ASUS Z97-Pro Gamer im Test

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IMG 4 logoHeute werden wir einen gehörigen Abstand zu den zuletzt getesteten extrem teuren Mainboards nehmen und auch zugleich die Plattform wechseln. Denn auch wenn der Sockel LGA1150 schon seit längerer Zeit auf dem Markt ist, ist es für die meisten Anwender die Plattform, die sich am meisten lohnt. Abseits der Republic-of-Gamers-Modelle wurde von ASUS mit dem Z97-Pro Gamer ein weiterer Gaming-Unterbau ins Leben gerufen, den wir gern einmal genauer begutachten wollen.

ASUS hat mit dem Start der Haswell-Plattform begonnen, einige weitere Gaming-Mainboards in sein Portfolio aufzunehmen, die allerdings nicht zur ROG-Familie gehören und daher nicht in den Genuss der exklusiven Features der Serie kommen. Das Unternehmen möchte jedoch auch die Interessenten ansprechen, die die Preise der ROG-Platinen für unangemessen halten und auf die besonderen Funktionen verzichten können. Dabei gibt es nicht nur das Z97-Pro Gamer, sondern auch noch weitere Modelle, wie das H81-Gamer, das B85-Pro Gamer, das H97-Pro Gamer und ganz neu das B85M-Gamer.

Demnach könnte man das Z97-Pro Gamer als Flaggschiff der Non-ROG-Modelle bezeichnen. Es bietet mit zwei mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätzen, einem mechanischen PCIe-2.0-x16-, zwei PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots eine gute Basis. Dazu gehören noch sechs USB-3.0-, acht USB-2.0-, vier SATA-6GBit/s- und eine SATA-Express-Schnittstelle. Auch ist jeweils ein DVI-, HDMI- und VGA-Grafikausgang verfügbar. Für den Netzwerkbereich hält sich ein Controller von Intel bereit, die Audioaufgaben übernimmt ein Audio-Codec aus dem Hause Realtek. Nun werden wir uns das ASUS Z97-Pro Gamer im Detail ansehen.

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Das ASUS Z97-Pro Gamer in der Übersicht.

Insgesamt ist das Board sehr dunkel gehalten, was sowohl für das Printed Circuit Board als auch für die Anschlüsse gilt. Die drei Kühlkörper haben allerdings einen roten Touch erhalten, der das Board insgesamt gut aussehen lässt. Das Gehäuse sollte mindestens dazu in der Lage sein, ATX-Mainboards aufzunehmen.

Die Spezifikationen

Und für diese technischen Eigenschaften hat sich ASUS beim Z97-Pro Gamer entschieden.

Die Daten des ASUS Z97-Pro Gamer in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Z97-Pro Gamer
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis ca. 133 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (2-Way), CrossFireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16 (x4)
2x PCIe 2.0 x1

PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
1x SATA-Express 10 GBit/s über Intel Z97

USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z97
8x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 6x über Header) über Intel Z97
Grafikschnittstellen 1x DVI, 1x HDMI-out 1.4a, 1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel SupremeFX (Realtek ALC1150)

Wie das Board ist auch die Verpackung selbst größtenteils schwarz mit einigen roten Akzenten. Oben links wurden das ASUS-Logo, mittig-links die Modellbezeichnung und unten einige Grundfeatures hinterlassen.

Das mitgelieferte Zubehör

Neben der Platine selbst fanden wir noch folgende Beigaben:

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Viel packt ASUS nicht in den Karton. Lediglich das Mainboard-Handbuch inklusive Support-Datenträger, die I/O-Blende, vier SATA-Kabel und eine 2-Wege-SLI-Brücke.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: Der M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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ASUS beschränkt sich auf insgesamt acht Phasen für die CPU.

Jede einzelne Phase wird von jeweils zwei MOSFETs des Typs 6030DLB und 4030DLA angefeuert, die von NXP stammen. Für den generellen Strominput wurde ein 8-poliger ATX-+12V-Stromstecker vorgesehen, der in diesem Falle absolut ausreicht.

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Ein PWM-Controller ist auch beim Z97-Pro Gamer unverzichtbar.

Als PWM-Controller kommt der ASP1252 zum Einsatz, der sich der acht Phasen annimmt.

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Vier DDR3-DIMM-Steckplätze stellen eine gute Basis dar.

In den insgesamt vier DDR3-DIMM-Speicherbänken lassen sich in der Summe 32 GB an Arbeitsspeicher verstauen, was für diese Plattform das Maximum darstellt. Laut ASUS lassen sich entsprechende Module bis auf effektive 3.200 MHz übertakten, wodurch noch mehr Leistung erreicht werden kann. Ihre Spannung erhalten sie von zwei Phasen. Bis auf den USB-3.0-Header haben sich an dieser Stelle jedoch keine besonderen Features versteckt.

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Selbst ein 2-Wege-Multi-GPU-Setup ist möglich.

Der Interessent darf sich auf zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze, jeweils zwei PCIe-2.0-x1 und PCI-Slots und einen mechanischen PCIe-2.0-x16-Slot freuen. Während letzterer mit nur vier PCIe-2.0-Lanes an den Intel-Z97-Chipsatz angebunden ist, werden die beiden oberen, mechanischen PCIe-3.0-x16-Steckplätze mit den 16 PCIe-3.0-Lanes von der Haswell(-Refresh)-CPU versorgt. Entscheidet sich der Anwender für ein Multi-GPU-Gespann mit zwei Grafikkarten, arbeiten beide Slots noch mit ausreichenden acht PCIe-3.0-Lanes.

ASUS hat das Layout der Erweiterungsslots intelligent gelöst, indem ganz oben einer der kleinen PCIe-2.0-x1-Steckplätze untergebracht wurde. Damit wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn auf diese lassen sich auch größere CPU-Luftkühler problemlos verbauen und zum anderen wurde der restliche Platz für den M.2-Slot reserviert. Er ist mit 10 GBit/s an den Intel-Chipsatz angebunden und kommt theoretisch auf 1 GB/s. Abzüglich des Overheads sind es netto allerdings um die 800 MB/s. Er teilt sich die Anbindung mit den beiden PCIe-2.0-x1-Steckplätzen im PCIe-Mode und mit dem vierten SATA-6GBit/s-Anschluss im SATA-Modus. Da heißt es "entweder oder". Im Slot lassen sich M.2-SSDs mit einer Länge von 6 cm und 8 cm installieren.

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ASUS belässt es im Storage-Bereich bei der Minimalausstattung.

Hier sehen wir vier reine SATA-6GBit/s-Ports und links daneben eine SATA-Express-Schnittstelle mit 10 GBit/s-Anbindung. Alle Anschlüsse arbeiten nativ über den Intel-Z97-Chipsatz.

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Das I/O-Panel vom ASUS Z97-Pro Gamer.

Minimalistisch könnte auch das I/O-Panel bezeichnet werden. So wurde es nicht mit übermäßig vielen Anschlüssen übersät, sondern bleibt aufgrund der minimalistischen Ausstattung auf durchschnittlichem Niveau. Zwei USB-2.0-, vier USB-3.0, ein Gigabit-LAN-Port und die analogen Audiobuchsen inklusive TOSLink gehören dazu. Speziell für die in den Prozessoren integrierten Grafikeinheiten haben es auch jeweils ein DVI-, HDMI- und VGA-Grafikausgang auf das Z97-Pro Gamer geschafft.


Wir setzen den Artikel mit dem Onboard-Sound fort.

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Eigentlich ein ROG-Feature: Die SupremeFX-Audiolösung.

Obwohl das Z97-Pro Gamer offiziell nicht zu der Republic-of-Gamers-Familie gehört, wurden einige der eigentlich exklusiven Features dennoch mit übernommen. Zu ihnen gehört auch das "SupremeFX"-Audio-Feature. Unter dem rot beleuchteten EMI-Shield versteckt sich der Realtek ALC1150, der problemlos acht Kanäle steuern kann und einen Front-DAC von maximal 115 dB bietet. Gut zu sehen ist zudem die Isolierung der Audiokomponenten vom Rest des PCBs, um Störgeräusche besser zu vermeiden. Zusätzlich sollen 13 ELNA-Audiokondensatoren den Klang positiv beeinflussen. Ein 300 Ohm starker Kopfhörerverstärker ist auch mit an Bord. Und auch der optische Teil wurde erfüllt, denn der separierte Audiobereich wurde durch eine künstliche Leiterbahn abgetrennt und wird in Knallrot beleuchtet. Gleiches gilt auch für den EMI-Shield.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele eher als Cheating ansehen und ebenfalls als ROG-exklusives Feature gehandelt wurde. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Unten am Rand des PCBs hält sich auch noch ein Jumper auf, mit dem das BIOS auf die Standard-Parameter zurückgesetzt werden kann.

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Ein Betrieb ohne diese beiden Chips ist undenkbar.

Links haben wir den SuperI/O-Chip "NCT6791D" von Nuvoton, der die Überwachung der Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten übernimmt, was auch für die Steuerung der Lüfter gilt. Auf der rechten Seite ist der ASM1083 von ASMedia zu sehen, bei dem es sich um einen PCIe-zu-PCI-Bridgechip handelt und der für die Kommunikation zwischen PCH und den beiden PCI-Slots zuständig ist.

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Die Netzwerkanbindung wird vom Intel-I218-V-Netzwerkcontroller gesteuert.

Genau wie bei den ROG-Platinen setzt ASUS bei Z97-Pro Gamer auf den Intel-I218V-PHY, der dazu fähig ist, die Netzwerkpakete auf 1 GBit/s zu beschleunigen. Er kommt jedoch auch mit 100 MBit/s bestens zurecht. Er bringt auch eine Wake-on-LAN-Unterstützung mit.

Als weitere ROG-Feature kommen auch noch "LANGuard" und "GameFirst II" hinzu. Das erste Feature beschreibt im Grunde bessere Kondensatoren und ein weit verbesserter Schutz vor elektrostatischer Entladung, Überspannung und gar Blitzeinschlägen während eines Gewitters. Die besseren Kondensatoren sollen vor allem für einen besseren Datendurchsatz sorgen. Mit dem "GameFirst II"-Feature werden den Online-Gaming-Netzwerkpaketen nach dessen Aktivierung eine weitaus höhere Priorität eingeräumt wird, sodass sich zumindest in der Theorie die Latenzzeit zum Spieleserver verbessern soll. ASUS hat hierbei vier Modi vorgesehen: Optimization, Game, Media Streaming und File Sharing. Für jede installierte Anwendung kann ein Modus festgelegt werden.

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Für den HDMI- und DVI-Grafikausgang wird ein TMDS-Level-Shifter benötigt.

Es ist der oft eingesetzte ASMedia ASM1442K, der sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel befindet und für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich ist. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Der ASUS-TPU-Chip ermöglicht auf Wunsch eine automatische Übertaktung von CPU und Arbeitsspeicher.

Nicht jeder möchte selbst Hand anlegen, wenn es ums Übertakten geht. Genau für diesen Zweck hat ASUS den TPU-Chip (Turbo Processing Unit) vorgesehen. Über die mitgelieferte AI Suite 3 kann sich der Anwender an den hinterlegten Overclocking-Profilen versuchen, um sein neues System zu beschleunigen. Dies gilt nicht nur für die CPU, sondern auch für den Arbeitsspeicher.

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Das ASUS Z97-Pro Gamer nochmal in der Übersicht.

An dem Gesamtlayout haben wir nichts auszusetzen. Dank der platzsparenden Anordnung der Anschlüsse und der Kühlkörper können große CPU-Luftkühler, wie unser bequiet! Dark Rock Pro C1 problemlos montiert werden. Viele haben sich bei einigen Mainboards beschwert, dass oben als erstes gleich ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz vorgesehen wurde, der primär für die dedizierte Grafikkarte gedacht ist. ASUS hat als ersten Slot einen der beiden PCIe-2.0-x1-Steckplätze vorgesehen. Der restliche Platz wurde für den M.2-Steckplatz reserviert, der genau dorthin passt. Insgesamt können vier Lüfter angeschlossen werden, von denen alle manuell gesteuert werden können. Drei der FAN-Header sind als 4-Pin-Version ausgeführt.

Im Überblick zu den Z97-Mainboards von ASUS haben wir zum ersten Mal zur neuen 5-Way-Optimization berichtet. Zu den bisherigen Features "TPU", "EPU", "Digi+" und dem ebenfalls neuen "Fan Xpert 3" kommt noch das "TurboApp"-Feature hinzu, das wir zu einem späteren Zeitpunkt genauer erklären. Auf dem PCB sind die entsprechenden Chips vertreten, die zusammen zum ASUS Dual Intelligent Processors 5-Feature gehören. Auf diese Weise erfolgen sämtliche Anpassungen in der AI Suite 3 auf der Hardware-Ebene, wodurch die Effektivität gesteigert wird. Es steht dem User frei, ob die Settings manuell ausgewählt werden oder ob nicht doch auf die automatische Optimierung vertraut werden soll.

Ob nun eine höhere Performance oder ein möglichst effizientes Auftreten im Vordergrund stehen, der Anwender hat die Wahl. Im Hintergrund sollen mögliche Störgeräusche durch die installierten Lüfter bestmöglich vermieden werden. Kurz um: Mit der AI Suite 3 und der 5-Way-Optimization kann das eigene System an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.


BIOS

Werfen wir nun einmal einen Blick auf das BIOS vom Z97-Pro Gamer. Zuvor war Version 0401 vorinstalliert. Auf der ASUS-Webseite wird uns allerdings gleich eine neuere BIOS-Version (0501) angeboten, die lediglich die Systemstabilität verbessern soll.

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Der EZ-Mode vom Z97-Pro Gamer.

ASUS hat die Farbgebung der Platine auch auf die eigene UEFI-Oberfläche übertragen und ähnelt sehr der optischen Farbgebung der ROG-Platinen. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte weiterhin in weißer Schrift. Wir fangen oben links an. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite in einem ergänzenden RAM-Status vermittelt, in welchem Slots aktuell welche Module (inkl. der Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung) installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich über die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Modus vom Z97-Pro Gamer.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings natürlich anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel-LGA1150-Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Allerdings wurde das Hinzufügen der Funktionen von ASUS etwas anders gelöst. Das Kontextmenü ist nun weggefallen. Demnach muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem Herzstück "Ai Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ohne Frage ziemlich viele Features implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite permanent Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Im Gegensatz zur Vorgängerversion bei den Z87-Modellen, konnte die Navigation durch die Menüs in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

ASUS scheint in Sachen Overclocking-Funktionen kaum Abstriche gemacht zu haben. Das UEFI ist diesbezüglich sehr gut bestückt und kann sich mit dem Umfang der großen Mainboards messen. Dennoch kommt der geringere Preis nicht von ungefähr. So hat ASUS keine Premium-CPU-Phasen verlötet.

Der Grundtakt kann von 80 MHz bis 300 MHz in angenehmen 0,1-MHz-Schritten bewegt werden. CPU-Spannungs-technisch stehen die Modi Override, Adaptive und Offset zur Verfügung. In den ersten beiden Fällen beträgt die Auswahl 0,001 Volt bis 1,920 Volt. Mit dem Offset lässt sich dagegen eine Spannung von -0,999 Volt bis +0,999 Volt festlegen. Bei allen drei Methoden betragen die Intervalle sehr feine 0,001 Volt. Alle anderen Overclocking-Eigenschaften können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Z97-Pro Gamer in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,20000 V bis 1,92000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,50000V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH VLX, DRAM CTRL REF Voltage, DRAM DATA REF CHA, DRAM DATA REF CHB
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 44 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Nun haben wir wieder den Core i7-4770K ordentlich übertaktet. Wir starteten mit 4,7 GHz bei 1,250 Volt. Diese Spannung war allerdings ein gutes Stück zu niedrig. So mussten wir die CPU-Spannung bis 1,280 Volt anheben, bis das System dann stabil lief.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,281 Volt

Zwar ist dies kein umwerfendes Ergebnis wie bei einem ROG-Mainboard, aber dennoch eine respektable Leistung.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB an Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Ohne Murren wurde das Extreme Memory Profile angenommen und das System lief mit diesen Parametern stabil. Anschließend haben wir wieder versucht, manuelle Werte auszuloten, was uns auch geglückt ist. Wir konnten die Latenzen leicht anziehen. Die VDIMM betrug bei beiden Tests 1,65 Volt.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z97-Modelle haben dabei die dritte Version erhalten, die um weitere Funktionen erweitert wurde. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen.

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Die ASUS AI Suite 3.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter nach Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

Weiterhin hat die ASUS AI Suite in der Version 3 weitere nützliche Funktionen wie den Ai Charger+, mit dem das iPhone, iPad sowie der iPod dank der BC-1.1-Funktion wesentlich schneller aufgeladen werden können. Mit dem EZ Update können dagegen die installierten ASUS-Programme und auch das BIOS aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn ASUS eine neuere BIOS-Version veröffentlicht, lassen sich mit dem USB-BIOS-Flashback-Feature die neue Version nach einem individuellen Zeitplan auf einen USB-Datenträger herunterladen. In speziellen Situationen, etwa wenn ein geplanter Neustart des Systems einprogrammiert wurde, kann die AI Suite mit der Push-Notice-Funktion den Anwender je nach Zeiteinstellung an den bevorstehenden Reboot erinnern. Genauso ist es auch mit Ereignissen möglich, wenn Spannungen oder Temperaturen überschritten werden. An vorletzter Stelle hält sich auch der USB-3.0-Boost bereit, damit die angeschlossenen USB-3.0-Geräte mit der bestmöglichen Performance angesteuert werden. Dies wird mit dem UASP-Modus (USB Attached SCSI Protocol) ermöglicht.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Z97-Pro Gamer getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Z97-Pro Gamer mussten wir die Turbo-Multiplikatoren manuell festlegen, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Selbstverständlich liegen die Werte dicht bei den anderen Mainboards, was eben daran liegt, dass wir lediglich das Mainboard tauschen.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Die ermittelten 11,44 Sekunden reichten zwar nicht für einen neuen Rekord, doch fühlt sich der Start des ASUS Z97-Pro Gamer alles andere als langsam an.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Z97-Pro Gamer hat keine besonderen Zusatz-Controller erhalten. Lediglich ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im Leerlauf wird die 50-Watt-Marke deutlich unterschritten, 42,6 Watt zeigte unser Strommessgerät an. Dieser Wert liegt exakt im Durchschnitt.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In der Teillast ist das ASUS Z97-Pro Gamer mit 102,1 Watt über dem Durchschnitt und sackt sich Platz 4 ein.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Prime95 liegt die Platine mit knapp 114 Watt dagegen wieder im Durchschnitt. Abgesehen vom deutlich kleineren Maximus VII Impact, geht das Z97-Pro Gamer von allen getesteten ASUS-Platinen auf Sockel LGA1150-Basis am effizientesten zu Werke.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Unspektakulär ist wieder einmal die CPU-Spannung, die auch dieses Mal bei 1,044 Volt lag.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Beim ASUS Z97-Pro Gamer konnten wir keine besonderen Onboard-Komponenten deaktivieren, sodass dieselben Werte gültig sind.

Besonders im Idle weiß das ASUS Z97-Pro Gamer zu gefallen. Doch auch wenn das System belastet wird, steigt die Leistungsaufnahme nicht all zu hoch und verbleibt im durchschnittlichen Bereich.


USB-3.0-Performance

In Sachen USB-3.0-Anschlüssen bleibt es beim ASUS Z97-Pro Gamer die Minimalausstattung, sprich sechs Stück, die natürlich direkt an den PCH angebunden sind. Vier der Schnittstellen sind am I/O-Panel anzutreffen, die anderen beiden per internem Header. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

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Die USB-3.0-Performance beim ASUS Z97-Pro Gamer.
(nativ über den Z97-PCH).

Sehr gute USB-3.0-Werte wurden erreicht. Bis zu 296 MB/s im Schreiben und knapp 270 MB/s lesend waren drin.

 

SATA-6G-Performance

ASUS hat das Z97-Pro Gamer mit vier nativen SATA-6G-Ports ausgestattet. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

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Die SATA-6G-Performance beim ASUS Z97-Pro Gamer.
(nativ über den Z97-PCH).

Absolut zufriedenstellend ist auch die Leistung an den SATA-Ports ausgefallen. 556 MB/s lesend und 523 MB/s schreibend sagen schließlich schon alles über die Leistungsfähigkeit.

 

M.2-Performance

Wir testen auch weiterhin die M.2-Leistung. Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher noch keine M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob zumindest mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

Der M.2-Steckplatz auf dem Board ist mit zwei PCIe-2.0-Lanes an den Chipsatz angebunden und kann theoretisch auf 10 GBit/s kommen. Daher ist davon auszugehen, dass der Z97-Chipsatz die Samsung XP941 ausbremsen wird.

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Die M.2-Performance beim ASUS Z97-Pro Gamer.
(über zwei PCIe-2.0-Lanes vom Z97-Chipsatz).

Über zwei PCIe-2.0-Lanes konnte die Samsung XP941 nicht richtig ausgelastet werden. An dieser Stelle limitiert die 10-GBit/s-Anbindung deutlich. Nichtsdestotrotz wurden recht performante 714 MB/s bei der Schreibdurchsatzrate und fast 827 MB/s im Lesebereich erreicht. Immerhin wird die SATA-6GBit/s-Spezifikation deutlich überboten.


Das Z97-Pro Gamer ist ein Teil einer gänzlich von ASUS neu geschaffenen Gaming-Serie und richtet sich an preisbewusste Interessenten. Gleichzeitig stellt dieses Modell aus der Serie das Flaggschiff dar und bietet auf nativer Basis eine für den Großteil der Nutzer ausreichende Ausstattung. So darf sich der Interessent auf zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze freuen, die selbst zwei AMD- oder NVIDIA-Grafikkarten in ein 2-Way-Multi-GPU-Gespann aufnehmen. Obendrauf gibt es noch zwei PCIe-2.0-x1-, zwei PCI-Schnittstellen und einen mechanischen PCIe-2.0-x16-Slot mit vier elektrischen Lanes. Beim VRM hat sich ASUS für acht Phasen für die CPU und für zwei Phasen für die vier DDR3-Speicherbänke entschieden. 32 GB RAM können eingesetzt werden. 

In unserem Overclocking-Test ließ sich der Core i7-4770K und der Corsair-XMS3-Dominator-Platinum-DDR3-2800-Arbeitsspeicher trotz fehlender Premium-Phasen ordentlich übertakten. Im umfangreichen UEFI werden dem Anwender jede Menge Einstellungen diesbezüglich angeboten, mit denen frei experimentiert werden kann. Allerdings muss gleich vornherein auf Onboard-Overclocking-Features verzichtet werden. So hat ASUS nicht einmal einen Power- und Reset-Button bereitgestellt. Einzig ein Jumper zum Zurücksetzen des BIOS hat ASUS beim Z97-Pro Gamer im ATX-Format vorgesehen.

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Zum Storage-Angebot gehören vier SATA-6GBit/s-Anschlüsse, eine SATA-Express-Schnittstelle mit 10 GBit/s und einen M.2-Slot mit ebenfalls 10-GBit/s-Anbindung. Zusätzlich halten sich insgesamt sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-Anschlüsse bereit. Zwei der schnelleren USB-3.0-Buchsen sind per internem Header zu erreichen, sodass sich mit einem entsprechendem Gehäuse zwei Anschlüsse an die Front verlegen lassen. Zwei Überraschungen halten die Audio- und Netzwerk-Lösung bereit. Zwar gehören die günstigeren Gaming-Mainboards nicht zum Republic-of-Gamers-Portfolio, dennoch hat es zum einen das Supreme-FX-Audio-Feature, bestehend aus dem Realtek-ALC1150-Codec inklusive 300-Ohm-Kopfhörerverstärker und Sonic-Radar-II-Unterstützung, und zum anderen der Intel-I218-V-PHY inklusive LANGuard- und Game-First-II-Feature auf das Z97-Pro Gamer geschafft.

Wie sollte es auch anders sein - als UEFI-BIOS kommt die umfangreiche Oberfläche zum Einsatz, die wir bereits bei vielen weiteren, aktuellen ASUS-Mainboards gesehen haben, natürlich farblich angepasst. Auch in diesem Fall hat ASUS das UEFI-Oberfläche gut im Griff. Alle Einstellungen werden konsequent umgesetzt, wie man es auch erwarten darf. Die Stabilität liegt auf einem sehr hohen Niveau. Auch wusste die gezeigte Leistungsaufnahme durchaus zu gefallen, vor allem im Idle lag sie unterhalb von 45 Watt. Unter Last werden auch angenehme Werte erreicht und das Board erlaubte sich auch in dieser Disziplin keine Schnitzer. 

Preislich sollte sich der Interessent auf mindestens 133 Euro einstellen, die wir durchaus als berechtigt ansehen. Das Maximus VII Ranger als günstigste Full-ATX-ROG-Platine wandert derzeit für etwa 165 Euro über die Ladentheke, die allerdings auch noch einiges mehr zu bieten hat. Somit könnte man das ASUS Z97-Pro Gamer als ROG-Light-Platine bezeichnen, welche in den meisten Fällen absolut ausreichend ist.

Positive Eigenschaften des ASUS Z97-Pro Gamer:

Negative Eigenschaften des ASUS Z97-Pro Gamer:

Zusammenfassend hat sich das ASUS Z97-Pro Gamer als gute Sockel LGA1150-Platine für das Midrange-Segment mit einer ausreichenden Ausstattung präsentiert. Als Überraschung hat sich ASUS sogar dazu entschlossen, einige "ROG-exklusiven" Features mit anzubieten, die für den einen oder anderen Interessenten sicherlich verlockend sind. Von uns erhält das ASUS Z97-Pro Gamer den Excellent-Hardware-Award!

EH ASUS Z97-Pro Gamer

Alternativen? Wer bereit ist, die Extras vom Maximus VII Ranger gegen einen Aufpreis von zirka 37 Euro in Kauf zu nehmen, würde mit dem günstigsten ROG-Mainboard wenig falsch machen. Alternativ kann sich allerdings auch das Gigabyte GA-Z97X-Gaming 5 genauer angeschaut werden, das zu einem ähnlichen Kurs zu haben ist.

 

Persönliche Meinung

Vor allem wenn es unbedingt ein Gaming-Unterbau sein soll, wenn die Republic-of-Gamers-Modelle dann doch zu teuer sind, genau dann könnte das ASUS Z97-Pro Gamer sehr interessant sein. Für etwa 133 Euro bekommt der Interessent immerhin eine annehmbare Ausstattung mit einzelnen ROG-Features, die eigentlich exklusiv waren. (Marcel Niederste-Berg)