ASUS Maximus VII Formula im Test

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IMG 4 logoWir haben uns eigentlich immer das Flaggschiff aus der Republic-of-Gamers-Serie angeschaut, das sich vorwiegend an Enthusiasten mit einem großen Geldbeutel richtet und von ASUS jede Menge Extras verpasst bekommt. Bei der Z97-Serie geht ASUS allerdings einen etwas anderen Weg. Ein Extreme-Modell mit dem Z97-Chipsatz wird es nicht geben, diesen Platz nimmt seit kurzer Zeit das Formula-Modell ein. Demnach haben wir das Maximus VII Formula auf den Prüfstand gestellt.

Das Maximus VII Formula ist das neue Flaggschiff für den Sockel LGA1150 und wurde letzten Monat von ASUS vorgestellt. Zuvor gab es zumindest noch ein Extreme-Modell, wovon sich ASUS scheinbar abgewendet hat und es nun bei der siebten Serie beim Formula belässt. Im X99-Bereich wird es allerdings wieder ein Extreme-Modell geben. Das Maximus VII Formula soll sich natürlich deutlich vom Maximus VII Hero und vom Maximus VII Ranger abheben. Und das ist ASUS in der Tat auch gelungen, sowohl optisch als auch technisch.

Unter dem so genannten ROG-Armor verbirgt sich eine gewöhnliche ATX-Platine mit zwei mechanischen PCIe-3.0-x16-, drei PCIe-2.0-x1-Slots und einem mechanischen PCIe-2.0-x16-Steckplatz, vier DDR3-DIMM-Slots, sechs SATA-6G-Ports und dazu zwei SATA-Express-Schnittstellen. Passend dazu befindet sich auf dem mPCIe-Combo-III-Modul neben einem bereits belegten Mini-PCIe-Slot noch ein M.2-Steckplatz. Zusätzlich können acht USB-3.0- und sechs USB-2.0-Anschlüsse genutzt werden. In Sachen Audio kommt das ROG-SupremeFX-Feature zum Einsatz, die Netzwerkpakete hingegen werden von einem Intel-Netzwerkcontroller betreut. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die zahlreichen Overclocking-Features, wie z.B. die Spannungsmesspunkte und die Onboard-Buttons.

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Das ASUS Maximus VII Formula in der Übersicht.

Fast das gesamte PCB wird vom ROG Armor überdeckt. Das Front-Cover ist dem Thermal Armor einiger Platinen aus der TUF-Serie sehr ähnlich. Auch erfüllt die große Backplate dieselben Eigenschaften des TUF Fortifier. Das PCB selbst ist schwarz wie die meisten Anschlüsse. Wie es bei den ROG-Mainboards üblich ist, sind einige jedoch rot und heben das typische Farbschema hervor. Der verbaute MOSFET-Kühlkörper kann zusätzlich in einen Wasserkühlungskreislauf eingebunden werden.

Die Spezifikationen

Für folgende technische Eigenschaften hat sich ASUS entschieden:

Die Daten des ASUS Maximus VII Formula in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus VII Formula
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis ca. 284 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way), SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16 (x4, shared)
3x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
2x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über ASMedia ASM1061
1x SATA Express über Intel Z97
1x SATA Express über ASMedia ASM106SE
1x M.2-Slot über Intel Z97 (shared, 10 GBit/s)

USB 8x USB 3.0 (6x am I/O-Panel, 2x über Header) sechs über Intel Z97, zwei über ASMedia ASM1042AE
6x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 6x über Header) über Intel Z97
Grafikschnittstellen 1x HDMI-out 1.4a, 1x DVI
WLAN / Bluetooth Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac. Bluetooth 4.0
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel ROG SupremeFX Formula 2014 (Realtek ALC1150)

Wie unsere Leser erkennen können, wurde uns von ASUS das Maximus VII Formula mit einer kostenlosen Version von Watch Dogs geliefert. So ist auf der Verpackung Aiden Pearce (Protagonist von Watch Dogs) mit seinem Handy und einer Waffe in der Hand zu sehen. Oben links in der Ecke befindet sich das ROG-Logo, unterhalb davon die Modellbezeichnung. Ganz unten wurden einige Features sowie das ASUS-Logo hinterlassen.

Im Inneren des Kartons fanden wir folgendes Zubehör auf:

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ASUS gibt nicht nur das Nötigste mit, sondern abgesehen von den üblichen Beigaben wird auch noch ein mPCIe-Combo-III-Modul, eine Dual-Band-Antenne, acht SATA-Kabel, die Q-Connectors, Kabelaufkleber für die Laufwerke und ein ROG-Türhängeschild mit in die Verpackung gelegt.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: Der M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Die Backplate des ROG Armors.

Drehen wir das Maximus VII Formula auf den Kopf, ist die weitläufige Backplate zu sehen, die fester Bestandteil des ROG-Armors ist und nicht nur zur verbesserten Optik beiträgt, sondern vielmehr für erhöhte Stabilität des PCBs und auch für eine bessere Kühlung sorgen soll. Damit man das Board entkleiden kann, müssen die neun Schrauben gelöst werden, die die Backplate mit dem Front-Cover zusammenhalten. Anschließend kann der MOSFET- und PCH-Kühlkörper abmontiert werden.

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Das nackte Maximus VII Formula.

Und schon halten wir das entblößte Maximus VII Formula in den Händen und erhalten einen freien Blick auf das gesamte PCB.

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Acht hochwertige und leistungsstarke Phasen versorgen die CPU mit Strom.

ASUS verwendet beim Maximus VII Formula NexFET-MOSFETs mit der Bezeichnung "CSD87350Q5D", die von Texas Instruments stammen und dazu acht Phasen des Typs "60A BlackWing". Jeder MOSFET ist für eine Phase verantwortlich und bietet eine 90-prozentige Effizienz. Zusätzlich lässt ASUS hochwertige, 10K japanische Black Metallic Kondensatoren, die fünf Mal länger als gewöhnliche Kondensatoren leben sollen und zugleich weniger temperaturempfindlich arbeiten, auf das Board löten. Für die CPU-Stromversorgung sorgen jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin ATX +12V-Anschluss.

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Als Herzstück des VRMs dient der Digi+-Chip.

Der ASP1257 wird außerdem auf dem ASUS Z97-Deluxe verbaut. Er kümmert sich um die Phasen, benötigt jedoch etwas Unterstützung.

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Von diesen Kerlchen arbeiten acht Stück auf der PCB-Rückseite.

Bei den acht Chips auf der Rückseite handelt es sich um Converter Driver, sie stammen von International Rectifier und tragen den Namen "IR3535". Sie befinden sich auf der Rückseite des PCBs und werden von der ROG-Armor-Backplate mitgekühlt.

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Der Arbeitsspeicher wird von einem weiteren PWM-Controller betreut.

Der ASP1103 ist für die vier DIMM-Slots verantwortlich, die wiederum von zwei hochwertigen Phasen mit Strom versorgt werden.

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Mit einem USB-3.0-Header können zwei Anschlüsse an die Gehäuse-Front verlegt werden.

Hier sind auch schon die vier DIMM-Slots inkl. der beiden Phasen zu sehen. ASUS hat die DIMM-Slots übrigens bis zu einer effektiven Taktfrequenz von 3300 MHz freigegeben. Selbstverständlich wird auch das XMP-Feature unterstützt. Links neben dem 24-Pin-ATX-Stromanschluss können mit dem USB-3.0-Header zwei Anschlüsse an das Front-Panel des Gehäuses verlegt werden. Rechts vom Hauptanschluss hat ASUS einige Onboard-Features hinterlassen. Auf die werden wir noch später zurückkommen.

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Multi-GPU mit bis zu zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten stemmt das Board problemlos.

ASUS hat die Erweiterungsslots sehr durchdacht auf das PCB gesetzt. In den meisten Fällen wird lediglich eine Grafikkarte verwendet, die optimalerweise in den oberen PCIe-3.0-x16-Slot gehört und demnach die ganzen 16 Lanes von der CPU bekommt. Unter dem Slot befindet sich kein weiterer Slot, sodass im Falle einer Dual-Slot-Grafikkarte kein anderer Steckplatz überdeckt und unbrauchbar wird. Das Maximus VII Formula stellt jedoch zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots bereit. Auf Wunsch lassen sich also auch zwei AMD- oder NVIDIA-Grafikkarten nutzen. Die 16 Lanes von der CPU werden in diesem Fall zu je acht Lanes auf die beiden Karten aufgeteilt. Das Limit liegt allerdings bei drei AMD-Grafikkarten. Die dritte Karte wird dann in den untersten Slot installiert, der jedoch nur mit vier PCIe-2.0-Lanes an den Z97-Chipsatz angebunden ist. Davon ab lassen sich auch die drei PCIe-2.0-x1-Steckplätze sinnvoll belegen.


Weiter gehts mit den Storage-Anschlüssen:

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Nur das Maximus VII Formula bietet aus der neuen Maximus-VII-Serie das SATA-Express-Feature.

Neben den sechs SATA-6G-Anschlüssen hat ASUS gleich an zwei SATA-Express-Schnittstellen gedacht. Gerade mit den beiden SATAe-Anschlüssen kann sich das Maximus VII Formula klar von den kleinen Brüdern absetzen. Ohne Frage kann der Z97-Chipsatz nicht alle Anschlüsse alleine bewältigen. Aus diesem Grund bekommt der PCH von zwei ASMedia-Chips Unterstützung. Die obere SATA-Express-Schnittstelle wird demnach vom ASMedia ASM106SE betreut, die untere übernimmt der Z97-PCH. Die beiden SATA-6G-Ports neben den SATAe-Schnittstellen stemmt dagegen der ASMedia ASM1061, der sehr verbreitet auf vielen weiteren Intel-Mainboards eingesetzt wird. So bleiben noch die vier Anschlüsse auf der rechten Seite übrig, die vom Intel-Chipsatz kontrolliert werden. Auf dem mPCIe-Combo-III-Modul kann zudem eine M.2-Karte installiert werden. Zu beachten gilt, dass sich die SATA-Express-Schnittstelle über den ASM106SE die Anbindung mit dem PCIe-2.0-x16-Slot teilt. Wenn also eine Karte in dem Slot installiert ist, wird der SATA-Express-Anschluss unbrauchbar.

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Das I/O-Panel vom ASUS Maximus VII Formula.

Am I/O-Panel gibt es nichts zu beanstanden. ASUS hat sich für einen HDMI-, einen DisplayPort-Ausgang, sechs USB-3.0-, zwei USB-2.0-, die analogen Audio-Anschlüsse und natürlich für eine LAN-Buchse entschieden. Zusätzlich haben es ein CMOS-Clear-, ein USB-BIOS-Flashback-Button, dazu ein Toslink und eine ältere PS/2-Schnittstelle auf das I/O-Panel geschafft. Ganz links kann das mitgelieferte mPCIe-Combo-III-Modul eingesetzt werden.

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Der ROG SupremeFX sorgt für die richige Sound-Kulisse.

Wie auch bei den anderen ROG-Platinen der Maximus-VII-Serie setzt ASUS beim Maximus VII Formula ebenfalls das ROG-SupremeFX-Feature. Unter dem EMI-Shield verbirgt sich allerdings Realteks ALC1150-Soundprozessor, für den es kein Problem darstellt, mit acht Kanälen zu hantieren. Es lässt sich gut erkennen, dass die Taiwaner den Sound-Bereich vom Rest des PCBs getrennt untergebracht haben, was eventuelle Interferenzen vermeiden soll. Um den Klang generell zu verbessern, wurden zahlreiche Audio-Kondensatoren von ELNA verlötet. Der Texas Instruments LM4562 fungiert dabei als 600-Ohm-Kopfhörerverstärker und kann somit ohne Schwierigkeiten Kopfhörer mit sehr hoher Impedanz bedienen. Ferner sorgt der CS4398 DAC von Cirrus Logic dafür, dass der Sound mit 120 dB SNR ausgegeben wird.

ASUS packt an dieser Stelle auch die speziellen Features oben drauf, die selbst mit dem Maximus VII Ranger nutzbar sind. Mit dem "Sonic SenseAmp"-Feature wird die Impedanz des angeschlossenen Kopfhörers automatisch ermittelt und gegebenenfalls entsprechend angepasst. Dagegen bietet "Sonic SoundStage" die Möglichkeit, das "optimale" Soundprofil für die jeweiligen Situationen per Onboard-Button "Soundstage" zu aktivieren. Vier Profile werden vorab angeboten: Shooter, Rennspiel, Sport und Kampfspiel. Es gibt allerdings einen kleinen Haken: Die genannten, exklusiven ROG-Features sind nur einsetzbar, wenn die analogen Buchsen genutzt werden. Abschließend gibt es noch "Sonic Studio", mit dessen Hilfe mit nur einem einzelnen Klick ein glasklarer Raumklang erzeugt werden soll.

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Das Soundstage-Feature ist mittels Onboard-Button direkt aktivierbar.

Auf der Unterseite des PCBs ist der Soundstage-Button zu finden, mit dem das oben beschriebene Feature aktiviert werden kann. Ganz rechts ist der Anschluss-Bereich für das OC-Panel sichtbar, welches Bestandteil des Maximus VI Extreme ist.

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Mit dem Keybot-Button wird die gleichnamige Funktion eingeschaltet.

Das Keybot-Feature im Detail: Wenn keine Tastatur mit erweiterten Multimedia- und gar Makro-Tasten angeschlossen ist, lässt sich das Ganze mit dem KeyBot-Feature kompensieren. Dabei können die Tasten F1 bis F10 frei belegt werden. Entweder mit Shortcuts für spezielle Anwendungen bzw. Ordner oder Multimedia-Befehlen, um beispielsweise die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren. Es ist außerdem möglich, individuelle Makros abzuspeichern. Als Bonus kann mit der Taste F11 die CPU auf Knopfdruck übertaktet, mit F12 das XMP-Feature aktiviert und mit der DEL-Taste direkt ins UEFI gestartet werden.

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Der SuperI/O-Chip stammt von Nuvoton.

Der Super-I/O-Chip trägt die Bezeichnung "NCT6791D". Mithilfe seiner Fähigkeiten können die Grundspannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten kontrolliert werden. Durch ihn wird es dem Anwender möglich, die angeschlossenen Lüfter manuell zu steuern.

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Zwei USB-3.0-Schnittstellen erhalten ihre Befehle von einem Host-Controller.

Es ist der bekannte ASM1042AE, der mit einer PCIe-2.0-Lane an den Intel-Chipsatz angebunden ist und selbst zwei USB-3.0-Buchsen steuern kann. Dies bedeutet, dass beide Anschlüsse sich die theoretische Bandbreite von 5 GBit/s teilen müssen.

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ASUS setzt bei der Maximus-VII-Serie auf den Intel I218-V.

Natürlich wurde von ASUS auch für das Maximus VII Formula der Intel I218-V für die kabelgebundene Netzwerkverbindung ausgewählt. Für den LAN-Controller sind Datenübertragungsraten von 1 GBit/s kein Hindernis, er beherrscht jedoch auch die Modi 100 MBit/s und 10 MBit/s. Selbst Wake-on-LAN stellen für ihn kein Problem dar. ASUS hat bei den neuen ROG-Mainboards mit Intels Z97-Chipsatz das "LANGuard"-Feature ergänzt, welches im Grunde bessere Kondensatoren und weit verbesserter Schutz vor elektrostatischer Entladung, Überspannung und gar Blitzeinschlägen während eines Gewitters bedeutet. Die besseren Kondensatoren sollen vor allem für einen besseren Datendurchsatz sorgen.

Ebenfalls an Bord ist das GameFirst-III-Feature, womit nach einer Aktivierung den Online-Gaming-Netzwerkpaketen eine weitaus höhere Priorität eingeräumt wird, sodass sich zumindest in der Theorie die Latenzzeit zum Spieleserver verbessern soll. ASUS hat hierbei vier Modi vorgesehen: Optimization, Game, Media Streaming und File Sharing. Für jede installierte Anwendung kann ein Modus festgelegt werden.


Als nächstes verlieren wir ein paar Worte über den TMDS-Level-Shifter:

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Es ist der ASMedia ASM1442K.

Der ASMedia ASM1442K wurde zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel positioniert und ist für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Der ASM1187e erweitert die PCIe-2.0-Lanes.

Wenn viele Anschlussmöglichkeiten angeboten werden sollen, sind die acht PCIe-2.0-Lanes, ausgehend vom Z97-PCH, schnell aufgebraucht. Somit kommt der ASM1187e von ASMedia als 7-Port-Gen2-Switch zum Einsatz, der selbst mit nur einer PCIe-2.0-Lane befeuert wird, auf der anderen Seite aber sieben Lanes wieder ausspuckt. Dass die Bandbreite zu leiden hat, sofern alle sieben Lanes benutzt werden, sollte klar sein.

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ASMedias ASM106SE kümmert sich um die zweite SATA-Express-Schnittstelle.

ASUS möchte den Käufern des Maximus VII Formula gerne zwei SATAe-Anschlüsse zur Verfügung stellen. Einer kann problemlos über den Z97-Chipsatz arbeiten. Für den anderen muss wieder ein Zusatzchip her. Geworden ist es der ASM106SE, der auch schon auf dem Z97-Deluxe von ASUS verwendet wurde.

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Der ASM1061 erweitert das Storage-Aufgebot um zwei weitere SATA-6G-Ports.

Zwei der insgesamt sechs SATA-6G-Buchsen werden vom ASM1061 kontrolliert, der nun definitiv kein Unbekannter ist. Seine Performance reicht zwar in den SATA-6G-Bereich hinein, bei etwa 400 MB/s ist jedoch Schluss. Der Grund hierfür liegt an der Anbindung, denn mit einer PCIe-2.0-Lane sind theoretisch 500 MB/s drin. In der Praxis sind es jedoch 100 MB/s weniger.

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Für die vielen ROG-Features ist ein gesonderter Controller-Chip erforderlich.

Um die zahlreichen ROG-Features realisieren zu können, wird eine separate Steuereinheit benötigt, die über den gezeigten Chip ablaufen. Im Grunde ist er ein zusätzliches CMOS, das sogenannte iROG. Wenn der Anwender das BIOS aktualisiert, wird der iROG-Chip im Regelfall ebenfalls mit neuen Daten versorgt. Sein Aufgabe besteht darin, die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features, die weder vom Chipsatz noch von der CPU übernommen werden können, zu managen. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Für die Ai Suite III werden durch den Chip zusätzlich die Schnittstellen für TurboV Evo und die GPU Boost-Software bereitgestellt. Weiter oben rechts ist übrigens der Keybot-Controller zu sehen.

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Ein paar Onboard-Features dürfen auf keinen Fall fehlen.

In dieser Ecke des PCBs halten sich jeweils ein Power-, Reset-Button und eine Diagnostic-LED auf. Wird das System zunächst im offenen Aufbau betrieben, um beispielsweise die maximale Taktfrequenz des Prozessors und/oder des Arbeitsspeichers auszuloten, sind die Onboard-Buttons immer wieder nützlich.

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Mithilfe der Spannungsmesspunkte können die einzelnen Spannungen genauer ausgelesen werden.

Gerade auf einem ROG-Flaggschiff dürfen die Spannungsmesspunkte nicht vergessen werden. Zum Glück hat ASUS beim Maximus VII Formula an diese Spannungsmesspunkte gedacht. Wird ein Multimeter zur Hand genommen, können folgende Spannungen ausgelesen werden: V_IN, VCORE, IO_D, IO_A, SA, RING, DRAM, PCH, PCH_IO und AUX. Weiter rechts kann der allseits bekannte MemOK!-Button dazu genutzt werden, wenn das System mit den Standard-Timings einmal nicht starten kann. Das Board sucht sich dann die optimalen Latenzen raus.

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Das ASUS Maximus VII Formula nochmal in der Übersicht.

Der ROG-Armor hat einen Nachteil: Manche Backplates der CPU-Kühler könnten nicht auf die PCB-Rückseite passen. Wir hatten jedenfalls dieses Problem mit dem bequiet! Dark Rock Pro C1 und mussten daher auf den NZXT KRAKEN X40 zurückgreifen. Davon abgesehen hätte der bequiet!-CPU-Kühler ohne Probleme auf das Board gepasst. Das von ASUS gewählte PCB-Layout liegt auf einem hohen Niveau. So sind alle Steckplätze und Anschlüsse an den richtigen Stellen aufzufinden und nichts wirkt deplatziert. Es können jede Menge Lüfter angeschlossen werden, acht Stück in der Zahl. Dabei sind es sechs Stück in der 4-Pin- und zwei Stück in der 3-Pin-Ausführung. Es kommt dieselbe Lüftersteuerung zum Einsatz, wie sie auch auf dem Maximus VII Ranger vertreten ist. Gesteuert werden können von den acht FAN-Anschlüssen lediglich die Hälfte. Neben den weiteren Modi "Silent" und "Turbo", steht jeweils noch der Punkt "Manual" zur Verfügung, wo sich der Anwender für seine eigenen Einstellungen entscheiden kann.

Eines der exklusiven ROG-Features ist "Truevolt USB". Dahinter verbergen sich zwei eigenständige, lineare 5V-Leitungen für die Front- und Back-USB-Anschlüsse. Das Ziel ist, dass die Spannung über die USB-Buchsen zu jeder Zeit exakt 5 Volt beträgt, was für viele Geräte von Vorteil ist. Allerdings hängt die Effektivität dieses Features von dem verwendeten Netzteil ab. Wird beispielsweise ein qualitativ schlechtes Netzteil mit einer fluktuierenden 5-Volt-Spannung genutzt, kann "Truevolt USB" das Ganze nur sehr schwer abfangen.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele eher als Cheating ansehen. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Wer die maximal möglichen 32 Gigabyte des Arbeitsspeichers ausreizt, könnte sich einmal mit dem "RAMDisk"-Feature näher beschäftigen. Aus dem RAM kann auf diese Weise ein rasant schnelles Laufwerk herbeigezaubert werden, welches in punkto Performance laut ASUS um das 20-fache schneller ist als aktuelle SSDs. Apropos SSDs: mit der ROG-SSD-Secure-Erase-Funktion können angeschlossene SSDs ohne Kompromisse von den Daten befreit werden.


BIOS

Auf dem Maximus VII Formula war das First Release-BIOS in der Version 0219. Mittlerweile bietet ASUS jedoch die Version 0603 an, die einige Verbesserungen mitbringt. Das BIOS konnte ohne Umwege mit dem ASUS EZ Flash 2 Utility installiert werden. Folgende Änderungen bringt die BIOS-Version 0603 inkl. Vorgängerversionen mit:

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Der EZ-Mode vom Maximus VII Formula.

ASUS nutzt hier verständlicherweise dieselbe Oberfläche, wie sie beim Maximus VII Ranger anzutreffen ist. Lediglich die Farben wurden nun minimalistisch ROG-typisch angepasst. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte weiterhin in weißer Schrift. Wir fangen oben links an. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich über die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Modus vom Maximus VII Formula.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist bereits von den ersten Sockel LGA1150 Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Allerdings wurde das Hinzufügen der Funktionen von ASUS etwas anders gelöst. Das Kontextmenü ist nun weggefallen. Demnach muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Nun geht es mit dem Herzstück "Extreme Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ohne Frage ziemlich viele Funktionen implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. 

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Im Gegensatz zur Vorgängerversion bei den Z87-Modellen, konnte die Navigation durch die Menüs in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Das Overclocking sollte gerade die Meisterdisziplin für das Maximus VII Formula sein. Das ATX-Board wurde von ASUS mit acht hochwertigen Phasen ausgestattet, die von weiteren effizienten Kleinstkomponenten, wie den NexFET-MOSFETs begleitet werden und dem Anwender auf diese Weise zu einem freudebereitenden Overclocking-Erlebnis verhelfen sollen. Im BIOS sind demnach wieder Overclocking-Funktionen in Hülle und Fülle implementiert worden.

Der Grundtakt lässt sich beim Maximus VII Formula von 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Intervallen einstellen. Bei der CPU-Spannung kann sich der Anwender zwischen dem Override-, Adaptive- und Offset-Modus entscheiden. Während die Spannung im ersten Modus von 0,001 Volt bis 1,920 Volt fixiert werden kann, erlauben die anderen Modi eine Veränderung von -0,990 Volt bis +0,990 Volt. Die einzelnen Schritte betragen in allen drei Modi feine 0,001 Volt. Alle anderen Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus VII Formula in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset- und Adaptive-Modus)
DRAM-Spannung 1,20000 V bis 2,40000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,440 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset- und Adaptive-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH PLX, VTT DDR, Eventual CPU Input Voltage, DRAM CTRL REF Voltage,
DRAM DATA REF CHA, DRAM DATA REF CHB
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 51 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Unsere Vorgehensweise war wie bei den anderen Mainboard. Sprich, 4,7 GHz mit 1,250 Volt für den Start. Diese Kombination steckte das Board ohne weiteres weg. Also haben wir die Spannung auf 1,240 Volt gesenkt. Hierbei jedoch trafen wir gleich auf eine Hürde. Das System stürzte mit einem Bluescreen ab. Nachdem wir die Spannung wieder auf 1,245 Volt erhöht haben, lief das System wieder ordnungsgemäß.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,246 Volt

Das Resultat ist beileibe keine Bestmarke, jedoch führen wir nur einen groben Overclocking-Test durch. Und da das Maximus VII Formula sehr viele Funktionen hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass dieses Ergebnis noch ein Stückchen verbessert werden könnte.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Die Werte des Profils wurden korrekt übernommen und liefen auch stabil. Allerdings wurden auch unsere manuelle Einstellung mit schärferen Timings problemlos angenommen. In beiden Fällen lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z97-Modelle haben dabei die dritte Version erhalten, die um weitere Funktionen erweitert wurde. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden sollen.

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Die ASUS AI Suite 3 im ROG-Gewand.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter auf Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten stets im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Maximus VII Formula getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus VII Formula mussten wir das ASUS Multi-Core-Enhancement ausschalten, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Es sind generell nur messbare Unterschiede feststellbar, wenn wir von SuperPi absehen. Alles in allem stimmt jedoch die Leistung.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Gefühlt nehmen sich die beiden ROG-Platinen nichts. Das Maximus VII Formula benötigte 12,21 Sekunden für die Initialisierung aller Komponenten - diese Zeit entspricht dem Durchschnitt.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus VII Formula hat viele Zusatz-Controller erhalten. Ein weiterer USB-3.0-, ein SATA-6G-, ein SATA-Express-, ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Bereits im Leerlauf zeigt sich das Maximus VII Formula mit 54,4 Watt sehr hungrig. Die Differenz zum Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK beträgt dabei fast 10 Watt.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ging es mit Cinebench in die Teillast, erreichte das ROG-Mainboard einen neuen Negativrekord. Auf dem Strommessgerät wurden 110,4 Watt angezeigt. Einzelne getestete Platinen verbrauchten mit Prime95 genauso viel, was einer Volllast entspricht.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 steigt der Verbrauch bekanntlich nochmal ordentlich an. Wir mussten jedoch mit Staunen feststellen, dass das Maximus VII Formula unter voller Belastung 121,9 Watt verbraucht hat. Das ist nicht wenig.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Während Prime95 rechnete, lag eine VCore von 1,044 Volt an. Das ist genau der Wert, den auch alle anderen Boards veranschlagt haben.

 

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wir konnten jede Menge Zusatzchips und die Beleuchtung ausschalten. Im Idle konnte die Leistungssaufnahme um 4,7 Watt auf 49,7 Watt verringert werden.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Bei Cinebench waren es dagegen 4,8 Watt weniger. Demnach lag der Verbrauch bei akzeptablen 105,6 Watt.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ebenfalls 4,8 Watt weniger zeigte das Strommessgerät bei Prime95 an. Mit 117,1 Watt sieht es nun deutlich besser aus.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore hat sich nicht verändert, was auch zu erwarten war.

Gerade die teureren ROG-Platinen sind in Sachen Leistungsaufnahme keine Sparwunder. Dies liegt an der Vielzahl der Controller-Chips, die ASUS dem Käufer zur Verfügung stellen möchte. Sind alle Komponenten aktiviert, verbraucht das ASUS Maximus VII Formula in allen Situationen schlicht zu viel. Werden die Zusatzchips ausgeschaltet, werden zwar bessere Werte erreicht, sie liegen allerdings noch immer im erhöhten Bereich.


USB-3.0-Performance

In Sachen USB-3.0-Anschlüsse bietet das Maximus VII Formula acht USB-3.0-Anschlüsse, wovon sechs Stück natürlich direkt an den PCH angebunden sind. Zwei weitere werden über den ASM1042AE bereitgestellt. Sechs der Schnittstellen sind am I/O-Panel anzutreffen, die anderen beiden per internem Header. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VII Formula
(nativ über den Z97-PCH).
ATTO USB3 small
Der ASM1042AE bietet etwas weniger Leistung.

Die sechs USB-3.0-Anschlüsse bieten eine annehmbare Lesedurchsatzrate von 271 MB/s und eine Schreibleistung von 295 MB/s. Anders dagegen der ASM1042AE, der mit 270 MB/s schreibend und 237 MB/s schlechter abgeschnitten hat.

 

SATA-6G-Performance

Mit sechs SATA-6G-Ports und zwei SATA-Express-Schnittstellen ist das Maximus VII Formula ausreichend gut vorbereitet. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Maximus VII Ranger
(nativ über den Z97-PCH).
ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance über den ASMedia ASM1061.
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Die SATA-6G-Performance über den ASMedia ASM106SE.

Bei allen drei Benchmark-Läufen ist die Anfangsleistung nicht auf Normalniveau, stabilisiert sich jedoch im späteren Verlauf. Der Z97-Chipsatz reizt die SanDisk Extreme 120 mit 525 MB/s Schreiben und 557 MB/s Lesen nahezu aus. Der ASM1061 und der ASM106SE können von diesen Werten nur träumen und kommen lesend auf 401 MB/s. Beim ASM1061 wird eine Schreibrate von 381 MB/s erreicht, der ASM106SE schafft dagegen mit 390 MB/s nur minimal mehr.


Da hat ASUS mit dem Maximus VII Formula schon ein pfundiges Stück Hardware kreiert, das sich zurecht das Flaggschiff der Maximus-VII-Serie nennen kann. Pfundig ist es schon aufgrund des hohen Gewichts. Der ROG-Armor, der aus einem Cover und einer Backplate besteht und einerseits optisch gut anzusehen ist, auf der anderen Seite für Schutz, zusätzliche Stabilität und bessere Kühlleistung sorgen soll, wiegt schon eine Menge. Auf das Flaggschiff hat ASUS aber auch alles drauf gepackt, was mit der Z97-Serie geboten werden kann, wozu auch zwei SATA-Express-Schnittstellen und der neue M.2-Slot gehören. Davon abgesehen wurde an die hochwertige CPU-Spannungsversorgung gedacht, die aus acht starken Phasen und NexFET-MOSFETs besteht. Zusammen mit den Onboard-Features, wie dem Power-, Reset-, MemOK!-Button, der Diagnostic-LED, den Spannungsmesspunkten und den üppig vertretenen Overclocking-Funktionen aus dem UEFI heraus kommt der geneigte Übertakter vollständig auf seine Kosten. Zusätzlich kann der MOSFET-Kühlkörper in einen Wasserkühlungskreislauf eingebunden werden.

Unter dem Kunststoffverdeck versteckt sich ein ATX-PCB, auf dem sich neben zwei PCIe-3.0-x16-Slots und einem PCIe-2.0-x16-Slot auch noch drei PCIe-2.0-x1-Steckplätze aufhalten und auf ihren Einsatz warten. Demnach lässt sich auch ein Multi-GPU-Gespann auf dem Maximus VII Formula einrichten. Besonders positiv hervorzuheben ist der freie Platz unter dem oberen PCIe-3.0-x16-Slot. Wenn lediglich eine Dual-Slot-Grafikkarte genutzt wird, können dennoch alle weiteren Steckplätze weiterhin verwendet werden. Ausgehend vom Intel-Z97-Chipsatz und vom ASM1042AE werden acht USB-3.0-Anschlüsse bereitgestellt, wovon sechs Stück am I/O-Panel anzutreffen sind. Insgesamt gehören noch weitere sechs USB-2.0-Buchsen zur Ausstattung. Auch lässt sich die integrierte Grafikeinheit in den Haswell(-Refresh)-Prozessoren mithilfe eines HDMI- und DisplayPort-Grafikausgangs nutzen.

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Beim Storage-Bereich hat ASUS dann ordentlich aufgedreht und stellt neben sechs SATA-6G-Ports gleich zwei SATA-Express-Schnittstellen und einen M.2-Slot zur Verfügung. Letzterer ist jedoch nicht auf dem PCB zu finden, sondern auf dem mitgelieferten mPCIe-Combo-III-Modul, auf dem bereits eine WLAN 802.11a/b/g/n/ac- und Bluetooth-4.0-Mini-PCIe-Karte installiert ist. Eine der SATAe-Schnittstellen arbeitet nativ über den Z97-PCH, für die andere muss der ASM106SE herhalten. Somit musste für zwei SATA-6G-Buchsen ein weiterer Zusatzchip organisiert werden, der erneut aus dem ASM1061 gebildet wurde. Wie schon bei den kleinen Brüdern aus der Maximus-VII-Serie, sorgt das ROG-SupremeFX-Feature dafür, das der Anwender seine Lieblingsanwendungen in bestmöglicher Audioqualität genießen kann. Für Kopfhörer mit sehr hoher Impedanz steht auch ein entsprechender Verstärker bereit, der bis 600 Ohm mitspielt. Alternativ zur WLAN-Lösung kann auch die kabelgebundene Netzwerkverbindung gewählt werden, die über dem Intel I218-V läuft und neben dem LANGuard-Feature auch noch die GameFirst-III-Funktionalität im Gepäck hat.

Der Anwender kommt allerdings noch in den Genuss weiterer, exklusiver ROG-Features, wie Soundstage, Keybot, True Volt USB, Sonic Radar II, SSD-Secure Erase und RAM Disk, die einen exklusiven Bonus darstellen. Daneben beherbergt das Maximus VII Formula natürlich auch die "5-Way-Optimization", die aus den fünf Unterfeatures TPU, EPU, DIGI+ Power Control, Fan Xpert 3 und Turbo App besteht. Als Schnittstelle zwischen Hardware und Software wurde das umfangreiche UEFI-BIOS von ASUS vorgesehen, welches optisch an die ROG-Farbgebung angepasst wurde und jede Menge Funktionen bietet. Durch die gefühlte Überladung des BIOS fällt die Bedienung mit der Tastatur weniger flüssig aus, sondern gestaltet sich eher ruckelig. Nutzt der Anwender die Maus, ist es schon deutlich angenehmer.

Weniger angenehm war die Leistungsaufnahme, die in jeglicher Situation schlicht zu hoch ausgefallen ist. Der Grund hierfür liegt natürlich bei den vielen Zusatzchips, um weitere Anschlüsse anbieten zu können. Das jedoch geht deutlich auf Kosten der Leistungsaufnahme, die - wie typisch für ein High-End-Board - etwas zu hoch ausfällt.

Für all den Luxus wird verständlicherweise eine Stange Geld verlangt. In unserem Preisvergleich ist das ASUS Maximus VII Formula ab 280 Euro gelistet. Wer seinen K-Prozessor bis ans Limit übertakten möchte und auch die ganzen Funktionen gut gebrauchen kann, könnte den Kauf des Maximus VII Formula ernsthaft in Erwägung ziehen. Als Zugabe liegt sogar ein Watch Dogs-Spieleschlüssel bei, was das Preis-Leistungsverhältnis etwas verbessert. Wer die Features nicht verwendet, muss für einen reibungslosen Betrieb und für eine moderate Übertaktung natürlich nicht so viel Geld ausgeben. In diesem Fall genügen auch das Maximus VII Ranger oder das Maximus VII Hero. Vorsicht ist bei CPU-Kühlern geboten, die mit einer Backplate befestigt werden. ASUS hat den Ausschnitt der ROG-Armor-Backplate um den CPU-Sockel nicht großzügig genug gewählt, damit auch große CPU-Luftkühler-Backplates ihre korrekte Position einnehmen können. Das könnte zur Folge haben, dass auf eine (All-in-One-)Wasserkühlung zurückgegriffen werden muss.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VII Formula:

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VII Formula:

Der Erwerber des ASUS Maximus VII Formula bekommt ein leistungsfähiges und sehr gut ausgestattetes Produkt, welches zusätzlich jede Menge Software-Features mitbringt. Ob Gaming oder Overclocking, in beiden Fällen fährt das Maximus VII Formula zu Höchstleistungen auf und macht so schnell nicht schlapp. Allerdings müssen die genannten Schattenseiten, wie der hohe Preis, die hohe Leistungsaufnahme und mögliche Probleme mit CPU-Kühlern in Kauf genommen werden.

Alternativen? Wir haben bereits das Maximus VII Ranger angesprochen, das für den Preis eine ordentliche Ausstattung und auch die exklusiven ROG-Features mitbringt. Soll das Board dann doch für Extreme-Overclocking herhalten, könnte das MSI Z97 MPOWER MAX AC auch eine gute Wahl sein.

 

Persönliche Meinung

Dieses Mal wird es kein Extreme-Modell für den Z97 geben, dafür das immens gut ausgestattete Maximus VII Formula, womit sich der Overclocker und Gamer so richtig austoben kann. Selten hatte ich so ein gewichtiges Stück Hardware in der Hand, das auch technisch zu gefallen weiß. Weniger gut empfand ich die Umsetzung des ROG-Armors zwecks der rückseitigen CPU-Sockel-Aussparung. Dagegen kann in meinen Augen die erhöhte Leistungsaufnahme und der hohe Anschaffungspreis aufgrund der Feature-Vielfalt ignoriert werden. (Marcel Niederste-Berg)