Biostar Racing Z170GT7 im Test

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Artikel Biostar Z170GT7 Racing 004 logoHin und wieder lohnt es sich, einmal ein Mainboard auf den Prüfstand zu stellen, welches ausnahmsweise nicht von MSI, ASUS, ASRock oder Gigabyte stammt. Neben den vier renommierten Herstellern gibt es durchaus noch andere Hersteller, die im Mainboard-Segment mitmischen. Ob es Biostar schafft mit dem Racing Z170GT7 eine gute Alternative zu den bereits getesteten Modellen anzubieten, wollen wir in diesem Artikel feststellen.

Das LGA1151-Portfolio von Biostar erstreckt sich nach aktuellen Informationen über insgesamt 15 Platinen: Jeweils vier Stück mit dem B150-, H170- und H110-Chipsatz sowie drei Modelle mit dem Z170-PCH. Von den drei Z170-Brettern stellt das Racing Z170GT7 jedoch nicht das Flaggschiff dar. Diese Position gebührt dem Gaming Z170X und wechselt ab 194 Euro den Besitzer. Für rund 50 Euro weniger hat das taiwanische Unternehmen schließlich auch das Racing Z170GT7 im Angebot, dessen Ausstattungsmerkmale der Mittelklasse entsprechen. Genau dieses Modell wollen wir in diesem Test genauer untersuchen.

Auf dem ATX-PCB wurden vier PCIe-x16- und drei PCIe-x1-Steckplätze der dritten Generation und selbstverständlich vier DDR4-DIMM-Slots verbaut. Für den Storage-Bereich sieht Biostar neben einem M.2-Anschluss drei SATA-Express-Buchsen vor. An USB-Konnektoren stehen dem Anwender sieben USB-3.1-Gen1-, vier USB-2.0-Schnittstellen und ein USB-3.1-Gen2-Anschluss zur Verfügung. In Sachen Sound kommt hingegen ein Audio-Codec von Realtek und im Netzwerk-Segment ein Controller von Intel zum Einsatz.

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Bis auf die mittig aufgedruckte Racing-Flagge ist das gesamte ATX-Mainboard schlicht schwarz. Einzige Ausnahme stellen das weiße "R" beim PCH-Kühler und die weißen Streifen bei den beiden VRM-Kühlern dar. Diese sind jedoch nicht ohne Grund in Weiß gehalten. Warum das so ist, klären wir später auf.

Die Spezifikationen

Das Biostar Racing Z170GT7 bietet folgende technische Eigenschaften:

Die Daten des Biostar Racing Z170GT7 in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
Biostar
Racing Z170GT7
CPU-Sockel LGA1151 (für Celeron G3xxx, Pentium G4xxx, Core i3-6xxx, Core i5-6xxx und Core i7-67xx)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 9 Stück
Preis ab 146 Euro
Homepage http://www.biostar-europe.com/
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z170 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über CPU
2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4/x4) über Z170
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z170

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

3x SATA Express 10 GBit/s (6x SATA 6GBit/s) über Intel Z170
1x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über Intel Z170 (32 GBit/s, shared)

USB

1x USB 3.1 Gen2 (1x am I/O-Panel, 1x Typ-C) über ASMedia ASM1142
7x USB 3.1 Gen1 (5x am I/O-Panel, 2x über Header), über Intel Z170
4x USB 2.0 (4x über Header) über Intel Z170

Grafikschnittstellen 1x DVI-D
2x HDMI 1.4b
1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC898 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 1x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin WPump-Header

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Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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Das Zubehör sieht sehr übersichtlich aus. Von der I/O-Blende, dem Handbuch und dem Support-Datenträger abgesehen, legt Biostar noch eine Anleitung für die LED-Beleuchtung und vier SATA-Kabel in den Karton. Zwar sehen wir in diesem Fall keine 2-Way-SLI-Bridge, doch dafür sehen wir zum ersten Mal eine beiliegende 5050-RGB-LED-Lichterkette. Einen entsprechenden Header bringt das Mainboard natürlich mit.


Bei seiner Einführung (Daten der Intel-100-Chipsatzserie) aktualisierte Intel insbesondere die Anbindung zwischen der CPU und dem Platform Controller Hub (PCH) über ein schnelleres Direct-Media-Interface 3.0. Dieses wurde notwendig, da Intel auch die PCIe-Lanes des Chipsatzes massiv ausgebaut hat und somit zwischen CPU und Chipsatz eine schnellere Bandbreite notwendig wurde.

Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes kann der Chipsatz nun gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel Spielraum für zusätzliche Controller und Steckplätze vorhanden ist. PCIe-Switches und -Brücken wie bei älteren Boards können so teilweise weggelassen werden, selbst bei Boards mit guter Ausstattung.

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Sehen wir von den beiden Initiator-Spulen ab, wird die LGA1151-CPU von insgesamt neun Spulen angefeuert. Gut zu erkennen ist, dass jede Spule von genau zwei MOSFETs angetrieben wird. Bis auf die abgesonderte Spule ist es bei allen anderen jeweils ein N-Channel-MOSFET des Typs SM4377 und SM4364A aus dem Hause Sinopower . Wie bei allen höherpreisigen LGA1151-Mainboards setzt der Hersteller auf einen 8-poligen EPS12V-Stromanschluss, sodass für das Overclocking alleine 336 Watt bereitstehen.

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Der Intersil-ISL95855 kümmert sich hingegen um die neun Spulen. Diese kann er jedoch nicht alleine steuern, sodass er etwas Unterstützung bekommt.

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Auf der Vorderseite befindet sich einer und hier auf der Rückseite des PCBs halten sich zwei ISL6611A-Phasen-Doubler von Intersil auf. Jeder der Phasen-Doubler kann - wie es die Bezeichnung bereits preisgibt - zwei Phasen beziehungsweise Spulen managen. Somit wird der PWM-Controller entlastet.

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Eine Überraschung gibt es bei den DIMM-Slots natürlich nicht. Auch hier sind es vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, die kombiniert bis zu 64 GB aufnehmen können. Am unteren PCB-Rand hat Biostar zudem eine Diagnostic-LED, einen Power- und Reset-Button sowie jeweils einen Eco- und Sport(Overclocking)-Button verbaut. Die vier Buttons reagieren dabei rein auf Touchberührungen. Rechts am Rand sehen wir außerdem einen LN2-Switch, der für den einen oder anderen Anwender von Interesse sein könnte.

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Das Biostar Racing Z170GT7 hat insgesamt vier (mechanische) PCIe-3.0-x16- und drei PCIe-3.0-x1-Steckplätze zu bieten. Die Anbindung fällt natürlich unterschiedlich aus. Die Biostar-Ingenieure haben die ersten beiden oberen PCIe-3.0-x16-Slots direkt an die LGA1151-CPU gebunden. Wird also nur der obere Steckplatz genutzt - vorwiegend von einer Grafikkarte - stehen die gesamten 16 Gen3-Lanes diesem Slot zur Verfügung. Bei zwei Karten werden diese zu x8/x8 aufgeteilt.

Aufgrund der Tatsache, dass die 16 Gen3-Lanes vom Prozessor bereits verteilt sind, wird also klar, dass die restlichen Erweiterungssteckplätze über den Z170-Chipsatz angebunden sind. Dabei gilt zu beachten, dass sich der dritte PCIe-3.0-x16-Slot (von oben) die Anbindung mit den beiden unteren PCIe-3.0-x1-Anschlüssen teilt. Wird der PCIe-Steckplatz Nummer 3 mit vier Lanes angesteuert, sind die beiden unteren PCIe-3.0-x1-Slots unbrauchbar. Im x2-Modus hingegen ist alles in Butter.

Die folgende Tabelle macht das so eben geschriebene übersichtlich deutlich:

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-CrossFireX
PCIe 3.0 x16 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z170) - - -
PCIe 3.0 x16 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe 3.0 x1 x1 (Z170) - - -
PCIe 3.0 x16 x4/x2 (Z170) - - x4
PCIe 3.0 x1 x1 (Z170) - - -
PCIe 3.0 x16 x4 (Z170) - - -

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SATA-Laufwerke können hingegen an insgesamt drei SATA-Express-Schnittstellen angeschlossen werden. Die daraus resultierenden sechs SATA-6GBit/s-Buchsen sind nativ an den Chipsatz angebunden. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Der SATA-Express-2-Anschluss (links) muss sich die Anbindung mit dem M.2-Steckplatz (M-Key) teilen. Wird also ein M.2-Modul mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm oder 8 cm eingesetzt, wird der SATA-Express-2-Anschluss deaktiviert.

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Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Trotz der vier mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätze hat sich Biostar für einen VGA-, DVI-D-Anschluss und zwei HDMI-1.4b-Grafikausgängen entschieden. Zusätzlich bietet es fünf USB-3.1-Gen1-Buchsen und dazu eine USB-3.1-Gen2-Typ-C-Schnittstelle, jeweils eine PS/2- und Gigabit-LAN-Buchse sowie sechs 3,5-mm-Klinke-Audiojacks. An dieser Stelle hätten wir uns zumindest noch eine USB-3.1-Gen2-Typ-A-Schnittstelle sowie einen optischen Digitalausgang (Toslink) gewünscht.


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Anders als bei anderen Mainboards in dieser Preiskategorie verwendet Biostar anstatt des ALC1150 von Realtek den abgespeckten ALC898 für die Audioberechnung. Dieser hält sich unter dem silbernen EMI-Shield mit der Aufschrift "Racing" auf. Zusätzlich sind jedoch auch vier blaue Audiokondensatoren und zwei Amplifier zu sehen.

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Sämtliche Netzwerkaufgaben stemmt Intels I219-V-PHY, der auf eine maximale Datenübertragungsrate von 1 GBit/s kommt und zudem auch Features wie VLAN und Wake-on-LAN unterstützt.

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Den LAN-Port hat Biostar besonders gegen elektrostatische Entladungen geschützt, wie dieses Modul zeigt. Laut Biostar soll der LAN-Port gegenüber "anderen Produkten" vierfach besser geschützt sein.

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Links sehen wir den ASMedia ASM1142, welcher als USB-3.1-Gen2-Hostcontroller seine Arbeit aufnehmen wird und eine Datenrate von 10 GBit/s unterstützt. Im Falle des Racing Z170GT7 muss sich der ASM1142 jedoch nur um einen von maximal zwei möglichen Anschlüssen kümmern. 

In der Mitte wurden mit dem PTN3360DBS von NXP nicht ohne Grund gleich zwei TMDS-Level-Shifter verlötet. Jeder von ihnen übernimmt die Kontrolle über einen HDMI-Grafikausgang am I/O-Panel. Schließlich wurde mit dem Realtek RTD2168 auch noch ein Audio-Decoder vorgesehen.

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Einige unserer Leser werden es auf Bild mit den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken durchaus bereits entdeckt haben: Die Spannungsmesspunkte. Mit einem handelsüblichen Multimeter lassen sich folgende Spannung detaillierter ermitteln: V_GT (iGPU), CPU_CORE, VPP VDRAM, V_SA, CPU_VCCIO, VCCST_VCCSFR und VCCPLL_OC

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Der IT8625E übernimmt die Rolle des SuperI/O-Chips. Seine Aufgabe besteht darin, die Temperaturen, Spannungen und Lüftergeschwindigkeiten zu überwachen. Zwischen dem TPM- und Front-Panel-Header wurden zwei gesockelte BIOS-ROMs eingelassen. Direkt darüber ist der Switch zu sehen, mit dem der Anwender zwischen BIOS 1 und BIOS 2 umschalten kann. Um das BIOS mit den Default-Werten zu laden, wenn das System kein Bild mehr anzeigen möchte, kann ein Jumper an dem JCMOS1-Header gesetzt werden.

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Das gesamte Mainboard macht auf uns einen sehr aufgeräumten Eindruck. Alle Anschlüsse halten sich dort auf, wo man es auch erwarten würde. Zwar befinden sich die beiden CPU-FAN-Header unten links vom Sockel, wichtig ist jedoch, dass die beiden Header dicht in der Nähe des CPU-Sockels sind und dies sind sie. Wir hätten uns bei den Erweiterungssteckplätzen gewünscht, dass unter dem obersten PCIe-3.0-x16-Anschluss kein PCIe-3.0-x1-Slot gewesen wäre. Im Falle einer Dual-Slot-Grafikkarte wären somit noch alle anderen Anschlüsse benutzbar.

Wer sich von der LED-Beleuchtung gestört fühlt, kann diese zumindest auf der I/O-Panel-Seite über das BIOS tun. Das beleuchtete "R" auf dem PCH-Kühler bleibt von dieser Einstellung jedoch leider unberührt.

Alle fünf 4-Pin-FAN-Header lassen sich über das BIOS und über das Racing-GT-Utility steuern. Neben dem Auto-Modus stehen auch die Modi "Quiet", "Aggressive" und "Manual" zur Verfügung. Im manuellen Modus kann eingestellt werden, ab welcher Temperatur der Lüfter angehen und wieder ausgehen soll. Zusätzlich auch der Start-Wert und die Beschleunigungsempfindlichkeit im Bezug zur steigenden Temperatur.


Zum Testzeitpunkt war das BIOS bei unserem Mainboardsample nicht auf dem neuesten Stand. Die aktuellen LGA1151-Platinen von Biostar bieten glücklicherweise ein komfortables Instant-Flash-Feature, mit dem wir das BIOS auf die aktuellste Version "5.11" (Z17EF523.BST) flashen konnten. Zu den Verbesserungen zählt laut Biostar einzig die Aktualisierung des Micro-CPU-Codes.

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Das UEFI-BIOS beim Racing Z170GT7 unterscheidet sich ziemlich deutlich von den anderen Mainboard-Herstellern, wie ASUS, ASRock, MSI oder Gigabyte. Beispielsweise gibt es keinen EZ-Modus, sondern einzig die hier gezeigte Oberfläche. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das BIOS von der Biostar-Platine gänzlich unbrauchbar ist.

Oben ist unübersehbar der "Racing"-Schriftzug sichtbar, links am Rand erhält der Anwender einen Überblick über die Taktfrequenzen von CPU und RAM inklusive die dazugehörigen Spannungen. Des Weiteren werden die Lüfterdrehzahlen der beiden CPU-FAN-Header und die CPU-Temperatur bekanntgegeben.

Hinter den unten abgebildeten sieben Menüs wurden die Einstellungen selbst implementiert. Auf der "Main"-Seite stehen nur grundlegende Informationen, wie die aktuell vorliegende BIOS-Version und die installierte Arbeitsspeicher-Kapazität. Auch lässt sich auf dieser Seite die Sprache ändern. Außer Englisch und Taiwanisch stehen jedoch keine weiteren Sprachen zur Verfügung. Der nächste Punkt "Advanced" beinhaltet die Einstellungen, die die Onboard-Komponenten betreffen. Chipsatz-spezifische Settings hat der Mainboard-Hersteller in einen eigenen Reiter platziert.

Die Boot-Einstellungen sehen komplett aus und wurden im Menüpunkt "Boot" untergebracht. Dort findet der Anwender die richtigen Einstellungsparameter. Möchte man das BIOS vor Unbefugten schützen, so lässt sich ein Admin- und User-Passwort hinterlegen. Auch an das Einsatzgebiet "Secure Boot" hat Biostar gedacht. Wesentlich interessanter geht es im "O.N.E."-Reiter zu. Hier wurden sämtliche Overclocking-Einstellungen zusammengefasst. Schließlich können die gewählten Einstellungen unter "Save & Exit" gespeichert, die Standard-Werte geladen und die Einstellungen exportiert und importiert werden.

Während die Bedienung per Maus eher ruckelig vonstattengeht, erfolgt diese mit der guten alten Tastatur ohne jegliche Probleme. Wer auf keine besonderen Extras Wert legt, wird mit dem BIOS des Racing Z170GT7 zufriedengestellt.

 

Overclocking

Für die Übertaktung con CPU und RAM verfügt das BIOS über eine ausreichende Anzahl an Funktionen. Von der Menge her hätten wir uns jedoch über einige zusätzliche Funktionen gefreut.

Der Grundtakt kann von 90 MHz bis 500 MHz festgelegt werden. Anders als bei der Konkurrenz, kann der BCLK jedoch nur in 1-MHz-Schritten ausgewählt werden. Ein Feintuning ist also etwas schwierig. Bei der CPU-Spannung vertraut Biostar ausschließlich auf den Override-Modus. Der Spielraum beträgt 0,502 Volt bis 1,770 Volt. Bis 1,500 Volt sind 0,001-Volt-Intervalle drin, oberhalb davon sind es große 0,059 Volt-Schritte. Eine Offset-Einstellmöglichkeit gibt es nicht, was wir sehr schade finden. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des Biostar Racing Z170GT7 in der Übersicht
Base Clock Rate 90 MHz bis 500 MHz in 1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,502 V bis 1,770 V in 0,001/0,059-V-Schritten (Override-Modus)
DRAM-Spannung 1,002 V bis 1,600 V in 0,012/0,013-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,902 V bis 1,800 V in 0,012/0,013-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,802 V bis 1,500 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,802 V bis 1,400 V in 0,012/0,013-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU GT, Vcc PLL, DDR VPP
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 31 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,

Das Biostar Racing Z170GT7 akzeptierte auf Anhieb einen Takt von 4,5 GHz. Bei der CPU-Spannung ist zu beachten, dass die im BIOS selektierte Spannung nicht 1:1 umgesetzt wird. Die Ursache ist die Load-Line-Calibration, die im Grunde natürlich sehr nützlich ist. Um den Takt von 4,5 GHz zu halten, mussten wir im BIOS 1,190 Volt eingeben. Bedingt durch die Load-Line-Calibration sank die Spannung von von 1,276 Volt auf 1,221 Volt herab.

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Weiterhin schauen wir uns bei der Skylake-S-Plattform das RAM-Overclocking-Verhalten an. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Wenn und Aber akzeptiert und in die Tat umgesetzt. Aber auch eine manuelle Parametereingabe war ohne Probleme möglich. In beiden Fällen betrug die VDIMM 1,35 Volt.

Racing-GT-Utility

Für die Windows-Oberfläche stellt Biostar das Racing-GT-Utility zur Verfügung, das etwas Komfort zu bieten hat.

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Gleich die erste Seite (System Information) zeigt Daten über den eingesetzten Prozessor, das Mainboard, den Arbeitsspeicher und über die Taktfreqenzen an. Für die Audioausgabe wurde auch ein goldfarbiger Master-Volume-Regler eingebunden. Der Ton lässt sich mit dem "Mute"-Button ausschalten. Zudem lässt sich der Gain von Low auf High schalten. Im nächsten Menüpunkt kann nicht nur der Betriebsmodus des Systems von Normal auf "Eco" und "Sport" geswitched werden, auch die Steuerung über die RGB-LEDs auf dem Mainboard erfolgt hauptsächlich über das Racing-GT-Utility. An Leuchteffekten stehen der "Permanent"-, "Breath"-, "Shine"- und "Shine & Music"-Modus bereit.

Fehlen darf auch der Hardware-Monitor nicht. Dort werden neben der CPU- und System-Temperatur und den Spannungen auch die Lüftersteuerung angezeigt. Die Lüftersteuerung ist auch hierüber erreich- und einstellbar. Und natürlich kann mit dem Racing-GT-Utility auch die CPU übertaktet werden. Löblich ist auch die Möglichkeit zur Einstellung der wichtigen Spannungen.


Mit diesem Testsystem haben wir das Biostar Racing Z170GT7 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Biostar Racing Z170GT7 ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die Grundperformance des Biostar Racing Z170GT7 ist absolut im grünen Bereich.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Gerade einmal 11,91 Sekunden benötigt das Biostar-Mainboard für Initialisierung der Komponenten und sichert sich damit den ersten Platz, was natürlich an der nicht allzu üppigen Sonderausstattung liegt. Man kann festhalten, dass es auf einem Level mit dem ASUS Maximus VIII Ranger liegt.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Biostar Racing Z170GT7 hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Das Biostar Racing Z170GT7 ist das dritte LGA1151 aus unseren Tests, das bei der Leistungsaufnahme im Leerlauf die 40-Watt-Marke unterschritten hat. Zwar bieten das Supermicro C7H170-M und das Gigabyte GA-Z170X-Gaming 3 einen noch niedrigeren Wert, doch können sich die 38,1 Watt zweifellos sehen lassen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ein guter Verbrauchswert wird auch unter Teillast mit Cinebench erreicht. Das Gesamtsystem lag mit dem Biostar-Unterbau bei 92,3 Watt und damit deutlich unterhalb von 100 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 ging es dann wieder in die Volllast. Unser Strommessgerät zeigte genau 105 Watt an, die ebenfalls als gut zu bezeichnen sind.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.096 (2. CPU) XX


1.104 (2. CPU) XX


1.122 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.168 (2. CPU) XX


1.176 (2. CPU) XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.211 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


1.264 (2. CPU) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

In Sachen CPU-Spannung zeigte sich das Biostar Racing Z170GT7 eher genügsam. CPU-Z bescheinigte uns eine Spannung von 1,122 Volt.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.096 (2. CPU) XX


1.104 (2. CPU) XX


1.122 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.168 (2. CPU) XX


1.176 (2. CPU) XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.211 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


1.264 (2. CPU) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten keine Zusatzkomponenten deaktiviert werden, da eben keine exitieren, die für uns von Belang sind. Selbst das Deaktivieren der RGB-LED-Beleuchtung bringt nur eine marginale Einsparung.

Gerade im Leerlauf zeigte sich das Biostar Racing Z170GT7 als sehr effizient. Aber auch in den beiden Last-Situationen zeigte das Mainboard von seiner guten Seite. Insgesamt ist der Stromverbrauch als absolut angemessen zu beurteilen.


USB-3.1-Gen2-Performance

Das Biostar Racing Z170GT7 bietet nur eine USB-3.1-Gen2-Schnittstelle über den ASMedia-ASM1142-Controller. Und zwar in der Typ-C-Ausführung. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Nachdem das externe Raidsonic-ICYBOX-IB-RD2253-U31-Gehäuse beim Test zum Gigabyte GA-Z170X-Gaming 7 den Dienst verweigert hat, haben wir uns mit dem Akitio NT2-U3.1-Gehäuse ein neues besorgt. in dessem Inneren betreiben wir weiterhin zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

Leider war es uns trotz des neuen Gehäuses nicht möglich, einen Testlauf zu starten. Dem entsprechend können wir auch kein Ergebnis liefern.

USB-3.1-Gen1-Performance

An USB-3.1-Gen1-Buchsen bietet das Biostar Racing Z170GT7 insgesamt sieben Stück an. Am I/O-Panel kann auf fünf Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Stück können über den internen Header realisiert werden. Alle Ports arbeiten direkt mit dem Z170-PCH zusammen. Für den USB-3.1-Gen1-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Gen2-Lösung verwendet.

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Der Intel-Controller schafft es, unser externes Gehäuse auf eine Übertragungsrate von 459 MB/s im Schreiben und 443 MB/s im Lesen zu beschleunigen. Dies sind sehr gute und normale USB-3.1-Gen1-Werte.

 

SATA-6G-Performance

Das Biostar Racing Z170GT7 stellt drei SATA-Express-Schnittstellen bereit. Allesamt arbeiten sie nativ mit dem Z170-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Marginal schlechter als mit anderen Mainboards konnten wir auch die SATA-Werte festhalten. Dabei war eine Leserate von 550 MB/s und eine Schreibrate von höchstens 511 MB/s drin.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test absolvieren wir natürlich auch weiterhin bei der Skylake-S-Plattform. Mithilfe der Intel-100-Chipsatzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze in der Theorie einen ordentlichen Performanceschub, dank den jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test setzen wir die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

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Bei der Schreibleistung haben wir etwas bessere Werte erwartet. Selbst für das von uns verwendete Modul waren es nur 938 MB/s schreibend. Deutlich besser und im grünen Bereich liegen die 1.091 MB/s im Lesen.


Mainboard-Hersteller wie in diesem Fall Biostar haben es unverändert nicht leicht, sich gegen die starke Konkurrenz gegen die vier renommierten Hersteller ASUS, ASRock, MSI und Gigabyte durchzusetzen. Biostar lässt sich davon nicht beeindrucken und versucht weiterhin, ein Stück Kuchen vom Mainboard-Markt zu ergattern. Dies belegen die insgesamt 15 LGA1151-Platinen, die derzeit angeboten werden. Eine von ihnen ist das Racing Z170GT7, das wir in diesem Test durchleuchtet haben. Neben einigen Gaming-Mainboards hat der taiwanische Hersteller auch zahlreiche Racing-Modelle im Angebot. Das Racing Z170GT7 stellt zwar das Flaggschiff der Racing-Modellreihe dar, doch ist es generell bezogen nicht das bestausgestattetste Mainboard aus dem Hause Biostar.

So wird die LGA1151-CPU von neun leistungsfähigen Spulen angetrieben. Diese haben in unserem Overclocking-Test eine gute Figur gemacht. Wie es bei der Skylake-S-Plattform maximal möglich ist, beherbergt das Z170GT7 vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, die bis zu 64 GB Arbeitsspeicher aufnehmen können und auch mit einem erhöhten Takt nicht den Dienst verweigern. An Erweiterungssteckplätzen stellt das Brett vier mechanische PCIe-3.0-x16- und drei PCIe-3.0-x1-Slots bereit. Wahlweise ist auch ein Multi-GPU-Betrieb mit zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten möglich.

Auf dem ATX-PCB wurden für den Storage-Bereich drei SATA-Express-Schnittstellen und ein M.2-Anschluss mit der M-Key-Ausführung vorgesehen. Ärgerlich ist die geteilte Anbindung des zweiten SATA-Express-Anschlusses mit der M.2-Schnittstelle. Wird in Letztere ein Modul eingesetzt, ist die SATA-Express-2-Buchse unbrauchbar. Natürlich sind auch einige USB-Buchsen mit an Bord. Sieben USB-3.1-Gen1-, vier USB-2.0-Schnittstellen und eine USB-3.1-Gen2-Typ-C-Buchse sind es geworden. Biostar hätte für dieses Preissegment ruhig einen weiteren USB-3.1-Gen2-Anschluss in der Typ-A-Ausführung mit anbieten können. Dafür hätte nicht einmal ein weiterer Controller auf das PCB gelötet werden müssen.

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Die Netzwerkpakete werden über den Intel-I219-V-Netzwerkcontroller mit 1 GBit/s übertragen und um die Audiosignale kümmert sich der Realtek-ALC898-Audiocodec. Warum Biostar nicht zum besseren ALC1150 gegriffen hat, der in diesem Preissegment eher üblich ist, können wir nicht beurteilen. Auch fehlt uns der optische Digitalausgang. Doch für etwas Komfort sorgen nicht nur ein Power-, Reset-, Eco- und Sport-Touchbutton, sondern auch einige Spannungsmesspunkte, eine Diagnostic-LED sowie ein LN2- und BIOS-Switch. Und dann gibt es da auch noch eine RGB-LED-Beleuchtung verteilt auf dem Mainboard. Steuern lässt sich diese mit dem Racing-GT-Utility. Auf Wunsch kann die Beleuchtung bis auf den PCH-Kühler aber auch deaktiviert werden.

In Sachen UEFI kann die Oberfläche zwar nicht mit der namhaften Konkurrenz mithalten, bietet jedoch alle grundlegenden Funktionen, die man erwarten darf. Mit dabei ist eine Instant-Flash-Funktion und auch Screenshots können angefertigt werden. Positiv anzumerken sind die sehr gute Energieeffizienz im Idle und die gute Effizienz unter Last.

Vergleicht man nun die gebotene Ausstattung mit dem verlangten Preis von etwa 146 Euro, so wird spätestens jetzt klar, dass dieser schlicht zu hoch ist. Für etwa denselben Preis bekommt man beispielsweise ein MSI Z170A Gaming Pro Carbon, das zum gleichen Budget überzeugender ist . Die Grundbasis des Biostar Racing Z170GT7 geht jedoch in die richtige Richtung. Lediglich ein geringerer Preis wäre für die Ausstattungsmerkmale angemessener.

Positive Eigenschaften des Biostar Racing Z170GT7:

Negative Eigenschaften des Biostar Racing Z170GT7:

Das Biostar Racing Z170GT7 ist in der Summe ein angemessen ausgestattetes LGA1151-Mainboard, das zu einem zu hohen Preis angeboten wird.

Alternativen? Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon haben wir bereits erwähnt. Alternativ kann auch ein Blick auf das ASUS Maximus VIII Ranger geworfen werden.

 

Persönliche Meinung

Ich finde es prinzipiell gut, dass auch Biostar versucht, auf dem Markt und demnach im Gespräch zu bleiben. Gegen die starke Konkurrenz hat man es jedoch nicht leicht. Doch die Grundbasis des Racing Z170GT7 weiß zu gefallen. Unpassend ist jedoch er veranschlagte Preis, sodass ich eher zu einem anderen Modell greifen würde. (Marcel Niederste-Berg)