MSI X99S SLI PLUS im Test

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IMG 4 logo"Black is beautiful" heißt es bei diversen Produkten. Bei dem heute auf dem Prüfstand stehenden MSI X99S SLI PLUS ist das ebenso der Fall. Das Board hat MSI bereits knapp einen Monat vor der Veröffentlichung der Haswell-E-Plattform gezeigt, wir haben es jetzt endlich im Test und schauen, ob die schwarze Platine sich auch für einen schicken Haswell-E-PC eignet.  

Wie bereits bei der Sockel LGA1150-Plattform hat das taiwanische Unternehmen die Sockel LGA2011-v3-Mainboards in die drei Serien "Traditional", "Gaming" und "Overclocking" unterteilt - allerdings mit dem Unterschied, dass das X99S SLI PLUS im Gegensatz zu den anderen beiden Serien aktuell noch für sich alleine steht. Das X99S SLI PLUS kann bei MSI neben anderen Mainboards aber auch einen günstigen Einstieg in Intels neue Enthusiasten-Plattform darstellen. Ab etwa 193 Euro kann das Mainboards bereits erworben werden und ist damit fast schon ein Schnäppchen.

Für diesen relativ günstigen Preis erhält der Käufer ein ziemlich gut ausgestattetes Mainboard. Neben vier mechanischen PCI-Express-x16-Slots der dritten Generation und zwei PCIe-2.0-x1-Slots befinden sich selbst acht DDR4-Speicherbänke auf dem PCB. MSI hat für den Storage-Bereich acht SATA-6G-Ports, eine SATA-Express-Schnittstelle sowie einen M.2-Steckplatz vorgesehen. Ebenfalls dabei sind zwölf USB-3.0-, sechs USB-2.0-Anschlüsse, ein Gigabit-LAN-Port und natürlich auch ein adäquater Sound-Codec. Schauen wir uns die Platine daher im Detail an.

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Das MSI X99S SLI PLUS in der Übersicht.

Von der Optik her wird MSIs günstigstes X99-Mainboard von den meisten Interessenten sicherlich gern in Empfang genommen. Sowohl das Printed Circuit Board als auch sämtliche Steckplätze, Anschlüsse und Kühlkörper sind in tiefem Schwarz gehalten. Und auch beim Format wird es eher wenig Probleme geben, denn MSI setzt beim X99S SLI PLUS auf die verbreitete ATX-Norm.

Die Spezifikationen

Und das sind die technischen Eigenschaften:

Die Daten des MSI X99S SLI PLUS in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
X99S SLI PLUS
CPU-Sockel LGA2011-v3
Straßenpreis ca. 193 Euro
Homepage http://de.msi.com/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel X99 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR4 (Quad-Channel)
Speicherausbau max. 128 GB (mit 16-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire SLI (3-Way), CrossFireX (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

4x PCIe 3.0 x16 (x16/-/-/-, x16/x16/-/-, x16/x16/-/x8 mit Core i7-5930K und 5960X); (x16/-/-/-, x16/x8/-/-, x8/x8/x8/- mit Core i7-5820K)
2x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

8x SATA 6G (6x mit RAID 0, 1, 5, 10) über Intel X99
1x SATA Express 10 GBit/s über Intel X99
1x M.2 mit 32 GBit/s

USB

12x USB 3.0 (8x am I/O-Panel, 4x über Header) 6x direkt über Intel X99, 4x über VIA VL805, 2x über ASMedia ASM1042AE
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel X99

Grafikschnittstellen -
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Realtek ALC892 Audio Codec

Unspektakulär, aber dennoch nett anzusehen ist zudem auch die Verpackung, in dem das Mainboard für den Käufer bereitliegt. Jeweils in grauer Schrift ist zum einen oben das MSI-Logo, darunter die Modellbezeichnung und schließlich ein kleiner Slogan mit dem Titel "Top Quality & Stability". Ganz unten sind dann lediglich noch zwei Intel-Logos aufgedruckt.

Das mitgelieferte Zubehör

Nachdem wir den Karton geöffnet haben, fanden wir neben dem Mainboard selbst noch folgendes Zubehör vor:

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Wenn wir den günstigen Einstieg im Hinterkopf behalten, beschränkt sich MSI erfreulicherweise nicht nur auf das Notwendigste wie die I/O-Blende, das Mainboard-Handbuch und den Quick Installation Guide, sondern hat auch noch sechs SATA-Kabel, eine 2-Wege-SLI-Brücke und die M-Connectors in den Karton gelegt.


Der X99-Chipsatz wurde auf den technischen Stand des aktuellen Z97-PCHs gebracht, bringt allerdings vier weitere native SATA-6G-Ports mit. Identisch ist dagegen die Bereitstellung von sechs USB-3.0-Schnittstellen. Auch bietet die Southbridge weiterhin maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Die eingesetzte Haswell-E-CPU vertraut auf acht Spulen.

Selbstverständlich haben wir die beiden Kühlkörper abgenommen, insbesondere den Kühler, der für die MOSFETs zuständig ist, damit wir einen freien Blick auf die Spannungswandler bekommen. Das Gute bereits vorweg: Mit acht Spulen wird der Haswell-E-Prozessor schon einmal ordentlich angetrieben. Auf dem Bild kann man sehr gut erkennen, dass jede Phase von zwei Spannungswandlern von OnSemi mit den Bezeichnungen "4CO5N RBL91" und "4CO8N RBK1J" befeuert wird, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Dazwischen befinden sich noch vier weitere Chips. Dabei handelt es sich um vier Intersil ISL6611A, die als Phase-Doubler zum Einsatz kommen.

Links und rechts vom Sockel LGA2011v3 wurden die insgesamt acht DDR4-Speicherbänke untergebracht, wie man es von dieser Plattform gewohnt ist. MSI gibt selbst eine maximale effektive RAM-Taktfrequenz von 3333 MHz an. Bei dieser Angabe sollte es später im Overclocking-Test zu keinen Problemen kommen. Beide DIMM-Slot-Gruppierungen erhalten ihre VDIMM von jeweils zwei Phasen.

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16 weitere MOSFET-Chips wurden auf die PCB-Rückseite untergebracht.

Nun kommen wir zu der oben angesprochenen halben Wahrheit. Auf der Rückseite des Mainboards wurden nämlich 16 weitere Spannungswandler der gleichen Typen verlötet, sodass sich beachtliche vier MOSFETs für eine einzige Spule zuständig fühlen. Das sieht man in diesem Preissegment nicht häufig. Die Frage ist hinterher allerdings, wie sich dieses Zusammenspiel im Overclocking-Test verhält.

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Auf diesem Bild sind drei wichtige Chips zu sehen.

Aufgrund der Tatsache, dass MSI beim X99S SLI PLUS auf den Intersil ISL6388 als PWM-Controller setzt, ist es nur verständlich, dass sich noch vier Phase-Doubler bereithalten. Der ISL6388 kommt nämlich nur mit maximal sechs Phasen zurecht. In diesem Fall arbeitet er effektiv eben mit nur vier Phasen. Um den Rest kümmern sich die vier ISL6611A. Rechts im Bild ist übrigens der VIA VL805 zu sehen, der als USB-3.0-Host-Controller herhalten muss und vier USB-3.0-Schnittstellen am I/O-Panel bedient. Er selbst ist mit nur einer PCIe-2.0-Lane an den Intel-X99-Chipsatz angebunden.

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Zwei von diesen Kerlchen werden für die acht DDR4-Speicherbänke benötigt.

Um jede 4-DIMM-Slot-Gruppe kümmert sich ein PV3203 von Powervation. Da dieser Buck-Controller nur zwei Phasen steuern kann, hat MSI natürlich gleich zwei Stück auf das PCB gelötet.

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Bis zu drei AMD- oder NVIDIA-Grafikkarten lassen sich auf das X99S SLI PLUS schnallen.

Neben zwei über den PCH arbeitende PCIe-2.0-x1-Slots hat sich MSI noch für vier mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze entschieden. Im häufigsten Fall wird nur eine Grafikkarte verwendet, die in diesem Fall in den obersten Slot installiert wird. Bei zwei Grafikkarten wird die zweite in den darunterliegenden PCIe-3.0-x16-Slot eingesteckt, egal ob nun der Core i7-5820K, der Core i7-5930K oder der Core i7-5960X zum Einsatz kommt. Werden hingegen drei Grafikkarten genutzt, gibt es einen Unterschied. Mit dem Core i7-5820K sollte die dritte Karte in den vorletzten Steckplatz eingesetzt werden. In Verbindung mit den beiden kostenintensiveren Prozessoren gehört der dritte Grafikbeschleuniger dagegen in den untersten Slot. In den folgenden beiden Tabellen kann die jeweilige Laneverteilung mit den drei Haswell-E-Prozessoren eingesehen werden.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5820K (28 Lanes)
  PCIe-Slot 1 PCIe-Slot 3 PCIe-Slot 5 PCIe-Slot 6
Single-GPU-Betrieb x16 - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way SLI/CrossFireX-Verbund x16 x8 - -
Drei Grafikkarten im 3-Way SLI/CrossFireX-Verbund x8 x8 x8 -

 

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5930K und Core i7-5960X (40 Lanes)
  PCIe-Slot 1 PCIe-Slot 3 PCIe-Slot 5 PCIe-Slot 6
Single-GPU-Betrieb x16 - - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way SLI/CrossFireX-Verbund x16 x16 - -
Drei Grafikkarten im 3-Way SLI/CrossFireX-Verbund x16 x16 - x8

Zwischen dem zweiten und dritten PCIe-3.0-Slot wurde der M.2-Steckplatz positioniert. Dieser wird direkt mit vier PCIe-3.0-Lanes an die Haswell-E-CPU angebunden und erreicht somit eine theoretische Bandbreite von 32 GBit/s, was dank der 128b130b-Kodierung etwa 3,94 GB/s entspricht. Der Anwender kann in diesem Slot kompatible Module mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm oder 8 cm installieren.

Ganz unten am Rand des PCBs wurden von MSI sogar noch jeweils ein OC-Genie-, Power- und Reset-Button hinterlassen. Sofern der OC-Genie-Taster im ausgeschalteten Zustand betätigt wird, nimmt das System beim darauf folgenden Systemstart eine automatische Übertaktung vor, um die Leistung bestmöglich zu "optimieren". Etwas versteckt wurde ein kleiner Header mit zwei Pins, der von einem Jumper gebrückt werden kann. Sollte dies geschehen, ist der Slow-Mode aktiviert - das MSI X99S SLI PLUS bringt einen Slow-Mode für Extreme-Overclocking unter Stickstoffkühlung (LN2) mit.


Weiter gehts mit den Storage-Anschlüssen:

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Acht SATA-6G-Ports und eine SATA-Express-Schnittstelle werden angeboten.

In Reih und Glied wurden die acht SATA-6G-Anschlüsse in angewinkelter Ausrichtung auf das PCB gelötet. Ein Stückchen oben links ist dagegen die SATAe-Schnittstelle zu sehen, die mit 10 GBit/s mit dem X99-Chipsatz im engen Kontakt steht. Rechts von den SATA-Buchsen aus wurden von MSI zwei USB-3.0-Header untergebracht, wovon einer um 90 Grad angewinkelt wurde.

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Das I/O-Panel vom MSI X99S SLI PLUS.

Am I/O-Panel werden überwiegend viele USB-Anschlüsse bereitgestellt. Insgesamt sind es zehn Stück, wovon acht mit der USB-3.0-Spezifikation arbeiten. Mit von der Partie ist eine PS/2-Schnittstelle, ein CMOS-Clear-Button, ein Gigabit-LAN-Port sowie die analogen Audio-Anschlüsse und einmal Toslink.

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Ein SuperI/O-Chip von Nuvoton übernimmt die Überwachung wichtiger Bereiche.

Auf jedem Mainboard wird ein SuperI/O-Chip benötigt, der sich um die Auswertung der Sensorenwerte aus den Bereichen Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten kümmert und dem Anwender übermittelt. Auf dem X99S SLI PLUS wurde der Nuvoton NCT6792D+ für diese Aufgabe vorgesehen, der auch die angeschlossenen Lüfter steuern kann.

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Als Soundprozessor kommt der Realtek ALC892 zum Einsatz.

An dieser Stelle haben wir einen ersten Kritikpunkt. Als Sound-Codec wurde hier Realteks ALC892 verbaut, der 8+2 Kanäle unterstützt und einen DAC von 95 dB unterstützt. Wir können allerdings nicht ganz nachvollziehen, warum MSI nicht gleich auf den aktuelleren ALC1150 gesetzt hat.


Wir setzen den Artikel mit dem verbauten Netzwerkcontroller fort:

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Ein sehr bekannter LAN-Controller von Intel ist für die Netzwerkpakete zuständig.

Ohne Frage ist es der Intel I218-V. Mit seiner 1 GBit/s- und Wake-on-LAN-Unterstützung stellt er eine optimale Wahl dar.

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Der zweite USB-3.0-Host-Controller stammt von ASMedia.

Auch der ASM1042AE ist als USB-3.0-Controller längst kein Unbekannter mehr. Er kommuniziert mit einer PCIe-2.0-Lane über den X99-PCH und kann zwei USB-3.0-Anschlüsse unter seine Fittiche nehmen.

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Über der SATA-Express-Schnittstelle wurde von MSI ein BIOS-Switch platziert.

An dieser Stelle sehen wir nochmal den SATAe-Anschluss aus einer besseren Perspektive. Direkt oberhalb davon sieht man den BIOS-Switch, mit dem der User zwischen den beiden autarken BIOS-Chips umschalten kann. Weiter links sind die zwei USB-2.0-Header zu sehen.

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Am linken Rand verstecken sich auch noch Spannungsmesspunkte.

Ganz in der Nähe des SuperI/O-Chips haben wir zusätzlich auch noch einige Spannungsmesspunkte entdecken können. Dabei lassen sich folgende Spannungen mit einem Multimeter auslesen: CORE, PCH1,05V, VCCP, VPP_01, DDR_01, DDR_23 und VPP_23.

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Das MSI X99S SLI PLUS noch einmal in der Übersicht.

Am Layout gibt es eigentlich nichts zu beanstanden, wenn man vom SATA-Express-Anschluss absieht und vor allem auf die beiden SATA-Anschlüsse angewiesen ist. MSI hätte die SATAe-Schnittstelle daher auch in angewinkelter Position zu den anderen SATA-Ports gesellen können. Alles andere befindet sich genau an dem Ort, wo es auch hingehört und erwartet wird. Zur Effektivität der Lüftersteuerung können wir nur wenig berichten. Als CPU-Kühler setzten wir erneut den NZXT KRAKEN X40 ein.

Trotz allem bietet das UEFI eine ordentliche Anpassung der Lüfter an. Immerhin lassen sich beachtliche sieben Lüfter anklemmen. Dafür sorgen sieben 4-polige FAN-Header. Für jeden Lüfter lässt sich die Lüfterkurve auf die eigenen Wünsche in vier Stufen manuell anpassen. Standard-Setting: Liegt die CPU-Temperatur unterhalb der 40-Grad-Marke, drehen sich die Lüfter mit nur 12,5 Prozent der maximalen Drehzahl. Die nächsten beiden Hürden werden per Default bei 55 Grad und 70 Grad Celsius festgelegt, wodurch der/die Lüfter auf 37,5 Prozent respektive 62,5 Prozent beschleunigt werden. Wird die 85-Grad-Marke erreicht, arbeiten die Lüfter schließlich mit der vollen Drehzahl.

MSI hat auch bei den neuen Haswell-E-Mainboards das "Guard-Pro"-Feature hinzugefügt, welches in sechs Unter-Features gegliedert ist: Circuit Protection (Kurzschlussschutz),  Humidity Protection (Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit), High Temperature Protection (Schutz vor hohen Temperaturen), ESD Protection (Schutz vor elektrostatischer Entladung), EMI Protection (Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen), ECO Power (Energieeinsparung durch Deaktivierung nicht benötigter Onboard-Chips).


BIOS

Werfen wir nun einmal einen Blick auf das BIOS, welches MSI bisher immer ziemlich gut im Griff hatte. Zum Testzeitpunkt konnten wir bereits die BIOS-Version 1.4 per M-Flash-Funktion flashen. Der Hersteller hat seit dem First-Release somit schon vier Updates veröffenlicht. Dabei wurden seitdem folgende Verbesserungen und Veränderungen implementiert:

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Die UEFI-Oberfläche beim MSI X99S SLI PLUS.

Die Grundstruktur der UEFI-Oberfläche wurde beim X99S SLI PLUS natürlich nicht verändert. Lediglich ein blauschwarzer Anstrich wurde vollzogen, wie er bei der Classic-Serie üblich ist. Beim jeweiligen Mainboard-Modell können sich rein die Menüpunkte unterscheiden. Ganz oben werden zu jedem Zeitpunkt beim X99S SLI PLUS das installierte Prozessormodell, dessen Taktfrequenz und die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Takt angezeigt. Unter der Uhrzeit und dem Datum kann die aktuell vorliegende BIOS-Version abgelesen werden. Darunter lassen sich ganz bequem die Boot-Prioritäten per Drag & Drop-Verfahren festlegen. Auf der linken Seite erhält der Anwender einen ersten Überblick über die CPU- und die Mainboard-Temperatur. Der virtuelle "OC Genie"-Button ist dabei mit der Maus klickbar, sodass diese Funktion dann auch aktiviert ist. Ergänzt wurde noch ein weiterer virtueller Knopf, mit der die XMP-Funktion direkt aktiviert werden kann.

Der erste Punkt von den insgesamt sechs "Settings" stellt neben dem "System Status" die "Advanced"-Einstellungen bereit. Letztere sind bereits grundlegend bekannt. Dort lassen sich alle Board-bezogenen Einstellungen finden, die die Onboard-Komponenten betreffen. Die Punkte "Boot", "Security" und "Save & Exit" sind dabei selbsterklärend. Das Hauptaugenmerk des Boards ist zweifelsohne das Overclocking. Die extrem umfangreichen OC-Funktionen sind im Menüpunkt "OC" zu finden. MSI lässt für Overclocking-Enthusiasten keine Wünsche offen. Dazu aber später mehr. Die integrierte Instant-Flash-Funktion hat auch beim heutigen Testkandidaten einen eigenen Menüpunkt erhalten. Entweder lässt sich das aktuelle BIOS auf einen Datenträger speichern oder andersherum von einem Datenträger aus aktualisieren. Genau so ist es den Overclocking-Profilen ergangen. Insgesamt können sechs verschiedene OC-Konfigurationen hinterlegt werden. MSI hat auch dieses Mal an eine Import- und Export-Funktion gedacht.

Der vorletzte Punkt ist der "Hardware Monitor", der wichtige ausgelesene Daten aufzeigt, wie eben die Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehgeschwindigkeiten. Zusammen mit dem CPU-FAN-Header können in der Summe fünf Lüfter gesteuert werden. Jeder Lüfter kann mit vier Stufen in einer automatischen oder manuellen Lüfterkurve angepasst werden. Der letzte Menüpunkt umfasst den "Board Explorer", der übersichtlich aufzeigt, in welchem Slot oder sonstigem Anschluss welche Komponente installiert ist. Dies erspart den Blick ins eigene Gehäuse und dient rein dem Komfort.

Ebenfalls mit enthalten: Die "Favorites"-Funktion, die man in ähnlicher Art und Weise bereits bei ASUS und neuerdings auch bei ASRock antrifft. MSI jedoch bietet nicht nur eine Favoritenseite an, sondern gleich fünf, was wiederum neue Möglichkeiten eröffnen dürfte. Denkbar einfach gestaltet sich zudem das Hinzufügen der meistgenutzten Funktionen. Hierzu reicht ein Rechtsklick mit der Maus aus, woraufhin sich prompt ein kleines Fenster öffnet und der Anwender sich entscheiden kann, zu welcher der fünf Favoritenseiten die ausgewählte Funktion hinzugefügt werden soll.

Auch dieses Mal konnte das UEFI von MSI auf ganzer Linie überzeugen. Sämtliche ausgewählte Einstellungen wurden problemlos und korrekt umgesetzt. Der Anwender hat dabei die Auswahl, ob er sich per Maus und/oder mit der Tastatur durch die Menüs bewegt.

 

Overclocking

Ohne Frage haben wir uns auch das Overclocking-Verhalten des MSI X99S SLI PLUS angeschaut. Auch wenn das Mainboard nicht primär zum Übertakten konzipiert wurde, so stellt es trotzdem zahlreiche Funktionen im UEFI bereit, die wir als komplett bezeichnen. Soll heißen, dass sich selbstverständlich der Prozessor und der Arbeitsspeicher übertakten lassen, aber auch sämtliche Spannungen anpassen lassen.

Der BCLK jedenfalls ist bereit, von 90,90 MHz bis 300 MHz in angenehmen 0,06-MHz-Schritten bewegt zu werden. Bei der CPU-Spannung wird einem neben dem Override- und Offset-Modus noch der Adaptive- sowie die beiden Hybrid-Modi Adaptive+Offset und Override+Offset geboten. In Verbindung mit den ersten beiden Modi beträgt der wählbare Spannungskorridor 0,800 Volt bis 2,100 Volt, beim Offset-Modus hingegen -0,990 Volt bis +0,990 Volt, jeweils in sehr feinen 0,001-Volt-Intervallen. Die restlichen Overclocking-Eigenschaften haben wir in einer Tabelle zusammengefasst.

Die Overclocking-Funktionen des MSI X99S SLI PLUS in der Übersicht
Base Clock Rate 90,90 MHz bis 300 MHz in 0,06-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Adaptive- und Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,600 V bis 2,800 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 3,040 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Adaptive- und Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,800 V bis 1,850 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,990 V bis +0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,700 V bis 2,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,700 V bis 2,320 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH1,5V, DRAM CHA/B VPP Voltage, DRAM CHC/D VPP Voltage, DRAM CHA/B VREF Voltage
DRAM CHC/D VREF Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 91 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
Memory Try It!, VR 12VIN OCP Expander

Wir haben unseren Overclocking-Versuch bei 4,4 GHz mit einer Spannung von 1,3 Volt begonnen, was unserem Core i7-5960X allerdings nicht genügte. Wir mussten die VCore in 0,005-Volt-Schritten erhöhen, bis das Ganze bei 1,320 Volt stabil lief.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,4 GHz bei 1,317 Volt

Sofern die anliegende Spannung nahezu der Tatsache entsprechen sollte, scheint das MSI X99S SLI PLUS eine Ausnahme zu sein, da es eine niedrigere Spannung benötigte als das ASUS Rampage V Extreme und das ASRock X99 OC Formula.

Wir werfen auch weiterhin einen Blick auf das RAM-Overclocking bei der Haswell-E-Plattform. Zu diesem Zweck verwenden wir vier DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "G.Skill RipJaws4 DDR4-3000". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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4x 4GB G.Skill RipJaws4 DDR4-3000
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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir minimal schärfere Latenzen festlegen.

Das Extreme Memory Profile wurde bis auf die VDIMM ohne Schwierigkeiten angenommen und das System lief stabil. Obwohl das Profil geladen wurde, setzte das BIOS die VDIMM nicht automatisch auf die benötigten und hinterlegten 1,35 Volt. Abhilfe schafft daher das manuelle Fixieren der RAM-Voltage.

Auf der Treiber- und Software-DVD lässt sich das MSI/Intel Extreme Tuning Utility finden, das der eine oder andere bereits schon kennt:

MSI/Intel Extreme Tuning Utility.

Das XTU ermöglicht das Overclocking der CPU und des Arbeitsspeichers direkt unter Windows. Mit integriert ist auch ein Hardware-Monitor, womit sich die CPU-Temperatur, deren aktuell anliegende Taktfrequenz und andere interessante Punkte überwachen lassen. Neben den Taktfrequenzen für CPU und RAM ist auch gleich die Spannung regulierbar. Die Aktivierung der gewählten Einstellungen erfolgt nicht in Echtzeit, Änderungen werden vorerst zwischengespeichert. Erst nach einem Neustart des Systems sind die Settings dann auch aktiv. Hinterher kann die Konfiguration auch gleich mit dem implementierten Stress-Test auf Stabilität geprüft werden. Wurden die passenden und stabilen Einstellungen gefunden, können sie in praktischen Profilen hinterlegt werden.

MSI ECO Center

Ein weiteres Software-Feature hat uns darüber hinaus besonders interessiert, das MSI ECO Center. Dahinter verbirgt sich das ECO-Power-Teilfeature, welches wiederum ein Teil des neuen Guard-Pro ist. Die Idee dahinter ist, nicht benötigte Komponenten, Anschlüsse und Slots zu deaktivieren, um die Leistungsaufnahme noch weiter nach unten zu drücken. Die Taiwaner selbst versprechen sich eine bis um 29 Prozent höhere Effizienz. Dann schauen wir uns mal die Praxis an.

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MSIs ECO-Center.

Leider lässt sich nur sehr wenig abschalten. Darunter fallen lediglich der CPU-FAN-Header, drei weitere System-FAN-Header und die zwei USB-3.0-Ports über den X99-Chipsatz. Zum Ausschalten muss das jeweilige Blitz-Symbol aus dem Kästchen entfernt und im Anschluss unten auf "Apply" geklickt werden.

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MSIs ECO-Center.

Wir haben alles, bis auf den CPU-FAN-Header, deaktiviert. Allerdings ist auch klar, dass die Ersparnis nicht der Rede wert ist.

In der folgenden Bildergalerie sind nochmal alle BIOS-, XTU- und Eco-Center-Screenshots einsehbar:

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Mit diesem Testsystem haben wir das MSI X99S SLI PLUS getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 2133 MHz und 15-15-15-35 2T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI X99S SLI PLUS ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Hinweis: Wir haben vier bereits getestete X99-Platinen aus den Ergebnissen aufgrund eines Austauschs der Core i7-5960X-CPU entfernt, damit der Vergleich auch wirklich fair ist. Die Artikel sind jedoch weiterhin aufrufbar.

Wir testen allerdings nur noch sechs Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench R11.5, Cinebench R15 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R15 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Wie schon zuvor erwartet wurde, liegen die Werte des MSI X99S SLI PLUS dicht bei den anderen Probanden. Bei demselben Restsystem ist das allerdings auch kein Wunder.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das MSI X99S SLI PLUS benötigte 22,49 Sekunden für die reine Initialisierung der Komponenten und damit von den drei Boards am längsten. Verglichen mit dem deutlich besser ausgestatteten ASUS Rampage V Extreme ist diese Zeit eher unverständlich. Selbst das bereits getestete MSI X99S XPOWER AC mit 22,27 Sekunden nahm marginal weniger Zeit in Anspruch.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI X99S SLI PLUS hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, zwei USB-3.0-Chips und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration anscheinend gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Das X99S SLI PLUS hat gegen das ASRock X99 OC Formula zumindest im Leerlauf keine Chance und liegt mit zusätzlichen 8,4 Watt bei 57,6 Watt - und damit in der Mitte der drei Probanden.

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Teillast mit dem Cinebench R11.5 ändert sich das allerdings. Hier liegt die MSI-Platine mit nur 0,1 Watt Unterschied bei 163,7 Watt und führt die Tabelle hauchdünn an.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Gleiches Spiel auch mit Prime95 unter Volllast. Nur mit dem Unterschied, dass das X99S SLI PLUS 3,7 Watt sparsamer als das ASRock X99 OC Formula unterwegs ist. Das System zog daher 183,1 Watt aus der Steckdose.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Vom ASUS Rampage V Extreme abgesehen, sind sich das MSI- und ASRock-Mainboard bei der VCore einig und haben unter Last 1,067 Volt angelegt.

 

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

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Beim MSI X99S SLI PLUS gab es nichts abzuschalten, daher ergeben sich dieselben Ergebnisse.

Im Idle hält sich das MSI X99S SLI PLUS eher im Mittelfeld auf. Die Stärken werden jedoch unter Last ausgespielt, wo es sich von seiner besseren Seite zeigt.


USB-3.0-Performance

MSI hat das X99S SLI PLUS mit insgesamt zwölf USB-3.0-Schnittstellen ausgestattet. Am I/O-Panel können auf acht Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen vier Stück können über zwei interne Header realisiert werden. Dieses Mal können wir drei Tests absolvieren. Einmal nativ über den X99-Chipsatz, ferner über den VL805 von VIA und einmal über den ASM1042AE. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

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Die USB-3.0-Performance beim MSI X99S SLI PLUS
(nativ über den X99-PCH).
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Die USB-3.0-Performance über den VIA VL805.
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Die USB-3.0-Performance über den ASM1042AE.

Die Resultate zeigen eindeutig, dass die Leistung über den X99-Chipsatz wieder einmal am höchsten ausfällt. Dabei kann die 300-MB/s-Marke im Schreiben als geknackt bezeichnet werden. Im Lesen wurden immer noch anständige 275 MB/s erreicht. Vor allem der VIA VL805 hat in unserem Test eher enttäuscht. So kletterte die Schreibrate nur auf etwa 210 MB/s hoch, wohingegen lesend mit über 250 MB/s deutlich bessere Werte erzielt wurden. Übrig bleibt noch der ASM1042AE, der sich zwischen den beiden Ergebnissen platzieren darf. Seine Leistung reichte aus, um das Laufwerk im Lesen auf maximal 228 MB/s und im Schreiben auf höchstens 273 MB/s zu beschleunigen.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI X99S SLI PLUS stellt acht native SATA-6G-Ports und eine SATAe-Schnittstelle bereit. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

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Die SATA-6G-Performance beim MSI X99S SLI PLUS
(nativ über den X99-PCH).

Der X99-Chipsatz holt mit einer Lesedurchsatzrate von 557 MB/s und einer Schreibrate von 521 MB/s auch dieses Mal wieder alles aus dem SSD heraus.

 

M.2-Performance

Unsere Leser haben sich gewünscht, dass wir uns die M.2-Leistung genauer anschauen. Genau das haben wir mittlerweile in unsere Mainboard-Tests mit eingebaut. Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher noch keine M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob zumindest mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

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Die M.2-Performance beim MSI X99S SLI PLUS
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU).

Trotz anfänglichem Schluckaufverhalten stimmt die Performance im späteren Verlauf absolut überzeugend. Es wurden schreibend 1020 MB/s und lesend sogar 1081 MB/s erreicht, was definitiv eine Ansage ist.


Mit dem X99S SLI PLUS wird von MSI für den verlangten Preis ein beachtlich gut ausgestattetes Sockel LGA2011-v3-Mainboard angeboten, welches in diesem Preisbereich nahezu konkurrenzlos ist und gleichzeitig das günstigste X99-Mainboard aus dem Hause MSI darstellt. Es wurde eine durch und durch schwarze Optik verwendet, die trotz unterschiedlicher Geschmäcker von den Interessenten vermehrt gern angenommen werden dürfte. Zur Grundausstattung gehört alles, was man sich bei einem X99-Board wünscht - samt 3-Way-Multi-GPU-Konfiguration.

Erstaunlich gut hat sich das VRM-Design, bestehend aus acht Spulen mit je vier Spannungswandlern, präsentiert und konnte im groben Overclocking-Test selbst das ASUS Rampage V Extreme in Sachen CPU-Spannung hinter sich lassen. Dabei kamen auch die Overclocking-Funktionen im UEFI definitiv nicht zu kurz. Auf dem PCB selbst halten sich ein BIOS-Switch, ein OC-Genie, ein Power- und ein Reset-Button bereit, die den Komfort generell erhöhen. Selbst einige Spannungsmesspunkte waren für eine Überraschung gut, die gerade in der Classic-Serie nicht selbstverständlich sind. Als Sahnehäubchen unterstützt das X99S SLI PLUS selbst den Slow-Mode, sodass dieser Unterbau auch für extremes Übertakten mit flüssigem Stickstoff eingesetzt werden kann.

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Für den Storage-Bereich wurden von MSI acht SATA-6G-Ports und eine SATA-Express-Schnittstelle mit 10-GBit/s-Anbindung vorgesehen - allesamt an den X99-Chipsatz gekoppelt. Als Bonus wurde selbst an einen M.2-Slot gedacht, der über vier PCIe-3.0-Lanes mit der Haswell-E-CPU kommuniziert und demnach auf theoretische 32 GBit/s kommt. Besonders großzügig war der taiwanische Hersteller mit den USB-3.0-Anschlüssen, wovon acht Stück am I/O-Panel und vier Stück über zwei Header auf ihren Einsatz warten. Eine eher suboptimale Wahl war allerdings der VL805-USB-3.0-Host-Controller von VIA, der von allen drei Controllern am schlechtesten abgeschnitten hat. Alternativ hätte MSI den ASMedia-ASM1074-Hub nehmen können, wobei dann allerdings zwei USB-3.0-Anschlüsse weniger zur Verfügung gestanden hätten. Beim Netzwerkcontroller wurde auf den bewährten Intel-I218-V-PHY gesetzt. Gerne hätten wir als Audio-Lösung den Realtek ALC1150 gesehen, der das Produkt ideal abgerundet hätte, stattdessen muss der ALC892 aus dem gleichen Haus herhalten, der je nach Ansprüchen aber ebenso genügen könnte.

Das UEFI hat das taiwanische Unternehmen beim X99S SLI PLUS im Griff. Sämtliche Settings wurden zufriedenstellend in die Tat umgesetzt und die Bedienung per Maus und Tastatur erfolgt auf hohem Niveau. Einziger Minuspunkt ist die inkorrekte Umsetzung des Extreme-Memory-Profile. Im Test mussten wir die VDIMM manuell anpassen, damit das System mit den ansonsten korrekten Einstellungen starten konnte. Einen derartigen Punkt kann MSI aber einfach in einem zukünftigen Biosrelease fixen. Für eine Enthusiasten-Plattform konnte ebenfalls die Effizienz, überwiegend unter Last, überzeugen.

Letztendlich werfen wir einen Blick auf den Preis: Bei einem Kurs ab etwa 193 Euro können wir schon von einem Geheimtipp reden. Die ohnehin teuren Anschaffungskosten der gesamten Plattform können zumindest mit dem MSI X99S SLI PLUS etwas in Grenzen gehalten werden.

Positive Eigenschaften des MSI X99S SLI PLUS:

Negative Eigenschaften des MSI X99S SLI PLUS:

MSIs X99S SLI PLUS zeigte sich insgesamt als sehr guter LGA2011v3-Unterbau mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis und hat zahlreiche Überraschungen inklusive. Auch die Effizienz unter Last weiß für ein Haswell-E-System zu gefallen. Über die kleinen Contra-Punkte kann unter Umständen drüber hinweg gesehen werden. Aufgrund des niedrigen Preises erhält das MSI X99S SLI PLUS von uns den Preis-Leistungs-Award!

PL MSI X99S SLI PLUS

Alternativen? Für etwa denselben Preis gibt es das Gigabyte GA-X99-UD4, welches vier Grafikkarten unter einen Hut bringen kann, doch dafür nur acht USB-3.0-Schnittstellen und einen M.2-Slot mit lediglich 10-GBit/s-Anbindung bereithält. Alternativ wäre auch ein Blick auf das ASRock X99 Extreme4 lohnenswert, das zwar keine SATAe-Schnittstelle bietet und lediglich sechs USB-3.0-Buchsen zur Verfügung stellt, aber dafür eine bessere Sound-Ausstattung im Gepäck hat und zusätzlich knapp 10 Euro günstiger zu haben ist.

 

Persönliche Meinung

Wer hätte gedacht, dass MSI mit dem X99S SLI PLUS einen Preis-Leistungskracher hinlegt. Ein Haswell-E-Unterbau für unter 200 Euro, der jede Menge Ausstattung mitbringt, ein großes Overclocking-Potenzial bietet und auch mit dem Slow-Mode eine Funktion für extremes Übertakten unterstützt. Dies zeigt wieder einmal, dass es nicht immer das teuerste Mainboard sein muss, um viel zu bekommen. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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