Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 im Test - Nächste Generation mit neuem Thunderbolt-3.0-Controller

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Artikel Gigabyte Z270X Gaming7 004 logoAuf ein Neues! Soeben wurde die Kaby-Lake-Plattform von Intel offiziell gelauncht. Mit im Gepäck sind jedoch nicht nur neue Prozessoren wie der Core i7-7700K (Hardwareluxx-Test) der mittlerweile siebten Core-Generation, sondern außerdem neue Chipsätze der Intel-200-Serie. Das Flaggschiff der Kaby-Lake-Chipsätze hört auf den Namen Z270 und wird die Grundlage von vielen neuen Mainboards bilden. Die zahlreichen Mainboard-Hersteller haben bereits vor dem Launch die Zeit genutzt, um an neuen Platinen zu arbeiten. So hat Gigabyte beispielsweise die Aorus-Serie aus dem Boden gestampft. Unser erstes Z270-Mainboard, das wir uns anschauen werden, ist das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7.

Auf dem PCB haben die Taiwaner neben dem LGA1151-Sockel und den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken jeweils drei PCIe-3.0-x16-Slots (mechanisch) und PCIe-3.0-x1-Steckplätze für Erweiterungskarten verlötet. Der Storage-Bereich besteht aus drei SATA-Express-Anschlüssen, einem U.2-Port sowie zwei M.2-Schnittstellen. Hinzu kommen sieben USB-3.1-Gen1-, sechs USB-2.0- und zwei schnellere USB-3.1-Gen2-Anschlüsse. Als Besonderheit wird auch die Thunderbolt-3.0-Unterstützung mit aufgeführt. Bei der Netzwerkverbindung haben sich die Taiwaner für zwei Gigabit-LAN-Ports entschieden. Auf der Oberklasse-Platine haben sich zusätzlich auch zahlreiche Schalter für den erhöhten Komfort und ein Creative-Sound-Bereich eingefunden.

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Gigabyte hat sich vom schwarzen PCB abgesehen von der Rot-Weiss-Optik verabschiedet und streicht den Rot-Farbton. Geblieben ist aber weiterhin das I/O-Panel-Cover, das sich bis nach unten zum Audio-Bereich erstreckt.

Die Spezifikationen

Das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 wurde mit folgenden technischen Eigenschaften versehen:

Die Daten des Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
Gigabyte
GA-Z270X-Gaming 7
CPU-Sockel LGA1151 (für Celeron G3xxx, Pentium G4xxx, Core i3-6xxx/7xxx, Core i5-6xxx/7xxx und Core i7-67xx/77xx)             
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 11 Stück
Preis noch nicht bekannt
Webseite http://www.gigabyte.com
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z270 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z270 (shared)
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z270 (1x shared)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

3x SATA Express 10GBit/s (6x SATA 6GBit/s) über Intel Z270
2x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z270 (32 GBit/s, 1x shared)
1x U.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z270 (32 GBit/s)

USB

2x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel) über Intel JHL6540
7x USB 3.1 Gen1 (3x am I/O-Panel, 4x über Header) 3x über Intel Z270, 4x über Realtek RTS5411
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z270

Grafikschnittstellen 1x DisplayPort 1.2
1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt Thunderbolt 3.0 (USB 3.1 Gen2 Typ-C) über Intel JHL6540
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN
1x Rivet Networks Killer E2500 Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
6-Channel Creative Sound Core3D
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin W-Pump-CPU-Header
6x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar, 2x WaKü-Header)

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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An Zubehör liefert Gigabyte auch einiges mit. Von der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch, dem mehrsprachigen Installations-Guide und dem Support-Datenträger abgesehen, befanden sich unter anderem außerdem vier SATA-Kabel, zwei Thermistor-Kabel, SATA-Kabel-Sticker und zwei Kabebinder mit Klettverschluss im Karton.

Für die aktuellen NVIDIA-Pascal-Grafikkarten haben die Taiwaner eine 2-Way-HB-SLI-Bridge, den G-Connector, zwei Staubschutzkappen für die beiden Grafikausgange sowie ein RGB-LED-Erweiterungskabel und einen Aorus-Sticker ebenfalls bereitgestellt.


Auch wenn der Unterschied zwischen der Intel-100- und der 200-Serie in Zahlen einen großen Unterschied bedeutet, so fällt der technologische Unterschied zwischen den Serien gering aus. Mit dem Z170-Chipsatz bietet Intel 20 Gen3-Lanes an. Der Z270-PCH kann vier Gen3-Lanes mehr bereitstellen und kommt somit auf ganze 24 Gen3-Lanes. Dadurch können vier weitere Lanes an weitere Komponenten verteilt werden. Beispielsweise kann ein weiterer M.2-Anschluss angeboten werden. Und: In Zusammenspiel mit den neuen Prozessoren wird Intels Optane-Technik unterstützt.

Die Kaby-Lake-Prozessoren bieten weiterhin limitierte 16 Gen3-Lanes an, die vorzugsweise auf mindestens zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verteilt werden.

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Gigabyte hat das GA-Z270X-Gaming 7 mit insgesamt elf Spulen für die CPU-Stromversorgung bestückt. Auf dem Bild lässt sich gut erkennen, dass jede Spule von zwei MOSFETs angetrieben wird. Als MOSFETs kommen genau wie beim Z170X-Pendant PowerPAK-Modelle aus dem Hause Vishay zum Einsatz. Für die CPU-Stromversorgung hält sich dabei ein 8-poliger EPS12V-Stromanschluss bereit.

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Der ISL95866 stammt von Intersil und nimmt seine Arbeit als PWM-Controller auf. Da er jedoch mit den elf Spulen selbst überfordert ist, helfen ihm vier Phasen-Doubler dabei, das Vorhaben zu realisieren.

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Zur Grundausstattung gehören auch beim GA-Z270X-Gaming 7 die vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, in denen der Anwender bis zu 64 GB Arbeitsspeicher verstauen kann. Zwischen den Speicherbänken hat Gigabyte LED-Leisten untergebracht, welche jedoch nur von den Seiten von jeweils einer LED beleuchtet werden. Unterhalb davon ist einiges an Onboard-Komfort zu sehen (dazu später mehr) und auch zwei USB-3.1-Gen1-Header.

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Gigabyte übernimmt das Layout der Erweiterungssteckplätze 1:1 vom Vorgängermodell. Soll heißen, dass der Anwender Zugriff auf jeweils drei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Slots erhält. Dabei wurden die drei großen Steckplätze mit dem PCIe-Metal-Shielding-Feature ausgestattet, parallel zu MSIs Steel-Armor- und ASUS' Safe-Slot-Feature. Die ersten beiden, großen Steckplätze arbeiten nativ mit der LGA1151-CPU zusammen, der Rest über den Z270-Chipsatz. Interessiert sich der Anwender für das Thema Multi-GPU, so bringt das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 eine 2-Way-SLI/CrossFireX- und 3-Way-CrossFireX-Unterstützung mit. Bei zwei Grafikkarten werden die 16 Gen3-Lanes von der CPU auf den PCIe-3.0-x16-Slot 1 und 2 zu jeweils acht Gen3-Lanes aufgeteilt. Eine mögliche dritte AMD-Grafikkarte bekommt dann lediglich vier Gen3-Lanes von der Southbridge spendiert.

Der unterste PCIe-3.0-x1-Anschluss teilt sich die Anbindung mit dem SATA-Port 1. Falls der PCIe-Steckplatz also belegt ist, kann der SATA-Port 1 nicht mehr genutzt werden. Des Weiteren arbeitet die dritte PCIe-3.0-x16-Schnittstelle mit nur noch zwei Gen3-Lanes, wenn im unteren M.2-Steckplatz ein Solid State Drive installiert ist.

Die folgende Tabelle macht die Anbindung übersichtlicher:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-CrossFireX
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - - -
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z270) - - -
PCIe 3.0 x16 x4/x2 (Z270) - - x4

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In Sachen Storage wählt Gigabyte einen anderen Weg als ASUS und verbaut drei SATA-Express-Schnittstellen, die auch als sechs SATA-6GBit/s-Buchsen behandelt werden können. Links ist zudem ein U.2-Port zu sehen, der mit maximal vier Gen3-Lanes vom Z270-Chipsatz versorgt wird. Im Hintergrund sehen wir außerdem zwei M.2-Schnittstellen mit der M-Key-Kodierung. Auch sie arbeiten eng mit dem PCH zusammen. Oben haben wir zuvor die Restriktion zum unteren Anschluss näher erläutert. Im Oberen kann ein Modul mit einer Länge von 3 cm bis 11 cm und im Unteren ein Modul von 3 cm bis 8 cm Länge installiert werden.


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Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Wer großen Wert auf zahlreiche USB-Schnittstellen am I/O-Panel legt, könnte mit dem Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 eventuell enttäuscht werden. Es halten sich zwei USB-2.0-, drei USB-3.1-Gen1 und zwei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse bereit. Bei den beiden Letzteren ist es jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Ausführung. Darüber hinaus wurde einmal PS/2 für ältere Peripherie, ein DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4b-Grafikausgang, dazu zwei Gigabit-LAN-Ports und fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen sowie ein optischer Digitalausgang verbaut.

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Auch der Sound-Bereich unterscheidet sich vom ASUS Maximus IX Formula deutlich. Anstatt auf einen Audio-Codec von Realtek zu setzen, setzt Gigabyte weiterhin auf den Sound-Core3D-Chip von Creative. Er bekommt tatkräftige Unterstützung von acht Audio-Kondensatoren sowie einem Texas-Instruments-OPA2134-Kopfhörerverstärker, der auch 600-Ohm-Kopfhörer bedienen kann. Zu sehen ist außerdem ein OP-Amp, der sich durch den Anwender auf Wunsch gegen ein anderes Modell austauschen lässt.

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Wer sich fragt, welche Chips für die beiden Gigabit-LAN-Ports verantwortlich zeigen, bekommt nun die passende Antwort. Links im Bild ist der Intel-I219-V- und rechts der Killer-E2500-Controller von Rivet Networks abgebildet. Letzterer hatte seine Premiere auf dem MSI Z170A Gaming M6, dem wir näher auf den Zahn gefühlt haben. Beide Chips kommen auf eine maximale Datenübertragungsrate von 1 GBit/s. Während der Killer-E2500-Controller seine Priorität auf die Netzwerkpakete bei einem Online-Game setzt, geht der Intel-I219-V-PHY in die professionellere Richtung samt VLAN- und Wake-on-LAN-Unterstützung.

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Der Intel JHL6540 hat nicht nur die USB-3.1-Gen2-Spezifikation im Gepäck, sondern unterstützt auch im vollen Umfang die Thunderbolt-3.0-Technologie. Er steuert je einen Typ-A- und Typ-C-Anschluss am I/O-Panel an.

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Speziell für den Typ-C-Anschluss verlötet Gigabyte außerdem den TPS65982 von Texas Instruments. Bei ihm handelt es sich um einen USB-Power-Delivery-Power-Switch und High-Speed-Multiplexer. Mit seiner Hilfe kann die Typ-C-Schnittstelle bis zu 100 Watt liefern.


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Für eine problemlose Nutzung der Intel-Grafikeinheit kümmert sich der ASMedias ASM1442K darum, die Spannung zwischen der iGPU und dem HDMI-1.4b-Grafikausgang umzuwandeln.

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Und hier haben wir den Realtek RTS5411 als USB-3.1-Gen1-Hub. Er kümmert sich um die beiden Header, die nicht weit entfernt von ihm positioniert sind.

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Wie versprochen, widmen wir uns nun dem Onboard-Komfort und in diesem Punkt hat das GA-Z270X-Gaming 7 einiges zu bieten. Zu sehen sind ein Power-, ein Reset-, ein CMOS-Clear- sowie jeweils ein OC- und Eco-Button. Wird der OC-Button betätigt, lädt das BIOS "optimale" Einstellungen wie eine gesteigerte Performance. Die entgegengesetzte Richtung ermöglicht der Eco-Button, der einen möglichst effizienten Betrieb ermöglichen soll.

Oben rechts am Rand des PCBs können einige Spannungen mittels Multimeter detaillierter ausgelesen werden. Gigabyte hat dabei folgende Spannungen berücksichtigt: VCCIO, VAXG, VDIMM, DDRVTT, PCHIO, CSA, CPP_25V und VCORE.

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Drei Switches bieten außerdem ihre Dienste an. Einerseits den CAP_SW. mit dem von der 2,5-fachen auf die 6-fache Gain-Stufe umgeswicht werden kann. Ferner hat Gigabyte auch einen BIOS-Switch (oben) und einen Dual-BIOS-Switch (unten) verlötet. Davon rechts ist auch gleich der LED-Header zu sehen.

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Und was darf gerade auf einem Oberklasse-Mainboard nicht fehlen? Natürlich eine Diagnostic-LED, die sich am unteren PCB-Rand befindet. Direkt oberhalb von der LED wurden die vier Status-LEDs untergebracht. Oben rechts davon kümmert sich hingegen der ITE-IT8686E-SuperI/O-Chip um die Überwachung der Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten.

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Das Gesamtlayout liegt auf einem hohen Niveau. Alle Anschlüsse sind gut zu erreichen. Das I/O-Panel-Cover lässt sich auf Wunsch auch demontieren. An FAN-Headern stellt das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 insgesamt acht Stück zur Verfügung: Zwei CPU-FAN- und sechs System-FAN-Header. Allesamt können glücklicherweise variabel gesteuert werden.

Fürs Auge hat das PCB auch einige RGB-LEDs zu bieten. Jedoch nicht nur auf dem Board selbst, sondern auch die I/O-Blende wurde mit RGB-LEDs bestückt.


BIOS

Bevor wir mit dem Test zum GA-Z270X-Gaming 7 begonnen haben, haben wir von Gigabyte die BIOS-Version F4g erhalten, welche wir ohne Probleme mit der Instant-Flash-Funktion aufspielen konnten. Zu den Veränderungen der Version F2, die vorinstalliert war, liegen uns keine Informationen zu.

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Eine Rolle rückwärts: Im Test zum GA-Z170X-Gaming 7 ist uns aufgefallen, dass sich das taiwanische Unternehmen nun für ein UEFI-Design entschieden hat. Wie die UEFI-Oberfläche beim neuen GA-Z270X-Gaming 7 zeigt, scheint sich das Unternehmen noch immer nicht einig zu sein. Fakt ist, dass auf dem GA-Z270X-Gaming 7 dieselbe Optik wie beim GA-X99-Ultra Gaming verwendet wird.

Demnach wird nun erneut zwischen dem Easy- und dem Advanced-Mode unterschieden. Links oben in der Ecke werden grundlegende Informationen wie das Mainboard-Modell inklusive BIOS-Version, die installierte CPU, dessen derzeitige Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Mit der CPU- und System-Temperatur und der CPU-Spannung bekommt der Nutzer einen ersten Einblick auf aktuelle Werte und kann somit beispielsweise feststellen, ob die Kühlung richtig montiert wurde.

Mittels "EZ OC" kann sich der Nutzer für einen Betriebsmodus entscheiden. Neben dem normalen Modus hält sich auch ein Eco- und Performance-Modus bereit. Auch werden Infos zur derzeitigen DIMM-Belegung inklusive Takt zu den SATA-Geräten aufgelistet. Wer möchte, kann auch gleich die Boot-Prioritäten per Drag & Drop festlegen beziehungsweise verändern. Ein Shortcut zur (De-)Aktivierung von Intels Rapid-Storage-Technology wurde ebenfalls implementiert, was auch für die Übersicht der angeschlossenen Lüfter und den dazugehörigen Drehzahlen gilt. Mit der Smart-FAN-Funktion können hingegen manuelle Lüfterkurven angelegt werden.

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Von den Reitern und den Funktionen her hat Gigabyte den Advanced-Modus 1:1 von den älteren Modellen übernommen, jedoch auf den neuen Farbanstrich gesetzt. Beim ersten Menüpunkt bekommt der Anwender Zugriff auf die Overclocking-Funktionen, welche im "M.I.T."-Reiter hinterlegt sind. Auf dieser Seite sind noch sechs weitere Unterpunkte vorhanden, hinter denen sich die zahlreichen Overclocking-Features verbergen. Unter "System" werden lediglich einzelne Infos wie das Mainboard-Modell, die aktuell vorliegende BIOS-Version, die Uhrzeit und das Datum angezeigt. Von dort aus lässt sich ebenfalls die Sprache ändern. Im UEFI sind weiterhin zahlreiche Einstellungen zu finden, die den Startvorgang betreffen, die unter einem eigenen Menüpunkt aufgelistet werden. Alle auf dem Mainboard vorhandenen Onboard-Komponenten können unter "Peripherals" individuell konfiguriert werden. Chipsatz-relevante Einstellungen sind dagegen in dem separaten Chipset-Menüpunkt anzutreffen. Ferner können im nächsten Punkt "Power" die entsprechenden Einstellungen gesetzt werden. Last but not least ist der "Save & Exit"-Reiter vorhanden, der selbsterklärend ist.

Es war problemlos möglich, auf angenehme Art und Weise per Maus und Tastatur durch die Menüs zu navigieren. Wir können zudem eine sehr gute Stabilität bescheinigen. Bis auf die Tatsache, dass die BIOS-Systemsprache auf Deutsch umgestellt wurde, wenn das System bei der Overclocking-Session abgestürzt ist, wurden alle Einstellungen, wie erwartet, ordnungsgemäß umgesetzt.

 

Overclocking

Dass sich das GA-Z170X-Gaming 7 und das GA-Z270X-Gaming 7 ähneln, lässt sich natürlich nicht von der Hand weisen. Dies bestätigt sich auch beim Thema Overclocking. Gigabyte hat bei den Overclocking-Funktionen keine groben Änderungen vorgenommen.

Gigabyte erlaubt beim GA-Z270X-Gaming 7 demnach weiterhin eine Veränderung des BCLK von 80 MHz bis 500 MHz. Die Intervalle betragen auch hier sehr feine 0,01 MHz. In Sachen CPU-Spannung hat der Anwender jede Menge Optionen. So stehen ihm die Modi Override und Offset zur Verfügung. Mit Override-Modus lässt sich die Spannung von 0,600 Volt bis 1,800 Volt fixieren. Im Offset-Modus fällt der Spielraum mit -0,300 Volt bis 0,600 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 in der Übersicht
Base Clock Rate 80,00 MHz bis 500,00 MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-0,300 V bis +0,400 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,000 V bis 2,000 V in 0,020-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,800 V bis 1,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,800 V bis 1,400 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,800 V bis 1,300 V in 0,020-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen BCLK Adaptive, VAXG, CPU PLL Overvoltage, VCC Substained, VCC PLL OC,
CPU Core PLL Overvoltage, DRAM Training Voltage, DDRVPP, DRAM Termination Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 62 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit

Eine neue CPU(-Generation) bedeutet gleichzeitig ein gänzlich neues Overclocking-Potential. Zum Testen der Z270-Mainboards verwenden wir das neue LGA1151-Flaggschiff, den Core i7-7700K. Da der Core i7-7700K bereits einen Grundtakt von 4,2 GHz besitzt und dank dem Turbo bis 4,5 GHz arbeitet, ist jeder Leistungszuwachs und vor allem auf allen Kernen als Bonus anzusehen. Ein stabiler Betrieb mit 4,8 GHz war für das Mainboard und natürlich für die CPU kein Problem. Demnach sind wir um eine Multiplikator-Stufe nach oben gegangen. Das System startete problemlos das Windows-10-Betriebssystem. Nachdem wir jedoch Prime95 gestartet haben, verabschiedete sich das System mit einem Bluescreen. Die VCore lag bei 1,3 Volt und damit schon recht hoch.

Also haben wir die minimale Spannung bei einer Taktfrequenz von 4,8 GHz ausgelotet. Im BIOS mussten wir mindestens 1,265 Volt anlegen, damit dieser Takt vom GA-Z270X-Gaming 7 gehalten werden konnte. Dabei zeigte CPU-Z eine absolut unpassende Spannung an, sodass wir uns rein auf den BIOS-Wert beschränken.

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Weiterhin schauen wir uns bei der Kaby-Lake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Mit dem Extreme-Memory-Profil arbeitete die Gigabyte-Platine absolut reibungslos. Auch manuell konnten wir das Mainboard dazu überreden, mit einem effektiven Takt von 3.000 MHz zu arbeiten. Wichtig ist jedoch, dass der RAM-Referenz-Clock von 100 MHz ausgewählt wird. Andernfalls wurde uns trotz DDR4-3000-Teiler eine reale Taktfrequenz von 1.400 MHz angezeigt, was demnach in DDR4-2800 resultiert.

Gigabyte EasyTune-Utility

Weiterhin geben die Taiwaner ihr Overclocking-Tool "EasyTune" mit auf den Weg, mit diesem bekommt der Anwender die Möglichkeit, das System direkt unter Windows zu übertakten:

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Soll eine erweiterte Übertaktung des Prozessors automatisch vorgenommen werden, steht der OC-Modus zur Verfügung. Alternativ lassen sich auch die Modi "ECO" und "AutoTuning" aktivieren. Wer es genauer festlegen möchte, findet hierfür alle wichtigen Funktionen auf der "Advanced CPU OC"-Seite. Dort können der Grundtakt, die CPU-Multiplikatoren sowie die Spannungen individuell angepasst werden. Auf der nächsten Seite steht das RAM-Overclocking auf dem Programm, wo auch alle Timing-Modi einzeln konfiguriert werden können. Schließlich lässt sich mit "Advanced Power" die Stromversorgung an sich beeinflussen, worunter die Phasen und die Hauptspannungen gemeint sind. Generell können die gewählten Einstellungen, sofern gewünscht, nach einem Systemneustart wieder automatisch geladen werden.


Mit diesem Testsystem haben wir das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.400 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 mussten wir den Multiplikator auf den Wert 44 fixieren, damit ein fairer Vergleich ermittelt werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2016

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Performancewerte entsprechen den Erwartungen und dies gilt für alle drei bisher getesteten Mainboards.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 brauchte mit 13,25 Sekunden minimal länger als das ASUS Maximus IX Formula. Letzteres war jedoch nur um 0,43 Sekunden schneller, was zu vernachlässigen ist.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 hat einige Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein USB-3.1-Gen2-Controller, ein USB-3.1-Gen1-Hub und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf konnten wir mit dem Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 zwar ziemlich gute 42,6 Watt festhalten, doch waren das ASUS Maximus IX Formula mit 41,9 und vor allem das ASRock Z270 Killer SLI mit 34,7 Watt effizienter unterwegs.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

So fallen die Differenzen auch mit Cinebench entsprechend aus. Die Gigabyte-Platine verbrauchte mit 144,5 Watt etwas zu viel. Beim ASUS Maximus IX Formula waren es vergleichsweise gute 122,2 Watt, während das ASRock Z270 Killer SLI gar nur 117,1 Watt verbrauchte.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Gleiches Spiel auch bei Prime95. Hier waren es 151,3 Watt mit dem GA-Z270X-Gaming 7. Die anderen beiden Mainboards lagen mit 128,1 respektive 125,1 Watt weit unterhalb davon.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Und hier sehen wir auch schon den Verantwortlichen. Das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 legt mit den BIOS-Default-Werten eine Spannung von satten 1,332 Volt an, die natürlich für einen erhöhten Stromverbrauch sorgt.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir neben der LED-Beleuchtung einen LAN-Controller und den USB-3.1-Gen2-Chip deaktivieren. Dies reichte für eine Reduzierung der Leistungsaufnahme von 7,28 Prozent aus. Dies entspricht 3,1 Watt weniger.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench zeigte unser Stromverbrauchsmessgerät genau zwei Watt weniger an.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze drei Watt konnten bei Prime95 eingespart werden.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung konnten wir keine Veränderung feststellen.

Im Leerlauf zeigt sich das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 recht effizient, auch wenn die Konkurrenz stromsparender arbeitet. Geht es dann in der Teil- und Volllast zur Sache, zeigen sich hingegen deutliche Unterschiede. Bedingt durch die hohe Standard-CPU-Spannung werden zu hohe Verbrauchswerte erreicht, die nicht hätten sein müssen.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 stellt zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen über den Intel-JHL6540-Controller bereit, der auch die Thunderbolt-3.0-Unterstützung mitbringt. Dabei gibt es eine Typ-A- und eine Typ-C-Ausführung. Bei einer theoretischen Bandbreite von 10 GBit/s bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht ist, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir das externe Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB nutzen. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Wie schon der Intel DSL6540 macht auch der JHL6540 eine gute Figur. Unser RAID-0-Verbund wurde im Lesen auf 947 MB/s und im Schreiben auf 876 MB/s beschleunigt. Das kann sich sehen lassen.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 insgesamt sieben Stück an. Am I/O-Panel kann auf drei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die drei Anschlüsse am I/O-Panel direkt mit dem Z270-PCH und die vier externen Schnittstellen über den Realtek-RTS5411-Hub und damit indirekt mit dem Z270-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Es spielt kaum eine Rolle, ob die USB-3.1-Gen1-Anschlüsse über den Z270-PCH direkt oder über den Realtek-RTS5411-Hub genutzt werden. In beiden Fällen haben wir eine Schreibleistung von rund 465 MB/s und einen Lesedurchsatz von 442 MB/s erreicht. Damit wird die USB-3.1-Gen1-Spezifikation ordentlich ausgereizt.

 

SATA-6G-Performance

Das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 stellt drei SATA-Express-Buchsen bereit und ist damit bereits vollständig belegt. Allesamt arbeiten sie nativ mit dem Z270-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Bei der SATA-6GBit/s-Performance gibt es keinen Grund zur Kritik. Der Intel-Controller pusht das Solid State Drive auf knapp 560 MB/s lesend und 525 MB/s schreibend. Die Leistung passt.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch bei der Kaby-Lake-S-Plattform. Mithilfe der Intel-200-Chipsatzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze eine anständige Performance, dank den jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test verwenden wir nun die Samsung SSD SM961 mit 256-GB-Speicherkapazität, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 3.100 MB/s lesend und 1.400 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Protokoll nutzt das Solid State Module NVMe in der Version 1.2 und bedient sich an vier Gen3-Lanes vom Z270-Chipsatz.

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Laut dem Benchmarkergebnis werden die Herstellerangaben sogar noch übertroffen. Beim Lesedurchsatz waren maximal 3.371 MB/s und im Schreiben flinke 1.529 MB/s drin. Das ist schon mehr als sportlich.


Seit heute sind neben den neuen Intel-Kaby-Lake-Prozessoren auch die neuen Intel-200-Chipsätze offiziell veröffentlicht worden. Letztere bilden die Basis einer Armada an neuen Platinen, die von MSI, ASUS, ASRock und Gigabyte in den Handel kommen werden. Sicherlich werden wir auch ein paar Platinen von Biostar, EVGA oder Supermicro vorfinden. Wir haben unseren Testparcours mit dem GA-Z270X-Gaming 7 von Gigabyte begonnen, das nur eins von vielen Kaby-Lake-Mainboards ist, welches wir in unserer Redaktion in den nächsten Wochen durchtesten werden.

Anhand der Modellbezeichnung wird ersichtlich, dass es sich um ein Nachfolgemodell handelt, das GA-Z170X-Gaming 7 hatten wir bereits in der Redaktion. So sind zwischen den beiden Platinen natürlich einige Parallelen vorhanden, angefangen beim Sockel und den Speicherbänken, aber auch bei vielen weiteren Details. Mit jeweils drei mechanischen PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätzen verwendet Gigabyte dasselbe Layout bei den Erweiterungsschnittstellen. Generell können bis zu zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten auf das Mainboard geschnallt werden. Die Ähnlichkeit geht dann bei den Storage-Anschlüssen weiter. Drei SATA-Express-Buchsen arbeiten nativ mit dem Z270-PCH zusammen und können natürlich auch als sechs SATA-6GBit/s-Anschlüsse behandelt werden. Des Weiteren ist neben zwei M.2-M-Key-Slots auch ein U.2-Port an Bord. Dafür fallen zwei zusätzliche SATA-6GBit/s-Konnektoren weg.

An USB-Schnittstellen bringt das GA-Z270X-Gaming 7 selbstverständlich auch Vielfalt mit. Zwei Ports agieren mit der USB-3.1-Gen2-Spezifikation (jeweils einmal Typ-A und Typ-C) über den Intel-JHL6540-Controller. Der Typ-C-Anschluss ist zudem vollständig mit der Thunderbolt-3.0-Spezifikation kompatibel. Zusätzlich halten sich sieben USB-3.1-Gen1- und sechs USB-2.0-Buchsen bereit. Hier hat Gigabyte im Vergleich zum Vorgänger zwei USB-3.1-Gen1-Varianten gestrichen und dafür zwei USB-2.0-Versionen mehr verbaut. Von den Grafikausgängen von jeweils einmal DisplayPort und HDMI her haben die Taiwaner hingegen keine Veränderungen vorgenommen. Dies gilt auch für den Intel-219-V-Gigabit-LAN-Controller. Ein zweiter Gigabit-LAN-Port wurde über den Killer E2500 von Rivet Networks ermöglicht. Sein Debüt erfolgte mit der Veröffentlichung des MSI Z170A Gaming M6, wo wir uns auch die Performance des Killer E2500 näher angeschaut haben.

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Für den zusätzlichen Komfort sorgen nicht nur ein Power- und Reset-Button, sondern außerdem ein CMOS-Clear-, OC- und ECO-Taster. Möchte der Anwender die wichtigsten Spannungen detaillierter in Erfahrung bringen, können die acht Spannungsmesspunkte genutzt werden. Mit dem Audio-Cap-, BIOS- und Single-BIOS-Switch erhält der Anwender weitere Stellschrauben. Neben vier Status-LEDs befindet sich auch eine Diagnostic-LED in Reichweite.

Apropos LED: Um dem aktuellen Trend nicht zu entkommen, besitzt das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 an vielen Stellen RGB-LEDs, um auch fürs Auge einiges bieten zu können. Diese lassen sich beispielsweise über das BIOS mit verschiedenen Effekten steuern. Das BIOS an sich ließ kaum Grund für Kritik übrig. Die Einstellungen wurden konsequent in die Tat umgesetzt. Nur in Sachen Optik scheint sich Gigabyte noch nicht final entschieden zu haben, wie wir feststellen mussten. Der Stromverbrauch liegt im Idle in einem sehr guten Bereich, unter Last hingegen liegt dieser aufgrund der zu hohen Standard-VCore zu weit oben, zumindest in der getesteten BIOS-Version F4g. Wir sind uns aber sicher, dass Gigabyte hier in Kürze noch eine neue BIOS-Version nachschieben wird, die diesen Punkt korrigiert.

Ein Blick auf den Preis ist bei einem Launch immer nicht allzu fair: Mit einem geschätzten Preis von 230 Euro gehört das Gigabyte GA-Z270X Gaming 7 definitiv nicht zu den günstigen Vertretern, der Preis sollte sich aber noch etwas senken, wenn die Verfügbarkeit im Markt in aller Breite gegeben ist. Wer großen Wert auf Thunderbolt 3.0 legt, kommt dabei aber kaum an den größeren Gigabyte-Platinen vorbei. Technisch kann das GA-Z270X-Gaming 7 auf jeden Fall überzeugen und wird sicherlich auch einige Käufer finden.

Positive Eigenschaften des Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7:

Negative Eigenschaften des Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7:

Bis auf den hohen Stromverbrauch unter Last hat Gigabyte einen guten Kaby-Lake-Unterbau geschaffen, der mit einer guten Ausstattung einige Interessenten überzeugen könnte. Und dieser Punkt lässt sich sicherlich in Kürze noch korrigieren.

Alternativen? Wer speziell nach Z270-Alternativen sucht, muss sich noch etwas gedulden, bis die Hersteller ihre Produkte schlussendlich veröffentlicht haben. Auf der anderen Seite können jedoch auch die "alten" Z170-Mainboards interessant sein, die in der Regel ebenfalls mit den Kaby-Lake-Prozessoren kompatibel sind, sofern ein BIOS-Update angeboten wird.

 

Persönliche Meinung

Von der technischen Seite und von der Verarbeitung kann man das Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 zweifellos mit der starken Konkurrenz vergleichen. Die Ausstattung ist mehr als solide und auch die Leistungsaufnahme im Leerlauf geht mehr als in Ordnung. Bei Defaultwerten liegt aber noch eine hohe VCore an, diese hat unweigerlich für einen höheren Stromverbrauch unter Last gesorgt, der nicht hätte sein müssen. Selbstverständlich lässt sich die CPU-Spannung manuell fixieren beziehungsweise einstellen, aber nicht jeder Anwender ist gewillt, dies zu tun. Demnach hoffe ich, dass Gigabyte in Form von BIOS-Updates nachbessert. Denn davon abgesehen ist das GA-Z270X-Gaming 7 durchaus gelungen. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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