MSI Z270 Gaming M7 im Test - High-End-Platine mit vielen Overclocking-Eigenschaften

Veröffentlicht am: von

Artikel MSI Z270 Gaming M7 004 logoEiner der vier renommierten Mainboard-Hersteller fehlt natürlich noch in den Reihen der neuen Mainboardtests mit Intels Z270-Chipsatz: MSI. Der Hersteller mit Sitz in Taiwan hat auf der CES 2017 in Las Vegas das umfangreiche Mainboard-Lineup mit der Intel-200-Chipsatzserie vorgestellt. Ganze 36 verschiedene Modelle. Wir wurden von MSI zunächst mit dem Z270 Gaming M7 versorgt, bei dem es sich um ein Oberklasse-Modell aus der Enthusiast-Serie handelt. Unser Test klärt, wie gut sich das umfangreich ausgestattete Board in der Praxis schlägt.

MSI führt das umfangreiche Mainboard-Angebot weiterhin in vier verschiedenen Serien konsequent fort. Die Pro-, Arsenal-Gaming-, Performance-Gaming- und Enthusiast-Gaming-Serie. Anwender, die mit Absicht einen gehörigen Abstand vom Zusatz "Gaming" nehmen wollen, können sich für ein Modell aus dem Pro-Portfolio entscheiden. Aufgrund des unbestreitbaren Gaming-Trends, welcher derzeit herrscht, bietet MSI weiterhin unterschiedliche Bretter in den drei Gaming-Serien an.

Das Z270 Gaming M7, das wir in diesem Artikel auf die Probe stellen, gehört nicht nur der Enthusiast-Gaming-Serie an, sondern ist gleichzeitig das Flaggschiff von den Gaming-only-Modellen. Was des Weiteren auffällt, ist die Tatsache, dass MSI auf den kleinen Zusatz "A" hinter dem Chipsatz verzichtet. Dieser sollte zuvor darauf hinweisen, dass die Mainboards auch USB 3.1 Gen2 mit an Bord haben. Von denen bringt das Z270 Gaming M7 gleich drei Stück mit. Ferner sind auch zahlreiche Anschlüsse der ersten USB-3.1-Generation und der USB-2.0-Spezifikation mit vertreten.

Dem Anwender werden außerdem drei (mechanische) PCIe-3.0-x16- und drei PCIe-3.0-x1-Steckplätze sowie vier DDR4-DIMM-Speicherbänke überlassen. Luxuriös gestaltet sich hingegen der Storage-Bereich, der aus sechs SATA-6GBit/s-Buchsen, einem U.2-Port und satten drei M.2-Schnittstellen besteht. Nicht fehlen sollte da ein Gigabit-LAN-Anschluss und eine ausgewogene Onboard-Sound-Lösung. Für anspruchsvolle Aufrüster auf die Kaby-Lake-Plattform wird mit dem MSI Z270 Gaming M7 demnach einiges geboten. Nun wollen wir uns das Mainboard im Detail anschauen.

» zur Galerie

Bei der Optik nimmt MSI Abstand von der Rot-Schwarz-Optik und wechselt zum Grau-Schwarz-Farbschema. Mithilfe der RGB-LEDs möchte der Hersteller dem Anwender die farblichen Akzente selbst überlassen. Der graue Metallansatz beim PCH-Kühler ist dabei nicht nur optischer Natur. Von der Haptik fühlt sich der Kühlkörper sehr hochwertig an. Gefertigt wurde das Z270 Gaming M7 im ATX-Format und passt somit in jede Menge Gehäuse hinein.

Die Spezifikationen

Das MSI Z270 Gaming M7 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des MSI Z270 Gaming M7 in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
Z270 Gaming M7
CPU-Sockel LGA1151 (für Celeron G3xxx, Pentium G4xxx, Core i3-6xxx/7xxx, Core i5-6xxx/7xxx und Core i7-67xx/77xx)             
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin ATX12V
CPU-Phasen/Spulen 11 Stück
Preis ab 243 Euro
Webseite https://de.msi.com
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z270 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x4) über CPU
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z270

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6GBit/s über Intel Z270
3x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z270 (32 GBit/s, shared)
1x U.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z270

USB

3x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel, 1x über Header) über 2x ASMedia ASM2142
6x USB 3.1 Gen1 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z270
7x USB 2.0 (3x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z270

Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.2
1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Rivet Networks Killer E2500 Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Audio Boost 4 (2x Realtek ALC1220)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin Pump-FAN-Header
4x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)

» zur Galerie

Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

» zur Galerie

Für ein High-End-Mainboard fällt das Zubehör übersichtlich aus. Von den Pflichtbeigaben abgesehen, packt MSI neben vier SATA-Kabel ein LED-Verlängerungskabel, eine 2-Way-SLI-Brücke sowie die M-Konnektoren, einen Gaming-Sticker und SATA-Labels mit in den Karton. Auch liegt eine Infokarte zur Produktregistrierung bei.


Auch wenn der Unterschied zwischen der Intel-100- und der 200-Serie in Zahlen einen großen Unterschied bedeutet, so fällt der technologische Unterschied zwischen den Serien gering aus. Mit dem Z170-Chipsatz bietet Intel 20 Gen3-Lanes an. Der Z270-PCH kann vier Gen3-Lanes mehr bereitstellen und kommt somit auf ganze 24 Gen3-Lanes. Dadurch können vier weitere Lanes an weitere Komponenten verteilt werden. Beispielsweise kann ein weiterer M.2-Anschluss angeboten werden.

Die Kaby-Lake-Prozessoren bieten weiterhin limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden.

» zur Galerie

MSI verlötet auf dem Z270 Gaming M7 natürlich die "Titanium"-Spulen, insgesamt elf Stück, wenn wir von der Initiator-Spule absehen. Bei den MOSFETs setzt der Hersteller weiterhin auf die NIKOS-Modelle "PK616BA" und "PK632BA". Im Detail lässt sich erkennen, dass die beiden letzten Spulen der Vierer-Kette von insgesamt drei NIKOS-MOSFETs versorgt werden.

Bei den reinen Gaming-Mainboards unüblich ist der Schritt, mehr als einen 8-poligen EPS12V-Stromanschluss zu verlöten, der bereits einen Puffer von 336 Watt ermöglicht. MSI hat darüber hinaus auch einen 4-poligen ATX12V-Stromanschluss mit verbaut. Demnach beträgt der Gesamtpuffer für das Overclocking 528 Watt und damit mehr als genug.

Anders als bei den Grafikkarten müssen in diesem Fall jedoch nicht alle Stromanschlüsse ausgefüllt werden. Der zusätzliche 4-Pin-Anschluss kann in extremen Overclocking-Fällen von Vorteil sein.

» zur Galerie

Der uP9508Q von UPI-Semiconductor wurde als PWM-Controller vorgesehen und ist ein Hybrid-3+2-PWM-Chip. Auf der PCB-Rückseite halten sich fünf Phasen-Doubler-Chips auf, die ebenfalls von UPI kommen und dem PWM-Controller unter die Arme greifen müssen, da dieser nicht allein imstande ist, die Menge an Spulen zu managen.

» zur Galerie

Natürlich dürfen die vier DDR4-DIMM-Speicherbänke nicht fehlen, mit denen der Anwender die Arbeitsspeicher-Kapazität bis 64 GB ausbauen kann. Unschwer zu erkennen ist zudem das Steel-Armor-Feature. Neben dem 24-poligen ATX-Stromanschluss hat der Hersteller auch noch einen Teil des Onboard-Komforts hinterlassen, den wir zu einem späteren Zeitpunkt genauer beschreiben wollen.

Links daneben ist ein um 90 Grad angewinkelter USB-3.1-Gen1-Header zu sehen.

» zur Galerie

Für sämtliche Erweiterungskarten halten sich jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze bereit. Wie auch die DIMM-Speicherbänke wurden die großen PCIe-Slots mit dem Steel-Armor-Feature ausgestattet. In Sachen Anbindung hat es MSI leicht gelöst. Während die großen Steckplätze über den LGA1151-Prozessor angebunden sind, arbeiten die kleinen Anschlüsse mit dem Z270-PCH zusammen. Die folgende Tabelle erläutert die Anbindung:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-CrossFireX
Ohne Slot
- - - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - - -
PCIe 3.0 x16 x8/x4 (CPU) - x8 x4
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (CPU) - - x4

Den freien Platz zwischen den großen Steckplätzen hat MSI dazu genutzt, mit gleich drei M.2-Schnittstellen mit der M-Key-Kodierung zu füllen. Bei der mittleren Schnittstelle sehen wir den M.2-Shield. Seine Funktion ist nicht im Schutz des M.2-Moduls, sondern gleichzeitig in einer besseren Kühlung begründet. MSI hat uns unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass die M.2-Schnittstellen mit dem M.2-Shield für ein Intel-Optane-Modul vorbereitet sind, sofern im CPU-Sockel ein Intel-Prozessor der siebten Core-Generation (Kaby Lake) installiert ist.

Zwei von den M.2-Schnittstellen nehmen jeweils ein Modul mit einer Länge von 3 cm bis 8 cm auf. Im Oberen kann zudem wahlweise auch ein Modul mit einer Länge bis 11 cm eingesetzt werden.


» zur Galerie

Zu den weiteren Storage-Anschlüssen gehören außerdem sechs SATA-6GBit/s-Buchsen sowie ein U.2-Port.

Anschluss
Nutzbare SATA-Anschlüsse
M2_1PCIe-PCIe-PCIeSATASATASATASATASATA
M2_2PCIe-PCIePCIePCIePCIe-PCIePCIe-
M2_3PCIe/
SATA
PCIe/
SATA
---PCIe/
SATA
PCIe/
SATA
---
U.2_1--U.2U.2---U.2-U.2
SATA 1 Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein Nein Nein
SATA 2 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
SATA 3 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
SATA 4 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
SATA 5 Nein Nein Nein Nein Ja Nein Nein Nein Ja Nein
SATA 6 Nein Nein Nein Nein Ja Nein Nein Nein Ja Nein

Je mehr Storage-Anschlüsse verbaut werden, desto mehr Restriktionen sind an der Tagesordnung. Und ohne Restriktionen geht es leider auch beim MSI Z270 Gaming M7 nicht. Anhand der Tabelle fällt auf, dass die oberste M.2-Schnittstelle (M.2_1) mit dem SATA-Port 1 gekoppelt ist. Wird der M.2_1-Anschluss vorzugsweise im PCIe-Modus betrieben, kann der SATA-Port 1 dennoch normal verwendet werden. Im SATA-Modus hingegen wird der SATA-Port 1 blockiert.

Des Weiteren musste sich MSI etwas mit der M.2_3- und der U.2-Schnittstellen einfallen lassen. Schlussendlich teilen sich die beiden genannten Schnittstellen die Anbindung mit den SATA-Ports 5 und 6. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Modus die M.2_3-Schnittstelle arbeitet. Gänzlich davon unberührt sind die SATA-Buchsen 2, 3 und 4.

» zur Galerie

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Als vollständig kann das I/O-Panel bezeichnet werden. Mit jeweils einem DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang hat MSI die Möglichkeit geschaffen, die integrierte Grafikeinheit im LGA1151-Prozessor anzusprechen. Neben einer PS/2-Schnittstelle halten sich außerdem drei USB-2.0- sowie jeweils zwei Schnittstellen der ersten und zweiten USB-3.1-Generation bereit. Nicht zu vergessen sind einerseits der Gigabit-LAN-Port und die Audio-Anschlüsse. Für das komfortable Zurücksetzen des BIOS wurde auch an einen CMOS-Clear-Button gedacht.

Der vertikale USB-2.0-Anschluss wurde von MSI für die USB-Flashback-Funktion berücksichtigt. Mit diesem Feature kann der Anweder das BIOS aktualisieren, auch wenn auf dem Board weder ein Prozessor noch Arbeitsspeicher installiert sind.

» zur Galerie

Die Zusammenarbeit mit Nahimic wird auch bei der neuen MSI-Mainboard-Generation fortgesetzt. Mit dem Audio-Boost-4-Feature geht auch der Onboard-Sound in die neue Generation. Anstatt einen der neuen Realtek-ALC1220-Codecs zu verlöten, hat sich MSI gleich für zwei ALC1220 entschieden. Einer kümmert sich um die Front-Anschlüsse beim Gehäuse, der andere hingegen um die Audio-Schnittstellen am I/O-Panel. Aus diesem Grund ist das MSI Z270 Gaming M7 dazu in der Lage, zwei simultane Audio-Wiedergaben abzuspielen.

Dabei sind auch insgesamt 12 Nippon-Audiokondensatoren mit von der Partie, welche den Sound positiv beeinflussen sollen. Um Interferenzen zu vermeiden, wurde der gesamte Audiobereich gesondert vom Rest des PCBs mit einer künstlichen, transparenten Leiterbahn untergebracht.

Auf dem linken Bild sehen wir außerdem den Killer-E2500-Netzwerkcontroller von Rivet Networks. Er beschleunigt die Netzwerkpakete auf bis zu 1 GBit/s und priorisiert besonders die Online-Gaming-Pakete. Mit dem Treiber kann die Priorisierung vom Anwender angepasst werden. Im Test zum MSI Z170A Gaming M6 haben wir uns den E2500 genauer angeschaut.

Nicht übersehen werden kann natürlich auch der EMI-Shield mit der Aufschrift "VR Boost". MSI hat sich speziell für den Einsatz von Virtual Reality Gedanken gemacht und hat die beiden USB-3.1-Gen1-Anschlüsse am I/O-Panel mit einem Zusatzchip angepasst, damit das Virtual-Reality-Erlebnis nahezu fehlerfrei genossen werden kann.

» zur Galerie

Ähnlich wie es ASUS mit dem Maximus IX Formula gelöst hat, wurde von MSI gleich zwei ASMedia-ASM2142-USB-3.1-Gen2-Controller verbaut. Jeder der beiden Controller ist mit 16 GBit/s an den Z270-PCH angebunden und sorgt damit für ordentlich Leistung, wie unsere bisherigen Tests gezeigt haben. Der Controller auf dem obigen Bild steuert die beiden Schnittstellen am I/O-Panel.


» zur Galerie

Weiterhin wird auch ein TMDS-Level-Shifter benötigt. MSI setzt unverändert auf den NXP PTN3360DBS, welcher für die Regulierung von 5 Volt auf 3,3 Volt der HDMI-Schnittstelle zuständig ist. Dank HDMI-1.4b-Unterstützung ist er mit aktuellen Medien in der 4K-Auflösung und mit 3D-Inhalten vollständig kompatibel.

» zur Galerie

Wie zuvor angesprochen, widmen wir uns nun genauer dem Onboard-Komfort. Auf dem Bild oben ist nicht nur eine Diagnostic-LED zu sehen, sondern auch vier Status-LEDs (Debug-EZ) und dazu sechs Spannungsmesspunkte für die folgenden Spannungen: CPU, iGPU, DDR, VCCSA, VCCIO und PCH.

Ferner sind rechts daneben vier kleine Header verfügbar, an denen nachträglich Buttons angeschlossen werden können. Mit dem OC_FS1-Header wird das System bis zum UEFI geladen, ohne dass die OC-Fail-Meldung erscheint. In manchen Fällen kann eine OC-Retry-Funktion hilfreich sein. Damit wird das System mit denselben Overclocking-Settings erneut gestartet. Genau diese Funktion erfüllt der OC_RT1-Header. JSLOW1 und JLN1 werden dazu verwendet, im Falle einer extremen Übertaktung mit Stickstoffkühlung ein lauffähiges System zu erhalten, damit das System problemlos starten kann.

» zur Galerie

Natürlich sind auch ein Power- und Reset-Button mit an Bord. Rechts benachbart ist der Game-Boost-Knopf, der bereits in der letzten Mainboard-Generation auf einigen Modellen aufzufinden war. Der Knopf kann sowohl gedrückt (Instant-OC-Button) als auch gedreht werden und beinhaltet acht unterschiedliche Stufen mit unterschiedlichen Overclocking-Frequenzen. Diese fallen je nach CPU-Wahl auch unterschiedlich aus.

Bis auf den neuen Core i3-7350K wurden die restlichen K-Modelle berücksichtigt. Sowohl aus der sechsten (Skylake) als auch siebten (Kaby Lake) Core-Generation.

StufeCPU-Frequenz
Kaby LakeSkylake
i7-7700Ki5-7600Ki7-6700Ki5-6600K
Stufe 0  Game-Boost deaktiviert
Stufe 1  4,6 GHz* 4,3 GHz* 4,3 GHz* 4,0 GHz*
Stufe 2  4,7 GHz 4,4 GHz 4,4 GHz 4,1 GHz
Stufe 4  4,8 GHz 4,5 GHz 4,59 GHz 4,28 GHz
Stufe 6  4,9 GHz 4,6 GHz 4,69 GHz 4,38 GHz
Stufe 8  5,0 GHz 4,7 GHz 4,8 GHz 4,5 GHz
Stufe 10  5,1 GHz 4,8 GHz 4,9 GHz 4,6 GHz
Stufe 11  5,2 GHz 4,9 GHz 5,0 GHz 4,7 GHz
* On-The-Fly-Mode: Bei Betätigung des Instant-OC-Buttons wird die CPU ohne Systemneustart übertaktet.

Oben links darüber hält sich der Nuvoton NCT6795D-M als SuperI/O-Chip bereit, um die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten zu überwachen. Unten am PCB-Rand sehen wir auch den zweiten USB-3.1-Gen1-Header.

» zur Galerie

Unserer Ansicht nach fehlt dem MSI Z270 Gaming M7 die Möglichkeit, zwischen zwei BIOS-ROMs umzuschalten. Davon abgesehen wird nur ein BIOS-ROM geboten. Dieses Feature ist demnach wohl ausschließlich für das MPower/XPower Gaming Titanium reserviert. Ansonsten wurde das ATX-PCB anständig bestückt und das Layout ist durchaus gelungen.

An den üblichen Positionen wurden insgesamt sechs 4-Pin-FAN-Header verlötet, die sich nun auch allesamt steuern lassen. Einer von ihnen ist für den Einsatz einer Wasserpumpe prädestiniert. Dazu muss im UEFI der "Smart FAN Mode" aktiviert werden. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Doch selbst die Standard-Settings arbeiten bereits zufriedenstellend ruhig. Liegt die CPU-Temperatur unter der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 % der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 °C und 70 °C festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 % respektive 62,5 % betrieben werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl. Auf uns hinterlässt die Lüftersteuerung einen positiven Eindruck.

MSI hat auch bei den neuen 200-Series-Mainboards das "Guard-Pro"-Feature übernommen, welches in fünf Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz), Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen).


BIOS

Von MSI haben wir für das Z270 Gaming M7 die BIOS-Version 1.13 erhalten, die wir problemlos mit der M-Flash-Funktion aufspielen konnten.

» zur Galerie

MSI hat bei der grundlegenden Strukturierung keine Änderungen vorgenommen. Weiterhin gibt es auch die EZ-Mode-Oberfläche. Auf dieser Übersichtsseite erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

» zur Galerie

Bei der Advanced-Oberfläche wurde der MSI-Gaming-Drache gegen eine Metalloptik mit der Aufschrift "Enthusiast Gaming" ausgetauscht. MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt, der das aktuelle Level anzeigt (grüner Punkt). Rechts benachbart ist der XMP-Button, wie wir es bei MSI bereits gewohnt sind. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "Game Boost"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass vom Hardware- in den Softwaremodus gewechselt werden kann. Ergänzt wurde noch ein weiterer virtueller Knopf, mit dem die XMP-Funktion direkt aktiviert werden kann.

Der erste Punkt der insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Das Hauptaugenmerk des Boards ist zweifelsohne das Overclocking. Die extrem umfangreichen OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für den Overclocking-Enthusiasten kaum Wünsche offen. Dazu aber gleich mehr. Das integrierte M-Flash-Feature hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genau so ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann in vier Stufen einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, wo der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

» zur Galerie

Als Neuerung zählt einerseits eine Suchfunktion, mit der der Anwender gezielt zu den gewünschten Einstellungen gelangt. Mithilfe eines AVX-Multiplikator-Offsets lässt sich der CPU-Multiplikator - beim Einsatz von Software, die den AVX(2)-Befehlssatz verwendet - unter Last reduzieren. Als Resultat soll sich in diesem Fall die System-Stabilität erhöhen, während der Prozessor übertaktet ist.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

 

Overclocking

Auch wenn das Z270 Gaming M7 logischerweise hauptsächlich für den Gaming-Bereich optimiert ist, steht einer umfangreichen Übertaktung nichts im Wege. Ganz im Gegenteil: Elf CPU-Spulen feuern die LGA1151-CPU an und neben einem obligatorischen 8-Pin EPS12V-Stromanschluss wurde eine zusätzliche ATX12V-Strombuchse verbaut. Zusammen mit den UEFI-Einstellungen kann der K-CPU also auch ordentlich Beine gemacht werden.

MSI erlaubt beim Z270 Gaming M7 eine Veränderung des BCLK von 70 MHz bis 655,12 MHz. Die Intervalle betragen feine 0,06 MHz/0,07 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override, Adaptive und Offset zur Verfügung. Mit den ersten beiden Modi lässt sich die Spannung von 0,600 Volt bis 1,550 Volt fixieren. Der Adaptive-Mode erlaubt die Nutzung eines Offsets und gleichzeitig eine feste Spannung für den Turbo-Modus, sprich für die Last-Situation. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit 0,001 Volt bis 0,990 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z270 Gaming M7 in der Übersicht
Base Clock Rate 70 MHz bis 655,12 MHz in 0,06-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,550 V in 0,005-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU DMI, CPU PLL OC, CPU PLL SFR, DRAM VPP, DRAM VREF, PCH CLK
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 99 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU Current Capability, CPU Power Thermal Control, CPU Input Boot Voltage,
CPU Load-Line Calibration Level 1-9, Enhanced DRAM Training

Mit dem MSI Z270 Gaming M7 ist es uns gelungen, den Core i7-7700K mit stabilen 5 GHz zu betreiben. Im BIOS mussten wir eine CPU-Spannung von 1,290 Volt anlegen. Unterhalb davon stürzte das System mit einem Bluescreen ab.

» zur Galerie

Weiterhin schauen wir uns bei der Kaby-Lake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Das Extreme-Memory-Profile wurde absolut korrekt vom Z270 Gaming M7 umgesetzt und angenommen. Wir konnten die Latenzen im manuellen Modus noch ein wenig nach unten schrauben. Die VDIMM wurde währenddessen mit 1,35 Volt fixiert.

MSI Command Center

» zur Galerie

Darüber hinaus hat MSI auch noch das eigene Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.

MSI/Intel Extreme Tuning Utility

» zur Galerie

Auf der Treiber- und Software-DVD lässt sich das MSI/Intel Extreme Tuning Utility finden, das der eine oder andere bereits kennt:

Das XTU ermöglicht das Overclocking der CPU und des Arbeitsspeichers direkt unter Windows. Mit integriert ist auch ein Hardware-Monitor, womit sich die CPU-Temperatur, deren aktuell anliegende Taktfrequenz und andere interessante Punkte überwachen lassen. Neben den Taktfrequenzen für CPU und RAM ist auch gleich die Spannung regulierbar. Die Aktivierung der gewählten Einstellungen erfolgt nicht in Echtzeit, Änderungen werden vorerst zwischengespeichert. Erst nach einem Neustart des Systems sind die Settings dann auch aktiv. Hinterher kann die Konfiguration auch gleich mit dem implementierten Stress-Test auf Stabilität geprüft werden. Wurden die passenden und stabilen Einstellungen gefunden, können sie in praktischen Profilen hinterlegt werden.


Mit diesem Testsystem haben wir das MSI Z270 Gaming M7 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.400 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Z270 Gaming M7 mussten wir die Enhancement-Turbo-Funktion ausschalten, damit ein fairer Vergleich ermittelt werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2016

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Bei den Performancetests gibt es keine große Überraschungen, was verständlich ist.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Der Unterschied zum ASRock Z270 Killer SLI ist natürlich schon groß, jedoch gehört das MSI Z270 Gaming M7 zu den besser ausgestatteten LGA1151-Mainboards, sodass etwas mehr Zeit für die Komponenten-Initialisierung benötigt wird. Mit 12,27 Sekunden schlägt sich das MSI-Brett aber keinesfalls schlecht.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI Z270 Gaming M7 hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller und zwei Audio-Codecs tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Vom ASRock Z270 Killer SLI einmal abgesehen, liegen die restlichen drei Probanden im Leerlauf in etwa auf demselben Niveau. Mit dem MSI Z270 Gaming M7 zeigte unser Verbrauchsmessgerät einen Wert von 41,7 Watt an

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Teillast mit Cinebench positioniert sich das MSI-Board mit 125,7 Watt auf dem dritten Platz. Das ASUS Maximus IX Formula und vor allem das ASRock Z270 Killer SLI waren ein Stück effizienter unterwegs.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich sehen die Ergebnisse auch unter voller Belastung aus. Unser Testsystem zog mit der MSI-Platine 131,8 Watt aus der Steckdose.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

In Sachen CPU-Spannung legte das MSI Z270 Gaming M7 1,229 Volt an.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir keine für uns relevanten Komponenten deaktivieren, die zu einer Stromverbrauchsersparnis geführt hätten.

In der Summe betrachtet liegt das MSI Z270 Gaming M7 gerade im Leerlauf im normalen Bereich und zeigt sich dort besonders effizient. Unter den beiden Lastzuständen liegt der Verbrauch eher im Durchschnitt.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das MSI Z270 Gaming 7 stellt drei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen über zwei ASMedia-ASM2142-Controller bereit. Dabei gibt es am I/O-Panel jeweils eine Typ-A- und eine Typ-C-Ausführung. Des Weiteren hält sich auf dem Board der neue USB-3.1-Gen2-Header für einen Typ-C-Anschluss bereit. Bei einer theoretischen Bandbreite von 10 GBit/s bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht ist, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

» zur Galerie

Bei der USB-3.1-Gen2-Performance gibt es nichts zu beanstanden. Im Lesen konnten wir sehr gute 939 MB/s und im Schreiben gute 871 MB/s festhalten. Das ist mehr als solide.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das MSI Z270 Gaming 7 insgesamt sechs Stück an. Am I/O-Panel kann auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die alle Anschlüsse direkt mit dem Z270-PCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

» zur Galerie

Für die USB-3.1-Gen1-Spezifikation fallen die ermittelten Ergebnisse ebenfalls gut aus. Der Z270-PCH konnte das RAID-0-Verbund auf 444 MB/s lesend und 462 MB/s schreibend anständig beschleunigt.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI Z270 Gaming 7 stellt drei SATA-Express-Buchsen bereit und ist damit bereits vollständig belegt. Allesamt arbeiten sie nativ mit dem Z270-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

» zur Galerie

In Sachen SATA-6GBit/s-Leistung hätte die Schreibleistung minimal besser ausfallen können. Erreicht wurden aber dennoch ziemlich hohe 510 MB/s. Die Lesedurchsatzrate kletterte bis auf 554 MB/s.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der Kaby-Lake-S-Plattform. Mithilfe der Intel-200-Chipsatzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze eine anständige Performance, dank den jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir nun die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Z270-Chipsatz.

» zur Galerie

In der derzeitigen Performanceklasse über das NVMe-Protokoll wurden mit dem SM961-Modul wieder sehr hohe Datenraten von 3.380 MB/s lesend und 1.520 MB/s schreibend erreicht. Somit wurden die Herstellerangaben auch mit dem MSI Z270 Gaming M7 übertroffen.


Pünktlich zur CES 2017 in Las Vegas wurde von MSI das neue LGA1151-Mainboard-Lineup mit 36 verschiedenen Mainboards offiziell präsentiert. Zu den 36 Mainboards gehört auch das nun von uns getestete Z270 Gaming M7 aus der Enthusiast-Gaming-Serie. Von den Modellen MPower/XPower-Gaming-Titanium-Varianten abgesehen, handelt es sich beim Z270 Gaming M7 um das Flaggschiff der Gaming-only-Mainboards von MSI für die neuen Kaby-Lake- und "alten" Skylake-Prozessoren. Wobei der Ausdruck "Gaming-only" zumindest beim Z270 Gaming M7 eigentlich nicht gerechtfertigt ist, wie sich bei unserem Overclocking-Test herausgestellt hat. Mit dem Z270 Gaming M7 konnten wir den Core i7-7700K (Hardwareluxx-Test) stabil mit 5 GHz betreiben.

Der Grund ist unter anderem, dass MSI dem Z270 Gaming M7 Ausstattung mit auf den Weg gegeben hat, die eigentlich nur bei Overclocking-Brettern im Stile von MPower/XPower-Gaming-Titanium anzutreffen sind. Abseits einer LN2- und Slow-Funktion für extremes Overclocking inklusive Stickstoffkühlung hat der taiwanische Hersteller außerdem Spannungsmesspunkte und bei der CPU-Stromversorgung neben einem 8-poligen EPS12V- einen zusätzlichen 4-poligen ATX12V-Stromanschluss berücksichtigt. Die vom Anwender eingesetzte LGA1151-CPU wird dabei von elf Spulen angetrieben. Dabei wurde von den MSI-Ingenieuren außerdem Onboard-Komfort, wie ein Power- und Reset-Button sowie den Game-Boost-Knopf zur leichteren aber wohlmöglich nicht stabilen Übertaktung berücksichtigt. Es hängt dabei von der Chip-Güte ab.

Aber auch bei der Optik schlägt MSI nun einen anderen Weg ein. Weg von Rot-Schwarz und hin zu Grau-Schwarz. Die restliche farbliche Gestaltung wird dem Anwender mithilfe des Mystic-Light-Features (RGB-LEDs) verteilt auf dem ATX-PCB selbst überlassen. Überlassen wird dem Anwender natürlich auch eine sehr gehobene Ausstattung, die zu der Modellbezeichnung durchaus passt. In den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken lassen sich bis zu 64 GB Arbeitsspeicher installieren. Dabei wurden die DIMM-Bänke genau wie die drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätze mit dem Steel-Armor-Feature ausgestattet. Hinzu kommen dann noch drei PCIe-3.0-x1-Slots. Zwischen den Erweiterungssteckplätzen wurden auf intelligente Art und Weise gleich drei M.2-Schnittstellen mit der M-Key-Kodierung eingelassen. Die mittlere Schnittstelle, die den kühlenden M.2-Shield beherbergt, ist gleichzeitig für Intels Optane-SSD vorbereitet (nur mit Kaby-Lake-CPU).

» zur Galerie

Zur weiteren Storage-Ausstattung dürfen sich sechs SATA-6GBit/s-Buchsen und ein U.2-Port zählen. Aufgrund der anhaltenden Restriktionen können jedoch nicht alle Schnittstellen simultan genutzt werden. Die Schuld ist jedoch nicht bei MSI zu suchen. Ohne Frage werden auch zahlreiche USB-Schnittstellen geboten. Sieben Stück der USB-2.0-, sechs Stück der ersten USB-3.1- und drei an der Zahl nach der zweiten USB-3.1-Generation. Zwei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse (jeweils 1x Typ-A und Typ-C) befinden sich am I/O-Panel, eine weitere Typ-C-Variante befindet sich in neuer Header-Form für neuere Gehäuse an Bord. Für die Realisierung verlötet MSI gleich zwei ASMedia ASM2142 als USB-3.1-Gen2-Controller.

Wo manchen Interessenten ein Audio-Codec vollends ausreicht, verbaut MSI beim Z270 Gaming M7 gleich zweimal den neuen Realtek ALC1220. Während einer sich um die Audio-Anschlüsse am I/O-Panel kümmert, zeigt sich der Andere für den Front-Sound verantwortlich. Zusammen mit 12 Nippon-Audiokondensatoren ist MSI nun beim Audio-Boost-4-Pro-Feature angelangt. Bei der Wahl des Netzwerkcontrollers entschieden sich die Taiwaner für den Killer E2500 von Rivet Networks, welcher die Netzwerkpakete beim Online-Gaming mit hoher Priorität behandelt.

Im Großen und Ganzen wurden an der UEFI-Oberfläche nur geringe Änderungen vorgenommen. Neu ist eine Suchfunktion, um gezielt zu den gewünschten Einstellungen zu gelangen. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, den CPU-Multiplikator bei AVX(2)-Anwendungen zu reduzieren, um die Overclocking-Stabilität zu erhöhen. Dies ist jedoch rein optional. An der Gesamtstabilität gibt es nichts auszusetzen. Die Effizienz weiß gerade im Idle zu gefallen, unter Last wurden jedoch nur durchschnittliche Verbrauchswerte erreicht.

Bleibt nur noch die Preisfrage übrig. Von der Ausstattung her ist die des MSI Z270 Gaming M7 mit dem ASUS Maximus IX Formula vergleichbar. Doch während das MSI Z270 Gaming M7 ab etwa 243 Euro erstanden werden kann, müssen für das ASUS Maximus IX Formula (Hardwareluxx-Test) mindestens 360 Euro auf die (virtuelle) Ladentheke gelegt werden. Nichtsdestotrotz sind die roundabout 250 Euro für die MSI-Platine natürlich auch kein Pappenstiel. Insgesamt hat MSI mit dem Z270 Gaming M7 unserer Ansicht nach ein gutes Produkt für Intels neue Kaby-Lake-Prozessoren auf die Beine gestellt.

Positive Eigenschaften des MSI Z270 Gaming M7:

Negative Eigenschaften des MSI Z270 Gaming M7:

Wer nun mit Intels Kaby-Lake-Prozessoren aufrüsten möchte und dabei eine qualitativ hochwertige High-End-Gaming-Platine sein Eigen nennen möchte, trifft mit dem MSI Z270 Gaming M7 eine durchaus gute Wahl.

eh msi z270 Gaming m7

Alternativen? Von einem minimalen Preis von 243 Euro für das MSI Z270 Gaming M7 existieren nach unten hin natürlich jede Menge Alternativen, wenn dabei beachtet wird, dass dann auch bei der Ausstattung eingespart werden muss. Eine Möglichkeit wäre auch das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 (Hardwareluxx-Test), das als Besonderheit einen Thunderbolt-3.0/USB-3.1-Gen2-Controller erhalten hat und bis auf die hohe Leistungsaufnahme auch eine gute Figur gemacht hat.

 

Persönliche Meinung

Wenn ich vom Killer-E2500-Netzwerkcontroller und von der RGB-LED-Beleuchtung absehe, hat mir das MSI Z270 Gaming M7 außerordentlich gut gefallen. Von der Ausstattung her ist es mehr als gut aufgestellt und zusammen mit den erweiterten Overclocking-Funktionen, die im Gaming-only-Bereich nicht selbstverständlich sind, dürfte das MSI Z270 Gaming M7 viele Umrüster ansprechen. Kein Wunder, dass der Preis da ein klein wenig höher ausfällt.

Aber glücklicherweise gibt es nach unten hin noch zahlreiche andere attraktive Alternativen. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar