MSI B150A Gaming Pro im Test - Günstiges Gaming-Brett mit Leuchteffekten

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IMG 4 logoAuch in diesem Jahr muss nicht zwangsläufig zu einem Z-Chipsatz gegriffen werden, um ein Gaming-Mainboard sein Eigen nennen zu dürfen. So zumindest beim taiwanischen Hersteller MSI, der auch schon für die Vorgänger-Plattform einige Gaming-Bretter mit dem H97-, H87- und B85-Chipsatz veröffentlicht hat. Aktuell hat MSI demnach nicht nur Gaming-Boards mit Intels Z170-PCH im Angebot, sondern ebenfalls welche mit dem H170- und B150-Chipsatz. Wir haben uns von denen einmal das B150A Gaming Pro herausgepickt und uns angeschaut, was MSI alles verbaut hat.

Ausstattungstechnisch kann ein Mainboard mit dem B150-Chipsatz natürlich nicht mit einem Z170-Pendant mithalten. Intel hat den B150-PCH deutlich beschnitten. Statt 20 PCIe-3.0-Lanes sind es lediglich acht PCIe-3.0-Lanes. Dadurch wird es von der Lane-Anzahl sehr knapp, wenn es beispielsweise darum geht, einen M.2-Steckplatz mit 32-GBit/s-Anbindung auf dem PCB zu integrieren. Es blieben demnach nur noch vier Lanes übrig. Daher müssen sich Interessenten und Käufer eines B150-Mainboards mit einer Grundausstattung zufrieden geben.

Nun aber zum MSI B150A Gaming Pro: Auf dem ATX-PCB halten sich als Erweiterungssteckplätze zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und dazu zwei PCIe-3.0-x1- und drei PCI-Slots auf. Acht CPU-Spulen reichen für einen stabilen Betrieb sicherlich aus. Dazu kommen auch die üblichen vier DDR4-DIMM-Speicherbänke, die einen RAM-Ausbau bis 64 GB erlauben. Festplatten und Co. können dagegen an vier SATA-6GBit/s-Ports und an einer SATA-Express-Schnittstelle Platz nehmen. In Sachen USB bekommt es der Anwender mit zwei USB-3.1-, sechs USB-3.0- und zwei USB-2.0-Schnittstellen zu tun. Abschließend ist noch einmal "Gaming-LAN" und das Audio-Boost-3-Feature zu nennen.

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Das MSI B150A Gaming Pro in der Übersicht.

Der Hersteller hat bei diesem Modell ebenfalls ein schwarzes Printed Circuit Board vorgesehen, auf dem auch sämtliche Anschlüsse in Schwarz gehalten wurden. Dies gilt zum Teil auch für die drei Kühlkörper, die jedoch zusätzlichen einen roten Touch erhalten haben. MSI hätte das Board zwar auch im schmaleren ATX-Format fertigen können, allerdings hat sich das Unternehmen doch dazu entschlossen, sieben LEDs unterwärts unterzubringen.

Die Spezifikationen

MSI hat sich für das MSI B150A Gaming Pro für folgende Spezifikationen entschieden:

Die Daten des MSI B150A Gaming Pro in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
B150A Gaming Pro
CPU-Sockel LGA1151
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
CPU-Phasen/Spulen 8 Stück
Straßenpreis ca. 120 Euro
Produktseite http://de.msi.com
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel B150 Express Chipsatz (8x PCIe 3.0 Lanes)
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16) über Skylake-S-CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel B150
2x PCIe 3.0 x1 über Intel B150

PCI 3x PCI
SATA(e)-, SAS-
und
M/U.2-Schnittstellen

1x SATA Express 10 GBit/s über Intel B150
4x SATA 6GBit/s über Intel B150

USB

2x USB 3.1 (2x am I/O-Panel, 2x Typ A) über ASMedia ASM1142
6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel B150
4x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel B150

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4a, 1x DVI-D
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel Audio Boost 3 (Realtek ALC1150) Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x CPU-FAN 4-Pin
3x SYSFAN 4-Pin

Auf der Vorderseite der Verpackung ist ein sicherlich ordentlich aufgemotzter Flitzer zu sehen. MSI verwendete hier die Farben Rot, Schwarz und Blau. Während das Gaming-Logo und die Modellbezeichnung unten aufgedruckt sind, sind oben links in der Ecke das MSI-Logo und oben rechts die beiden Intel-Logos abgebildet.

Das mitgelieferte Zubehör

Abgesehen von der Platine selbst befand sich noch folgendes Zubehör mit im Karton:

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Es war von vornherein zu erwarten, dass MSI nicht besonders viel Zubehör in den Karton legt. Bis auf die Pflichtbeigaben in Form der I/O-Blende und dem Mainboard-Handbuch legt der Hersteller außerdem noch Aufkleber für die SATA-Kabel, einen Quick-Installation-Guide, zwei SATA-Kabel und eine Infokarte zur Produktaktivierung mit in die Verpackung. Hier fehlt allerdings noch der Support-Datenträger, der bei unserem Sample nicht beilag, jedoch bei den Retail-Modellen selbstverständlich mitgeliefert wird.


Die weit zuvor bekanntgewordenen Daten zu der Intel-100-Chipsatzserie zeigten bereits weitreichende Veränderungen, die sich im Nachhinein zumindest beim Z170-PCH auch bestätigt haben. Neu ist die Anbindung zwischen CPU und PCH über das Direct-Media-Interface in Version 3.0, wodurch eine größere Bandbreite zur Verfügung steht. Diese ist auch notwendig, denn Intel hat die PCIe-Lanes des Z170-Chipsatzes kräftig ausgebaut. Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes wie noch beim Z97-Chipsatz kann der Z170-PCH gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel mehr Spielraum für native Anbindungen von Zusatzcontrollern vorhanden ist. PCIe-Switches und Brücken - so sollte man meinen - würden jetzt der Vergangenheit angehören.

Beim heutigen Testkandidaten jedoch kommt der deutlich beschnittene B150-Chipsatz zum Einsatz, der lediglich acht PCIe-Lanes der dritten Generation zu bieten hat. Die Anbindung zwischen CPU und Chipsatz erfolgt dennoch über das performantere DMI 3.0 wie bei den größeren Chipsätzen.

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Die eingesetzte LGA1151-CPU wird von acht Spulen angetrieben.

Wir sehen hier insgesamt acht von MSI getaufte "Titanium"-Spulen, die für einen stabilen Non-Overclocking-Betrieb problemlos ausreichen sollten. Jede Spule wird dabei mit jeweils zwei MOSFETs angefeuert, die auch nicht unbekannt sind. Es handelt sich um den "PK616BA" und "PK632BA" aus dem Hause NIKOS und sind für dieses Einsatzgebiet keine schlechte Wahl. Rund um den CPU-Sockel und generell auf dem Mainboard wurden "Dark CAP"-Kondensatoren verlötet, die laut MSI ohne Probleme 10 Jahre durchhalten sollen. Für den Strominput ist der 8-polige ATX-EPS12V-Anschluss konzipiert, wodurch die CPU in der Theorie bis zu 336 Watt für sich beanspruchen könnte. Da das Overclocking auf dem B150A Gaming Pro jedoch kein Thema ist, sind diese Werte nicht zu erreichen.

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Ein PWM-Chip von Intersil ist der Herr der Spulen.

Es handelt sich um den Intersil 95856, der als 4+3-Multiphase-PWM-Regulator klassifiziert wurde und in diesem Fall ausreichend ist.

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Bis zu 64 GB RAM können verbaut werden.

Bei den DIMM-Slots hat es MSI beim Maximalausbau belassen, sprich vier DDR4-Speicherbänke, die bereit sind, insgesamt 64 GB RAM aufzunehmen. Neben dem Hauptstromanschluss wurde noch ein USB-3.0-Header verbaut, mit dem sich zwei schnelle Anschlüsse an die Gehäusefront verlegen lassen.

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Eine breite Auswahl an Erweiterungssteckplätzen erwartet den Besitzer.

Selbst wenn noch ältere PCI-Steckkarten genutzt werden sollen, stellt dies kein Problem dar. Das MSI B150A Gaming Pro hat neben drei PCI-Slots noch jeweils zwei mechanische PCIe-3.0-x16- und PCIe-3.0-x1-Steckplätze im Gepäck. Bedingt durch den B150-PCH können ausschließlich die gesamten 16 PCIe-3.0-x16-Lanes von der Skylake-S-CPU auf den oberen PCIe-3.0-x16-Slot transferiert werden. Der Untere ist hingegen mit höchstens vier PCIe-3.0-Lanes an den B150-Chipsatz angebunden. Demnach ist auch ein 2-Way-CrossFireX-Verbund möglich, bei dem dann die Verteilung auf x16/x4 hinauslaufen würde.

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Selbst SATA-Express hält sich bereit.

In Sachen Storage vertraut MSI auf die nativen Anschlussmöglichkeiten. Dies schließt zwar keinen M.2-Steckplatz mit ein, dafür jedoch sind einmal SATAe und vier SATA-6GBit/s-Ports mit an Bord. Bei der Positionierung der Storage-Anschlüsse hat sich MSI allerdings keinen Gefallen getan. Besonders die beiden rechten SATA-Ports sind in der vertikalen Ausrichtung gerade so noch zu erreichen, wenn eine Dual-Slot-Grafikkarte ihren Dienst im System verrichtet. An dieser Stelle wäre es sinnvoller gewesen, wenn die SATA-Anschlüsse um 90 Grad angewinkelt angebracht wären. Weniger schlimm aber dennoch unpassend wurde die Position des SATAe-Anschlusses gewählt, der sich direkt oberhalb der dedizierten Grafikkarte aufhält.

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Das I/O-Panel beim MSI B150A Gaming Pro.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Das I/O-Panel bietet neben einem DVI-D- und HDMI-Grafikausgang nicht nur zwei USB-2.0- und vier USB-3.0-Schnittstellen, sondern auch zwei deutlich schnellere USB-3.1-Anschlüsse, einen Gigabit-LAN-Port, fünf analoge Audiobuchsen sowie einmal Toslink. Für den Großteil der Nutzer wird diese Ausstattung am I/O-Panel ausreichen.


Wir machen mit dem Audio-Feature weiter:

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Auch das Audio-Boost-3-Feature ist mit von der Partie.

MSI verbaut nicht nur einen gewöhnlichen Audio-Codec, sondern setzt auf das Audio-Boost-3-Feature, das beim B150A Gaming Pro aus dem Realtek ALC1150, fünf Chemi-Con-Audiokondensatoren, zwei Kopfhörerverstärkern und vergoldeten 3,5-mm-Klinkebuchsen besteht. Der Audiobereich wurde getrennt vom Rest auf dem PCB untergebracht, um nicht ausschließbaren Interferenzen vorzubeugen. Der linke und rechte Audiokanal wurden dabei in verschiedenen PCB-Layern integriert.

Unter dem EMI-Shield ist zudem der ASMedia ASM1083 zu sehen, der auch dringend benötigt wird. Er sorgt für die reibungslose Kommunikation zwischen dem B150-Chipsatz und den drei PCI-Steckplätzen. Demnach ist der ASM1083 als PCIe-zu-PCI-Bridge-Controller klassifiziert.

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Ein Super-I/O-Chip darf nicht fehlen.

Der Nuvoton NCT6793D sorgt für die Überwachung der Temperaturen, Spannungen und Lüftergeschwindigkeiten. Durch ihn lassen sich Letztere auch beeinflussen.

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Gaming-LAN deutet nicht immer auf Killer hin.

Man könnte denken, dass sich unter dem EMI-Shield ein Killer-Netzwerkcontroller aufhält, doch dies ist hier nicht der Fall. Stattdessen befindet sich darunter der Intel-I219-V-Controller, der eine maximale Datenübertragungsrate von 1 GBit/s mitmacht, jedoch auch abwärtskompatibel ist.

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Für den DVI-D- und HDMI-Grafikausgang wird ebenfalls ein Bridge-Chip benötigt.

Für diesen Zweck wird ein TMDS-Level-Shifter verwendet. Es ist der oftmals verwendete NXP PTN3360DBS, der 5 Volt in 3,3 Volt umreguliert.

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Der ASM1142 sorgt für die USB-3.1-Unterstützung.

Da die neuen Intel-Chipsätze und damit auch der B150-PCH keinen USB-3.1-Support mitbringen, müssen Zusatzchips diese Lücke füllen. Der ASM1142 aus dem Hause ASMedia kann zwei USB-3.1-Schnittstellen steuern. Im Falle des heutigen Mainboard-Samples sind es zwei Typ-A-Ports.

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Das MSI B150A Gaming Pro nochmal in der Übersicht.

Lassen wir die deplatzierten Storage-Anschlüsse weg, kann das restliche Layout als gelungen bezeichnet werden. Allerdings hat sich MSI mit den schlecht positionierten SATA-Anschlüssen wirklich keinen Gefallen getan. Auf dem Board halten sich insgesamt fünf 4-Pin-FAN-Header auf, zwei CPU-FAN- und drei System-FAN-Header, die sich auch allesamt steuern lassen.

An der Außenseite wurden rückseitig sieben RGB-LEDs angebracht, die mit der Gaming-App unter Windows gesteuert werden können. Neben den Leuchtmodi "pulsierend", "blinkend", doppelt blinkend", Marquee" und zufällig" lässt sich auch die Farbe der sieben LEDs einstellen. Auch können die LEDs anhand eines Musiktitels im Beat mitleuchten.

Wie bei allen neuen 100-Series-Mainboards von MSI wurde das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in fünf Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen).


BIOS

Wir werden uns nun einmal das BIOS genauer anschauen. Für das B150A Gaming Pro stellt MSI mittlerweile die BIOS-Version 1.5 an, die ganz einfach über das implementierte M-Flash-Feature aufgespielt werden konnte. Im Vergleich zum First Release wurden folgende Verbesserungen und Änderungen berücksichtigt:

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Der EZ-Mode vom MSI B150A Gaming Pro.

Natürlich kommt auch beim B150A Gaming Pro dieselbe UEFI-Oberfläche wie beim bereits getesteten MSI Z170A Gaming M7 zum Einsatz. Auf dieser Übersichtsseite erhält der Anwender Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter. Zusätzlich existieren Shortcuts zum M-Flash-Feature, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, um LAN-ROM, Fast Boot, AHCI, den Audio-Codec und die CPU-Fan-Warnung zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren. Außerdem lässt sich bei Problemen das "BIOS Log Review" einsehen. Die breite Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir nun kommen.

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Der Advanced-Mode vom MSI B150A Gaming Pro.

MSI hat oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den XMP-Button hinzugefügt, mit dem ein vorhandenes Profil aus den DIMMs geladen werden kann. Speziell für die Gaming-Mainboards wurden passenderweise die Farben Rot und Schwarz verwendet. Ganz oben auf der rechten Seite werden zu jedem Zeitpunkt das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur.

Der erste Punkt von den insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letzteres ist bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. 

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann mit vier Stufen in einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder an welchem sonstigen Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort. Generell ist es auch möglich, die meistgenutzten Funktionen auf insgesamt fünf Favoritenseiten abzuspeichern. Mittels eines Rechtsklicks auf die jeweilige Funktion wird ein kleines Kontextmenü geöffnet, wo der Anwender anschließend diese Funktion auf eine der fünf Seiten ablegen kann.

Wir waren mit dem UEFI außerordentlich zufrieden. Egal ob mit der Maus und/oder mit der Tastatur, wir konnten problemlos durch die ganzen Menüs navigieren. Auch konnten wir keine Stabilitätsprobleme ausfindig machen.

 

Overclocking

Das Overclocking ist beim MSI B150A Gaming Pro absolut kein Thema, da keinerlei Taktveränderungen vorgenommen werden können. Dies liegt einerseits am B150-Chipsatz, auf der anderen Seite an den fehlenden Overclocking-Funktionen im UEFI. Zwar können die einzelnen Kern-Multiplikatoren festgelegt werden, jedoch ausschließlich innerhalb der von Intel vorgesehenen Spezifikationen. Interessant ist auch der Punkt, dass das UEFI zwar ein Extreme-Memory-Profile laden kann, jedoch nur bis zu einer effektiven Taktfrequenz von 2.133 MHz. Alles darüber wird beabsichtigt ignoriert, was wir mit unseren DDR4-3000-DIMMs verifizieren konnten. Selbst der BCLK kann nicht angerührt werden.

Es können dafür einige Spannungen manuell angepasst werden, allerdings gilt dies nicht für die CPU-Spannung selbst. Somit ist selbst ein Undervolting der CPU nicht möglich, das einerseits etwas Strom spart und zudem den Prozessor weniger stark erhitzen lässt. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss darüber, welche Spannungen manuell geregelt werden können.

Die Overclocking-Funktionen des MSI B150A Gaming Pro in der Übersicht
Base Clock Rate -
CPU-Spannung -
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,200 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen CPU PLL OC, CPU ST PLL
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 89 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans

MSI/Intel Extreme Tuning Utility

Auf der Treiber- und Software-DVD lässt sich das MSI/Intel Extreme Tuning Utility finden, das der eine oder andere bereits schon kennt:

MSI/Intel Extreme Tuning Utility.

Das XTU ermöglicht das Overclocking der CPU und des Arbeitsspeichers direkt unter Windows. Mit integriert ist auch ein Hardware-Monitor, womit sich die CPU-Temperatur, deren aktuell anliegende Taktfrequenz und andere interessante Punkte überwachen lassen. Neben den Taktfrequenzen für CPU und RAM ist auch gleich die Spannung regulierbar. Die Aktivierung der gewählten Einstellungen erfolgt nicht in Echtzeit, Änderungen werden vorerst zwischengespeichert. Erst nach einem Neustart des Systems sind die Settings dann auch aktiv. Hinterher kann die Konfiguration auch gleich mit dem implementierten Stress-Test auf Stabilität geprüft werden. Wurden die passenden und stabilen Einstellungen gefunden, können sie in praktischen Profilen hinterlegt werden.

MSI Command Center

MSI Command Center.

Darüber hinaus hat MSI auch noch das eigene Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst Einstellungen zum Arbeitsspeicher und zur integrierten Grafikeinheit stehen bereit. Auch lässt sich darüber das Game-Boost-Feature managen.

MSI Gaming App

MSI Gaming App.

Auch wieder mit an Bord: Die MSI-Gaming-App. Mit dieser hat der Anwender die Auswahl zwischen dem OC-Modus, dem Gaming-Modus und dem Leiser-Modus. Doch die App kann noch mehr. Mit der Eye-Rest-Funktion kann der Bildschirm an die jeweilige Situation angepasst werden. MSI hat dazu die Menüpunkte "Augenschonung", "Gaming" und "Film" berücksichtigt. Eine manuelle Anpassung ist auch mit dem Menüpunkt "Anpassen" möglich. Des weiteren bringt die App ein On-Screen-Display mit, das natürlich auf die eigenen Wünsche angepasst werden kann, beziehungsweise welche Daten ingame angezeigt werden sollen.

Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Tastaturen bringen Zusatztasten mit. Zu diesem Zweck bietet sich das Gaming-Hotkey-Feature an, bei dem der Anwender für allerlei Funktionen (siehe Bild 4) mit gewöhnlichen Tasten belegen kann. Auch lässt sich die Maus-Steuerung individuell mit "Mouse Master" anpassen. Um die LEDs auf dem Mainboard zu steuern, wird ebenfalls die Gaming App verwendet. Hier kann sich der Anwender zwischen einigen Leuchteffekten, wie pulsierend, blinkend, doppelt blinkend, Marquee und zufällig entscheiden. Es ist zudem möglich, die LEDs passend zu einem Musiktitel leuchten zu lassen. Da es sich bei den sieben LEDs um RGB-LEDs handelt, darf sich der User auch eine andere Farbe als das klassische Gaming-Rot aussuchen. Nach einem Klick auf "Übernehmen" treten die Änderungen instant in Kraft.

In der folgenden Bildergalerie lassen sich nochmal alle BIOS-Screenshots einsehen:

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Mit folgendem Testsystem haben wir das MSI B150A Gaming Pro getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI B150A Gaming Pro ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Es ist nur verständlich, dass das MSI B150A Gaming Pro von der Performance her auf dem Niveau der anderen Probanden arbeitet.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Auch das MSI B150A Gaming Pro genehmigt sich mit 17,11 Sekunden relativ viel Zeit zum booten. Es liegt damit fast auf dem gleichen Level wie das Z170A Gaming Pro.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI B150A Gaming Pro hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Die 49 Watt im Idle liegen zwar unterhalb von 50 Watt, allerdings ist dieser Wert für ein moderat ausgestattetes Mainboard wie das B150A Gaming Pro zu hoch. Alleine das Z170A Gaming M7 verbrauchte 2,3 Watt weniger.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Das Verhältnis ändert sich auch nicht mit Cinebench, was einer Teillast gleich kommt. Das gesamte Testsystem verbrauchte 97,9 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Noch schlechter fällt es mit Prime95 unter Volllast aus. 110,3 Watt sind definitiv zu hoch angesetzt, wenn im Vergleich das üppig bestückte ASUS Z170-Deluxe mit 108,6 Watt in Betracht gezogen wird.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS)XX


1.080 (2. CPU)XX


1.180 (2. CPU. BIOS)XX


1.184 (2. CPU)XX


1.200 (2. CPU. BIOS)XX


1.232 (2. CPU)XX


1.248 (2. CPU. BIOS)XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Wie man anhand dieser Grafik erkennen kann, hat das MSI B150A Gaming Pro laut CPU-Z eine Spannung von 1,184 Volt angelegt. Diese ließ sich im BIOS auch nicht nach unten regeln.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS)XX


1.080 (2. CPU)XX


1.180 (2. CPU. BIOS)XX


1.184 (2. CPU)XX


1.200 (2. CPU. BIOS)XX


1.232 (2. CPU)XX


1.248 (2. CPU. BIOS)XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im BIOS ließen sich aufgrund der bescheidenen Ausstattung keine besonderen Komponenten ausschalten, sodass sich an den Verbrauchswerten nichts ändert.

Für die Leistungsaufnahme kann bereits jetzt festgehalten werden, dass das MSI B150A Gaming Pro nicht so effizient zu Werke geht, wie es eigentlich müsste. Andere besser ausgestattete Probanden trumpfen dagegen mit einem geringeren Stromverbrauch auf.


USB-3.1-Performance

Das MSI B150A Gaming Pro stellt zwei der neuen Schnittstellen bereit, die über den ASMedia-ASM1142-USB-3.1-Hostcontroller zu Werke gehen. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. Zum Testen der USB-3.1-Performance verwenden wir eine Storage-Lösung von ASUS, in der sich zwei mSATA-SSDs befinden, die im RAID-0-Verbund arbeiten.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim MSI B150A Gaming Pro
(über den ASMedia ASM1142).

Der ASM1142 konnte die Datenrate im Lesen als Peakwert auf 703 MB/s und im Durchschnitt auf 671 MB/s pushen. Schreibend ebenfalls flinke 672 MB/s drin. Wie man bereits vom Intel Alpine Ridge her kennt, liegt die Performance des ASM1142 eher auf mittlerem Niveau.

 

USB-3.0-Performance

Das MSI B150A Gaming Pro ist mit insgesamt sechs USB-3.0-Schnittstellen ausgestattet. Am I/O-Panel kann auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Ports können über den internen Header realisiert werden. Dabei arbeiten die sechs Schnittstellen nativ mit dem Z170-Chipsatz zusammen. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die USB-3.1-Lösung von ASUS verwendet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim MSI B150A Gaming Pro
(nativ über den B150-PCH).

Mit knapp 420 MB/s im Lesen und im Schreiben zeigt sich die USB-3.0-Leistung über den Intel-Chipsatz von seiner überzeugenden Seite.

 

SATA-6G-Performance

Im Storage-Bereich halten sich eine SATA-Express-Schnittstelle und vier SATA-6G-Ports bereit, die natürlich nativ mit dem B150-PCH zusammenarbeiten. Zum Testen verwenden wir die San Disk Extreme mit 120 GB.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim MSI B150A Gaming Pro
(nativ über den B150-PCH).

Auch hier gibt es nichts zu beanstanden. Intels SATA-Controller beschleunigt das Solid-State-Drive im Schreiben auf bis zu 523 MB/s. Lesend waren sogar flinke 555 MB/s drin.


Mit dem B150A Gaming Pro möchte MSI auch das Einstiegssegment mit einem ATX-Gaming-Unterbau bedienen. Nicht jeder, der sich für die Skylake-S-Plattform interessiert, benötigt auch ein Z170-Mainboard. Die Ausstattung des B150A Gaming Pro fällt der Preisklasse entsprechend moderat aus. Neben einem Audio-Codec, einem LAN- und USB-3.1-Controller hat MSI alles bei den nativen Anschlussmöglichkeiten belassen, die sich mit Intels B150-Chipsatz realisieren lassen. Dazu gehören insgesamt sechs USB-3.0-Schnittstellen (4x extern, 2x intern), vier SATA-6GBit/s-Ports, eine SATA-Express-Schnittstelle und vier DDR4-DIMM-Slots (max. 64 GB RAM). Hinzu kommen noch vier USB-2.0-Buchsen, jeweils zwei am I/O-Panel und über den internen Header.

Im Bereich der Erweiterungssteckplätze bekommt es der Anwender mit zwei mechanischen PCIe-3.0-x16-, zwei PCIe-3.0-x1- und drei PCI-Slots zu tun. Wenn auch eher suboptimal, ist auch ein CrossFireX-Gespann mit zwei AMD-Grafikkarten möglich. Aufgrund der x16/x4-Anbindung wird NVIDIAs SLI-Technologie nicht unterstützt. Zwar ist es schade, dass auf dem Board keine M.2-Schnittstelle wie beim B150 Gaming M3 anzutreffen ist, jedoch bietet das B150A Gaming Pro im Gegenzug zwei USB-3.1-Typ-A-Anschlüsse. Mit dem Intel-B150-Chipsatz mit seinen acht PCIe-3.0-Lanes ist eben nicht viel Spielraum für Extras vorhanden.

Während die Netzwerkverbindung über den Intel-I219-V-Controller mit 1-GBit/s-Unterstützung aufgebaut wird, erfolgt die Audioausgabe über MSIs Audio-Boost-3-Feature, das aus dem Realtek-ALC1150-Codec, zwei Kopfhörerverstärkern und fünf Audiokondensatoren besteht. Falls gewünscht, lässt sich auch die integrierte Grafikeinheit mit jeweils einem DVI-D- und HDMI-Grafikausgang ansteuern. Wer auf Leuchteffekte steht, kommt auch in diesem Punkt auf seine Kosten, denn MSI hat auf dem gelben Streifen unterwärts sieben RGB-LEDs verlötet, die in mehreren Modi leuchten können. Auch bei der Farbe erhält der Anwender über die beiliegende MSI-Gaming-App die volle Kontrolle.

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Mit fünf 4-Pin-FAN-Headern lassen sich auch genügend Lüfter mit anklemmen, die sich auch alle steuern lassen. Als UEFI kommt die überarbeitete Oberfläche zum Einsatz, die wir bereits beim Z170A Gaming M7 sehen durften. Mit etwas geringer Funktionsvielfalt hat sie auch beim B150A Gaming Pro einen guten und stabilen Eindruck hinterlassen. Bedingt durch den B150-PCH und den fehlenden Settings im UEFI ist das Overclocking generell ausgeschlossen. Dies gilt natürlich auch für den eingesetzten Arbeitsspeicher. Selbst mit ein Extreme-Memory-Profile mit einer höheren, effektiven Taktrate von 2.133 MHz wird vom Mainboard nicht akzeptiert.

Aber das MSI B150A Gaming Pro glänzt nicht an allen Stellen. Die bereits angesprochenen vier SATA-6GBit/s und die SATAe-Schnittstelle wurden etwas deplatziert auf dem PCB untergebracht. Wird eine Grafikkarte im weitverbreiteten Dual-Slot-Design in den oberen PCIe-3.0-x16-Steckplatz installiert, sind zwar die SATA-Ports erreichbar, allerdings stört an dieser Stelle die vertikale Ausrichtung, die MSI hier vorgesehen hat. In unserem Fall mit der ASUS Radeon R9 380 Strix ist es ein Millimeterspiel mit dem SATA-Kabel und dem rechten Lüfter. An dieser Stelle hätten wir gerne die angewinkelte Ausführung der Storage-Anschlüsse gesehen. Auch in Sachen Leistungsaufnahme waren wir wenig angetan, die für das Mainboard insgesamt zu hoch ausgefallen ist. Ein Herabsenken der CPU-Spannung hätte dazu einiges beigetragen, allerdings besteht seitens des UEFI keine Möglichkeit.

In unserem Preisvergleich ist das MSI B150A Gaming Pro ab etwa 114 Euro gelistet, die wegen dem Umstand der vertikalen SATA(e)-Ports unserer Meinung nach zu hoch angesetzt sind. Für einen Aufpreis von ca. 10 Euro gibt es beispielsweise das ASUS B150 Pro Gaming/Aura, das nicht nur sechs angewinkelte SATA-6GBit/s-Ports zu bieten hat, sondern neben einem USB-3.1-Typ-A- und Typ-C-Anschluss auch noch eine M.2-Schnittstelle mit an Bord hat. Auch ist dort ebenfalls eine RGB-Beleuchtung mit dabei.

Positive Eigenschaften des MSI B150A Gaming Pro:

Negative Eigenschaften des MSI B150A Gaming Pro:

Das MSI B150A Gaming Pro ist an und für sich eine gute Gaming-Platine, die für den Einstiegsmarkt gedacht ist. Wenn da nicht die schlecht positionierten Storage-Anschlüsse, der zu hohe Strombedarf und die Sache mit dem fehlenden CPU-Undervolting wären. Die restliche Ausstattung ist für den Großteil der Nutzer völlig ausreichend. Zahlreiche LEDs bieten zudem einiges fürs Auge, sofern dies von Belang ist.

Alternativen? Mit dem ASUS B150 Pro Gaming haben wir bereits eine gute Alternative genannt. Bei anderen Modellen ist in diesem Preisbereich nicht immer USB 3.1 mit an Bord. Wer auf dieses Feature verzichten kann, findet sicherlich mit dem ASRock B150 Gaming K4 aus der Fatal1ty-Serie seine Freude.

 

Persönliche Meinung

Von den SATA-Ports einmal abgesehen bin ich vorallem in Sachen Leistungsaufnahme negativ überrascht. Ich hätte mit einem deutlich geringeren Stromverbrauch gerechnet. Die Ausstattung empfinde ich persönlich als außerordentlich zufriedenstellend. Auch ist USB 3.1 mit dabei. Die Leuchteffekte sind nett anzusehen, auch wenn ich selbst keine Beleuchtung an meinem Mainboard vermissen würde. (Marcel Niederste-Berg)