ASUS Z97-A/USB 3.1 im Test

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Die USB-3.0-Schnittstelle ist mittlerweile auf fast jeder Plattform zum Standard geworden. Dass jedoch die theoretische Bandbreite von 5 GBit/s nicht für die Ewigkeit ausreicht, war aber von vornherein klar und so wurden nach und nach Informationen zur USB-3.1-Spezifikation veröffentlicht, die sogar den neuen Type-C-Stecker mitbringt. Von da an war es nur eine Frage der Zeit, bis erste Mainboards mit USB-3.1-Unterstützung hergestellt werden: Zu diesen Platinen gesellt sich das ASUS Z97-A/USB3.1, der wir in diesem Artikel genau auf den Zahn fühlen und uns vor allem die USB-3.1-Leistung anschauen wollen.

Auf der Computex 2014 wurde mit dem MSI Z97A Gaming 6 erstmals eine Platine gezeigt, welche den neuen USB-3.1-Standard im Gepäck hat. Aber in den letzten Tagen gab es erst einige Vorstellungen neuer Produte, beispielsweise das Biostar Gaming Z97X. ASUS ist allerdings die erste Firma, die uns mit dem Z97-A/USB3.1 ein fertiges Produkt liefern konnten. Mit USB 3.1 der Käufer in den Genuss der laut Spezifikation verdoppelten Bandbreite von nun 10 GBit/s kommen. Man darf also gespannt sein, wie ASUS die Integration von USB 3.1 vorgenommen hat und ob eine entsprechend hohe Leistung erreicht wird.

Als Grundlage für unseren ersten USB-3.1-Test muss also das ASUS Z97-A herhalten. Abgesehen von den vier DDR3-Speicherbänken finden sich also zwei PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Ebene, ein PCIe-2.0-x16-Slot mit maximal zwei Lanes und dazu jeweils zwei PCIe-2.0-x1- und PCI-Schnittstellen auf dem Mainboard. Für den Massenspeicherausbau dienen vier SATA-6GBit/s, eine SATA-Express-Schnittstelle sowie ein M.2-Slot. Ergänzend zur Ausstattung kommen noch sechs USB-3.0-, sechs USB-2.0- und zwei brandneue USB-3.1-Schnittstellen hinzu.

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Das ASUS Z97-A/USB3.1 in der Übersicht.

Für diese Platine bleibt es natürlich beim ATX-Format. Das PCB selbst ist schwarz, wie auch die meisten Anschlüsse. Die SATA-Ports, der erste PCIe-3.0-x16-Slot und zwei von den vier DDR3-DIMM-Speicherbänken sind hingegen in Grau gehalten. Dazu kommt dann noch etwas Bronze von den drei Kühlkörpern dazu, die das Ganze hochwertiger erscheinen lassen. 

Die Spezifikationen

Und so sehen die technischen Eigenschaften aus:

Die Daten des ASUS Z97-A/USB 3.1 in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Z97-A/USB3.1
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis noch kein Preis vorhanden
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (2-Way), SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16 (x2)
2x PCIe 2.0 x1

PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
1x SATA-Express 10 GBit/s über Intel Z97
1x M.2-Slot 10 GBit/s über Intel Z97 (shared)

USB 2x USB 3.1 über ASMedia ASM1142 (shared)
6x USB 3.0 über Intel Z97 (4x am I/O-Panel, 2x über Header)
6x USB 2.0 über Intel Z97 (6x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI-out, 1x DisplayPort, 1x DVI, 1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Crystal Sound 2 Audio Codec (Realtek ALC1150)

Die Aufmachung der Verpackung ist mit dem bereits getesteten ASUS Z97-Deluxe bis auf die Modellbezeichnung ziemlich identisch. Größtenteils ist sie demnach schwarz und auf der linken Seite ist eine verdunkelte ASUS-Platine mit dem PCH-Kühlkörper zu sehen, auf dem das "5-Way Optimization"-Feature erwähnt wird. Rechts mittig ist dann die Modellbezeichnung sichtbar und unten einige Grundfeatures. Natürlich wird auch auf den USB-3.1-Support hingewiesen.

Das mitgelieferte Zubehör

Und das liefert ASUS alles mit:

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Das ASUS Z97-A ist freilich kein Flaggschiff, sodass das Zubehör nicht umfangreich ausfällt. Abgesehen von der I/O-Blende, dem Mainboard-Handbuch und dem Support-Datenträger legt ASUS noch einen Excklusive-Features-Guide, drei SATA-Kabel, eine 2-Wege-SLI-Brücke und die Q-Connectors mit in den Karton. Genau dasselbe liegt übrigens auch dem normalen Z97-A bei.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Die Sockel LGA1150-CPU bekommt es mit acht Phasen zu tun.

Aufgrund der Tatsache, dass ASUS die beiden VRM-Kühler per Push-Pin-Verfahren befestigt hat, verzichten wir in diesem Fall auf einen Blick auf die darunterliegenden MOSFETs. Dafür sind die acht digitalen CPU-Phasen sehr gut zu sehen, die zwar nicht zur Premium-Sorte gehören, aber dennoch für ausreichend Leistung sorgen sollten. Für den Strom-Input selbst muss ein 8-poliger-ATX+12V-Stromanschluss herhalten. Demnach reichen die maximal möglichen 336 Watt selbst für ein gewagtes Overclocking völlig aus.

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Maximal 32 GB Arbeitsspeicher passen auf das Z97-A/USB 3.1.

Zwei Phasen wurden für die vier DDR3-DIMM-Speicherbänke abkommandiert und sollen selbst für einen Betrieb mit effektiven 3.400 MHz ausreichen. Links unterhalb der Bänke wurde der USB-3.0-Header untergebracht, aus dem zwei performante USB-3.0-Schnittstelle werden und optimalerweise mit dem Frontpanel des Gehäuses verbunden werden kann. Unten rechts in der Ecke des PCBs befindet sich einmal der EZ-XMP-Switch, der das etwaige Extreme-Memory-Profile aktiviert und der MemOK!-Button, der im Falle von Arbeitsspeicherproblemen hilfreich sein könnte, indem das Board eigenständig bootfähige Einstellungen festlegt.

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Bunt gemischte Erweiterungslots sorgen für hohe Kompatibilität.

Das ASUS Z97-A(/USB 3.1) stellt dem Eigentümer unterschiedliche Expansionslots bereit. Jeweils zwei Mal vorhanden sind: PCIe 3.0 x16 (mechanisch), PCIe 2.0 x1 und PCI. Ganz unten hält sich noch ein mechanischer PCIe-2.0-x16-Steckplatz auf, der mit höchstens zwei Lanes an den Z97-Chipsatz angebunden ist.

Mit den beiden mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätzen wird dem Anwender auch die Möglichkeit eingeräumt, ein Multi-GPU-Gespann mit zwei AMD- oder NVIDIA-Grafikkarten zu nutzen. In diesem Fall arbeitete der obere nicht mit den vollen 16 PCIe-3.0-Lanes von der CPU, sondern mit der Hälfte, sodass beide Karten mit acht Lanes zu Werke gehen.

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Die nativen Anschlussmöglichen im Storage-Bereich müssen ausreichen.

Bei den Storage-Anschlüssen spart sich ASUS einen Zusatzchip und belässt es bei den maximalen sechs SATA-6GBit/s-Ports, die der Z97-Chipsatz alleine handeln kann. Zwei Stück davon fungieren jedoch als SATA-Express-Schnittstelle und kommen somit auf theoretische 10 GBit/s. Rechts oben im Bild (über den DIMM-Slots) kann die M.2-Schnittstelle mit einem 6 cm oder 8 cm langen Modul belegt werden. Auch hier beträgt die maximale Bandbreite 10 GBit/s. Als Input dienen zwei PCIe-2.0-Lanes vom PCH. Seine Anbindung wird mit den beiden PCIe-2.0-x1-Steckplätzen geteilt. Wenn also der M.2-Slot genutzt werden soll, sind die beiden kleinen Slots unbrauchbar. Dies lässt sich im BIOS umschalten.

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Das I/O-Panel beim ASUS Z97-A/USB 3.1.

Ohne Frage kommt bis auf die beiden türkisfarbenen USB-3.1-Anschlüsse (weiterhin Type A) das exakt selbe I/O-Panel vom normalen Z97-A zum Einsatz. An Stelle der USB-3.1-Ports befinden sich beim Z97-A zwei USB-2.0-Schnittstellen. Ansonsten bleibt es bei vier USB-3.0-Buchsen, einem PS/2- und Gigabit-LAN-Anschluss, fünf analoge 3,5mm-Audio-Jacks und einem TOSLink-Anschluss für die digitale Audioübertragung. Hinzu kommt noch jeweils ein DisplayPort-, HDMI-, DVI- und VGA-Grafikausgang, die zur Verfügung stehen, wenn eine Haswell-CPU mit integrierter Grafikeinheit verwendet wird.

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Auch Crystal Sound 2 ist mit an Bord.

Das gesamte Sound-Feature hat ASUS nun auf die Bezeichnung "Crystal Sound 2" getauft. Um störende Interferenzen bestmöglich zu vermeiden, wurden die Audio-Komponenten getrennt vom Rest auf dem PCB untergebracht. Die vier goldenen Kondensatoren sind Modelle von Nichicon und damit als hochwertig einzustufen. Speziell für Kopfhörer mit erhöhter Impedanz ist auch ein entsprechender Verstärker mit dabei. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass der linke und rechte Audiokanal in unterschiedlichen PCB-Layern untergebracht wurde, um auch in diesem Fall möglichen Interferenzen vorzubeugen.


Es geht mit drei wichtigen Zusatzchips weiter:

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Drei wichtige Chips in einer Reihe.

Auf der linken Seite haben wir den Intel I218-V, der für die kabelgebundene Netzwerkverbindung ins Spiel kommt. Er kommt auf maximal 1 GBit/s, kann jedoch auch mit weitaus weniger Bandbreite umgehen. Ebenfalls mit dabei ist Wake-on-LAN. In der Mitte ist der ASMedia ASM1083 zu sehen. Er stellt das Verbindungsstück zwischen PCH und den beiden PCI-Slots dar. Da der Z97-PCH keine native PCI-Unterstützung mitbringt, wird eine PCIe-zu-PCI-Brücke benötigt, deren Aufgabe der ASM1083 übernimmt.

Ganz rechts schließlich ist der Nuvoton NCT6791D für die Überwachung der Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten zuständig. Angeschlossene Lüfter lassen sich durch ihn zum Glück auch manuell steuern.

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Die USB-3.1-Schlüsselfigur: Der ASMedia ASM1142.

Mit den aktuellen Intel-Chipsätzen kann von nativer USB-3.1-Unterstützung natürlich keine Rede sein. So wird selbst die Intel-100-Chipsatzserie höchstwahrscheinlich von Haus aus keine USB-3.1-Anschlüsse anbieten können. Demnach müssen sämtliche Mainboard-Hersteller auf Zusatzchips zurückgreifen. Von ASMedia gibt es daher den ASM1142, der vollständig mit den USB-3.1-Spezifikationen kompatibel ist und auf diese Weise die deutlich schnelleren Schnittstellen auf aktuelle und zukünftige Mainboards bringen wird.

Der große Vorteil der neuen USB-3.1-Schnittstelle ist einerseits natürlich die Verdopplung der theoretischen Bandbreite von 5 GBit/s auf 10 GBit/s, zum anderen jedoch auch der neue Stecker des Typs C. Für den einen oder anderen Anwender stellt es sich als störend dar, beim Verbinden der USB-Peripherie zu schauen, in welcher Richtung der USB-Stecker eingesteckt werden muss, da nur eine Richtung möglich ist. Dies soll nun der neue Type-C-Stecker richten, bei dem es keine Rolle spielt, wie rum man den Stecker einsteckt.

ASMedias ASM1142 kann maximal zwei der deutlich flinkeren Buchsen managen und benötigt den Input von entweder zwei PCIe-2.0-Lanes oder einer PCIe-3.0-Lane. Somit ist der USB-3.1-Hostcontroller bereits für die kommenden Intel-100-Chipsätze vorbereitet, die größtenteils PCIe-3.0-Lanes in größerer Anzahl mitbringen. Im Falle des ASUS Z97-A/USB 3.1 teilt sich der ASM1142 seine Anbindung mit dem mechanischen PCIe-2.0-x16-Steckplatz. Im BIOS kann die Weiche daher entweder für den USB-3.1-Chip oder für den Erweiterungsslot gestellt werden.

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Noch ein ASMedia-Zusatzchip, der eine bedeutende Rolle spielt.

Der ASMedia ASM1442K (TMDS-Level-Shifter) befindet sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel und ist für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Für eine leichtere Übertaktung ist dieser Chip zur Stelle.

Nicht jeder möchte selbst Hand anlegen, wenn es ums Übertakten geht. Genau für diesen Zweck hat ASUS den TPU-Chip (Turbo Processing Unit) vorgesehen. Über die mitgelieferte AI Suite 3 kann sich der Anwender an den hinterlegten Overclocking-Profilen versuchen, um sein neues System zu beschleunigen. Dies gilt nicht nur für die CPU, sondern auch für den Arbeitsspeicher.

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Ein Power-Button und eine Power-LED sind auch dabei.

Genau in der Mitte des Bildes ist der kleine Power-Button und dessen LED zu sehen, die grün leuchtet (auch im ausgeschalteten Zustand).

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Zwei Switches und ein Jumper, die vieles bewirken können.

Wird der TPU-Switch in die mittlere Position fixiert, wird die CPU ein Stück automatisch übertaktet. Mit der zweiten Stufe wird nicht nur der CPU-Multiplikator weiter erhöht, sondern auch der BCLK etwas angehoben. Mit dem Umlegen des EPU-Schalters werden effiziente Einstellungen aktiviert, damit das System möglichst stromsparend arbeiten kann. Weiter links bewirkt der Jumper, dass der BIOS auf Standardparameter gesetzt wird, wenn er den zweiten und dritten Pin verbindet.

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Das ASUS Z97-A/USB 3.1 nochmal in der Übersicht.

Auf dem gut durchdachten Layout sind insgesamt fünf 4-Pin-FAN-Header zu sehen, die sich auch alle über das BIOS steuern lassen. Zunächst einmal darf sich der Anwender zwischen den Modi "Disabled", "Auto", "DC Mode" und "PWM Mode" entscheiden. Zusätzlich stehen dann drei vorgefertigte Profile parat: Standard, Silent und Turbo. Es kann vorkommen, dass jemand mit den Profilen eher unzufrieden ist. Genau für diesen Zweck können mit der manuellen Eingabe drei Temperaturstufen inkl. Lüfterdrehzahlen in Prozent angegeben werden. 

Im Überblick zu den Z97-Mainboards von ASUS haben wir zum ersten Mal zur neuen 5-Way-Optimization berichtet. Zu den bisherigen Features "TPU", "EPU", "Digi+" und dem ebenfalls neuen "Fan Xpert 3" kommt noch das "TurboApp"-Feature hinzu, das wir zu einem späteren Zeitpunkt genauer erklären. Auf dem PCB sind die entsprechenden Chips vertreten, die zusammen zum ASUS Dual Intelligent Processors 5-Feature gehören. Auf diese Weise erfolgen sämtliche Anpassungen in der AI Suite 3 auf der Hardware-Ebene, wodurch die Effektivität gesteigert wird. Es steht dem User frei, ob die Settings manuell ausgewählt werden oder ob nicht doch auf die automatische Optimierung vertraut werden soll.

Ob nun eine höhere Performance oder ein möglichst effizientes Auftreten im Vordergrund stehen, der Anwender hat die Wahl. Im Hintergrund sollen mögliche Störgeräusche durch die installierten Lüfter bestmöglich vermieden werden. Kurz um: Mit der AI Suite 3 und der 5-Way-Optimization kann das eigene System auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.


BIOS

Werfen wir nun einen Blick auf das UEFI. Von ASUS gibt es noch kein aktuelleres BIOS als Version 0401, da es sich um ein brandneues Produkt handelt.

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Der EZ-Mode beim ASUS Z97-A/USB 3.1.

Natürlich kommt die mittlerweile gewohnte UEFI-Oberfläche von ASUS zum Einsatz. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte weiterhin in weißer Schrift. Wir fangen oben links an. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Ebenfalls dabei ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger weiterhin nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich für die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Mode beim ASUS Z97-A/USB 3.1.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings natürlich anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel LGA1150 Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Um Funktionen hinzuzufügen, muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem Herzstück "Ai Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ziemlich viele Funktionen implementiert worden, die selbst für den extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Beispielsweise kann dort das neue SATA-Express-Feature auf Wunsch deaktiviert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" gepackt. Wer sich an dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort beispielsweise abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Im Gegensatz zur Vorgängerversion, konnte die Navigation durch die Menüs bei längerer Benutzung in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Auch wenn das ASUS Z97-A(/USB 3.1) nicht das Top-Modell der Desktop-Serie ist, hat es dennoch sehr viele Overclocking-Funktionen erhalten, mit denen die Sockel LGA1150-CPU mit K-Suffix ordentlich übertaktet werden kann.

In Verbindung mit dem ASUS Z97-A(/USB 3.1) kann der BCLK von 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten eingestellt werden. Bei der CPU-Spannung hat der Anwender die Wahl zwischen dem Override-, Adaptive- und Offset-Modus. So kann die CPU-Spannung im Override- und Adaptive-Modus von 0,800 Volt bis 1,920 Volt bewegt werden. Der Offset kann hingegen zwischen -0,999 Volt und +0,999 Volt selektiert werden. In allen drei Fällen betragen die Intervalle feine 0,001 Volt. Natürlich bietet die Platine auch eine Funktion an, um den beabsichtigten VDroop zu manipulieren. Zu diesem Zweck hält sich im BIOS die Load-Line Calibration bereit. Zur Verfügung stehen die Level 1 bis 9. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir wie immer in einer übersichtlichen Tabelle eingetragen.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Z97-A(/USB 3.1) in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,20000 V bis 1,92000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis +1,40000 V in 0,01250-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCHVLX, VTTDDR, Clock Crossing Boot / Reset / Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 43 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset
CPU Load-Line Calibration (LvL 1-9)

Für den Start haben wir 4,7 GHz Takt und eine Spannung von 1,250 Volt angelegt. Wir waren nicht überrascht, als das Board kurzerhand mit einem Bluescreen abgestürzt ist. Also hieß es wieder einmal: Spannung anheben! Doch reichten nicht einmal 1,3 Volt für einen stabilen Betrieb aus. Um die Temperaturen nicht noch weiter zu steigern, haben wir den Takt auf 4,6 GHz gesenkt und erneut die passende VCore ausgelotet. Von 1,250 Volt konnten wir bis 1,2 Volt runtergehen.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,6 GHz bei 1,202 Volt

Zwar wurden die 4,7 GHz nicht erreicht, dennoch können sich die 4,6 GHz bei 1,2 Volt sehen lassen.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB an Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Ohne besondere Schwierigkeiten wurde das Extreme Memory Profile angenommen und das System lief mit diesen Parametern stabil. Anschließend haben wir wieder versucht, manuelle Werte auszuloten, was uns auch geglückt ist. Wir konnten die Latenzen leicht anziehen. Die VDIMM betrug bei beiden Tests 1,65 Volt.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z97-Modelle haben dabei die dritte Version erhalten, die um weitere Funktionen erweitert wurde. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen.

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Die ASUS AI Suite 3.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite in der Version 3 weitere nützliche Funktionen wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden können. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lassen sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neue Version nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden. An drittletzter Stelle hält sich auch der USB-3.1-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0- und USB-3.1-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht. Mit dem Punkt "Systemsteuerung" lassen sich grobe Infos über das System einsehen. Last but not least erhält der Anwender mit dem "Version"-Menüpunkt einen Überblick über die installierten Versionen.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Z97-A/USB 3.1 getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Z97-A/USB 3.1 mussten wir das "ASUS MultiCore Enhancement"-Feature deaktivieren, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die generelle Performance liegt absolut im normalen Bereich.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

13,05 Sekunden brauchte das ASUS Z97-A/USB 3.1 zum Initialisieren der ganzen Komponenten befindet sich somit in der unteren Hälfte aller getesteten Sockel LGA1150-Platinen.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Z97-A/USB 3.1 hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Hostcontroller, ein PCI-Bridgechip und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Glücklicherweise bleibt das Z97-A/USB 3.1 mit einem gehörigen Abstand zum Maximus VII Formula mit 45,9 Watt unter der 50-Watt-Marke. Dennoch belegt es, wenn auch knapp, den drittletzten Platz.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit 106,1 Watt konnte sich das Board in der Teillast um einen Platz verbessern. Für mehr hat es allerdings nicht gereicht.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Volllast mit Prime95 zeigte das Strommessgerät 118,4 Watt an, was recht viel ist. An dieser Stelle hat es sich wieder den drittletzten Platz gesichert.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Keine Überraschung dagegen bei der VCore. Auch dieses Mal wurden 1,044 Volt angelegt.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Abgesehen vom Gigabit-LAN-Port konnten wir den neuen USB-3.1-Hostcontroller abschalten. Dies hatte zur Folge, dass im Leerlauf 1,5 Watt weniger verbraucht und zwei Plätze gut gemacht wurden.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Cinebench-R11.5-Lauf waren es 1,4 Watt weniger, womit der Verbrauch nun bei 104,7 Watt lag. Insgesamt noch immer unter dem Durchschnitt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter voller Belastung wurden insgesamt 117,3 Watt aus der Steckdose gezogen. Somit beträgt der Unterschied zu vorher genau 1,1 Watt. Tabellarisch bedeutet das den vorletzten Platz.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich natürlich nichts verändert.

Trotz USB-3.1-Hostcontroller verbraucht es gerade im Leerlauf nicht allzu viel, was jedoch nicht für die beiden Last-Zustände gilt. In diesen Zuständen liegt der Verbrauch insgesamt unter dem Durchschnitt.


USB-3.1-Performance

Nun kommen wir zu dem interessantesten Teil dieses Tests, nämlich die USB-3.1-Leistung. Wie schon zuvor erwähnt, stellt das ASUS Z97-A/USB 3.1 zwei der neuen Schnittstellen bereit, die über den ASMedia ASM1142-USB-3.1-Hostcontroller zu Werke gehen. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Zu diesem Zweck haben wir von ASUS ein externes Gehäuse mit zwei mSATA-6GBit/s-Modulen im RAID-0-Verbund erhalten. Das alleine reicht jedoch noch nicht aus. Mithilfe der ASUS AI Suite 3 muss der USB-Boost-3.1-Modus aktiviert werden.

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Die USB-3.1-Performance beim ASUS Z97-A/USB 3.1 über den ASM1142 unter Windows 7 SP1.

Und wie sich hiermit zeigt, muss es nicht einmal ein aktuelleres Windows-8.1-Betriebssystem sein, um eine beeindruckende Leistung zu zeigen. Sowohl lesend als auch schreibend knackt das externe Laufwerk spielend die USB-3.0-Spezifikation und erreicht in beiden Fällen etwas mehr als 700 MB/s.

Nichtsdestotrotz haben wir fix eine Windows-8.1-Installation aufgesetzt, um das Ganze auch unter diesem System zu testen. Herausgekommen ist dabei folgendes Resultat:

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Die USB-3.1-Performance beim ASUS Z97-A/USB 3.1 über den ASM1142 unter Windows 8.1.

Erstaunlicherweise liefert das Laufwerk unter Windows 8.1 etwas weniger Leistung als unter Windows 7. Dennoch wird mit 666 MB/s im Schreiben und knapp 660 MB/s lesend die USB-3.0-Spezifikation deutlich überboten.

 

USB-3.0-Performance

In Sachen USB-3.0-Anschlüssen bleibt es beim ASUS Z97-A/USB 3.1 die Minimalausstattung, sprich sechs Stück, die natürlich direkt an den PCH angebunden sind. Vier der Schnittstellen sind am I/O-Panel anzutreffen, die anderen beiden per internem Header. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

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Die USB-3.0-Performance beim ASUS Z97-A/USB 3.1.
(nativ über den Z97-PCH).

Um den Vergleich mit den anderen Mainboards zu wahren, haben wir den Turbo-Modus bei diesem Test nicht genutzt. Die Schreibdurchsatzrate kletterte dennoch auf fast 300 MB/s hoch. Im Lesen waren es dagegen maximal 273 MB/s.

 

SATA-6G-Performance

ASUS hat das Z97-A/USB 3.1 mit vier nativen SATA-6G-Ports ausgestattet. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

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Die SATA-6G-Performance beim ASUS Z97-A/USB 3.1.
(nativ über den Z97-PCH).

Gute Werte werden wieder bei den SATA-6GBit/s-Ports erreicht. Im Bestfall stieg die Schreibrate auf höchstens 522 MB/s, während lesend bis zu 555 MB/s drin waren. Alles in allem eine gute Performance.

 

M.2-Performance

Wir testen auch weiterhin die M.2-Leistung. Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher noch keine M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob zumindest mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

Der M.2-Steckplatz auf dem Board ist mit zwei PCIe-2.0-Lanes an den Chipsatz angebunden und kann theoretisch auf 10 GBit/s kommen. Daher ist davon auszugehen, dass der Z97-Chipsatz die Samsung XP941 ausbremsen wird.

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Die M.2-Performance beim ASUS Z97-A/USB 3.1.
(über zwei PCIe-2.0-Lanes vom Z97-Chipsatz).

Der Flaschenhals ist in diesem Fall definitiv der Z97-Chipsatz. Mit nur zwei PCIe-2.0-Lanes war einfach nicht mehr als 828 MB/s im Lesen und 716 MB/s im Schreiben möglich.


ASUS legt mit dem Z97-A/USB 3.1 vor und stellt eine von vielen weiteren, aktuellen Platinen mit Intels Z97- und X99-Chipsatz ein Modell zur Verfügung, welches den neuen USB-3.1-Standard in Form von zwei Typ-A-Schnittstellen direkt onboard erhalten wird. ASUS bedient sich dafür an dem ASMedia ASM1142, der genau zwei USB-3.1-Anschlüsse steuern kann und mit 10 GBit/s (zwei PCIe-2.0-Lanes) an den Z97-Chipsatz angebunden ist. Als Grundlage dient ein gewöhnliches Z97-A, bei dem die beiden USB-2.0-Ports am I/O-Panel gegen die beiden deutlich schnelleren USB-3.1-Schnittstellen getauscht wurden. Entsprechendes werden auch andere Hersteller mit ihren Boards machen. Der Vorteil, falls ein alter ASMedia-Chip bereits zum Einsatz kam: Theoretisch ist er pin-kompatibel. Ist die Anbindung bereits schnell genug gewählt, lässt sich also eine neue USB-3.1-Revision schnell bauen. 

Der Rest des Boards ist deshalb auch ähnlich zum bereits getesteten Z97-A ohne USB 3.1: Das Board ist für moderates Overclocking durchaus geeignet, ohne richtige Overclocking-Funktionen mitzubringen. Im UEFI-BIOS finden sich aber trotzdem reichhaltige Optionen und auch ein Power-, MemOK!-Button, ein TPU-, EPU- und EZ-XMP-Switch haben es auf das ATX-Mainboard geschafft. In Sachen Erweiterungsslots stehen neben zwei PCIe-3.0-x16-Steckplätze und einen PCIe-2.0-16-Slot auf jeweils mechanischer Basis noch zwei PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots bereit. Somit kann es zwei AMD- oder NVIDIA-Grafikkarten im 2-Way-SLI/CrossFireX-Gespann mit jeweils acht PCIe-3.0-Lanes stemmen. Darüber hinaus können die vier DDR3-DIMM-Speicherbänke dazu verwendet werden, um dem System maximal 32 GB Arbeitsspeicher zukommen zu lassen. 

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Abgesehen vom Highlight, den beiden USB-3.1-Buchsen, kann sich der Käufer außerdem über sechs USB-3.0- und ebenfalls sechs USB-2.0-Schnittstellen freuen. Storagetechnisch müssen dem Käufer vier SATA-6GBit/s-Ports, eine SATA-Express-Schnittstelle mit 10-GBit/s-Anbindung sowie ein M.2-Slot mit ebenfalls 10 GBit/s ausreichen. Ebenfalls möglich ist die Verwendung der in den meisten Sockel-LGA1150-Prozessoren integrierte Grafikeinheit durch jeweils einen DisplayPort-1.2-, HDMI-1.4a-, DVI-D- und VGA-Grafikausgang. Bleiben noch der renommierte Intel-I218-V-Gigabit-LAN-Netzwerkcontroller und das Crystal-Sound-2-Feature, bestehend aus dem ebenso verbreiteten Realtek-ALC1150-Audio-Codec, welche mit von der Partie sind.

Wenig überraschend kommt auch bei diesem Mainboardmodell die bekannte ASUS-UEFI-Oberfläche zum Einsatz, die auch dieses Mal keine Ausnahme darstellt, wieder überzeugend umfangreich ausgestattet ist und sich mit der Maus und/oder der Tastatur bedienen lässt. Sämtliche selektierten Einstellungen wurden konsequent umgesetzt und auch bei der Stabilität hat sich das Z97-A/USB 3.1 nichts zu Schulden kommen lassen. Was uns weniger gefallen hat, war da eher die Leistungsaufnahme unter Last, die doch etwas erhöht war. Im Leerlauf dagegen lag die Leistungsaufnahme angenehm unter 50 Watt, sodass wir in diesem Punkt nichts auszusetzen hatten.

Aktuell gesehen ist das ASUS Z97-A/USB 3.1 noch nicht käuflich zu erwerben, sodass noch ein verlangter Preis fehlt. Zudem ist noch nicht bekannt, wann dieses Modell in den deutschen Handel gelangen wird. Sobald uns diese Informationen bekannt sind, werden wir diesen Artikel entsprechend aktualisieren.

Positive Eigenschaften des ASUS Z97-A/USB 3.1:

Negative Eigenschaften des ASUS Z97-A/USB 3.1:

Wer sich aktuell ein neues System zusammenstellt und dabei an eine Haswell-CPU denkt, erhält mit dem ASUS Z97-A/USB 3.1 eine ausreichend gute Platine, die selbst zwei brandaktuelle USB-3.1-Anschlüsse mitbringt. Dabei sind auch die vielen Overclocking-Funktionen nicht zu verachten. 

 

Alternativen? Ohne ein weiteres Mainboard mit USB 3.1 getestet zu haben, fällt es natürlich schwierig, eine gute Alternative zu nennen. Zusätzlich fehlt beim ASUS Z97-A/USB 3.1 noch der Preis.

 

Persönliche Meinung

Die Entwicklung neuer Technik schreitet ohne Frage stets weiter voran, was in den meisten Fällen auch positiv zu beurteilen ist. Es wird jedoch noch eine lange Zeit dauern, bis sich der USB-3.1-Standard breitflächig durchgesetzt haben wird. Hinzu kommt noch, dass entsprechende Geräte besonders am Anfang für einen hohen Preis zu haben sein werden. Davon jedoch abgesehen bereitet es großen Spaß, die USB-3.1-Performance selbst zu erleben, die der USB-3.0-Leistung weit voraus ist. Zusätzlich ist auch der neue Type-C-Stecker sehr interessant, der so manchen Ärger beim Einstecken ersparen wird. (Marcel Niederste-Berg)