die zwei Zusatz-Buchsen verwendet ASRock den ASM1061. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Intels Z370-PCH macht bei den Performance-Tests mit 554 MB/s lesend und 511 MB/s eine gute Figur. Die Leistung des ASM1061 von ASMedia ist bereits bekannt und der Test beweist dies abermals. Er schafft es, die SSD auf einen Lesedurchsatz bis 402 MB/s und eine Schreibleistung bis 373 MB/s zu bringen. Damit wird zwar die SATA-3GBit/s-Spezifikation deutlich überschritten, es reicht aber nicht aus, um moderne SATA-6GBit/s-SSDs auszureizen.

 

M.2-Performance

Auf dem ASRock Z370 Taichi halten sich drei M.2-Schnittstellen bereit, welche an den Intel-Chipsatz mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s). Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Gute Ergebnisse wurden beim M.2-Test ermittelt. 3.347 MB/s im Lesen und 1.526 MB/s im Schreiben können sich hier definitiv sehen lassen.


Mit dem Z370 Taichi hat ASRock ein heißes Eisen im Feuer, das nicht nur bei der Ausstattung bis auf eine Ausnahme überzeugen kann, sondern auch bei der gebotenen Leistung. Das Z370 Taichi von ASRock positioniert sich in der Oberklasse und dies macht sich bei den Features bemerkbar. Im VRM-Bereich bekommt es die Coffee-Lake-S-CPU mit 14 Spulen zu tun. Im Overclocking-Test zeigte sich die CPU-Spannungsversorgung von ihrer besten Seite und konnte den Core i7-8700K stabil mit 5 GHz betreiben. Was wir etwas schade finden ist die Tatsache, dass es kein Power- und Reset-Button auf das ATX-PCB geschafft haben, obwohl die Platine dafür vorbereitet wurde. Immerhin sind eine Debug-LED sowie ein XMP-Schalter an Bord.

Die üblichen vier DDR4-DIMM-Speicherbänke fassen maximal 64 GB an Arbeitsspeicher, wobei ASRock eine Unterstützung bis DDR4-4333 implementiert. Drei mechanische und gleichzeitig metallverstärkte PCIe-3.0-x16- und zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätze nehmen diverse Erweiterungskarten auf. Im Storage-Bereich muss der Anwender bei den drei M.2-M-Key-Schnittstellen einige Restriktionen hinnehmen, doch dafür hat ASRock noch zwei zusätzliche SATA-6GBit/s-Ports integriert, die über den ASMedia ASM1061 arbeiten.

Aber auch bei den USB-Anschlüssen hat ASRock nicht geknausert und stellt beim Z370 Taichi drei USB-3.1-Schnittstellen der zweiten Generation, acht USB-3.1-Buchsen der ersten Generation sowie sechsmal USB 2.0 zur Verfügung. Dabei haben die Taiwaner auch einen USB-3.1-Gen2-Header für eine Typ-C-Schnittstelle berücksichtigt. Hierfür wurden zwei ASM3142 als USB-3.1-Gen2-Controller hinzugezogen und verrichten ihren Job absolut zufriedenstellend. Große Flexibilität herrscht beim Thema Netzwerk, denn neben zwei Intel-Gigabit-LAN-Ports ist auch ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.2-Modul von Intel an Bord. Letzteres kann jedoch nur bis 433 MBit/s funken, wohingegen die Konkurrenz mit bis zu 867 MBit/s die doppelte Leistung zu bieten hat.

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Mit dem Purity-Sound-4-Feature bekommt es der Anwender mit dem Realtek-ALC1220-Codec, fünf Audio-Kondensatoren sowie einem NE5532-Kopfhörerverstärker von Texas Instruments zu tun, was zusammen eine gute Wahl für das Oberklasse-Mainboard ist. Sollte der Wunsch nach dem Einsatz der integrierten Grafikeinheit groß sein, so kann der DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang verwendet werden. Das UEFI-BIOS kommt ASRock-typisch gut strukturiert auf den Monitor und hat in unserem Test keine Schwächen gezeigt.

Bei dieser umfangreichen Ausstattung ist natürlich klar, dass die Energie-Effizienz des ASRock Z370 Taichi keine neuen Rekordwerte hinlegen kann. Unter Last liegt die Effizienz im guten Durchschnitt, im Idle jedoch konnten wir einen erhöhten Energiebedarf feststellen, der mit dem des MSI Z370 Godlike Gaming gleichzieht.

Mit einem Preis von etwas mehr als 200 Euro ist das ASRock Z370 Taichi ein attraktives Mainboard für die neuen Coffee-Lake-S-Prozessoren. Gerade wenn ein USB-3.1-Gen2-Header ganz oben auf der Wunschliste steht, so ist das ASRock Z370 Taichi die günstigste Platine mit dieser Eigenschaft.

Positive Eigenschaften des ASRock Z370 Taichi:

Negative Eigenschaften des ASRock Z370 Taichi:

Das ASRock ist trotz der drei Kontra-Punkte eine ausgezeichnete Platine für Coffee Lake-S mit einer gehobenen Ausstattung.

Persönliche Meinung

Die asbachalten Geschichten über die schlechte ASRock-Qualität wird von einigen Menschen gern noch hervorgehoben. Allerdings absolut zu Unrecht, denn die Qualität der ASRock-Mainboards ist mit denen von damals nicht mehr vergleichbar (im positiven Sinne). Mit dem Z370 Taichi hat ASRock ein interessantes Mainboard für Coffee Lake-S aus dem Ärmel geschüttelt, das von sehr vielen Overclocking-Interessenten favorisiert eingesetzt wird. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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