ASRock Z270 Killer SLI im Test - Sehr gute Effizienz dank moderater Ausstattung

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Artikel ASRock Z270 Killer SLI 004 logoAuch im gerade begonnenen Jahr 2017 gehört ASRock weiterhin zu den renommiertesten Mainboard-Herstellern. Für die neuen Intel-Kaby-Lake-Prozessoren hat ASRock auch so einige Platinen vorbereitet. Da nicht jeder Aufrüster eine üppige Ausstattung als Voraussetzung nennt, kann das Z270 Killer SLI von ASRock eine interessante Platine sein. Ob sich das hinterher auch preislich lohnt, wollen wir in diesem Artikel herausfinden.

Für einen vergünstigten Anschaffungspreis möchte ASRock mit dem Z270 Killer SLI die Käuferschaft für sich gewinnen. Das Z270 Killer SLI wurde im schmlaren ATX-Format gefertigt und bringt für viele Nutzer bereits ausreichende Ausstattungsmerkmale. Wie die meisten LGA1151-Mainboards auch wurden vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verlötet. An Erweiterungssteckplätzen halten sich zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und vier PCIe-3.0-x1-Steckplätze bereit. Durch die ersten beiden Slots wird also das "SLI" in der Modellbezeichnung gerechtfertigt.

SSDs und HDDs können an sechs SATA-6GBit/s-Ports und zwei M.2-Schnittstellen angeschlossen werden, hinzu kommen acht USB-3.1-Gen1- und vier USB-2.0-Anschlüsse für die Erweiterung mit USB-Geräten. Für eine oder gar zwei USB-3.1-Gen2-Buchsen hat es hingegen nicht gereicht. Für die Ansteuerung der Grafikeinheit kann der Anwender jeweils einen HDMI-1.4b- und DVI-D-Grafikausgang verwenden. Ein Gigabit-LAN-Port und ein Onboard-Codec befinden sich natürlich auch auf dem PCB.

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Liebhaber einer Schwarz-Weiß-Optik kommen beim ASRock Z270 Killer SLI natürlich voll auf ihre Kosten, denn das PCB selbst ist schwarz und mittig ist ein weißes "K" sichtbar, das auf die Killer-Bezeichnung hinweisen soll. Die Anschlüsse selbst sind ebenfalls in Schwarz gehalten. Lediglich das I/O-Panel-Cover, das sich bis nach unten zum Audio-Bereich erstreckt, ist weiß. Der PCH-Kühler wurde farblich so angepasst, dass beim "K" keine Unterbrechnung stattfindet.

Die Spezifikationen

Das ASRock Z270 Killer SLI wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des ASRock Z270 Killer SLI in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z270 Killer SLI
CPU-Sockel LGA1151 (für Celeron G3xxx/G4xxx, Pentium G4xxx/G5xxx, Core i3-6xxx/7xxx, Core i5-6xxx/7xxx und Core i7-67xx/77xx)             
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 10 Stück
Preis noch nicht bekannt
Webseite http://asrock.de/
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z270 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über CPU
4x PCIe 3.0 x1 über Intel Z270

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

6x SATA 6GBit/s über Intel Z270
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z270 (32 GBit/s, shared)

USB

8x USB 3.1 Gen1 (6x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z270
4x USB 2.0 (4x über Header) über Intel Z270

Grafikschnittstellen 1x DVI-D
1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth Intel Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac Dual-Band
(2,4 GHz/5 GHz, max. 433 MBit/s), Bluetooth 4.0
(nur beim ASRock Z270 Killer SLI/ac)
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC892
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Bei Einstiegsmodellen wird in der Regel nicht viel Zubehör mit auf den Weg gegeben. So auch beim ASRock Z270 Killer SLI. Die obligatorische I/O-Blende, mehrere Guides und natürlich die Support-DVD dürfen nicht fehlen. Darüber hinaus hat das Unternehmen zwei SATA-Kabel, eine SLI-HB-Bridge für zwei NVIDIA-Pascal-Grafikkarten und zwei M.2-Schrauben beigelegt. Als Gimmick liegt auch eine Postkarte in der ASRock-Killer-Optik bei.


Auch wenn der Unterschied zwischen der Intel-100- und der 200-Serie in Zahlen einen großen Unterschied bedeutet, so fällt der technologische Unterschied zwischen den Serien gering aus. Mit dem Z170-Chipsatz bietet Intel 20 Gen3-Lanes an. Der Z270-PCH kann vier Gen3-Lanes mehr bereitstellen und kommt somit auf ganze 24 Gen3-Lanes. Dadurch können vier weitere Lanes an weitere Komponenten verteilt werden. Beispielsweise kann ein weiterer M.2-Anschluss angeboten werden.

Die Kaby-Lake-Prozessoren bieten weiterhin limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden.

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ASRock verwendet für die CPU-Spannungsversorgung zehn 40A-Spulen. Jede Spule wird dabei selbst von zwei MOSFETs mit Strom versorgt, die mit Push-Pin-Kühlern auf Temperatur gehalten werden. Damit der Betrieb jedoch ordnungsgemäß funktioniert, muss der 8-polige EPS12V-Stromanschluss vom Netzteil belegt werden. Im Falle einer Übertaktung steht ein Puffer von 336 Watt zur Verfügung. Bei den Kondensatoren handelt es sich um 12K-Modelle von Nichicon.

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Der Intersil ISL95856 nimmt seine Arbeit als PWM-Controller auf. Er ist jedoch nicht in der Lage, die zehn Spulen alleine zu steuern. Aus diesem Grund hat ASRock außerdem zwei Phasen-Doubler mit verlötet.

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Beim Z270 Killer SLI wurden vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verbaut. Dies bedeutet einen maximalen Arbeitsspeicherausbau bis 64 GB.

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Auch wenn in der Modellbezeichnung das "SLI" inkludiert ist, unterstützt die ASRock-Platine dennoch auch CrossFireX. Bedingt durch die beiden mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätze ist also maximal ein 2-Way-Multi-GPU-Verbund möglich. Dabei sind die beiden Slots an die LGA1151-CPU (16 Gen3-Lanes) eingebunden, was bei voller Belegung bedeutet, dass eine x8/x8-Aufteilung erfolgt. Des Weiteren halten sich jedoch auch vier PCIe-3.0-x1-Anschlüsse bereit. Sie wurden nativ an den Z270-PCH gekoppelt.

Die folgende Tabelle macht die Anbindung übersichtlicher:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8
Ohne Slot - - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - -

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Die Zwischenräume oben und unten hat ASRock mit zwei M.2-M-Key-Schnittstellen effizient genutzt. Dadurch lassen sich zwei SSD-Module mit einer Länge zwischen 3,2 cm bis 11 cm einsetzen. Arbeitet das Modul im SATA-Modus, so gibt es kleine Restriktionen zu beachten. Wird der obere M.2-Steckplatz im SATA-Modus betrieben, wird der SATA-Port 5 deaktiviert. Beim unteren M.2-Anschluss kann der SATA-Port 0 nicht mehr verwendet werden. Freie Bahn mit jeweils vier Gen3-Lanes heißt es hingegen mit dem PCIe-Modus über das NVMe-Protokoll.

Neben den M.2-Slots wurden außerdem sechs nativ angebundene SATA-6GBit/s-Buchsen verlötet, die glücklicherweise um 90 Grad angewinkelt wurden.


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Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Die Anschlussmöglichkeiten am I/O-Panel fallen durchschnittlich aus. Mit dem HDMI-1.4b- und DVI-D-Grafikausgang kann die Grafikeinheit im LGA1151-Prozessor angesprochen werden. Abgesehen von der PS/2-Schnittstelle wurden sechs USB-3.1-Gen1-Anschlüsse berücksichtigt. USB 3.1 Gen2 ist damit leider nicht mit an Bord. Übrig bleiben ein Gigabit-LAN-Port und die fünf 3,5-mm-Audiojacks sowie ein Toslink-Anschluss. Wer das Z270 Killer SLI/ac besitzt, erhält außerdem ein Intel-WLAN-AC- und Bluetooth-4.0-Modul, das zwischen dem DVI-D-Grafikausgang und den beiden USB-3.1-Gen1-Typ-A-Buchsen untergebracht wird.

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Als SuperI/O-Chip wurde Nuvotons NCT6791D verlötet, der sich um die Überwachung der Temperaturen, Spannungen und Lüftergeschwindigkeiten kümmert.

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Auf dem Z270 Killer SLI kommt weder der ALC1150 noch der neuere ALC1220 zum Einsatz, sondern der ALC892. Direkt neben dem Codec halten sich jedoch vier Audiokondensatoren auf, die den Klang dann doch etwas verbessern sollen.

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Last but not least verlötet ASRock den Intel-I219-V-Netzwerkcontroller, der auf eine maximale Datenrate von 1 GBit/s kommt und auch Funktionen wie VLAN und Wake-on-LAN mitbringt.

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Am Gesamt-Layout gibt es wenig zu beanstanden. Loben müssen wir ASRock für den freien Platz unter dem oberen PCIe-3.0-x16-Slot, sodass mit einer Dual-Slot-Grafikkarte kein Steckplatz überdeckt und unbrauchbar wird.

Insgesamt lassen sich vier Lüfter anklemmen. Dafür sorgen vier 4-Pin-FAN-Header. Von diesen lassen sich glücklicherweise alle manuell regeln. Im BIOS stehen die Modi "Silent Mode", "Standard Mode", "Performance Mode" und "Full Speed" zur Verfügung. Reichen die vordefinierten Profile nicht aus, können manuelle Einstellungen vorgenommen werden, wenn "Customize" aktiviert wird. So lassen sich vier Temperatur/Lüftergeschwindigkeitsstufen und eine kritische Temperaturgrenze festlegen.


BIOS

Auf dem Z270 Killer SLI war zum Testzeitpunkt die aktuellste BIOS-Version L1.11B installiert, die bereits einen guten Eindruck hinterlassen konnte. Bezogen auf das Overclocking haben sich jedoch einige Probleme ergeben, doch dazu später mehr.

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ASRock hat in Sachen UEFI alles beim Alten gelassen. Die Taiwaner haben weiterhin eine Übersichtsseite implementiert, die den Anwender über wichtige Parameter auf einen Blick informiert. So lassen sich oben nicht nur die Uhrzeit, das aktuelle Datum, die CPU-Temperatur, Mainboard-Temperatur und die CPU-Spannung ablesen, sondern auch das Mainboard-Modell, die installierte BIOS-Version und das Prozessormodell inklusive Grundtakt. Auch in welchen DIMM-Slots Module und wieviel Arbeitsspeicher generell installiert ist, lässt sich ablesen. Auf Wunsch und sofern vorhanden, lässt sich auch das Extreme-Memory-Profile aktivieren. Direkt darunter kann eingesehen werden, welche Storage-Geräte an welchem Anschluss stecken. Dazu kann auch per Drag & Drop die Boot-Priorität verändert werden. Dazwischen werden die Lüftergeschwindigkeiten angezeigt.

Mittels "CPU EZ OC" kann die automatische Übertaktung gestartet werden. Unten rechts können der "System Browser", "Instant Flash" und "Internet Flash" gelauncht werden. 

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Farblich wurde das UEFI von ASRock an die Fatal1ty-Serie in Rot angepasst. Auch fehlt hier die "My Favorite"-Funktion nicht. Mit diesem Feature können durch den Anwender sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Unter "OC Tweaker" findet der Anwender sämtliche Overclocking-Funktionen. Statt die meisten Funktionen auf einer Seite zu lassen, wurden sie in vier Menüpunkte aufgeteilt: CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration. Alle gewählten Einstellungen können auf insgesamt fünf verfügbaren Profilplätzen gesichert werden. Die Profile lassen sich auf einen USB-Stick sichern und auch wieder ins UEFI importieren. Auf der "Advanced"-Seite kann wie immer auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Im Anschluss folgt der "Security"-Reiter, bei dem das UEFI beispielsweise mit einem Kennwort geschützt werden kann, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere zum Starten relevante Einstellungen festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Boot" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir haben am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm ausgeführt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und wir hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität absolut hervorragend.

 

Overclocking

Dadurch, dass die ASRock-Platine den Z270-Chipsatz besitzt, ist das Overclocking mit dem Core i5-6600K/7600K und dem Core i7-6700K/7700K generell möglich. Rein von den zehn Spulen zu urteilen, ist je nach CPU eine Takterhöhung drin.

Mit dem ASRock Z270 Killer SLI kann eine Veränderung des BCLK von 100 MHz bis 538,02 MHz vorgenommen werden. Die Intervalle betragen feine 0,1 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Mit dem Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,900 Volt bis 1,520 Volt in 0,005-Volt-Intervallen fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -100 mV bis +500 mV ansprechend aus. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z270 Killer SLI in der Übersicht
Base Clock Rate 100,0 MHz bis 538,2 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,900 V bis 1,520 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-100 mV bis +500 mV in 5-mV-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,550 V in 0,050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 1,050 V bis 1,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,950 V bis 1,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 1,000 V bis 1,150 V in 0,050-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen VCCST, DRAM Activating Power Supply, CPU Internal PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 51 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
Load-Line Calibration Level 1-4

In Sachen Overclocking verhält sich das ASRock Z270 Killer SLI ähnlich wie das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7. Mit dem Core i7-7700K waren höchstens 4,8 GHz stabil möglich. Im BIOS mussten wir eine Spannung von 1,270 Volt festlegen. Damit wir mit diesen Settings die Stabilität überprüfen konnten, mussten wir jedoch etwas tricksen. Nachdem die gewählten Einstellungen vom BIOS gespeichert wurden, fror das System während des Windows-Bootvorgangs ein. Der Workaround besteht aus einem anschließenden erzwungenen Ausschalten und erneutem Einschalten des Systems.

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Weiterhin schauen wir uns bei der Kaby-Lake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Mit dem Extreme-Memory-Profil arbeitete die ASRock-Platine absolut reibungslos. Auch manuell konnten wir das Mainboard dazu überreden, mit einem effektiven Takt von 3.000 MHz zu arbeiten. Die VDIMM lag in beiden Situationen natürlich bei 1,35 Volt.


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z270 Killer SLI getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.400 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z270 Killer SLI mussten wir das Multi-Core-Enhancement-Feature ausschalten, damit ein fairer Vergleich ermittelt werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2016

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Performancewerte entsprechen den Erwartungen und dies gilt für alle drei bisher getesteten Mainboards.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Eines müssen wir dem ASRock Z270 Killer SLI zeifellos anerkennen. Es bootet verdammt schnell mit weniger als zehn Sekunden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z270 Killer SLI hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Der Vorteil des ASRock Z270 Killer SLI liegt beim Stromverbrauch anhand der geringeren Ausstattung, wenn wir diese mit dem ASUS Maximus IX Formula und dem Gigabyte GA-Z270X-Gaming vergleichen. Im Leerlauf konnten wir mit der ASRock-Platine einen Gesamtverbrauch von gerade einmal 34,7 Watt ermitteln. Weit davon abgeschlagen sind die anderen beiden Mainboards.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Der große Unterschied verringert sich jedoch beim Cinebench-Lauf. Das Strommessgerät zeigte 117,1 Watt an und liegt damit 5,1 Watt vor dem ASUS Maximus IX Formula, das 122,2 Watt verbraucht hat.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Je höher die Systemauslastung desto geringer ist der Unterschied zum ASUS-Brett. Das ASRock Z270 Killer SLI verbrauchte zusammen mit dem Restsystem bei Prime95 125,1 Watt. Die Differenz zum ASUS-Unterbau liegt bei lediglich drei Watt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

CPU-Z zeigte eine CPU-Spannung unter Volllast von 1,2 Volt an und legt damit von allen drei Platinen am wenigsten Spannung an.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Da wir keine Komponenten deaktivieren konnten, kommen dieselben Verbrauchswerte infrage.

Gerade im Leerlauf konnte das ASRock Z270 Killer SLI auf ganzer Linie überzeugen. Aber auch, wenn es unter Last zur Sache ging, lag die Leistungsaufnahme absolut im Rahmen.


USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das ASRock Z270 Killer SLI insgesamt acht Stück an. Am I/O-Panel kann auf sechs Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen beiden können über den internen Header erreicht werden. Dabei arbeiten die alle Schnittstellen direkt mit dem Z270-PCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir die USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet. Diese besteht aus einem externen Gehäuse des Typs Akitio NT2 U3.1, in dessen Inneren zwei OCZ-Vector-150-SSDs mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB im RAID-0-Verbund arbeiten.

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Der Intel-USB-3.1-Gen1-Controller ermöglicht sehr gute USB-3.1-Gen1-Werte. Im Lesen wurden bis zu 441 MB/s und im Schreiben bis zu 463 MB/s erreicht. Damit wird die Spezifikation nahezu ausgereizt.

 

SATA-6G-Performance

Das ASRock Z270 Killer SLI stellt sechs SATA-6GBit/s bereit und ist damit bereits vollständig belegt. Allesamt arbeiten sie nativ mit dem Z270-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Die Leseleistung beim SATA-6GBit/s-Controller von Intel liegt mit maximal 554 MB/s im grünen Bereich. Lediglich im Schreiben hätte die Performance etwas besser ausfallen können. Erreicht wurden maximal 514 MB/s.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der Kaby-Lake-S-Plattform. Mithilfe der Intel-200-Chipsatzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze eine anständige Performance, dank den jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir nun die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Z270-Chipsatz.

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Gute Nachrichten können wir über die M.2-Performance berichten. Die Leserate kletterte auf 3.380 MB/s und die Schreibrate auf 1.515 MB/s.


Das Z270 Killer SLI von ASRock ist nur eines von vielen neuen LGA1151-Mainboards mit der Intel-200-Chipsatzserie. Von den ASRock-Modellen gehört dieses Modell jedoch eher zu den (hochpreisigen) Einsteiger-Mainboards. Gefertigt wurde das Z270 Killer SLI im schmaleren ATX-Format und bietet dennoch genügend Platz für eine ausgewogene Ausstattung. So wird die LGA1151-CPU von zehn Spulen angetrieben, die auch beim Overclocking nicht den Dienst verweigern. Auf Onboard-Komfort, wie einen Power- oder einen Reset-Button, muss der Anwender hingegen gänzlich verzichten. Doch hat ASRock vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verlötet, in denen der Anwender bis zu 64 GB Arbeitsspeicher verstauen kann.

Ohne die beiden mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätze hätte das ASRock Z270 Killer SLI auch den SLI-Zusatz nicht verdient. Die beiden Steckplätze wurden auch mit dem Steel-Slot-Feature versehen. Des Weiteren stehen auch noch vier PCIe-3.0-x1-Anschlüsse zur Verfügung. Der Storage-Bereich wird nicht nur aus den sechs SATA-6GBit/s-Buchsen gebildet, sondern außerdem aus den beiden M.2-M-Key-Schnittstellen. In Letzteren lässt sich jeweils ein Modul mit einer Länge von 3 cm bis 8 cm einsetzen.

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Acht USB-Schnittstellen mit der USB-3.1-Gen1- und vier Anschlüsse mit der USB-2.0-Spezifikationen werden dem Besitzer ebenfalls in die Hand gegeben. Am I/O-Panel befindet sich auch ein Typ-C-Anschluss, doch handelt es sich in diesem Fall nicht um eine USB-3.1-Version der zweiten Generation. Ein USB-3.1-Gen2-Controller hat es leider nicht auf das Z270 Killer SLI geschafft. Soll die Grafikeinheit im Prozessor angesprochen werden, kann der HDMI-1.4b- und der DVI-D-Grafikausgang genutzt werden. Die Netzwerkverbindung erfolgt über einen Gigabit-LAN-Port, für den sich der Intel I219-V verantwortlich zeigt. Sollte das Z270 Killer SLI/ac genommen werden, steht zudem ein WLAN-AC- und Bluetooth-4.0-Modul zur Verfügung. Bei beiden Modellen ist jedoch eine Onboard-Sound-Lösung mit dem Realtek ALC892 inkludiert. Warum ASRock hier nicht zumindest den ALC1150 oder gar den ALC1220 verbaut, können wir nicht beantworten.

Als UEFI kommt die bekannte ASRock-Oberfläche zum Einsatz. Funktionell haben wir keine Probleme feststellen können. Allerdings mussten wir für den Overclocking-Test manuell Hand anlegen, damit die hohen Taktraten stabil betrieben werden konnten. In diesem Bereich könnte ASRock also noch etwas nachbessern. Loben müssen wir die Leistungsaufnahme: Im Idle wurde ein hervorragender Verbrauchswert erreicht und auch unter Last lag die Leistungsaufnahme im normalen Bereich.

Derzeit wird die Platine ab etwa 150 Euro angeboten. Mit Blick auf die Ausstattung und die Konkurrenz ist das recht viel, oftmals sinken die Preise direkt nach der Markteinführung noch etwas. Auf demselben Preisniveau wird aktuell das MSI Z270 SLI Plus gehandelt, das mit dem Realtek ALC1220 nicht nur den besseren Audio-Codec zu bieten hat, sondern auch zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen über den ASMedia ASM2142 bereitstellt.

Positive Eigenschaften des ASRock Z270 Killer SLI:

Negative Eigenschaften des ASRock Z270 Killer SLI:

Von der technischen Seite hat ASRock mit dem Z270 Killer SLI eine gute Einsteigerplatine ins Leben gerufen, die jedoch kein überzeugendes Preis-/Leistungsverhältnis besitzt.

Alternativen? Mit dem MSI Z270 SLI Plus haben wir bereits eine sehr gute Alternative genannt, die für denselben Preis eine bessere Ausstattung zu bieten hat.

 

Persönliche Meinung

Wäre der Preis geringer, könnte ich mir vorstellen, dass das ASRock Z270 Killer SLI einige Käufer finden wird. Mit dem gegenwärtigen Preis wird dies jedoch äußerst schwierig, da es für denselben Preisbereich bessere Alternativen gibt. Mit fehlen auf dem ASRock Z270 Killer SLI zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstelen sowie der neue Realtek ALC1220. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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