MSI Z170A Gaming Pro Carbon im Test - Gelungenes Facelift mit RGB-Beleuchtung

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MSI Z170A Gaming Pro Carbon 4 logoAbseits der Enthusiast-Gaming-Serie von MSI existieren auch noch die beiden preislich attraktiveren Serien "Arsenal-Gaming" für den Einstieg sowie "Performance-Gaming" mit einigen Platinen. Aus der Enthusiast-Gaming-Produktpalette hatten wir bereits das Z170A Gaming M7 und das Z170A Gaming M9 ACK im Test. Mit dem Z170A Gaming Pro Carbon steht nun ein Modell aus der Performance-Gaming-Serie in unserer Redaktion auf dem Prüfstand, das zu einem tollen Preispunkt mit interessanten Features ausgestattet ist.

Das Z170A Gaming Pro Carbon ist kein gänzlich neues Produkt aus dem Hause MSI, denn bereits seit einiger Zeit gibt es das Z170A Gaming Pro (eben ohne Carbon-Ergänzung). Dieses bot schon einige an sich zufriedenstellende Ausstattungsmerkmale. Das Carbon-Modell könnte somit also ein Facelift-Produkt bezeichnet werden. Am Ende dieses Tests wird sich somit herausstellen, ob dies der Fall ist, denn die Unterschiede zur normalen Version werden wir natürlich festhalten.

Zur Ausstattung sei vorweg schon einmal gesagt, dass sich MSI hier ähnlich zum Non-Carbon-Modell auf die nativen Anschlussmöglichkeiten beschränkt, was aber nicht unbedingt schlecht ist, da Intel beim Z170-Chipsatz bereits viele nützliche Schnittstellen integriert hat. Somit sind hier nicht nur vier SATA-6GBit/s-Ports und eine SATA-Express-Schnittstelle zu finden, sondern auch vier DDR4-Speicherbänke, in denen sich 64 GB Arbeitsspeicher unterbringen lassen. Zu den Erweiterungssteckplätzen gehören drei PCIe-3.0-x16-Slots auf mechanischer Basis und vier kleine PCIe-3.0-x1-Slots. Einmal Gigabit-LAN und eine anständige Sound-Lösung sind auch mit an Bord, auf die wir ebenfalls eingehen werden. Und selbstvertändlich halten sich auch einige USB-Schnittstellen bereit, darunter sogar zwei Stück, die die USB-3.1-Gen2-Spezifikationen erfüllen.

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Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon in der Übersicht.

Ein markanter Unterschied zum Non-Carbon-Modell wurde gleich ersichtlich, als wir das Mainboard zum ersten Mal in die Hände genommen haben. Statt einer Rot-Schwarz-Kombination wurde das Carbon-Mainboard grundlegend in Schwarz designt. Um die Carbon-Modellbezeichnung zu rechtfertigen, befindet sich an den drei Kühlkörpern die entsprechende Carbon-Optik. Hierbei ist das Wort "Optik" wörtlich zu nehmen, denn es handelt sich natürlich nicht um Carbon. Die Abmessungen entsprechen dem klassischen ATX-Format.

Die Spezifikationen

Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon bietet folgende technische Eigenschaften:

Die Daten des MSI Z170A Gaming Pro Carbon in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
Z170A Gaming Pro Carbon
CPU-Sockel LGA1151 (für Celeron G3xxx, Pentium G4xxx, Core i3-6xxx, Core i5-6xxx und Core i7-67xx)
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Straßenpreis ab 145 Euro
Homepage http://de.msi.com/
Southbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z170 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über Skylake-S-CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z170
4x PCIe 3.0 x1 über Intel Z170

PCI -
SATA(e)-, SAS- und 
M.2-Schnittstellen

1x SATA Express 10 GBit/s über Intel Z170 (2x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10)
4x SATA 6GBit/s über Intel Z170 mit RAID 0, 1, 5, 10
1x M.2 über Intel Z170 (32 GBit/s, shared)

USB

2x USB 3.1 (2x am I/O-Panel, 1x Typ A und 1x Typ C) über ASMedia ASM1142
6x USB 3.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170
8x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4
1x DVI-D
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1150 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x 4-Pin CPU-FAN-Header (regelbar)
3x 4-Pin Chassis-FAN-Header (regelbar)

Die Aufmachung der Verpackung ist uns bereits geläufig: Dieselbe Aufmachung wurde beim MSI B150A Gaming Pro angewandt. Anders als das Mainboard selbst wurden überwiegend die Farben Rot und Schwarz verwendet. In der Mitte ist auch in diesem Fall ein schneller Flitzer aufgedruckt worden. Während die Modellbezeichnung ganz unten angebracht wurde, sind oben links in der Ecke das MSI-Logo und weiter rechts das RGB-Logo sowie die beiden Intel-Embleme zu sehen.

Das mitgelieferte Zubehör

Innerhalb des Kartons befand sich neben dem Mainboard folgendes Zubehör.

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Das Zubehör fällt übersichtlich aus: So werden abgesehen von der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch und einem DVD-Datenträger außerdem ein Quick-Install-Guide, SATA-Kabel-Sticker, eine 2-Way-SLI-Bridge und zwei SATA-Kabel mitgeliefert. Außerdem liegt noch eine Karte bei, auf der Informationen zur Produktregistrierung gelesen werden können.


Intels Z170-Chipsatz wird Gerüchten zufolge noch einige Monate das aktuelle Flaggschiff sein und somit zum Zeitpunkt seiner Ablösung - voraussichtlich Anfang 2017 - mehr als eineinhalb Jahre auf dem Buckel haben. Bei seiner Einführung (Daten der Intel-100-Chipsatzserie) aktualisierte Intel insbesondere die Anbindung zwischen der CPU und dem Platform Controller Hub (PCH) über ein schnelleres Direct-Media-Interface 3.0. Dieses wurde notwendig, da Intel auch die PCIe-Lanes des Chipsatzes massiv ausgebaut hat und somit zwischen CPU und Chipsatz eine schnellere Bandbreite notwendig wurde. Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes kann der Chipsatz nun gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel Spielraum für zusätzliche Controller und Steckplätze vorhanden ist. PCIe-Switches und -Brücken wie bei älteren Boards können so teilweise weggelassen werden, selbst bei Boards mit guter Ausstattung. 

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Acht Spulen sorgen für eine ausreichende CPU-Spannungsversorgung.

Beim VRM fällt auf, dass die Taiwaner diesen Bereich beim Z170A Gaming Pro Carbon exakt so umgesetzt haben, wie er auch beim B150A Gaming Pro anzutreffen ist. Identisch sind dabei nicht nur die insgesamt acht "Titanium Chokes" und die verwendeten "Dark Cap"-Kondensatoren aus Japan, sondern auch die hier verlöteten MOSFETs von NIKOS. Wie bei den meisten LGA1151-Mainboards von MSI sollen auch beim Z170A Gaming Pro Carbon pro Spule jeweils ein "PK616BA" und "PK632BA" für eine gute CPU-Spannungsversorgung sorgen. Direkt neben dem Initiation-MOSFET wurde passend am Rand des PCBs der 8-polige ATX-EPS12V-Stromanschluss untergebracht und erlaubt auf diese Weise einen theoretischen Puffer von 336 Watt.

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Der PWM-Controller stammt von Intersil.

Der Intersil ISL95856 ist für diesen Job sehr gut geeignet, da er von sich aus mit den acht Spulen alleine zurechtkommt

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Der PCB-Rand wurde gänzlich verändert.

Während bei den beiden Gaming-Pro-Platinen B150A Gaming Pro und Z170A Gaming Pro der Randbereich durchgehend gelb ist, hat MSI beim Z170A Gaming Pro Carbon nur ein paar Leiterbahnen transparent gelassen, um die Beleuchtung der rückseitigen RGB-LEDs durchscheinen zu lassen. Die Farbe kann sich der Anwender nun aussuchen und auf möglicherweise andere Komponenten im PC abstimmen. 

Durch das Mystic-Light-Feature erhält der Anwender die Möglichkeit, sich zwischen zahlreichen Lichteffekten zu entscheiden, darunter "Static-Mode", "Breathe-Mode" (Atmungseffekt), "Gradient-Mode" und "Gaming/Music-Mode". Es ist jedoch auch möglich, die LEDs gänzlich zu deaktivieren, sofern keinen Wert darauf gelegt werden sollte.

Links neben dem 24-poligen Hauptstromanschluss ist ein vertikal ausgerichteter USB-3.0-Header verlötet worden. Insgesamt sind zwei Header vorhanden.

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Der Blick auf die Erweiterungssteckplätze sieht vielversprechend aus.

Die Taiwaner haben drei mechanische PCIe-3.0-x16- und gleich vier PCIe-3.0-x1-Steckplätze verbaut. Der Vorteil hierbei ist, dass kein Slot shared angebunden ist. Zwei große PCIe-3.0-x16-Steckplätze wurden zudem mit dem Steel-Armor-Feature bestückt. Genau diese beiden Slots arbeiten nativ mit den 16 PCIe-3.0-Lanes von der Skylake-S-CPU zusammen. Dabei ist auch ein x8/x8-Betrieb möglich, wenn in beiden jeweils eine Erweiterungskarte installiert wurde. Der schwarze lange Steckplatz hingegen wurde mit maximal vier PCIe-3.0-Lanes an den Z170-Chipsatz angebunden. Perfekt wäre es gewesen, wenn unter dem obersten PCIe-3.0-x16-Slot kein PCIe-3.0-x1-Anschluss gewesen wäre, sodass selbst beim Einsatz einer Dual-Slot-Grafikkarte alle anderen Steckplätze nutzbar wären.

PCIe-x16-Slots und deren Lane-Anbindung
  elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU 2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-CrossfireX
PCIe-Slot 2 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
PCIe-Slot 5
x8 (CPU) - x8 x8
PCIe-Slot 7
x4 (Intel Z170) - - x4

Wie bei vielen Z170-Boards bleibt es auch in diesem Fall bei einer x8/x8-Multi-GPU- und x8/x8/x4-CrossFireX-Unterstützung.

Direkt unterhalb vom CPU-Sockel ist der M.2-Slot mit der M-Key-Kodierung zu sehen, in dem ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm oder 8 cm eingesetzt werden kann. Durch die PCIe-3.0-x4-Anbindung über den Intel-Chipsatz kommt der Anschluss theoretisch auf maximal 32 GBit/s, muss sich die Anbindung allerdings mit dem SATA-Port 5 und 6 teilen (die beiden rechten SATA-Ports).

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Alles nativ angebunden: Bei den Storage-Anschlüssen setzt MSI auf Intels Controller.

Ein weiterer Unterschied zum Z170A/B150A Gaming Pro ist, dass MSI die vier SATA-6GBit/s-Ports nun um 90 Grad angewinkelt hat, was wir sehr begrüßen. Rechts davon ist der bereits erwähnte, zweite USB-3.0-Header zu sehen, der ebenfalls um 90 Grad angewinkelt wurde. Links direkt an der PCB-Unterseite ist auch noch ein SATA-Express-Anschluss verlötet worden, dessen Ports auch zur Verwendung von zwei SATA-Geräten verwendet werden können.

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Das I/O-Panel des MSI Z170A Gaming Pro Carbon.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Weitere Unterschiede lassen sich eindeutig beim I/O-Panel festhalten. Zwar stellt auch das Non-Carbon-Modell zwei USB-3.1-Gen2-Schnittstellen zur Verfügung, allerdings "nur" in beiden Fällen in der Typ-A-Ausführung. Bei der Carbon-Variante sehen wir sowohl einen Typ-A- als auch einen Typ-C-Anschluss. Dafür wurden hier nur zwei USB-3.0-Anschlüsse (USB-3.1-Gen1) rückseitig angebracht. Demnach wurden hier vier USB-2.0-Buchsen verbaut. Zusätzlich können eine PS/2-Schnittstelle, einmal Gigabit-LAN sowie fünf vergoldete 3,5-mm-Klinke-Buchsen und ein optischer Digitalausgang durch den Anwender genutzt werden. Aber auch die in den CPUs integrierte Grafikeinheit kann über den DVI-D- und HDMI-1.4-Grafikausgang angesprochen werden.


Wir machen nun mit dem Onboard-Sound weiter.

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Das Audio-Boost-3-Feature soll für anständigen Sound sorgen.

Es kommt das Audio-Boost-3-Feature mit identischer Ausstattung vom B150A Gaming Pro zum Einsatz. Demnach wurde unter dem EMI-Shield der Realtek ALC1150 untergebracht. Zudem wurden fünf Chemi-Con-Audiokondensatoren abkommandiert sowie zwei Kopfhörerverstärker und die bereits erwähnten, vergoldeten 3,5-mm-Klinkebuchsen. Um Interferenzen vorzubeugen, wurde der gesamte Audio-Bereich gesondert untergebracht. Der linke und rechte Audiokanal wurden dabei in verschiedenen PCB-Layern integriert. Die transparent gelbe Leiterbahn, die als Abtrennung dient, wird unterwärts von neun roten LEDs beleuchtet.

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Der SuperI/O-Chip kommt wie gewohnt von Nuvoton.

Der Nuvoton NCT6793D-M kümmert sich um die Überwachung der Temperaturen, Spannungen und Lüftergeschwindigkeiten. Dank ihm müssen die angeschlossenen Lüfter nicht mit maximalen Drehzahlen arbeiten. Die Steuerung wird über das BIOS vorgenommen.

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Gaming-LAN bedeutet nicht immer, dass ein Killer-Netzwerkchip vorhanden ist.

Wer den Begriff "Gaming-LAN" hört oder liest, denkt dabei in den meisten Fällen als erstes an die Killer-Netzwerkcontroller. Doch in diesem Fall trifft dies nicht zu, denn unter dem EMI-Shield verbirgt sich Intels I219-V, welcher weit verbreitet auf vielen LGA1151-Mainboards zum Einsatz kommt und auf Geschwindigkeiten bis 1 GBit/s (theoretisch 125 MB/s) kommt.

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Auch der TMDS-Level-Shifter spielt eine wichtige Rolle.

Um die Spannung zwischen der iGPU und den Grafikanschlüssen zu regulieren, wird für diesen Zweck ein TMDS-Level-Shifter wie der NXP PTN3360DBS verwendet.

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Last but not least: Der ASM1142 für die USB-3.1-Gen2-Unterstützung.

Da die derzeitigen Intel-Chipsätze keine native USB-3.1-Gen2-Anbindung ermöglichen, ist der Einsatz von Zusatzcontrollern absolute Pflicht. In den meisten Fällen entscheiden sich die Mainboard-Hersteller für den ASMedia ASM1142, wie auch in diesem Fall. Dieser wurde dazu befähigt, zwei Anschlüsse mit jeweils 10-GBit/s-Durchsatz zu managen.

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Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon noch einmal in der Übersicht.

Das neue Facelift-Layout empfinden wir als gelungen. Die vier SATA-Ports wurden um 90 Grad angewinkelt und auch der Rest ist passend. Zwar haben wir die Erweiterungsslot-Thematik angesprochen, doch dies ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Auch auf diesem Board halten sich insgesamt fünf 4-Pin-FAN-Header auf, zwei CPU-FAN- und drei System-FAN-Header, die sich auch glücklicherweise allesamt steuern lassen.

Wie bei allen neuen 100-Series-Mainboards von MSI wurde das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in fünf Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen).


BIOS

Kommen wir nun zum BIOS. Es war natürlich zu erwarten, dass die bekannte UEFI-Oberfläche verwendet wird. Auf der globalen MSI-Webseite stand bereits BIOS-Version 1.2 mit einigen Verbesserungen zur Verfügung, welche wir mit der M-Flash-Funktion aufgespielt haben. Folgende Änderungen und Verbesserungen wurden seit der First-Release-Version vorgenommen:

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Der EZ-Mode vom MSI Z170A Gaming Pro Carbon.

Natürlich kommt auch beim MSI Z170A Gaming Pro Carbon dieselbe UEFI-Oberfläche wie beispielsweise beim bereits getesteten MSI Z170A Gaming M7 zum Einsatz. Auf dieser Übersichtsseite erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Der Advanced-Mode vom MSI Z170A Gaming Pro Carbon.

MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den XMP-Button hinzugefügt, mit dem ein vorhandenes Profil aus den DIMMs geladen werden kann. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur.

Der erste Punkt von den insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann mit vier Stufen in einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, wo der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Wir waren mit dem UEFI außerordentlich zufrieden. Egal ob mit der Maus und/oder mit der Tastatur, wir konnten problemlos durch die ganzen Menüs navigieren. Auch konnten wir keine Stabilitätsprobleme ausfindig machen.

 

Overclocking

Dank des Z170-Chipsatzes kann mit dem MSI Z170A Gaming Pro Carbon sowohl die K-CPU als auch der Arbeitsspeicher übertaktet werden. Für CPU-Spannungsversorgung halten sich acht Spulen bereit, die schon für einen ordentlichen Taktzuwachs ausreichen sollten.

Das UEFI erlaubt beim Basistakt eine Veränderung von 70,00 MHz bis 655,25 MHz in 0,06-MHz-Schritten. Bei der CPU-Spannung darf sich der Anwender zwischen dem Override-, Adaptive- und Offset-Modus entscheiden. Währenddessen die ersten beiden Spannungen von 0,600 Volt bis 2,000 Volt in 0,005-Volt-Schritten bewegt werden kann, sind es beim Offset-Modus -0,990 bis +0,990 Volt. Die Intervalle betragen hier ebenfalls 0,005 Volt. Alle weiteren Spannungen sind in der folgenden Tabelle ersichtlich.

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z170A Gaming Pro Carbon in der Übersicht
Base Clock Rate 98,00 MHz bis 341,00 MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,550 V in 0,005-V-Schritten (Override und Adaptive-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU PLL OC, CPU PLL SFR, CPU ST PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 97 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit

Es war nicht möglich, den Core i5-6600K stabil mit 4,6 GHz zu betreiben, auch mit 1,3 Volt nicht. Demnach sind wir eine Multiplikatorstufe nach unten gegangen und konnten die CPU mit 4,5 GHz bei 1,260 Volt laut BIOS stabil laufen lassen.

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Bestes Ergebnis mit dem 100-MHz-BCLK:
4,5 GHz bei 1,256 Volt (Fixed-BIOS-Wert: 1,260V)

Wir haben natürlich keine neuen Rekordwerte erwartet und dafür wurde das Z170A Gaming Pro Carbon auch nicht konzipiert. Demnach sind die 4,5 GHz schon ein guter Wert für diese Platine.

Auch bei der Skylake-S-Plattform werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten den Betrieb ohne Verwendung des XMP-Features.

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Die XMP-Funktion wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir minimal
schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme-Memory-Profil wurde problemlos übernommen und das System bootete sofort und lief reibungslos. Aber auch manuelle Werte liefen ohne Zwischenfälle. In beiden Tests lag eine VDIMM von 1,35 Volt an.

MSI/Intel Extreme Tuning Utility

Auf der Treiber- und Software-DVD lässt sich das MSI/Intel Extreme Tuning Utility finden, das der eine oder andere bereits schon kennt:

MSI/Intel Extreme Tuning Utility.

Das XTU ermöglicht das Overclocking der CPU und des Arbeitsspeichers direkt unter Windows. Mit integriert ist auch ein Hardware-Monitor, womit sich die CPU-Temperatur, deren aktuell anliegende Taktfrequenz und andere interessante Punkte überwachen lassen. Neben den Taktfrequenzen für CPU und RAM ist auch gleich die Spannung regulierbar. Die Aktivierung der gewählten Einstellungen erfolgt nicht in Echtzeit, Änderungen werden vorerst zwischengespeichert. Erst nach einem Neustart des Systems sind die Settings dann auch aktiv. Hinterher kann die Konfiguration auch gleich mit dem implementierten Stress-Test auf Stabilität geprüft werden. Wurden die passenden und stabilen Einstellungen gefunden, können sie in praktischen Profilen hinterlegt werden.

MSI Command Center

MSI Command Center.

Darüber hinaus hat MSI auch noch das eigene Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen. Als Bonus lassen sich natürlich auch die aktuellen Parameter-Werte zu den Spannungen ablesen.

Das Command Center kann den Anwender auch bei selbst definierten Werten warnen, falls die jeweilige Barriere überschritten wird. Wer möchte, kann zu Überwachungszwecken die wichtigsten Spannungen, Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen aufzeichnen.

MSI Gaming App

MSI Gaming App.

Auch wieder mit an Bord: Die MSI-Gaming-App. Mit dieser hat der Anwender die Auswahl zwischen dem OC-Modus, dem Gaming-Modus und dem Leiser-Modus. Doch die App kann noch mehr. Mit der Eye-Rest-Funktion kann der Bildschirm an die jeweilige Situation angepasst werden. MSI hat dazu die Menüpunkte "Augenschonung", "Gaming" und "Film" berücksichtigt. Eine manuelle Anpassung ist auch mit dem Menüpunkt "Anpassen" möglich. Des weiteren bringt die App ein On-Screen-Display mit, das natürlich auf die eigenen Wünsche angepasst werden kann, beziehungsweise welche Daten ingame angezeigt werden sollen.

Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Tastaturen bringen Zusatztasten mit. Zu diesem Zweck bietet sich das Gaming-Hotkey-Feature an, bei dem der Anwender für allerlei Funktionen (siehe Bild 4) mit gewöhnlichen Tasten belegen kann. Auch lässt sich die Maus-Steuerung individuell mit "Mouse Master" anpassen. Um die LEDs auf dem Mainboard zu steuern, wird ebenfalls die Gaming App verwendet. Hier kann sich der Anwender zwischen einigen Leuchteffekten, wie pulsierend, blinkend, doppelt blinkend, Regenbogen und zufällig entscheiden. Es ist zudem möglich, die LEDs passend zu einem Musiktitel leuchten zu lassen. Da es sich bei den sieben LEDs um RGB-LEDs handelt, darf sich der User auch eine andere Farbe als das klassische Gaming-Rot aussuchen. Nach einem Klick auf "Übernehmen" treten die Änderungen instant in Kraft.

In der folgenden Bildergalerie lassen sich nochmal alle BIOS-Screenshots einsehen:

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Für die Skylake-S-Plattform haben wir unser Testsystem umgestaltet und modernisiert. So sieht unser neues Testsystem aus, mit dem wir das MSI Z170A Gaming Pro Carbon getestet haben.

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Z170A Gaming Pro Carbon ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Alle Probanden liegen logischerweise dicht beieinander. Dabei macht auch das MSI Z170A Pro Gaming Carbon keine Ausnahme.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die 14,43 Sekunden bestätigen es: MSIs Z170A Gaming Pro Carbon braucht gefühlt genauso lange wie das hauseigene Z170A Gaming M9 ACK. Genau dieser Wert liegt im positiven Bereich.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Für viele ist der Idle-Verbrauch besonders wichtig. Mit den ermittelten 42,7 Watt stellt MSIs Gaming-Platine natürlich keinen neuen Rekord auf, doch liegt dieser Wert in einem durchschnittlich guten Bereich.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Bereits in der Teillast liegen die Mainboards dichter zusammen. Das Z170A Gaming Pro Carbon verbrauchte mit dem Restsystem gute 87,1 Watt. Lediglich das Supermicro C7H170-M und das ASRock Z170 Extreme7 waren noch eine Spur effizienter.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

An der obersten Reihenfolge ändert sich auch unter Volllast nichts. Auch hier sichert sich das MSI Z170A Gaming Pro Carbon den dritten Platz mit 96,3 Watt und befindet sich damit unterhalb der 100-Watt-Marke.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.096 (2. CPU) XX


1.104 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.211 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


1.264 (2. CPU) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die von Haus aus angelegte CPU-Spannung fiel mit 1,104 Volt nicht allzu hoch aus.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Deaktivieren konnten wir lediglich die LEDs, deren Abschaltung für andere Ergebnisse gesorgt hat. So wurden im Leerlauf immerhin 0,6 Watt weniger gemessen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Währenddessen Cinebench R15 lief, zeigte unser Energiemessgerät nun mehr 85,7 Watt an, sodass also 1,4 Watt weniger verbraucht wurden.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Prime95 wurden hingegen "nur" 0,5 Watt weniger angezeigt. Somit lag der Verbrauch nun bei 95,8 Watt.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.096 (2. CPU) XX


1.104 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.211 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


1.264 (2. CPU) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich nichts verändert, was zu erwarten war.

In der Summe arbeitet das MSI Z170A Gaming Pro Carbon recht effizient, auch wenn keine neuen Rekordwerte erreicht werden konnten. Sowohl im Idle als auch in den beiden Last-Zuständen wurden keine kritischen Verbrauchswerte erreicht.


USB-3.1-Performance

Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon bietet ebenfalls zwei der neuen Schnittstellen bereit, die beide über den ASMedia-ASM1142-USB-3.1-Hostcontroller arbeiten. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim MSI Z170A Gaming Pro Carbon
über den ASM1142.

Sowohl im Lesen als auch im Schreiben wird die 700-MB-Marke leicht überschritten. Genau gesagt wurden schreibend maximal 708 MB/s und lesend höchstens 711 MB/s erreicht.

 

USB-3.0-Performance

MSI bietet das Z170A Gaming Pro Carbon mit maximal sechs nativen USB-3.0-Schnittstellen ausgestattet. Am I/O-Panel können auf zwei Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über den internen Header realisiert werden. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die USB-3.1-Lösung von ASUS verwendet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim MSI Z170A Gaming Pro Carbon
(nativ über den Z170-PCH).

Mit mehr als 400 MB/s als Lese- und Schreibdurchsatz kann sich die USB-3.0-Performance sehen lassen. Zwar könnten die Werte etwas besser aussehen, doch wird die Netto-Leistung der USB-3.0-Spezifikation nahezu vollständig abgerufen.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI Z170A Gaming Pro Carbon stellt eine SATA-Express-Schnittstelle und vier SATA-6GBit/s-Ports bereit. Allesamt arbeiten sie ebenfalls über den Z170-Chipsatz. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim MSI Z170A Gaming Pro Carbon
(nativ über den Z170-PCH).

Bei der SATA-Leistung sehen wir ein gewohntes Bild. Der Intel-Controller schaffte es auch in diesem Fall, das Solid-State-Drive im Schreiben auf 522 MB/s und im Lesen auf 557 MB/s zu beschleunigen. Die Leistung stimmt!

 

M.2-Performance

Den M.2-Test werden wir natürlich auch bei der Skylake-S-Plattform absolvieren. Mithilfe der neuen Intel-100-Chipsatzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze in der Theorie einen ordentlichen Performanceschub, dank den jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher kaum M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob effektiv mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim MSI Z170A Gaming Pro Carbon
(über vier PCIe-3.0-Lanes vom Z170-PCH).

Bleibt noch die Beurteilung der M.2-Performance übrig. Auch wenn wir mittlerweile nicht mehr das modernste Modul einsetzen, lassen sich mit jedem Board etwas andere Werte ermitteln, die zugegeben meistens eher als Messtoleranzen anzusehen sind - dennoch lässt sich zeigen, ob die Implentierung gut umgesetzt wurde. Nichtsdestotrotz lässt sich die gebotene Performance nicht von der Hand weisen. So wurde eine gute Leserate von 1.086 MB/s erreicht. Die Schreibperformance schwächelte allerdings wieder und betrug im Höchstfall 964 MB/s, was nun auch nicht gerade langsam ist.


Schlussendlich kann ohne Umwege festgehalten werden, dass MSIs Z170A Gaming Pro Carbon keineswegs eine Neuentwicklung ist, sondern - wie bereits anfangs erwähnt - ein Facelift-Modell. Die technischen Unterschiede zwischen dem Z170A Gaming Pro und dem Carbon-Modell sind nur im Detail zu finden. Auffälliger ist da schon eher die nun grundlegend schwarze Farbgestaltung mit der Carbon-Optik auf den drei Passiv-Kühlkörpern. Identisch ist jedoch das VRM-Design, das aus acht Spulen und der gleichen MOSFET-Bestückung besteht. Ein erster Unterschied zwischen den beiden Modellen kann bei den Erweiterungssteckplätzen festgemacht werden, so finden sich auf dem Carbon-Modell vier statt drei PCIe-3.0-x1-Anschlüsse. Das Non-Carbon-Mainboard bietet dafür einen PCI-Steckplatz - aber wer braucht den noch? 

Wie es bei der Plattform üblich ist, befinden sich auch in diesem Fall vier DDR4-DIMM-Speicherbänke an der richtigen Position, die einen Speicherausbau bis 64 GB erlauben. Zu den weiteren Differenzen gehören bei der Carbon-Variante nun gleich zwei USB-3.0-Header, wovon einer sogar um 90 Grad angewinkelt wurde. Apropos 90-Grad-Abwinkelung: Wir waren positiv überrascht, dass die Taiwaner nun die vier SATA-6GBit/s angewinkelt angebracht haben. Die SATA-Express-Schnittstelle wurde unverändert in vertikaler Ausrichtung verlötet, was an dieser Stelle ganz unten auf dem PCB weniger eine Rolle spielt.

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Zu den weiteren USB-Schnittstellen dürfen sich zwei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse (jeweils einmal Typ-A und Typ-C) sowie insgesamt acht USB-2.0-Buchsen zählen. An dem I/O-Panel wurden zudem noch zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse montiert. Sollte die Verwendung der in den CPUs integrierten Grafikeinheit wichtig erscheinen, können zu diesem Zweck jeweils ein HDMI-1.4- und DVI-D-Grafikausgang verwendet werden. Neben einmal Gigabit-LAN über den Intel-I219-V und dem Audio-Boost-3-Feature wurde auch etwas für die erweiterte Optik gesorgt, denn insgesamt wurden unterwärts 16 LEDs angebracht. Am rechten PCB-Rand (von der normalen Mainboard-Ansicht aus betrachtet) sind es alleine sieben RGB-LEDs, sodass diese auf Wunsch zahlreiche Farben annehmen können. Mittels der kostenlosen Gaming-App kann sich der Anwender für den gewünschten Leucht-Effekt entscheiden. MSI hat dazu einige zur Auswahl implementiert.

Das UEFI kommt mit der gewohnten MSI-Oberfläche, die gut strukturiert wurde und stabil und ohne Verzögerungen agierte. Was natürlich von großer Bedeutung ist, ist die Tatsache, dass sämtliche Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt wurden. Aber auch die ermittelte Leistungsaufnahme erlaubte keine groben Patzer und lag auf gutem, durchschnittlichen Niveau.

Zum Schluss kommt es natürlich wie immer auf den Preis an. Dieser liegt aktuell bei etwa 145 Euro laut unseres Preisvergleichs. Natürlich gibt es günstigere Platinen, aber das Preis-Leistungsverhältnis des Z170A Gaming Pro Carbon ist bereits sehr gut. Wem die gesamten Features und Funktionen inklusive der Beleuchtung zusagen, der kann unserer Meinung nach beruhigt zum MSI Z170A Gaming Pro Carbon greifen. Zwischen dem Carbon- und Non-Carbon-Modell liegen gerade einmal fünf Euro, sodass hierbei gleich das Carbon-Modell genommen werden sollte.

Positive Eigenschaften des MSI Z170A Gaming Pro Carbon:

Negative Eigenschaften des MSI Z170A Gaming Pro Carbon:

Mainboards mit (RGB-)LEDs liegen momentan sehr im Trend, sodass sich auch MSI dazu entschlossen hat, einige Modelle mit Beleuchtung auf den Markt zu bringen. Auch das Z170A Gaming Pro Carbon ist ein solches Mainboard, das uns technisch gesehen absolut überzeugt hat und keine gravierenden Mängel besitzt. Dies wird mit dem Excellent-Hardware-Award belohnt.

EH MSI Z170A Gaming Pro Carbon

Alternativen? Kann auf die Beleuchtung verzichtet werden, kann beispielsweise mit dem ASRock Z170 Extreme3 oder auch mit dem ASRock Z170 Extreme4 etwas Geld eingespart werden, ohne jedoch große Abstriche auf die Ausstattung hinnehmen zu müssen.

 

Persönliche Meinung

MSIs Z170A Gaming Pro Carbon ist eine Platine mit einer ziemlich langen Bezeichnung. Während ich persönlich aus technischer Sicht überzeugt bin von diesem Board, halte ich allerdings von der Beleuchtung gar nichts, aber das ist natürlich eine reine Geschmacksfrage. Vorteilhaft finde ich vor allem, dass MSI hier keinen Killer-Netzwerkcontroller verlötet hat, sondern sich für den Intel-I219-V entschieden hat, dem ich definitiv den Vorrang gebe. (Marcel Niederste-Berg)