ASUS X99-Deluxe II im Test - Mit absoluter Vollausstattung an die Mainboard-Front

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asus x99 deluxe ii 4 logoBevor wir uns den neuen LGA2011-3-Mainboards von anderen Herstellern zuwenden, werden wir uns in diesem Artikel ein weiteres Modell von ASUS zu Gemüte führen. Denn ASUS hat für die mittlerweile veröffentlichten Broadwell-E-Prozessoren eine Reihe neuer Platinen am Start positioniert und hat sowohl die Einsteiger-, die Mittel- als auch die Luxusklasse berücksichtigt. Während das zuletzt von uns getestete ASUS X99-A II eher der Mittelklasse mit einer guten Ausstattung angehört, ist das X99-Deluxe II zweifelsohne für die Luxussparte vorgesehen und ebenfalls einen detaillierten Blick wert.

Genauso wie ASUS das X99-A-Modell neu aufgelegt hat, ist es auch um das X99-Deluxe geschehen. Letzteres hatten wir bereits in unserer Redaktion. ASUS hat demnach den Zeitpunkt von Intels Broadwell-E-Veröffentlichung genutzt, hat auch das erste X99-Deluxe überarbeitet und mit modernerer Technik ausgestattet. Pünktlich zum Verkaufsstart der Broadwell-E-CPUs begann auch der Verkauf des X99-Deluxe II. Die Luxusklasse wird gleichzeitig auch mit einem hohen Anschaffungspreis in Verbindung gebracht und natürlich zählt das X99-Deluxe II nicht zu den Schnäppchen unter den X99-Mainboards.

Im Gegenzug erhält der Käufer des Flaggschiffs der Signature-Serie auch eine Menge an Ausstattung und die hat es beim X99-Deluxe II in sich. Nennenswert sind da nicht nur die vier PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis und dazu jeweils einen PCIe-2.0-x1- und einen mechanischen PCIe-2.0-Slot, sondern auch Features wie Dual-Gigabit-LAN und gleich vier USB-3.1-Gen2-Ports onboard. Luxuriös wurde dabei auch der Storage-Bereich mit einem SATA-Express-Anschluss, acht SATA-6GBit/s-Ports, gleich zwei U.2-Konnektoren und einer M.2-Schnittstelle abgedeckt. Die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke sind dabei schon eher nebensächlich, was auch für die Onboard-Sound-Lösung gilt, die wir uns ebenfalls anschauen werden.

Und ASUS legt mit der Hyper-M.2-X4-Adapter- und ThunderboltEX-3-Karte noch ordentlich einen drauf.

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Das ASUS X99-Deluxe II in der Übersicht.

Die Spezifikationen

Das ASUS X99-Deluxe II bietet folgende technische Eigenschaften:

Die Daten des ASUS X99-Deluxe II in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
X99-Deluxe II
CPU-Sockel LGA2011-3 (OC-Sockel) (für Core i7-58xx/59xx und Core i7-68xx/69xx)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Straßenpreis ab 390 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X99 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x16/x8/x8) über Haswell-E/Broadwell-E-CPU
1x PCIe 2.0 x16 (elektrisch mit x4, shared) über Intel X99
1x PCIe 2.0 x1 über Intel X99

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

1x SATA Express 10 GBit/s über Intel X99
8x SATA 6GBit/s über Intel X99 (6x SATA 6GBit/s mit RAID 0, 1, 5, 10)
2x M.2 (M-Key) mit PCIe 3.0 x4 über CPU (jeweils 32 GBit/s) (1x onboard, 1x über Adapterkarte)
2x U.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (jeweils 32 GBit/s)

USB

4x USB 3.1 Gen2 (4x am I/O-Panel, 3x Typ-A und 1x Typ-C) über 2x ASMedia ASM1142
2x USB 3.1 Gen2 (2x an ThunderboltEX-3-Karte, 1x Typ-A und 1x Typ-C) über Intel Alpine Ridge
8x USB 3.1 Gen1 (4x am I/O-Panel, 4x über Header), vier über Intel X99, vier über ASMedia ASM1074
6x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel X99

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Wi-Fi Go!, WLAN 802.11a/b/g/n/ac 2,4/5 GHz, Bluetooth 4.0
Thunderbolt Thunderbolt 3.0 über ThunderboltEX-3-Karte (USB Typ-C oder Mini-DisplayPort) mit 40 GBit/s
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN
1x Intel I211-AT Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Crystal Sound 3 (Realtek ALC1150 Audio Codec)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
2x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin WPump-Header
1x 4-Pin H-Amp-Header
1x 5-Pin EXT-FAN-Header

Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes liefert ASUS neben dem Mainboard:

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Bei der Deluxe-Version eines ASUS-Mainboards kann der Käufer eine Menge Beigaben erwarten und die bekommt er schließlich auch. Abseits der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch und dem Support-Datenträger packen die Taiwaner nicht nur acht SATA-Kabel, drei Thermistorkabel, das CPU-Installation-Tool und die Q-Connectors mit in den Karton, sondern zusätzlich die Halterung für den Onboard-M.2-Slot und die WLAN-Antenne. Als großer Bonus liegt außerdem die FAN-Header-Erweiterungskarte, die Hyper-M.2-X4-Adapterkarte und die ThunderboltEX-3-Karte mit bei.


Der X99-Chipsatz ist auch weiterhin stark verwandt mit dem älteren Z97-PCH, den Intel für den Sockel LGA1150 vorgesehen hatte. Allerdings unterstützt der X99-Chipsatz selbst weiterhin vier weitere, native SATA-6GBit/s-Ports und kommt somit auf eine Summe von zehn SATA-6GBit/s-Buchsen. USB 3.0 (USB 3.1 Gen1) wird sechsmal nativ unterstützt. Für weitere Controller und Co. bringt er außerdem acht PCIe-2.0-Lanes mit. Das DMI (Direct Media Interface) basiert noch auf dem älteren 2.0-Protokoll.

Somit kann der betagte X99-PCH in Sachen PCI-Express-Bahnen nicht mit dem neueren Z170-Chipsatz mithalten, der gleich 20 Gen3-Lanes an der Zahl im Gepäck hat. Doch dafür haben die Haswell-E(P)- und Broadwell-E(P)-Prozessoren je nach CPU-Modell bis zu 40 PCIe-3.0-Lanes in ihrem Die, sodass es hierbei zu einer Art Kompensation kommt. Vor allen Dingen für eine M.2-Schnittstelle, die bei vier PCIe-3.0-Lanes mit theoretischen 32 GBit/s zu Werke geht, hat die CPU bereits genügend Reserven und braucht nicht den leistungsfähigen PCH des Z170-Chipsatzes.

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ASUS setzt auf dem Papier auf eine bessere VRM-Ausstattung.

Beim VRM-Bereich können wir im Vergleich zum X99-A II ebenfalls einen Unterschied feststellen. Zwar wird die eingesetzte LGA2011-3-CPU hier ebenfalls von denselben acht Phasen betreut, doch vertraut ASUS mit den IR3556-MOSFETs (PowIRstage) von International Rectifier auf leistungsfähigere Spannungswandler. Möchte man zumindest meinen. Stattdessen wurden auf der PCB-Rückseite auf die IR3535M-Buck-Converter verzichtet. Unverändert sind dafür wiederum der 8-Pin-EPS12V- und der 4-Pin-ATX-+12V-Stromanschluss, um mit 528 Watt genug Puffer für eine Übertaktung bereitzustellen.

Und dann sind da natürlich auch noch die insgesamt acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, die der Besitzer dafür einsetzen kann, den Arbeitsspeicher bis beachtliche 128 GB auszubauen. Je nach DIMM-Wahl ist auch ein weitaus höherer Speichertakt außerhalb der Intel-Spezifikation von DDR4-2133 bei den Haswell-E- und DDR4-2400 bei den Broadwell-E-CPUs möglich. Wie man auf dem Bild sehr gut erkennen kann, werden die acht Bänke von insgesamt vier Spulen mit Strom versorgt.

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Ebenfalls unverändert ist der verwendete PWM-Controller.

Auch auf dem X99-Deluxe II übernimmt der ASP1257 die Rolle des PWM-Controllers und nimmt sich der acht Spulen an.

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...was auch für die RAM-Spulen gilt.

Wie hätte es auch anders sein sollen. ASUS verlötet außerdem zwei ASP1250-PWM-Controller, von denen jeder maximal zwei Spulen betreuen kann. Somit geht die Rechnung bestens auf.

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Die Erweiterungssteckplätze auf dem ASUS X99-Deluxe II.

Kommen wir nun zu einem der interessantesten Punkte eines Mainboards: den Erweiterungsslots. Wie bei den meisten anderen X99-Platinen wird unterschieden zwischen CPU-seitigen und PCH-seitigen Steckplätzen, beziehungsweise deren Anbindungen. Vier Stück von ihnen wurden mit dem Safe-Slot-Feature versehen, das den Anschluss generell stabiler machen soll. Und genau diese vier Steckplätze gehen zusammen mit der installierten LGA2011-3-CPU zu Werke. Übrig bleiben ein mechanischer PCIe-2.0-x16-Slot (maximal vier Gen2-Lanes) und eine PCIe-2.0-x1-Schnittstelle.

Während bei nur einer Grafikkarte stets der oberste Steckplatz genutzt werden sollte, kann die zweite Grafikkarte in den zweiten Safe-Slot-Anschluss installiert werden. Alternativ kann der zweite Grafikbeschleuniger auch in die dritte CPU-seitige Schnittstelle eingesetzt werden. Laut den Spezifikationen zumindest mit dem Core i7-5820K oder Core i7-6800K, die beide auf 28 PCIe-3.0-Lanes beschränkt wurden. Auch wenn es mit einer 40-Lane-CPU unüblich wäre, um auf die parallele x16-Ansteuerung der beiden Grafikkarten zu verzichten, sollte es allerdings auch mit diesen CPU-Modellen ohne Probleme möglich sein, den zweiten Grafikschubser in den vierten PCIe-Slot (Nummer 5) zu setzen, sodass der Abstand der beiden Karten auf diese Weise vergrößert werden kann.

Beachtet werden sollte, dass der unterste Steckplatz ausschließlich bei Verwendung mit einer 40-Lane-CPU mit Gen3-Lanes (maximal x8) versorgt wird. In Verbindung mit einem Core i7-5820K oder einem Core i7-6800K wird dieser Steckplatz mit einer PCIe-2.0-Lane vom Intel-X99-Chipsatz angesteuert. Unserer Ansicht nach kann diese Anbindung seitens ASUS nicht als optimal bezeichnet werden, denn wenn dieser Steckplatz auch einer 28-Lane-CPU mit maximal acht PCIe-3.0-Lanes zugänglich wäre, hätte die 3-Way-Multi-GPU-Unterstützung mit eben diesen Prozessoren erst einen Sinn ergeben. Laut Hersteller soll eine potentielle dritte Grafikkarte direkt unter dem Slot Nummer 4 eingesetzt werden. Bei Dual- und Triple-Slot-Grafikkarten führt dies natürlich zu einem Kompatibilitätsproblem. Werden stattdessen im unteren Bereich mehrere Single-Slot-Karten verbaut, stellt dies weniger ein Problem dar.

Jedoch müssen wir zugeben, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Einsatz von drei Grafikkarten und einer 28-Lane-CPU verschwindend gering ausfällt. Denn wer sich gleich drei potentiell schnelle (High-End-)Grafikkarten leisten kann, wird dann auch eher zu einer passenden CPU mit 40 Gen3-Lanes greifen. In den folgenden beiden Tabellen wird die Laneverteilung vereinfacht dargestellt. Die Lane-Angaben in Klammern bei der 3-Way-Multi-GPU-Konfiguration in der zweiten Tabelle beruhen auf eine Alternativbelegung, die von ASUS angegeben wurde.

PCIe-3.0-x16-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
(Core i7-5820K und Core i7-6800K)
 elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe-Slot 1
x16/x8 (CPU) x16 x16 x8
PCIe-Slot 4
x8 (CPU) - x8 x8
PCIe-Slot 5
x8 (CPU) - - x8
PCIe-Slot 6
x1 (Gen2, Intel X99) - - -

 

PCIe-3.0-x16-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 40-Lane-CPU
(Core i7-5930K/5960X/6850K/6900K/6950X)
 elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe-Slot 1
x16/x8 (CPU) x16 x16 x16 (x8)
PCIe-Slot 4
x16/x8 (CPU) - x16 x16 (x8)
PCIe-Slot 5
x8 (CPU) - - - (x8)
PCIe-Slot 6
x8 (CPU) - - x8

In allen Fällen jedoch erhält der zusätzliche mechanische PCIe-2.0-x16-Slot (Steckplatz 3) im Höchstfall vier Gen2-Lanes spendiert. Weitere Restriktionen ergeben sich im Bezug auf die Storage-Anschlüsse, zu denen wir nun kommen.

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Die Storage-Anschlüsse auf dem ASUS X99-Deluxe II fallen luxuriös aus.

Von einem Luxusbereich in den nächsten. Auf dem obigen Bild sind - von der beiliegenden M.2-Adapterkarte (M-Key) abgesehen - sämtliche Storage-Schnittstellen sichtbar. Zu sehen sind neben der einen SATA-Express-Schnittstelle, den sechs angewinkelten und zwei vertikal ausgerichteten SATA-6GBit/s-Ports außerdem die vertikale M.2-Schnittstelle (ebenfalls M-Key) und die beiden U.2-Konnektoren. In diesem Fall jeweils einmal vertikal und einmal angewinkelt.

Restriktionen aufgrund der unveränderten Lane-Knappheit

Ja, auch bei der Enthusiasten-Plattform existiert je nach Ausstattungsumfang der Platine ein Mehrbedarf an Lanes. Und genau dieses Problem existiert leider auch beim X99-Deluxe II. Das Problem an der Sache: Der Hersteller möchte dem Endkunden - gerade bei den Flaggschiff-Modellen - jede Menge Ausstattung an die Hand geben. Allerdings muss diese umfangreiche Ausstattung auch irgendwie angebunden werden, was mit Hilfe der Lanes aus CPU und Chipsatz vonstattengeht.

Von der CPU aus werden je nach gewähltem Modell 28 oder 40 PCIe-3.0-Lanes zur Verfügung gestellt. Intels X99-PCH kann darüber hinaus lediglich acht PCIe-2.0-Lanes bereitstellen. Somit halten sich in der Summe 36 beziehungsweise 48 Lanes bereit, welche sich verteilen lassen. Üblicherweise wird zumindest lediglich eine einzige Grafikkarte verbaut, die schon einmal 16 Gen3-Lanes von der CPU wegschnappt. Bleiben noch 12 respektive 24 schnelle Lanes und acht Anbindungen über den Chipsatz übrig. Werden dann hingegen zwei Grafikkarten genutzt, reduziert sich das Ganze auf vier Gen3- beziehungsweise acht Gen3-Lanes. Üblicherweise werden die U.2- und die M.2-Konnektoren von der CPU mit Lanes versorgt, sodass es mit mehreren dieser Anschlüsse ganz schnell knapp werden kann, wenn alles zeitgleich durch den Nutzer genutzt werden möchte.

Mittels Gen2- und Gen3-Lane-Switches kann diese Lane-Knappheit zwar theoretisch ausgemerzt werden, allerdings ist dieser Schritt nur in wenigen Situationen auch wirklich sinnvoll und hat je nach Situation Bandbreitenlimitierungen zur Folge. Im Falle des ASUS X99-Deluxe II wurde ein Gen2-Lane-Switch mit verlötet. Nichtsdestotrotz gibt es einige Einschränkungen, die je nach eingesetzter CPU unterschiedlich ausfallen. Den Unterschied machen die 28 beziehungsweise 40 Gen3-Lanes aus, die vom Prozessor bereitgestellt werden:

40-Lane-CPU
 
USB3_34
USB3.1_EA34
SATA Express
PCIe-x16-Slot 2x2 (frei)
(Standard)
 Ja  Ja  SATA-Mode
x2 (belegt)  Ja (USB 2.0)  Ja  SATA-Mode
x4-Mode  Ja (USB 2.0)  Nein  SATA-Mode
deaktiviert  Ja  Ja  SATA/PCIe-Mode
 
 
M.2
U.2_2
PCIe-x16-Slot 3x16-Mode
(Standard)
Nein Nein
x8-Mode Ja Ja
 
 
U.2_1
PCIe-x16-Slot 5x8-Mode
(Standard)
 Nein
x4-Mode  Ja

 

28-Lane-CPU
 
USB3_34
USB3.1_EA34
SATA Express
PCIe-x16-Slot 2x2 (frei)
(Standard)
 Ja  Ja  SATA-Mode
x2 (belegt)  Ja (USB 2.0)  Ja  SATA-Mode
x4-Mode  Ja (USB 2.0)  Nein  SATA-Mode
deaktiviert  Ja  Ja  SATA/PCIe-Mode
 
 
USB3.1_EA34
SATA Express
PCIe-x16-Slot 3x8-Mode
(Standard)
Nein Nein
deaktiviert Ja Ja

Beim zweiten mechanischen PCIe-x16-Steckplatz, der über den X99-Chipsatz angebunden ist, gelten CPU-unabhängig dieselben Restriktionen. Der Slot arbeitet mit den Standard-BIOS-Werten mit lediglich zwei Gen2-Lanes und bewirkt in unbelegtem Zustand keinerlei Einschränkungen, wenn man vom SATA-only-Modus bei der SATA-Express-Schnittstelle absieht. Wird der Steckplatz belegt und die Karte mit zwei Gen2-Lanes versorgt, arbeiten zwei rückseitige USB-3.1-Gen1-Ports (USB3_34) am I/O-Panel mit USB-2.0-Geschwindigkeiten. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Werden dem PCIe-x16-Anschluss hingegen vier Gen2-Lanes - was das Maximum ist - zugeführt, können zwei der insgesamt vier USB-3.1-Gen2-Schnittstellen (USB3.1_EA34) nicht mehr genutzt werden. Wird PCIe-x16-Slot gänzlich deaktiviert, können die soeben erwähnten Anschlüsse selbstverständlich verwendet werden. Zudem lässt sich der SATAe-Anschluss alternativ auch im PCIe-Modus nutzen.

Absolut unterschiedlich fällt die Belegung beim dritten PCIe-x16-Slot, sprich beim zweiten PCIe-3.0-x16-Anschluss aus. Mit einer 40-Lane-CPU arbeitet dieser Steckplatz standardmäßig mit 16 Gen3-Lanes. Sollten diese beispielsweise mit einer weiteren Grafikkarte genutzt werden, sind der M.2- und U.2_2-Anschluss nicht mehr verwendbar. Mit einem 28-Lane-Prozessor, wie dem Core i7-6800K, sieht es wie folgt aus: Der PCIe-Steckplatz erhält per Default maximal acht Gen3-Lanes. Sollten diese auch in Anspruch genommen werden, sind nicht nur die beiden USB-3.1-Gen2-Anschlüsse (USB3.1_EA34) für die Katz, sondern zusätzlich noch der SATA-Express-Port.

Eine Einschränkung ergibt sich auch beim letzten PCIe-x16-Slot, der ausschließlich in Verbindung mit einer 40-Lane-CPU mit höchstens acht Gen3-Lanes versorgt und effektiv genutzt werden kann. Bei maximal vier Gen3-Lanes, kann der U.2_1-Port noch genutzt werden, bei acht Gen3-Lanes hingegen wird dieser deaktiviert.


Wir machen nun mit dem I/O-Panel weiter:

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Das I/O-Panel vom ASUS X99-Deluxe II.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Ganz links ist der proprietäre USB-BIOS-Flashback-Button zu sehen, mit dem der Nutzer das BIOS auf alternative Weise aktualisieren kann. Rechts benachbart sind gleich zwei Gigabit-LAN-Ports und vier USB-3.1-Gen1-Anschlüsse, dicht gefolgt von vier USB-2.0-Schnittstellen. Zusätzlich hat ASUS gleich satte vier USB-3.1-Gen2-Buchsen verlötet, wobei es drei Typ-A-Ausführungen und eine Typ-C-Ausführung sind. Schließlich sind da noch das Wi-Fi-Go!-Modul mit den drei Antennengewinden, die fünf 3,5-mm-Klinke-Audioanschlüsse und die Toslink-Schnittstelle zu nennen. Insgesamt findet der Besitzer des ASUS X99-Deluxe II ein absolut luxuriöses I/O-Panel vor.

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Der Audiobereich und weitere Zusatzchips im Überblick.

Auch beim Flaggschiff der neuen X99-Signature-Serie wurde der Realtek ALC1150 für die Audioberechnung vorgesehen, der es mit 8 + 2 Kanälen aufnehmen kann und einen Front-DAC von 115 dB A-Weighting- und 110 dB Differential/Single-End-Output auf die Waage bringt. Er wird jedoch von 14 Audio-Kondensatoren begleitet, welche die Qualität der Soundausgabe verbessern sollen. Auch ist ein Kopfhörer-Verstärker mit 600-Ohm-Unterstützung mit an Bord.

ASUS macht beim X99-Deluxe II keinen Unterschied zum X99-A II und verwendet den Nuvoton-NCT6791D-A als SuperI/O-Chip. Dieser kümmert sich um die Spannungs-, Temperatur- und Lüftergeschwindigkeitsüberwachung. Weiter links ist auch hier ASMedias ASM1074 sichtbar, der als USB-3.1-Gen1-Hub fungiert und die vier USB-3.1-Gen1-Schnittstellen am I/O-Panel bedient.

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Intels I218-V-...
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und I211-AT-Netzwerkcontroller sorgen für ordentlich LAN-Performance.

Beide Gigabit-LAN-Ports arbeiten über jeweils einen Intel-Netzwerkcontroller. Zum einen mit dem I218-V und mit dem I211-AT. Beide Controller können die Netzwerkpakete mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 1 GBit/s auf die Reise schicken. Auf Wunsch können die beiden NICs auch im Teaming zusammenarbeiten, sodass zum Beispiel 2 GBit/s oder jeweils 1 GBit/s Down- und Upstream anliegen. Auch wird zumindest vom I218-V das VLAN-Feature unterstützt und ebenfalls Wake-on-LAN.

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Vier USB-3.1-Gen2-Ports verlangt mehr als einen Host-Controller.

Da ASUS gleich vier USB-3.1-Gen2-Anschlüsse bereitstellt, benötigt es gleich zwei der ASM1142-Controller. Doch auf der Vorderseite befindet sich nur einer. Auf der PCB-Rückseite befindet sich auf selber Höhe ein weiterer ASM1142 auf. Dadurch lassen sich die vier Anschlüsse auch anbinden.


Weiter geht es mit dem Gen2-Switch.

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Die PCIe-Gen2-Lanes werden erweitert.

Für die Erweiterung der Gen2-Lanes hält sich der ASMedia ASM1184e bereit. Er selbst wird mit einer Gen2-Lane vom Chipsatz angebunden und kann vier Gen2-Lanes wieder herausgeben.

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Viele kleine Extras verstecken sich auf dem obigen Bild.

Neben den beiden USB-3.1-Gen1-Headern ganz rechts auf dem Bild, sehen wir außerdem einen Power-, Reset- und Clear-CMOS-Button sowie die Diagnostic-LED, der 5-Pin-Header für die Lüfter-Erweiterungskarte und einen RGB-Header zum Anschließen einer kompatiblen Lichterkette.

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Gefolgt von weiteren kleinen Extras.

ASUS hat auf der Ecke rechts unten einerseits einen SLI/CFX-Switch integriert. Er hat lediglich die Funktion, dem Anwender mittels LEDs anzuzeigen, in welchen PCIe-Steckplätzen die Grafikkarten installiert werden sollten. Des weiteren ist auch ein XMP-Switch erreichbar, mit dem sich das XMP-Feature aktivieren lässt. Eine gesondert aufleuchtende LED bestätigt dessen Aktivierung.

Wem die maximale CPU-Spannung von 1,920 Volt nicht ausreicht, kann mit dem CPU-Overvoltage-Jumper nachhelfen. Wird dieser auf die andere Position gesetzt, lässt sich die CPU mit einer noch höheren Spannung betreiben. Hierbei sollte der Anwender jedoch genau wissen, was er tut, denn gerade bei der CPU-Spannung gilt der Spruch "Viel hilft viel" nur in den seltensten Fällen. In solchen Situationen wird dann gleichzeitig eine weitaus leistungsstärkere Kühlung benötigt.

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Die ThunderboltEX-3-Karte im Detail.

Zum Schluss wollen wir einen kurzen Blick auf die mitgelieferte ThunderboltEX-3-Karte werfen. Sie besitzt natürlich keine umfangreichen Abmessungen und kommt mit einem PCIe-Gen3-x4-Interface aus. Dies bedeutet, dass die Karte mit theoretischen 32 GBit/s angetrieben wird. Als Controller wurde natürlich Intels Alpine Ridge eingesetzt, der nicht nur Thunderbolt 3.0, sondern auch die USB-3.1-Gen2-Spezifikationen erhalten hat.

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Die ThunderboltEX-3-Karte im Detail.

An Anschlüssen erhält der Nutzer Zugriff auf jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Schnittstelle und zusätzlich auf einen Mini-DisplayPort-in.

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Das ASUS X99-Deluxe II nochmal in der Übersicht.

ASUS hätte zwar auch auf das E-ATX-Format setzen können, doch hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, diese Wucht an Ausstattung auf ein PCB mit ATX-Abmessungen zu pressen. Dabei ist dies den Taiwanern recht gut gelungen. Alles befindet sich dort, wo wir es auch erwartet haben und wir sind auch an alle Stellen bestens herangekommen. Das haben wir jedoch auch teilweise der Corsair Hydro H110i GT zu verdanken, welche den Core i7-6950X ordentlich kühlen konnte. Die zahlreichen RGB-LEDs können dank des Aura-Lighting-Features in vielen unterschiedlichen Modi zum Leuchten gebracht werden. Zur Auswahl stehen: Default, Auto, Static, Breathing, Strobing, Comet, Flash & Dash, Rainbow, CPU-Temperatur und Color Cycle. Dabei hat ASUS die LEDs am PCH-Kühler, an den großen PCIe-Slots und rückseitig untergebracht.

Es lassen sich viele 4-Pin-Lüfter an dem Mainboard anschließen, sechs Stück in der Zahl. Gesteuert werden können von den fünf FAN-Anschlüssen der CPU-FAN-, die beiden Chassis-FAN-Header sowie der neue H-AMP-Header. An letztgenannten lässt sich ein extrem leistungsstarker Lüfter anklemmen. Neben den weiteren Modi "Silent" und "Turbo", steht jeweils noch der Punkt "Manual" zur Verfügung, bei dem sich der Anwender für seine eigenen Einstellungen entscheiden kann. Ebenfalls mit dabei ist der W-Pump-Header, an dem sich eine Pumpe einer (All-in-one-)Wasserkühlung anklemmen lässt. Und sollte diese Anzahl an FAN-Headern nicht ausreichen, hält sich auch noch der EXT_FAN-Header bereit, an dem die optionale Erweiterungsplatine mit drei weiteren 4-Pin-FAN-Headern angeklemmt werden kann.


BIOS

Zum Testzeitpunkt bot ASUS auf der eigenen Webseite für das X99-Deluxe II bereits mit der Version 0801 ein aktuelleres BIOS an. Vorinstalliert war bei uns Version 0601. Per Instant-Flash-Funktion mit der Bezeichnung "ASUS EZ Flash 3 Utility" konnten wir das neue BIOS problemlos flashen. Die Version 0801 soll die Systemstabilität noch einmal verbessern.

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Der EZ-Mode beim ASUS X99-A II.

Es kommt natürlich dieselbe Oberfläche wie beim X99-A II zum Einsatz. Sprich, farblich wurde die UEFI-Oberfläche in Schwarz, Türkis und Weiß hinterlassen. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" auswählen. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Mode beim ASUS X99-Deluxe II.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden und es haben wieder einmal sehr viele Funktionen ihren Weg in das Menü gefunden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon zuhauf kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

 

Overclocking

Wer hätte es gedacht: Selbstverständlich besitzt auch das X99-Deluxe II den patentierten OC-Sockel, für den ASUS einige Monate nach dem Release der Haswell-E-Plattform im August 2014 ein Exklusiv-Nutzungsrecht genießen konnte. Das UEFI bietet zum Thema Overclocking zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. So lassen sich zum Beispiel unterschiedliche VDIMM-Spannungen für die RAM-Channel A/B und C/D festlegen. Im UEFI sind RAM-Teiler bis DDR4-4000 und 65 Latenzen vertreten. Das sind jedoch nur einzelne Beispiele aus dem ganzen Aufgebot an Overclocking-Funktionen.

In Sachen Overclocking macht ASUS von den Funktionen her kaum einen Unterschied. So kann der BCLK von 80 MHz bis 300 MHz eingestellt werden. Die Intervalle betragen unverändert annehmbare 0,1 MHz, auch wenn mit 0,01 MHz-Schritten ein besseres Feintuning möglich gewesen wäre. In Sachen CPU-Spannung wird der Anwender wieder einmal verwöhnt. So stehen ihm die Modi Override, Adaptive und Offset zur Verfügung. Mit den ersten beiden Modi lässt sich die Spannung von 0,001 Volt bis 1,920 Volt fixieren.

Der Adaptive-Mode erlaubt die Nutzung eines Offsets und gleichzeitig eine feste Spannung für den Turbo-Modus, sprich für die Last-Situation. Im Offset-Modus sieht der Spielraum mit 0,001 Volt bis 0,999 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Aus den Spannungsbereichen lässt sich bereits erkennen, vor allem, wenn man ASUS kennt, dass die einzelnen Schritte bei allen drei Modi sehr feinen 0,001 Volt entsprechen. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS X99-Deluxe II in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,800 V bis 1,900 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCHI/O, VCCIO PCH 1,05V, PLL Termination Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 65 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU Current Capability, CPU Power Thermal Control, CPU Input Boot Voltage,
CPU Load-Line Calibration Level 1-9, Enhanced DRAM Training

Aufgrund des auf dem Papier besseren VRM-Bereichs hätte man annehmen können, dass das X99-Deluxe II ein besseres Ergebnis abliefert. Doch dem war nicht so. Es konnten ebenfalls 4,3 GHz bei 1,255 Volt erreicht werden.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,3 GHz bei 1,254 Volt

Trotz des identischen Ergebnisses bietet der Core i7-6950X mit 4,3 GHz eine immense Leistung.

Weiterhin werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir vier DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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4x 4GB G.Skill RipJaws4 DDR4-3000
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Das Extreme-Memory-Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Wir haben es nicht anders erwartet: Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Probleme umgesetzt, allerdings konnten wir mit manuellen Einstellungen noch engere Latenzen festlegen. Die VDIMM wurde von uns mit 1,35 Volt festgelegt.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen X99-Modelle haben dabei ebenfalls die dritte Version erhalten. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen. Gleichzeitig wird das Dual-Intelligent-Processors-5-Feature aus TPU und EPU gebildet.

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Die ASUS AI Suite 3

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten stets im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite in der Version 3 weitere nützliche Funktionen wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden kann. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lassen sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neuen Versionen nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden.

An vorletzter Stelle hält sich auch der USB-3.1-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht. Angeschlossene, mobile Geräte können mit ihm ebenso schneller aufgeladen werden. Je nach Einstellung funktioniert es selbst, wenn sich das System gerade im Standby, Ruhemodus oder im ausgeschalteten Zustand befindet.

In der folgenden Bildergalerie können alle AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS X99-Deluxe II getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.400 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS X99-Deluxe II mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2016 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2016

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

An der generellen Performance gibt es beim ASUS X99-Deluxe II nichts zu beanstanden. Es war jedoch auch nicht anders zu erwarten.

 

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Alle neuen ASUS-X99-Mainboards benötigen zum Initialisieren der Komponenten mit mehr als 30 Sekunden sehr lange. Das X99-Deluxe II veranschlagte 35,93 Sekunden und ist verständlicherweise das langsamste ASUS-Board. Alle vier Platinen werden vom MSI X99A Gaming Pro Carbon deutlich unterboten.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS X99-Deluxe II hat sehr viele Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, zwei USB-3.1-Gen2-Controller, ein USB-3.1-Gen1-Hub und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wer großen Wert auf den Idle-Verbrauch legt, wird über die 77,1 Watt nicht gerade begeistert sein. Dieser hohe Wert ist auf die üppige Ausstattung zurückzuführen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench rücken alle fünf Platinen schon näher zusammen. Dennoch verbrauchte unser Testsystem mit dem X99-Deluxe II mit 188,5 Watt nicht gerade wenig. Der Unterschied zum hauseigenen X99-A II beträgt fast 12 Watt. Aber selbst zum Strix X99 Gaming sind es noch 7,6 Watt

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich sah es mit Prime95 unter Volllast aus. Mit 201,3 Watt wurde mit dem X99-Deluxe II allerdings die 200-Watt-Marke überschritten. Die anderen vier Probanden lagen unterhalb von 200 Watt. Ganze 6,6 Watt weniger verbrauchte das Strix X99 Gaming. Auch hier schnitt das X99-A II mit 190,9 Watt am besten ab.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung waren sich alle Platinen mit 1,093 Volt absolut einig.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.1-Gen1/Gen2- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wo viel dran ist, lässt sich auch viel abschalten und Strom sparen. Nachdem wir alle abschaltbaren Komponenten inklusive der LED-Beleuchtung und dem MultiCore-Enhancement-Feature ausgeschaltet haben, zeigte das Strommessgerät nun 65,4 Watt und damit 11,7 Watt weniger an. Dies entspricht einer Reduzierung von 15,18 Prozent. Damit liegt das X99-Deluxe II fast auf dem Niveau des MSI X99A Gaming Pro Carbon.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench waren es sogar 12,3 Watt weniger. Es sind prozentual jedoch lediglich 6,53 Prozent weniger. 

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze 25,1 Watt weniger sind es mit Prime95 gewesen. Von knapp über 200 Watt auf nun 176,2 Watt ist schon beeindruckend.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bedingt durch das deaktivierte MultiCore-Enhancement-Feature verringerte sich auch mit dem X99-Deluxe die CPU-Spannung unter Last. Sie betrug nun 1,054 Volt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir in Sachen Leistungsaufnahme keine Überraschung erwartet haben. Ein Mainboard mit einer üppigen Ausstattung verbraucht nun mal mehr Strom als der Durchschnitt. Dem Enthusiasten wird dies allerdings wenig stören.


USB-3.1-Gen2-Performance

Auch das ASUS X99-Deluxe II bietet gleich vier der neuen Schnittstellen, die beide über zwei ASMedia-ASM1142-USB-3.1-Gen2-Hostcontroller zu Werke gehen. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir das externe Raidsonic-ICYBOX-IB-RD2253-U31-Gehäuse ein, in dessen Inneren wir zwei 2,5-Zoll-SSDs des Typs OCZ Vector 150 mit einer Speicherkapazität von jeweils 480 GB. Das Solid State Drive kommt bis auf 550 MB/s im Lesen und 530 MB/s im Schreiben. Beide SSDs arbeiten im RAID-0-Verbund, sodass die USB-3.1-Gen2-Schnittstelle ordentlich ausgelastet werden kann.

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Die USB-3.1-Gen2-Performance beim ASUS X99-Deluxe II
über den ASMedia ASM1142.

Neue Rekorde konnten wir mit dem ASUS X99-Deluxe II nicht aufstellen. Doch hat es auf Anhieb für über 700 MB/s im Schreiben und 671 MB/s im Lesen gereicht, was den USB-3.1-Gen2-Spezifikationen entspricht.

 

USB-3.1-Gen1-Performance

ASUS bietet das X99-Deluxe II mit insgesamt acht USB-3.1-Gen1-Buchsen an. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über die beiden internen Header realisiert werden. Die externen Ports arbeiten indirekt mit dem X99-PCH über den ASMedia ASM1074 und die internen Anschlüsse direkt mit dem X99-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die oben genannte USB-3.1-Lösung verwendet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Gen1-Performance beim ASUS X99-Deluxe II
(nativ über den X99-PCH).
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Die USB-3.1-Gen1-Performance beim ASUS X99-Deluxe II
über den ASMedia ASM1074.

Im Grunde ist es egal, ob nun die USB-3.1-Gen1-Ports über den X99-Chipsatz oder über den ASM1074 genutzt werden. In jedem Fall steht eine Performance von etwa 440 MB/s lesend und 460 MB/s schreibend zur Verfügung. Das ist schon recht ansehnlich.

 

SATA-6G-Performance

Das ASUS X99-Deluxe II stellt eine SATA-Express-Schnittstelle und acht SATA-6GBit/s-Ports bereit. Allesamt arbeiten sie nativ mit dem X99-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS X99-Deluxe II
(nativ über den X99-PCH).

Wir erhielten die gewohnt gute SATA-6GBit/s-Leistung über den Intel-Controller. Dies belegen die Transferraten von 557 MB/s im Lesen und 522 MB/s im Schreiben.

 

M.2-Performance

Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test setzen wir die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim ASUS X99-Deluxe II
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der Broadwell-E-CPU).

Unser M.2-Modul wird von den vier Gen3-Lanes von der CPU ordentlich angetrieben, wie die Leserate von 1.082 MB/s und Schreibrate von 1.025 MB/s zeigen. Mit einem moderneren Modul wären natürlich weitaus höhere Transferraten drin gewesen.


Der Hersteller ASUS hat beim neuen X99-Deluxe II alle Karten auf den Tisch gelegt. Die Taiwaner haben jede erdenklich aktuelle Consumer-Technologie für Mainboards auf ein ATX-PCB gepresst, die dem Enthusiasten so ziemlich jeden Wunsch erfüllen sollte. Dabei stehen die acht SATA-6GBit/s-Ports und die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke definitiv nicht im Vordergrund. Alleine mit den acht Speicherbänken lassen sich jedenfalls  - für diese Plattform typisch - bis zu 128 GB Arbeitsspeicher verbauen und damit für den Großteil der Anwender in absolut ausreichender Menge. Für den VRM-Bereich hat ASUS mit den PowIRstage-MOSFETs zwar eine andere Bestückung als beim hauseigenen X99-A II verlötet, doch konnten wir in unserem Overclocking-Test keinen Unterschied feststellen.

Besonders auffällig sind natürlich die insgesamt fünf mechanischen PCIe-x16-Steckplätze, von denen je nach CPU-Wahl drei beziehungsweise vier inklusive dem Safe-Slot-Feature mithilfe der PCIe-3.0-Spezifikation ans Werk gehen und dem entsprechend auch mehr als eine Grafikkarte aufnehmen können. Zu bemängeln wäre hier die schlechte Umsetzung der Gen3-Lane-Beschaltung mit dem Core i7-6800K oder dem Core i7-5820K, wenn es darum geht, eine 3-Way-Multi-GPU-Konfiguration umzusetzen. Wenn sich der dritte Gen3-Slot für die dritte Grafikkarte direkt unter der zweiten Karte befindet, sind Kompatibilitätsprobleme unweigerlich vorprogrammiert.

Einer unter den fünf PCIe-x16-Slots arbeitet dabei ausschließlich mit maximal vier Gen2-Lanes. Und dann gibt es da noch den kleinen PCIe-2.0-x1-Anschluss, der bei der Überzahl der großen Brüder regelrecht untergeht. Neben den bereits erwähnten acht SATA-6GBit/s-Ports existieren außerdem ein SATA-Express-Anschluss, gleich zwei U.2-Konnektoren und eine vertikale M.2-Schnittstelle (M-Key). Ein zweites M.2-M-Key-Modul kann dank der beiliegenden Hyper-M.2-X4-Adapterkarte verwendet werden.

Besondere Aufmerksamkeit wurde den USB-Anschlüssen gewidmet. ASUS hat das X99-Deluxe II mit neben acht USB-3.1-Gen1- (jeweils vier Stück intern und extern) und sechs USB-2.0-Schnittstellen (vier extern und zwei intern) mit vier USB-3.1-Gen2-Buchsen (3x Typ-A, 1x Typ-C) am I/O-Panel versehen. Mit der ebenfalls mitgelieferten ThunderboltEX-3-Erweiterungskarte sind es sogar insgesamt sechs USB-3.1-Gen2-Anschlüsse, an der jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Ausführung auf die Verwendung warten. Zusätzlich hält sich an der Slot-Blende auch ein Mini-DisplayPort-in-Anschluss bereit.

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Absolut luxuriös gestaltet sich auch der Netzwerkbereich. Dabei kann der Anwender nicht nur auf zwei Gigabit-LAN-Ports über zwei Intel-Netzwerkcontroller vertrauen. Alternativ kann auch die kabellose Verbindung über das Wi-Fi-Go!-Modul genutzt werden, das die 802.11a/b/g/n/ac- und Bluetooth-4.0-Spezifikation in vollem Umfang unterstützt. Die passende WLAN-Antenne liefert ASUS natürlich ebenfalls mit. Nicht zu vergessen hat ASUS mit dem Realtek-ALC1150-Audio-Codec inklusive 14 Audio-Kondensatoren und Kopfhörerverstärker eine passende Sound-Lösung integriert. An Anschlüssen stehen fünf analoge 3,5-mm-Klinke-Buchsen und ein optischer Digitalausgang zur Verfügung.

Selbstverständlich hat es sich der Mainboard-Spezialist nicht nehmen lassen und hat einiges an Onboard-Komfort hinterlassen. Da wäre nicht nur der SLI/CFX- und der XMP-Switch nennenswert, sondern auch der Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button, die Diagnostic-LED und der CPU-Overvoltage-Jumper. Das X99-Deluxe II bringt außerdem das Aura-Lighting-Feature mit, was demnach bedeutet, dass auf dem PCB einige RGB-LEDs vertreten sind und in unterschiedlichen Leuchteffekten ihre Wirkung zeigen können. Erweitert werden kann das Ganze mit dem RGB-Header. So lässt sich auf Wunsch eine kompatible 5050-Lichterkette anklemmen.

ASUS hat auch die Nutzer berücksichtigt, die zahlreiche Lüfter verbauen wollen. Wenn man von den beiden CPU-FAN-, den zwei Chassis-FAN-Headern, vom High-Amp-FAN und Wasserpumpen-FAN-Anschluss absieht, können dank der im Lieferumfang enthaltenen FAN-Header-Erweiterungskarte drei weitere Lüfter angeschlossen werden. Es war davon abgesehen keine Überraschung, dass ASUS auf dieselbe UEFI-Oberfläche setzt, wie wir sie bereits beim X99-A II gesehen haben. Alle Settings wurden absolut zufriedenstellend umgesetzt und auch sonst lief das System sehr stabil. Die Leistungsaufnahme lag - der üppigen Ausstattung entsprechend - auf ziemlich hohem Niveau. Doch wir sind uns darüber im Klaren, dass dieser Tatsache von der Zielgruppe kaum Beachtung geschenkt wird.

Bei der immensen Anzahl an Anschlussmöglichkeiten blieb ASUS nichts anderes übrig, als das Lane-Sharing anzuwenden, was bedeutet, dass nicht alle Anschlüsse gleichzeitig verwendet werden können. Ein weiterer Negativpunkt ist dann ohne Frage der Preis. Zwar ist der Preis schon ein wenig nach unten gegangen, trotzdem sind 390 Euro ein ziemlich großer Happen für ein Mainboard. Zweifellos erhält der Käufer dafür eine aktuelle LGA2011-3-Platine, welche alle zeitgemäßen Technologien für den Mainboard-Consumer-Markt zu bieten hat.

Positive Eigenschaften des ASUS X99-Deluxe II:

Negative Eigenschaften des ASUS X99-Deluxe II:

Mit dem X99-Deluxe II hat ASUS eine kompromisslose LGA2011-3-Platine auf die Beine gestellt, die jede aktuelle Mainboard-Schnittstelle für den Desktop-Anwender in teilweise mehrfacher Ausführung zur Verfügung stellt. Dies geht jedoch einher mit verständlichen Lane-Restriktionen, einer erhöhten Leistungsaufnahme und einem stolzen Preis.

Alternativen? In etwas abgespeckter Form können wir das ASUS X99-A II empfehlen. Dieselbe Hardware-Basis mit ROG-Funktionen hört auf die Bezeichnung ASUS ROG Strix X99 Gaming. Alternativ böte sich auch das MSI X99A Gaming Pro Carbon an, das als Konkurrenzmodell zum ASUS Strix X99 Gaming angesehen werden kann.

 

Persönliche Meinung

Ohne Frage, von der Ausstattung her hat das ASUS X99-Deluxe II einiges auf dem Kasten. Wer das nötige Kleingeld neben dem (teuren) CPU- und Arbeitsspeicherkauf übrig hat, bekommt mit dem X99-Deluxe II eine beeindruckende Platine. Jedoch bin ich mir sicher, dass nur ein kleiner Nutzerkreis auch wirklich die gebotene Anschlusspracht effektiv nutzt, sodass man sich in diesem Fall nach einem abgespeckten und gleichzeitig günstigeren Mainboard umsehen könnte.

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die miese Lane-Beschaltung mit drei Grafikkarten in Verbindung mit einer 28-Lane-CPU. Es steht meiner Meinung nach außer Frage, dass bei drei leistungsstarken Grafikkarten auch genügend Geld für eine 40-Lane-CPU übrig sein sollte, aber dennoch sollte man diese Tatsache nicht unter den Tisch kehren. Hinzu kommt dabei allerdings auch noch der Fakt, dass zumindest bei den neuen NVIDIA-Pascal-Grafikkarten - wie der GeForce GTX 1080 -  beim Gaming nicht mehr als zwei Karten unterstützt werden. (Marcel Niederste-Berg)

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