MSI X99A Godlike Gaming (inklusive NVMe-Benchmark) im Test

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IMG 5 logoBereits auf der diesjährigen Computex in Taipei hat MSI einen neuen, besonderen Unterbau für den Sockel LGA2011v3 vorgestellt, das sämtliche Gaming-Anforderungen erfüllen soll und auch optisch etwas hermacht. Wir wurden zeitnah mit einem Sample des neuen X99A Godlike Gaming ausgerüstet und haben es selbstverständlich durch unseren Test-Parcours geschickt. Als Bonus haben wir auch einen NVMe-Benchmark durchgeführt. Wie sich das High-End-Board schlägt, klären wir in diesem Artikel.

Obwohl MSI in ihrem Portfolio bereits einige Gaming-Bretter für die Enthusiasten-Plattform in petto hat, wollten die Taiwaner scheinbar eine ganz besondere Platine entwerfen. Was dann noch fehlte, war eine passende Modellbezeichnung. Geworden ist es nun "X99A Godlike Gaming". Der Begriff "Godlike" ist in der Gaming-Szene auch kein unbekanntes Wort. Beispielsweise wurde es bei "Unreal Tournament" verwendet, wenn sich ein Spieler eben "wie Gott" verhält und einen Trefferpunkt nach dem anderen erzielt, ohne jedoch den Löffel abzugeben. Generell ist die Modellbezeichnung natürlich Geschmackssache, für die einen klingt er zu "prollig", für die anderen hingegen supercool. Hinter dieser bisher einzigartigen Bezeichnung steckt jedoch ein beachtliches Stück Hardware, das wir uns nun anschauen wollen.

Auf dem großen E-ATX-Mainboard hat MSI nicht nur acht DDR4-Speicherbänke und fünf mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze verbaut, sondern auch noch acht SATA-6GBit/s-Ports, einen SATA-Express-Anschluss und einen M.2-Slot. Neben einigem Onboard-Komfort befinden sich auch zahlreiche USB-3.0-, ein paar USB-3.1- und einige USB-2.0-Schnittstellen an Bord. Das Highlight dürften die beiden Killer-Gigabit-LAN-Ports und die "Gaming-taugliche" WLAN-Verbindung sein, die MSI für das X99A Godlike Gaming vorgesehen hat und die sich "Killer-Doubleshot-X3-Pro" nennen. Zusätzlich hält sich das Audio-Boost-3-Feature in der Pro-Version auf dem PCB auf.

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Das MSI X99A Godlike Gaming in der Übersicht.

Bei der Farbgebung gibt es keine Änderung, es bleibt bei einem schwarzen PCB. Die Kühlkörper sowie die I/O-Panel- und die darunterliegende Abdeckung wurden in Rot und Schwarz gefärbt. Dabei sind der VRM-Kühler inklusive I/O-Panel-Abdeckung und der PCH-Kühler und die Abdeckung nach links hin miteinander verbunden, die mittels Schrauben fest mit dem PCB verbunden sind. Ohne Gewalt anzuwenden, ist die gebotene Optik während des Betriebs also Pflicht. Das jeweilige Gehäuse muss natürlich in der Lage sein, E-ATX-Mainboards aufzunehmen.

Die Spezifikationen

Und so sehen die technischen Eigenschaften aus:

Die Daten des MSI X99A Godlike Gaming in der Übersicht
Mainboard-Format E-ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
X99A Godlike Gaming
CPU-Sockel LGA2011v3
Stromanschlüsse 1x 24-Pin ATX
1x 8-Pin EPS12V
1x 4-Pin +12V
CPU-Phasen/Spulen 12 Stück
Straßenpreis ca. 500 Euro
Homepage http://de.msi.com/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X99 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (4-Way, nur mit i7-5930K und i7-5960X), CrossFireX (4-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

5x PCIe 3.0 x16 (elektrisch mit x16/x8/x8/16/x8)

PCI -
SATA(e)-, SAS-
und
M.2-Schnittstellen

8x SATA 6G (6x mit RAID 0, 1, 5, 10) über Intel X99
1x SATA Express mit 10 GBit/s über Intel X99
1x M.2 mit 32 GBit/s über Haswell-E-CPU

USB

2x USB 3.1 (2x am I/O-Panel, Typ A und Typ C) über ASMedia ASM1142
8x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) sechs über Intel X99, zwei über ASMedia ASM1042AE
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel X99

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth Killer Wireless 1535, WLAN 802.11a/b/g/n/ac, Dual-Band, Bluetooth 4.1
Thunderbolt -
LAN

2x Killer E2400 Gigabit-LAN

Audio-Codec
und Anschlüsse
8 Channel Realtek ALC1150 Audio Codec, Dual-Headphone Amplifiers, ESS-DAC
5x 3,5 mm Audio-Jacks
1x 6,3 mm Kopfhörer-Ausgang
1x TOSLink
FAN-Header 5x 4-Pin

Optisch macht auch die Verpackung vom X99A Godlike Gaming etwas her. Anstatt einfach nur einen roten Drachen auf schwarzem Grund, sieht der Käufer eine teilweise glühende (Lava)-Gesteinsoptik. Der MSI-Gaming-Drache wurde in Form von glühendheißer Lava aufgedruckt. Oben links in der Ecke ist das MSI-Logo, rechts gegenüber die beiden Intel-Logos. Direkt unterhalb davon ist das MSI-Gaming-Logo und die Modellbezeichnung zu sehen. Insgesamt eine gelungene Abwechslung.

Das mitgelieferte Zubehör

Auf folgendes Zubehör darf sich der Käufer freuen:

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Bei einem stolzen Preis, den der Interessent für das MSI X99A Godlike Gaming auf den Tisch legen muss, kann auch eine Menge Zubehör erwartet werden. Abgesehen von den typischen Pflichtbeigaben, wie der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch und der Support-DVD, hat MSI noch ein passendes Poster, das Gaming-Türschild, zwei kurze und zwei lange 2-Way-SLI-Bridges, zehn SATA-Kabel, dazu sechs V-CheckPoint-Kabel, die M-Connectors, einige Kabelaufkleber und einen Gehäusesticker in den Karton gelegt. Als Beonderheit sind auch eine Turbo-U.2-Adapterkarte, ein USB-Stick (USB 2.0) mit USB-Typ-C- und Micro-USB-Anschluss mit den Support-Daten und ein 3,5-mm-zu-6,3-mm-Audioadapter mit dabei.


Der X99-Chipsatz wurde im Vergleich zum X79-Vorgänger auf den technischen Stand des Z97-PCHs gebracht, bringt allerdings vier weitere native SATA-6G-Ports mit. Identisch ist dagegen die Bereitstellung von sechs USB-3.0-Schnittstellen. Auch bietet die Southbridge weiterhin maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Der VRM-Bereich vom MSI X99A Godlike Gaming.

Gerade beim X99A Godlike Gaming darf der Käufer hochwertige Komponenten erwarten. Wie bei ziemlich allen neueren MSI-Platinen wurde auch hier das Military-Class-4-Feature verwendet. Im Falle dieses Kolosses wurden zwölf DrMOS-Mosfets (Fairchild FDMF5823DC), ebenso zwölf "Super Ferrit"-Spulen, einige Dark-Caps und Hi-c-Caps über das gesamte PCB verteilt. Schön zu sehen ist zudem, dass MSI hier einen erweiterten Sockel mit zusätzlichen Pins verlötet hat. Der elektrische Input für die eingesetzte Haswell-E-CPU wird durch jeweils einen 8-poligen EPS12V- und einen 4-poligen ATX-+12V-Stromanschluss gebildet. Mit 528 Watt ist somit genügend Puffer für Overclocking vorhanden.

Auf beiden Seiten neben dem CPU-Sockel wurden natürlich auch jeweils vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verbaut, wodurch die Platine in der Lage ist, bis zu 128 GB an Arbeitsspeicher aufzunehmen. MSI selbst gibt eine mögliche, effektive RAM-Taktrate von 3.400 MHz an, die mit den entsprechenden DIMMs erreicht werden kann.

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Ein PWM-Controller von Intersil kommt zum Einsatz.

Es ist der ISL6388 von Intersil, der im Höchsfall sechs Spulen steuern kann und hier alleine definitiv nicht ausreicht, um alle zwölf Spulen zu betreiben.

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Sechs Phasen-Doubler ermöglichen die gesamte Ansteuerung der zwölf Spulen.

Genau das ist der Grund, warum die Taiwaner auf der Rückseite noch sechs Phasen-Doubler untergebracht haben. Der PWM-Controller hat somit direkten Kontakt zu den Phasen-Doublern und wird effektiv mit sechs Spulen beschäftigt. Den Rest erledigen die Phasen-Doubler.

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Zwei weitere PWM-Controller kümmern sich um die insgesamt acht DDR4-Slots.

Jede der beiden 4-DIMM-Slot-Gruppe wird von zwei Phasen mit Strom befeuert. Auch diese Phasen benötigen eine PWM-Betreuung, weshalb MSI also noch zwei PowerVation PV3203 verlötet hat.

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Insgesam fünf mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze halten sich bereit.

MSI hat nur eine Sorte an Erweiterungssteckplätzen verlötet, nämlich fünf PCIe-3.0-x16-Slots auf mechanischer Basis. Dies erlaubt nach Anspruch und je nach CPU-Wahl selbst eine 4-Way-Multi-GPU-Konfiguration. Dabei spielen in diesem Fall alle Steckplätze bis auf den mittleren eine Rolle. Großer Vorteil ist, dass bei zwei Grafikkarten im Optimalfall der oberste, sprich PCIe-Slot 1 und PCIe-Slot 4 genutzt werden sollten, da beide Steckplätze mit jeweils 16 Lanes versorgt werden (40-Lane-CPU). Die folgenden beiden Tabellen zeigen die einzelnen Laneverteilungen.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5820K (28 Lanes)
 PCIe-Slot 1PCIe-Slot 2PCIe-Slot 3PCIe-Slot 4PCIe-Slot 5
Elektrische Anbindung (über) x16
(CPU)
x8
(CPU)
x8
(CPU)
x16
(CPU)
x8
(CPU)
Single-GPU-Betrieb x16 - - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x16 - - x8 -
Drei Grafikkarten im 3-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x8 x8 - x8 -
Vier AMD-Grafikkarten im 4-Way-CrossFireX-Verbund x8 x8 - x8 x4

 

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5930K und Core i7-5960X (40 Lanes)
 PCIe-Slot 1PCIe-Slot 2PCIe-Slot 3PCIe-Slot 4PCIe-Slot 5
Elektrische Anbindung (über) x16
(CPU)
x8
(CPU)
x8
(CPU)
x16
(CPU)
x8
(CPU)
Single-GPU-Betrieb x16 - - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x16 - - x16 -
Drei Grafikkarten im 3-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x16 - - x16 x8
Vier Grafikkarten im 4-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x8 x8 - x16 x8

Die silberne Umrandung bei den Slots ist nicht nur der Optik geschuldet, sondern ist neuer Bestandteil des "Steel Armor"-Features, das auch bei den neuen MSI-Z170-Gaming-Mainboards Verwendung findet, wie beispielsweise beim MSI Z170A Gaming M7 (Hardwareluxx-Test). Der Hersteller verspricht sich davon nicht nur eine erhöhte Stabilität der Steckplätze für besonderes gewichtige Grafikkarten, sondern aufgrund von zusätzlichen Lötpunkten sollen die Slots besser gegen elektromagnetische Interferenzen gewappnet sein.

Besonders wenn drei oder gleich vier Grafikkarten zum Einsatz kommen, sollte der Nutzer bedenken, dass der belegte M.2-Slot mit nur zwei PCIe-2.0-Lanes betrieben wird und in diesem Fall auch die SATAe-Schnittstelle nicht mehr verwendbar ist (entweder oder). Eine Ausnahme stellt der Betrieb mit dem Core i7-5820K und drei Grafikkarten dar. In dieser Konstellation bleiben noch genau vier PCIe-3.0-Lanes übrig, die auf die M.2-Schnittstelle weitergeleitet werden. Auch ist die SATA-Express-Buchse noch zu gebrauchen.

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Die nativen SATA(e)-Schnittstellen über den X99-Chipsatz müssen ausreichen.

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, hat sich das Unternehmen aus Taiwan für eine SATA-Express-Schnittstelle und acht SATA-6GBit/s-Ports entschieden. Allesamt stehen direkt mit dem X99-PCH in Kontakt. Im Hintergrund ist der M.2-Anschluss zu sehen, in den sich ein Solid-State-Modul einsetzen lässt, das eine Länge zwischen 4,2 cm oder 8 cm aufweisen muss.


Wir machen mit dem I/O-Panel weiter.

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Das I/O-Panel beim MSI X99A Godlike Gaming.

Die Anschlüsse von oben nach unten und von links nach rechts:

Am I/O-Panel wurden neben vier USB-3.0-, zwei USB-2.0-, dazu zwei USB-3.1-Schnittstellen mit einer Typ-A- und Typ-C-Ausführung auch gleich zwei Gigabit-LAN-Ports, eine PS/2-Schnittstelle, ein CMOS-Clear-Button und die Anschlüsse für die WLAN-Antenne untergebracht. Erstmals bekommen wir auch einen 6,35-mm-Klinkenausgang direkt onboard zu Gesicht, in dem sich ohne Adapter ein entsprechender Kopfhörer anklemmen lässt. Zusätzlich stehen auch fünf 3,5-mm-Klinken und einmal Toslink bereit.

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Der Audiobereich auf dem PCB. (1)
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Der Audiobereich auf dem PCB. (2)

Als Herzstück dient Realteks ALC1150-Audiocodec, der jedoch nicht alleine für einen tollen Klang sorgen soll, sondern tatkräftige Unterstützung von zahlreichen hochwertigen Audiokondensatoren und mehr erhält. Zusammen mit der Sabre-HiFi-Technologie und einem Nahimic-Sound-Enhancer bilden sie das Audio-Boost-3-Pro-Feature.

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Der Audiobereich auf dem PCB. (3)

Mit dabei ist auch der ESS ES90188K2M Sabre32 als Reference-DAC mit satten 127 dB und auch ein Dual-Headphone-Amplifier des Typs OPA1652 von Texas Instruments.

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Auch ein SuperI/O-Controller ist mit an Bord.

Als SuperI/O-Chip wurde der Nuvoton NCT6792D+ vorgesehen, der die Spannungen, Temperaturen und die Lüftergeschwindigkeiten überwacht. Auch lassen sich durch ihn die Lüfterdrehzahlen manuell beeinflussen.

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Bei acht USB-3.0-Buchsen benötigt es noch einen zusätzlichen USB-3.0-Controller.

Für die USB-3.0-Erweiterung ist kein geringerer als der ASM1042AE verantwortlich, der allein zwei USB-3.0-Schnittstellen managen kann.


Das Board bringt auch weitere Onboard-Features mit, zu denen wir nun kommen.

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Onboard-Features an der PCB-Unterseite.

Ganz links sehen wir den Front-Audio-Header. Mit dem Schalter rechts kann sich der Anwender entscheiden, ob der Front-Audio-Header aktiv sein soll oder doch besser der 6,35-mm-Klinkeanschluss am I/O-Panel. Auch hier heißt es wieder "entweder oder". Noch weiter rechts ist ein weiterer Schalter mit der Aufschrift "SLOW_1" zu sehen, mit dem sich der Slow-Mode über extremes Übertakten aktivieren lässt.

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Onboard-Features an der PCB-Unterseite.

Über dem Front-Panel-Header kann mit dem Schalter zwischen den beiden BIOS-ROMs umgeschaltet werden. Eine LED signalisiert das aktuell aktivierte BIOS. Links neben der Diagnostic-LED ist auch der USB-3.0-Header sichtbar, durch den zwei schnelle Anschlüsse mit der Gehäusefront verbunden werden können.

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Onboard-Features an der rechten Oberseite.

Ja, auch Spannungsmesspunkte hat MSI bei seinem X99A Godlike Gaming nicht vergessen. Mit ihnen lassen sich die Spannungen "VCCIN", "DDR01", "DDR23", "SA", "RING" und "CORE". Oberhalb davon sind die Buttons "Reset", "Power", "OC-Genie" und der "OC-Switch" erreichbar. Er bewirkt die Umschaltung des OC-Genie-Gear 1 und 2. Im ersten Gear wird der Prozessor ein wenig mit automatischen Settings übertaktet, Gear 2 übertaktet den Prozessor noch weiter und hebt gleichzeitig den BCLK etwas an. Eine blaue oder rote LED zeigt den aktuell aktiven Gear an.

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Onboard-Features an der rechten Oberseite.

Hier sehen wir das Bluetooth-Modul, das in diesem Fall jedoch eine sehr interessante Aufgabe übernimmt. Es dient zur Steuerung der ganzen angebrachten LEDs auf dem Mainboard. Für Android-Smartphones bietet MSI eine kostenlose Mystic-Light-App an, mit der sich die LED-Steuerung über Bluetooth vornehmen lässt.

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Gleich zwei von den E2400-Netzwerkcontroller verrichten ihre Arbeit auf dem PCB.

Der Killer-E2400-Netzwerkcontroller legt seine Priorität auf die Online-Gaming-Netzwerkpakete und kommt auf bis zu 1 GBit/s. Teaming ist über die beiden Chips allerdings nicht möglich.

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Der ASM1142 ermöglicht zwei USB-3.1-Schnittstellen.

Er kümmert sich um den einen Typ-A- und Typ-C-Anschluss am I/O-Panel und wird mit zwei PCIe-2.0-Lanes vom X99-Chipsatz versorgt. Dadurch kommt er auf seine theoretischen 10 GBit/s.

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Das MSI X99A Godlike Gaming nochmal in der Übersicht.

MSI hat den Platz auf der E-ATX-Platine gut genutzt und das Board ordentlich befüllt. Trotz allem hat uns das Layout sehr gut gefallen. An den üblichen Positionen wurden insgesamt fünf 4-Pin-FAN-Header verlötet, die sich auch allesamt steuern lassen. Dazu muss im UEFI der "Smart FAN Mode" aktiviert werden. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Doch selbst die Standard-Settings arbeiten bereits zufriedenstellend ruhig. Liegt die CPU-Temperatur unter der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 Prozent der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 Grad und 70 Grad Celsius festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 Prozent respektive 62,5 Prozent beschleunigt werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl. Für uns hinterlässt die Lüftersteuerung einen positiven Eindruck.

MSI hat auch beim X99A Godlike Gaming das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in fünf Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen).


NVMe über MSIs Turbo-U.2-Adapterkarte

So allmählich dringt das NVMe-Protokoll (Non-Volatile Memory Express) mehr und mehr in den Consumer-Bereich vor. Bisherige SSDs über SATA 6GBit/s arbeiten schon längst am Limit, die Geschwindigkeits-Entwicklung kennt aber in den meisten Fällen nur eine Richtung: nach vorne. Zu diesem Zweck hat es das NVMe-Protokoll aus dem Server-Umfeld auch in das Desktop-Segment geschafft. Mit diesem Protokoll werden dank vier PCIe-3.0-Lanes die Transferraten um einiges erhöht, in der Theorie demnach 32 GBit/s, auch wenn der Overhead der 128b130b-Kodierung noch von der Bruttodatenrate subtrahiert werden muss.

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Die U.2-Adapterkarte

Dem MSI X99A Godlike Gaming wird daher eine U.2-Adapterkarte beigelegt, die in dem M.2-Steckplatz installiert wird und für SFF-8639-SSDs konzipiert ist. An der Adapterkarte wurde der U.2-Dockconnector angebracht.

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Das U.2-Kabel
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Das U.2-Kabel an der Adapterkarte

Zum Einsatz der U.2-Schnittstelle existiert ein spezielles Datenkabel. Der kleine Stecker wird an der Adapterkarte eingesteckt.

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Der SFF-8639-Stecker im Detail
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Der SFF-8639-Anschluss im Detail

Im Fall von U.2 kommt der SFF-8639-Stecker und der SFF-8639-Anschluss zum Einsatz, der die Nettorate der vier PCIe-3.0-Lanes abrufen kann. Das U.2-SSD ist ein Intel 750 SSD mit einer Speicherkapazität von 400 GB.

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Der installierte SSF-8639-Stecker

Der Stecker ist natürlich genormt und passt nur in einer Richtung, sodass eine versehentliche Verpolung nicht so einfach möglich ist. Zusätzlich muss allerdings noch ein SATA-Powerstecker an dem SATA-Stromanschluss angebracht werden.

MSI Mystic Light

Das X99A Godlike Gaming bietet nicht nur eine beeindruckende Ausstattung, sondern bringt auch noch etwas fürs Auge mit. Auf dem PCB wurden zahlreiche LEDs verteilt, welche in mehreren Farben auf RGB-Basis leuchten können. MSI hat zusätzlich auch mehrere Effekte implementiert, damit auch etwas Abwechselung vorhanden ist. Steuern lassen sich die LEDs wahlweise mithilfe der MSI Gaming App oder als Besonderheit mit einem mobilen Bluetooth-Gerät, wie beispielweise einem Smartphone, auf dem Googles Android-Betriebssystem installiert ist. Die Taiwaner stellen dazu mit der kostenlosen Mystic-Light-App im Google Play Store eine gute Steuerzentrale zur Verfügung. Für iOS und für Windows Phone gibt es aktuell zumindest keine passende App.

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MSI Mystic Light App unter Android

Auf der ersten Seite wird das hoffentlich gefundene Mainboardmodell gefunden. In diesem Fall natürlich das X99A Godlike Gaming.

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MSI Mystic Light App unter Android

Drücken wir auf den Eintrag "X99A Godlike", erscheint jeweils eine Meldung mit der Frage, ob wir der Verbindung zustimmen und ob dazu Bluetooth aktiviert und ob das Pairing vorgenommen werden soll.

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MSI Mystic Light App unter Android

Innerhalb des Farbkreises kann die LED-Farbe per Fingertouch manuell ausgewählt werden. Die Farbe in der Mitte des Kreises entspricht der aktuellen Einstellung.

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MSI Mystic Light App unter Android

Hier sind die einzelnen Effekte aufgelistet, die der Anwender per Fingertouch aktivieren kann. Auf Wunsch kann die Beleuchtung auch ausgeschaltet werden.

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MSI Mystic Light App unter Android

Wer gerne möchte, dass die LEDs im Rhythmus eines Musiktitels mitdimmen, der kann das ebenfalls konfigurieren. Innerhalb der App muss ein Musiktitel ausgewählt werden. Anschließend genügt der Druck auf die Play-Taste.

MSI hat zum Thema "Mystic Light" zum X99A Godlike Gaming ein kleines Video erstellt, das die Effekte aufzeigt.

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BIOS

Werfen wir nun einmal einen Blick auf das BIOS, welches MSI bisher immer ziemlich gut im Griff hatte. Dazu haben wir von MSI eine neuere BIOS-Version erhalten.

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Die UEFI-Oberfläche beim MSI X99A Godlike Gaming.

Die Grundstruktur der UEFI-Oberfläche wurde beim X99A Godlike Gaming natürlich nicht verändert. Lediglich ein passender Anstrich mit den Farben Rot, Schwarz und Grau wurde vollzogen. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Ganz oben werden zu jedem Zeitpunkt beim X99A Godlike Gaming das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und die Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "OC Genie"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass diese Funktion dann auch aktiviert ist. Ergänzt wurde noch ein weiterer virtueller Knopf, mit der die XMP-Funktion direkt aktiviert werden kann.

Der erste Punkt von den insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letztere sind bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Das Hauptaugenmerk des Boards ist zweifelsohne das Overclocking. Die extrem umfangreichen OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für Overclocking-Enthusiasten keine Wünsche offen. Dazu aber später mehr. Die integrierte Instant-Flash-Funktion hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genau so ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt, wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann mit vier Stufen in einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder sonstigem Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort.

Ebenfalls mit enthalten: Die "Favorites"-Funktion, die man in ähnlicher Art und Weise bereits bei ASUS und neuerdings auch bei ASRock antrifft. MSI jedoch bietet nicht nur eine Favoritenseite an, sondern gleich fünf, was wiederum neue Möglichkeiten eröffnen dürfte. Denkbar einfach gestaltet sich zudem das Hinzufügen der meistgenutzten Funktionen. Hierzu reicht ein Rechtsklick mit der Maus aus, woraufhin sich prompt ein kleines Fenster öffnet und der Anwender sich entscheiden kann, zu welcher der fünf Favoritenseiten die ausgewählte Funktion hinzugefügt werden soll.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

 

Overclocking

Natürlich haben wir uns auch das Overclocking-Verhalten des MSI X99A Godlike Gaming angeschaut. Auch wenn das Mainboard nicht primär zum Übertakten konzipiert wurde, so stellt es trotzdem zahlreiche Funktionen im UEFI bereit, die wir als komplett bezeichnen. Soll heißen, dass sich selbstverständlich der Prozessor und der Arbeitsspeicher übertakten lassen, aber auch sämtliche Spannungen anpassen lassen.

Der BCLK jedenfalls ist bereit, von 90,90 MHz bis 300 MHz in angenehmen 0,06-MHz-Schritten bewegt zu werden. Bei der CPU-Spannung wird einem neben dem Override- und Offset-Modus noch der Adaptive- sowie die beiden Hybrid-Modi Adaptive+Offset und Override+Offset geboten. In Verbindung mit den ersten beiden Modi beträgt der wählbare Spannungskorridor 0,800 Volt bis 2,100 Volt, beim Offset-Modus hingegen -0,990 Volt bis +0,990 Volt, jeweils in sehr feinen 0,001-Volt-Intervallen. Die restlichen Overclocking-Eigenschaften haben wir in einer Tabelle zusammengefasst.

Die Overclocking-Funktionen des MSI X99A Godlike Gaming in der Übersicht
Base Clock Rate 90,90 MHz bis 300 MHz in 0,06-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,000 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 3,040 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,800 V bis 1,850 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,700 V bis 2,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,700 V bis 2,320 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH1,5V, DRAM CHA/B VPP Voltage, DRAM CHC/D VPP Voltage, DRAM CHA/B VREF Voltage
DRAM CHC/D VREF Voltage, CPU DDR OC 1-3, CPU Ring OC 1-2
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 103 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Over Current Limit,
Memory Try It!, VR 12VIN OCP Expander

Wir haben unseren Overclocking-Versuch bei 4,4 GHz mit einer Spannung von 1,320 Volt begonnen, was das X99A Godlike Gaming ohne Probleme bewältigen konnte. Somit konnten wir die Spannung bis auf 1,3 Volt reduzieren. Wurde weniger Spannung angelegt, lief das Ganze nicht mehr stabil.

cpuz2.PNG
Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,4 GHz bei 1,298 Volt

Die 1,298 Volt sind ein recht gutes Ergebnis. Mit dieser Spannung wurden die stabilen 4,4 GHz erreicht.

Wir werfen auch weiterhin einen Blick auf das RAM-Overclocking bei der Haswell-E-Plattform. Zu diesem Zweck verwenden wir vier DIMMs mit jeweils 4 GB an Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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4x 4GB G.Skill RipJaws4 DDR4-3000
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Das Extreme Memory Profil
wird korrekt vom System umgesetzt.
cpuz2.PNG
Ohne XMP konnten wir minimal schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme Memory Profile wurde ohne Schwierigkeiten angenommen und das System lief stabil. Aber auch mit manuellen Werten konnten wir teilweise schärfere Latenzen einstellen. Die VDIMM lag zu diesem Zeitpunkt bei 1,35 Volt.

MSI/Intel Extreme Tuning Utility

Auf der Treiber- und Software-DVD lässt sich das MSI/Intel Extreme Tuning Utility finden, das der eine oder andere bereits schon kennt:

MSI/Intel Extreme Tuning Utility.

Das XTU ermöglicht das Overclocking der CPU und des Arbeitsspeichers direkt unter Windows. Mit integriert ist auch ein Hardware-Monitor, womit sich die CPU-Temperatur, deren aktuell anliegende Taktfrequenz und andere interessante Punkte überwachen lassen. Neben den Taktfrequenzen für CPU und RAM ist auch gleich die Spannung regulierbar. Die Aktivierung der gewählten Einstellungen erfolgt nicht in Echtzeit, Änderungen werden vorerst zwischengespeichert. Erst nach einem Neustart des Systems sind die Settings dann auch aktiv. Hinterher kann die Konfiguration auch gleich mit dem implementierten Stress-Test auf Stabilität geprüft werden. Wurden die passenden und stabilen Einstellungen gefunden, können sie in praktischen Profilen hinterlegt werden.

MSI Command Center

MSI Command Center.

Darüber hinaus hat MSI auch noch das eigene Command Center im Angebot, wodurch noch erweiterte Einstellungen unter Windows vorgenommen werden können. Beispielsweise die Multiplikatoren der maximal vier CPU-Kerne, die einzelnen Spannungen und auch die Lüftergeschwindigkeiten. Selbst detaillierte Einstellungen zum Arbeitsspeicher stehen bereit.

In der folgenden Bildergalerie sind nochmal alle BIOS-, XTU- und Command-Center-Screenshots einsehbar:

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Mit diesem Testsystem haben wir das MSI X99A Godlike Gaming getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2.133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI X99A Godlike Gaming mussten wir den erweiterten Turbo deaktivieren, damit ein fairer Vergleich gezogen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R11.5, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Wie schon zuvor erwartet wurde, liegen die Werte des MSI X99A Godlike Gaming dicht bei den anderen Probanden. Führend ist die MSI-Platine bei der Arbeitsspeicher-Bandbreite mit 47 GB/s.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das MSI X99A Godlike Gaming benötigte 21,97 Sekunden für die reine Initialisierung der Komponenten. Verglichen mit den anderen Probanden liegt die Zeit in der Norm.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI X99A Godlike Gaming hat einige Zusatz-Controller erhalten. Zwei LAN-Controller, ein USB-3.0- und 3.1-Chip sowie ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wer High-End-Hardware verwendet, sollte sich nicht über die Leistungsaufnahme beschweren. Doch das Testsystem zeigte sich mit dem MSI X99A Godlike Gaming mit 61,7 Watt im Idle im Verhältnis recht genügsam. Throttlestop zeigte allerdings keinen Package-C-State an, jedoch verweilten die acht Kerne zu mehr als 95 Prozent im C3-State.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In der Teillast zeigt sich, dass das Godlike Gaming definitiv zu den High-End-Platinen gehört. Dies beweisen die 183,3 Watt, die das Strommessgerät angezeigt hat.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 wurde dann mit 204,3 Watt auch die 200-Watt-Marke überschritten. Die Differenz zum nächsten, effizienteren Mainboard beträgt dabei 15,8 Watt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

In Sachen VCore lagen unter Volllast 1,101 Volt an. Nur das ASUS Rampage V Extreme veranschlagte noch mehr VCore out of the box.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS konnten wir lediglich den zweiten Gigabit-LAN-Port deaktivieren. Wir haben jedoch auch die gesamte Beleuchtung auf dem Board mit ausgeschaltet. Dies brachte uns im Leerlauf eine Ersparnis von 4,3 Watt.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Cinebench waren es sogar 6,5 Watt weniger. Dadurch konnten aber keine Plätze gutgemacht werden.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch unter Volllast wurde etwas Strom eingespart, nämlich 6,9 Watt. Damit rutscht das Board zumindest in den Bereich unter 200 Watt hinab.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der CPU-Spannung konnten erwartungsgemäß keinerlei Veränderungen festgestellt werden.

Es kann als "Meckern auf hohem Niveau" bezeichnet werden, wenn wir den hohen Stromverbrauch ansprechen. High-End-Hardware kann nun mal nicht als Green-IT durchgehen. Wenn wir allerdings die absoluten Flaggschiffe mit Intels X99-Chipsatz miteinander vergleichen, dann schneidet MSIs X99A Godlike Gaming in Sachen Leistungsaufnahme eher "gut" ab.


USB-3.1-Performance

Das MSI X99A Godlike Gaming stellt zwei der neuen Schnittstellen (1x Typ A und 1x Typ C) bereit, die über den ASMedia ASM1142-USB-3.1-Hostcontroller zu Werke gehen. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch vorerst müssen weiterhin zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund. Da kein adäquater USB-3.1-Performancetest unter Windows 7 möglich war und weil MSI kein UASP-Tool mitliefert, mussten wir für diesen Test auf eine Windows-10-Installation ausweichen, die wir auf einem OCZ-ARC-100-SSD (Hardwareluxx-Artikel) installiert haben. Das Restsystem blieb allerdings unverändert.

ATTO USB3 small
Die USB-3.1-Performance beim MSI X99A Godlike Gaming
über den ASM1142 unter Windows 10.

Unter Windows 10 haben wir ziemlich gute USB-3.1-Werte erhalten. Die Lesedurchsatzrate hat mit höchstens 696 MB/s fast die 700-MB/s-Marke geknackt. Schreibend wurden ziemliche schnelle 686 MB/s erreicht. Das kann sich sehen lassen.

 

USB-3.0-Performance

MSI hat das X99A Godlike Gaming mit insgesamt acht USB-3.0-Schnittstellen ausgestattet. Am I/O-Panel können auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über zwei interne Header realisiert werden. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim MSI X99A Godlike Gaming
(nativ über den X99-PCH).
ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim MSI X99A Godlike Gaming
(über den ASMedia ASM1042AE).

Auch ohne UASP-Modus waren unter Windows 7 über den Intel-Controller im Lesen maximal 275 MB/s und im Schreiben höchstens 301 MB/s drin. Etwas weniger Leistung wird mit dem ASM1042AE abgerufen. Hier waren es lesend 240 MB/s und schreibend 272 MB/s. Unter Windows 10 wäre mit den inkludierten UASP-Treibern natürlich eine höhere Datenrate möglich gewesen, doch wollten wir den anderen Mainboards gegenüber selbstverständlich fair bleiben.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI X99A Godlike Gaming stellt acht native SATA-6G-Ports und eine SATAe-Schnittstelle bereit. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim MSI X99A Godlike Gaming
(nativ über den X99-PCH).

Der X99-Chipsatz holt mit einer Lesedurchsatzrate von 556 MB/s und einer Schreibrate von 526 MB/s auch dieses Mal wieder alles aus dem SSD heraus.

 

NVMe-Performance

Wir haben von MSI eine Intel 750 SSD mit 400 GB in der U.2-Version inkl. SFF-8639-Datenkabel erhalten um auch die NVMe-Leistung beurteilen zu können. Das NVMe-Laufwerk kommt dabei laut Intel auf Transferraten von 2.200 MB/s im Lesen und 900 MB/s im Schreiben. Über die beim X99A Godlike Gaming beiliegenden U.2-Adapterkarte für die M.2-Schnittstelle konnten wir das Solid-State-Drive problemlos anschließen.

ATTO USB3 small
Die NVMe-Performance beim MSI X99A Godlike Gaming
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU).

Der Atto-Benchmark bescheinigt, dass die Herstellerangaben sogar übertroffen werden. Lesend waren es beeindruckende 2.342 MB/s, das mal eben 2,287 GB/s bedeutet. Im Schreiben wurden die angegebenen 900 MB/s mit 1.063 MB/s (umgerechnet 1,038 GB/s ebenfalls deutlich überboten.

 

M.2-Performance

Unsere Leser haben sich gewünscht, dass wir uns die M.2-Leistung genauer anschauen. Genau das haben wir mittlerweile in unsere Mainboard-Tests mit eingebaut. Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher noch keine M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob effektiv mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim MSI X99A Godlike Gaming
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU).

Trotz anfänglichem Schluckaufverhalten stimmt die Performance im späteren Verlauf absolut überzeugend. Es wurden schreibend 1.028 MB/s und lesend sogar 1.083 MB/s erreicht.


MSIs X99A Godlike Gaming ist ein weiteres High-End-Mainboard für die Haswell-E(P)-Prozessoren, das nachweislich einiges auf dem Kasten hat. Neben weiteren Gaming-Platinen haben die Taiwaner einen absoluten Premium-Gaming-Unterbau in ihr Portfolio aufgenommen, der kaum Wünsche offen lässt. Ein großzügiger VRM-Bereich, bestehend aus 12 Spulen und jeweils einen 8-poligen- und 4-poligen Stromanschluss, versorgt die installierte Haswell-E(P)-CPU mit einer ordentlichen Portion Spannung. Beim Arbeitsspeicher-Ausbau braucht sich der Anwender durch die acht DDR4-DIMM-Speicherbänke keine Gedanken machen. In der Summe lassen sich 128 GB installieren. Natürlich fehlen auch einige Onboard-Features nicht, wie ein Power-, Reset- und OC-Genie-Button. Doch auch eine Diagnostic-LED und selbst Spannungsmesspunkte sind mit vertreten.

An Erweiterungssteckplätzen gibt es nur eine Sorte, nämlich mechanische PCIe-3.0-x16-Slots, gleich fünf Stück an der Zahl. Mit ihnen ist es natürlich auch möglich, bis zu vier Grafikkarten zu verbauen. Allerdings ist mit dem Core i7-5820K bei drei NVIDIA-Grafikkarten Schluss. Zwischen dem letzten und vorletzten Steckplatz - von der Normalansicht aus gesehen - wurde der M.2-Slot untergebracht, der je nach PCIe-Slot-Belegung mit vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU versorgt wird. Ein kompatibles M-Key-Modul mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm oder 8 cm findet dort seinen Platz. Zur weiteren Storage-Ausstattung gehören acht SATA-6GBit/s-Ports und eine SATA-Express-Schnittstelle. Als Bonus kann die Turbo-U.2-Adapterkarte für den M.2-Slot bezeichnet werden, die MSI mit in den Karton legt. Mit dieser Adapterkarte kann eine U.2-SSD mit dem System verbunden werden, das performancetechnisch dank NVMe-Protokoll natürlich deutliche Vorteile gegenüber dem SATA-6GBit/s- und SATA-Express-Standard zu bieten hat.

USB-technisch darf sich der Anwender auf zwei USB-3.1- (extern, 1x Typ A und 1x Typ C), acht USB-3.0- (4x extern und 4x intern) und sechs USB-2.0-Schnittstellen (2x extern und 4x intern) freuen. Im Netzwerkbereich ist MSI in die Vollen gegangen, denn es halten sich nicht nur zwei Killer-E2400-Gigabit-LAN-Ports bereit, sondern auch die kabellose Killer-Variante befindet sich an Bord. Alle drei bilden das Killer-Doubleshot-X3-Pro-Feature.

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Auch in Sachen Sound gibt sich das X99A Godlike Gaming keine Blöße. Hier wurde von MSI das Audio-Boost-3-Pro-Feature verbaut, das nicht nur den Realtek-ALC1150-Codec und jede Menge Audiokondensatoren zu bieten hat, sondern auch mit der Sabre-HiFi-Technologie und einem Nahimic-Sound-Enhancer ausgestattet wurde. Am I/O-Panel hält sich neben den üblichen Sound-Anschlüssen auch ein 6,35-mm-Klinke-Audioanschluss für Kopfhörer bereit.

Ein weiteres Highlight ist bei diesem Board ohne Frage die umfangreiche Beleuchtung, die es in dieser Form vorher noch nicht gegeben hat. Über das gesamte E-ATX-PCB wurden jede Menge LEDs verteilt, die nicht nur eine Farbe beherrschen, sondern fast alle erdenklichen. Dabei hat es der Hersteller auch nicht beim Dauerleuchten belassen, sondern hat viele Leuchteffekte mit implementiert. Für etwas Abwechslung gibt es auch einen Random-Modus, der zwischen den Effekten und den Farben wechselt. Als Besonderheit lässt sich das Mystic Light getaufte Feature auch mit einem Android-Gerät aus über Bluetooth steuern.

Besonders umfangreich und definitiv erwähnenswert gestaltet sie das mitgelieferte Zubehör . MSI liefert jede Menge Extras und Goodies mit, wie beispielsweise satte zehn SATA-Kabel, ein USB-Typ-C-Stick mit 8-GB-Speicherkapazität und der USB-2.0-Spezifikation (und Micro-USB) mit den Support-Daten. Für ein High-End-Mainboard liegt die Leistungsaufnahme noch im Rahmen, auch wenn sich der High-End-Nutzer sicherlich keine Gedanken darum machen wird. Dennoch listen wir diese Tatsache als Kontrapunkt mit auf. Das UEFI kommt in gewohnter Optik zum Einsatz und machte einen sehr guten Eindruck.

Demnach kommt nur noch der Preis ins Spiel, der mit mindestens 532 Euro (abgesehen von notebooksbilliger.de) exorbitant ausfällt. Auf der anderen Seite ist allerdings bekannt, dass die High-End-Mainboards sehr ins Geld gehen. Und für diesen Betrag hat man definitiv ein beeindruckendes Stück Hardware in der Hand.

Positive Eigenschaften des MSI X99A Godlike Gaming:

Negative Eigenschaften des MSI X99A Godlike Gaming:

Bis auf den Preis und der erhöhten Leistungsaufnahme konnte das MSI X99A Godlike Gaming absolut überzeugen. Der Erwerber erhält eine umfangreiche und absolute Haswell-E-Platine der Luxus-Klasse, die mit einigen Extras und mit zwei aktuellen und sehr schnellen USB-3.1-Schnittstellen ausgestattet wurde. Von uns erhält das MSI X99A Godlike Gaming den Technik-Award.

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Alternativen? Preislich ist nach unten natürlich eine Menge Spielraum. Wenn wir nun in dieser Preisklasse bleiben, kann sich auch das ASUS Rampage V Extreme/U3.1 angeschaut werden, das ebenfalls auf das Thema Gaming ausgelegt ist. Das Non-USB-3.1-Modell haben wir auch bereits getestet.

 

Persönliche Meinung

Von der Technik her ein beeindruckendes Stück harte Ware. Für mich persönlich würde ich die gesamte Beleuchtung nicht benötigen und finde es eher übertrieben. Dennoch sind die Effekte nett anzusehen. Als sicher gilt auch, dass das MSI X99A Godlike Gaming ein absolut optischer Hingucker ist und die Blicke auf sich zieht. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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