ASUS Maximus VIII Extreme im Test (Assembly-Update)

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IMG 4 logoEs wurde langsam wieder Zeit: Nachdem sich ASUS dazu entschlossen hat, bei der Z97-Serie kein Maximus-Extreme-Modell anzubieten, ist die Overkill-Platine beim Z170 nun wieder da. Die Vorstellung des Maximus VIII Extreme erfolgte einige Wochen nach dem Skylake-S-Startschuss am 22. September dieses Jahr. Wir wurden natürlich zeitnah mit einem Testsample ausgestattet, haben es uns ganz genau angeschaut und es selbstverständlich auch mit den anderen Skylake-Platinen leistungstechnisch verglichen.

Von den übrigen Republic-of-Gamers-Brettern wie dem "Maximus VIII Ranger", "Maximus VIII Hero", "Maximus VIII Gene" (Hardwareluxx-Test) und dem "Maximus VIII Impact abgesehen, gibt es dieses Jahr auch eine neue Maximus-Extreme-Auflage, die sich schlicht und logisch "Maximus VIII Extreme" nennen darf und demnach das Flaggschiff der Serie darstellt. Wie immer wurde es von den ASUS-Ingenieuren mit vielen Raffinessen bestückt. Mitte letzten Monats hat ASUS mit dem "Maximus VIII Extreme/Assembly" der Presse auch noch ein Sondermodell gezeigt, das mit dem "Plasma Copper ROG"-Farbschema versehen wurde, von einem SupremeFX-Hi-Fi-Frontpanel und einer 10-GBit/s-Netzwerkkarte begleitet wird. Damit soll es technisch mit dem normalen "Maximus VIII Extreme" auf einer Stufe stehen.

Demnach stellen beide Platinen neben vier mechanischen PCIe-3.0-x16-, zwei PCIe-3.0-x1-Steckplätzen, vier DDR4-DIMM-Speicherbänken auch noch zwei SATA-Express-, vier SATA-6GBit/s-Schnittstellen, dazu einen U.2-Connector und einen M.2-Slot bereit. Hinzu kommen gleich noch mehrere USB-3.1-, USB-3.0- und USB-2.0-Buchsen, ein Gigabit-LAN-Port, 802.11ac-WLAN und auch eine anständige Onboard-Soundausstattung. Gerade beim Flaggschiff darf einiges an Onboard-Features erwartet werden, auf die wir ebenfalls genau eingehen werden.

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Das ASUS Maximus VIII Extreme in der Übersicht.

Vom Assembly-Modell einmal abgesehen, ist ersichtlich, dass ASUS auch beim Extreme-Modell seinem neuen Design treu bleibt, das wir bereits beim Maximus VIII Gene sehen durften. Hier allerdings wurde allerdings das E-ATX-Format verwendet, auf dem einerseits zwar mehr Platz für Hardware-Features geboten wird, das jedoch ein passendes Gehäuse voraussetzt. Das PCB ist auch hier in Schwarz gefärbt. Die Steckplätze und sonstigen Anschlüsse sind in den Farben Grau und Schwarz gehalten. Der Onboard-Audio-Bereich wird teilweise von einer Kunststoffabdeckung "geschützt", die sich bis zum I/O-Panel erstreckt und selbiges auch überdeckt. Für den Betrieb selbst kann die Kunststoffabdeckung auf Wunsch jedoch abgenommen werden.

Die Spezifikationen

Und so sehen die technischen Eigenschaften des ASUS Maximus VIII Extreme (/Assembly) aus:

Die Daten des ASUS Maximus VIII Extreme (/Assembly) in der Übersicht
Mainboard-Format E-ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus VIII Extreme (/Assembly)
CPU-Sockel LGA1151
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin ATX+12V
1x 4-Pin Molex
CPU-Phasen/Spulen 13 Stück
Straßenpreis ca. 400 Euro Maximus VIII Extreme
ca. 600 Euro Maximus VIII Extreme/Assembly
Produktseite http://www.asus.com/de
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z170 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR4 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (4-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x4/x8) über Skylake-S-CPU
1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x4) über Intel Z170
2x PCIe 3.0 x1 über Intel Z170

PCI -
SATA(e)-, SAS-
und
M/U.2-Schnittstellen

2x SATA Express 10 GBit/s mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z170
4x SATA 6G, 2x über Intel Z170, 2x über ASMedia ASM1061
1x U.2 32 GBit/s über Intel Z170
1x M.2 (M-Key) 32 GBit/s über Intel Z170

USB

4x USB 3.1 (4x am I/O-Panel, 3x Typ A und 1x Typ C) 2x über Intel Alpine Ridge, 2x über ASMedia ASM1142
8x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z170
6x USB 2.0 (6x über Header) über Intel Z170

Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4a, 1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac, 2,4 GHz und 5 GHz, Bluetooth 4.0
Thunderbolt Thunderbolt 3.0 mit USB 3.1 Typ-C über Intel Alpine Ridge
LAN

1x Intel I219-V Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8-Channel ROG SupremeFX 2015 (Realtek ALC1150) Audio Codec
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x TOSLink
FAN-Header 2x CPU-FAN 4-Pin
4x Chassis-FAN 4-Pin
1x Water-Pump 4-Pin
1x Extension-FAN-PCB-Header 5-Pin

Bei der Verpackung bleibt alles beim Alten. Es wurden weiterhin mehrere Rottöne verwendet, die allmählich ins Schwarze übergehen. Auf der Frontseite wurde dabei nicht nur das ROG-Logo hinterlassen, sondern auch die Modellbezeichnung, einige Features auf der Unterseite und auch das brandneue OC Panel II, auf das wir noch gesondert eingehen werden. Unten rechts in der Ecke ist zudem das ASUS-Logo zu sehen.

Das mitgelieferte Zubehör

Nachdem wir die Verpackung geöffnet haben, haben wir mit folgendem Zubehör Bekanntschaft gemacht:

Weiteres Zubehör beim Maximus VIII Extreme/Assembly:

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Wie es beim Extreme-Modell in der Regel üblich ist, liefert ASUS jede Menge Zubehör mit, sodass es dem Käufer an nichts mangeln dürfte. Als Besonderheit gelten das "OC Panel II" inklusive des 5,25-Zoll-Einbauschachts und des FAN-Header-Extension-Boards. Doch auch die acht SATA-Kabel und die drei Thermistor-Kabel liegen großzügigerweise dabei. Wer sich gleich für das Sondermodell "Maximus VIII Extreme/Assembly" entscheidet, bekommt außerdem noch das Hi-Fi-Frontpanel und die 10-GBit/s-Netzwerkkarte dazu.


Die weit zuvor bekanntgewordenen Daten zu der Intel-100-Chipsatzserie zeigten bereits weitreichende Veränderungen, die sich im Nachhinein zumindest beim Z170-PCH auch bestätigt haben. Neu ist die Anbindung zwischen CPU und PCH über das Direct-Media-Interface in Version 3.0, wodurch eine größere Bandbreite zur Verfügung steht. Diese ist auch notwendig, denn Intel hat die PCIe-Lanes des Z170-Chipsatzes kräftig ausgebaut. Statt nur acht PCIe-2.0-Lanes wie noch beim Z97-Chipsatz kann der Z170-PCH gleich 20 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen, sodass viel mehr Spielraum für native Anbindungen von Zusatzcontrollern vorhanden ist. PCIe-Switches und Brücken - so sollte man meinen - würden jetzt der Vergangenheit angehören.

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Beim Maximus VIII Extreme wird die eingesetzte CPU von 13 Spulen betreut.

ASUS hat hier "OptiMOS"-MOSFETs aus dem Hause Infineon verlötet, die die korrekten Spannungen an die insgesamt 13 "MicroFine-Alloy"-Spulen weitergeben. Hierbei ist gut zu sehen, dass pro Spule ein MOSFET zum Einsatz kommt. Der generelle Strom-Input für den VRM-Bereich erfolgt über jeweils einen 8-poligen EPS12V- und 4-poligen +12V-Stromanschluss, die zusammen mit 528 Watt eine Menge Luft für Overclocking bereitstellen. Auf dem gesamten PCB wurden langlebige "10K-Black-Metallic"-Kondensatoren eingesetzt, die auch bei hohen Temperaturen - sollten sie einmal anliegen - nicht so schnell schlapp machen sollten.

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Gleich zwei PWM-Controller für die CPU-Spulen befinden sich auf dem Maximus VIII Extreme.

Die 13 Spulen benötigen eine entsprechende Controller-Einheit. Korrekterweise sind es in diesem Fall jedoch gleich zwei Einheiten des Typs "ASP14051". Einer von ihnen betreut die sieben vertikalen und der andere die sechs waagerechten Spulen.

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Auf der PCB-Rückseite halten sich noch 12 Converter-Driver auf.

Ein genauer Blick auf die kleinen Chips verrät, dass es sich jeweils um den IR3535M von International Rectifier handelt, der als Synchronous-Buck-Converter-Driver konzipiert wurden. Sie sollen die maximale Effizienz noch weiter steigern, wodurch das System selbst bei anspruchsvollen Parametern möglichst stabil arbeiten soll.

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Auch die beiden RAM-Spulen benötigen einen PWM-Controller.

Diese Aufgabe übernimmt der ASP1103, der für dieses Vorhaben eine gute Wahl ist und auch völlig ausreicht.

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Vier DDR4-DIMM-Slots ermöglichen einen Ausbau von bis zu 64 GB.

Auch das Maximus VIII Extreme bietet mit den vier DDR4-Speicherbänken die übliche Kost, mit denen sich der Arbeitsspeicher auf bis zu 64 GB aufstocken lässt. Darunter wurden rechts in der Ecke einige Onboard-Features untergebracht, die wir uns noch später genau anschauen werden. Links vom 24-poligen Stromanschluss wurden von ASUS zwei USB-3.0-Header verlötet, von denen der äußere um 90 Grad angewinkelt wurde.

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Multi-GPU wird selbstverständlich unterstützt.

Als einziges ROG-Mainboard für den Sockel LGA1151 bietet das Maximus VIII Extreme vier PCIe-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis an. Dazu gesellen sich auch noch zwei PCIe-3.0-x1-Slots. Die Anbindung der vier großen Steckplätze ist ganz simpel gestaltet worden. Die oberen drei Slots arbeiten direkt mit der eingesetzten Skylake-S-CPU zusammen und wurden elektrisch mit x16/x4/x8 angebunden. Der unterste Steckplatz hingegen arbeitet über vier PCIe-3.0-Lanes eng mit dem Z170-Chipsatz zusammen. Dadurch ist auch klar, dass im Höchstfall zwei NVIDIA-Grafikkarten mit jeweils acht Lanes aufgeschnallt werden können. Auf der AMD-Seite lassen sich durch den x4-Support bis zu vier Grafikkarten installieren.

ASUS hat hier intelligenterweise den Dual-GPU-Modus auf den PCIe-Slot 1 und 4 gelegt, sodass noch genügend Luft zwischen den beiden Grafikkarten zirkulieren kann. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick auf die Anbindung.

PCIe-x16-Slots und deren Lane-Anbindung
 PCIe-Slot 1PCIe-Slot 2PCIe-Slot 4PCIe-Slot 6
Elektrische Anbindung (über) x16/x8
(CPU)
x4
(CPU)
x8/x4
(CPU)
x4
(Z170)
Single-GPU-Betrieb x16 - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x8 - x8 -
Drei AMD-Grafikkarten im 3-Way-CrossFireX-Verbund x8 x4 x4 -
Vier AMD-Grafikkarten im 4-Way-CrossFireX-Verbund x8 x4 x4 x4

Für den Fall, dass nur eine dedizierte Dual-Slot-Grafikkarte verwendet wird, können die anderen Steckplätze dennoch genutzt werden, da unterhalb des obersten PCIe-3.0-x16-Slots kein Erweiterungssteckplatz untergebracht wurde. Auch hier hat ASUS demnach gute Arbeit geleistet. Der unterste PCIe-3.0-x16-Steckplatz wurde an den Chipsatz angebunden, weshalb ASUS ihn shared angebunden hat. Er teilt sich die Anbindung mit dem nativen SATA-6GBit/s-Port 5 und 6, was also bedeutet, dass sich der Anwender entscheiden muss, welche der Anschlüsse die höhere Priorität genießen dürfen. Standardmäßig arbeitet der PCIe-3.0-x16-Slot mit zwei Lanes, lässt sich nach der Umstellung im BIOS jedoch auch mit vier Lanes betreiben.

Zwischen den letzten beiden großen Erweiterungsslots wurde von ASUS der M.2-Steckplatz als M-Key-Variante für eine kompatible SSD positioniert. Hierbei lässt sich ein Modul mit einer Länge von 4,2 cm bis 11 cm einsetzen.


Weiter gehts mit den Storage-Anschlüssen.

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Neben SATAe in zweifacher Ausführung ist selbst ein U.2-Connector an Bord.

Für das Maximus VIII Extreme hat sich ASUS für zwei SATA-Express, vier SATA-6GBit/s-Ports und sogar einen U.2-Anschluss entschieden. Über Letzteren können U.2-SSDs angeschlossen werden, die auch über diesen Weg auf das NVMe-Protokoll zugreifen können. Im Artikel zum MSI X99A Godlike Gaming (zum Hardwareluxx-Test) haben wir uns dieses Thema angeschaut. Die beiden SATAe- und die beiden grauen SATA-6GBit/s-Buchsen arbeiten nativ mit dem Z170-Chipsatz zusammen, die beiden schwarzen SATA-6GBit/s-Anschlüsse hingegen über den ASM1061 von ASMedia.

Auch bei den Storage-Konnektoren gibt es einiges zu beachten. Es können nicht alle Anschlüsse zur selben Zeit verwendet werden. Die ASUS-Ingenieure haben den M.2-, U.2- und die erste (obere) SATA-Express-Schnittstelle zusammen angebunden, sodass es bei deren Verwendung einige Einschränkungen gibt.

Die M.2-, U.2- und SATA-Express1-Anbindung im Detail
 M.2-Modul im SATA-ModeM.2-Modul im PCIe-ModeOhne M.2-Modul
U.2 Deaktiviert Deaktiviert Aktiviert
M.2 SATA-Mode PCIe-Mode -
SATA-Express1 SATA 6G deaktiviert, PCIe-Mode aktiviert SATA 6G aktiviert, PCIe-Mode aktiviert SATA 6G aktiviert, PCIe-Mode aktiviert

Wie anhand der Tabelle ersichtlich ist, erhält der M.2-Slot die höchste Priorität vor dem U.2- und dem SATA-Express-Anschluss. Wurde ein M.2-Modul installiert, ist der U.2-Connector generell unbrauchbar. Beim oberen SATAe-Anschluss sieht es allerdings anders aus. Einzig wenn das M.2-Modul im SATA-Mode agiert, können die beiden SATA-6GBit/s-Buchsen der SATAe-Schnittstelle nicht genutzt werden. Bei den beiden anderen Modi jedoch schon. Der PCIe-Mode ist bei allen drei Konstellationen strikt aktiv.

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Das I/O-Panel beim ASUS Maximus VIII Extreme.

Die Anschlüsse von oben nach unten und von links nach rechts:

Das I/O-Panel des Maximus VIII Extreme kann definitiv als luxuriös bezeichnet werden. ASUS hat nicht nur vier USB-3.0-Schnittstellen, einmal Gigabit-LAN, einen DisplayPort- und HDMI-Grafikausgang und einen PS/2-Anschluss verbaut, sondern auch das WLAN-Modul mit drei Antennengewinden, fünf analoge Audiobuchsen, TOSLink und auch einen CMOS-Clear- und USB-BIOS-Flashback-Button. Als Highlight dürfen sich gleich vier USB-3.1-Schnittstellen zählen. Drei als Typ-A- und einer als Typ-C-Ausführung. Über den letzt genannten Anschluss wird selbst Thunderbolt 3.0 unterstützt.

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Der Audiobereich wurde gut bestückt.

Eine dedizierte Soundkarte ist, wie bei vielen anderen aktuellen Mainboards, kein Must-Have mehr, um je nach Audio-Equipment guten Sound zu genießen. Beim Maximus VIII Extreme setzt ASUS auf das SupremeFX-2015-Feature. Unter dem EMI-Shield werkelt erneut Realteks ALC1150-Audiocodec. Er wird jedoch auch noch von einem ESS-ES0923P-DAC, einem Anti-Pop-Relais von NEC und einem dedizierten Taktgeber begleitet. Zusätzlich wurden neun Nichicon-Audiokondensatoren verlötet, die die Soundqualität optimieren sollen. An dem ebenfalls vorhandenen Kopfhörerverstärker können Kopfhörer mit einer Impendanz von 32 bis 600 Ohm betrieben werden. Das "Sonic SenseApp"-Feature soll für die automatische Erkennung der anliegenden Impedanz sorgen.

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Als SuperI/O-Chip wird einer von Nuvoton verwendet.

Auch beim Flaggschiff vertraut ASUS in Sachen SuperI/O-Chip auf den "NCT6793D" von Nuvoton. Mit seiner Hilfe können die Grundspannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten stets im Auge behalten werden. Lüftersteuerung? Auch kein Problem für diesen Chip.

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Sämtliche ROG-Funktionen werden von einem dedizierten Controller gesteuert.

Das Aufgabengebiet dieses Chips umfasst die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features, die weder vom Chipsatz noch von der CPU übernommen werden können. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Es handelt sich um ein zusätzliches CMOS, das sogenannte iROG. Dadurch wird auch dieses in der Regel mit aktualisiert, wenn das (neue) BIOS an sich geflasht wird.

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Der ASM1187e erweitert die Lanes.

Gerade beim Flaggschiff der ROG-Serie werden jede Menge Technologien, teilweise sogar in mehrfacher Ausführung, integriert, die natürlich irgendwie angebunden werden müssen. Aus diesem Grund hat ASUS noch den ASM1187e von ASMedia verlötet. Als Upstream kommt eine PCIe-3.0-Lane vom Z170-Chipsatz zum Einsatz. Auf der anderen Seite kann der ASM1187e sieben PCIe-2.0-Lanes bereitstellen. Anscheinend entwickelt er auch einige Abwärme, da der kleine Chip passiv auf Temperatur gehalten wird.

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Intels Alpine Ridge ermöglicht nicht nur USB 3.1.

Links sehen wir den Intel-Alpine-Ridge, der zwei USB-3.1-Schnittstellen steuern kann sowie Thunderbolt-3.0- und DisplayPort-Support für den Typ-C-Anschluss mitbringt. Weiter rechts dagegen befindet sich der Intel-I219-V-PHY, der für die kabelgebundene Netzwerkverbindung sorgt und in der Theorie auf maximal 1 GBit/s kommt. Als Aufsatz erhält der Erwerber auch das Game-First-III-Feature, mit dem die Prioritäten der Online-Anwendungen eingerichtet werden können.


Es geht mit zwei weiteren Zusatzchips weiter.

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Zwei USB-Controller auf einer Ebene.

Genau mittig ist ASMedias ASM1142 zu sehen, der als USB-3.1-Controller fungiert und zwei weitere Typ-A-Buchsen bedient. Links davon ist ein USB-3.0-Hostcontroller verlötet worden, der sich um zwei der Ports am I/O-Panel kümmert.

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Ein zusätzlicher SATA-Controller ist auch mit an Bord.

Wir haben bereits die zwei zusätzlichen SATA-6GBit/s-Ports angesprochen. Diese werden vom ASMedia ASM1061 aus gesteuert und sind mit den beiden Anschlüssen bereits vollständig belegt.

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Im Falle von Multi-GPU kann zusätzlicher Strom nicht schaden.

Gerade wenn mehr als eine dedizierte Grafikkarte genutzt werden soll, kann es nicht schaden, wenn die elektronische Anbindung stabilisiert wird. Zu diesem Zweck hält sich der 4-Pin-Molex-Stromanschluss bereit. Recht von ihm ist auch der Thunderbolt- und ROG_EXT-Header angebracht worden.

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Hier haben sich auch noch einige Details versteckt.

Auffällig sind zunächst die beiden Buttons am Rand des PCBs. Mit dem linken kann sich der Anwender per LEDs an den PCIe-3.0-x16-Steckplätzen anzeigen lassen, in welche Slots die Karten gesteckt werden sollten. Mit dem rechten Button kann zwischen den beiden dedizierten BIOS-ROMs umgeschaltet werden. Links von den beiden befinden sich auch noch drei USB-2.0-Header (der vom ROG_EXT-Header mitgezählt) und der EXT_FAN-Header für die beiliegende FAN-Header-Erweiterungsplatine.

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In der Nähe der vier DIMM-Speicherbänke ist noch jede Menge Onboard-Komfort vorhanden.

Direkt unterhalb des 24-poligen ATX-Stromanschlusses wurden die vier Status-LEDs untergebracht, die bei jedem Boot-Vorgang einmal kurz aufleuchten.Weiter gehts mit den beiden Jumpern rechts oben vom Stromanschluss aus gesehen. Mit ihnen lässt sich auf Wunsch das Dual-Channel-Interface der beiden Kanäle abschalten. Auch wieder mit dabei sind die vier DIP-Schalter, mit denen die vier großen Erweiterungsslots deaktiviert werden können, sofern Bedarf besteht. Nicht zu vergessen der Power-, Reset-, und MemOK!-Button. Falls das System aufgrund des RAMs nicht gleich starten möchte, kann die MemOK!-Taste gedrückt werden, sodass das Maximus VIII Extreme entspannte Parameter auswählt.

Der Safe-Boot-Knopf bewirkt, dass das System im Safe-Mode startet, nachdem die Overclocking-Settings zu Fehlern führen. Diese werden dann nicht verworfen, sondern intern gespeichert. Der Anwender kann dann die Overclocking-Settings verändern. Und falls der Reset-Button wider Erwartej keine Wirkung zeigt, kann der Retry-Button helfen. Im Anschluss wird das System mit den vorgenommenen Settings neugestartet. Natürlich ist das Maximus VIII Extreme auch für Stickstoff-Kühlung vorbereitet. Genau aus diesem Grund befindet sich auch der LN2-Mode-Switch und der Slow-Mode-Jumper links neben der Diagnostic-LED.

Last but not least ist es ohne Frage auch möglich, einige der anliegenden Spannungen mittels eines Multimeters detaillierter zu ermitteln. ASUS hat dabei folgende Spannungen berücksichtigt: PCH, DRAM, ST, IGPU, PLL, IO, SA und VCORE.

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Das ASUS Maximus VIII Extreme nochmal in der Übersicht.

Vom generellen Design her gibt es wenig zu beanstanden. Alle Anschlüsse befinden sich dort, wo sie auch sein sollten. Nett anzusehen ist auch der beleuchtete PCH-Kühler. Anders als bei den anderen Maximus-VIII-Brettern, hat der Kühler des Maximus VIII Extreme RGB-LEDs erhalten, was demnach bedeutet, dass nicht nur das klassische ROG-Rot angezeigt werden kann. Je nach Wahl lassen sich alle verfügbaren Farben im abwechselnden Farbzyklus anzeigen. Zusätzlich gibt es aber auch noch die Modi "Statisch", "Atmend", "Stroboskop" und "Musik Effekt". Oder aber die Farbe richtet sich nach der momentan vorliegenden CPU-Temperatur, wobei in diesem Fall die Farbe Rot der kritische Bereich darstellt.

Auf dem E-ATX-Mainboard sind sechs 4-Pin-FAN-Header verbaut, davon zwei als CPU-FAN-Header. Wer in Verbindung mit dem Maximus VIII Extreme eine All-In-One-Wasserkühlung für die CPU einsetzen möchte, kann den FAN-Stecker an dem speziellen Pump-FAN-Header anklemmen. Dies soll die Effizienz der Wasserkühlung erhöhen. Wem die Anzahl der FAN-Header nicht genügt, kann zusätzlich noch die FAN-Header-Erweiterungsplatine mit anklemmen. Diese schauen wir uns auf der nächsten Seite genauer an. Interessant sind auch die drei mitgelieferten Thermistorkabel. Diese können auf dem PCB an drei Headern angeschlossen werden. Die Sensoren am anderen Ende des Kabels kann der Anwender an beliebig freien Stellen fixieren.

Auch wieder mit dabei: Jede Menge exklusive ROG-Features, wie KeyBot II, Sonic Radar II, RAMCache, LANGuard, TrueVolt USB, welche ganz nützlich sein können.


Wie alle neueren Extreme-Modelle der ROG-Serie - zuletzt das ASUS Rampage V Extreme (Hardwareluxx-Test) - bringt auch das Maximus VIII Extreme ein OC-Panel mit. Dieses Mal jedoch in der neueren zweiten Version, die ASUS im Vergleich zur ersten Version etwas verändert hat. Für die Datenübertragung wurde selbstverständlich ein passendes Kabel mit in den Karton gelegt. Damit das OC-Panel seinen Betrieb aufnehmen kann, muss allerdings auch noch ein SATA-Powerstecker angebracht werden.

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Das OC-Panel II im Detail.

Äußerlich sind auf den ersten Blick keine Unterschiede zur ersten Version auszumachen. Das Detail liegt hier beim ROG-Logo, das bei der zweiten OC-Panel-Version leuchtet, wenn es am ROG-Mainboard angeschlossen wurde.

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Das OC-Panel vom Rampage V Extreme.
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Das OC-Panel II vom Maximus VIII Extreme.

Zum besseren Vergleich haben wir auch nochmal das Bild des Innenlebens des OC-Panels vom Rampage V Extreme mit aufgenommen. Die neue Platine wurde etwas umgestaltet. So wurden beim neuen OC-Panel drei der FAN-Header senkrecht in einer Reihe ausgerichtet, der vierte FAN-Header befindet sich rechts oben. Ein VGA-Hotwire-Anschluss wurde gestrichen, sodass noch ein Port für besondere ASUS-Grafikkarten der ROG-Serie übrig bleibt. Unverändert und an derselben Positionen halten sich der Slow-Mode- und Pause-Switch auf. Zwei der Thermistorkabel können alternativ auch auf der OC-Panel-Platine angeschlossen werden.

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Das OC-Panel II im Detail.

An der linken Seite wurden auch die Subzero-Sense-Anschlüsse nicht vergessen, an denen ein digitales Thermometer für den LN2-Betrieb angeklemmt werden kann, wodurch sich die extremen Temperaturen auslesen lassen.

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Das OC-Panel II im Detail.

Alternativ lässt sich das OC-Panel wieder an der Gehäusefront fixieren, wozu ein passender 5,25-Zoll-Einbauschacht mitgeliefert wird. Dazu muss das Display zuvor nach oben ausgerichtet werden.

Die FAN-Header-Erweiterungsplatine

Wem die bereits zahlreichen FAN-Header nicht ausreichen, bekommt mit der ebenfalls beiliegenden FAN-Header-Zusatzplatine weitere Lüfteranschlüsse spendiert. Diese wollen wir uns ebenfalls einmal genauer anschauen.

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Die FAN-Header-Platine im Detail.

Rechts ist der weiße Anschluss für das EXT-FAN-Kabel zu sehen. Das andere Ende des Kabels gehört an den EXT-FAN-Anschluss auf dem Mainboard. Zusätzlich muss auch noch ein 4-Pin-Molex-Stromstecker vom Netzteil installiert werden, damit sich die Lüfter überhaupt drehen können. Nun lassen sich drei weitere Lüfter anschließen. Wer möchte, kann auch die drei Thermistor-Kabel hierüber anklemmen.

Damit lassen sich insgesamt mehr als genug Lüfter installieren, sodass die Gehäusebelüftung definitiv gesichert ist.


ASUS hat neben dem normalen Maximus VIII Extreme außerdem das Maximus VIII Extreme/Assembly vorgesehen. Technisch sind beide Mainboards absolut identisch. Nur bei der Optik setzen die Taiwaner auf das Plasma-Copper-ROG-Farbschema und sich dadurch grundlegend von der normalen Version unterscheidet. Die große Besonderheit des Assembly-Package sind jedoch zwei Beigaben: Das SupremeFX-Hi-Fi-Frontmodul und die ROG-10GBit/s-Express-Netzwerkkarte. Diese beiden Gadgets haben wir uns im Detail anschaut.

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Das ASUS Maximus VIII Extreme/Assembly in der Übersicht.
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Die Verpackung des Assembly-Modells wurde anders gestaltet.

Anstatt auf die übliche rote Optik beim Karton zu setzen, wurde auf der Oberseite direkt ein Kunststoff-Fenster eingelassen, sodass der Blick auf das Mainboard ermöglicht wird. Auch sonst wurden eher die Farben Grau, Schwarz bis hin Rot-Orange verwendet.

SupremeFX Hi-Fi

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Das SupremeFX-Hi-Fi-Frontmodul in der Frontansicht.

Mit den Maßen des 5,25-Zoll-Einschubs wurde das SupremeFX-Hi-Fi-Frontpanel gefertigt. An der Front halten sich ein 6,35-mm-Kopfhörerausgang, ein 3,5-mm-Audioausgang sowie ein 3,5-mm-Audioeingang bereit. Für den erhöhten Komfort hat ASUS auch an einen Lautstärkeregler gedacht.

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Das Innenleben des SupremeFX-Hi-Fi-Frontmoduls.

Der ohnehin gut bestückte Audiobereich auf dem Mainboard wird beim Assembly um das SupremeFX-Hi-Fi-Modul erweitert. Mittels zwei rückseitiger Schrauben konnten wir die Abdeckung problemlos entfernen, sodass wir einen Blick ins Innere werfen konnten. Dort finden sich nicht nur zwei OP-Amps ein, sondern zusätzlich sieben WIMA-Kondensatoren, vier NEC-Relais und dazu 21 Audiokondensatoren. Zusätzlich wurde ein ESS Sabre ES9018 verlötet, der als 32-Bit-DAC fungiert.

Über einen USB-2.0-Header werden die Audiodaten an das Mainboard weitergeleitet. Mit einem 6-poligen PCIe-Stromanschluss wird der Strombedarf abdeckt, sodass dieses Frontmodul theoretisch dazu in der Lage ist, bis zu 75 Watt aufzunehmen.

ROG 10G-Express-Netzwerkkarte

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Die ROG-10G-Express-Netzwerkkarte.

Außerdem Assembly-exklusiv ist die ROG-10G-Express-Erweiterungskarte. Hierbei handelt es sich selbstverständlich um eine 10-GBit/s-Netzwerkkarte. Für die Datenübertragung dient ein PCIe-3.0-x4-Anschluss, der theoretische 32 GBit/s bedeutet und damit mehr als genug Leistung bietet.

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Die ROG-10G-Express-Netzwerkkarte.

Bei der 10-GBit/s-Netzwerkübertragung entsteht soviel Abwärme, dass der Controller nicht ohne Passivkühlung auskommt.

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Die ROG-10G-Express-Netzwerkkarte.

Als Controller wurde der Aquantia AQrate105 verlötet, der für die 10-GBit/s-Spezifikation zuständig ist und eigentlich in Enterprise-Lösungen zum Einsatz kommt. Rechts daneben ist auch noch ein Co-Prozessor. Dieser wiederum kümmert sich um die Netzwerkintegrität.

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Die ROG-10G-Express-Netzwerkkarte.

An dem RJ45-Netzwerkanschluss ist so nichts besonderes festzustellen. Somit lassen sich mechanisch jedwede Netzwerkkabel anklemmen. Doch um die 10 GBit/s stabil zu gewährleisten, wird schon ein abgeschirmtes Netzwerkkabel der Kategorien Cat5(e), Cat6 und Cat7 empfohlen. Mit jeder höheren Cat-Stufe erhöht sich auch die mögliche Reichweite in Metern, über die ein Netzwerkbetrieb mit 10 GBit/s möglich ist.


BIOS

Zum Testzeitpunkt war die BIOS-Version 0907 auf dem aktuellen Stand, die im Vergleich zum First Release schon einige Verbesserungen erhalten hat. Mit der Beta-Version 1202 bietet der Hersteller aber bereits ein aktuelleres BIOS an, das die Systemstabilität im Vergleich zur Version 1104 noch weiter verbessern soll. Das BIOS kann komfortabel via "ASUS EZ Flash 3 Utility" aktualisiert werden. Entweder manuell oder über das Internet. Version 0907 hat vom First Release aus folgende Verbesserungen implementiert bekommen:

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Der EZ-Modus vom ASUS Maximus VIII Extreme.

ASUS nutzt hier verständlicherweise dieselbe Oberfläche, wie sie auch bei den anderen Maximus-VIII-Mainboards wie dem ASUS Maximus-VIII-Gene (Hardwareluxx-Test) anzutreffen ist. Demnach dominieren die Farben Rot und Schwarz. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte in weißer Schrift. Beginnen wir oben links. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Auch wieder mit von der Partie ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite über einen ergänzenden RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität installiert sind und wie es mit der aktuell anliegenden Taktung aussieht. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" wählen. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerte Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Modus vom ASUS Maximus VIII Extreme.

Der Advanced-Modus wurde farblich genau wie der EZ-Mode gestaltet, dafür jedoch anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel LGA1150 Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Um eine Funktion hinzuzufügen, muss oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dadurch öffnet sich ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem umfangreichen "Extreme Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind für das Extreme-Modell passend zum Namen extrem viele Funktionen implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender definitiv fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlegt, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden von ASUS auf den Reiter "Boot" gepackt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort beispielsweise abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 3 Utility", womit das UEFI über ein angeschlossenes Laufwerk oder direkt über die Internetverbindung aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Wir haben bemerkt, dass die Bedienung der UEFI-Oberfläche per Tastatur nach einiger Zeit zu haken anfängt, je mehr Funktionen aufgerufen wurde. Nach einem Neustart läuft allerdings wieder alles wie geschmiert. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Gerade bei den Extreme-Mainboards der ROG-Serie steht das Overclocking mit an oberster Stelle. Hier gibt ASUS dem Anwender jede Menge Overclocking-Funktionen und Features mit auf den Weg. Dazu gehört auch die Unterstützung für Stickstoffkühlung, um den Prozessor extrem zu übertakten. Dabei spielt es keine Rolle, ob nun ein OC-Anfänger oder ein Profi vor dem Maximus VIII Extreme sitzt. Selbst wenn sich jemand nicht so gut mit dem Overclocking auskennt, wird er nicht im Stich gelassen. ASUS hat z.B. vorgefertigte Overclocking-Presets ins UEFI implementiert.

Doch auch die Profis kommen voll und ganz auf ihre Kosten. Die gesamten OC-Settings fallen extrem umfangreich aus, unter anderem auch für das RAM-Overclocking. Nicht ohne Grund hat der Hersteller RAM-Teiler bis DDR4-4266 hinzugefügt. Speziell für das CPU-Overclocking sind die 13 Spulen verantwortlich, die laut Herstellerangaben sehr effizient arbeiten sollen.

Generell beherrscht das Maximus VIII Extreme ähnliche Wertveränderungen wie das hauseigene Maximus VIII Gene und lässt einen Spielraum des BCLKs von 40 MHz bis 650 MHz in 0,01-MHz-Intervallen zu. Passend dazu kann selbstverständlich auch die CPU-Spannung individuell angepasst werden. Im Override-Modus beträgt der Spielraum 0,600 Volt bis 1,700 Volt. Möchte der Anwender die Spannungsregulierung dann doch lieber mithilfe des Offset- oder Adaptive-Modes vornehmen, kann er sich zwischen -0,635 Volt und +0,635 Volt respektive 0,250 Volt bis 1,920 Volt entscheiden. In allen drei Modi sind die Intervalle in sehr feinen 0,005 Volt implementiert worden. Feintuning ist damit also möglich. Auch lässt sich die CPU Load-Line Calibration in acht Stufen beeinflussen. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus VIII Extreme in der Übersicht
Base Clock Rate 40,00 MHz bis 650,00MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung /
Cache-Spannung
0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,250 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Adaptive-Modus)
-0,635 V bis +0,635 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,000 V bis 2,000 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-SA-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,1250-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-IO-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,1250-V-Schritten (Fixed-Modus)
VCC-PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,1250-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PLL Termination Voltage, CPU Standby Voltage, DRAM REF Voltages, Boot Voltages,
DRAM VTT Voltage, DMI Voltage, Core PLL Voltage, Internal PLL Voltage,
Eventual DRAM Voltage, Eventual CPU Standby Voltage, Eventual PLL Termination Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 83 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und fünf optionale Fans, CPU Current Capability,
DRAM Current Capability, Long Duration Package Power Limit, Short Duration Package Power Limit

Selbst mit dem ASUS Maximus VIII Extreme gelang es uns nicht, den Core i5-6600K stabil mit 4,7 GHz zu betreiben. Das System startete zwar, aber Windows konnten wir nicht stabil betreiben. Als stabil können wir dafür 4,6 GHz bei einem BIOS-Wert von 1,270 Volt bescheinigen.

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Bestes Ergebnis: 4,6 GHz bei 1,270 Volt (Fixed-BIOS-Wert)

Auch ein gutes Overclocking-Brett gibt irgendwann nach. Erstaunlicherweise benötigte das hauseigene Maximus VIII Gene etwas weniger Spannung als das Extreme-Modell. Dies kann allerdings an den reichlich vorhandenen OC-Settings liegen, die im Hintergrund im Auto-Modus mitlaufen.

Auch bei der Skylake-S-Plattform werfen wir einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten den Betrieb ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir
marginal schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme Memory Profile wurde vom System übernommen und lief auch stabil. Wir konnten auch manuelle Werte ohne XMP anwenden, die etwas straffer anlagen. Auch dies lief mit ebenfalls 1,35 Volt VDIMM reibungslos.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z170-Modelle haben dabei ebenfalls die dritte Version erhalten, die im gleichen Funktionsumfang auch für die Enthusiasten-Plattform angeboten wird. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen. Gleichzeitig wird das Dual-Intelligent-Processors-5-Feature aus TPU und EPU gebildet.

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Die ASUS AI Suite 3 im ROG-Gewand.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Hohe Leistung", "Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite in der Version 3 weitere, nützliche Funktionen wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden können. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lassen sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neuen Versionen nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden.

Zudem hält sich auch der USB-3.1-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht. Zu guter Letzt ist noch der USB-Charger+ zu nennen. Angeschlossene, mobile Geräte können mit ihm ebenso schneller aufgeladen werden. Je nach Einstellung funktioniert es selbst, wenn sich das System gerade im Standby, Ruhemodus oder im ausgeschalteten Zustand befindet.

Neu hinzugekommen sind die Mobo-Connect-Funktionen, mit der die am PC angeschlossene Maus und Tastatur auf einem mobilen Gerät genutzt werden können. Alternativ lässt sich mobile Gerät andersherum mit dem PC verbinden, um die Mediensteuerung zu übernehmen.

In der folgenden Bildergalerie können alle AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit folgendem Testsystem haben wir das ASUS Maximus VIII Extreme getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus VIII Extreme mussten wir das ASUS-MultiCore-Enhancement-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Unterschiede sind nur messbar auszumachen, was beim identischen Testsystem auch nicht anders zu erwarten war.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Dadurch dass das Maximus VIII Extreme üppiger ausgestattet wurde, verzögert sich die Initialisierung der Komponenten im Vergleich zum Maximus VIII Gene auf 19,07 Sekunden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus VIII Extreme hat jede Menge Zusatz-Controller erhalten. Zwei USB-3.1-Controller, ein USB-3.0-Controller, ein LAN-Controller, ein WLAN-Modul, ein PCIe-Gen2-Switch und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Die zahlreichen Zusatzchips machen sich selbst im Leerlauf bemerkbar, allerdings nicht so stark wie beim Gigabyte GA-Z170X-Gaming G1. Mit 53,3 Watt hält sich das Ganze noch im Rahmen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In der Teillast erkennt man schön den Unterschied zwischen dem Maximus VIII Gene und dem Maximus VIII Extreme. Die Differenz beträgt genau 12 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 unter Volllast beträgt der Unterschied nun mehr 8,6 Watt zwischen den beiden ROG-Mainboards. Unser Strommessgerät zeigte genau 123 Watt an.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Mit Default-BIOS-Werten geht das Maximus VIII Extreme recht aggressiv mit der CPU-Spannung um. CPU-Z zeigte ziemlich hohe 1,248 Volt an.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir die USB-3.1-Schnittstellen, die Lichteffekte, die Thunderbolt-3.0-Funktionalität und das WLAN-Modul deaktivieren. Dadurch wurden im Idle immerhin 3,6 Watt eingespart, sodass der Verbrauch knapp unterhalb der 50-Watt-Marke angesiedelt war.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In Verbindung mit Cinebench konnten wir 3,2 Watt weniger verzeichnen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter voller Belastung betrug der Unterschied immerhin noch 1,9 Watt.

Spannungen (Prime95)

1.026 (2. CPU. BIOS) XX


1.080 (2. CPU) XX


1.168 XX


1.180 (2. CPU. BIOS) XX


1.200 (2. CPU. BIOS) XX


1.232 (2. CPU) XX


1.248 (2. CPU. BIOS) XX


Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore blieb unverändert bei 1,248 Volt laut CPU-Z.

Zur Leistungsaufnahme lässt sich demnach festhalten, dass diese natürlich oberhalb der Durchschnittsbretter liegt. Das jedoch kann mit der üppigen Ausstattung begründet werden. Verglichen mit dem Gigabyte GA-Z170X-Gaming G1 kommt das ASUS Maximus VIII Extreme sogar noch ein gutes Stück besser weg. Ein weiterer Fakt ist, dass sich die Zielgruppe dieses Mainboards weniger für die Leistungsaufnahme interessiert, sondern viel mehr für die Ausstattung und den Funktionsumfang.


USB-3.1-Performance

ASUS ist beim Maximus VIII Extreme bei den USB-3.1-Schnittstellen in die Vollen gegangen und stellt insgesamt vier Anschlüsse über den Intel Alpine Ridge und über den ASMedia ASM1142 bereit. Bei einer nun theoretischen Bandbreite von 10 GBit/s bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
über den Intel Alpine Ridge.
ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
über den ASMedia ASM1142.

Die Ergebnisse können sich definitiv sehen lassen. Intels 3-in-1-Controller schafft es, die Leserate auf satte 886 MB/s und die Schreibrate auf ebenfalls hohe 865 MB/s zu drücken. Aber auch der ASM1142 leistet ordentliche Arbeit. Hier waren es lesend und schreibend bis zu 770 MB/s.

USB-3.0-Performance

Das ASUS Maximus VIII Extreme wurde mit acht USB-3.0-Anschlüssen bestückt. Sowohl am I/O-Panel als auch intern sind es jeweils vier Schnittstellen. Dabei arbeiten sechs Stück nativ mit dem Z170-Chipsatz zusammen, die restlichen zwei über den ASM1042A. Für den USB-3.0-Performancetest haben wir ebenfalls die USB-3.1-Lösung von ASUS verwendet.

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Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
(nativ über den Z170-PCH).
ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
über den ASMedia ASM1042A).

Intels Z170-PCH kommt hier mit maximal 426 MB/s im Lesen und im Schreiben gut in Fahrt. In Verbindung mit ASMedias ASM1042A konnten die Daten mit höchstens 402 MB/s im Lesedurchsatz geschoben werden. Die Schreibrate lag mit 389 MB/s etwas darunter.

 

SATA-6G-Performance

Im Storage-Bereich halten sich neben der M.2-Schnittstelle zwei SATA-Express-, vier SATA-6GBit/s-Anschlüsse und eine U.2-Buchse bereit. Die beiden SATAe- und zwei grauen SATA-6GBit/s-Ports und der U.2-Anschluss arbeiten nativ mit dem Intel-Chipsatz zusammen. Die beiden schwarzen SATA-6GBit/s-Buchsen sind hingegen mit dem ASMedia ASM1061 verbunden. Für den Test verwenden wir die SanDisk Extreme 120, die wir direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
(nativ über den Z170-PCH).
ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
über den ASMedia ASM1061.

Von dem Z170-PCH erhielten wir wieder einmal eine gewohnt hohe Performance. In Zahlen ausgesprochen 557 MB/s lesend und 522 MB/s schreibend. Die Leistung vom ASMedia ASM1061 ist bereits ohnehin bekannt. Er schaffte es dieses Mal immerhin auf 402 MB/s im Lesen und sogar 415 MB/s im Schreiben.

 

M.2-Performance

Den M.2-Test werden wir natürlich auch bei der Skylake-S-Plattform absolvieren. Mithilfe der neuen Intel-100-Chipsstzserie erfahren die angebundenen M.2-Steckplätze in der Theorie einen ordentlichen Performanceschub dank der jeweils vier-PCIe-3.0-Lanes, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher kaum M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob effektiv mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim ASUS Maximus VIII Extreme
(über vier PCIe-3.0-Lanes vom Z170-PCH).

Der Z170-Chipsatz beschleunigt das M.2-Modul auf bis zu 1.083 MB/s im Lesen. Die Schreibrate lag mit 965 MB/s etwas unterhalb davon.


Seit der Einführung der Skylake-S-Plattform in diesem Sommer hat ASUS nun auch wieder ein Maximus-Extreme-Modell im Portfolio, nachdem es kein Maximus-VII-Extreme mit Intels Z97-Chipsatz zu kaufen gab. Mit dem Maximus VIII Extreme/Assembly sind es eigentlich zwei Modelle, doch das Board selbst ist bis auf den optischen Teil identisch, der größte Unterschied liegt im zusätzlichen Zubehör. In beiden Fällen wurden auf dem Mainboard im E-ATX-Format neben zwei PCIe-3.0-x1-Schnittstellen gleich vier mechanische PCIe-3.0-16-Slots verlötet, die auch aufgrund der moderaten Anbindung zwei NVIDIA- und vier AMD-Grafikkarten aufnehmen können. Einen PLX-Switch, wie den PEX8747, der die PCIe-3.0-Lanes erweitert hätte, gibt es schließlich nicht. ASUS hat sich viel mehr auf die anderweitige Ausstattung konzentriert und das nicht zu knapp.

Alleine die eingesetzte Skylake-S-CPU, wie der Core i5-6600K oder der Core i7-6700K (Hardwareluxx-Test), wird von insgesamt 13 Spulen angetrieben, die selbst wiederum von ordentlichen MOSFETs befeuert werden. In den vier DDR4-DIMM-Speicherbänken kann der Käufer maximal 64 GB Arbeitsspeicher verstauen und sie gegebenenfalls auch einem ordentlich höheren Takt laufen lassen. Absolut luxuriös fällt das Storage-Aufgebot aus, mit zwei SATA-Express-, vier SATA-6GBit/s-Schnittstellen, einem U.2-Anschluss und einem M.2-Slot (M-Key). Allerdings sind letztere beiden und ein SATA-Express-Anschluss nicht zur selben Zeit nutzbar, sodass der Anwender hier Prioritäten setzen muss. Sinnvoll ist dafür aber die Entscheidung, dass der M.2-Slot von Haus aus die höchste Priorität genießt.

Selbstverständlich kommt das Maximus VIII Extreme (/Assembly) nicht ohne Onboard-Komfort aus dem Werk. So wurden wieder zahlreiche Buttons, darunter ein Power- und Reset-Button, Spannungsmesspunkte, eine Diagnostic-LED und auch zwei BIOS-ROMs verlötet. Mittels eines BIOS-Switches lässt sich auch zwischen den beiden ROMs umschalten. Mithilfe von vier DIP-Schaltern können auch die vier großen PCIe-3.0-x16-Slots zu Benchmarkzwecken deaktiviert werden. Ob genügend FAN-Header verfügbar sind, braucht sich der Anwender keine Gedanken zu machen. Das Mainboard selbst stellt sechs 4-Pin-, einen gesonderten Wasserpumpen-Header und einen EXT-FAN-Header zur Verfügung, an dem die ebenfalls enthaltene FAN-Header-Erweiterungsplatine mit angeschlossen werden kann. Als Resultat kann das System mit drei weiteren Lüftern bestückt werden.

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USB-technisch setzt das Maximus VIII Extreme (/Assembly) neue Maßstäbe, was allerdings hauptsächlich für den USB-3.1-Bereich Gültigkeit hat. Am I/O-Panel stehen nämlich gleich vier der sehr schnellen Anschlüsse bereit, darunter ein Anschluss als Typ-C-Ausführung mit Thunderbolt-3.0-Unterstützung über Intels Alpine Ridge. Zusätzlich gibt es noch insgesamt vier interne und vier externe USB-3.0- sowie sechs interne USB-2.0-Schnittstellen. Einer der USB-2.0-Header wird allerdings für das beiliegende OC-Panel-II benötigt. Mit dem Panel kann der Nutzer wieder viele Overclocking-Einstellungen direkt über das OC-Panel vornehmen und auch andere Werte anzeigen lassen. Auch ist wieder der 5,25-Zoll-Einbauschacht dabei, sodass sich das Panel an der Gehäusefront fixieren lässt. Mittels der drei Thermistor-Kabel können drei Temperatursensoren im PC an beliebigen Stellen fixiert werden. Deren ermittelte Temperaturen werden dann im BIOS und/oder in der AI Suite 3 angezeigt.

Für den Netzwerkbereich hat der Nutzer die freie Wahl, ob das Maximus VIII Extreme über Kabel an dem Gigabit-LAN-Port oder doch lieber kabellos über das WLAN-802.11ac-Dual-Band-Modul (inklusive Bluetooth-4.0-Support) mit dem Netzwerk verbunden werden soll. Wenn auch unwahrscheinlich, kann selbst die integrierte Grafikeinheit in den Skylake-S-Prozessoren über einen HDMI- und DisplayPort-Grafikausgang angesprochen werden. Fürs Ohr gibt es das SupremeFX-2015-Feature, das aus dem Realtek-ALC1150-Codec, einem ESS-DAC, einem dedizierten Taktgeber, einigen Nichicon-Audiokondensatoren, einem Anti-Pop-Relais und einem 600-Ohm-Kopfhörer besteht. Zu den passenden Anschlüssen gehören fünf analoge 3,5-mm-Audiojacks und einmal TOSLink.

Exklusiv beim Assembly-Modell liegt einerseits die ROG-10G(Bit/s)-Express-Netzwerkkarte und das SupremeFX-Hi-Fi-Frontmodul im 5,25-Zoll-Format bei, die beide für einen ordentlich Aufpreis sorgen, aber eventuell dem einen oder anderen Nutzer sinnvoll erscheinen lassen.

Als BIOS kommt wieder die gewohnte UEFI-Oberfläche zum Einsatz, die wir bereits beim ASUS Maximus VIII Gene (Hardwareluxx-Test) genauer betrachtet haben. Bis auf den Punkt, dass die Oberfläche einige Zeit nach dem Aufrufen mehrerer Einstellungen anfängt etwas zu haken, waren wir von der Stabilität und von der Umsetzung der selektierten Settings absolut zufrieden. Die Bedienung kann mit der Maus und/oder der Tastatur vorgenommen werden. Die RGB-LEDs vom PCH-Kühlkörper sind in der Lage, mehrere Farben in unterschiedlichen Modi anzuzeigen, was auch ein nettes Gimmick ist.

Bis auf den sehr hohen Preis der beiden Versionen, dem leicht erhöhten Stromverbrauch und dem eigentlich fehlenden PLX-Switch haben wir keine Kontra-Punkte finden können. Bei einem Preis von etwa 400 Euro für das normale Maximus VIII Extreme und satten 600 Euro für das Maximus VIII Extreme/Assembly, dem noch das SupremeFX-Hi-Fi-Frontpanel und die 10-GBit/s-Netzwerkkarte beliegt, muss und sollte man doch vorher überlegen, ob es dies einem wert ist. Gerade der Aufpreis von mal eben 200 Euro für die Assembly-Edition will gut überlegt sein. Rein technisch gesehen steht einem Kauf des Maximus VIII Extreme nichts im Wege, wenn nicht gerade mehr als zwei (NVIDIA-) Grafikkarten eingesetzt werden sollen.  

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VIII Extreme (/Assembly):

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VIII Extreme:

Das ASUS Maximus VIII Extreme (/Assembly) ist ein sehr gut ausgestattetes High-End-Mainboard für die aktuellen Skylake-S-Prozessoren, das kaum Wünsche offen lässt und auch technisch absolut überzeugen konnte. Der Platine hätte unserer Meinung nach jedoch der PEX8747 gut zu Gesicht gestanden, wie es bei einem Maximus-Extreme-Modell eigentlich schon fast Tradition ist.

Alternativen? Für etwas weniger als 400 Euro gibt es bereits das MSI Z170A Gaming M9 ACK, das ebenfalls sehr gut ausgestattet ist und auch einen vorinstallierten Wasserkühlung für den VRM-Bereich mitbringt. Aber auch das Gigabyte GA-Z170X-Gaming G1 weist eine sehr üppige Ausstattung auf, bietet ebenfalls eine Thunderbolt-3.0-Unterstützung und hat viel Schnickschnack mit an Bord.

 

Persönliche Meinung

Das Maximus VIII Extreme ist wieder ein mal ein sehr umfangreiches Kaliber geworden, das sich ASUS allerdings auch fürstlich bezahlen lässt. Vom technischen Aspekt her sind mir keine gravierenden Ungereimtheiten aufgefallen. Gerade auch wegen der schlechten Verfügbarkeit des Core i7-6700K wird es allerdings ein teures Unterfangen mit dem Maximus VIII Extreme, wenn die Komponenten sofort gekauft werden sollen. Für diese Summe könnte man ernsthaft in Erwägung ziehen, auf den Haswell-E-Zug aufzuspringen. (Marcel Niederste-Berg)