ASUS Maximus VII Ranger im Test

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IMG 4 logoJeder Hardware-Begeisterte wird sicherlich schon einmal davon geträumt haben, ein Mainboard aus der "Republic of Gamers" sein Eigen nennen zu dürfen. Ein Blick auf den Anschaffungspreis jedoch genügte in den meisten Fällen und der Traum war prompt geplatzt. Das Problem an der Sache war, dass ASUS bislang kein Budget-Modell für das untere Preissegment im Sortiment hatte, sodass hauptsächlich die besser betuchte Gesellschaft in den Genuss der Top-Platinen gekommen ist. Im letzten Jahr jedoch zeichnete sich mit dem Maximus VI Hero eine Wende ab: Für deutlich unter 200 Euro gab es nun endlich ein "Einsteigermodell". Nun ist das taiwanische Unternehmen einen Schritt weiter gegangen und möchte den Einstieg mit dem Maximus VII Ranger noch weiter erleichtern. Das ist doch einen Test wert.

Wir sind mittlerweile bei der siebten Maximus-Serie angelangt: Für ASUS stellt das ohne Frage einen großen Erfolg dar. Vielleicht ist das ein Grund dafür, warum ASUS den Interessenten nun mit dem Maximus VII Ranger noch weiter entgegenkommen möchte. Dieses Modell positioniert sich noch einmal ein gutes Stück unterhalb des ebenfalls neuen Maximus VII Hero. In unserem Preisvergleich ist das Maximus VII Ranger ab 141 Euro gelistet und ist damit für viele Interessenten im erschwinglichen Preisbereich gelistet. Doch an welchen Stellen hat ASUS beim Maximus VII Ranger Abstriche vorgenommen? Ist es noch eine richtige ROG-Platine? 

Positiv ist schon einmal vorweg, dass es zwei PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf das Board geschafft haben. Dazu kommen noch einmal drei PCIe-2.0-x1- und ein mechanischer PCIe-2.0-x16-Slot. Der Storage-Bereich sollte mit den sechs SATA-6G-Ports und dem M.2-Slot ausreichen. Darüber hinaus können noch sechs USB-3.0- und weitere acht USB-2.0-Schnittstellen genutzt werden. Neben dem Realtek ALC1150 und dem Intel I218V bekommt der Käufer auch noch die exklusiven ROG-Features, wie den LANGuard, GameFirst III, Sonic Radar II, Keybot, TrueVolt USB und natürlich RAMDisk. Das hört sich auf den ersten Blick schon einmal sehr gut an. 

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Das ASUS Maximus VII Ranger in der Übersicht.

Keine Frage, es bleibt auch bei der siebten Maximus-Serie beim klassischen Rot-Schwarz-Gewand. Das PCB ist matt und dabei tiefschwarz und steigert die Optik um einiges. Die beiden PCI-Express-Steckplätze mit PCIe-3.0-Anbindung, zwei DIMM-Slots, der USB-3.0-Header und die SATA-Buchsen sind dagegen in knalligem Rot ausgeführt. Die Abmessungen der Platine entsprechen dem ATX-Format, was generell für wenig Probleme sorgen dürfte.

Die Spezifikationen

Das sind die technischen Eigenschaften:

Die Daten des ASUS Maximus VII Ranger in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus VII Ranger
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis ca. 141 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way), SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16 (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16 (x4, shared)
3x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

6x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
1x M.2-Slot über Intel Z97 (shared, 10 GBit/s)

USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z97
8x USB 2.0 (2x am I/O-Panel, 6x über Header) über Intel Z97
Grafikschnittstellen 1x HDMI-out 1.4a, 1x DVI, 1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I218-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel ROG SupremeFX (Realtek ALC1150)

Auch der Karton hat sich nicht verändert und hat wieder verschiedene Rottöne erhalten. Oben links wurde das ROG-Logo hinterlassen, mittig dagegen die Modellbezeichnung. Unten werden neben dem ASUS-Logo noch einige Grundfeatures aufgelistet.

Das mitgelieferte Zubehör

Nachdem wir die Verpackung geöffnet haben, haben wir mit folgendem Zubehör Bekanntschaft gemacht:

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Für ein Einsteigsmodell in die ROG-Serie sind die Beigaben akzeptabel. Während die I/O-Blende, das Handbuch sowie der Datenträger zum Pflichtzubehör gehören, wurden von ASUS jedoch noch vier SATA-Kabel, eine 2-Way-SLI-Brücke, die Q-Connectors, die Kabelsticker und das ROG-Türschild mit beigelegt.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: Der M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Acht hochwertige Phasen sorgen für eine ordentliche Portion Spannung.

Es sieht zwar etwas minimalistisch aus, doch der Schein trübt. ASUS hat hier ausschließlich hochwertige NexFET-MOSFETs und acht leistungsfähige Phasen auf der Platine verlötet. Dies soll sich natürlich positiv auf das Übertaktungspotenzial auswirken. Beim nächstgrößeren Modell, dem Maximus VII Hero, werden jedoch noch hochwertigere Phasen eingesetzt.

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Der PWM-Controller selbst kann nur vier Phasen im Auge behalten.

Auch auf dem "kleinsten" ROG-Mainboard wird ein digitales VRM-Design verwendet. Der Controller selbst hört auf die Bezeichnung "ASP1252" und ist in der Lage, vier Phasen zu steuern. Auf der Platine sind jedoch insgesamt acht Phasen anzutreffen, sodass sich ASUS an dieser Stelle eine Lösung einfallen lassen musste.

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Auf der PCB-Rückseite halten sich vier MOSFET-Driver bereit.

Unten sind drei MOSFET-Driver zu sehen, der vierte befindet sich oben rechts. Sie sind nicht ohne Grund mit einer Linie umrandet worden, denn dies sind die Positionen der Backplates, die etwas zur Kühlung und zur Stabilisierung beitragen sollen.

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Das Ranger muss nicht vollständig auf Onboard-Komfort verzichten.

Die vier DIMM-Slots erlauben einen Speicherausbau von maximal 32 GB bei einem maximalen Takt von effektiven 3200 MHz. Die DIMMs werden dabei von zwei kräftigen Phasen mit Spannung versorgt. Des weiteren befindet sich unter den vier Steckplätzen der USB-3.0-Header und weiter rechts ein Power-, Reset- und MemOK!-Button. Letzterer könnte nützlich werden, wenn das Board keine lauffähigen Timings ausloten kann. Wird der Button betätigt, sucht sich das Board entspannte Latenzen heraus, womit es dann schlussendlich starten kann.

Um den Status der Platine zu erfahren, ist auch eine Diagnostic-LED mit dabei. Ferner befinden sich unter dem 24-poligen ATX-Stromanschluss vier Status-LEDs zur CPU, dem RAM, der Grafikkarte (VGA) und dem Boot-Laufwerk. Bei jedem Systemstart prüft jedes Mainboard nach, ob alle Komponenten da sind und initialisiert werden können. Ist alles in Ordnung, leuchten alle vier LEDs nacheinander einmal kurz auf.

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Zwei PCIe-3.0-x16-Slots bedeuten 2-Way-Multi-GPU-Support.

Bei der Auswahl der Erweiterungssteckplätze gibt es keinen Unterschied zur aktuellen und vorherigen Hero-Platine. Aus diesem Grund kann der Interessent auch beim Maximus VII Ranger auf zwei mechanische PCIe-3.0-x16-, drei PCIe-2.0-x1-Slots und einen PCIe-2.0-x16-Steckplatz vertrauen. So wird nun deutlich, dass mit den beiden roten Slots auch ein Gespann mit zwei Grafikkarten auf das Board geschnallt werden kann. Die begrenzten 16 Lanes, ausgehend von der CPU, werden in diesem Fall zu je acht Lanes aufgeteilt. In den meisten Fällen allerdings wird nur eine dedizierte Grafikkarte eingesetzt, sodass die Karte in diesem Fall alle 16 Lanes erhalten würde. Vorteil auch bei diesem Board ist, dass mit nur einer Dual-Slot-Grafikkarte noch alle anderen Slots genutzt werden können.

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Sechs SATA-Ports und der neue M.2-Slot gehören zum Storage-Aufgebot.

An irgendeiner Stelle musste ASUS die Schere ansetzen, damit es einen ersichtlichen Unterschied zum Maximus VII Hero gibt. Dies ist bei den SATA-Ports der Fall. Beim Maximus VII Ranger wurde es bei den sechs nativen SATA-6G-Buchsen belassen. Dafür jedoch hat es auch der M.2-Slot geschafft, der mit zwei PCIe-2.0-Lanes (10 GBit/s) an den Chipsatz angebunden ist und sich die Anbindung zusätzlich mit zwei der SATA-Anschlüsse teilen muss.

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Das I/O-Panel beim ASUS Maximus VII Ranger.

Ordentlich fällt das I/O-Panel aus. Mit dabei sind drei USB-Buchsen, jeweils ein HDMI-, VGA- und DVI-Anschluss, natürlich ein Gigabit-LAN-Port, sogar eine PS/2-Schnittstelle und natürlich sechs analoge Audio-Anschlüsse sowie ein optischer Digitalausgang. Nicht zu vergessen der USB-Flashback-Button, mit dem das BIOS komfortabel ohne Umweg über das UEFI aktualisiert werden kann. Eine der beiden USB-2.0-Schnittstellen bietet den Support für das ROG-exklusive Keybot-Feature, auf welches wir später noch zurückkommen werden.


Wir setzen unseren Artikel mit dem Sound-Aufgebot fort.

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ROG SupremeFX aka Realtek ALC1150.

So ziemlich jeder Mainboard-Hersteller hat sich für seine Modelle einen besonderen Namen hinsichtlich der Soundlösung einfallen lassen. Bei den ROG-Platinen heißt es daher weiterhin "SupremeFX". Unter dem rot beleuchteten EMI-Shield versteckt sich der Realtek ALC1150, der problemlos acht Kanäle steuern kann und einen Front-DAC von maximal 115 dB bietet. Gut zu sehen ist zudem die Isolierung der Audiokomponenten vom Rest des PCBs, um Störgeräusche besser zu vermeiden. Das allerdings ist noch nicht alles, denn ASUS packt an dieser Stelle wieder einiges an speziellen Features oben drauf. Mit dem "Sonic SenseAmp" wird die Impedanz des angeschlossenen Kopfhörers automatisch ermittelt und gegebenenfalls entsprechend angepasst. Dagegen bietet "Sonic SoundStage" die Möglichkeit, das "optimale" Soundprofil für die jeweiligen Situationen per Onboard-Button "Soundstage" zu aktivieren. Vier Profile werden vorab angeboten: Shooter, Rennspiel, Sport und Kampfspiel. Einziger Haken an der Sache: Die eben genannten Features sind nur einsetzbar, wenn die analogen Buchsen genutzt werden. Abschließend gibt es noch "Sonic Studio", mit dessen Hilfe mit nur einem einzelnen Klick ein glasklarer Raumklang erzeugt werden soll.

Erfreulich ist auch, dass das ROG-OC-Panel mit den neueren ROG-Boards genutzt werden kann, welches dem Maximus VI Extreme beilag.

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Auch das günstigste ROG-Board hat einen Super-I/O-Chip.

Der Super-I/O-Chip stammt von Nuvoton und trägt die Bezeichnung "NCT6791D". Mithilfe seiner Fähigkeiten können die Grundspannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten kontrolliert werden. Lüftersteuerung? Auch kein Problem für diesen Chip.

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Die ROG-Features werden von einem eigenständigen Chip gehändelt.

Bei den vielen ROG-Features wird eine separate Steuereinheit benötigt, die über den gezeigten Chip ablaufen. Es handelt sich um ein zusätzliches CMOS, das sogenannte iROG. Wird das BIOS aktualisiert, wird der iROG-Chip meistens ebenfalls mit neuen Daten versorgt. Sein Aufgabengebiet umfasst die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features, die weder vom Chipsatz noch von der CPU übernommen werden können. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK! sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommen aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Für die Ai Suite III werden durch den Chip zusätzlich die Schnittstellen für TurboV Evo und die GPU Boost-Software bereitgestellt.

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Der KeyBot-Button aktiviert das neue Feature.

Ist keine Tastatur mit erweiterten Multimedia- und gar Makro-Tasten angeschlossen, ist das nicht weiter schlimm. Mit dem KeyBot-Feature kann all das ohne Probleme kompensiert werden. Dabei können die Tasten F1 bis F10 frei belegt werden. Entweder mit Shortcuts für spezielle Anwendungen bzw. Ordner oder Multimedia-Befehlen, um beispielsweise die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren. Es ist außerdem möglich, individuelle Makros abzuspeichern. Als Bonus kann mit der Taste F11 die CPU auf Knopfdruck übertaktet, mit F12 das XMP-Feature aktiviert und mit der DEL-Taste direkt ins UEFI gestartet werden.

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Alle Netzwerkaufgaben übernimmt ein Intel-Netzwerk-Controller.

Ohne Frage wurde von ASUS mit dem Intel I218-V der aktuellste Controller für die Desktop-Plattform ausgewählt. Für ihn sind Datenübertragungsraten von 1 GBit/s kein Hindernis, beherrscht jedoch auch die Modi 100 MBit/s und 10 MBit/s. Selbst Wake-on-LAN ist realisierbar. ASUS hat bei den neuen ROG-Mainboards mit Intels Z97-Chipsatz das "LANGuard"-Feature ergänzt, welches im Grunde bessere Kondensatoren und weit verbesserter Schutz vor elektrostatischer Entladung, Überspannung und gar Blitzeinschlägen während eines Gewitters bedeutet. Die besseren Kondensatoren sollen vor allem für einen besseren Datendurchsatz sorgen.

Ebenfalls dabei ist das "GameFirst III"-Feature, womit nach einer Aktivierung den Online-Gaming-Netzwerkpaketen eine weitaus höhere Priorität eingeräumt wird, sodass sich zumindest in der Theorie die Latenzzeit zum Spieleserver verbessern soll. ASUS hat hierbei vier Modi vorgesehen: Optimization, Game, Media Streaming und File Sharing. Für jede installierte Anwendung kann ein Modus festgelegt werden.

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Der ASM1442K ist auch mit dabei.

Der ASMedia ASM1442K (TMDS-Level-Shifter) befindet sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel und ist für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich. Durch ihn kann der Anwender sogar 3D- und 4K-Medien genießen.

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Das ASUS Maximus VII Ranger nochmal in der Übersicht.

Das gesamte Layout befindet sich auf einem hohen Niveau. Wir kamen ohne Schwierigkeiten an alle wichtigen Stellen heran und auch unser bequiet! Dark Rock Pro C1 nahm problemlos seinen Platz ein. Idealerweise wurden die sechs SATA-6G-Ports um 90 Grad angewinkelt, was von einem ROG-Mainboard auch einfach verlangt werden kann. Erfreulich gut arbeitet die integrierte Lüftersteuerung. Bereits in den Standard-Einstellungen arbeitet sie sehr zuverlässig und vor allem leise. Sie kann jedoch auch individuell angepasst werden. Neben den weiteren Modi "Silent" und "Turbo", steht auch noch der Punkt "Manual" zur Verfügung, wo sich der Anwender frei austoben kann und die für sich passenden Parameter festlegen kann.

Ein weiteres ROG-exklusives Feature ist "Truevolt USB". Dahinter verbergen sich zwei eigenständige, lineare 5V-Leitungen für die Front- und Back-USB-Anschlüsse. Das Ziel ist, dass die Spannung über die USB-Buchsen zu jeder Zeit exakt 5 Volt beträgt, was für viele Geräte von Vorteil ist. Allerdings hängt die Effektivität dieses Features von dem verwendeten Netzteil ab. Wird beispielsweise ein qualitativ schlechtes Netzteil mit einer fluktuierenden 5-Volt-Spannung genutzt, kann "Truevolt USB" das Ganze nur sehr schwer abfangen.

Es gibt dann ferner noch "Sonic Radar II", welches viele eher als Cheating ansehen. So werden beispielsweise in einem Online-Shooter, wie Battlefield 4, sämtliche Schüsse, Schritte und andere Geräusche auf dem frei anpassbaren In-Game-Overlay angezeigt, sodass der Spieler sehen kann, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche stammen.

Wer die maximal möglichen 32 Gigabyte des Arbeitsspeichers ausreizt, könnte sich einmal mit dem "RAMDisk"-Feature näher beschäftigen. Aus dem RAM kann auf diese Weise ein rasant schnelles Laufwerk herbeigezaubert werden, welches in Punkto Performance laut ASUS um das 20-fache schneller ist als aktuelle SSDs.


BIOS

Wir machen nun mit dem BIOS weiter. Vorinstalliert war die Version 0405, welches noch nicht dem First Release entspricht. Aktuell wird von ASUS jedoch bereits die Version 1003 angeboten, die wir per Instant Flash eingespielt haben.

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Der EZ-Mode vom Maximus VII Ranger.

ASUS nutzt hier verständlicherweise dieselbe Oberfläche, wie sie beispielsweise beim Z97-Deluxe anzutreffen ist. Lediglich die Farben wurden nun minimalistisch ROG-typisch angepasst. Die einzelnen Punkte wurden in gelber Farbe hervorgehoben und die restlichen Werte weiterhin in weißer Schrift. Wir fangen oben links an. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen. Zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich über die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

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Der Advanced-Modus vom Maximus VII Ranger.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings natürlich anders strukturiert. Der erste Reiter ist bereits von den ersten Sockel LGA1150 Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Allerdings wurde das Hinzufügen der Funktionen von ASUS etwas anders gelöst. Das Kontextmenü ist nun weggefallen. Demnach muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können. Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht.

Nun geht es mit dem Herzstück "Ai Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ohne Frage ziemlich viele Funktionen implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Im Gegensatz zur Vorgängerversion bei den Z87-Modellen, konnte die Navigation durch die Menüs in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Der Maus-Cursor lässt dagegen eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts auszusetzen.

 

Overclocking

Ein Spezialgebiet der ROG-Platinen war zumindest immer der Overclocking-Bereich. Aber trifft dies auch auf das "kleine" Ranger-Modell zu? Immerhin hat ASUS andere Phasen als beim Maximus VII Hero verlötet, die unter Umständen zu schlechteren Ergebnissen führen können.

Das Maximus VII Ranger lässt einen Spielraum des BCLKs von 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Intervallen zu. Einige Konkurrenz-Mainboards gehen da zwar mit 0,01-Schritten noch etwas feiner zur Sache, jedoch ist die Veränderung des BCLKs dann interessant, wenn auch die letzten Leistungsreserven herausgequetscht werden sollen. Passend dazu kann selbstverständlich auch die Spannung individuell angepasst werden. Im Override-Modus beträgt der Spielraum 0,001 Volt bis 1,920 Volt. Möchte der Anwender die Spannungsregulierung dann doch lieber mithilfe des Offsets oder Adaptive-Modes vornehmen, kann er sich zwischen -0,999 Volt und +0,999 Volt entscheiden. In allen drei Modi sind die Intervalle in sehr feinen 0,001 Volt implementiert worden. Feintuning ist damit also möglich. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus VII Ranger in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset- und Adaptive-Modus)
DRAM-Spannung 1,20000 V bis 2,40000 V in 0,01000-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,440 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset- und Adaptive-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,40000V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH PLX, VTT DDR, Eventual CPU Input Voltage, DRAM CTRL REF Voltage,
DRAM DATA REF CHA, DRAM DATA REF CHB
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 27 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Wir waren etwas erstaunt, dass dem Ranger die angelegten 1,250 Volt bei 4,7 GHz nicht ausgereicht haben. Erst, nachdem wir die Spannung um 0,010 Volt erhöht haben, stürzte das System nicht mehr ab. An dieser Stelle könnten sich die unterschiedlichen Phasen bemerkbar gemacht haben.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,261 Volt

Im Grunde ist dieses Ergebnis selbst für ein Einstiegsmodell in die ROG-Serie eher Mittelmaß, denn selbst günstigere Mainboards sind dazu in der Lage, die Frequenz von 4,7 GHz mit etwas weniger Spannung zu fahren.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Die Werte des Profils wurden korrekt übernommen und liefen auch stabil. Allerdings wurden auch unsere manuelle Einstellung mit schärferen Timings problemlos angenommen. In beiden Fällen lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

ASUS AI Suite 3

ASUS legt dem Mainboard die bekannte AI Suite bei, mit der sich jede Menge Features von Windows aus einstellen lassen. Die neuen Z97-Modelle haben dabei die dritte Version erhalten, die um weitere Funktionen erweitert wurde. Als großes Beispiel ist hierbei "TurboApp" zu nennen, die ein Teil des 5-Way-Optimization-Features ist und mit der für jede installierte Anwendung bestimmt werden kann, mit welchem CPU-Multiplikator, mit welchem Sound-Schema und mit welcher Netzwerk-Priorität die jeweilige Anwendung behandelt werden soll. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nur ausgewählte Programme und/oder Spiele mit erhöhter CPU-Leistung ausgeführt werden soll.

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Die ASUS AI Suite 3 im ROG-Gewand.

Weiterhin steht es dem Anwender frei, mit der AI Suite 3 auch die vier anderen Punkte zu nutzen. TPU ist für die Taktfrequenzen zuständig, mit dem neuen Fan Xpert 3 können dagegen die Lüfter auf Herzenswunsch feinjustiert werden. Das Digi+-Feature kümmert sich dafür unverändert um die Spannungsversorgung. Um die Effizienz nicht zu vernachlässigen, gibt es den Punkt "EPU", bei dem die vier Betriebsmodi "Auto", "Leistung", Strom sparen" und "Abwesenheitsmodus" konfiguriert werden können. Zu jeder Zeit hat der Anwender am unteren Rand Infos wie CPU- und RAM-Takt, Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten stets im Auge. Ein Klick auf das rechte Zahnradpärchen öffnet ebenfalls unten die Einstellungsmöglichkeiten zu den einzelnen Kategorien.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und AI-Suite-3-Screenshots eingesehen werden.

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Maximus VII Ranger getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus VII Ranger mussten wir die Turbo-Multiplikatoren manuell festlegen, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Firestrike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Natürlich liegt das Maximus VII Ranger sehr dicht bei den anderen Probanden, was eben daran liegt, dass lediglich das Board getauscht und mit denselben Einstellungen betrieben wird. Messbare Unterschiede sind jedoch nicht vermeidbar.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das Ranger lässt sich etwas mehr Zeit als die meisten anderen, bisherigen gestesteten Mainboards. Für die vollständige Initialisierung brauchte es 12,15 Sekunden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus VII Ranger hat keine besonderen Zusatz-Controller erhalten. Lediglich ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit 42,9 Watt im Leerlauf verbraucht das Maximus VII Ranger exakt soviel wie das MSI Z97 MPOWER MAX AC. Einen Grund zur Besorgnis gibt es hier jedenfalls nicht.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

In der Teillast mit Cinebench sieht es hingegen deutlich besser aus. Hier zeigte unser Strommessgerät lediglich 103,2 Watt an. Das Ergebnis wurde einzig vom erst kürzlich getesteten ASRock H97 Performance unterboten.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Wurde das günstigste ROG-Mainboard allerdings unter Volllast gesetzt, stieg die Leistungsaufnahme auf 115,6 Watt an. Da haben wir auch schon Schlimmeres feststellen müssen.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Es blieb auch bei der VCore bei 1,044 Volt und ist sich mit den anderen Kandidaten einig.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Das Einzige, was wir abschalten konnten, war die rote Beleuchtung. Die allerdings fällt so gut wie nicht ins Gewicht, sodass sich die Werte nicht verändert haben.

In der Vergangenheit konnten wir sehr oft festhalten, dass für die ROG-Mainboards der Begriff "Effizienz" unbekannt ist. Dies trifft jedoch nicht auf das neue Maximus VII Ranger zu, welches auch zugegeben keine nennenswerten Zusatzchips erhalten hat, die die Leistungsaufnahme hätten erhöhen können. Somit können wir festhalten, dass gerade im Idle und in der Teillast gute Werte erreicht wurden, was man durchaus als sparsam bezeichnen kann. Unter voller Belastung ist die Leistungsaufnahme dagegen durchschnittlich.


USB-3.0-Performance

In Sachen USB-3.0-Anschlüsse bleibt es beim Maximus VII Ranger bei der Minimalausstattung, sprich sechs Stück, die natürlich direkt an den PCH angebunden sind. Vier der Schnittstellen sind am I/O-Panel anzutreffen, die anderen beiden per internem Header. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VII Ranger
(nativ über den Z97-PCH).

Die USB-3.0-Leistung kann sich unter Windows 7 sehen lassen. Während die Lesedurchsatzrate knapp 270 MB/s erreichte, waren im Schreiben gute 300 MB/s drin. Insgesamt gibt es da nichts zu beanstanden.

 

SATA-6G-Performance

Mit sechs SATA-6G-Ports ist das Maximus VII Ranger ausreichend gut vorbereitet. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASUS Maximus VII Ranger
(nativ über den Z97-PCH).

Wir haben erneut eine gewohnte SATA-6G-Performance feststellen können. Lesend waren es sehr schnelle 555 MB/s, schreibend mit etwa 520 MB/s natürlich etwas weniger.


Mit dem Maximus VII Ranger möchte ASUS den Einstieg in die ehemals teure Republic-of-Gamers-Serie noch weiter erleichtern. Und unserer Meinung nach ist ASUS dieser Schritt auch gelungen. Für einen im Vergleich zum Hero noch niedrigeren Anschaffungspreis halten die Käufer ein ROG-Mainboard in der Hand, das sich auch als solches nennen darf. Wie gewohnt, packt ASUS eine Menge Softwarefeatures oben drauf, hinzu kommt das umfangreiche UEFI-BIOS, bei dem die Anzahl der Funktionen definitiv nicht zu kurz gekommen sind. Mit enthalten sind auch ROG-exklusive Hardwarefeatures, wie der LANGuard und das Truevolt-USB-Feature.

Eine Hürde, speziell für extreme Übertakter, könnte allerdings die CPU-Spannungsversorgung sein, die in unserem Overclocking-Test etwas unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, jedoch für moderate Übertaktung und etwas darüber hinaus absolut ausreichend ist. Irgendwo müssen die Unterschiede zu den High-End-Modellen letztendlich auch zu finden sein. Aber es wurden von ASUS einige Onboard-Features nicht weggestrichen. So kann sich der Interessent auf einen Power-, Reset-, MemOK!-, CMOS-Clear-, Soundstage- und KeyBot-Button freuen, letztendlich ist auch eine Diagnostic-LED enthalten. 

Von all dem netten Schnickschnack einmal abgesehen, bietet die ATX-Platine auch eine ausgewogene Ausstattung. Beispielsweise können sechs SATA-6G-Ports oder wahlweise der mit 10 GBit/s angebundene M.2-Slot und vier SATA-6G-Slots für die angeschafften Storage-Geräte genutzt werden. Die ebenfalls neue SATA-Express-Schnittstelle hat ASUS zumindest für das Einstiegsmodell nicht vorgesehen. Auch ein Multi-GPU-Gespann, bestehend aus zwei NVIDIA- oder zwei bzw. drei AMD-Grafikkarten, ließe sich aufgrund der PCIe-Slots realisieren. 

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Mit sechs nativen USB-3.0- und weiteren acht USB-2.0-Buchsen kann der Käufer sein System entsprechend mit seiner Peripherie erweitern. Wer zusätzlich die in Haswell(-Refresh) integrierte Grafikeinheit nutzen möchte, wird auch hier nicht enttäuscht, denn jeweils ein HDMI-, DVI-D- und VGA-Grafikausgang befinden sich genau zu diesem Zweck am I/O-Panel. Der Intel I218-V kümmert sich um die anfallenden Netzwerkpakete und kann mit dem Feature "Game First III" unterstützt werden. Auf der anderen Seite wurde mit dem ROG SupremeFX auch eine hochwertige Onboard-Soundlösung, bei dem das Herzstück der Realtek ALC1150 und ein leistungsstarker Kopfhörerverstärker ist. Auch in diesem Bereich kann optional das "Sonic Soundstage" und "Sonic Studio" in den Alltag integriert werden.

Für das UEFI-BIOS können wir dasselbe Fazit aus dem Artikel des ASUS Z97-Deluxe übernehmen. Es fällt gerade bei den ROG-Platinen sehr umfangreich aus, lässt sich allerdings mit der Tastatur etwas ruckelig steuern. Dagegen fällt das Navigieren mit der Maus umso komfortabler aus. Auch konnten wir keine Probleme mit der korrekten Umsetzung der gewählten Einstellungen feststellen und die Stabilität war absolut hervorragend.

Das ASUS Maximus VII Ranger ist unserem Preisvergleich ab ca. 141 Euro gelistet und ist damit etwa 20 Euro günstiger als das Maximus VII Hero, welches lediglich noch zwei SATA-6G-Ports mehr im Gepäck und bessere Phasen für die CPU-Spannungsversorgung erhalten hat. An dieser Stelle muss von Interessenten priorisiert werden, ob die Vorteile des Maximus VII Hero mitgenommen werden, oder ob die solide Ausstattung des Maximus VII Ranger nicht doch ausreicht. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass die ROG-Features teuer erkauft werden, denn für deutlich weniger Geld gibt es zum Teil besser ausgestattete Mainboards, die in der Leistung letztendlich keine Unterschiede machen werden.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VII Ranger:

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VII Ranger:

Durch den noch leichteren Einstieg in die ROG-Serie kann fast jeder dieses Mainboard finanziell tragen und bekommt dafür eine solide Ausstattung, hochwertige Komponenten und zahlreiche ROG-exklusive Features. Aufgrund der Minimalausstattung fällt dabei auch die Leistungsaufnahme nicht negativ in den Vordergrund. Von uns bekommt das ASUS Maximus VII Ranger den Excellent-Hardware-Award!

EH ASRock Z97 Extreme4

Alternativen? Für nochmals weniger Geld könnte sich das ASRock Z97 Extreme4 anbieten. Wer von der SATA-Express-Schnittstelle und dem M.2-Slot generell nicht angetan ist, kann auch ohne Probleme zu den Vorgängermodellen mit Intels Z87-Chipsatz greifen.

 

Persönliche Meinung

Im letzten Jahr zauberte ASUS das Maximus VI Hero aus dem Hut, welches für viele sicherlich eine Überraschung gewesen sein muss. Und dieses Jahr hauen sie mit dem Maximus VII Ranger die nächste Überraschung raus. Dem Endkunden kommt das natürlich zu Gute, der durch einen noch niedrigeren Anschaffungspreis in den Genuss der ROG-Features kommt. (Marcel Niederste-Berg)