ASUS Maximus VIII Ranger im Test - Der ROG-Einstieg für Skylake

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asus maximus viii ranger 4 logoMit dem Maximus VIII Gene und dem Maximus VIII Extreme hatten wir bereits zwei Republic-of-Gamers-Platinen von ASUS in unserer Redaktion, welche für die in diesem Jahr veröffentlichten Skylake-S-Prozessoren konzipiert wurden. Während das Gene-Modell erneut im Micro-ATX-Format gefertigt wurde, hat sich der taiwanische Hersteller beim Flaggschiff für das E-ATX-Format entschieden. Wie bereits beim Maximus VII Ranger (Z97-Modell für Haswell) möchte der Mainboard-Spezialist auch in diesem Jahr mit einem Ranger-Modell im ATX-Format den ROG-Einstieg einfacher gestalten. Es hört logischerweise auf die Bezeichnung "Maximus VIII Ranger".

Es sollte sich bereits herumgesprochen haben, dass die ROG-Mainboards zu keinem günstigen Kurs zu haben sind. Dies hat auch ASUS erkannt und hat aus diesem Grund bei der Maximus-VI-Serie (Intel Z87) erstmals ein preisgünstiges Hero-Modell auf den Markt gebracht, um die Käuferschaft zu erweitern. Ein Jahr darauf folgte dann das Maximus-VII-Lineup (Intel Z97), bei dem ASUS mit einem Ranger-Modell einen weiteren Schritt auf die ROG-Interessenten zuging. Mithilfe einer ATX-Platine mit einer soliden Grundausstattung konnten die Interessenten im Vergleich zu den anderen ROG-Modellen günstig in die ROG-Welt einsteigen.

Auch in diesem Jahr wurde mit dem Maximus VIII Ranger ein vergleichsweise günstiger ROG-Unterbau ins Sortiment aufgenommen. Auf dem ATX-Mainboard sind nicht nur vier DDR4-DIMM-Speicherbänke anzutreffen, sondern auch drei mechanische PCIe-3.0-x16- und dazu drei PCIe-3.0-x1-Steckplätze, zwei SATAe- und zwei SATA-6GBit/s-Schnittstellen sowie sechs USB-3.0-, acht USB-2.0- und zwei USB-3.1-Anschlüsse. Neben einigem Onboard-Komfort ist natürlich auch einmal Gigabit-LAN und eine anständige Onboard-Sound-Lösung verbaut worden. Als Ergänzung kommt auch noch eine M.2-Schnittstelle (M-Key) hinzu. Dies alles klingt für ein neues Skylake-S-System sehr solide.

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Das ASUS Maximus VIII Ranger in der Übersicht.

Die gebotene Optik stimmt mit dem des Gene- und Extreme-Modell natürlich überein. Verwendet wurde eine schwarzes PCB, wobei die Steckplätze und Anschlüsse in Grau und in Schwarz gehalten wurden. Die rötlich-silbernen Kühlkörper sorgen dann für eine gelungene Abwechslung gegenüber der bisher klassischen Rot-Schwarz-Kombination.

Die Spezifikationen

Und das sind die technischen Eigenschaften des ASUS Maximus VIII Ranger:

Die Daten des ASUS Maximus VIII Ranger in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus VIII Ranger
CPU-Sockel LGA1151
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 10 Stück
Straßenpreis ca. 177 Euro
Produktseite http://www.asus.com/de
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z170 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8) über Skylake-S-CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z170
3x PCIe 3.0 x1 über Intel Z170

PCI -
SATA(e)-, SAS-
und
M/U.2-Schnittstellen

2x SATA Express 10 GBit/s (4x SATA 6GBit/s) mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z170
2x SATA 6G, 2x über Intel Z170 mit RAID 0, 1, 5, 10
1x M.2 (M-Key) 32 GBit/s über Intel Z170 (shared im SATA-Modus)

USB

2x USB 3.1 (2x am I/O-Panel, 1x Typ A und 1x Typ C) über ASMedia ASM1142
6x USB 3.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170
8x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel ROG SupremeFX 2015 (Realtek ALC1150) Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x CPU-FAN 4-Pin
4x Chassis-FAN 4-Pin
1x Water-Pump 4-Pin
1x Extension-FAN-PCB-Header 5-Pin

Vergleichen wir die Verpackung vom Maximus VIII Gene und vom Maximus VIII Extreme, stellen wir eindeutig fest, dass auch beim Einstiegsmodell dieselben Farben und dasselbe Design verwendet wird. Schon seit Jahren gestaltet ASUS die Verpackungen der ROG-Mainboards in verschiedenen Rottönen. Während in der Mitte die Modellbezeichnung aufgedruckt ist, wurde das ROG-Logo oben links in der Ecke und unten rechts in der Ecke das ASUS-Logo abgebildet. Am unteren Rand wurden einige Features abgebildet. Der Frontdeckel lässt sich nach oben hin aufklappen, sodass weitere Features des Mainboards zum Vorschein treten.

Das mitgelieferte Zubehör

Nachdem wir die Verpackung geöffnet haben, haben wir mit folgendem Zubehör Bekanntschaft gemacht:

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Zum Zubehör gehört nicht nur die I/O-Blende, das Mainboard-Handbuch und die Support-DVD, sondern zusätzlich ein Quick-Start-Guide, vier SATA-Kabel, eine 2-Way-SLI-Bridge, die Q-Connectors, das CPU-Installation-Tool, das Gewinde und die Schraube für den M.2-Slot. Auch wurden das ROG-Türschild, Laufwerksaufkleber und drei Lüftersticker mit beigelegt.


Die weit zuvor bekanntgewordenen Daten zu der Intel-100-Chipsatzserie zeigten bereits weitreichende Veränderungen, die sich im Nachhinein zumindest beim Z170-PCH auch bestätigt haben. Neu ist die Anbindung zwischen CPU und PCH über das Direct-Media-Interface in Version 3.0, wodurch eine größere Bandbreite zur Verfügung steht. Diese ist auch notwendig, denn Intel hat die PCIe-Lanes des Z170-Chipsatzes kräftig ausgebaut. Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes wie noch beim Z97-Chipsatz kann der Z170-PCH gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel mehr Spielraum für native Anbindungen von Zusatzcontrollern vorhanden ist. PCIe-Switches und Brücken - so sollte man meinen - würden jetzt der Vergangenheit angehören.

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Zehn Spulen reihen sich um den CPU-Sockel ein.

Hier sehen wir dasselbe VRM-Design, wie es auch beim Maximus VIII Gene zum Einsatz kommt. Die Skylake-S-CPU wird von insgesamt zehn Spulen angetrieben. Diese zehn Spulen wiederum erhalten ihren Input von jeweils einem NexFET-MOSFET von Texas Instruments. Die Bezeichnung lautet "CSD87350Q5D". Identisch ist zudem auch der PWM-Controller, der auf den Namen ASP14008 hört und alleine mit den zehn Spulen nicht zurecht kommt. Aus diesem Grund erhält er Abhilfe von fünf Phasendoublern, sodass der PWM-Controller effektiv nur fünf Spulen betreuen muss. Durch den 8-poligen ATX-EPS12V-Stromanschluss erhält der Anwender mit 336 Watt genügend Puffer, um der CPU in Sachen Overclocking Beine zu machen.

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Der eingestzte PWM-COntroller: ASP14008.

Hier sehen wir noch einmal den PWM-Controller, der auf dem Maximus VIII Ranger verlötet wird.

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Vier DDR4-DIMM-Slots sind natürlich auch mit an Bord.

In den vier DDR4-Bänken lassen sich im Höchstfall 64 GB Arbeitsspeicher verbauen. In der rechten Ecke sind die Diagnostic-LED und der bekannte MemOK!-Button zu sehen. Links vom Hauptstromanschluss hält sich dagegen der USB-3.0-Header bereit, welcher nativ mit dem Z170-Chipsatz in Kontakt steht. Auch sind unter dem Stromanschluss vier Status-LEDs angebracht worden, die bei jedem Systemstart bestenfalls einmal kurz aufleuchten.

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Eine ansprechende Auswahl an Erweiterungssteckplätzen steht zur Verfügung.

ASUS hat nicht nur drei PCIe-3.0-x1-Slots, sondern auch drei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verlötet. Die beiden grauen Ports arbeiten direkt mit der LGA1151-CPU zusammen, was demnach bedeutet, dass die vollen 16 PCIe-3.0-Lanes nur im oberen grauen Slot genutzt werden können, sofern der untere graue Steckplatz leer bleibt. Werden die beiden mit zwei Grafikkarten besetzt, arbeiten beide Karten mit jeweils acht Lanes. Da der schwarze mechanische PCIe-3.0-x16-Slot mit maximal vier Lanes an den Intel-Chipsatz gekoppelt wurde, ist zwar ein 3-Way-CrossFireX-Gespann möglich, aber eben "nur" zwei NVIDIA-Grafikkarten im 2-Way-SLI-Modus. Bedingung für ein funktionierendes 3-Way-CrossFireX-Gespann ist allerdings, dass die beiden PCIe-3.0-x1-Slots von unten aus gesehen frei bleiben, da die unterste Grafikkarte in diesem Fall nur zwei Lanes bekommen würde.

PCIe-x16-Slots und deren Lane-Anbindung
 elektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI /
CrossFireX
3-Way-CrossfireX
PCIe-Slot 2 x16/x8 (CPU) x16 x8 x8
PCIe-Slot 4 x8 (CPU) - x8 x8
PCIe-Slot 6 x4 (Intel Z170) - - x4
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Es bleibt bei den nativen Storage-Möglichkeiten.

Die beiden SATA-Express- und die zwei SATA-6GBit/s-Anschlüsse treten nativ mit dem PCH in Kontakt. Direkt links neben den Anschlüssen wurde der M.2-Steckplatz nach der M-Key-Kodierung hinterlassen, der ein entsprechendes Modul von 4,2 cm bis einschließlich 11 cm aufnehmen kann. Der Slot ist zwar shared angebunden, dies betrifft glücklicherweise nur den SATA-Modus. In dem Fall wird der SATA-Port 1 unbrauchbar. Wird das Solid-State-Module im deutlich schnelleren PCIe-Modus betrieben, wird nichts weiter blockiert und vom Z170-PCH mit höchstens vier PCIe-3.0-Lanes angesteuert (theoretisch 32 GBit/s).


Weiter gehts mit dem I/O-Panel.

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Das I/O-Panel vom ASUS Maximus VIII Ranger.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Neben einmal PS/2, Gigabit-LAN und dem USB-BIOS-Flashback-Button wurden vier USB-2.0-, zwei USB-3.0-, zwei USB-3.1-Schnittstellen (1x Typ A und 1x Typ C) verbaut. Die CPU-interne Grafikeinheit kann mithilfe eines DisplayPort- und HDMI-Grafikausgangs angesteuert werden. Fehlen dürfen natürlich auch die fünf analogen Audiojacks und der Toslink-Ausgang nicht.

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Kein Unterschied zum Extreme-Modell: Der Audiobereich.

ASUS hat im Vergleich zum Maximus VIII Extreme keine Kastration beim Audio-Bereich vorgenommen. Demnach wird auch der Besitzer des Maximus VIII Ranger mit dem ROG-SupremeFX-2015-Feature ausgestattet. Unter dem rot beleuchteten EMI-Shield arbeitet der weitverbreitete Realtek-ALC1150-Audiocodec. Er wird auch in diesem Fall von einem ESS-ES0923P-DAC, einem Anti-Pop-Relais von NEC und einem dedizierten Taktgeber begleitet. Zusätzlich sind neun Nichicon-Audiokondensatoren anzutreffen, die die Soundqualität optimieren sollen. An dem ebenfalls vorhandenen Kopfhörerverstärker können Kopfhörer mit einer Impedanz von 32 bis 600 Ohm betrieben werden. Das "Sonic SenseApp"-Feature soll für die automatische Erkennung der anliegenden Impedanz sorgen.

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Der SuperI/O-Chip kommt natürlich aus dem Hause Nuvoton.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist der Nuvoton NCT6793D, der seinen Job als SuperI/O-Chip antritt. Mit seiner Hilfe lassen sich die Grundspannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten überwachen. Ebenfalls lassen sich die Lüfter manuell regeln.

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Verantwortlich für USB 3.1: Der ASMedia ASM1142.

Der ASM1142 beherrscht die USB-3.1-Spezifikationen und kann maximal zwei Ports mit der höheren Durchsatzrate von theoretischen 10 GBit/s betreuen.

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Gigabit-LAN wird durch diesen kleinen Chip in der Mitte ermöglicht.

ASUS verwendet auf den bisherigen ROG-Platinen stets die Intel-Netzwerkcontroller. So natürlich auch beim Maximus VIII Ranger. Hier ist es der neue I219-V, der die Daten problemlos mit höchstens 1 GBit/s schieben kann, aber auch abwärtskompatibel ist.


Wir machen nun mit dem TMDS-Levelshifter weiter.

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Der ASM1442K spielt eine wichtige Rolle.

ASMedias ASM1442K wird zwischen dem HDMI-Grafikausgang und dem CPU-Sockel positioniert und kümmert sich um die Spannungsumwandlung zwischen der iGPU und dem HDMI-Grafikausgang.

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Etwas Onboard-Komfort darf auch nicht fehlen.

Um das System vor dem Einbau ins Gehäuse ausgiebig zu testen, bietet sich die Bedienung des Power-, Reset- und CMOS-Clear-Buttons an. Weiter rechts neben dem TPM-Header (Trusted Platform Module) ist auch der ROG_EXT-Header zu sehen, an dem das OC-Panel angeklemmt werden kann, das dem Maximus VIII Extreme beiliegt, jedoch auch optional separat gekauft werden kann.

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Unverzichtbar auf einem ROG-Board: Der iROG-Controller.

ASUS bietet bei ihren ROG-Platinen exklusive Features an, die allerdings von einem separaten Controller aus gesteuert werden müssen. Wie bei einem BIOS wird der iROG-Chip bei manchen BIOS-Updates mit aktualisiert. Sein Aufgabengebiet umfasst die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung.

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Am unteren Rand hat sich ein zweiter USB-3.0-Header versteckt.

Der LN2-Mode-Jumper beweist es: Wer die CPU mit Stickstoff auf dem Maximus VIII Ranger bis ans Limit übertakten möchte, kann dies nach dem Umsetzen des Jumpers tun. Spätestens jetzt wird zusätzlich klar, dass ASUS einen zweiten USB-3.0-Header angebracht hat.

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Das ASUS Maximus VIII Ranger nochmal in der Übersicht.

Das Layout des Maximus VIII Ranger hat uns gut gefallen. Sämtliche Anschlüsse konnten ohne Probleme erreicht werden. Besonders gut fanden wir den freien Platz unter dem obersten PCIe-3.0-x16-Steckplatz. Bei einer Dual-Slot-Grafikkarte können so alle anderen Erweiterungsslots dennoch verwendet werden.

Auf dem ATX-Mainboard sind in der Summe sechs 4-Pin-FAN-Header verbaut, davon zwei als CPU-FAN-Header. Wer in Verbindung mit dem Maximus VIII Ranger eine All-In-One-Wasserkühlung für die CPU einsetzen möchte, kann den FAN-Stecker an dem speziellen Pump-FAN-Header anklemmen. Dies soll die Effizienz der Wasserkühlung erhöhen. Wem die Anzahl der FAN-Header nicht ausreichen sollten, kann auch noch die FAN-Header-Erweiterungsplatine mit anklemmen, die allerdings separat gekauft werden muss.

Auch wieder mit dabei: Jede Menge exklusive ROG-Features wie KeyBot II, Sonic Radar II, RAMCache, LANGuard, TrueVolt USB, welche ganz nützlich sein können.


BIOS

Die First-Release-BIOS-Version hört auf die Nummer 0211. Inzwischen bietet ASUS allerdings fünf neue BIOS-Versionen an, die einige Verbesserungen mitbringen. Die aktuelle Version "1202" haben wir per Instant Flash installiert. Von Version 0211 bis 1202 wurden folgende Verbesserungen und Änderungen vorgenommen:

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Der EZ-Modus vom ASUS Maximus VIII Ranger.

ASUS nutzt hier verständlicherweise dieselbe Oberfläche, wie sie auch bei den anderen Maximus-VIII-Mainboards wie dem ASUS Maximus-VIII-Gene (Hardwareluxx-Test) und dem ASUS Maximus-VIII-Extreme (Hardwareluxx-Test) anzutreffen ist. Demnach dominieren die Farben Rot und Schwarz. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Beginnen wir oben links. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Auch wieder mit von der Partie ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite über einen ergänzenden RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität installiert sind und wie es mit der aktuell anliegenden Taktung aussieht. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" wählen. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Modus vom ASUS Maximus VIII Ranger.

Der Advanced-Modus wurde farblich genau wie der EZ-Mode gestaltet, dafür jedoch anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel LGA1150 Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Um eine Funktion hinzuzufügen, muss oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dadurch öffnet sich ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem umfangreichen "Extreme Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind für das Extreme-Modell passend zum Namen extrem viele Funktionen implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender definitiv fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlegt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden von ASUS auf den Reiter "Boot" gepackt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort beispielsweise abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI über ein angeschlossenes Laufwerk oder direkt über die Internetverbindung aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Wir haben bemerkt, dass die Bedienung der UEFI-Oberfläche per Tastatur nach einiger Zeit zu haken anfängt, je mehr Funktionen aufgerufen wurden. Nach einem Neustart läuft allerdings wieder alles wie geschmiert. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Auch wenn das Maximus VIII Ranger als Einstiegsplatine in die ROG-Serie gehandelt wird, bietet das Mainboard jede Menge Overclocking-Funktionen und ist auch bestens dafür vorbereitet. Alleine für den Arbeitsspeicher wurden RAM-Teiler bis DDR4-4266 berücksichtigt, auch wenn es schwierig ist, DIMMs zu finden, die eine derart hohe Taktfrequenz mitmachen. Für das allseits beliebtere CPU-Overclocking werden Funktionen in absolut ausreichender Anzahl angeboten.

Generell beherrscht das Maximus VIII Ranger ähnliche Wertveränderungen wie das hauseigene Maximus VIII Gene und Maximus VIII Extreme und lässt einen Spielraum des BCLKs von 40 MHz bis 650 MHz in 0,01-MHz-Intervallen zu. Passend dazu kann selbstverständlich auch die CPU-Spannung individuell angepasst werden. Im Override-Modus beträgt der Spielraum 0,600 Volt bis 1,700 Volt. Möchte der Anwender die Spannungsregulierung dann doch lieber mithilfe des Offset- oder Adaptive-Modes vornehmen, kann er sich zwischen -0,635 Volt und +0,635 Volt respektive 0,250 Volt bis 1,920 Volt entscheiden. In allen drei Modi sind die Intervalle in sehr feinen 0,005 Volt implementiert worden. Feintuning ist damit also möglich. Auch lässt sich die CPU Load-Line Calibration in acht Stufen beeinflussen. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus VIII Ranger in der Übersicht
Base Clock Rate 40,00 MHz bis 650,00MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung /
Cache-Spannung
0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,250 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Adaptive-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,0032 V bis 2,0064 V in 0,0066-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU Standby Voltage, DRAM REF Voltages,
DRAM VTT Voltage, DMI Voltage, Core PLL Voltage, Internal PLL Voltage,
Eventual DRAM Voltage, Eventual CPU Standby Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 83 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und fünf optionale Fans, CPU Current Capability,
DRAM Current Capability, Long Duration Package Power Limit, Short Duration Package Power Limit

Mit dem Maximus VIII Ranger gelang es uns, den Core i5-6600K mit einer Taktfrequenz von 4,6 GHz stabil zu betreiben. Hierfür mussten wir im BIOS eine VCore von 1,275 Volt anlegen. Laut CPU-Z selbst schwankte die Spannung und erreichte auch die abgebildeten 1,296 Volt.

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Bestes Ergebnis: 4,6 GHz bei 1,275 Volt (Fixed-BIOS-Wert)

Verglichen mit dem Maximus VIII Extreme mussten nur 0,005 Volt draufgelegt werden, damit dieselbe Frequenz stabil lief.

Auch bei der Skylake-S-Plattform werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten den Betrieb ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir
marginal schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme Memory Profile wurde vom System übernommen und lief auch stabil. Aber auch ohne das Profil konnten wir manuelle Werte festlegen, die zudem etwas straffer waren.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Maximus VIII Ranger die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z170-Modelle haben dabei ebenfalls die dritte Version erhalten, die im gleichen Funktionsumfang auch für die Enthusiasten-Plattform angeboten wird. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen. Gleichzeitig wird das Dual-Intelligent-Processors-5-Feature aus TPU und EPU gebildet.

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Die ASUS AI Suite 3 im ROG-Gewand.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Hohe Leistung", "Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite in der Version 3 weitere, nützliche Funktionen wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden können. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lassen sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neuen Versionen nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden.

Zudem hält sich auch der USB-3.1-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht. Zu guter Letzt ist noch der USB-Charger+ zu nennen. Angeschlossene, mobile Geräte können mit ihm ebenso schneller aufgeladen werden. Je nach Einstellung funktioniert es selbst, wenn sich das System gerade im Standby, Ruhemodus oder im ausgeschalteten Zustand befindet.

Neu hinzugekommen sind die Mobo-Connect-Funktionen, mit der die am PC angeschlossene Maus und Tastatur auf einem mobilen Gerät genutzt werden können. Alternativ lässt sich mobile Gerät andersherum mit dem PC verbinden, um die Mediensteuerung zu übernehmen.

In der folgenden Bildergalerie können alle AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit folgendem Testsystem haben wir das ASUS Maximus VIII Ranger getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus VIII Ranger mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Es war von vornherein klar, dass die Leistung des Maximus VIII Ranger auf dem Niveau der anderen Probanden liegt.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das Maximus VIII Ranger legt mit 11,93 Sekunden einen neuen Rekord an den Start, wenn es ums Initialisieren der Komponenten geht. Allerdings ist ihm das ASRock Z170 Extreme7+ dicht auf den Fersen.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus VIII Ranger hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein USB-3.1-Controller, ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Positiv ist schon mal, dass unser Testsystem mit dem Maximus VIII Ranger selbst mit Default-BIOS-Werten weniger als 50 Watt verbraucht. Mit 47,1 Watt hat es sich gerade zu zwischen das MSI Z170A Gaming M7 und das ASRock Z170 Extreme(+) gequetscht.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Cinebench ergibt sich dagegen ein völlig anderes Bild. Das ASUS Maximus VIII Ranger befindet sich mit 107,7 Watt unter den letzten drei Mainboards.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wurde das Testsystem mit Prime95 unter volle Belastung gesetzt, wurde selbst die 120-Watt-Marke geknackt und verbraucht damit fast soviel wie das Maximus VIII Extreme.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


1.264 (2. CPU) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Anhand der VCore ist ersichtlich, was der Grund für den (zu) hohen Stromverbrauch ist. Die CPU-Spannung wird mit 1,264 Volt sehr weit oben angesetzt, auch wenn die CPU diese hohe Spannung ohne "Overclocking" nicht benötigt. Wir haben das Wort "Overclocking" aus dem Grund in Anführungszeichen gesetzt, da bei den meisten ASUS-Mainboards standardmäßig das MultiCore-Enhancement-Feature aktiv ist, das die Taktfrequenz unter Last erhöht, allerdings auch meistens eine zu hohe Spannung anlegt, die sich bei der Leistungsaufnahme ordentlich bemerkbar macht.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Um den Stromverbrauch etwas zu senken, haben wir die Mainboard-Beleuchtung, den USB-3.1-Controller sowie die USB-3.0-Ports im BIOS deaktiviert. Damit konnten immerhin 1,8 Watt eingespart werden.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Beim Cinebench-Lauf waren es immerhin sogar 2,8 Watt weniger als zuvor.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ganze 2,5 Watt zeigte unser Strommessgerät unter Prime95 an, sodass die 120-Watt-Marke knapp unterschritten wurde.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.184 (2. CPU) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


1.264 (2. CPU) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die CPU-Spannung lag weiterhin bei sehr hohen 1,264 Volt.

Auch die neuen ROG-Mainboards für die Skylake-S-Prozessoren können recht effizient arbeiten. Besonders am Beispiel des Maximus VIII Ranger macht sich das ASUS-eigene MultiCore-Enhancement-Feature negativ bemerkbar, da es für eine geringe Takterhöhung eine viel zu hohe Spannung anlegt, die der Hauptversursacher für die sehr hohe Leistungsaufnahme ist. Doch glücklicherweise lässt sich dieses Feature - sofern nicht gewünscht - im BIOS deaktivieren. Durch dessen deutlich verringerte Last-Spannung arbeitete das Maximus VIII Ranger um mehr als 10 Watt effizienter, was schon beträchtlich ist.


USB-3.1-Performance

Das ASUS Maximus VIII Ranger bringt zwei USB-3.1-Anschlüsse mit, die über den ASMedia ASM1142 arbeiten. Bei einer nun theoretischen Bandbreite von 10 GBit/s bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim ASUS Maximus VIII Ranger
über den ASMedia ASM1142.

Und der ASM1142 zeigt sich von seiner performanten Seite, was die 752 MB/s im Lesen und die 754 MB/s im Schreiben bestätigen.

 

USB-3.0-Performance

Insgesamt halten sich sechs native USB-3.0-Anschlüsse bereit. Zwei am I/O-Panel und vier Stück über zwei Header. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die USB-3.1-Lösung von ASUS verwendet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VIII Ranger
(nativ über den Z170-PCH).

Auch die USB-3.0-Leistung kann sich sehen lassen. Die Leserate stieg bis auf 426 MB/s und die Schreibrate ebenfalls auf flinke 426 MB/s. Hier stimmt die Leistung. 

 

SATA-6G-Performance

ASUS hat sich für zwei SATAe- und zwei SATA-6GBit/s-Ports entschieden, die nativ an den Z170-Chipsatz angebunden sind. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Maximus VIII Ranger
(nativ über den Z170-PCH).

Bei der SATA-Leistung gab es auch nichts auszusetzen. Mit 557 MB/s lesend und 523 MB/s schreibend wurde das Solid-State-Drive ordentlich ausgelastet.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test werden wir natürlich auch bei der Skylake-S-Plattform absolvieren. Mithilfe der neuen Intel-100-Chipsstzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze in der Theorie einen ordentlichen Performanceschub dank der jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher kaum M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob effektiv mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim ASUS Maximus VIII Ranger
(über vier PCIe-3.0-Lanes vom Z170-PCH).

Die höchsten Datenraten wurden natürlich wieder über die M.2-Schnittstelle erreicht. Die Leserate fällt mit 1.078 MB/s sehr hoch aus. Allerdings schwächelt die Schreibleistung mit 967 MB/s etwas, was allerdings Meckern auf hohem Niveau ist. Insgesamt ist die Performance ziemlich gut.


Zum zweiten Mal erblickt ein Ranger-Modell aus der Republic-of-Gamers-Serie das Licht der Welt. Da wir dank der Skylake-S-Plattform mittlerweile bei der achten Maximus-Serie angelangt sind, trägt dieses Mainboard die Bezeichnung "Maximus VIII Ranger". Das ATX-Mainboard besitzt ebenfalls das neue ROG-Design und bringt eine moderate Ausstattung mit, um den Einstieg in die ROG-Welt preislich zu erleichtern. So wird die eingesetzte Skylake-S-CPU genau wie beim bereits getesteten Maximus VIII Gene mit zehn Spulen angetrieben, die in unserem Overclocking-Test einen guten Job gemacht haben. In den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken können durch den Anwender bis zu 64 GB Arbeitsspeicher verstaut und je nach Wunsch und DIMMs auch übertaktet werden.

Zu den Erweiterungssteckplätzen gehören sowohl drei mechanische PCIe-3.0-x16- als auch drei PCIe-3.0-x1-Slots. Durch die CPU-seitige Anbindung der beiden grauen Slots wird auch eine Multi-GPU-Konfiguration mit zwei NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten ermöglicht. Da der unterste große Slot mit vier PCIe-3.0-Lanes an den Intel-Z170-Chipsatz angebunden wurde, können sogar drei AMD-Grafikkarten ihren Platz auf dem Maximus VIII Ranger einnehmen. Festplatten und Co. lassen sich an zwei SATA-Express-, zwei SATA-6GBit/s-Ports anschließen. Als Ergänzung hält sich auch ein schnell angebundener M.2-Steckplatz bereit, der vom SATA-Modus abgesehen eigenständig an den Z170-PCH gekoppelt wurde. Ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis einschließlich 11 cm kann installiert werden.

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USB-technisch kann sich der Besitzer nicht nur auf jeweils einen Typ-A- und Typ-C-Anschluss nach der USB-3.1-Spezifikation freuen, sondern außerdem auf zwei externe und vier interne USB-3.0- sowie vier externe und vier interne USB-2.0-Schnittstellen. Unter den beiden USB-2.0-Headern wurde einer für den ROG_EXT-Header für das separat erhältliche OC-Panel reserviert. Selbst für die Einstiegs-ROG-Platine hat ASUS nicht gänzlich den Onboard-Komfort gestrichen, sondern einen Power-, Reset-, CMOS-Clear-, MemOK!-Button, eine Diagnostic-LED sowie einen USB-BIOS-Flashback-Button am I/O-Panel berücksichtigt. Selbst der Betrieb mit einer Stickstoffkühlung wäre mit dem Maximus VIII Ranger möglich. Die Netzwerkpakete werden über den Intel-I219-V-Gigabit-LAN-Controller transportiert und mit dem ROG-SupremeFX-2015-Audiofeature gibt es außerdem einen für viele Anwender ausreichenden Onboard-Sound dazu. Die Optik wurde zudem durch die rückseitig rote Beleuchtung hervorgehoben.

Die bekannte ASUS-UEFI-Oberfläche konnte - bis auf leichte Verzögerungen nach vielen aufgerufenen Funktionen - auch beim Maximus VIII Ranger einen guten Eindruck hinterlassen. Das Navigieren per Maus und/oder Tastatur gestaltet sich, bis auf den im letzten Satz erwähnten Punkt, komfortabel. Alle von uns verwendeten und veränderten Einstellungen wurden zuverlässig in die Tat umgesetzt. Weniger gut gefallen hat uns die hohe Leistungsaufnahme mit Default-Werten, die allerdings der ASUS-MultiCore-Enhancement-Funktion mit resultierend hoher CPU-Spannung geschuldet ist. Dieses Feature lässt sich auf Wunsch jedoch auch einfach deaktivieren.

Der größte negative Angriffspunkt ist beim Maximus VIII Ranger derzeit der Preis mit mindestens 177 Euro. Bei der letzten Generation wurde das minimal besser bestückte Maximus VII Hero in etwa zu diesem Preis angeboten, wohingegen das Maximus VII Ranger ab ca. 140 Euro erworben werden konnte - aber der Dollarkurs hat hier einiges durcheinander gewirbelt. Technisch gesehen können wir das Maximus VIII Ranger jedoch uneingeschränkt empfehlen, wenn großen Wert auf die exklusiven ROG-Features gelegt wird.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VIII Ranger:

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VIII Ranger:

Mit dem Maximus VIII Ranger möchte ASUS den ROG-Interessenten den Einstieg erleichtern und bietet eine ausreichend gute LGA1151-Platine für die aktuellen Skylake-S-Prozessoren an, die auch sämtliche ROG exklusiven Features mit an Bord hat. Von uns aus erhält das Maximus VIII Ranger den Excellent-Hardware-Award.

pl gb 170g3

Alternativen? Für einen geringeren Preis wäre das Gigabyte GA-Z170X-Gaming 3 eine Alternative, das ebenfalls eine gute, moderate Ausstattung bietet und ebenfalls USB 3.1 an Bord hat.

 

Persönliche Meinung

Wie auch im letzten Jahr zum Maximus VII Ranger erläutert, heiße ich es für gut, dass es ASUS weiterhin für wichtig hält, für ihre ROG-Serie ein Einstiegsmodell in Form des Maximus VIII Ranger bereitzustellen. Nicht alle Interessenten benötigen eine Luxus-Ausstattung, die beispielsweise das Maximus VIII Extreme zu bieten hat. Auch im Overclocking-Bereich bringt das Ranger-Modell ordentlich Leistung mit, um die Skylake-S-CPU zu übertakten. (Marcel Niederste-Berg)

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