ASUS Sabertooth Z170 S im Test

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asus sabertooth z170s 4 logoNeue Plattform, neue Runde. So heißt es bei ASUS auch mit der TUF-Mainboard-Serie, die selbst für den 24/7-Dauerbetrieb hervorragend geeignet sein soll. Wir haben uns pro Plattform-Generation mindestens ein Sabertooth-Modell herausgesucht und es genau untersucht - das wollen wir mit dem Z170 fortsetzen. Im Falle der Skylake-S-Plattform schauen wir uns zunächst das Sabertooth Z170 S einmal an und vergleichen es mit den bisher gestesteten LGA1151-Mainboards.

Wie immer hat ASUS die Sabertooth-Reihe mit mehreren unterschiedlichen Platinen auf den Markt gebracht: Lassen wir das Trooper H110- und Trooper B150 mit DDR3-RAM-Support mal beiseite, bleiben noch das Sabertooth Z170 Mark 1 als Flaggschiff sowie das Sabertooth Z170 S übrig. Letzteres werden wir uns in diesem Artikel genauer zu Gemüte führen.

Nach dem Vorbild des Sabertooth Z97 Mark S aus der Vorgänger-Generation kommt auch beim Sabertooth Z170 S die Arctic-Camouflage-Optik zum Einsatz. Als Ausstattungsmerkmale haben sich die Taiwaner für drei mechanische PCIe-3.0-x16-, drei PCIe-3.0-x1-Steckplätze, vier DDR4-DIMM-Speicherbänke entschieden. Hinzu kommen insgesamt zwei USB-3.1-, sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-, zwei SATA-Express- und zwei SATA-6GBit/s-Schnittstellen. Neben einmal Gigabit-LAN und einem anständigen Onboard-Sound ist auch ein M.2-Anschluss vorhanden.

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Das ASUS Sabertooth Z170 S in der Übersicht.

Was im Vergleich zum Z97-Modell sofort auffällt: Es ist kein Thermal-Armor verbaut. Somit erfolgt der direkte Blick auf das weitgehend weiße PCB, das eine gelungene Abwechslung bei den sonst eher schwarzen PCBs darstellt. Auch sind bei diesem Modell keinerlei Lüfter enthalten. Von der Kompatibilität her muss das ausgesuchte Gehäuse ATX-Mainboards aufnehmen können.

Die Spezifikationen

Und so sehen die technischen Eigenschaften aus:

Die Daten des ASUS Sabertooth Z170 S in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Sabertooth Z170 S
CPU-Sockel LGA1151
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 12 Stück
Straßenpreis ca. 200 Euro
Produktseite http://www.asus.com/de
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z170 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über Skylake-S-CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z170
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z170

PCI -
SATA(e)-, SAS-
und
M/U.2-Schnittstellen

2x SATA Express 10 GBit/s (4x SATA 6GBit/s) mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z170
2x SATA 6GBit/s, 2x über Intel Z170 mit RAID 0, 1, 5, 10
1x M.2 (M-Key) 32 GBit/s über Intel Z170 (shared im SATA-Modus)

USB

2x USB 3.1 (2x am I/O-Panel, 1x Typ A und 1x Typ C) über ASMedia ASM1142
6x USB 3.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170
9x USB 2.0 (5x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Realtek ALC1150 Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x CPU-FAN 4-Pin
4x Chassis-FAN 4-Pin
1x Water-Pump 4-Pin
1x Extension-FAN-PCB-Header 5-Pin

Wie sollte es auch anders sein: Die Verpackung wurde ebenfalls im Arctic-Camouflage-Style designt. Oben zentriert befindet sich das TUF-Logo, direkt unterhalb davon die Modellbezeichnung. Links unten wurde der Hinweis auf die Fünf-Jahres-Garantie hinterlassen. Am unteren Rand wurden neben dem ASUS-Logo noch einige Grundfeatures aufgedruckt.

Das mitgelieferte Zubehör

Folgende Beigaben liegen dem Mainboard bei:

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Das Zubehör fällt beim Sabertooth Z170 S eher übersichtlich aus. Neben der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch und der Support-DVD hat ASUS noch eine TUF-Zertifizierungskarte, ein Garantie-Infoheft, vier SATA-Kabel, eine 2-Way-SLI-Bridge und das CPU-Installation-Tool beigelegt. Zusätzlich haben wir auch noch einen I/O-Panel-Staubfilter, die Q-Connectors, das Gewinde und die Schraube für den M.2-Slot und zwei TUF-Sticker im Inneren des Kartons gefunden.


Die weit zuvor bekanntgewordenen Daten der Intel-100-Chipsatzserie zeigten bereits weitreichende Veränderungen, die sich im Nachhinein zumindest beim Z170-PCH auch bestätigt haben. Neu ist die Anbindung zwischen CPU und PCH über das Direct-Media-Interface in Version 3.0, wodurch eine größere Bandbreite zur Verfügung steht. Diese ist auch notwendig, denn Intel hat die PCIe-Lanes des Z170-Chipsatzes kräftig ausgebaut. Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes wie noch beim Z97-Chipsatz kann der Z170-PCH gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel mehr Spielraum für native Anbindungen von Zusatzcontrollern vorhanden ist. PCIe-Switches und Brücken - so sollte man meinen - würden jetzt der Vergangenheit angehören.

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12 Spulen wurden für die LGA1151-CPU abkommandiert.

Die verwendeten Spulen erinnern rein optisch vom bereits getesteten Maximus VIII Ranger und Maximus VIII Gene. Hier jedoch betitelt ASUS die 12 Spulen als "RUF Alloy Chokes". Dabei kümmern sich die acht vertikal angeordneten Spulen um die Core-Bereich des Prozessors, die horizontalen vier Spulen hingegen decken den Rest inklusive die Spannungsversorgung für die integrierte Grafikeinheit ab. Auf dem obigen Bild lässt sich auch sehr gut erkennen, dass jede Spule von zwei MOSFETs befeuert wird. Es handelt sich um die Modelle "4C06B" und "4C09B". Sie stammen aus dem Hause ON Semiconductor. Durch den 8-poligen ATX-EPS12V-Stromanschluss kann die CPU theoretisch bis zu 336 Watt verbraten. Auf dem gesamten PCB wurden "TUF 10K Ti-Caps"-Kondensatoren, die selbst bei unrealistisch hohen Temperaturen mindestens 10.000 Stunden durchhalten sollen.

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Auch hier übernimmt der Digi+-PWM-Controller das Ruder.

Der ASP14051 wird auf den meisten aktuellen ASUS-Mainboards mit dem Sockel LGA1151 verlötet und kann laut ASUS bis zu 12 Spulen im 8+4-Modus steuern. Somit müssen keine Phase-Doubler zum Einsatz kommen.

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Auf der PCB-Rückseite sind weitere VRM-Komponenten zu entdecken.

Auf der Höhe der acht vertikalen CPU-Spulen wurden rückseitig insgesamt acht weitere 4C06B-MOSFETs verlötet, sodass jede der acht vertikalen Spulen von insgesamt drei MOSFETs versorgt wird. Bei den kleinen Chips handelt es sich um den IR3535M von International Rectifier. Diese agieren als Buck-Converter und sollen vorwiegend die MOSFET-Effizienz erhöhen.

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Vier DDR4-Speicherbänke bedeuten einen maximalen RAM-Ausbau von 64 GB.

Typisch für die Skylake-S-Plattform hat ASUS beim Sabertooth Z170 S vier DDR4-RAM-Bänke verlötet. Demnach können im Höchstfall 64 GB Arbeitsspeicher mit vier 16-GB-DIMMs verbaut werden. Ganz am Rand sind der 24-polige ATX-Stromanschluss, ein USB-3.0-Header und rechts der MemOK!-Button zu sehen.

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Auch die Spulen der RAM-Bänke benötigen einen PWM-Controller.

Um die Stromversorgung der vier DDR4-Speicherbänke kümmern sich zwei Spulen, die wiederum einen PWM-Controller benötigen. Diese Aufgabe übernimmt der ASP1103.


Wir setzen diesen Artikel mit den Erweiterungssteckplätzen fort.

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Das PCIe-Layout ist bereits von anderen ASUS-Platinen bekannt.

Abgesehen von den drei PCIe-3.0-x1-Slots sehen wir außerdem noch drei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze. Die ersten beiden großen Slots arbeiten direkt mit der Skylake-S-CPU zusammen. Wird nur der obere Steckplatz für eine dedizierte Grafikkarte verwendet, gehen die gesamten 16 PCIe-3.0-Lanes von der CPU auf diesen Steckplatz. Wird auch im mittleren Slot eine Erweiterungskarte installiert, erfolgt die x8/x8-Aufteilung. Da der unterste PCIe-3.0-x16-Slot mit maximal vier Lanes an den Z170-Chipsatz gekoppelt ist, wird umso mehr deutlich, dass das Sabertooth Z170 S bis zu zwei NVIDIA- und drei AMD-Grafikkarten aufnehmen kann. Die folgende Tabelle vereinfacht das Ganze:

PCIe-x16-Slots und deren Lane-Anbindung
 elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-CrossfireX
PCIe-Slot 2 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
PCIe-Slot 4 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe-Slot 6 x4 (Intel Z170) - - x4

Der Vorteil dieses Layouts: Bei Verwendung von nur einer Dual-Slot-Grafikkarte können alle anderen Steckplätze dennoch genutzt werden.

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Es bleibt bei der nativen Storage-Anbindung.

Die Taiwaner haben auf einen zusätzlichen SATA-Controller verzichtet, sodass allein die vom Z170-Chipsatz möglichen Anschlussmöglichkeiten ausreichen müssen. In diesem Beispiel sind es zwei SATA-Express- und zwei SATA-6GBit/s-Ports. Weiter links ist auch gleich der M.2-Slot zu sehen, in den sich ein M-Key-Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 11 cm einsetzen lässt.

Ein sehr interessantes Detail verbirgt sich vor dem PCH. Dort wurden die Status-LEDs untergebracht, die sich normalerweise auf Höhe der DIMM-SPeicherbänke aufhalten. In dem PCH-Kühler wurden entsprechende transparente Fensterchen inklusive Beschriftung hinterlassen, die bei jedem Systemstart bestenfalls einmal kurz aufleuchten. Steht das System unter Strom, leuchtet die PWR-LED dauerhaft.

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Das I/O-Panel vom ASUS Sabertooth Z170 S.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

An dem I/O-Panel halten sich neben fünf USB-2.0-, zwei USB-3.1- und zwei USB-3.0-Schnittstellen außerdem ein DisplayPort- und HDMI-Grafikausgang, fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen, einmal Toslink, ein CMOS-Clear-Button sowie einen Gigabit-LAN-Port (hinter dem TUF-Guard-Sticker) bereit.

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Der Soundbereich auf dem ASUS Sabertooth Z170 S.

Für die Soundbearbeitung setzt ASUS auf den weit verbreiteten Realtek ALC1150. Dieser ist in der Lage, 8+2 Kanäle bereitzustellen und bietet einen Front-DAC von 115 dB SNR. Non-Front sind es 96 dB SNR. Generell wurde der Audio-Bereich strikt vom Rest getrennt untergebracht, damit es zu keinen Interferenzen während der Audiowiedergabe kommt. Für Kopfhörer und Lautsprecher hält sich auch ein Verstärker bereit.

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Der SuperI/O-Chip kommt auch hier von Nuvoton.

Der Nuvoton NCT6793D überwacht die Grundspannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten. Ebenfalls lassen sich die Lüfter über ihn manuell regeln.


Wir machen mit dem USB-3.1-Controller weiter.

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USB 3.1 wird durch den ASM1142 ermöglicht.

ASMedias ASM1142 wurde für die Einhaltung der USB-3.1-Spezifikationen entwickelt und kann zwei der 10 GBit/s schnellen Anschlüsse steuern.

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Dieser Chip ermöglicht die TUF-exklusiven Funktionen.

Die gesamten und speziellen TUF-Funktionen werden über diesen gesonderten TUF-ICe-Controller gesteuert. So wird die umfangreiche und erweiterte Temperaturüberwachung und eine bessere Lüftersteuerung über diesen erst möglich. Nichtsdestotrotz ist auch ein SuperI/O-Chip von Nuvoton mit an Bord.

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Kabelgebundenes Netzwerk von den wohl bekanntesten Intel-Controller realisiert.

Ganz klar sprechen wir vom Intel I219-V, der nicht nur eine Datenübertragungsrate von 1 GBit/s unterstützt, sondern auch Features wie VLAN und Wake-on-LAN mitbringt.

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Auch ein TMDS-Level-Shifter ist mit von der Partie.

Um die problemlose Verwendung der Intel-Grafikeinheit zu gewährleisten, kümmert sich der ASMedias ASM1442K darum, die Spannungsumwandlung zwischen der iGPU und dem HDMI-Grafikausgang zu übernehmen.

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Das ASUS Sabertooth Z170 S nochmal in der Übersicht.

An dem Gesamtlayout des Sabertooth Z170 S haben wir nichts auszusetzen. Sämtliche Anschlüsse konnten durch uns ohne Schwierigkeiten erreicht werden. Besonders positiv empfinden wir auch hier den freien Platz unter dem obersten PCIe-3.0-x16-Steckplatz. Bei einer Dual-Slot-Grafikkarte können so alle anderen Erweiterungsslots dennoch verwendet werden. Was uns gefehlt hat, sind jedoch ein Power- und Reset-Button aber auch eine Debug-LED.

Auf dem ATX-Mainboard sind in der Summe sechs 4-Pin-FAN-Header verbaut, davon zwei als CPU-FAN-Header. Wer in Verbindung mit dem Sabertooth Z170 S eine All-In-One-Wasserkühlung für die CPU einsetzen möchte, kann den FAN-Stecker an dem speziellen Pump-FAN-Header anklemmen. Dies soll die Effizienz der Wasserkühlung erhöhen. Nutzern, denen die Anzahl der FAN-Header nicht ausreichen sollte, kann auch noch die FAN-Header-Erweiterungsplatine mit anklemmen, die allerdings separat gekauft werden muss. Genauso optional ist ein 40-mm-Lüfter, der sich in in die I/O-Panel-Kunststoffabdeckung einbauen lässt.

ASUS hat mit dem "TUF ESD Guards 2"-Feature für Schutz vor elektrostatischen Entladungen gesorgt. Es deckt die Audio-Anschlüsse, den LAN-Port, die beiden Grafikausgänge und die USB-Schnittstellen ab. Durch das TUF-LANGuard-Feature wird der RJ-45-Anschluss sogar nochmals geschützt.


BIOS

Nun wird es Zeit, dass wir uns das BIOS anschauen. Zum Testzeitpunkt war die Version 1602 aktuell, die wir ohne Probleme mit der Instant-Flash-Funktion aufspielen konnten und im Vergleich zur First-Release-Version eine verbesserte Systemkompatibilität und eine aktualisierte Microcode-Version mitbringt. Somit wurde auch der Skylake-AVX-Bug beseitigt.

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Der EZ-Mode beim ASUS Sabertooth Z170 S.

Natürlich kommt die weiterhin gewohnte UEFI-Oberfläche von ASUS zum Einsatz, nur farblich in dunklem Grau an das weiße Sabertooth-Mainboard angepasst, wie beim Sabertooth Z97 Mark S. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben, die restlichen Werte weiterhin in weißer Schrift. Wir fangen oben links an. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Ebenfalls dabei ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger weiterhin nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Mode beim ASUS Sabertooth Z170 S.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings natürlich anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel LGA1150 Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Um Funktionen hinzuzufügen, muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem Herzstück "Ai Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ziemlich viele Funktionen implementiert worden, die selbst für den extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Beispielsweise kann dort das neue SATA-Express-Feature auf Wunsch deaktiviert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" gepackt. Wer sich an dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort beispielsweise abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Im Gegensatz zur Vorgängerversion konnte die Navigation durch die Menüs bei längerer Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Natürlich kann der Anwender auch mit dem ASUS Sabertooth Z170 S dank des Z170-Chipsatzes des 8+4-Phasendesigns zumindest in der Theorie ordentlich übertakten. Wie bei allen höherpreisigen Z170-Mainboards auch, hat ASUS das UEFI mit zahlreichen Overclocking-Funktionen ausgestattet, die definitiv nicht zu kurz gekommen sind.

In Verbindung mit dem ASUS Sabertooth Z170 S kann der BCLK von 40 MHz bis 650 MHz in 0,01-MHz-Schritten eingestellt werden. Bei der CPU-Spannung hat der Anwender die Wahl zwischen dem Override-, Adaptive- und Offset-Modus. So kann die CPU-Spannung im Override- und Adaptive-Modus von 0,600 Volt bis 1,700 Volt bewegt werden. Der Offset kann hingegen zwischen -0,635 Volt und +0,635 Volt selektiert werden. In allen drei Fällen betragen die Intervalle feine 0,005 Volt. Im Adaptive-Modus beträgt die Offset-Range von -0,999 Volt bis +0,999 Volt und die zusätzliche CPU-Spannung kann von 0,250 Volt bis 1,920 Volt gewählt werden. Die Intervalle betragen hier noch feinere 0,001 Volt. Natürlich bietet die Platine auch eine Funktion an, um den beabsichtigten VDroop zu manipulieren. Zu diesem Zweck hält sich im BIOS die Load-Line Calibration bereit. Zur Verfügung stehen die Level 1 bis 9. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir wie immer in einer übersichtlichen Tabelle eingetragen.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Sabertooth Z170 S in der Übersicht
Base Clock Rate 40 MHz bis 650 MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung

0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
-------------------------------------------------------------------------
0,250 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Alternative-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)

DRAM-Spannung 1,0000 V bis 2,0000 V in 0,0050-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Override-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
0,250 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Alternative-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Standby Voltage, DRAM REF Voltages
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 83 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
CPU Load-Line Calibration (LvL 1-9)

Überraschenderweise wollte das Sabertooth Z170 S nicht mit 4,6 GHz stabil arbeiten, selbst mit 1,3 Volt laut BIOS. Somit haben wir uns dazu entschlossen, den Multiplikator auf den Wert 45 zu setzen. Dennoch benötigte die ASUS-Platine mindestens 1,245 Volt laut BIOS, damit diese Taktfrequenz stabil gehalten werden konnte.

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Bestes Ergebnis: 4,5 GHz bei 1,245 Volt (Fixed-BIOS-Wert)

Verglichen mit anderen Z170-Mainboards sind wir von der Overclocking-Performance etwas enttäuscht und hatten wir doch erwartet, dass auch das Sabertooth Z170 S den Takt von 4,6 GHz ohne extreme Spannungserhöhung halten kann.

Auch bei der Skylake-S-Plattform werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten den Betrieb ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme-Memory-Profile wurde ohne Verweigerung akzeptiert. Auch eine manuelle Einstellung mit etwas strafferen Latenzen vertrug das Sabertooth Z170 S ohne Probleme. Natürlich lag die VDIMM in beiden Situationen bei 1,35 Volt.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt auch dem Sabertooth Z170 S die bekannte AI Suite in Version 3 bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Statt der 5-Way-Optimization erhält der Anwender Zugriff auf das Thermal Radar 2, das im Gegensatz zu den sonstigen ASUS-Z170-Mainboards detaillierte Temperaturen bereitstellt, wie z.B. DRAM, USB 3.0, PCIe-Slot 2 (oberer PCIe-3.0-x16-Slot), VRM und PCIe-Slot 1. Auch lassen sich optionale Thermistor-Kabel an das Sabertooth Z170 S anschließen und die Sensoren an beliebigen Stellen unterbringen.

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Die ASUS AI Suite 3.

Im Mittelpunkt steht allerdings die umfangreiche Lüftersteuerung. Mit dem Thermal Radar 2 können erweiterte Einstellungen vorgenommen werden. Interessant ist dabei der Punkt Lüfteranlaufzeit und Lüfterauslaufzeit, die in Sekunden individuell festgelegt werden kann. Die Zonentemperaturenüberwachung erlaubt einen groben Blick, wie der Thermalstatus im CPU- und GPU-Bereich aussieht. Auch lässt sich eine Bewertung erstellen. Sämtliche Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten lassen sich auch mit dem Recorder festhalten, sodass der Anwender stets einen Überblick darüber hat, an welchen Stellen es eventuell noch hakt.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite zusätzliche nützliche Funktionen wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden können. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lässt sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neue Version nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden. An drittletzter Stelle hält sich auch der USB-3.1-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0- und USB-3.1-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht. Mit dem Punkt "Systemsteuerung" lassen sich grobe Infos über das System einsehen. Last but not least erhält der Anwender mit dem "Version"-Menüpunkt einen Überblick über die installierten Versionen.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit folgendem Testsystem haben wir das ASUS Sabertooth Z170 S getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Sabertooth Z170 S mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Selbstverständlich liegen alle Mainboards dicht beieinander. Die Gesamtperformance des ASUS Sabertooth Z170 S liegt damit auf hohem Niveau.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das Sabertooth Z170 S brauchte 17,36 Sekunden für die Initialisierung der Komponenten und gehört damit zu den langsameren Vertretern.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Sabertooth Z170 S hat wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein USB-3.1-Controller, ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf macht das Sabertooth Z170 S mit 40,6 Watt eine ziemlich gute Figur. Dabei konnte sich die ASUS-Platine den dritten Platz in der Rangliste sichern.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Teillast sieht es hingegen völlig anders aus. Zwar sind die ermittelten 102,2 Watt nicht allzu hoch, doch die meisten anderen Mainboards waren ein gutes Stück effizienter.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Gleiches Spiel auch unter Volllast. Das Strommessgerät zeigte genau 116 Watt an, was nicht wenig ist.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS)XX


1.080 (2. CPU)XX


1.096 (2. CPU)XX


1.180 (2. CPU. BIOS)XX


1.184 (2. CPU)XX


1.184 (2. CPU)XX


1.200 (2. CPU. BIOS)XX


1.211 (2. CPU)XX


1.232 (2. CPU)XX


1.232 (2. CPU)XX


1.248 (2. CPU. BIOS)XX


1.264 (2. CPU)XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Dank des ASUS-MultiCore-Enhancement-Features wird standardmäßig eine ziemlich hohe CPU-Spannung angelegt. CPU-Z zeigte sehr hohe 1,232 Volt an.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir den USB-3.1-Controller, dessen Schnittstellen und die USB-3.0-Anschlüsse deaktivieren. Dies brachte bereits eine Ersparnis von 2,1 Watt ein.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench lag die Ersparnis bei 1,5 Watt, sodass nun mehr 100,7 Watt verbraucht wurden.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze 2,3 Watt weniger waren es hingegen mit Prime95 unter voller Belastung. Auch die erreichten 113,7 Watt sind leider noch sehr viel.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS)XX


1.080 (2. CPU)XX


1.096 (2. CPU)XX


1.180 (2. CPU. BIOS)XX


1.184 (2. CPU)XX


1.184 (2. CPU)XX


1.200 (2. CPU. BIOS)XX


1.211 (2. CPU)XX


1.232 (2. CPU)XX


1.232 (2. CPU)XX


1.248 (2. CPU. BIOS)XX


1.264 (2. CPU)XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung konnte bekanntlich keine Veränderung festgestellt werden.

Idlet das System mit dem ASUS Sabertooth Z170 S, dann kann es sehr sparsam mit dem Strom umgehen. Anders sieht es dagegen aus, wenn das System unter Last gesetzt wird, sodass man in diesen Situationen nicht mehr von guter Effizienz sprechen kann. Der Grund hierbei ist wie bei allen ASUS-Platinen: Das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature. Diese Funktion sorgt zwar dafür, dass mehr Leistung zur Verfügung steht, allerdings wird die VCore viel zu hoch angesetzt, was sich dann natürlich bei der Leistungsaufnahme negativ bemerkbar macht.


USB-3.1-Performance

Das ASUS Sabertooth Z170 S bietet zwei USB-3.1-Schnittstellen, agierend über den ASMedia ASM1142. Bei einer nun theoretischen Bandbreite von 10 GBit/s bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim ASUS Sabertooth Z170 S
über den ASMedia ASM1142.

Mit mehr als 800 MB/s, sowohl im Lesen als auch im Schreiben, zeigt der ASM1142 eine sehr gute USB-3.1-Performance.

 

USB-3.0-Performance

Insgesamt halten sich sechs native USB-3.0-Anschlüsse am Sabertooth Z170 S bereit. Zwei sind am I/O-Panel und vier Stück über zwei Header zu erreichen. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die USB-3.1-Lösung von ASUS verwendet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Sabertooth Z170 S
(nativ über den Z170-PCH).

Der Intel-USB-3.0-Controller hat mit dem Sabertooth Z170 S auch eine gute Leistung abgeliefert. Dies zeigen die maximal 426 MB/s lesend und schreibend.

 

SATA-6G-Performance

ASUS hat sich auch beim Sabertooth Z170 S für zwei SATAe- und zwei SATA-6GBit/s-Ports entschieden. Alle Anschlüsse arbeiten nativ über den Z170-Chipsatz. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Sabertooth Z170 S
(nativ über den Z170-PCH).

Das Solid-State-Drive konnte über Intels SATA-Controller wieder ordentlich Fahrt aufnehmen. So wurde eine Lesegeschwindigkeit von 556 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 522 MB/s erreicht.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test werden wir natürlich auch bei der Skylake-S-Plattform absolvieren. Mithilfe der neuen Intel-100-Chipsstzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze in der Theorie einen ordentlichen Performanceschub dank der jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher kaum M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob effektiv mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim ASUS Sabertooth Z170 S
(über vier PCIe-3.0-Lanes vom Z170-PCH).

Für den Z170-Chipsatz wurden gute M.2-Werte erreicht. Im Lesen wurden 1.086 MB/s und im Schreiben immerhin 970 MB/s erreicht. Auch wenn es inzwischen leistungsstärkere M.2-Module gibt, ist die gezeigte Leistung dennoch sehr flink.


Auch für die mittlerweile sieben Monate alten Skylake-S-Prozessoren (Core i5-6600K und Core i7-6700K) hat ASUS ein Sabertooth-S-Modell mit der abwechslungsreichen Arctic-Camouflage-Optik im Sortiment. In diesem Jahr testeten wir allerdings die Variante ohne "Mark"-Zusatz wie noch beim ASUS Sabertooth Z97 Mark S, was demnach bedeutet, dass kein TUF-Thermal-Armor und kein TUF-Fortifier an dem ATX-PCB verschraubt sind. Diese Zusätze sind dem Sabertooth Z170 Mark 1 vorbehalten. Vom Aufbau her erinnert das Sabertooth Z170 S eher an das Sabertooth Z97 Mark 2, das ebenfalls ohne Thermal Armor und Fortifier auskommen musste. Für die LGA1151-CPU wurde ein 8+4-VRM-Design vorgesehen, welches in unserem Overclocking-Test allerdings keine neuen Rekordergebnisse abliefern konnte und etwas schwächer arbeitete als andere ASUS-Z170-Platinen. 

Für den Arbeitsspeicher-Ausbau stehen vier DDR4-DIMM-Speicherbänke bereit, die bis zu 64 GB aufnehmen können. Für sämtliche Erweiterungskarten haben sich die Taiwaner neben drei PCIe-3.0-x1-Slots für drei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze entschieden, in denen bis zu zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten installiert werden können. Sollte dabei nur eine Dual-Slot-Grafikkarte Einzug in das System erhalten, können dank des durchdachten Layouts alle anderen Slots genutzt werden. Im Bereich Storage kann der Anwender auf zwei SATA-Express-, zwei SATA-6GBit/s-Ports und eine M.2-Schnittstelle vertrauen. Alle Schnittstellen arbeiten nativ mit dem Intel-Chipsatz zusammen.

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Im Bereich USB sind es zwei USB-3.1- (jeweils einmal Type-A und Type-C), sechs USB-3.0- und neun USB-2.0-Schnittstellen. Einer der USB-2.0-Anschlüsse wurde für das TUF-Detective-2-Feature vorgesehen, das bei uns allerdings nicht korrekt arbeiten wollte. Eventuell muss die Android-App ein Update erhalten. Doch selbst, wenn die Intel-Grafikeinheit genutzt werden möchte, kann sie mit dem DisplayPort- und HDMI-Grafikausgang angesprochen werden. Die Netzwerkanbindung erfolgt kabelgebunden über einen Gigabit-LAN-Port (Intel I219-V), währenddessen die Audiosignale vom Realtek-ALC1150-Audio-Codec bearbeitet werden. Onboard-Komfort gibt es mit dem MemOK!-Button und dem CMOS-Clear-Button nur wenig. Zumindest ein Power- und Reset-Button und vielleicht auch eine Diagnostic-LED hätte dem Sabertooth Z170 S sicherlich gut zu Gesicht gestanden.

Bei der UEFI-Oberfläche gab es keine Neuerungen, die bei der umfangreichen Oberfläche allerdings auch nicht nötig sind. Lediglich optisch wurde sie entsprechend angepasst. Mit der Übernahme der Einstellungen waren wir zufrieden, was auch für den Idle-Stromverbrauch gilt. Unter Last hingegen ist das Sabertooth Z170 S unserer Meinung nach etwas zu stromhungrig im Vergleich zu den anderen getesteten LGA1151-Mainboards. Grund hierfür ist ASUS' MultiCore-Enhancement-Feature, das zwar für mehr Leistung sorgt, allerdings als negativer Nebeneffekt die CPU-Spannung viel zu hoch ansetzt.

Für etwa 200 Euro kann das ASUS Sabertooth Z170 S im (Online-)Handel erworben werden. Dieser Preis ist unserer Ansicht nach etwas zu hoch angesetzt, auch wenn die Platine technisch gesehen bis auf kleinere Punkte überzeugen konnte.

Positive Eigenschaften des ASUS Sabertooth Z170 S:

Negative Eigenschaften des ASUS Sabertooth Z170 S:

Gerade das Sabertooth Z170 S mit überwiegend weißem PCB ist eine gelungene Abwechslung zu den schwarzen Platinen, die absolut in der Überzahl sind. Von der Technik her kann das Sabertooth Z170 S bis auf kleine Punkte überzeugen. Der erhöhte Strombedarf kann mit dem Deaktivieren der MultiCore-Enhancement-Funktion vermieden werden.

 

Alternativen? Wer gezielt nach einer LGA1151-Platine mit weißem PCB sucht, kommt kaum an dem ASUS Sabertooth Z170 S vorbei, wenn man vom teureren MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition absieht. Davon ab gibt es bei den schwarzen Platinen jede Menge Alternativen. Wenn wir bei ASUS bleiben, wäre das Maximus VIII Ranger eine gute Alternative, die nicht nur dieselbe Ausstattung zu bieten hat, jedoch günstiger und leistungsfähiger in Sachen CPU-Overclocking ist. Wer ca. 70 Euro einsparen möchte, kann sich auch das ASRock Z170 Extreme4 anschauen, das eine ähnliche Ausstattung wie das ASUS Sabertooth Z170 S zu bieten hat.

 

Persönliche Meinung

Das Sabertooth Z170 S ist eine typische aber gute ASUS-Platine, auch wenn der Preis wirklich etwas hoch erscheint. Von der Technik und dem funktionellen Komfort bleiben dem Anwender aber keine Wünsche offen und alles funktionierte zumindest bei uns in der Redaktion absolut einwandfrei und auf Anhieb. Mit persönlich sagt die weiße Optik aber weniger zu und favorisiere die schwarze Färbung. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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