Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 im Test

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Artikel Gigabyte X399 AORUS Gaming7 004 logoMit AMDs Ryzen-Threadripper-Prozessoren - wie Ryzen Threadripper 1950X und 1920X - mischt AMD endlich wieder im HEDT-Bereich mit und setzt Intels X299-Plattform mit der Core-X-Serie ordentlich unter Druck. Für den Sockel TR4 (SP3r2) wurden bereits zuvor einige Platinen von den renommierten Mainboard-Herstellern vorgestellt. Unseren ersten Blick werden wir auf das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 werfen, das eine ordentliche Packung Ausstattung bieten soll.

Bei der Mainboard-Auswahl zwischen dem X299- und X399-Chipsatz fällt sofort auf, dass die Vielfalt für AMDs Ryzen Threadripper nicht all zu groß ausfällt. Während im Preisvergleich 26 X299-Platinen gelistet sind, hat der Threadripper-Interessent lediglich die Wahl zwischen sechs X399-Mainboards. Für etwas weniger als 400 Euro ist Gigabytes X399 AORUS Gaming 7 genau mittig platziert. Somit steht in diesem Bereich schon einmal fest, dass Gigabytes X399-Brett preislich kein Leichtgewicht ist.

Die Taiwaner haben das X399 AORUS Gaming 7 nicht nur mit fünf mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätzen ausgestattet. Genau wie bei Intels HEDT-Plattform befinden sich links und rechts neben dem CPU-Sockel jeweils vier DDR4-DIMM-Speicherbänke. Mit achtmal SATA-6GBit/s und drei M.2-Schnittstellen kann der Anwender jede Menge Storage-Devices installieren. Hinzu kommen insgesamt zehn USB-3.1-Schnittstellen der ersten Generation, drei USB-3.1-Buchsen der zweiten Generation und viermal USB 2.0. In Sachen Netzwerk hat der Besitzer des X399 AORUS Gaming 7 die Wahl zwischen einem Gigabit-LAN-Port und einem WLAN-AC-Modul. Mit dem ALC1220 ist auch Realteks aktuellste Codec-Version mit an Bord.

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Generell ist der große Sockel TR4 natürlich nicht zu übersehen. Ansonsten entspricht die Optik der des X299 AORUS Gaming 7, das wir ebenfalls im Test hatten. Genau wie das PCB selbst sind auch alle Anschlüsse in Schwarz gehalten. Anders als bei der X299-Version hat Gigabyte bei der X399-Variante allen drei M.2-Schnittstellen einen Passivkühlkörper verpasst.

Die Spezifikationen

Folgende technische Eigenschaften sieht Gigabyte für das X399 AORUS Gaming 7 vor.

Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
Gigabyte
X399 AORUS Gaming 7
CPU-Sockel TR4 (für AMD Ryzen Threadripper)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Preis ab 353 Euro
Webseite https://www.gigabyte.de
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz AMD X399 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM (mit 16-GB-UDIMMs)
max. 64 GB ECC UDIMM (mit 8-GB-ECC-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (4-Way), CrossFireX (4-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x16/x8) über CPU
1x PCIe 2.0 x16 (elektrisch mit x4) über AMD X399

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

8x SATA 6 GBit/s über AMD X399
3x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x extern, 1x intern) 2x über AMD X399 und 1x über ASMedia ASM1143
10x USB 3.1 Gen1 (8x extern, 2x intern) über 8x über CPU und 2x über AMD X399
4x USB 2.0 (4x intern) über AMD X399

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Intel Dual-Band Wireless-AC 8265, WLAN 802.11a/b/g/n/ac (Max. 867 MBit/s), Bluetooth 4.2
Thunderbolt -
LAN

1x Rivet Networks Killer E2500 Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
2x 4-Pin System/WaKü-Header
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Neben dem Mainboard selbst fanden wir in der Verpackung folgendes Zubehör:

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Genau wie beim X299-Modell hat Gigabyte beim X399-Mainboard zahlreiches Zubehör mit in die Verpackung gelegt. Mit vier SATA-Kabel, einer WLAN-Antenne, den beiden RGB-LED-Verlängerungskabeln, sowieden beiden Thermistor-Kabeln, der 2-Way-SLI-HB-Bridge und zahlreichen Gigabyte-AORUS-Stickern ist einiges enthalten. Die Taiwaner haben auch ein Torx-Werkzeug für den TR4-Sockel beigelegt.


Auf allen TR4-Mainboards, die für die Ryzen-Threadripper-CPUs konzipiert wurden, kommt AMDs X399-FCH zum Einsatz (Fusion Controller Hub). Die Kommunikation zur CPU findet über vier Gen3-Lanes statt und liefert eine theoretische Maximalbandbreite von 32 GBit/s (vergleichbar mit dem Intel DMI 3.0). Diese werden von der TR4-CPU bereitgestellt, sodass von den insgesamt 64 Gen3-Lanes also 60 Lanes übrig bleiben und von den Mainboard-Herstellern frei verteilt werden können. Der X399-Chipsatz selbst bringt noch acht Gen2-Lanes mit.

Die TR4-CPU und der X399-Chipsatz kombiniert bringen 64 Gen3-Lanes, acht Gen2-Lanes, zwei native USB-3.1-Gen2-Schnittstellen, bis zu 14 USB-3.1-Gen1-Ports, maximal sechs USB-2.0-Anschlüsse und bis zu zwölf SATA-Buchsen auf die Waage.

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Auf dem X399 AORUS Gaming 7 verbaut Gigabyte acht "Server Level"-Spulen, die sehr effizient ans Werk gehen sollen. Das können sie dank der hochwertigen IR3556M-PowIRstage-MOSFETs aus dem Hause International Rectifier. Für die Stromversorgung wurden jeweils ein 8-poliger EPS12V- und ein 4-Pin-12V-Strom-Konnektor verlötet, wodurch auch das Overclocking gut gewährleistet sein soll.

In den acht DDR4-DIMM-Speicherbänken lassen sich bis zu 128 GB an Arbeitsspeicher verbauen. Der Anwender hat dabei die Wahl zwischen ECC-UDIMMs und Non-ECC-UDIMMs. Im letzteren Fall ist ein Ausbau auf bis 128 GB möglich. Mit ECC sind es höchstens 64 GB. Normale UDIMMs lassen sich laut den Angaben von Gigabyte bis effektiv 3.600 MHz ansteuern.

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In Verbindung mit dem IR35201-PWM-Controller geht die Rechnung mit den Spulen exakt auf, denn er ist dazu in der Lage, alle acht Spulen alleine zu managen. Demnach konnte sich Gigabyte den Einsatz von Phasen-Doubler-Chips sparen. Um die Spulen für den Arbeitsspeicher adäquat anzusteuern, haben die Taiwaner noch einen zweiten IR35201 integriert.

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Das Thema PCIe-Schnittstellen ist mit AMDs Ryzen Threadripper wesentlich einfacher gestrickt als mit Intels Core-X-Prozessoren. Denn verglichen mit Intel unterteilt AMD ihre High-End-Prozessoren nicht in unterschiedliche Modelle mit variierender Lane-Anzahl, sondern hat jeden Ryzen-Threadripper-Prozessor mit 64 Gen3-Lanes ausgestattet. Vier davon fallen für die Kommunikation mit dem X399-FCH an, der Rest kann durch die Mainboard-Hersteller frei belegt werden.

In den meisten Fällen werden mindestens vier mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verlötet, deren elektrische Anbindung mit x16/x8/x16/x8 beschaltet wird. Aufgrund der hohen Lane-Anzahl müssen keine umfangreichen PCIe-Multiplexer eingesetzt werden, was die Verbindung daher noch direkter wirken lässt.

So wurde dies auch beim Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 gelöst. Der mittlere Slot hingegen arbeitet mit höchstens vier Gen2-Lanes über den Chipsatz. Die folgende Tabelle ermöglicht eine bessere Übersicht:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2 GPUs3 GPUs4 GPUs
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16 x16
Kein Slot - - - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - (x8) x8
PCIe 2.0 x16 x4 (X399) - - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16 x16
Kein Slot
- - - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8 x8

Von den 60 Gen3-Lanes bleiben daher also noch genau zwölf Bahnen übrig. Diese werden auf drei M.2-M-Key-Schnittstellen fair aufgeteilt, womit jedes angeschlossene SSD-Modul mit jeweils 32 GBit/s angefeuert wird. Das Sharing fällt hier also auf den PCIe-Mode bezogen gänzlich weg.

Zwei von den M.2-Anschlüssen nimmt ein Modul mit Längen von 6 cm bis 11 cm auf, in dem dritten Konnektor kann ein Modul von 4,2 cm bis 8 cm eingesetzt werden. Ganz unten am Rand vom PCB hat der Anwender zudem Zugriff auf jeweils einen Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button.

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Zu den weiteren Storage-Anschlüssen gehören die acht SATA-6GBit/s-Buchsen. Allesamt sind nativ an den X399-Chipsatz angebunden.


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Die I/O-Panel-Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Am I/O-Panel werden dem Besitzer fast alle aktuellen Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Alleine acht USB-3.1-Gen1-Schnittstellen - darunter zwei Stück mit USB-DAC- und ein Port mit Q-Flash-Plus-Unterstützung - laden zum Anklemmen von reichlich USB-Equipment ein. Auch sind zwei deutlich schnellere USB-3.1-Anschlüsse der zweiten Generation mit an Bord.

Neben einer PS/2-Buchse stehen außerdem ein Gigabit-LAN-Port, fünfmal 3,5-mm-Klinke-Konnektoren und einmal TOSLink bereit. Als Bonus hat Gigabyte für WLAN-Freunde das Intel-Wireless-AC-8265-Modul mit verbaut, das bis zu 867 MBit/s im AC-Standard funken kann. Mit dabei ist auch die Bluetooth-4.2-Unterstützung.

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Ähnlich wie bei anderen Oberklasse-Mainboards, beherbergt auch das X399 AORUS Gaming 7 einen ordentlichen Onboard-Sound, bestehend aus dem Realtek-ALC-1220-Codec, fünf Audio-Kondensatoren, vier WIMA-Kondensatoren und einem Kopfhörerverstärker bis 600 Ohm.

In der Mitte wurde von Gigabyte der IT8295FN-Controller-Chip für die LED-Beleuchtung verlötet. Ganz links hingegen befindet sich der Killer E2500 von Rivet Networks. Er kommt auf maximal 1 GBit/s und legt seine Priorität auf die Online-Gaming-Netzwerkpakete.

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Der USB-3.1-Gen2-Header für eine Typ-C-Schnittstelle wurde über den ASMedia ASM1143-Hostcontroller angebunden.

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Rechts unten in der Ecke vom PCB sehen wir eine Debug-LED, den IT8795E sowie den IT8686E. Mit dem IT8795E wurde das Q-Flash-Plus-Feature integriert, womit das BIOS auch ohne CPU und Arbeitsspeicher aktualisiert werden kann. Der IT8686E fungiert als SuperI/O-Chip.

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Vollbepackt mit tollen Sachen: Beim Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 wurde der Platz des ATX-PCBs vollständig ausgenutzt. Dennoch wurde es so von den Gigabyte-Ingenieuren übersichtlich gestaltet. Für den Anschluss von Lüftern stehen jede Menge Header bereit. Ein CPU-FAN-, vier System-FAN- und dazu zwei Kombi-FAN-Header wurden auf der Platine verteilt.


BIOS

Das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 wurde mit der sehr frühen BIOS-Version F1 - dem First Release - ausgeliefert. Auf der Gigabyte-Webseite wurde uns zum Testzeitpunkt die BIOS-Version F2a angeboten, welche nun in der finalen Version erhältlich ist. Mit dem Q-Flash-Feature war es kein Problem, das BIOS zu aktualisieren. Folgende Verbesserungen hat Gigabyte in der BIOS-Version F2a implementiert:

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Weiterhin kommt die gewohnte UEFI-Oberfläche von Gigabyte zum Einsatz, die auch beim X299-Pendant-Modell genutzt wird. Es wird unverändert zwischen dem Easy- und dem Advanced-Mode unterschieden. Links oben in der Ecke werden grundlegende Informationen wie das Mainboard-Modell inklusive BIOS-Version, die installierte CPU, deren derzeitige Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Mit der CPU- und System-Temperatur und der CPU-Spannung bekommt der Nutzer einen ersten Einblick auf aktuelle Werte und kann somit beispielsweise feststellen, ob die Kühlung richtig montiert wurde.

Mittels "EZ OC" kann sich der Nutzer für einen Betriebsmodus entscheiden. Neben dem normalen Modus halten sich auch ein Eco- und Performance-Modus bereit. Auch werden Infos zur derzeitigen DIMM-Belegung inklusive Takt und zu den SATA-Geräten aufgelistet. Wer möchte, kann auch gleich die Boot-Prioritäten per Drag & Drop festlegen beziehungsweise verändern. Ein Shortcut zur (De-)Aktivierung von Intels Rapid-Storage-Technology wurde ebenfalls implementiert, was auch für die Übersicht der angeschlossenen Lüfter und den dazugehörigen Drehzahlen gilt. Mit der Smart-FAN-Funktion können hingegen manuelle Lüfterkurven angelegt werden.

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Beim ersten Menüpunkt bekommt der Anwender Zugriff auf die Overclocking-Funktionen, welche im "M.I.T."-Reiter hinterlegt sind. Auf dieser Seite sind noch sechs weitere Unterpunkte vorhanden, hinter denen sich die zahlreichen Overclocking-Features verbergen. Unter "System" werden lediglich einzelne Infos wie das Mainboard-Modell, die aktuell vorliegende BIOS-Version, die Uhrzeit und das Datum angezeigt. Von dort aus lässt sich ebenfalls die Sprache ändern. Im UEFI sind weiterhin zahlreiche Einstellungen zu finden, die den Startvorgang betreffen, die unter einem eigenen Menüpunkt aufgelistet werden. Alle auf dem Mainboard vorhandenen Onboard-Komponenten können unter "Peripherals" individuell konfiguriert werden. Chipsatz-relevante Einstellungen sind dagegen in dem separaten Chipset-Menüpunkt anzutreffen. Ferner können im nächsten Punkt "Power" die entsprechenden Einstellungen gesetzt werden. Last but not least ist der "Save & Exit"-Reiter vorhanden, der selbsterklärend ist.

Es war problemlos möglich, auf angenehme Art und Weise per Maus und Tastatur durch die Menüs zu navigieren. Die Maus-Empfindlichkeit lässt sich zudem verändern. Alle von uns gewählten Einstellungen wurden problemlos in die Tat umgesetzt. Das größte Manko am BIOS (aktuell) sind die wenigen RAM-Latenz-Einstellungen sowie die schlechte erweiterte Übertaktung des Arbeitsspeichers.

Overclocking

Von der technischen Ausstattung her ist das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 in der Theorie bestens für ein erweitertes Overclocking gerüstet. Der VRM-Kühler ist mit einem weiteren Kühlerblock mithilfe einer Heatpipe verbunden. Des Weiteren stehen jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss bereit. Hinzu kommen die BIOS-Funktionen, die Gigabyte implementiert hat.

Eine Veränderung des Grundtakts (100 MHz) erlaubt das X399 AORUS Gaming 7 nicht. Die CPU-Spannung kann im Override-Mode von 1,20000 Volt bis 1,70000 Volt und im Offset-Modus von -0,15000 Volt bis +0,35000 Volt verändert werden. Die Intervalle fallen mit 0,00625 sehr feinfühlig aus. Zusätzlich kann der Anwender auch die SOC-VCore von 0,80000 Volt bis 1,30000 Volt in 0,00625-Volt-Schritten selektiert werden. Der Offset-Modus wurde von der CPU-Spannung übernommen.

Die Overclocking-Funktionen des Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 in der Übersicht
Base Clock Rate - nicht möglich -
CPU-Core-Spannung 1,20000 Volt bis 1,70000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Override-Modus)
-0,15000 Volt bis +0,35000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,000 V bis 2,000 V in 0,0010-V-Schritten (Fixed-Modus)
SOC-VCore-Spannung 0,80000 V bis 1,30000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,15000 Volt bis +0,35000 Volt in 0,00625-V-Schritten (Offset-Modus)
VDD18-Spannung 1,000 Volt bis 2,800 Volt in 0,020-V-Schritten (Fixed-Modus)
SOC-SB-Spannung 0,500 V bis 1,500 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PROM-Spannung 0,900 V bis 1,450 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
FCH-Spannung 0,606 V bis 1,787 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen 1,8V SB, 2,5V PROM, DRAM Termination Voltage,
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate ist einstellbar
Timings 41 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Cool & Quiet
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU VCore LLC

Für die AMD-Ryzen-Threadripper-Plattform verwenden wir generell ein neues Netzteil: Das Seasonic Prime Platinum 1.200 W. Dadurch können wir auch Mainboards mit zwei 8-Pin-Stromanschlüssen für die CPU-Versorgung bedienen. Mit dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 konnten wir den AMD Ryzen Threadripper 1920X mit einer Taktfrequenz von 4 GHz stabil betreiben. Unabhängig von der bereits angehobenen VCore durfte der Takt nicht höher ausfallen. Andernfalls führte dies zu Instabilitäten. Im BIOS haben wir dazu eine VCore von 1,4 Volt eingegeben.

Das Board konnte den Takt auf allen 12 Kernen allerdings nicht ständig bei 4 GHz halten, denn ein Throttling bis auf knapp über 500 MHz trat im Wechsel auf. Der Grund hierfür waren die VRMs, die sehr heiß gelaufen sind. Der VRM-Kühler konnte für keine Sekunde berührt werden. Um den Takt daher also dauerhaft halten zu können, müsste man entweder die VCore weiter reduzieren, sofern die CPU dies mitmacht (unser Sample brauchte für den Takt mindestens 1,4 Volt). Eine weitaus effektivere Möglichkeit stellt den Einsatz einer VRM-Wasserkühlung dar oder aber ein stärkerer Luftzug im Case, den man bei einer All-in-One-Wasserkühlung nicht vergessen sollte. Auf diese Weise sollten die VRM-Temperaturen bei unter 100 °C gehalten werden können.

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Beim RAM-Overclocking gab es keine negativen Überraschungen. Das Extreme-Memory-Profile wurde mit dem DDR4-2966-Teiler ohne Probleme umgesetzt und auch ein manuelles RAM-Overclocking gelang uns ohne Zwischenfälle. Dabei konnten wir auch dieses Mal die Latenzen etwas weiter anziehen. Die VDIMM betrug 1,35 Volt.

Gigabyte EasyTune-Utility

Auch bei den X399-Mainboards gibt Gigabyte das Overclocking-Tool "EasyTune" mit auf den Weg. Mit diesem bekommt der Anwender die Möglichkeit, das System direkt unter Windows zu übertakten:

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Soll eine erweiterte Übertaktung des Prozessors automatisch vorgenommen werden, steht der OC-Modus zur Verfügung. Alternativ lassen sich auch die Modi "ECO" und "AutoTuning" aktivieren. Wer es genauer festlegen möchte, findet hierfür alle wichtigen Funktionen auf der "Advanced CPU OC"-Seite. Dort können der Grundtakt, die CPU-Multiplikatoren sowie die Spannungen individuell angepasst werden. Auf der nächsten Seite steht das RAM-Overclocking auf dem Programm. Dort können auch alle Timing-Modi einzeln konfiguriert werden. Schließlich lässt sich mit "Advanced Power" die Stromversorgung an sich beeinflussen, womit die Phasen und die Hauptspannungen gemeint sind. Generell können die gewählten Einstellungen, sofern gewünscht, nach einem Systemneustart wieder automatisch geladen werden.


Mit diesem Testsystem haben wir das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 xCPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Alle beiden X399-Boards liegen von der Performance her nahezu gleichauf und dies entspricht auch den Erwartungen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Überrascht waren wir bei den Bootzeiten. Sowohl mit dem ASRock X399 Taichi als auch mit dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 wurde für eine HEDT-Plattform nur wenig Zeit für Initialisierung der Komponenten benötigt. Die Gigabyte-Platine legte mit 18,77 Sekunden einen geradezu flotten Start hin.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 hat einige Zusatz-Controller erhalten. Einen LAN-Controller, einen USB-3.1-Gen2-Controller, ein WLAN- und Bluetooth-Modul und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Anders als bei der Performance sind bei der Leistungsaufnahme große Unterschiede zu vermelden. Mit 62,2 Watt liefert das ASRock X399 Taichi einen sehr guten Idle-Wert. Beim Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 zeigte unser Verbrauchsmessgerät einen vergleichsweise erhöhten Wert von 71,5 Watt an. Dies entspricht einem Unterschied von 9,3 Watt oder prozentual betrachtet 14,95 %.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench schlägt sich ASRocks X399 Taichi mit 217 Watt ziemlich gut. Hier veranschlagt das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 mit 229,6 Watt im Vergleich 12,6 Watt mehr und entspricht einem Mehrverbrauch von 5,81 %.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Kritisch wird der Verbrauch unter Volllast betrachtet. 243,3 Watt waren es mit dem ASRock X399 Taichi, 254,1 Watt mit Gigabytes X399-Platine. Die Differenz beträgt somit 10,8 Watt beziehungsweise weniger als 5 %.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Uneinigkeit herrscht auch bei der angelegten CPU-Spannung. Sind es mit dem ASRock X399 Taichi 1,232 Volt gewesen, wurden mit dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 eine VCore von 1,272 Volt ermittelt. Der Unterschied beträgt somit 0,040 Volt. Dss erklärt natürlich den höheren Stromverbrauch schon ein Stück weit.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir lediglich die RGB-LED-Beleuchtung deaktivieren, welche in ihrem Ausmaß allerdings ersichtlich zum Stromverbrauch beiträgt. Im Leerlauf zeigte unser Verbrauchsmessgerät immerhin 2,6 Watt weniger an.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Währenddessen der Cinebench-Lauf ein weiteres Mal ausgeführt wurde, wurden 3,9 Watt weniger der Steckdose entnommen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Prime95 waren es gar 4,5 Watt weniger.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der Spannung hat sich erwartungsgemäß nichts verändert.

Beim Vergleich zwischen dem ASRock X399 Taichi und dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 fällt auf, dass die Verbrauchswerte ersichtlich unterschiedlich ausfallen. Im Idle trennen beide Platinen fast 10 Watt und unter Last haben wir gar noch größere Differenzen feststellen können. Der Punkt Leistungsaufnahme geht daher ganz klar an das ASRock X399 Taichi.

Der Grund für den Mehrverbrauch beim Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 liegt neben der umfangreichen LED-Beleuchtung an der höheren Standard-VCore. Der VCore-Unterschied liegt bei beachtlichen 0,040 Volt.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Während zwei Stück über den X399-FCH selbst kommunizieren, ist die interne Schnittstelle über den ASMedia_ASM1143-USB-3.1-Gen2-Controller angebunden. Dabei gibt es eine Typ-A-Ausführung und zwei Typ-C-Ausführungen.

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AMDs X399-Chipsatz liefet eine solide Leistung ab. In unserem Test konnten wir bis zu 844 MB/s im Lesen und höchstens 865 MB/s erreichen.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 insgesamt zehn Stück an. Am I/O-Panel kann auf acht Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die acht Anschlüsse am I/O-Panel mit der CPU und die beiden externen Schnittstellen über den X399-PCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Zusammenfassend können wir festhalten, dass die USB-3.1-Gen1-Performance über AMDs X399-FCH etwas performanter ist, als die über den TR4-Prozessor selbst. Mit jeweils über 400 MB/s werden in jedem Fall gute Transferwerte erreicht.

 

SATA-6G-Performance

Das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X399-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Bei der SATA-Performance gibt es von unserer Seite aus keine Kritik. Mit Werten von 544 MB/s lesend und 523 MB/s schreibend wird die SATA-6GBit/s-Spezifikation ordentlich ausgereizt.

 

M.2-Performance

Auf dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 halten sich gleich drei M.2-Schnittstellen bereit, welche allesamt an den TR4-Prozessor mit jeweils vier Gen3-Lanes angebunden sind (32 GBit/s). Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Mit dem Tool "ATTO Disk Benchmark" haben wir keine zufriedenstellende Transferraten ermitteln können, sodass wir zusätzlich auf das Tool "CrystalDiskMark" zurückgegriffen haben. Lediglich mit dem CrystalDiskMark konnten wir die passenden Leistungsdaten von 3.396 MB/s im Lesen und 1.539 MB/s im Schreiben erreichen.


Mit der Ryzen-Threadripper-Plattform hat AMD nun auch im High-End-Segment ein heißes Eisen im Feuer. Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren bekommt der Interessent bis zu 16-Kerne inklusive SMT zu einem verhältnismäßig günstigen Preis. Dafür nötig ist ein Sockel-TR4-Mainboard mit AMDs X399-Fusion-Controller-Hub, der im Vergleich zum X370-FCH für die Mainstream-Plattform (Sockel AM4) etwas aufgebohrt wurde und zwei SATA-6GBit/s-Ports mehr zu bieten hat. Doch anders als beim Sockel LGA2066 für Intels Core-X-Prozessoren existieren derzeit lediglich sechs verschiedene X399-Mainboards. Dadurch fällt die Auswahl natürlich übersichtlich aus, auch wenn weitere TR4-Platinen folgen sollen.

Gigabytes bisher einziges Threadripper-Mainboard hört auf die Bezeichnung "X399 AORUS Gaming 7" und bietet eine großzügige Ausstattung. Die Taiwaner haben den großen TR4-Sockel mit 4.094 Pins und dazu insgesamt acht DDR4-DIMM-Speicherbänke für maximal 128 GB UDIMM- und 64 GB ECC-UDIMM-Speicherkapazität auf dem ATX-PCB problemlos unterbringen können. Auffällig ist der erweiterte VRM-Kühler inklusive Heatpipe-Verbindung. Im Overclocking-Test jedoch neigte die Kühllösung dazu zu überhitzen, was zu einem CPU-Throttling führte. Für eine adäquate Abhilfe könnte eine leistungsstarke (VRM-)Wasserkühlung eingesetzt werden oder man muss bei einer All-in-One-Wasserkühlung für einen guten Luftstrom auch um den CPU-Sockel sorgen.

Um den Threadripper-Prozessor kümmern sich acht (Server-Level-)Spulen und acht PowIRstage-MOSFETs, wobei Letztere von jeweils einem 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss versorgt werden. Für den Overclocking-Komfort sorgen zudem Features wie ein Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button sowie eine Debug-LED.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen dürfen sich vier mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze sowie eine mechanischer PCIe-2.0-x16-Schnittstelle. Dabei wurden die vier Gen3-Slots passend positioniert, sodass bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten montiert werden können und dank der 60 freien Gen3-Lanes des Threadripper-Prozessors mit einer x16/x8/x16/x8-Verteilung angebunden werden. Die übrigen 12 Gen3-Lanes werden fair auf drei M.2-Schnittstellen (M-Key) aufgeteilt. Inkludiert sind zudem drei Passivkühlkörper. Im Storage-Bereich kommen noch acht nativ angebundene SATA-6GBit/s-Buchsen hinzu.

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USB-technisch vertraut Gigabyte auf insgesamt zehnmal USB 3.1 Gen1 und viermal USB 2.0. Über das I/O-Panel ist jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Schnittstelle erreichbar, welche mit der USB-3.1-Gen2-Spezifikation über den X399-FCH ans Werk gehen. Intern wurde noch ein USB-3.1-Gen2-Header für eine Typ-C-Ausführung untergebracht. Ein großes Thema ist dann natürlich auch die umfassende RGB-Beleuchtung. Gigabyte hat hierzu jede Menge Leuchteffekte implementiert.

Die Netzwerkverbindung kann wahlweise über das WLAN-AC- und Bluetooth-4.2-Modul (Intel Dual-Band Wireless-AC 8265) mit bis zu 867 MBit/s oder über den Gigabit-LAN-Port (Rivet Networks Killer E2500) aufgebaut werden. Mit dem Realtek-ALC1220-Codec, einigen Audio- und WIMA-Kondensatoren und einem 600-Ohm-Kopfhörerverstärker wird zusätzlich auch eine angemessene Onboard-Sound-Lösung zur Verfügung gestellt.

Ein Kritikpunkt von unserer Seite ist die im Vergleich zum ASRock X399 Taichi höhere Leistungsaufnahme, die mit zunehmender Systembelastung sogar noch größer ausfällt. Allerdings zeigte auch das ASUS X399 Zenith Extreme eine etwas höhere Leistungsaufnahme.

Wenn wir die Preise miteinander vergleichen, ist das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 unserer Ansicht angemessen. Für aktuell 343 Euro gibt es allerdings das MSI X399 Gaming Pro Carbon AC, das eine ähnliche Ausstattung vorzuweisen hat. Wem diese Tatsache zusammen mit dem Umstand der erhöhten Leistungsaufnahme nicht groß stört, findet in dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 ein potentes und exzellent ausgestattetes Board.

Positive Eigenschaften des Gigabyte X399 AORUS Gaming 7:

Negative Eigenschaften des Gigabyte X399 AORUS Gaming 7:

Mit dem Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 erhält der Käufer eine großzügig ausgestattete X399-Platine, mit der allerdings eine erhöhte Leistungsaufnahme in Kauf genommen werden muss.

Alternativen? Ohne die Platine getestet zu haben, können wir rein aufgrund des besseren Preis-/Leistungsverhältnisses das MSI X399 Gaming Pro Carbon AC nennen, das eine ähnliche Ausstattung zu bieten hat, allerdings rund 40 Euro günstiger gelistet ist.

Persönliche Meinung

Das Gigabyte X399 AORUS Gaming 7 ist das erste Threadripper-Mainboard, das ich in den Händen halten und testen durfte. Vorneweg muss ich die gute Verarbeitungsqualität der Platine hervorheben. Die erhöhte Leistungsaufnahme würde mich persönlich schon stören, auch wenn diese nicht gravierend höher ausfällt. Ferner würde mir die hohe Temperatur der Spannungswandler zu denken geben - zumindest dann, wenn eine AIO-Wasserkühlung genutzt wird.

Würde ich aktuell vor der Wahl stehen, würde ich mir aufgrund des etwas niedrigeren Preises das MSI X399 Gaming Pro Carbon AC näher anschauen. In einem Test wird sich zeigen müssen, wie MSIs Brett sich in den vielen Disziplinen schlägt.

Preise und Verfügbarkeit
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