ASUS Strix X99 Gaming im Test - Neues ROG-Mainboard für Broadwell-E

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asus strix x99 gaming 4 logoGestern hat ASUS vier neue Mainboards für den Broadwell-Refresh offiziell vorgestellt. Neben dem ASUS X99-Deluxe II, dem X99-A II und dem X99-E gehört auch das neue Strix X99 Gaming zu den neuen Broadwell-E-Mainboards von ASUS, die auch den kommenden Intel Core i7-6950X mit 10 Kernen aufnehmen können. Uns hat zu Anfang besonders das Strix X99 Gaming interessiert. Es handelt sich um ein neues Mitglied der Republic-of-Gamers-Mainboardserie und hat eine ausgesprochen umfangreiche Ausstattung zu bieten. 

Erstmalig wird die Modellbezeichnung "Strix" nun auch für die Mainboardserie von ASUS verwendet. "Strix" war zunächst einzig bei den ASUS-Grafikkarten im Custom-Design sowie bei den ASUS-Soundkarten der Strix-Serie bekannt. Nun gehört diese Bezeichnung - zumindest im Mainboard-Bereich - offiziell zur Republic-of-Gamers-Mainboardreihe. Zusammen mit dem Rampage V Extreme (/U3.1) bietet ASUS daher also zwei ROG-Platinen mit dem Sockel LGA2011-3 an, welche mit den Haswell-E(P)- und Broadwell-E(P)-CPUs komatibel sind. ASUS hat zuvor viele der eigenen X99-Mainboards für Broadwell-E vorbereitet, was das Rampage V Extreme mit einschließt.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 318 Euro ist das neue Strix X99 Gaming keinesfalls ein Schnäppchen, aber es hat eine ansprechende Ausstattung in petto. Einerseits kann der Käufer dank der acht DDR4-Speicherbänke den Arbeitsspeicher ordentlich ausbauen. Die Erweiterungskarten finden ihren Platz in drei PCIe-3.0-x16-Steckplätzen auf mechanischer Ebene, einem mechanischen PCIe-2.0-x16-Slot sowie zwei PCIe-2.0-x1-Anschlüssen. Anhand der SATA-Express-Schnittstelle, acht SATA-6GBit/s-Ports und einem geteilten M.2- und U.2-Anschluss erhält der Anwender eine hervorragende Auswahl an Storage-Anschlussmöglichkeiten.

Für den USB-Bereich hat sich das Unternehmen für jeweils acht USB-3.1-Gen1- und USB-2.0- sowie zwei USB-3.1-Gen2-Ports entschieden. Neben einigem Onboard-Komfort, auf den wir später noch zu kommen, wurde auch die Netzwerk-Konnektivität mit einem Gigabit-LAN-Port einem WLAN-AC- und Bluetooth-4.1-Modul komfortabel ausgebaut. Audiotechnisch wartet das Strix X99 Gaming stattdessen mit dem SupremeFX-Feature auf. Als gänzlich neu kann das Aura-RGB-Lightning-Feature bezeichnet werden. Demnach lohnt es sich definitiv, das ASUS Strix X99 Gaming genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Das ASUS (ROG) Strix X99 Gaming in der Übersicht.

Optisch gibt es keine besonderen Auffälligkeiten. Es kommt ein schwarzes PCB mit den ATX-Abmessungen zum Einsatz. VRM- und PCH-seitig wurden zwei Passivkühlkörper mit dem PCB verschraubt. Vom I/O-Panel bis runter zum Audio-Bereich wurde zudem ein Kunststoff-Cover verbaut. Typisch für die Strix-Produkte wurden auch ein paar orangene Farbtöne hinterlassen. In dieser Farbe prangt das ROG-Logo auf dem PCH-Kühler und der Strix-Schriftzug auf dem I/O-Panel-Cover. Bis auf wenige Ausnahmen wurden sämtliche Anschlüsse ebenfalls in schwarz hinterlassen. Einzig der U.2-Konnektor sowie die beiden SATA-6GBit/s-Ports und der SATA-Express-Anschluss sind grau.

Die Spezifikationen

Das ASUS (ROG) Strix X99 Gaming bietet folgende technische Eigenschaften:

Die Daten des ASUS (ROG) Strix X99 Gaming in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Strix X99 Gaming
CPU-Sockel LGA2011-3 (OC-Sockel) (für Core i7-58xx/59xx und Core i7-68xx/69xx)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Straßenpreis UVP liegt bei 318 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X99 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x16/x8) über Haswell-E/Broadwell-E-CPU
1x PCIe 2.0 x16 (elektrisch mit x4, shared) über Intel X99
2x PCIe 2.0 x1 über Intel X99 (1x shared)

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2/U.2-Schnittstellen

1x SATA Express 10 GBit/s über Intel X99
8x SATA 6GBit/s über Intel X99 (6x SATA 6GBit/s mit RAID 0, 1, 5, 10)
1x M.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (32 GBit/s, shared)
1x U.2 mit PCIe 3.0 x4 über CPU (32 GBit/s, shared)

USB

2x USB 3.1 Gen2 (2x am I/O-Panel, 1x Typ-A und 1x Typ-C) über ASMedia ASM1142
8x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header), vier über Intel X99, vier über ASMedia ASM1074
8x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel X99

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth ASUS Wi-Fi Go!, WLAN 802.11a/b/g/n/ac Dual-Band, Bluetooth 4.1
Thunderbolt Thunderbolt 3.0 mit 40 GBit/s über optionale ThunderboltEX-3-Erweiterungskarte
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel ROG SupremeFX (Realtek ALC1150 Audio Codec)
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
2x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)
1x 4-Pin WPump-Header
1x 4-Pin H-Amp-Header
1x 5-Pin EXT-FAN-Header

Die Verpackung wurde ebenfalls grundlegend in schwarz gefärbt. Auf der Front stehen die Platine und der bunte Strix-Schriftzug im Vordergrund. Oben rechts in der Ecke sind das ROG-Logo und unten links das ASUS-Logo zu sehen. Unten rechts hingegen wurden einige Grundfeatures aufgelistet.

Das mitgelieferte Zubehör

Folgendes befand sich neben dem Mainboard im Karton:

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ASUS legt neben dem Handbuch, der I/O-Blende und dem Support-Datenträger außerdem vier SATA-Kabel, eine 2T2R-WLAN-Antenne, das CPU-Installation-Tool, sowie eine 2-Way-SLI-Bridge und ein RGB-Header-Kabel mit in den Karton. Darüber hinaus fanden wir drei ROG-Logo-Sticker, ROG-Kabel-Label, einen Q-Connector, sieben Kabelbinder, ein Gewinde inklusive Schraube für den M.2-Steckplatz und jeweils drei Aufkleber für den PCH-Kühlkörper und das I/O-Panel-Cover. Sollte die Farbe Orange als störend empfunden werden, kann sich der Anwender zwischen den Farben grau, pink und grün entscheiden. Generell empfanden wir aber, dass ASUS ruhig weitere SATA-Kabel hätte beilegen können.


Der X99-Chipsatz ist auch weiterhin stark verwandt mit dem älteren Z97-PCH, den Intel für den Sockel LGA1150 vorgesehen hatte. Allerdings unterstützt der X99-Chipsatz selbst weiterhin vier weitere, native SATA-6GBit/s-Ports und kommt somit auf eine Summe von zehn SATA-6GBit/s-Buchsen. USB 3.0 (USB 3.1 Gen1) wird sechsmal nativ unterstützt. Für weitere Controller und Co. bringt er außerdem acht PCIe-2.0-Lanes mit. Das DMI (Direct Media Interface) basiert noch auf dem älteren 2.0-Protokoll.

Somit kann der betagte X99-PCH in Sachen PCI-Express-Bahnen daher nicht mit dem neueren Z170-Chipsatz mithalten, der gleich 20 Gen3-Lanes an der Zahl im Gepäck hat. Doch dafür haben die Haswell-E(P)- und Broadwell-E(P)-Prozessoren je nach CPU-Modell bis zu 40 PCIe-3.0-Lanes in ihrem Die, sodass es hierbei zu einer Art Kompensation kommt. Vor allen Dingen für eine M.2-Schnittstelle, die bei vier PCIe-3.0-Lanes mit theoretischen 32 GBit/s zu Werke geht, hat die CPU bereits genügend Reserven und braucht nicht den leistungsfähigen PCH des Z170-Chipsatzes.

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Unter dem I/O-Panel-Cover wurde eine kleine Platine mit RGB-LEDs verbaut.

Als wir die I/O-Panel-Abdeckung demontiert haben, konnten wir die kleine "Strix-RGB-LED-Strip"-Platine sehen. An dem Platinchen selbst wurden einige RGB-LEDs verlötet, deren Licht an einer schmalen, horizontalen Kunststoffscheibe durchscheint. Mit einem kurzen Verbindungskabel wird die kleine Platine mit Strom versorgt. Auf dem Mainboard selbst wurde extra dafür ein Header vorgesehen. Das Cover wird mittels vier Schrauben auf dem PCB fixiert.

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Die eingesetzte LGA2011-3-CPU wird von acht kräftigen Spulen angetrieben.

Natürlich haben wir neben dem I/O-Panel-Cover außerdem die beiden Kühler abgeschraubt. Zum Vorschein gekommen sind insgesamt acht MOSFETs, deren Modelle wir anhand der Beschriftung allerdings nicht entziffern konnten. Für den Strom-Input halten sich ein 8-Pin-EPS12V- und 4-Pin-+12V-Stronanschluss bereit, die kombiniert auf einen Overclocking-Puffer von beachtlichen 528 Watt kommen. Auf dem gesamten PCB kommen zudem langlebige 10K-Kondensatoren, die selbst bei sehr hohen Temperaturen nicht so schnell aufgeben sollen.

Es kommt der OC-Sockel zum Einsatz, der über zusätzliche Pins verfügt. ASUS hat hier ersichtlich das Square-ILM-System (Independent Loading Mechanism) für die Befestigung mit einem Lochabstand von 80 x 80 mm vorgesehen, das mit Ausnahme des ASRock X99E-ITX/ac auf sämtlichen Consumer-LGA2011-3-Mainboards zum Einsatz kommt. Selbstverständlich verbaut ASUS auf dem Strix X99 Gaming in der Summe acht DDR4-DIMM-Speicherbänke, in denen sich durch den Anwender maximal 128 GB - verteilt auf acht 16-GB-DIMMs - einsetzen lassen. ASUS hat die acht Speicherbänke bis DDR4-3333 freigegeben, sodass auch über diesen Weg zu mehr Leistung verholfen werden kann.

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Der ASP1257 ist eine ideale Wahl für insgesamt acht Spulen.

Als PWM-Controller wurde der ASP1257 eingesetzt, der mit seiner 8-Spulen-Unterstützung im Falle des Strix X99 Gaming eine optimale Wahl darstellt.

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Wozu sind dann wohl diese acht Chips zuständig?

Auf der Rückseite des PCBs haben wir außerdem diese acht kleinen Chips gefunden. Bei denen handelt es sich jedoch nicht um Phasen-Doubler, denn der PWM-Controller reicht für die Verwaltung von acht Spulen alleine aus. Viel mehr agieren die IR3535M-Chips von International Rectifier als Synchronous-Buck-Converter-Driver, die die Effizienz weiter steigern sollen.

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Zwei weitere PWM-Controller arbeiten auf dem Mainboard.

Nicht nur die CPU-Spulen, sondern auch die RAM-Spulen benötigen einen Dirigenten. Zwei ASP1250-Chips geben den Takt für die insgesamt vier RAM-Spulen an. Jeweils ein ASP1250 kümmert sich demnach um zwei Spulen.


Wir setzen den Artikel mit den Erweiterungssteckplätzen fort:

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Die Erweiterungssteckplätze auf dem ASUS Strix X99 Gaming.

ASUS hat hier drei PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis, einen mechanischen PCIe-2.0-x16-Anschluss und zwei PCIe-2.0-x1-Schnittstellen verlötet. Slot 1, Slot 4 und Slot 6 sind nativ an die eingesetzte LGA2011-3-CPU angebunden, Slot 2, Slot 3 und Slot 5 hingegen arbeiten mit dem X99-Chipsatz zusammen. Aufgrund der engen PCIe-2.0-Lane-Limitierung wurde ASUS dazu gezwungen, die letzten drei erwähnten Steckplätze shared anzubinden. Soll bedeuten, dass sich der obere PCIe-2.0-x1-Slot die Anbindung mit dem WLAN- und Bluetooth-Modul und der untere PCIe-2.0-x1-Steckplatz mit dem mechanischen PCIe-2.0-x16-Slot (maximal vier PCIe-2.0-Lanes) sowie den beiden USB-3.1-Gen2-Anschlüssen am I/O-Panel teilen müssen.

Auf dem Strix X99 Gaming können maximal drei NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten aufgeschnallt werden. Wird eine LGA2011-3-CPU mit 40 PCIe-3.0-Lanes verwenden, arbeiten die drei Karten im x16/x16/x8-Betriebsmodus (x8/x8/x8 mit einer 28-Lane-CPU). Bei Verwendung einer 40-Lane-CPU wird bei drei Grafikkarten die Nutzung des M.2/U.2-Anschlusses daher verwehrt. Mit einer 28-Lane-CPU sind im X8/x8/x8-Modus daher noch genau vier PCIe-3.0-Lanes für die M.2/U.2-Anbindung übrig. Die folgenden beiden Tabellen verdeutlichen die Lane-Aufteilung.

PCIe-3.0-x16-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 28-Lane-CPU
 elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe-Slot 1
x16/x8 (CPU) x16 x16 x8
PCIe-Slot 4
x8 (CPU) - x8 x8
PCIe-Slot 6
x8 (CPU) - - x8

 

PCIe-3.0-x16-Slots und deren Lane-Anbindung mit einer 40-Lane-CPU
 elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-SLI /
CrossFireX
PCIe-Slot 1
x16/x8 (CPU) x16 x16 x16
PCIe-Slot 4
x16/x8 (CPU) - x16 x16
PCIe-Slot 6
x8 (CPU) - - x8

Neu eingeführt wurde das Safe-Slot-Feature, das einzig und allein beim obersten PCIe-3.0-x16-Steckplatz Verwendung findet und den Steckplatz stabilisieren soll. Ein ähnliches Verfahren setzt auch MSI mit dem Steel-Armor-Feature ein. Die vier Karten-Fixierungen sind nicht ohne Grund transparent gehalten worden, denn bei den CPU-seitigen, mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätzen sowie an dem mechanischen PCIe-2.0-x16-Steckplatz wurde jeweils eine RGB-LED angebracht.

Am unteren PCB-Rand hat ASUS nicht nur einen RGB-Header für das ebenfalls neue Aura-RGB-Lighting-Feature hinterlassen, sondern außerdem jeweils einen Power- und Reset-Button und natürlich auch eine Diagnostic-LED untergebracht. Am Aura-RGB-Strip-Header kann ein so genannter RGB-LED-Strip mittels des beiliegenden Kabels angeschlossen werden. Wer darauf größeren Wert legt, findet mit diesem Feature sicherlich seine Freude. Das eingesetzte 5050-RGB-LED-Strip sollte laut ASUS höchstens zwei Ampere bei 12 Volt für sich beanspruchen.

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Der Storage-Bereich fällt umfangreich aus.

Die gute Nachricht: ASUS hat keine Zusatzcontroller für den Storage-Bereich einsetzen müssen. Die schlechte Nachricht: Aus diesem Grund können nicht alle Anschlüsse zur selben Zeit genutzt werden.

Auch wenn die offiziellen Spezifikationen zum Strix X99 Gaming eine andere Sprache sprechen, sehen wir hier zwei SATA-Express-Schnittstellen anstatt nur eine. Links daneben sind vier SATA-6GBit/s-Ports und ganz weit rechts davon neben dem USB-3.0-Header weitere zwei SATA-6GBit/s von uns gesichtet worden. Des weiteren bietet das neue ROG-Mainboard jeweils einen U.2- und einen M.2-Anschluss an. In Letzterem lässt sich durch den Anwender ein M-Key-Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 11 cm einsetzen. Der angesprochene Nachteil bezieht sich auf die U.2- und M.2-Schnittstelle, denn beide können nicht gleichzeitig in Betrieb genommen werden, sodass sich hier für einen Standard entschieden werden muss.

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Das I/O-Panel beim ASUS Strix X99 Gaming.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Unserer Meinung nach hat ASUS ein ansprechendes I/O-Panel auf die Beine gestellt. Dort sind nicht nur jeweils vier USB-3.0- und USB-2.0-Buchsen, ein Gigabit-LAN-Port und eine PS/2-Schnittstelle untergebracht, sondern auch das Wi-Fi-Go!-Modul, jeweils einen USB-3.1-Gen2-Typ-A- und Typ-C-Anschluss und einen USB-BIOS-Flashback-Button. Der USB-3.0-Anschluss rechts unten ist der dafür vorgesehene Port. Die Audioausgabe erfolgt hingegen über fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einen Toslink-Anschluss.

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Neben dem SupremeFX-Audiobereich sind jedoch noch zwei weitere, erwähnenswerte Chips zu sehen.

Unterhalb des EMI-Shields mit der SupremeFX-Aufschrift werkelt Realteks ALC1150-Audio-Codec, der dazu in der Lage ist, maximal 8 + 2 Kanäle unter einen Hut zu bringen. Er bringt es auf einen Front-DAC von 115 dB A-Weighting- und 110 dB Differential/Single-End-Output.

Wie man es ASUS bereits kennt, werden jedoch noch erweiterte Funktion angeboten, die teilweise ROG-exklusiv sind. So wird mit dem "Sonic SenseAmp" beispielsweise der Ohm-Bereich des Kopfhörers automatisch ermittelt und gegebenenfalls entsprechend eingestellt. "Sonic SoundStage" bietet stattdessen die Möglichkeit, das "optimale" Soundprofil für die jeweiligen Situationen per Onboard-Button "Soundstage" zu aktivieren. Dabei werden vier Profile zur Verfügung gestellt: Shooter, Rennspiel, Sport und Kampfspiel. Einziger Haken an der Sache: Die soeben genannten Features können lediglich mit den analogen Anschlüssen genossen werden. Abschließend gibt es noch "Sonic Studio", mit dessen Hilfe mit nur einem einzelnen Klick ein glasklarer Raumklang erzeugt werden soll. Insgesamt zehn Audio-Kondensatoren sollen das Klangbild positiv beeinflussen.

Links neben dem EMI-Shield wurde der Nuvoton-NCT6791D-A untergebracht, welcher als SuperI/O-Controller fungiert und für die Spannungs-, Temperatur- und Lüftergeschwindigkeitsüberwachung zuständig ist. Davon weiter links sehen wir den ASMedia ASM1074, bei dem es um den bekannten USB-3.0-Hub handelt und sich um die vier USB-3.0-Anschlüsse am I/O-Panel kümmert.

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Der verantwortliche Chip für die USB-3.1-Gen2-Unterstützung.

ASUS setzt leider nicht den Intel Alpine Ridge für den USB-3.1-Gen2-Support ein, sondern stattdessen ASMedias ASM1142. Dieser kann maximal zwei 10-GBit/s-Anschlüsse steuern und steht in Kontakt mit der roten Typ-A- und der Typ-C-Buchse.


Weiter geht es mit dem Netzwerkcontroller:

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Der Gigabit-LAN-Port arbeitet mit einem Intel-Controller zusammen.

Im Detail ist vom I218-V die Rede, der auf maximal 1 GBit/s kommt und neben Wake-on-LAN auch V-LANs unterstützt.

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Auf diesem Bild sind kleine Details erkennbar.

Einerseits ist natürlich der relativ große ROG-Controller-Chip zu sehen, der sich für die exklusiven ROG-Features auf dem Strix X99 Gaming verantwortlich zeigt. Sei es GameFirst IV,  Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Für die Ai Suite III werden durch die Chips zusätzlich die Schnittstellen für TurboV Evo und die GPU Boost-Software bereitgestellt. Auf der Rückseite des Mainboards wurde ein weiterer ROG-Chip untergebracht.

Des weiteren halten sich unten am Rand des PCBs zwei USB-2.0-Header auf, wovon der linke optional auch für das OC-Panel verwendet werden kann, das beispielsweise dem Rampage V Extreme oder dem Maximus VIII Extreme(/Assembly) beiliegt. Oberhalb davon etwas weiter rechts ist außerdem der EXT-FAN-Header sichtbar, an dem die optional erhältliche FAN-Erweiterungsplatine angeklemmt werden kann. Diese liegt dem Maximus VIII Extreme(/Assembly) bei, das wir bereits im Test hatten. Rechts benachbart ist der Thunderbolt-Header. Davon wiederum oberhalb ist einmal der CPU_OV-Jumper (CPU-Overvoltage) zu finden, mit dem sich in aktiviertem Zustand die eingesetzte CPU mit nochmals erhöhter Spannung betreiben lässt. Standardmäßig ist diese Funktion jedoch ausgeschaltet.

Und dann ist da noch der EZ_XMP-Switch. Wird dieser in die andere Position gesetzt, wird die XMP-Funktion eingeschaltet. In diesem Fall leuchtet dann auch eine kleine LED.

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Und noch mehr RGB-LEDs...

Direkt unter dem CPU-Sockel halten sich noch weitere RGB-LEDs auf, die durch ein lichtdurchlässiges, mattes Fenster auf einem kleinen Block mit der Republic-of-Gamers-Aufschrift ihre Wirkung zeigen.

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Fehlen darf natürlich auch der proprietäre MemOK-Button nicht.

Oben rechts in der Ecke des PCBs wurde auch beim Strix X99 Gaming der MemOK-Button nicht vergessen. Dieser kann Situationen recht sinnvoll sein, wenn das System partout nicht starten möchte und die Ursache dafür beim eingesetzten Arbeitsspeicher zu finden ist. Wird der Knopf betätigt, aktiviert das Mainboard lockerere Frequenzen und Latenzen, womit die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Boot-Vorgang erhöht wird.

Über dem 24-poligen ATX-Stromanschluss sind auch die ASUS-typischen Status-LEDs zu sehen, die bei jedem Systemstart im besten Fall einmal kurz aufleuchten. Sollte das System einmal nicht dazu in der Lage sein, ein Bild zu zeigen, kann mithilfe der LEDs der Übeltäter möglicherweise ausfindig gemacht werden, wenn eine LED dauerhaft leuchtet.

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Das ASUS Strix X99 Gaming nochmal in der Übersicht.

ASUS hat es geschafft, selbst ein großzügigeres ATX-Mainboard vollständig zu befüllen. Dennoch befindet sich alles dort, wo wir es auch erwartet haben und wir sind auch an alle Stellen bestens herangekommen. Das haben wir jedoch auch teilweise der Corsair Hydro H110i GT zu verdanken, welche den Core i7-5960X ordentlich kühlen konnte. Die zahlreichen RGB-LEDs können in sechs unterschiedlichen Modi zum leuchten gebracht werden. Zur Auswahl stehen: Default, Auto, Static, Breathing, Strobing und Color Cycle.

Es lassen sich viele 4-Pin-Lüfter an dem Mainboard anschließen, fünf Stück in der Zahl. Gesteuert werden können von den fünf FAN-Anschlüssen der CPU-FAN-, die beiden Chassis-FAN-Header sowie der neue H-AMP-Header. An letztgenannten lässt sich ein extrem leistungsstarker Lüfter anklemmen. Neben den weiteren Modi "Silent" und "Turbo", steht jeweils noch der Punkt "Manual" zur Verfügung, wo sich der Anwender für seine eigenen Einstellungen entscheiden kann.

Eines der exklusiven ROG-Features ist "Truevolt USB". Dahinter verbergen sich zwei eigenständige, lineare 5V-Leitungen für die Front- und Back-USB-Anschlüsse. Das Ziel ist, dass die Spannung über die USB-Buchsen zu jeder Zeit exakt 5 Volt beträgt, was für viele Geräte von Vorteil ist. Allerdings hängt die Effektivität dieses Features von dem verwendeten Netzteil ab. Wird beispielsweise ein qualitativ schlechtes Netzteil mit einer fluktuierenden 5-Volt-Spannung genutzt, kann "Truevolt USB" das Ganze nur sehr schwer abfangen.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele Nutzer als Cheating ansehen. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Wer die maximal möglichen 128 GB des Arbeitsspeichers ausreizt, könnte sich einmal mit dem "RAMDisk"-Feature näher beschäftigen. Aus dem RAM kann auf diese Weise ein rasend schnelles Laufwerk herbeigezaubert werden, welches in puncto Performance laut ASUS um das 20-fache schneller ist als aktuelle SSDs. Apropos SSDs: mit der ROG-SSD-Secure-Erase-Funktion können angeschlossene SSDs ohne Kompromisse von den Daten befreit werden.


BIOS

Da das ASUS Strix X99 Gaming ganz frisch ist, existiert auch noch kein BIOS-Update, das wir hätten aufspielen können. Als Auslieferungs-BIOS darf also die Version 0213 bezeichnet werden. Ein BIOS-Update kann jedoch entweder per Instant-Flash oder mittels des USB-BIOS-Flashbacks-Features komfortabel durchgeführt werden.

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Der EZ-Mode beim ASUS Strix X99 Gaming.

An dem UI hat sich sowohl optisch als auch funktional nichts verändert. Farblich wurde die UEFI-Oberfläche daher in Rot und in Schwarz hinterlassen und passt daher zum ROG-Mainboard- Dabei werden die einzelnen Punkte weiterhin in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Oben links angefangen sind an dieser Stelle das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer teilt auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status mit, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich über die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Mode beim ASUS Strix X99 Gaming.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist das "My Favorites"-Feature, das die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS anzeigt, die der Nutzer frei auswählen kann. Für das Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind im Ai-Tweaker-Reiter hinterlegt worden und es sind wieder einmal sehr viele Funktionen implementiert worden. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI entweder über einen USB-Datenträger oder aber über das Internet aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs nach langer UEFI-Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, was wir schon zu Hauf kritisieren mussten. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts zu bemängeln.

 

Overclocking

Auch das Strix X99 Gaming wurde mit dem patentierten OC-Sockel ausgestattet, für den ASUS einige Monate nach dem Release der Haswell-E-Plattform im August 2014 ein Exklusiv-Nutzungsrecht genießen konnte. Das UEFI bietet zum Thema Overclocking zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. So lassen sich zum Beispiel unterschiedliche VDIMM-Spannungen für die RAM-Channel A/B und C/D festlegen. Im UEFI sind RAM-Teiler bis DDR4-4000 und 65 Latenzen vertreten. Das sind jedoch nur einzelne Beispiele aus dem ganzen Aufgebot an Overclocking-Funktionen.

Beim Strix X99 Gaming kann der BCLK von 80 MHz bis 300 MHz eingestellt werden. Die Intervalle betragen unverändert annehmbare 0,1 MHz, auch wenn mit 0,01 MHz-Schritten ein besseres Feintuning möglich gewesen wäre. In Sachen CPU-Spannung wird der Anwender wieder einmal verwöhnt. So stehen ihm die Modi Override, Adaptive und Offset zur Verfügung. Mit den ersten beiden Modi lässt sich die Spannung von 0,001 Volt bis 1,920 Volt fixieren. Der Adaptive-Mode erlaubt die Nutzung eines Offsets und gleichzeitig eine feste Spannung für den Turbo-Modus, sprich für die Last-Situation. Im Offset-Modus sieht der Spielraum mit 0,001 Volt bis 0,999 Volt in beide Richtungen ebenfalls sehr ansprechend aus. Aus den Spannungsbereichen lässt es sich bereits erkennen, vor allem, wenn man ASUS kennt, dass die einzelnen Schritte bei allen drei Modi sehr feinen 0,001 Volt entsprechen. Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Strix X99 Gaming in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,800 V bis 1,900 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCHI/O, VCCIO PCH 1,05V, VTTDDR CHA/B, VTTDDR CHC/D,
PLL Termination Voltage, DRAM Eventual Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 65 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU Current Capability, CPU Power Thermal Control, CPU Input Boot Voltage,
CPU Load-Line Calibration Level 1-9, Enhanced DRAM Training

Für den Test des ASUS Strix X99 Gaming haben wir eine "andere" Core-i7-5960X-CPU einsetzen müssen, die jedoch glücklicherweise ein wesentlich besseres Overclocking-Potential vorzuweisen hatte. Während bei der "alten" CPU bei maximal 4,4 GHz Schluss war, ließ sich die "neue" CPU nicht nur mit 4,5 GHz takten, sondern mit einer zugleich geringeren Spannung von 1,254 Volt stabil betreiben.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,5 GHz bei 1,254 Volt

Mit 4,5 GHz ist der Core i7-5960X ein wahres Monster, was die Leistung angeht. Warten wir mal ab, was Intels nächste CPU-Generation mit diesem Mainboard anstellen kann.

Auch bei der Haswell-E-Plattform werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir vier DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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4x 4GB G.Skill RipJaws4 DDR4-3000
cpuz2.PNG
Das Extreme-Memory-Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme-Memory-Profile wurde absolut korrekt vom Strix X99 Gaming umgesetzt und angenommen. Doch auch mit etwas straffereren Latenzen konnte das Mainboard problemlos umgehen. Die VDIMM wurde bei 1,35 Volt fixiert.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen X99-Modelle haben dabei ebenfalls die dritte Version erhalten. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen. Gleichzeitig wird das Dual-Intelligent-Processors-5-Feature aus TPU und EPU gebildet.

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Die ASUS AI Suite 3 im ROG-Gewand.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten stets im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite in der Version 3 weitere, nützliche Funktionen, wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden kann. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lassen sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neuen Versionen nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden.

An vorletzter Stelle hält sich auch der USB-3.1-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht. Angeschlossene, mobile Geräte können mit ihm ebenso schneller aufgeladen werden. Je nach Einstellung funktioniert es selbst, wenn sich das System gerade im Standby, Ruhemodus oder im ausgeschalteten Zustand befindet.

In der folgenden Bildergalerie können alle AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Strix X99 Gaming getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Strix X99 Gaming mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R11.5, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Generell stimmt die Leistung des ASUS Strix X99 Gaming, auch wenn die Speicherbandbreite ein Stückchen hätte besser ausfallen können. Doch dies kann an einer noch fehlenden Optimierung des BIOS liegen.

 

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das noch frühe BIOS macht sich leider auch bei der langen Bootzeit bemerkbar, denn diese lag bei knapp 30 Sekunden, die selbst für ein LGA2011-3-Mainboard deutlich zu lang sind. Eventuell kann ASUS auch hier mit einem neuen BIOS nachbessern.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Strix X99 Gaming hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf verbraucht das Testsystem mit dem ASUS Strix X99 Gaming 63,6 Watt und liegt damit im Mittelfeld. Positiv anzumerken ist jedoch, dass das Strix X99 Gaming das bisher effizienteste ASUS-X99-Mainboard ist, das wir in unserer Redaktion hatten.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch mit Cinebench konnten wir mit genau 175 Watt einen durchschnittlichen Wert ermitteln. Aus dem eigenen Portfolio konnte einzig das Sabertooth X99 geringeren Verbrauchswert (168,6 Watt) vorweisen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Gleiches Spiel auch unter Prime95, wo das Strommessgerät 195,2 Watt angezeigt hat und die Differenz zum Sabertooth X99 bei 3,432 Prozent liegt. Dennoch ist es erfreulich, dass die 200-Watt-Marke nicht erreicht wurde.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bedingt durch die neue CPU ist natürlich eine gänzlich andere CPU-Spannung unter Last erreicht worden. Mit 1,020 Volt wird eine sehr gute und niedrige Spannung erreicht.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im UEFI konnten wir nicht nur die USB-3.1-Gen2- und USB-3.0-Anschlüsse deaktivieren, sondern auch die gesamte LED-Beleuchtung, das Wi-Fi-Go!-Modul und auch das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature. Durch diese Maßnahmen konnten im Idle 9,5 Watt eingespart werden, sodass der Verbrauchswert auf 54,1 Watt reduziert wurde.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Deutlich beeindruckender fiel der Unterschied mit Cinebench auf. Von 175 Watt wurde die Leistungsaufnahme auf 160,1 Watt heruntergedrückt und sind demnach fast 15 Watt weniger.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Knapp 12 Watt weniger wurden bei der Verwendung von Prime95 aus der Steckdose gezogen. Das Strommessgerät zeigte nun 183,3 Watt an.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Dadurch, dass wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktiviert haben, verringerte sich die CPU-Spannung erwartungsgemäß. Unter Volllast betrug die Spannung nun mehr 0,985 Volt. Der Unterschied beträgt also 0,035 Volt.

 

Bei der Enthusiasten-Plattform wird erfahrungsgemäß mehr Strom verbraten als bei der Midrange-Plattform. Das ASUS Strix X99 Gaming gehört zwar nicht zu den effizientesten X99-Mainboards, doch ist die Leistungsaufnahme verglichen mit den anderen Probanden genau im Mittelfeld, sodass sich der Stromhunger in Grenzen hält.


USB-3.1-Performance

Das ASUS Strix X99 Gaming hat zwei der neuen Schnittstellen zu bieten, die beide über den ASMedia-ASM1142-USB-3.1-Hostcontroller arbeiten. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim ASUS Strix X99 Gaming
über den ASM1142.

Für eine zuverlässige Ermittlung des Ergebnisses haben wir den Test unter Windows 10 Pro in der 64-Bit-Version (Build 10586) durchgeführt. Als Ergebnis kamen annähernd 700 MB/s lesend und 664 MB/s schreibend heraus, die beide im akzeptablen Bereich liegen.

 

USB-3.0-Performance

ASUS bietet das Strix X99 Gaming mit insgesamt acht USB-3.0-Buchsen an. Am I/O-Panel können auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über den internen Header realisiert werden. Die externen Ports arbeiten indirekt mit dem X99-PCH über den ASM1074 und die internen Anschlüsse direkt mit dem X99-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die USB-3.1-Lösung von ASUS verwendet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Strix X99 Gaming
(nativ über den X99-PCH).
ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Strix X99 Gaming
über den ASMedia ASM1074.

Zuvor möchten mir anmerken, dass uns absolut bewusst ist, dass die USB-3.0-Performance bei Verwendung von Windows 7 ohne Zusatzhilfsmittel nicht dem Optimum entspricht. Der Fairness halber haben wir uns dazu entschlossen, dennoch Windows 7 einzusetzen, damit unsere Leser direkt mit den anderen X99-Mainboards vergleichen können. 

Insgesamt können wir festhalten, dass die Performance sowohl über den ASM1074 als auch über den X99-Chipsatz direkt sehr ähnlich ausfällt. Im Schreiben werden Transferraten um die 300 MB/s erreicht. Die Lesedurchsatzrate allerdings lag mit durchschnittlich 274 MB/s etwas darunter.

Zum Vergleich: Unter Windows 10 Pro 64-Bit (Build 10586) haben wir maximal 445 MB/s lesend und 412 MB/s schreibend erreichen können. Über den ASM1074 waren es identische Werte. Somit stimmt je nach Betriebssystem die Performance, welche gerade unter Windows 10 natürlich deutlich höher angesiedelt ist.

 

SATA-6G-Performance

Das ASUS Strix X99 Gaming stellt eine SATA-Express-Schnittstelle und acht SATA-6GBit/s-Ports bereit. Allesamt arbeiten sie nativ mit dem X99-Chipsatz zusammen. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Strix X99 Gaming
(nativ über den X99-PCH).

Anfänglich ist ein "Schluckauf" zu beobachten. Später, als es dann zur Sache ging, wurden gewohnt hohe Werte mit 557 MB/s lesend und 521 MB/s schreibend erreicht. Auch hier stimmt die Performance.

 

M.2-Performance

Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Für den M.2-Test setzen wir die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim ASUS Strix X99 Gaming
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der Haswell-E-CPU).

Auch hier fand eine Art "Schluckauf" statt. Doch auch in diesem Fall stimmte die Leistung ab der zweiten Hälfte. Dies zeigen die 1.083 MB/s im Lesen und 1.015 MB/s im Schreiben.


Auch wenn ASUS die ersten X99-Mainboards mittels eines BIOS-Updates für Broadwell-E vorbereitet hat, hat es sich das taiwanische Unternehmen nicht nehmen lassen und hat mit dem X99-Deluxe II, dem X99-A II und dem X99-E ein Mainboard-Refresh vollzogen. Zu den Refresh-Mainboards gehört auch das nun durchleuchtete Strix X99 Gaming, dem neuen Familienzuwachs aus der Republic-of-Gamers-Modellreihe. Alle vier Platinen unterstützen ab Werk die neuen Broadwell-E-Prozessoren, sei es beispielsweise der bereits geleakte Core i7-6950X als Flaggschiff oder der Core i7-6850K, zu dem im Internet bereits erste Benchmarks und Bilder aufgetaucht sind. Selbstverständlich können sie jedoch auch mit den älteren Haswell-E-CPUs problemlos umgehen.

Das Strix X99 Gaming wurde in Schwarz gehalten, was auch für die meisten der darauf befindlichen Anschlüsse gilt. Die installierte Sockel-LGA2011-3-CPU bekommt es mit acht Spulen zu tun, sodass auch gerade durch jeweils einen 8-poligen EPS12V- und 4-poligen ATX-+12V-Stromanschluss ein Puffer von 528 Watt zur Verfügung gestellt wird. Links und rechts vom CPU-Sockel sind jeweils vier DDR4-DIMM-Speicherbänke anzutreffen, mit deren Hilfe der Anwender den Arbeitsspeicher nicht nur auf bis zu 128 GB ausbauen kann, sondern ihn mit entsprechenden DIMMs auch mit deutlich erhöhter Taktfrequenz laufen lassen kann.

Für eine komfortable Overclocking-Session ist das Strix X99 Gaming dank eines Power-, Reset- und MemOK-Buttons sowie einer Diagnostic-LED, eines CPU-Overvoltage-Jumpers und einem XMP-Switch gut vorbereitet. Einzig einige Spannungsmesspunkte und eine CMOS-Clear-Funktionalität haben wir etwas vermisst. Doch man sollte hierbei nicht vergessen, dass das Strix X99 Gaming nicht als reinrassiges Overclocking-Mainboard wie ein ROG-Extreme-Modell konzipiert wurde.

Im Gegenzug wartet das Strix X99 Gaming mit einer ansprechenden Ausstattung auf. Alleine für Storage-Devices wurden zwei SATA-Express- (laut offizieller Spezifikationen nur einmal), sechs SATA-6GBit/s-Anschlüsse und dazu jeweils eine U.2- und M.2-Schnittstelle (für ein M-Key-Modul mit 4,2 cm bis 11 cm Länge) vorgesehen. Allerdings wird der Nutzer dazu gezwungen, sich zwischen U.2 und M.2 zu entscheiden, da ein gleichzeitiger Betrieb nicht möglich ist. Für Grafikkarten und/oder andere Erweiterungskarten halten sich drei mechanische PCIe-3.0-x16-, zwei PCIe-2.0-x1-Slots (geteilte Anbindung des oberen Anschlusses mit dem Wi-Fi-Go!-Modul) und ein mechanischer PCIe-2.0-x16-Steckplatz bereit.

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Während der zuletzt genannte Anschluss mit effektiv maximal vier Lanes zu Werke geht und sich die Anbindung mit dem unteren PCIe-2.0-x1-Slot und den beiden USB-3.1-Gen2-Ports teilt, wurden die drei CPU-seiten Expansion-Slots elektrisch mit x16/x16/x8 angebunden und bringen eine 3-Way-Multi-GPU-Unterstützung mit. Dieser Modus gilt allerdings nur, wenn eine 40-Lane-CPU im Sockel steckt. Bei einem LGA2011-3-Prozessor mit 28 Lanes ist höchstens ein x8/x8/x8-Betrieb möglich. Da bei der Verwendung von jeweils acht PCIe-3.0-Lanes keine spürbaren Leistungseinbußen zu erwarten sind, kann auf diese Weise mit den restlichen vier Lanes der M.2- oder der U.2-Anschluss versorgt werden.

Zur weiteren Ausstattung gehören neben jeweils acht USB-3.0- und USB-2.0-Schnittstellen (jeweils vier Stück extern und intern) außerdem zwei USB-3.1-Gen2-Buchsen. ASUS hat sich für jeweils eine Typ-A- und Typ-C-Ausführung entschieden. Netzwerktechnisch kann der Anwender die kabelgebundene Verbindung über einen Gigabit-LAN-Port und/oder eine kabellose Anbindung über das Wi-Fi-Go!-Modul mit WLAN-AC- und Bluetooth-4.1-Unterstützung herstellen. ROG-typisch kümmert sich das SupremeFX-Audiofeature inklusive zehn Audio-Kondensatoren um die Soundausgabe, die über fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und einem Toslink-Ausgang erfolgt.

Wer auf eine RGB-LED-Beleuchtung Wert legt, kommt mit dem Strix X99 Gaming dank des Aura-RGB-Lighting-Features ebenfalls auf seine Kosten. Denn nicht nur unter dem I/O-Panel-Kunststoff-Cover und unter drei PCIe-Fixierungen halten sich einige RGB-LEDs auf, sondern es kommt auch ein neuer RGB-Header zum Einsatz. An diesen kann ein optionaler RGB-LED-Strip mit maximal 5.050 LEDs angeschlossen werden. Das dafür benötigte Verbindungskabel wird mitgeliefert. Wer jedoch nichts von den LEDs wissen möchte, kann sie alternativ im UEFI auch komplett ausschalten.

Die Leistungsaufnahme liegt ziemlich genau im Durchschnitt aller von uns getesteten X99-Mainboards. Das UEFI kommt hingegen ohne optische und funktionale Unterschiede auf den Monitor und hat bis auf das Ruckeln nach langer UEFI-Nutzung einen guten und vor allem stabilen Eindruck hinterlassen. Mit zwei CPU-FAN-, zwei Chassis-FAN-, einem Wasserpumpen und einem High-Amp-FAN-Header (allesamt als 4-Pin-Ausführung) können zahlreiche Lüfter angeklemmt werden. Der Wasserpumpen-Header ist bereits von einigen LGA1151-Mainboards bekannt und wird nun auch bei den neuen X99-Platinen mit verbaut. Gänzlich neu ist hingegen der High-Amp-FAN-Header. Dieser kann einen Lüfter mit deutlich erhöhter Performance ansteuern und stellt zu diesem Zweck bis zu drei Ampere bereit. Und sollte der Fall eintreten, dass die FAN-Header nicht ausreichen, schafft der EXT-FAN-Header Abhilfe, indem die optional erhältliche FAN-Header-Platine mit drei weiteren 4-Pin-FAN-Headern mit angeschlossen wird.

Kommen wir zum letzten Punkt: Dem Preis. Zwar wird das Mainboard in unserem Preisvergleich derzeit noch nicht gelistet, es wird aber ein Preis von über 300 Euro von ASUS anvisiert, also wahrscheinlich knapp unter 300 Euro gehandelt werden. Zwar erscheint dieser Betrag im ersten Moment sehr hoch, doch wenn berücksichtigt wird, dass gut ausgestattete LGA2011-3-Mainboards ab zirka 250 Euro zu haben sind, relativiert sich der Preis wieder etwas. Immerhin bekommt der Interessent für diesen Preis ein gut ausgestattetes LGA2011-3 mit Broadwell-E-Support ab Werk.

Positive Eigenschaften des ASUS Strix X99 Gaming:

Negative Eigenschaften des ASUS Strix X99 Gaming:

Das ASUS Strix X99 Gaming aus der ROG-Mainboardserie hat sich als sehr gut ausgestattetes LGA2011-3-Mainboard mit Broadwell-E-Unterstützung ab Werk entpuppt. Demnach hat sich das ASUS-Mainboard den Excellent-Hardware-Award verdient.

eh asus strix x99 gaming

Alternativen? Bleiben wir bei den neuen X99-Mainboards, gibt es aktuell nur wenige Alternativen. Von ASUS gäbe es das X99-A II, das ähnlich gut ausgestattet ist, allerdings zu einem geringeren Kurs erhältlich sein wird. Wer auf den teilweise vorhandenen Schnickschnack wenig Wert legt, kann als günstigste ASUS-Alternative auch zum X99-E greifen. Ansonsten kann auch weiterhin zu den "alten" X99-Mainboards zugegriffen werden. Sollte eine Broadwell-E-CPU verwendet werden, sollte auf die CPU-Kompatibilität des jeweiligen Mainboard-Modells geachtet werden.

 

Persönliche Meinung

Auch wenn ich definitiv kein Fan von LEDs auf dem Mainboard bin, hat sich das ASUS Strix X99 Gaming als gutes Enthusiasten-Mainboard herausgestellt, das kaum Wünsche offen lassen dürfte. Selbst der im Consumer-Bereich wenig vertretene U.2-Konnektor ist mit an Bord, auch wenn sich der Anschluss die Anbindung mit dem M.2-Steckplatz teilen muss. Trotz der Gaming-Ausrichtung (unschwer an der Modellbezeichnung erkennbar) ist das Mainboard auch absolut bereit, der eingesetzten CPU Beine beim Overclocking zu machen. (Marcel Niederste-Berg)