MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) im Test - LED-Show mit gehobener Ausstattung

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Artikel MSI X299 Gaming Pro Carbon 008 logoMit den Gaming-Pro-Carbon-Modellen konnte MSI unabhängig vom CPU-Sockel und vom Chipsatz ein begehrtes Mainboard-Label etablieren. Von den drei existierenden Gaming-Produktserien hält sich die Performance-Gaming-Reihe genau in der Mitte auf, in die sich das Gaming Pro Carbon einordnet. Nicht ohne Grund ist die Beliebtheit groß, denn die Performance-Gaming-Reihe stellt einen Kompromiss aus guter Ausstattung und einem "angemessenen" Preis dar, wobei man sich über die Preise bei den großen CPU-Sockeln streiten kann. Nichtsdestotrotz sind wir gespannt, was das MSI X299 Gaming Pro Carbon AC alles auf dem Kasten hat.

Neben dem X399 Gaming Pro Carbon AC für AMDs Threadripper-Prozessoren hat MSI für Skylake-X und Kaby-Lake-X das X299 Gaming Pro Carbon im Angebot. Die Taiwaner bieten dabei einerseits eine AC-Version, sprich inklusive WLAN- und Bluetooth-Modul, andererseits auch eine Non-AC-Version an, bei der das Modul natürlich nicht verbaut ist. Davon abgesehen fällt die gebotene Ausstattung bei beiden Varianten absolut identisch aus.

Auf dem ATX-PCB hat der Hersteller MSI neben acht DDR4-DIMM-Slots außerdem vier PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis sowie zwei PCIe-3.0-x1-Anschlüsse verbaut. Acht SATA-6GBit/s-Ports, einmal U.2 und zwei M.2-Schnittstellen decken den Storage-Bereich ab. Neben einem Gigabit-LAN-Port und einem ordentlichen Onboard-Sound hat das X299 Gaming Pro Carbon außerdem drei USB-3.1-Schnittstellen der zweiten Generation, acht USB-3.1-Anschlüsse der ersten Generation und siebenmal USB 2.0 zu bieten. Bei der AC-Version kommt, wie schon erläutert, das WLAN-AC- und Bluetooth-Modul hinzu.

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Beim Gaming Pro Carbon ist die Carbon-Optik als Pflicht anzusehen und diese wird beim X299 Gaming Pro Carbon (AC) auch geboten, sowohl auf dem VRM- und PCH-Kühler als auch auf dem erweiterten I/O-Panel-Cover.

Die Spezifikationen

Das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
X299 Gaming Pro Carbon (AC)
CPU-Sockel LGA2066 (für Kaby-Lake-X und Skylake-X)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 11 Stück
Preis ab 288 Euro
ab 313 Euro (AC-Version)
Webseite https://www.msi.de
https://www.msi.de (AC-Version)
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X299 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Dual-Channel/Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x4/x16/x8) über CPU
2x PCIe 3.0 x4 über Intel X299

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

8x SATA 6 GBit/s über Intel X299
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s, 2x shared)
1x U.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (32 GBit/s, shared)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x extern, 1x intern) über 2x ASM3142
8x USB 3.1 Gen1 (4x extern, 4x intern) über ASM1074/Intel X299
7x USB 2.0 (3x extern, 4x intern) über Intel X299

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Intel Wireless-AC 8265 Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac (Max. 867 MBit/s), Bluetooth 4.2 (nur bei der AC-Version)
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec (Audio Boost 4)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
1x Texas Instruments OP1652 Amplifier
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin Water-Pump-Header
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
1x RGB-Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Wie bei der Gaming-Pro-Carbon-Version üblich, packt MSI jede Menge Zubehör mit in den Karton. Mit dabei sind unter anderem auch eine Anleitung zur RAM-Installation in Verbindung mit Kaby-Lake-X und Skylake-X. Mit enthalten sind außerdem vier SATA-Kabel, eine 2-Way-SLI-HB-Bridge, LED-Verlängerungskabel und natürlich auch ein MSI-Gaming-Sticker. Bei der AC-Version liegen natürlich auch zwei WLAN-Antennen bei.

Da sich die Cover auf dem PCH- und VRM-Kühler sowie am I/O-Panel-Cover austauschen lassen, hat MSI ein goldenes und silbernes Set mit hinzugefügt, damit der Anwender je nach Belieben die Optik verändern kann. An eine entsprechende Anleitung zum Austauschen hat MSI ebenfalls gedacht.

Holzschachtel mit weiteren Covern inkl. Hardwareluxx-Logo

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Speziell für uns hat sich MSI die Arbeit gemacht und eine Holzschachtel anfertigen lassen. Auf der Holzschachtel wurden einerseits das MSI-Firmen- und MSI-Gaming-Logo, dazu die Mainboard-Modellbezeichnung sowie auch unser Hardwareluxx-Schriftzug eingebrannt.

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Mittels eines kleinen Griffs lässt sich die Schachtel schließlich öffnen und die speziellen Cover kommen zum Vorschein. Inkludiert sind sowohl ein blaues als auch ein goldenes Cover-Set mit den Aufdrucken "Gaming Pro", "Audio Boost IV", "msi" sowie auch jeweils ein Cover mit unserem Hardwareluxx-Schriftzug.

Mainboard inkl. Hardwareluxx-Holzschachtel wird verlost

In Kürze werden wir das durchgetestete MSI X299 Gaming Pro Carbon AC und die Holzschachtel mit dem Hardwareluxx-Schriftzug an einen unserer Leser verlosen. Auf diese Weise bietet sich ein Upgrade auf den Sockel LGA2066 an, sodass der Gewinner lediglich eine passende LGA2066-CPU kaufen muss.


Mit dem X299-Chipsatz zieht Intel technisch mit dem aktuellen Z270-PCH für den Sockel LGA1151 gleich. Im Vergleich zum X99-PCH mit acht Gen2-Lanes werden mit dem X299-Chipsatz nun 24 Gen3-Lanes zur Verfügung gestellt. So wird zusammen mit den bis zu 44 Gen3-Lanes vom LGA2066-Prozessor eine gute Grundlage für die Anbindung vieler Schnittstellen und anderer Controller geboten. Nativ kann der X299-PCH zudem bis zu acht SATA-6GBit/s-Ports ansteuern.

In der Summe kann der X299-Chipsatz 14 USB-Schnittstellen steuern, davon sind bis zu zehn Anschlüsse der ersten USB-3.1-Generation drin. Die Kommunikation zwischen CPU und PCH erfolgt - genau wie bei der Intel-100- und 200-Chipsatzserie für den Sockel LGA1151 - per DMI 3.0 (Direct Media Interface) mit vier Gen3-Lanes. Somit beträgt die Bandbreite in der Theorie ebenfalls maximal 32 GBit/s.

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Von der Initiator-Spule abgesehen stehen elf "Premium"-Spulen bereit und befeuern den LGA2066-Prozessor. Jede Spule erhält ihren Input von einem anständigen IR3555M-PowIRstage-MOSFET. Damit die MOSFETs ihre Leistung entfalten können, bietet das X299 Gaming Pro Carbon jeweils einen 8-Pin-EPS12V- und 4-Pin-12V-Stromanschluss. Auch wenn für den normalen Betrieb inklusive moderater Übertaktung ein 8-Pin-Stecker ausreicht, bietet sich der zusätzliche 4-Pin-Anschluss für hohes Overclocking an.

Mit dem Steel-Armor-Feature versehen zeigen acht DDR4-DIMM-Speicherbänke ihre Präsenz. In Verbindung mit einem Skylake-X-Prozessor kann der Anwender den Arbeitsspeicher bis 128 GB ausbauen. Mit Kaby-Lake-X sind es immerhin noch maximal 64 GB. Laut den Angaben von MSI arbeitet das X299 Gaming Pro Carbon problemlos mit DDR4-4266-DIMMs, was schon eine Ansage ist. Auch beim MSI X299 Gaming Pro Carbon gilt, dass in Verbindung mit Kaby-Lake-X nur die vier rechten DIMM-Slots nutzbar sind.

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Das Kommando über die elf Spulen erhält der IR35201 von International Rectifier, der jedoch nicht alle elf Spulen alleine steuern kann. Aus diesem Grund hat MSI auf der Rückseite fünf Phasen-Doubler verlötet. Dies bedeutet, dass der PWM-Controller effektiv sechs von maximal acht möglichen Spulen steuern muss.

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An Erweiterungsslots hat MSIs X299 Gaming Pro Carbon (AC) vier mechanische PCIe-3.0-x16- und zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätze zu bieten. Generell wurden die vier großen Steckplätze an die CPU gekoppelt und genau wie die DIMM-Slots mit dem Steel-Armor-Feature ausgestattet. Bei den 16-Lane-CPU-Modellen allerdings kann der unterste Steckplatz explizit nicht genutzt werden und ist daher unbrauchbar. Laut den Spezifikationen arbeitet selbst eine einzelne Grafikkarte nicht mit den ganzen 16 Gen3-Lanes, sondern "nur" mit der Hälfte. Mit den Skylake-X-Prozessoren sieht das Ganze natürlich wesentlich entspannter aus. Des Weiteren sind dann natürlich auch noch die beiden PCIe-3.0-x1-Steckplätze zu nennen, welche mit dem X299-Chipsatz kommunizieren.

Die folgenden drei Tabellen geben dabei Aufschluss, inwiefern die PCIe-Slots mit den 16-, 28- und 44-Lane-Prozessoren angebunden sind.

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 44-Lane-CPU
(Core i9-7900X/7920X/7940X/7960X/7980XE
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
PCIe 3.0 x1
x1 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
(Core i7-7800X und Core i7-7820X)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x16 (x8) x8
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - (x8) x8

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 16-Lane-CPU
(Core i5-7640X und Core i7-7740X
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - (x4)
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 (x4)
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 - - -

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Mit sechs angewinkelten und zwei vertikalen SATA-6GBit/s-Buchsen nutzt MSI das X299-Potential voll aus. Doch die Taiwaner haben darüber hinaus nicht nur zwei M.2-Schnittstellen inklusive M.2-Shield hinterlassen, sondern auch einen U.2-Port montiert. In dem oberen M.2-Anschluss passt ein Modul mit einer Länge zwischen 4,2 cm bis 8 cm hinein, im unteren Steckplatz lauten die unterstützten Längenangaben 4,2 cm bis 11 cm.

Sofern durch den Anwender der U.2-Port belegt wird, werden in jedem Fall die SATA-Ports 5 bis 8 unbrauchbar. Zudem besteht jeweils eine Restriktion der beiden M.2-Schnittstellen, sofern ein installiertes Modul im SATA-Modus betrieben wird. Sie teilen sich die Anbindung mit den SATA-Ports 1 und 2. Sollten also PCIe-SSDs eingesetzt werden, können die SATA-Ports 1 und 2 dennoch genutzt werden.


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Die I/O-Panel-Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Am I/O-Panel werden dem Anwender nicht nur drei USB-2.0-, sondern auch vier USB-3.1-Gen1-Schnittstellen geboten. Fehlen dürfen an dieser Stelle selbstverständlich auch zwei schnellere USB-3.1-Gen2-Anschlüsse nicht. MSI hat jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Ausführung berücksichtigt. Komfort bietet dabei einerseits der CMOS-Clear- und andererseits der USB-Flashback+-Button. Des Weiteren hält sich neben einer PS/2-Schnittstelle das Intel-WLAN-Modul mit den beiden Antennengewinden auf.

Der Gigabit-LAN-Port nimmt seine Arbeit über Intels I219-V-Controller auf. Schließlich können die fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie der TOSLink-Anschluss für das heimische Audio-Equipment verwendet werden.

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Vom Rest der Komponenten getrennt wurde das Audio-Boost-4-Feature auf der Platine integriert. Dieses besteht aus dem Realtek-ALC1220-Codec, 13 Audio-Kondensatoren und einem OP1652-Kopfhörerverstärker von Texas Instruments. Der große Kandidat weiter links ist Nuvotons NCT6795D-M und nimmt seine Arbeit als SuperI/O-Controller auf. Er überwacht die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten.

Im nahezu selben Abstand weiter links sehen wir Intels I219-V-Netzwerkcontroller. Er unterstützt eine maximale Transferdatenrate von 1 GBit/s und hat auch Features wie Wake-on-LAN und VLAN mit an Bord.

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Vom VR-Boost-Chip aus links ist der ASMedia ASM3142 sichtbar, welcher die Typ-A- und Typ-C-Schnittstelle am I/O-Panel bedient. ASMedias ASM1074-USB-3.1-Gen1-Hub kümmert sich um den Typ-A-Turm mit vier Anschlüssen.

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Unten rechts in der Ecke des PCBs haben die Taiwaner noch einige interessante Features hinterlassen. Angefangen von einem Power- und Reset-Button sowie einem BIOS-Switch, bis hin zu dem Game-Boost-Knob und auch einem Slow-Mode-Header für den Einsatz einer Stickstoff-Kühlung.

MSI Game-Boost-Knob für schnelle Übertaktung

Auf einigen Platinen stellt MSI den Game-Boost-Knob zur Verfügung, mit dem der installierte Prozessor und gegebenenfalls auch der Arbeitsspeicher auf schnelle Weise übertaktet werden können. Auch das X299 Gaming Pro Carbon (AC) bietet den Game-Boost-Knob. Von den großen Skylake-X-Prozessoren abgesehen, sind die Taktfrequenzen der insgesamt 11 Stufen für die ersten fünf Core-X-Prozessoren bekannt.

StufeCPU-Taktfrequenzen
Kaby-Lake-XSkylake-X
Core i5-7640XCore i7-7740XCore i7-7800XCore i7-7820XCore i9-7900X
Stufe 0 4,0 GHz 4,3 GHz 3,5 GHz 3,6 GHz 3,3 GHz
Stufe 1 4,5 GHz 4,8 GHz 4,1 GHz 4,4 GHz 4,4 GHz
Stufe 2 4,6 GHz 4,9 GHz 4,2 GHz 4,5 GHz 4,5 GHz
Stufe 4 4,7 GHz 5,0 GHz 4,3 GHz 4,6 GHz 4,6 GHz
Stufe 6 4,8 GHz 5,1 GHz 4,4 GHz 4,7 GHz 4,7 GHz
Stufe 8 4,9 GHz 5,2 GHz 4,5 GHz 4,8 GHz 4,8 GHz
Stufe 10 5,0 GHz 5,3 GHz 4,6 GHz 4,9 GHz 4,9 GHz
Stufe 11 5,1 GHz 5,4 GHz 4,7 GHz 5,0 GHz 5,0 GHz

Die Stufe 0 entspricht unverändert dem Standard-Takt beziehungsweise dem Grundtakt. Ab der Stufe 1 geht es dann mit der CPU-Übertaktung los und diese wirkt sich auf alle verfügbaren physischen CPU-Kerne aus. Aufgrund der unterschiedlich ausfallenden Chip-Güte ist die Garantie für einen Erfolg natürlich nicht gegeben. Aus diesem Grund ergibt eine manuelle Übertaktung immer noch einen tiefen Sinn.

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Interessanter für Shop-Betreiber ist die Möglichkeit, ihren Kunden die LED-Beleuchtung zu präsentieren. Dies erfolgt mit dem DEMOLED1-Button. Mithilfe des JSEL1-Headers kann einerseits die Farbe und andererseits der Leuchteffekt gewechselt werden. Einprägsam sind an dieser Stelle auch die drei Sys-FAN- und die beiden USB-2.0-Header.

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Auf dem ATX-PCB hat MSI keinen freien Platz übrig gelassen und eben gut mit sinnvollen Features gefüllt. Nichtsdestotrotz sind alle Schnittstellen und Anschlüsse gut erreichbar.


BIOS

Als wir das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) in die Mangel genommen haben, war laut der MSI-Webseite die BIOS-Version 1.2 aktuell, welche wir dank der M-Flash-Funktion komfortabel und ohne Komplikationen aufspielen konnten. Zusammen mit der Version 1.1 wurden folgende Verbesserungen durch MSI vorgenommen:

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MSI hat bei der grundlegenden Strukturierung keine Änderungen vorgenommen. Weiterhin gibt es auch die EZ-Mode-Oberfläche. Auf dieser Übersichtsseite erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Bei der Advanced-Oberfläche wurde der MSI-Gaming-Drache gegen eine Metalloptik mit der Aufschrift "Enthusiast Gaming" ausgetauscht. MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt, der das aktuelle Level anzeigt (grüner Punkt). Rechts benachbart ist der XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "Game Boost"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass vom Hardware- in den Softwaremodus gewechselt werden kann. Ergänzt wurde noch ein weiterer virtueller Knopf, mit dem die XMP-Funktion direkt aktiviert werden kann.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Das Hauptaugenmerk des Boards ist zweifelsohne das Overclocking. Die extrem umfangreichen OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für den Overclocking-Enthusiasten kaum Wünsche offen. Dazu aber gleich mehr. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genauso ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, wo der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Mit enthalten ist eine Suchfunktion, mit der der Anwender gezielt zu den gewünschten Einstellungen gelangt. Mithilfe eines AVX-Multiplikator-Offsets lässt sich der CPU-Multiplikator - beim Einsatz von Software, die den AVX(2)-Befehlssatz verwendet - unter Last reduzieren. Als Resultat soll sich in diesem Fall die System-Stabilität erhöhen, während der Prozessor übertaktet ist.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI bis auf einen Punkt überzeugen. Bei den Overclocking-Settings trat bei uns beim Scrollen eine Vezrögerung auf, welche sicherlich nicht beabsichtigt ist. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden jedoch problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

 

Overclocking

Mit jeweils einem 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss kann die LGA2066-CPU in Verbindung mit dem MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) ordentlich übertaktet werden. Dafür sorgen nicht nur die elf Spulen, sondern außerdem die zahlreich implementierten Overclocking-Funktionen im BIOS.

Das BIOS erlaubt eine BCLK-Veränderung von 80 MHz bis 500 MHz in feinen 0,01-MHz-Intervallen. Anlässlich des neuen Mesh-Bus wurde auch dafür eine entsprechende Spannungseinstellung hinterlassen. Neben der VRIN-Spannung lässt sich die CPU-Spannung im Override- und Offset-Modus festlegen. In Zahlen ausgedrückt sind es 0,500 Volt bis 1,700 Volt und -0,300 Volt bis +0,400 Volt. Die Intervalle fallen mit 0,001 sehr feinfühlig aus.

Die Overclocking-Funktionen des MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) in der Übersicht
Base Clock Rate 70 MHz bis 655,12 MHz in 0,02/0,03-MHz-Schritten
CPU-Core-Spannung 0,800 Volt bis 2,100 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,990 Volt bis +0,990 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VRIN-Spannung 1,200 V bis 3,040 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Mesh-Spannung 0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus
-0,990 Volt bis +0,990 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt nicht einstellbar
Weitere Spannungen CPU PLL Trim Voltage, MC PLL Trim Offset, DRAM VPP Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate ist einstellbar
Timings 98 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Intel Speed-Step, C1E
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU VCore LLC

Verglichen mit dem ASRock X299 Taichi konnten wir den Core i9-7900X mit dem MSI-Mainboard um 100 MHz höher stabil betreiben. Mit einem Takt von 4,8 GHz auf allen zehn Kernen ist das eine absolute Ansage. An Spannung waren dazu 1,290 V nötig. Die dadurch hohen Temperaturen konnte unsere AIO-Kühlung jedoch glücklicherweise stemmen. Der Temperatur des VRM-Kühlers stieg nach unseren Messungen bis auf 62 °C, sodass sogar noch etwas Luft nach oben übrig bleibt.

Hinweis: Für das CPU-Overclocking haben wir mit dem Seasonic Prime Platinum 1.200W ein stärkeres Netzteil verwendet, das 2x 4+4-Pin-Stromstecker für die CPU-Stromversorgung bietet.

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Beim RAM-Overclocking gab es keine negativen Überraschungen. Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Probleme umgesetzt und auch ein manuelles RAM-Overclocking gelang uns ohne Zwischenfälle. Dabei konnten wir auch dieses Mal die Latenzen etwas weiter anziehen. Die VDIMM betrug 1,35 Volt.

 

MSI Command Center

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Darüber hinaus hat MSI auch noch das eigene Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Auch Einstellungen zum Arbeitsspeicher stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) mussten wir die erweiterte Turbo-Funktion deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Alle X299-Boards bieten eine sehr gute Performance. MSIs X299 Gaming Pro Carbon bietet den Vorteil einer erhöhten Speicher-Bandbreite.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Auch MSIs X299-Brett benötigte über 27 Sekunden ziemlich lange für die Initialisierung. Wir gehen jedoch davon aus, dass zukünftige BIOS-Versionen dies beschleunigen werden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller, ein USB-3.1-Gen1-Hub und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei. Die AC-Version beinhaltet außerdem ein WLAN-AC- und Bluetooth-Modul

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Verbrauchs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit einem Leerlauf-Stromverbrauch von 63,5 Watt liegt das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) in einem recht effizienten Bereich. Es muss sich allerdings dem ASUS ROG Strix X299-E Gaming geschlagen geben.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Anders sieht dies in Verbindung mit Cinebench aus. Dort hat sich die MSI-Platine mit 244,2 Watt an die Spitze vorgearbeitet.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch so unter Volllast mit Prime95. Die Leistungsaufnahme stieg auf 250,3 Watt, kann damit allerdings die Konkurrenz hinter sich lassen.

Spannungen (Prime95)

0.912 (Fehlmessung) XX


1.812 (Fehlmessung) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Unter voller Last legte das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) eine VCore von 1,083 Volt an. Und damit lediglich 0,003 Volt weniger als ASRocks X299 Taichi.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

0.912 (Fehlmessung) XX


1.812 (Fehlmessung) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Das BIOS bot uns leider keine Möglichkeit, Controller-Chips zu deaktivieren, sodass dieselben Verbrauchswerte gelten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass MSIs X299 Gaming Pro Carbon (AC) gerade unter Last effizient arbeitet. Im Idle hingegen hätten wir uns einen niedrigeren Verbrauch gewünscht.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Hierfür kommen gleich zwei ASMedia-ASM3142-Controller zum Einsatz. Dabei gibt es eine Schnittstelle als Typ-A- und zwei Typ-C-Ausführungen.

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Auch auf dem MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) zeigt der ASMedia ASM3142 seine hervorragende Performance, mit 930 MB/s lesend und 868 MB/s im Schreiben.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten vier Stück direkt mit dem X299-Chipsatz und die restlichen vier Buchsen mit dem ASMedia ASM1074 zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Ob der Anwender nun die vier Anschlüsse am I/O-Panel über den ASM1074-Hub oder die vier Schnittstellen über die beiden internen Header über den PCH direkt nutzt, macht bei der gebotenen Leistung keinen Unterschied. Die Schreibleistung liegt mit 465 MB/s absolut im grünen Bereich. Aber auch die Leserate von 441 MB/s kann sich sehen lassen.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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SATA-6GBit/s-SSDs werden vom X299-Chipsatz ordentlich angefeuert. Diese Annahme beruht auf den Ergebnissen mit 556 MB/s lesend und bis zu 523 MB/s schreibend.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der X299-Plattform. Auf dem MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) halten sich gleich zwei M.2-Schnittstellen bereit. Genau wie bei der LGA1151-Plattform, erhalten die M.2-Schnittstellen vom Chipsatz ihre nötigen Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Wie mit allen drei X299-Mainboards zuvor hat auch MSIs X299-Platine Probleme, die Leseperformance unseres NVMe-SSD-Laufwerks vollständig auszureizen. Maximal möglich sind etwa 3.300 MB/s, erreicht wurden allerdings "nur" 2.676 MB/s. Im weiteren Verlauf des Benchmarks sank die Leseleistung kontinuierlich weiter ab. Die Schreibtransferleistung fiel mit 1.520 MB/s anständig aus.


MSIs X299-Antwort aus der Performance-Gaming-Produktserie hört wenig überraschend auf die Bezeichnung X299 Gaming Pro Carbon sowie X299 Gaming Pro Carbon AC und präsentiert sich nicht nur in einer ansprechenden Optik, sondern wurde von den Taiwanern auch von der technischen Seite ordentlich bestückt.

Beide Platinen sind bis auf das WLAN-AC- und Bluetooth-4.2-Modul (Intel Dual-Band Wireless-AC 8265) bei der AC-Version absolut identisch aufgebaut und stellen für die eingesetzte LGA2066-CPU einen leistungsstarken VRM-Bereich mit elf "Premium"-Spulen und PowIRstage-MOSFETs bereit, die von jeweils einem 8-Pin-EPS12V- und einem 4-Pin-12V-Stromanschluss versorgt werden. Erfreulich zu sehen war, dass der VRM-Kühler trotz seiner kompakten Bauweise mit bis zu 62 °C nicht zu heiß wurde. Mit dem Game-Boost-Knob, einem BIOS-Switch, einem Power- und Reset-Button sowie einer Debug-LED und sogar einem Slow-Mode ist das X299 Gaming Pro Carbon (AC) sehr gut für eine komfortable Overclocking-Session vorbereitet.

Auf der ATX-Platine können bis zu drei Grafikkarten installiert werden, welche je nach gewähltem Core-X-Prozessor auch mit den entsprechenden Gen3-Lanes versorgt werden. Die Taiwaner haben vier mechanische PCIe-3.0-x16- und zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätze verlötet. Der gesamte Storage-Bereich wird aus zwei M.2-Schnittstellen inklusive M.2-Shield, einem U.2-Port sowie acht nativ angebundenen SATA-6GBit/s-Ports gebildet. Ärgerlich ist allerdings, dass gleich vier SATA-Buchsen unbrauchbar werden, wenn der U.2-Port genutzt wird. Sofern die M.2-Slots im PCIe-Modus betrieben werden, gibt es jedoch keine weiteren Restriktionen in diesem Segment.

Innerhalb der acht DDR4-DIMM-Speicherbänke lassen sich in Verbindung mit Skylake-X bis zu 128 GB RAM und mit Kaby-Lake-X in den vier rechten Slots immerhin 64 GB verbauen. Auf Wunsch auch stark übertaktet, denn die RAM-Teiler im BIOS reichen bis satte DDR4-4400.

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Zur weiteren Ausstattung dürfen sich acht USB-3.1-Gen1-Ports, dazu sieben USB-2.0-Anschlüsse und drei schnellere USB-3.1-Schnittstellen der zweiten Generation zählen. Jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Variante hält sich am I/O-Panel bereit und arbeiten über einen von insgesamt zwei ASMedia-ASM3142-USB-3.1-Gen2-Controller. Der zweite Controller steuert den internen Header für eine Typ-C-Schnittstelle.

Auf beiden Platinen wurde der Intel-I219-V-Netzwerkcontroller integriert und kommt auf maximal 1 GBit/s Übertragungsrate. Bei der AC-Version kommt dann schließlich noch das bereits genannte Intel-Dual-Band-Wireless-AC-8265-Modul hinzu und sorgt mit maximal möglichen 867 MBit/s inklusive der Bluetooth-4.2-Unterstützung für eine schnelle kabellose Übertragung. Mit dem Mystic-Light-Feature kommt auch die RGB-LED-Beleuchtung auf dem X299 Gaming Pro Carbon (AC) definitiv nicht zu kurz. Verteilt auf dem Mainboard wurden zahlreiche RGB-LEDs verbaut, welche in vielen Effekten und allen möglichen Farben leuchten können.

Positiv beurteilen können wir auch die Effizienz unter Last. Das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) war in diesen Situationen in der Lage, die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Im Leerlauf hat es hingegen nur für den zweiten Platz gereicht. Das UEFI-BIOS kommt in der gewohnten Optik auf den Monitor und hinterließ bis auf ein verzögertes Scrollen bei den Overclocking-Einstellungen einen guten Eindruck. Die vier Carbon-Cover auf dem Mainboard lassen sich durch die beiliegenden goldenen und silbernen Cover-Sets austauschen. Der Gewinner des MSI X299 Gaming Pro Carbon AC bei unserem in Kürze startenden Gewinnspiel erhält darüber hinaus die für uns angefertigte Holzschachtel mit dem Hardwareluxx-Schriftzug und den inkludierten blauen und goldenen Cover-Sets.

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Vom Preis her sind das MSI X299 Gaming Pro Carbon und das MSI X299 Gaming Pro Carbon AC mit 288 Euro respektive 313 Euro unserer Ansicht nach für eine HEDT-Plattform angemessen aufgestellt. Für lediglich 18 Euro mehr ist auch gleich ein WLAN-AC- und Bluetooth-Modul mit dabei, das der eine oder andere gebrauchen könnte. Die restliche Ausstattung entspricht der gehobenen Oberklasse.

Positive Eigenschaften des MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC):

Negative Eigenschaften des MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC):

Mit dem X299 Gaming Pro Carbon (AC) hat MSI ein interessantes Produkt für die Core-X-Prozessoren veröffentlicht, bei dem die Ausstattung definitiv nicht zu kurz gekommen ist. Der Preis fällt dazu im Vergleich zwar hoch, aber nicht zu hoch aus. Das MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) erhält von uns daher den Excellent-Hardware-Award!

Persönliche Meinung

Von der LED-Beleuchtung abgesehen bin ich vom MSI X299 Gaming Pro Carbon (AC) selbst sehr angetan, auch wenn ich persönlich auf keine HEDT-Plattform angewiesen bin. Die gebotene Ausstattung kann als komplett bezeichnet werden und für einen angemessenen Preis bekommt der Besitzer eine leistungsstarke Platine mit netten Onboard-Features. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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