ASUS ROG Strix X299-E Gaming im Test - ROG-Mainboard für Skylake-X

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Artikel ASUS Strix X299 E Gaming 004 logoAls erstes X299-Mainboard haben wir das X299 AORUS Gaming 7 von Gigabyte durchleuchtet. Heute hingegen muss das ASUS ROG Strix X299-E Gaming zeigen, was es drauf hat und vor allem, was die LGA2066-Platine alles an Ausstattung zu bieten hat. Die vergangenen Strix-Gaming-Mainboards für die HEDT-Plattform bildeten einen Kompromiss zwischen guter Ausstattung und einem noch annehmbaren Preis. Wir haben das ASUS-Brett durch unseren Mainboard-Parcours geschickt.

ASUS hat die ROG-Mainboard-Familie in letzter Zeit ordentlich ausgebaut. Sowohl für den Sockel LGA1151 oder auch für AMDs Sockel AM4 wurden einige Strix-Varianten ins Leben gerufen, welche zumeist etwas preisgünstiger und dafür jedoch auch etwas abgespeckter angeboten werden, als die großen ROG-Mainboards, wie die Maximus- (Intel Mainstream), Rampage- (Intel HEDT), Crosshair- (AMD Mainstream) oder auch neu die Zenith-Serie (AMD ThreadRipper).

Mit einem aktuellen Listenpreis von etwa 330 Euro gehört das Strix X299-E Gaming allerdings keineswegs zu den günstigen Brettern. Zur Ausstattung dürfen sich selbstverständlich acht DDR4-DIMM-Speicherbänke zählen. Hinzu kommen drei PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis, zwei PCIe-3.0-x4-Slots und ein PCIe-3.0-x1-Anschluss. Mit achtmal SATA 6GBit/s und zwei M.2-Schnittstellen lassen sich zudem auch zahlreiche Storage-Devices anklemmen. Und neben einem Gigabit-LAN-Port, einem WLAN-AC-Modul sowie einem ordentlichen Onboard-Sound-Bereich werden natürlich auch jede Menge USB-Schnittstellen in den aktuell drei Generationen zur Verfügung gestellt.

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Vom optischen Part her präsentiert sich das Strix X299-E Gaming sehr ähnlich zum ASUS ROG Strix Z270E- und Z270G-Gaming, die wir ebenfalls im Test hatten.

Die Spezifikationen

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
ROG Strix X299-E Gaming
CPU-Sockel LGA2066 (für Kaby-Lake-X und Skylake-X)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Preis ab 330 Euro
Webseite https://www.asus.de
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X299 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Dual-Channel/Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB UDIMM (mit 16-GB-UDIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x16/x8) über CPU
2x PCIe 3.0 x4 über CPU
1x PCIe 3.0 x1 über Intel X299

PCI -
SATA(e)-, SAS- und
M.2/U.2-Schnittstellen

8x SATA 6 GBit/s über Intel X299
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (M-Key, 32 GBit/s, 1x shared)

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x extern, 1x intern) über 2x ASMedia ASM3142
8x USB 3.1 Gen1 (4x extern, 4x intern) über Intel X299
4x USB 2.0 (2x extern, 2x intern) über Intel X299

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Realtek RTL8822BE Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac (Max. 867 MBit/s), Bluetooth 4.2
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1220 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN/WaKü-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin CPU-OPT-FAN-Header
2x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x AIO-Pump-Header
1x W_Pump-Header
1x EXT_FAN-Header
LED-Beleuchtung RGB-LEDs
2x RGB-Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Das Mainboard kam nicht ohne Zubehör zu uns in die Redaktion. ASUS hat dem X299-Brett einiges an Zubehör mit auf den Weg gegeben.


Mit dem X299-Chipsatz zieht Intel technisch mit dem aktuellen Z270-PCH für den Sockel LGA1151 gleich. Im Vergleich zum X99-PCH mit acht Gen2-Lanes werden mit dem X299-Chipsatz nun 24 Gen3-Lanes zur Verfügung gestellt. So wird zusammen mit den bis zu 44 Gen3-Lanes vom LGA2066-Prozessor eine gute Grundlage für die Anbindung vieler Schnittstellen und anderen Controllern geboten. Nativ kann der X299-PCH zudem bis zu acht SATA-6GBit/s-Ports ansteuern.

In der Summe kann der X299-Chipsatz 14 USB-Schnittstellen steuern, davon sind bis zu zehn Anschlüsse der ersten USB-3.1-Generation drin. Die Kommunikation zwischen CPU und PCH erfolgt - genau wie bei der Intel-100- und 200-Chipsatzserie für den Sockel LGA1151 - per DMI 3.0 (Direct Media Interface) mit vier Gen3-Lanes. Somit beträgt die Bandbreite in der Theorie ebenfalls maximal 32 GBit/s.

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In den meisten Fällen werden die LGA2066-CPUs von acht Spulen angetrieben. So auch beim ASUS Strix X299-E Gaming. So sorgen jeweils ein 8-Pin-EPS12V- und ein 4-Pin-ATX+12V-Stromanschluss für einen reibungslosen Betrieb. Auch hier gilt: Für den reinen Stock-Betrieb reicht der 8-Pin-Connector alleine aus. Wenn es dann doch ans Overclocking geht, sollte auch der 4-Pin Anschluss vom Netzteil belegt werden.

Links und rechts vom CPU-Sockel sind die insgesamt acht DDR4-DIMM-Speicherbänke anzutreffen, welche mit Kaby-Lake-X höchstens 64 GB (4x DDR4 rechts vom Sockel) und mit Skylake-X maximal 128 GB aufnehmen können.

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Ein umgelabelter PWM-Controller mit der Bezeichnung ASP14051 ist für die Ansteuerung der acht Spulen verantwortlich. Da es "nur" acht Spulen sind, werden keine Phasen-Doubler-Chips benötigt. Somit werden alle acht Spulen direkt angesprochen.

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Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming stellt insgesamt drei (mechanische) PCIe-3.0-x16- (inkl. Safe-Slot-Feature), dazu zwei (mechanische) PCIe-3.0-x4-Steckplätze und einen PCIe-3.0-x1-Slot zur Verfügung. Dabei ist die Lane-Beschaltung abhängig von der verwendeten LGA2066-CPU. Die folgenden Tabellen geben darüber Aufschluss:

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 44-Lane-CPU
(Core i9-7900X/7920X/7940X/7960X/7980XE
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) x16 x16 x16
PCIe 3.0 x1
x1 (X299) - - -
PCIe 3.0 x4 x4 (X299) - - -
PCIe 3.0 x16 x16 (CPU) - x16 x16
PCIe 3.0 x4 x1 (CPU) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - - x8

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
(Core i7-7800X und Core i7-7820X)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x16
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x4 x4 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x4 x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x1 (X299) - -

 

PCIe-3.0-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 16-Lane-CPU
(Core i5-7640X und Core i7-7740X
)
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x4 x4 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x4 x1 (X299) - -
PCIe 3.0 x16 x1 (X299) - -

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Die acht SATA-6GBit/s-Ports arbeiten nativ mit dem X299-PCH zusammen. Dabei wurden die letzten vier Buchsen zusammen mit dem oberen PCIe-3.0-x4-Steckplatz angebunden, sodass der Anwender sich entscheiden muss. Auf dem PCB wurden von ASUS jedoch auch noch zwei M.2-Steckplätze verlötet. Einer in der horizontalen und einer in der vertikalen Ausrichtung. Die gute Nachricht hierbei ist, dass beide M.2-Anschlüsse im PCIe-Modus keine weiteren Anschlüsse unbrauchbar machen. Lediglich der M.2_1-Anschluss teilt sich die Anbindung mit dem ersten SATA-Port, wenn das M.2-Modul im SATA-Modus arbeitet.

Links vom vertikalen M.2-Anschluss ist der USB-3.1-Gen2-Header zu sehen, der über einen eigenen ASMedia-ASM3142-Controller angetrieben wird. Wird dieser genutzt, ist der PCIe-3.0-x1-Steckplatz unbrauchbar.


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Das I/O-Panel von links nach rechts und von oben nach unten:

Das I/O-Panel bietet von Thunderbolt abgesehen alle aktuellen Anschlussmöglichkeiten. Dazu zählen natürlich mehrere USB-Schnittstellen der gegenwärtigen Generationen, ein Gigabit-LAN-Port, ein WLAN-AC- und Bluetooth-4.2-Modul und selbstverständlich auch die obligatorischen Audio-Anschlüsse. Auch ist der USB-BIOS-Flashback-Button mit an Bord, mit dem das BIOS auf alternativem Weg aktualisiert werden kann.

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In der Ecke des PCBs hat ASUS den separaten Audio-Bereich untergebracht. Unter dem SupremeFX-EMI-Shield werkelt Realteks ALC1220-Codec, der zusammen mit neun Audio-Kondensatoren den Klang positiv beeinflussen soll. Mit dabei ist auch ein Kopfhörerverstärker für hochohmige Kopfhörer.

Links daneben sehen wir den Nuvoton NCT6796D. Er fungiert als SuperI/O-Controller.

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Mittig und oberhalb der DDR4-DIMM-Bänke ist neben dem Intel-I219-V-LAN-Controller außerdem der ASMedia ASM3142 sichtbar. Letzterer ist ASMedias aktuellster USB-3.1-Gen2-Controller. Dieser kümmert sich um die beiden Ports am I/O-Panel. Ein weiterer ASM3142 wurde für den USB-3.1-Gen2-Header eingesetzt.

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Viel Onboard-Komfort hat das Strix X299-E Gaming nicht zu bieten. Immerhin haben es eine Debug-LED und ein Power-Button auf das PCB geschafft.

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Dem Thema M.2-Kühlung hat sich auch ASUS angenommen. Auf dem PCH-Kühler wurde eine separat abschraubbare Metallplatte befestigt, an dem ein Wärmeleitpad angebracht wurde und auf diese Weise den teilweise hohen Temperaturen entgegenwirken soll.

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ASUS hat den Platz des PCBs mit ATX-Abmessungen gut genutzt und kaum Platz übrig gelassen. Dennoch wirkt das Mainboard aufgeräumt und der Anwender kommt an alle Anschlüsse problemlos heran. Mittig wurde das mit RGB-LEDs beleuchtete ROG-Logo im 3D-Effekt hervorgehoben.


BIOS

Zum Testzeitpunkt war die BIOS-Version 0402 aktuell, zu der keine Veränderungen gegenüber dem First Release 0219 bekannt sind. Doch ASUS bietet mit der Version 0503 bereits eine aktuellere BIOS-Version an. Zu den Verbesserungen und Veränderungen gehören:

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Generell werden dunkle Farben auf den Monitor gezaubert. Dabei werden die einzelnen Punkte in gelb hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Mit dabei ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das Setup mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite umgesetzt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind an dieser Stelle die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon häufiger kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

 

Overclocking

Mit dem X299-E Gaming ist Overclocking bedingt durch jeweils einen 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss für die CPU durchaus möglich. Probleme könnte jedoch der VRM-Kühler bereiten, dessen Kühlfläche bei extremen Overclocking zu gering ausfallen könnte.

Das BIOS erlaubt eine BCLK-Veränderung von 80 MHz bis 500 MHz in feinen 0,01-MHz-Intervallen. Anlässlich des neuen Mesh-Bus, wurde auch dafür eine entsprechende Spannungseinstellung hinterlassen. Neben der VRIN-Spannung lässt sich die CPU-Spannung im Override- und Offset-Modus festlegen. In Zahlen ausgedrückt sind es 0,500 Volt bis 1,700 Volt und -0,300 Volt bis +0,400 Volt. Die Intervalle fallen mit 0,001 sehr feinfühlig aus.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS ROG Strix X299-E Gaming in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Core-Spannung 0,001 Volt bis 1,920 Volt in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 Volt bis +0,999 Volt in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,0000 V bis 2,1000 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VRIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Mesh-Spannung -
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00500-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,90000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt nicht einstellbar
Weitere Spannungen DRAM Training, UnCore Voltage Offset (Prefix), CPU Cache Voltage, BCLK Aware Adaptive Voltage, Boot Voltages

Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate ist einstellbar
Timings 160 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie Intel Speed-Step, C1E
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU VCore LLC

Aufgrund der Tatsache, dass unser Netzteil über lediglich einen 8-Pin-Stromanschluss verfügt, werden wir auf das Übertakten mit Skylake-X verzichten.

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Beim RAM-Overclocking gab es keine negativen Überraschungen. Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Probleme umgesetzt und auch ein manuelles RAM-Overclocking gelang uns ohne Zwischenfälle. Dabei konnten wir auch dieses Mal die Latenzen etwas weiter anziehen. Die VDIMM betrug 1,35 Volt.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt den beiden Platinen die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features unter Windows einstellen lassen.

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Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Im Vergleich zu den Z170-Modellen wurde die AI Suite 3 allerdings um einige Funktionen eingeschränkt. So fehlt in der aktuellen Version für das X299-E Gaming das Ai-Charger-, das Mobo-Connect-, das USB-3.1-Boost- und das Push-Notice-Feature.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS ROG Strix X299-E Gaming getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.666 MHz und 16-16-16-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS ROG Strix X299-E Gaming mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2017 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2017

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Memory Benchmark

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Alle beiden X299-Boards liegen von der Performance her nahezu gleichauf und dies entspricht den Erwartungen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

ASUS' Strix X299-E Gaming brauchte mit über 27 Sekunden ziemlich lange für die Initialisierung. Wir gehen jedoch davon aus, dass zukünftige BIOS-Versionen dies beschleunigen werden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Verbrauchs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Idle ist der Vorteil auf Seiten des ASUS-Mainboards mit einem guten Verbrauchswert von unter 60 Watt.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench zeigt dann der Core i9-7900X sein Können und dies spiegelt sich beim Stromverbrauch wieder. Mit 247,8 Watt bleibt das X299-E Gaming jedoch unter der 250-Watt-Marke.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Etwa sechs Watt mehr wurden in Verbindung mit Prime95 veranschlagt.

Spannungen (Prime95)

0.912 (Fehlmessung)XX


1.812 (Fehlmessung)XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im Artikel zum Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 haben wir bereits angemerkt, dass beide Spannungen nicht stimmen können.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Nachdem wir die USB-Ports, das WLAN-Modul und auch die LED-Beleuchtung ausgeschaltet haben, wurden im Leerlauf vier Watt eingespart.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench waren es sogar 5,3 Watt weniger.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Die größte Differenz herrschte mit 5,6 Watt mit Prime95.

Spannungen (Prime95)

0.912 (Fehlmessung)XX


1.812 (Fehlmessung)XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An den (falschen) Spannungen änderte sich nichts.

Es ist erfreulich zu sehen, dass das Strix X299-E Gaming im Idle nicht zu stromhungrig agiert. Unter Last näherte sich die Leistungsaufnahme dann - dem Core i9-7900X geschuldet - der 250-Watt-Marke. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine HEDT-Plattform handelt.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen bereit. Hierfür kommen gleich zwei ASMedia-ASM3142-Controller zum Einsatz. Dabei gibt es eine Schnittstelle als Typ-A- und zwei Typ-C-Ausführungen.

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Angebunden mit 16 GBit/s verrichtet der ASM3142 einen guten Job. So konnten wir Transferraten von 978 MB/s lesend und 873 MB/s erreichen.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASUS ROG Strix X299-E Gaming insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten alle acht Buchsen direkt mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Der X299-PCH ist für die USB-3.1-Gen1-Ansteuerung zuständig. Dieser schaffte es, das RAID-0-Verbund bis auf 443 MB/s im Lesen und 463 MB/s im Schreiben zu beschleunigen.

 

SATA-6G-Performance

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming stellt acht SATA-6GBit/s-Buchsen bereit. Alle acht SATA-Konnektoren arbeiten nativ mit dem X299-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Außerdem wurden gute SATA-Werte ermittelt. So kletterte die Leserate bis auf 559 MB/s. Schreibend waren höchstens 525 MB/s drin.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der X299-Plattform. Auf dem ASUS ROG Strix X299-E Gaming halten sich gleich zwei M.2-Schnittstellen bereit. Genau wie bei der LGA1151-Plattform, erhalten die M.2-Schnittstellen vom Chipsatz ihre nötigen Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Chipsatz.

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Für die M.2-Performance scheint die LGA2066-Plattform noch nicht gänzlich optimiert zu sein. Zwar wurde insgesamt eine sehr hohe Leistung erreicht, jedoch bietet das von uns verwendete M.2-Modul gerade im Lesen noch einige Reserven. Auch hier können wir ein thermisches Problem ausschließen.


Mit dem Strix X299-E Gaming hat ASUS neben den beiden Rampage-VI-Modellen ein interessantes Mainboard aus der ROG-Familie für die Intel-Core-X-Prozessoren geschaffen. Zwar sind die Strix-Modelle im Vergleich zu den großen ROG-Modellreihen etwas abgespeckt worden, doch im Gegenzug fällt der Preis auch weniger intensiv aus. Dabei muss sich die gebotene Ausstattung keineswegs verstecken. Die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke gehören genau wie die acht SATA-6GBit/s-Ports zum Pflichtprogramm. Der VRM-Bereich besteht aus acht Spulen, welcher seinen Input von jeweils einem 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss erhält. Etwas Komfort bieten ein Power-Button und eine Debug-LED. Thermisch problematisch könnte der verbaute VRM-Kühler werden, wenn der Anwender das erweiterte Overclocking mit dem Strix X299-E Gaming vornimmt.

Für Grafikkarten und andere Erweiterungskarten stehen drei mechanische PCIe-3.0-x16- (inkl. Safe-Slot-Feature), dazu zwei PCIe-3.0-x4-Schnittstellen und ein PCIe-3.0-x1-Slot bereit. Je nach verwendeter LGA2066-CPU (16, 28 oder 44 Lanes) fällt die Laneaufteilung bei den großen Anschlüssen unterschiedlich aus. Neben den bereits angesprochenen acht SATA-Ports hat ASUS zudem auch zwei M.2-M-Key-Konnektoren mit verlötet. Einer wurde horizontal und der Andere vertikal ausgerichtet.

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An USB-Schnittstellen werden drei Stück mit der zweiten USB-3.1-Generation, acht Stück mit der ersten USB-3.1-Generation und vier USB-2.0-Buchsen geboten. Auch ist ASUS' USB-BIOS-Flashback-Feature mit an Bord. Netzwerktechnisch kann sich der Anwender zwischen der kabelgebundenen Verbindung über den Intel I219-V und der kabellosen Verbindung über das ebenfalls enthaltene WLAN-AC- und Bluetooth-4.2-Modul entscheiden. Mit dem SupremeFX-Feature kommt der Besitzer in den Genuss des ALC1220-Codecs von Realtek, der jedoch von neun Audiokondensatoren und einem Kopfhörerverstärker begleitet wird.

Auf dem PCB wurden zahlreiche FAN- und WaKü-Header verbaut, sodass die Gehäusebelüftung ordentlich optimiert werden kann. Auch dabei sind zwei RGB-Header, an denen die beiliegenden Adapterkabel angeschlossen werden können - so werden die dort angebrachten Leuchtmittel ein Teil des ASUS-Aura-Features. Von Haus aus beleuchtet sind das mittig platzierte ROG-Logo und ein kleiner Streifen auf der I/O-Blende. Die bekannte UEFI-Oberfläche hinterließ auch beim Strix X299-E Gaming einen guten Eindruck. Die Leistungsaufnahme ist für eine HEDT-Plattform als gut bezeichnen, gerade im Leerlauf.

Für das ASUS ROG Strix X299-E Gaming werden mindestens 327 Euro fällig, die natürlich kein Pappenstiel sind und zusammen mit dem Betrag einer LGA2066-CPU erstmal übrig sein müssen.

Positive Eigenschaften des ASUS ROG Strix X299-E Gaming:

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Strix X299-E Gaming:

Das ASUS ROG Strix X299-E Gaming stellt eine gute LGA2066-Basis für Enthusiasten dar, die zudem etwas Overclocking betreiben wollen. Trotz der aktuell reduzierten M.2-Leserate rücken wir den Excellent-Hardware-Award heraus!

Persönliche Meinung

Gerade für Anwender, die den LGA2066-Prozessor nicht immens übertakten wollen, bietet sich das Strix X299-E Gaming von ASUS an. Die gehobene Ausstattung und auch die gute Effizienz im Leerlauf hat mir sehr gut gefallen. Vom Preis her ist es mir persönlich zu teuer, das liegt allerdings an den hohen Kosten für die X299-Plattform insgesamt.

Preise und Verfügbarkeit
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