ASUS Maximus VII Impact im Test

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IMG 4 logoIm letzten Jahr hat ASUS in der Maximus-VI-Serie ein weiteres Familienmitglied begrüßen können. Was dem Hersteller noch fehlte, war ein leistungsstarkes Produkt im Mini-ITX-Format, dem kleinsten Mainboard-Format für den Desktop-Markt. So ist es nur verständlich, dass bei der aktuellen Maximus-VII-Serie eine neue Version der Impact-Platine im Mini-ITX-Format folgt. In diesem Jahr wollen wir uns nun einmal eine Republic-of-Gamers-Platine mit diesen Abmessungen detailliert anschauen und festhalten, wie ASUS die üppigen ROG-Features untergebracht hat.

Es ist nicht einfach, eine große Anzahl an Features auf das kleine Mini-ITX-Format zu packen. Angefangen bei den Speicherbänken, dem VRM-Bereich, bis hin zu zusätzlichen Controllern und anderen Onboard-Funktionen - alles benötigt zusätzlichen Platz. Daher war es gerade beim Maximus VI Impact vor einem Jahr keine leichte Aufgabe, das kleine Board so zu designen, um neben einer guten Ausstattung auch sämtliche ROG-Feature unter einen Hut zu bringen. Von der Optik her gibt es auf den ersten Blick keinen Unterschied zum heutigen Testobjekt, dem Maximus VII Impact. Dennoch lohnt es sich, einen genaueren Blick drauf zu werfen.

Platzbedingt befinden sich zwei DDR3-DIMM-Speicherbänke, vier SATA-6G-Ports und ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz auf dem PCB. Der Anwender erhält ergänzend dazu Zugriff auf jeweils sechs USB-3.0- und USB-2.0-Schnittstellen. Netzwerktechnisch wurde das Maximus VII Impact mit einem Gigabit-LAN-Port und einer WLAN-Lösung ausgestattet. Dazu kommt noch ein hochwertiger Onboard-Sound, wie es bei den ROG-Mainboards üblich ist. Doch selbst an einige Onboard-Features wurde gedacht, die wir uns selbstverständlich auch näher anschauen werden.

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Das ASUS Maximus VII Impact in der Übersicht.

Bei der Farbgebung gibt es definitiv keine Überraschungen. Es bleibt dabei: Das PCB ist schwarz wie auch viele Anschlüsse. Dazu kommen typische rote Aspekte zum Vorschein wie in diesem Falle die beiden DDR3-DIMM-Slots, die vier SATA-6G-Ports sowie der USB-3.0-Header.

Die Spezifikationen

Folgende technische Eigenschaften bietet das Maximus VII Impact:

Die Daten des ASUS Maximus VII Impact in der Übersicht
Mainboard-Format Mini-ITX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus VII Impact
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis ca. 185 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 2x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 16 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire -
Onboard-Features
PCI-Express

1x PCIe 3.0 x16 (x16, x8 3.0 bei Nutzung des M.2-Slots)

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
1x M.2-Slot mit 32 GBit/s (PCIe 3.0 x4) über mPCIe Combo IV

USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z97
6x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z97
Grafikschnittstellen 1x HDMI-out 1.4a, 1x DisplayPort
WLAN / Bluetooth Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0 über mPCIe Combo IV
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel ROG SupremeFX (Realtek ALC1150)

Auch bei der Verpackung gibt es absolut keine Neuerungen. So wird auch beim Impact-Modell ein dunkelroter Karton verwendet, auf dem oben links das ROG-Logo, in der Mitte die Bezeichnung, unten rechts das ASUS-Logo und links unten einige Grundfeatures abgebildet sind.

Das mitgelieferte Zubehör

Im Inneren der Verpackung konnten wir folgendes Zubehör ausfindig machen.

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Für ein Mini-ITX-Mainboard wird ROG-typisch viel Zubehör mitgeliefert. Dabei blieb es nicht nur bei der I/O-Blende, dem Handbuch und dem DVD-Datenträger und einigen SATA-Kabeln (in diesem Fall vier Stück), sondern es kommt noch das mPCIe-Combo-IV-Modul, die WLAN-Antenne, ein Modul mit drei weiteren FAN-Headern, natürlich das ROG-SupremeFX-Modul und weiteres Zubehör wie das Q-Kabel, die Laufwerkaufkleber und die vier Unterlegscheiben für die Montage von Backplates mit in die Verpackung. Mithilfes des Q-Kabels wurde das Anschließen der Gehäusestecker noch einfacher gelöst. An die jeweiligen Anschlüsse werden die Kabel vom Gehäuse draufgesteckt und schließlich muss nur der Stecker an dem Mainboard angeschlossen werden.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: Der M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Der gesamte VRM-Bereich befindet sich nicht auf dem PCB selbst, sondern wurde um 90 Grad vertikal ausgerichtet.

Unüblich, aber sehr intelligent: So könnte man die Unterbringung des VRM-Bereichs bezeichnen. Für eine leistungsstärkere Spannungsversorgung ist auf dem kleinen Mini-ITX-PCB ohnehin nicht viel Platz. Daher wurde die Spannungsversorgung auf ein separates PCB verlötet, das wiederum vertikal ausgerichtet wurde und mit zwölf Kontakten und einem Panel-Anschluss mit dem Board selbst verbunden ist. Auf dieser Extra-Platine mit der Bezeichnung "Impact Power II" hat ASUS acht 60A-BlackWing-Phasen unterbringen können, die selbst auf den meisten größeren ROG-Mainboards zum Einsatz kommen. Auf dem Bild lässt sich sehr gut erkennen, dass für jede Phase ein MOSFET (NexFET) zuständig ist. Natürlich haben wir überprüft, um welche MOSFETs es sich genau handelt. Es sind IR3553 von International Rectifier und sind 40A-PowIRstage-Modelle. Diese gelten als sehr leistungsstark und zugleich effizient. Laut IR liegt der Peakwert in Sachen Effizienz bei beachtlichen 93,2 Prozent.

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Als PWM-Controller muss wieder der ASP1257 herhalten.

Selbst für das kleine Maximus VII Impact setzt ASUS den geläufigen ASP1257 als PWM-Controller ein, der mit den acht Phasen alleine zurechtkommt.

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Selbst einzelne Onboard-Features haben es aufs Board geschafft.

Hier sind die beiden DDR3-DIMM-Speicherbänke zu sehen, die einen Speicherausbau bis 16 GB erlauben und sich je nach DIMMs bis effektive 3.300 MHz takten lassen. Direkt oberhalb davon halten sich dagegen die vier ebenfalls roten SATA-6G-Ports für ihren Einsatz bereit. Sie arbeiten natürlich nativ mit dem Z97-Chipsatz zusammen. Unterhalb der Speicherbänke haben wir neben dem 24-poligen ATX- und 8-Pin-+12V-Stromanschluss einen Power- und Reset-Button sowie den USB-3.0- und Speaker-Header.

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Eine (potente) Grafikkarte darf im PCIe-3.0-x16-Slot Platz nehmen.

Der PCIe-3.0-x16-Steckplatz erlaubt es, eine schnelle Grafikkarte auf das kleine Board zu stecken. Dieser wird natürlich im Idealfall mit den 16 PCIe-3.0-Lanes von der CPU versorgt. Unter Umständen kann dieser Steckplatz jedoch auch mit nur acht Lanes angesprochen werden. Dies ist dann der Fall, wenn der M.2-Slot vom beiliegenden mPCIe-Combo-IV-Modul mit einem Modul belegt ist. Als eine der wenigen Ausnahmen wird dieser M.2-Steckplatz nicht mit nur zwei PCIe-2.0-Lanes (10 GBit/s), sondern mit vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU angetrieben. Dadurch steht eine theoretische Bandbreite von 32 GBit/s oder 3,94 GB/s zur Verfügung, wie bei der aktuellen X99-Plattform. Beim M.2-Test wird sich zeigen, ob dieselbe Performance erzielt wird.

Wir richten unsere Blicke nun auf den linken Teil des obigen Bildes. Der untere Anschluss ist für das eben angesprochene mPCIe-Combo-IV-Modul dienlich. Das Panel dadrüber dagegen für das Audio-Modul, das wir uns später noch genauer anschauen. Dazwischen sind Spannungsmesspunkte zu sehen, mit denen die folgenden Spannungen mittels Multimeter ausgelesen werden können: V_IN, VCORE, IO_D, IO_A, SA, RING, DRAM, AUX. Am unteren Ende des PCBs sind noch zwei weitere Spannungsmesspunkte, mit denen die PCH- und PCH_IO-Voltage ausgelesen werden kann.


Wir setzen diesen Artikel mit dem I/O-Panel fort.

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Das I/O-Panel (inklusive Audio-Modul) beim ASUS Maximus VII Impact.

Auch das I/O-Panel fällt für Mini-ITX-Verhältnisse üppig aus. Von vier USB-2.0- und vier USB-3.0-Schnittstellen abgesehen, kann der Anwender auf einen Toslink-, HDMI-1.4-, DisplayPort-1.2-Anschluss sowie auf eine PS/2-Schnittstelle und einen Gigabit-Port vertrauen. Wird das beiliegende Audio-Modul installiert, kommen drei analoge Audio-Buchsen hinzu. Ein besonderes Schmankerl stellt das kleine "Impact Control II"-PCB dar, auf dem sich eine Debug-LED und vier Taster für die Features "Soundstage", "KeyBot", CMOS-Reset" und "ROG-Connect" befinden.

Das Keybot-Feature im Detail: Wenn keine Tastatur mit erweiterten Multimedia- und gar Makro-Tasten angeschlossen ist, lässt sich das Ganze mit dem KeyBot-Feature kompensieren. Dabei können die Tasten F1 bis F10 frei belegt werden. Entweder mit Shortcuts für spezielle Anwendungen bzw. Ordner oder Multimedia-Befehlen, um beispielsweise die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren. Es ist außerdem möglich, individuelle Makros abzuspeichern. Als Bonus kann mit der Taste F11 die CPU auf Knopfdruck übertaktet, mit F12 das XMP-Feature aktiviert und mit der DEL-Taste direkt ins UEFI gestartet werden.

Dagegen bietet "Sonic SoundStage" die Möglichkeit, das "optimale" Soundprofil für die jeweiligen Situationen per Onboard-Button "Soundstage" zu aktivieren. Vier Profile werden vorab angeboten: Shooter, Rennspiel, Sport und Kampfspiel. Einziger Haken an der Sache: Die eben genannten Features sind nur einsetzbar, wenn die analogen Buchsen genutzt werden.

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Sämtliche Überwachungsarbeiten gehen an den NCT6791D von Nuvoton.

Genau mittig befindet sich der Nuvoton NCT6791D, der die Aufgabe hat, die Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten zu überwachen. Letztere lassen sich wie immer auch über ihn steuern. Doch der SuperI/O-Chip hat noch zwei Nachbarn, einmal den ROG- und den KeyBot-Controller.

Die zahlreichen ROG-Features sind auf eine eigenständige Steuereinheit angewiesen. Es handelt sich um ein zusätzliches CMOS, das sogenannte iROG. Wird das BIOS aktualisiert, wird der iROG-Chip meistens ebenfalls mit neuen Daten versorgt. Sein Aufgabengebiet umfasst die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features, die weder vom Chipsatz noch von der CPU übernommen werden können. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB-BIOS-Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Für die Ai Suite III werden durch den Chip zusätzlich die Schnittstellen für TurboV Evo und die GPU Boost-Software bereitgestellt.

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Der ASM1442K dient als TMDS-Levelshifter

Zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel wurde ASMedias ASM1442K positioniert, der für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich ist. Dank ihm kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien abspielen.

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Intels I218-V übernimmt die kabelgebundene Netzwerkverbindung.

Der Intel-PHY wird auf sämtlichen Maximus-VII-Platinen eingesetzt und kommt auf maximal 1 GBit/s, ist jedoch auch mit den anderen beiden Geschwindigkeiten abwärtskompatibel und bringt auch eine Wake-on-LAN-Unterstützung mit. Ihm wird das ROG-exklusive GameFirst-III- und LANGuard-Feature zur Seite gestellt. Im Grunde wurden bessere Kondensatoren und ein weit verbesserter Schutz vor elektrostatischer Entladung, Überspannung und gar Blitzeinschlägen während eines Gewitters integriert. Die besseren Kondensatoren sollen dagegen vor allem für einen besseren Datendurchsatz sorgen.

GameFirst III beschreibt das Priorisieren der anfallenden Online-Gaming-Netzwerkpakete, wodurch theoretisch eine bessere Latenz zum Spieleserver erwirkt wird. Dies hängt allerdings von der heimischen Internetanbindung an, denn große Wunder kann das Feature hingegen auch nicht vollbringen. Doch ASUS bietet vier Modi an: Optimization, Game, Media Streaming und File Sharing. Für jede installierte Anwendung lässt sich ein Modus festlegen.

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Der Coolhub wird direkt auf das Mainboard gesteckt...

Der von ASUS getaufte Coolhub stellt nicht nur zwei weitere 4-Pin-FAN-Header bereit, sondern auch einen Jumper, mit dem sich der LN2-Modus aktivieren lässt. Demnach lässt sich das Maximus VII Impact auch unter extremen Bedingungen mit flüssigem Stickstoff einsetzen.

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...gleiches gilt auch für das Audio-Modul.

Auf dem Winzling selbst befindet sich kein Audio-Codec. Daher hat sich ASUS, wie einst beim Maximus VI Impact, dazu entschlossen, ein gesondertes Modul anzufertigen, auf dem der Realtek ALC1150 arbeitet und von sieben Audio-ELNA-Kondensatoren unterstützt wird. Mit dabei ist auch das Sonic-SenseAmp-Feature, bei dem es sich um einen Kopfhörerverstärker handelt, der sich auf das Headset bzw. den Kopfhörer selbstständig in Sachen Impedanz anpasst.

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Das ASUS Maximus VII Impact mit allen installierten Modulen nochmal in der Übersicht.

Das richtige Layout zu finden ist gewiss nicht einfach und schon gar nicht beim sehr kleinen Mini-ITX-Format. Doch unserer Ansicht nach hat ASUS beim Maximus VII Impact vieles richtig gemacht. Vor allem die CPU- und RAM-Spannungsversorgung auf ein gesondertes PCB vertikal am Rand des Haupt-PCBs unterzubringen, ist schlicht und ergreifend intelligent gelöst. Wenn da nicht die Tatsache wäre, dass es Kompatibilitätsprobleme mit großen CPU-Kühlern gibt. Egal, ob wir nun den bequiet! Dark Rock Pro C1 oder den Prolimatech Armageddon nennen, beide Kühler fanden keinen Platz auf dem Maximus VII Impact. Beim bequiet!-Kühlkörper hapert es aufgrund der Übergröße in Verbindung mit DIMMs die einen hohen Heatspreader besitzen. Die Heatpipes des Armageddons kamen mit dem VRM-Bereich in Berührung, sodass wir auf den NZXT KRAKEN X40 setzen mussten.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele eher als Cheating ansehen. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Wer die maximal möglichen 16 Gigabyte des Arbeitsspeichers ausreizt, könnte sich einmal mit dem "RAMDisk"-Feature näher beschäftigen. Aus dem RAM kann auf diese Weise ein rasant schnelles Laufwerk herbeigezaubert werden, welches in puncto Performance laut ASUS um das 20-fache schneller ist als aktuelle SSDs. Apropos SSDs: mit der ROG-SSD-Secure-Erase-Funktion können angeschlossene SSDs ohne Kompromisse von den Daten befreit werden.

Auf dem beiliegenden mPCIe-Combo-IV-Modul befindet sich jeweils ein M.2- und ein Mini-PCIe-Steckplatz. Letzterer ist bereits mit einem WLAN-802.11a/b/g/n/ac- und Bluetooth-4.0-Modul belegt. Es gilt zu beachten, dass die WLAN- und/oder Bluetooth-Verbindung trotz belegtem M.2-Slot genutzt werden kann.


BIOS

Unser Exemplar wurde mit dem First-Release-BIOS in der Version 0217 beliefert. Allerdings bot ASUS zum Testzeitpunkt die Version 2102 an, die wir ganz fix aufgespielt haben. Folgende Verbesserungen bringt diese Version inklusive der Verbesserungen aus der Version 0412 mit:

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Der EZ-Mode vom Maximus VII Impact.

ASUS nutzt hier verständlicherweise dieselbe Oberfläche wie bei den anderen und vor allem größeren Maximus-VII-Platinen. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte weiterhin in weißer Schrift. Wir fangen oben links an. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite in einem ergänzender RAM-Status vermittelt, in welchem Slots aktuell welche Module (inkl. der Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung) installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich über die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Modus vom Maximus VII Impact.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings natürlich anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel-LGA1150-Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Allerdings wurde das Hinzufügen der Funktionen von ASUS etwas anders gelöst. Das Kontextmenü ist nun weggefallen. Demnach muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem Herzstück "Ai Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ohne Frage ziemlich viele Features implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite permanent Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die von einem USB-Stick exportiert und importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default-Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Im Gegensatz zur Vorgängerversion bei den Z87-Modellen, konnte die Navigation durch die Menüs in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Man traut es dem Maximus VII Impact allein aufgrund der Größe gar nicht zu, doch ist der Mini-ITX-Unterbau hervorragend fürs Overclocking vorbereitet. Einerseits durch den verbauten Z97-Chipsatz, auf der anderen Seite durch das großzügige VRM-Design. Dazu gesellen sich die bereits bekannten Einstellungen aus dem umfangreichen UEFI.

Bis auf die PCH-Voltage übernimmt ASUS alle anderen Werte vom Maximus VII Ranger. Dies bedeutet demnach einen BCLK von 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten. Für die CPU-Spannung stehen die drei Modi "Override", "Adaptive" und "Offset" bereit. Bei den ersten beiden lässt sich die Spannung von 0,001 Volt bis 1,920 Volt festlegen, im Offset-Modus hingegen von -0,990 Volt bis +0,990 Volt. Bei allen drei Modi kommen sehr feine 0,001-Volt-Intervalle zum Einsatz. Alle anderen Overclocking-Eigenschaften können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus VII Impact in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,20000 V bis 2,40000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,440 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH PLX, VTT DDR, Eventual CPU Input Voltage, DRAM CTRL REF Voltage,
DRAM DATA REF CHA, DRAM DATA REF CHB
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 27 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Wir haben wieder unsere Standard-Startparameter aktiviert, sprich 4,7 GHz bei 1,250 Volt VCore. Nach einigen Minuten Prime95 stürzte das System allerdings inklusive Bluescreen ab, sodass wir die Spannung auf 1,255 Volt fixiert haben. Am Ende hat diese minimale Spannungserhöhung ausgereicht.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,256 Volt

Verglichen mit dem Maximus VII Ranger beträgt die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Platinen lediglich 0,005 Volt. Für diesen kleinen Winzling insgesamt eine ordentliche Leistung.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB an Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Die Werte des Profils wurden korrekt übernommen und liefen auch stabil. Allerdings wurden auch unsere manuelle Einstellung mit schärferen Timings problemlos angenommen. In beiden Fällen lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z97-Modelle haben dabei die dritte Version erhalten, die um weitere Funktionen erweitert wurde. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden soll.

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Die ASUS AI Suite 3 im ROG-Gewand.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter auf Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Maximus VII Impact getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus VII Impact mussten wir die Turbo-Multiplikatoren manuell festlegen, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Vorneweg war zu erwarten, dass sich die Leistung bei den anderen zahlreichen Probanden einfinden wird. Aufgrund des identischen Restsystems ist dies allerdings auch nicht verwunderlich.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Mit 12,34 Sekunden befindet sich das ASUS Maximus VII Impact exakt in der Mitte von allen anderen Mainboards, demnach also im Durchschnitt.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus VII Impact hat keine besonderen Zusatz-Controller erhalten. Lediglich ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Erstaunlicherweise verbraucht das ASUS Maximus VII Impact mit 45,4 Watt im Idle genau 2,5 Watt mehr als das Maximus VII Ranger und das obwohl ersteres im deutlich kleineren Mini-ITX-Format gefertigt wurde und in etwa dieselbe Grundausstattung bietet.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Teillast mit Cinebench sieht es schon wesentlich besser aus. In dieser Disziplin zog das System mit dem Testprobanden 102,6 Watt aus der Steckdose und liegt damit vor allen anderen ASUS-Platinen.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Absolut durchschnittlich ist die Leistungsaufnahme mit Prime95 unter Volllast ausgefallen, denn unser Strommessgerät zeigte 113,4 Watt an. Immerhin war es auch in diesem Fall das sparsamste ASUS-Mainboard.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Auch das Maximus VII Impact legte standardmäßig 1,044 Volt an und schließt sich den anderen Boards konsequent an.

 

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Es gab nichts Außergewöhnliches abzuschalten, sodass die gleichen Werte in Frage kommen.

Es ist ohnehin bekannt, dass die ROG-Platinen nicht für ihre Effizienz bekannt sind. Zwar hält sich der Stromhunger beim kleinen Maximus VII Impact gut zurück, besonders gut fallen die Werte dennoch nicht aus, wenn man sich die PCB-Größe vor Augen hält.


USB-3.0-Performance

In Sachen USB-3.0-Anschlüssen bleibt es beim Maximus VII Impact bei der Minimalausstattung, sprich sechs Stück, die natürlich direkt an den PCH angebunden sind. Vier der Schnittstellen sind am I/O-Panel anzutreffen, die anderen beiden per internem Header. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

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Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VII Impact.
(nativ über den Z97-PCH).

Intels Z97-Chipsatz übt wieder ordentlich Druck auf den USB-3.0-Schnittstellen aus. Die Leserate liegt mit 272 MB/s deutlich über der 250-MB/s-Marke. Im Schreiben waren sogar teilweise mehr als 300 MB/s drin. Insgesamt sehr akzeptabel.

 

SATA-6G-Performance

ASUS hat das Maximus VII Impact mit vier nativen SATA-6G-Ports ausgestattet. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

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Die SATA-6G-Performance beim ASUS Maximus VII Impact.
(nativ über den Z97-PCH).

Gleiches Spiel auch bei den SATA-Ports. Zum Ende hin werden schreibend 523 MB/s und lesend sogar 555 MB/s erreicht. Diese Werte liegen für den PCH absolut in der Norm.

 

M.2-Performance

Das Maximus VII Impact ist das einzige Sockel LGA1150-Mainboard von ASUS, das einen M.2-Steckplatz mit 32-GBit/s-Anbindung zur Verfügung stellt. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher noch keine M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob zumindest mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1.170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

Der M.2-Steckplatz auf dem Board ist mit vier PCIe-3.0-Lanes an die Haswell-CPU angebunden und kann theoretisch auf 32 GBit/s kommen. Allerdings ist bei uns der limitierende Faktor ganz klar unsere Samsung-XP941-SSM.

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Die M.2-Performance beim ASUS Maximus VII Impact.
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU).

Anhand der Werte kann festgestellt werden, dass es keinerlei spürbare Unterschiede zu einem deutlich teureren X99-System gibt. Anders als bei dem Großteil der Sockel-LGA1150-Platinen, werden bei Benutzung des M.2-Slots die 16 Lanes so aufgeteilt, dass der Grafikkarte noch ausreichende acht PCIe-3.0-Lanes zugesprochen werden. Vier weitere Lanes gehen dann an den M.2-Slot, der Rest bleibt ungenutzt.


Kam ASUS zunächst mit günstigeren Einstiegsmodellen der Kundschaft entgegen, wurde im letzten Jahr das Maximus VI Impact im sehr kompakten Mini-ITX-Format ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurde das nun getestete Maximus VII Impact mit Intels Z97-Chipsatz auf die Beine gestellt, das natürlich ebenfalls im Mini-ITX-Format gefertigt wurde und bis auf den deutlich schnelleren M.2-Steckplatz, einem aktuellen Gigabit-LAN-Controller von Intel und natürlich dem aktuellen Z97-PCH jedoch keine großartigen Unterschiede vorzuweisen hat. So ist es platzbedingt bei höchstens zwei DDR3-DIMM-Speicherbänken (maximal 16 GB Speicher), dazu vier nativen SATA-6G-Anschlüssen und dem PCIe-3.0-x16-Erweiterungsslot geblieben, in dem wahlweise eine potente Grafikkarte eingesetzt werden kann. Letzterer muss sich allerdings die Anbindung mit dem M.2-Slot über das mitgelieferte mPCIe-Combo-IV-Modul teilen, in dem bereits eine WLAN-802.11ac- und Bluetooth-4.0-Mini-PCIe-Karte installiert ist und mit 32 GBit/s über die eingesetzte Haswell-CPU ordentlich Performance gezeigt hat.

Als absolutes Highlight kann der vertikal angebrachte VRM-Bereich festgehalten werden, auf dem acht hochwertige 60A-BlackWing-Phasen auf ihren Einsatz warten und selbst von leistungsstarken und effizienten PowIRstage-MOSFETs angetrieben werden. Auf diese Art wird kostbarer Platz auf den extrem begrenzten Mini-ITX-Abmessungen eingespart, allerdings auf Kosten einer hohen Inkompatibilitätsgefahr großer und breiter CPU-Luftkühler, die unserer Ansicht nach nichts auf diesem Winzling zu suchen haben. Spielt das Overclocking eine Rolle, sollte eher auf eine (All-in-One-)Wasserkühlung gesetzt werden, die einerseits platzgerecht montiert werden kann und zum anderen mehr Leistungsreserven bereitstellt. Davon einmal abgesehen zeigte sich das kleine ROG-Mainboard auch ziemlich taktfreudig und hat in den Overclocking-Tests eine gute Figur abgeliefert. ASUS hat auch dafür gesorgt, dass ROG-typisch jede Menge (Overclocking-)Funktionen im UEFI anzutreffen sind, wo sich der Besitzer ordentlich austoben darf. Mitunter wurden selbst einige Onboard-Features auf das kleine PCB gequetscht, wenn wir nun den Power- und Reset-Button sowie einige Spannungsmesspunkte berücksichtigen.

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Am I/O-Panel wurden neben vier USB-3.0-, vier USB-2.0-Schnittstellen weitere ROG-Features, wie der Soundstage- und KeyBot-Taster angebracht, die beide neben der Diagnostic-LED verweilen. Rechts davon kann zusätzlich auch der CMOS-Clear- und ROG-Connect-Button betätigt werden. Des Weiteren lässt sich die interne Grafikeinheit in der CPU mithilfe des HDMI-1.4a- und DisplayPort-1.2-Grafikausgangs ansprechen. Intern wurden dagegen noch jeweils ein USB-3.0- und USB-2.0-Header untergebracht. Letzterer ist dabei gleichzeitig fester Bestandteil des ROG-EXT-Anschlusspanels, der für das ROG-exklusive OC-Panel gedacht ist. Auf dem PCB an sich befindet sich kein Audio-Codec. Der Realtek ALC1150 wurde stattdessen auf ein mitgeliefertes Zusatzmodul mit ELNA-Audio-Kondensatoren verpflanzt, für das sich ein spezielles Anschlusspanel bereithält. Gleiches gilt auch für das mPCIe-Combo-IV-Modul und dem Coolhub, der zwei weitere FAN-Header (insgesamt vier Stück) zur Verfügung stellen kann. An dem Coolhub lässt sich sogar der LN2-Modus aktivieren, der für den Einsatz von flüssiger Stickstoffkühlung benötigt wird.

Ohne Frage haben es auch die meisten ROG-exklusiven Features, wie LANGuard, GameFirst III, Sonic Radar II, KeyBot und RAMDisk auf das Maximus VII Impact geschafft. Beim UEFI erlebten wir hingegen keine Überraschung - ASUS setzt natürlich weiterhin die gewohnte UEFI-Oberfläche im ROG-Gewand ein, das wiederholt an manchen Stellen ruckelig auf den Bildschirm projiziert wurde. Ansonsten fällt die Bedienung per Maus und Tastatur angenehm aus. Viel wichtiger ist, dass sämtliche Einstellungen zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden, was wir dem kleinen Powerzwerg bescheinigen können. Die Leistungsaufnahme liegt angenehm im Durchschnitt und erlaubt sich keine kritischen Fehltritte.

Größter Kontrapunkt ist definitiv der hoch angesetzte Preis von mindestens 185 Euro. Auch wenn die Ausstattung und die Beigaben gerade für ein Mini-ITX-Mainboard ziemlich großzügig ausfallen, kann an dieser Stelle auf keinen Fall von einem guten Preis-Leistungsverhältnis gesprochen werden. Davon ist das ASUS Maximus VII Impact weit entfernt. Wenn allerdings zwingend ein Mini-ITX-Mainboard vorgegeben wird und auch gern die teuer erkauften Republic-of-Gamers-Features mitgenommen werden möchten, dem können wir diesen Winzling ans Herz legen. Für diesen Preis gäbe es allerdings genügend adäquate Alternativen, die nicht vornerein ignoriert werden sollten.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VII Impact:

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VII Impact:

Das ASUS Maximus VII Impact ist die ideale Wahl für einen sehr kompakten Gaming-PC mit Overclocking-Absichten und dem Wunsch nach den exklusiven ROG-Features. Bis auf den hohen Preis und einer möglichen Inkompatibilität mit großen CPU-Kühlern hat das kleine ROG-Mainboard keine Schwächen gezeigt. Die beiden genannten Punkte reichten allerdings aus, um dem Maximus VII Impact ein Award zu verwehren.

Alternativen? Soll es zwingend beim Mini-ITX-Format bleiben, kann ein Blick auf das ASRock Z97E-ITX/ac geworfen werden, das eine ähnliche Ausstattung mit einigen Abstrichen, jedoch dafür neben vier SATA-6G-Ports eine SATA-Express-Schnittstelle bietet. WLAN802.11ac und Bluetooth 4.0 sind ebenfalls mit an Bord. Das Ganze gibt es für einen deutlich günstigeren Kurs von etwa 125 Euro. Muss es nicht unbedingt Mini-ITX sein, stehen einem die Türen ziemlich weit offen. Beispielsweise gibt es für zirka 40 Euro weniger das ASUS Maximus VII Ranger im Full-ATX-Format.

 

Persönliche Meinung

Es ist nicht unbedingt eine schlechte Idee, jede Menge Anschlüsse und ROG-Features auf ein Mini-ITX-Mainboard zu pressen. Auch ist der vertikal angebrachte VRM-Bereich eine gute Idee gewesen. Allerdings behindert dieser Bereich die Montage größerer CPU-Kühler, die manche statt einer (All-in-One-)Wasserkühlung einsetzen möchten. Zusätzlich kann ich den hohen Anschaffungspreis nicht ganz nachvollziehen. Positiv hingegen empfinde ich die Möglichkeit, den M.2-Slot mit 32 GBit/s anzusprechen, was leider nur mit sehr wenigen Sockel-LGA1150-Mainboards möglich ist. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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