Sabertooth Z97 Mark I im Dauertest (Update 3)

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sabertoothMarkIASUS hat drei Mainboard-Serien: Neben der Multimedia-Variante rund um das ASUS Z97 Deluxe gibt es die ROG-Serie für den Gamer. Für alle Anwender, denen es aber vor allen Dingen um Stabilität, Sicherheit und Haltbarkeit geht, hat ASUS die Sabertooth-Serie. Die neueste Platine aus der Serie, das Z97 Mark I, wollen wir deshalb nicht durch unseren Standardtest jagen, sondern es in einem Langzeittest etwas quälen.

Update 1 (04.07.2014): Wir haben das Board auf den Seiten 2 bis 6 ausführlich vorgestellt.

Update 2 (07.07.2014): Wir haben das System in Betrieb genommen und stellen dies mit Video auf den Seiten 7 und 8 vor. Der Livetest ist auf Seite 8 zu finden.

Update 3 (22.08.2014): Ein kleiner Rückblick und eine Fortsetzung des Härtetestes in anderer Form findet sich jetzt auf der letzten Seite.

Die Platine zeichnet sich durch diverse Ausstattungsmerkmale aus, die alle auf die Bereiche Stabilität und Qualität abzielen: Der "Thermal Armor" dient einer besseren Belüftung der Bauteile und gleichzeitig dem Schutz, der "TUF Fortifier" ist als Backplate für eine Stabilisierung der Platine und rückseitige Kühlung verantwortlich, mit dem "Thermal Radar 2" fügt ASUS zudem entsprechende Überwachungssoftware hinzu und die "Dust Defenders" beschützen das System vor dem Verdrecken. Zusammen mit den hochwertigen Bauteilen gibt ASUS auch noch eine fünfjährige Garantie auf die Platine.

Fünf Jahre können wir das Board natürlich nicht testen, aber wir wollen in einem Härtetest das Board ans Limit bringen. Hier ist unser Fahrplan für die kommenden Wochen:

Aufbau eines Härtetest-Systems

In einem ersten Schritt bauen wir rund um das ASUS Sabertooth Z97 Mark I ein System. Dabei haben wir uns an dem orientiert, was unsere Leser wohl hauptsächlich in das System bauen werden: Eine leistungsfähige Grafikkarte, einen gut übertaktbaren Prozessor, reichlich RAM, eine SSD und vieles mehr. Folgende Komponenten werden eingesetzt:

In unserem Preisvergleich haben wir für dieses Set eine Wunschliste (Sabertooth-Härtetest-PC) angelegt, der Gesamtpreis liegt bei knapp 2300 Euro ohne Monitor.

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Alle Komponenten unseres Härtetests

Übertaktung / Tuning des Härtetest-Systems

Nach dem Zusammenbau tunen wir natürlich das System etwas: Die CPU gehört übertaktet, auch der Speicher wird entsprechend beschleunigt. Zudem werden wir die Grafikkarte auf höhere Taktraten setzen, auch wenn sie bereits übertaktet ausgeliefert wird. Insgesamt werden wir das System so optimieren, dass es unter Last die bestmögliche Performance aufweist.

Die Stabilität werden wir dabei mit den üblichen Tools (Afterburner, Prime95, sonstige Benchmarks) prüfen und die Temperaturen und den Verbrauch des Systems protokollieren. Um den Härtetest für das Board etwas zu erhöhen, werden wir im Anschluss die Gehäusebelüftung herunterdrehen, um eine möglichst suboptimale Belüftung für die Mainboard-Komponenten zu erreichen. Die Temperaturen werden dabei allerdings so beobachtet, dass wirklich kritische Bereiche nicht erreicht werden.

Dauer-Auslastung des Systems

Nach dieser Justierung des Testsystems geht es ans Eingemachte. Wir schnappen uns ein paar Tools, mit der wir das System dauerhaft auslasten:

Und dann warten wir. Ziel ist es, die Hardware im Dauertest ein paar Wochen zu quälen und zu schauen, wie das Sabertooth mit der Dauerbelastung zurecht kommt. Parallel dazu werden wir natürlich das Board selber auch noch genauer vorstellen und ein paar Tuning- und Tweaking-Tipps veröffentlichen.

 


 

Natürlich darf bei unserem Langzeittest auch keine klassische Boardvorstellung fehlen. Vergleicht man das aktuelle Sabertooth Z97 Mark I mit dem Vorgänger, dem Sabertooth Z87, so fällt zunächst auf, dass sich an der eigentlichen Ausstattung an Erweiterungsslots, DIMM-Slots und auch an den groben Features relativ wenig geändert hat. Auch das Z97 Mark I besitzt drei PCIe-x16-Slots, davon zwei PCIe-3.0-Slots mit x16-Anbindung und ein PCIe-2.0-Slot mit x4-Anbindung. Hinzu kommen drei PCIe-2.0-x1-Slots.

Nicht geändert haben sich natürlich auch die Features, die nicht mit dem Chipsatz zusammen hängen, allerdings hat ASUS hier und da gegenüber dem Vorgänger optimiert: Statt einem Gigabit-Ethernet-Chip sind nun zwei vorhanden, ein paar USB-3.0-Ports gibt es mehr, zudem kommt der neueste Realtek-Audio-Chip zum Einsatz. Auch SATA Express bietet das Board über den Z97-Chipsatz, auch wenn es für einen M.2-Slot nicht gereicht hat. Wahrscheinlich hat ASUS diese aufgrund des Thermal Armors weggelassen.

ASUS Sabertooth Z97 Mark I Overview
Das ASUS Sabertooth Z97 in der Übersicht.

Mit dem Thermal Armor sieht man vom PCB nur wenig. Auf dem schwarzen PCB sitzen hell- und dunkelbraune Dimm- und PCIe-Slots, auch die Stromanschlüsse und FAN-Header sind bräunlich. Alle anderen Elemente des Mainboards hat ASUS in schwarz gehalten. Das Board entspricht ATX-Abmessungen und kann demnach in einem normalen ATX-Gehäuse ohne Probleme Platz finden.

Das sind die technischen Daten zum Sabertooth Z97:

Die Daten des ASUS Sabertooth Z97 Mark I in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Sabertooth Z97 Mark I
Straßenpreis ca. 189 Euro
Homepage http://www.asus.de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way) , SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16, (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16, (x4)
3x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und
ATA-Controller
1x SATA Express, 4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
2x SATA 6G über ASMedia ASM1061
USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Intel Z97
8x USB 2.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header) über Intel Z97
2x USB 3.0 am I/O-Panel über ASMedia ASM1042AE
Grafikschnittstellen 1x HDMI, 1x DisplayPort
WLAN / Bluetooth -
Firewire -
LAN 1x Intel I218-V Gigabit LAN
1x Realtek 8111GR Gigabit LAN
Audio 8-Channel Realtek ALC1150 HD Audio Codec

Zwei LAN-Ports, reichlich USB3.0- und 2.0-Schnittstellen, ein moderner Sound und moderne Grafikanschlüsse, dazu reichlich Storage-Anschlussmöglichkeiten - was will man mehr? Nun, das noch ältere Sabertooth Z87 hatte noch eSATA-Schnittstellen, diese fallen hier nun ebenfalls weg. Zudem fehlt auch einiger Schnickschnack wie eine WiFi-/Bluetooth-Karte. Benötigt man solche Funktionen auf einem Board, dann ist aber vielleicht das Z97-Deluxe von ASUS die bessere Wahl. Will man brachial übertakten, gibt es letztendlich dann auch noch die begehrte ROG-Reihe mit deutlich mehr Overclocking-Funktionen auf dem Board.

ASUS Sabertooth Z97 Mark I Verpackung
Die Verpackung vom neuen Mark-I-Board.

Die Verpackung wurde von ASUS ebenfalls ähnlich gehalten. In der Mitte prangt in großer Schrift die Modellbezeichnung, rechts das TUF-Logo. Unten hingegen wurden einige Grund-Features aufgelistet.

Innerhalb der Verpackung ließ sich folgendes Zubehör ausfindig machen:

Zubehör des ASUS Sabertooth Z97 Mark I
Umfangreich fällt das Zubehörpaket vom Sabertooth Z97 aus.

Es liegen eine Menge Extras im Karton, wie z.B. die dazugehörigen Staubdeckel für die PCIe- und DIMM-Slots. Mit beigelegt wurden außerdem ein 35-mm-Lüfter und ein 40-mm-Lüfter, die man optional mit einsetzen kann und die sogar notwendig sind, damit das Thermal Armor-Prinzip überhaupt erst Sinn macht. Mitgeliefert werden auch kleine Abdeckungen für die SATA- und USB-Header und für die externen Ports, wie die LAN-, USB- und Display-/HDMI-Port-Anschlüsse.


Der neue Z97-Chipsatz ist auf dem Board natürlich zu finden. Allerdings ist die einzige große Neuheit, der M.2-Slot, auf dem Mark I gar nicht zu finden. Statt dessen könnte man entsprechende SSDs entweder mit einem PCIe-Adapter einbauen, oder aber über ein externes SATA-Extreme-Gehäuse nachrüsten. Das ist natürlich umständlich und auch ein kleiner negativer Punkt, allerdings ist dieser dem thermischen Konzept des ASUS-Boards geschuldet. Sämtliche Bauteile sind abgedeckt, somit ist ein M.2-Slot nicht zugänglich und könnte auch nicht bestückt werden.

Sabertooth Z97 Mark I ohne Thermal Armor
Das Sabertooth Z97 Mark I ohne den Thermal Armor.

Es ist durchaus kompliziert, den Thermal Armor zu entfernen. Sollte man dies tatsächlich wollen, wäre es sinnvoller, gleich die - schlechter ausgestattete - ASUS Sabertoth Z97 Mark II-Variante zu wählen. Allerdings gibt es eigentlich keinen Sinn, diesen Schutz abzunehmen.

Auch die Rückseite hat nun eine Verstärkung erhalten, hier befindet sich der TUF Fortifier, der zusätzliche Stabilität auf der Rückseite des Boards bringen soll. Das PCB biegt sich so nicht mehr durch, zudem können einzelne Chips auf der Rückseite mitgekühlt werden.

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Die Rückseite des Sabertooth Z97 Mark I mit dem TUF Fortifier.

Ohne Abdeckung lässt sich natürlich ein besserer Blick auf die verwendeten Komponenten werfen, weshalb wir die Abdeckung zunächst einmal abgenommen lassen.

Man kann sehr gut erkennen, dass die MOSFETs horizontal und vertikal mit großen schwarzen Passivkühlern auf Temperatur gehalten werden, die miteinander mittels Heatpipe verbunden sind. Bei der Spannungsversorgung setzt ASUS auf ein digitales 8+2-Design mit hochwertigen Komponenten, die man unter dem Begriff "TUF ENGINE" zusammenfasst. 10K Ti-Caps, neuartige Alloy-Chokes und Mosfets werden eingesetzt, die auch für den Militäreinsatz zertifiziert sein sollen. Hinzu kommt die ASUS-eigene Digi+ Power Control Unit.

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Der Bereich um den CPU-Sockel ist sehr aufgeräumt.

Wie bei allen Z97-Platinen hat auch das Sabertooth Z97 Mark I vier DIMM-Slots, die 32 GB Arbeitsspeicher aufnehmen können. ASUS gibt den Speicher wie von Intel vorgesehen für bis zu 1866 MHz frei, aber es lassen sich im Bios natürlich auch noch höhere Taktraten einstellen. In den ASUS-Kompatibilitätslisten finden sich sogar Dimm-Module mit bis zu 2666 MHz, die stabil getestet und zertifiziert wurden. Darunter, am äußersten Rand, befindet sich der 24-polige ATX-Stromanschluss. Rechts daneben wurde ein 4-Pin-PWM-Header und ein MemOK-Button untergebracht. Wenn das Board mit einer RAM-Konfiguration nicht zufrieden sein sollte und das System, dadurch hervorgerufen, kein Bild zeigt, drückt man für ein paar Sekunden auf diesen Button. Das Mainboard sucht sich dann für sich die optimalen Settings aus, mit denen es dann anständig starten kann.

Die Speicherslots und der ATX-Stromanschluss
Vier Speichermodule finden in dem Sabertooth Z97 Mark I Platz.

Mechanisch besitzt das Mark I drei PCIe-x16-Slots, wovon zwei der aktuellen PCI-Express-3.0-Spezifikation angehören und direkt mit der CPU verbunden sind. Die oberen beiden Slots können demnach auch dafür verwendet werden, zwei Grafikkarten im SLI-Betrieb aufzunehmen. Dann teilen sich beide jeweils acht PCIe-Lanes der CPU. Der dritte PCIe-x16-Slot wird über den Z97-Chipsatz angebunden und unterstützt deshalb nur PCIe-2.0-Bandbreiten. Auch ist dieser elektrisch maximal nur mit vier Lanes angebunden. CrossFireX wäre zwar hier möglich, im Endeffekt würde die untere Karte aber nicht optimal angebunden werden.

Drei PCIe-x1-Slots sind auch noch vorhanden, wobei der dritte Slot nur aktiv ist, wenn der PCIe-x16-Slot auf x1-Bandbreite fixiert wurde. Sollte er auf x4-Bandbreite laufen, ist der PCIe-x1-Slot abgeschaltet. Das gilt auch für die rückwärtigen USB3.0-Ports, die über den ASMedia-Controller angebunden werden. Diesen Trade-Off musste ASUS aufgrund der begrenzten Anzahl an PCIe-Lanes in der Southbridge eingehen.

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Die bräunlichen PCIe-x16-Slots sollte man für die Grafikkarten wählen.

An SATA-Anschlüssen besitzt das Sabertooth Mark I neben zwei SATA-6G-Anschlüssen (braun), die über einen SATA-Controller von ASMedia (ASM1061) angebunden sind, auch SATA Express. Die linken schwarzen Anschlüsse sind aber auch "rückwärtskompatibel" und können auch als SATA-6G-Ports verwendet werden. Effektiv könnte also hier ein SATA-Express-Laufwerk eingesetzt werden und ein optisches Laufwerk, zudem eine Festplatte - erst dann müsste auf den ASMedia-Controller zurückgegriffen werden. Dieser unterstützt keine optischen Laufwerke. Rechts neben den SATA-Ports ist einer der internen USB-3.0-Header zu sehen.

SATA Express auf dem Mark I
Die schnelleren SATA-Ports sind die schwarzen Ports vom Z97-Chipsatz.

Schauen wir uns nun das I/O-Panel des Mainboards an:

Das I/O Panel des Sabertooth Z97 Mark I
Mit zwei Gigabit-LAN-Ports und vier USB3.0 ist alles vorhanden, was man benötigt.

Folgende Ports sind vorhanden:

Obwohl ASUS Platz für einen 35 mm-Lüfter freilassen musste, sind eine Menge Anschlussmöglichkeiten vorhanden. Insgesamt acht USB-Schnittstellen, davon vier Mal USB 3.0, ein optischer Digitalausgang und sogar jeweils ein HDMI- und DisplayPort-Grafikausgang. Eine Besonderheit stellt der USB BIOS-Flashback-Button dar. Sollte eine BIOS-Aktualisierung beispielsweise scheitern, hat man die eine Möglichkeit, mithilfe eines USB-Sticks das BIOS problemlos zurückzusetzen.

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Zwei weitere USB3.0-Ports müssen über einen Zusatzchip realisiert werden.

Aufgrund der Tatsache, dass der Z97-Chipsatz lediglich sechs USB-3.0-Schnittstellen allein bewältigen kann, wird dringend Verstärkung benötigt. Zum Einsatz kommt der bereits weit verbreitete ASM1042AE-USB-3.0-Controller von ASMedia. Dieser wurde im Vergleich zum Vorgänger (ASM1042, USB-3.0-Hub) noch einmal in Details verbessert. 

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Auch bei den SATA-Ports muss ein Zusatzchip nachhelfen.

Auch für weitere SATA-Ports ist ein Zusatzchip notwendig. Hier setzt ASUS wie beim Vorgänger-Board auf den ASM1061 von ASMedia, wobei allerdings der zweite Zusatzchip des Z87 Sabertooth nicht mehr vorhanden ist. Dieser kümmerte sich um eSATA-Ports, die nun nicht mehr vorhanden sind. Der ASMedia-Chip ist mit PCIe-x1-Geschwindigkeit angebunden, sollte also erst nach den Z97-Ports zur Anbindung von SSDs gewählt werden. Optische Laufwerke können bei ihm nicht eingesetzt werden, sodass er für die eine oder andere Festplatte zur Verfügung stehen würde.

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Für den Onboard-Sound hat ASUS den modernen Realtek ALC1150 gewählt.

Auch den Sound hat ASUS verbessert, statt des bisher genutzten ALC892, der auch von Realtek stammt, ist es der modernere ALC1150 geworden. Beim letzten Test hatten wir den etwas angestaubten Sound noch kritisiert, nun setzt ASUS auch beim Sabertooth Z97 Mark I auf das aktuelle Topmodell. Der 8-Kanal-HDA-Audio-Controller unterstützt alle aktuellen Features inklusive Blu-ray-Audio und ein Signal-to-Noise-Ratio (SNR) von bis zu 115 dB.

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Hardwaremonitoring Extreme: Mehrere Chips sorgen bei ASUS für die Überwachung.

Für die Super I/O-Fähigkeiten des Boards und die Überwachung der Spannungen und Temperaturen sorgen bei dem Mark I eine ganze Reihe von Chips. Zum einen kommt ein Nuvoton NCT6791D zum Einsatz, zum anderen die von ASUS üblichen Digi+-, TUF- und TPU-Chips, die neben der Spannungs- und Temperaturüberwachung auch Overclocking-Funktionen wahrnehmen.

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Wenn die in die CPU integrierte Grafiklösung verwendet wird, sind auch 4K-Videos möglich.

Der ASMedia ASM1442K ist zwischen iGPU und dem HDMI-Grafikausgang zu finden, durch ihn wird die Wiedergabe von 4K-Medien erst möglich, welche ja immer mehr zum Trend werden. Für die meisten unserer Leser ist er mit einer dedizierten Grafikkarte aber nicht in Verwendung.

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Zwei Onboard-LAN-Chips sind verbaut, einmal von Intel, einmal von Realtek.

Im Vergleich zum Vorgängerboard sind nun zwei Netzwerkschnittstellen vorhanden. Einmal setzt Intel auf den verbreiteten Realtek 8111GR, zum anderen auf Intels I218-V. Beides sind Gigabit-Ethernet-Controller, wobei der Intel-Chip direkt an den Z97 angebunden ist. Beide Chips sind selbstverständlich auch abwärtskompatibel zu älteren Geschwindigkeiten (z.B. 100 mbit/s).

 

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Viele Onboard-Chips erzwingen auch hier einen PCIe-Switch von ASMedia.

Leider notwendig ist auf dem ASUS-Board ein PCIe-Switch von ASMedia, der ASM1844e. Es handelt sich dabei um einen PCIe-2.0-Switch, der eine Lane des Z97-Chipsatzes verwendet und vier PCIe-2.0-Lanes bereitstellt. Der Z97-Chipsatz liefert insgesamt acht PCIe-2.0-Lanes, doch das Board benötigt eine größere Ausstattung: Ein PCIe-x4-Slot (der die Lanes im x4-Betrieb mit dem zusätzlichen USB-Controller teilt und einen x1-Slot deaktiviert) sowie zwei weitere x1-Slots verwenden schon insgesamt sechs Lanes. Somit bleiben für den Realtek-LAN, den Intel LAN und den ASMedia SATA-Chip zwei Lanes über - für drei Geräte. Der Switch ist also notwendig.

Am ASM1844e hängen der Realtek-Gigabit-LAN, der ASMedia-SATA-6G-Controller und die beiden PCIe-x1-Slots. Sind alle diese Slots und Controller in Verwendung, sinkt also der zur Verfügung stehende Datentransfer in ähnlichem Umfang.

Wer eine größere Anzahl an Lüftern eingeplant hat, kommt beim Sabertooth Z97 Mark I ganz auf seine Kosten. Insgesamt sind neun FAN-Header aufgelötet worden, wovon drei für die beiden integrierten 35-mm- bzw. 40-mm-Lüfter und einen "Assist-Fan" gedacht sind. Bei allen anderen Headern handelt es sich um 4-Pin-PWM-Header. Mit den voreingestellten Settings arbeiten die beiden 35 mm-Lüfter etwas zu aufdringlich und erzeugen, subjektiv betrachtet, einen störenden Geräuschpegel. Glücklicherweise regelt das Board sie aber auch selbständig nach unten.

 

Praktisch sind auch Details: Für Overclocker ist ein Jumper vorhanden, um höhere Spannungen auf die CPU geben zu können. Für die leichte Systemdiagnose bei einem nicht startenden System sind LEDs auf dem Board angebracht, die in rot oder grün signalisieren, wo der Fehler statt gefunden hat. Hierbei handelt es sich quasi um eine rudimentäre, optische Debug-LED. Und natürlich können auch noch die drei Temperaturfühler angebracht werden, um an beliebigen Stellen im System die Temperatur zu messen (z.B. Grafikkarte, Festplatten, Netzteil).

An dem gesamten Mainboard-Layout gibt es nichts zu beanstanden. Alles findet dort seinen Platz, wo man es erwartet. Besonders gut gefallen hat uns, dass ASUS unter dem ersten großen PCI-Express-Slot keinen weiteren Erweiterungsslot untergebracht hat. Somit geht bei den üblichen doppelt hohen Grafikkarten kein Slot verloren. Genügend Platz ist ebenso auf dem Mainboard für den CPU-Kühlkörper, und an die Dimm-Slots kommt man auch heran, wenn eine Grafikkarte eingebaut ist. 


Vier Features nennt ASUS als Besonderheit bei der Sabertooth-Serie: Thermal Armor zur besseren Kühlung der Komponenten, Thermal Radar 2 zur Überwachung, das "TUF Engine" Power Design und der TUF Fortifier.

Thermal Armor

Den Thermal Armor als Plastikabdeckung für das PCB gab es schon bei den vorangegangenen Sabertooth-Boards. Neu ist eine "flow valve" genannte Technik zum Öffnen und Schließen von Windkanälen rund um den CPU-Sockel. Hierdurch kann gesteuert werden, ob die Luft über die Heatpipes geleitet werden soll, um die MOSFETs zu kühlen, oder ob sie offen bleiben sollen, um die CPU besser zu kühlen.

Flow Valve Kühlungsmöglichkeit beim Thermal Armor
Flow Valve Kühlungsmöglichkeit beim Thermal Armor.

Im Konzept des Thermal Armor eingeschlossen ist neben der Heatpipe auch, dass zwei Lüfter den Bereich unter dem Cover belüften. Ein 35-mm-Lüfter lässt sich beim Sabertooth unter eine Klappe in der Nähe der I/O-Blende einbauen und saugt frische Luft ins Gehäuse. Hierfür hat ASUS einen Staubfilter auf der äußeren Seite der I/O-Blende angebracht. Ein zweiter 40-mm-Lüfter sitzt unter dem CPU-Sockel und soll den dortigen Raum mit Frischluft versorgen. Hier ist leider kein Staubfilter vorhanden und der blasend montierte Lüfter befördert somit im Gehäuse befindlichen Staub unter die Thermal-Armor-Abdeckung.

 

Thermal Radar 2

Hier ist eigentlich die Software der King: Mit den reichhaltigen FAN-Headern auf dem Board und den bereits integrierten Temperatursensoren kann ASUS das System perfekt optimieren, um sämtliche Heatspots auf dem Mainboard unter Kontrolle zu bringen. Die Überwachungsmöglichkeiten sind wirklich immens, hinzu kommen Möglichkeiten für die Lüfternachlaufsteuerung, die die Lebensdauer der Komponenten durch eine schnellere Abkühlung erhöhen soll.

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Zwei kleine Lüfter dienen zur Belüftung der Thermal Armor.

 

TUF Engine

Zur TUF Engine gehören zunächst einmal die DIGI+ Power Control-Einheit mit seinen VRM-, DRAM- und CPU-Spannungssteuerungen. Der DIGI+-Power-Controller kann sehr genau die Spannungen einstellen, was nicht nur der Lebensdauer zu Gute kommt, aber auch beim Over- oder Undervolting positive Effekte hat.

Weiterhin setzt ASUS auf dem Board aber auch neueste Chokes, Titanium Solid-State-Wiederstände und MOSFETs ein, die bezüglich der Belastbarkeit und der Umgebungstemperatur dem Militärstandard entsprechen. Stromstärken von 40A sollen pro MOSFET kein Problem sein, zudem ist das Powerdesign so ausgelegt, dass Stromspannungen oder unsaubere Stromanlieferung ausgeglichen werden soll.

 

TUF Fortifier

Der TUF Fortifier ist in erster Linie eine Verstärkung der PCB-Rückseite des Boards. Durch ihn wird der Thermal Armor an seinem Platz gehalten, aber er verhindert auch ein Durchbiegen des PCBs, wenn sehr große CPU-Kühler zum Einsatz kommen oder mehrere Grafikkarten eingesetzt sind. Zudem hat er eine weitere Eigenschaft, denn er nimmt die Wärme von den Bauteilen der Spannungswandlung auf der Rückseite des PCBs auf.

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Der TUF Fortifier sorgt auch für die Kühlung einiger Bauteile der Spannungsversorgung.

 

Dust Defender

Durchaus lustiges Zubehör sind die Dust Defender. Hier hat ASUS für jeden PCIe-Slot, für jeden Onboard-Header und für jeden Port der I/O-Blende einen Verschluss gebastelt, um die Anschlüsse zu schützen. Dabei ist der Schutz vor Dreck sicherlich nicht nur der einzige Sinn, denn die internen Header können so auch vor dem Umbiegen oder vor Kurzschlüssen geschützt werden.

Schicker aussehen kann eine I/O-Blende mit den Dust Defender-Verschlüssen auf jeden Fall:

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Mit den Dust Defender-Caps kann man die Anschlüsse auf der I/O-Blende abdichten.

Auch die PCIe-Slots sind geschützt, aber hauptsächlich sieht diese Variante deutlich besser aus:

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Auch für die PCIe-Anschlüsse ist ein Dust Defender verfügbar.

Kommen wir jetzt zu den internen Werten des Boards, wir gehen ins Bios...


BIOS:

Bei den letzten Biosversionen konnten wir bereits keine Sachen finden, die ASUS anders machen könnte - die momentan angebotenen Biosversionen sind aufgrund der Ähnlichkeit von Z77- und Z97-Chipsatz auch nicht wirklich schlechter. Im Bios des ASUS Sabertooth Z97 Mark I befindet sich so ziemlich alles, was man an dem Board konfigurieren kann, und das in der typischen ASUS-Übersichtlichkeit der bekannten UEFI-Bios-Versionen.

Wir testeten das ASUS Sabertooth Z97 Mark I mit der Biosversion 1104 vom 11. Juni 2014. Zum Testzeitpunkt war dies die aktuelle Biosversion, aber ASUS ist bekannt dafür, stetig neue Versionen zu entwickeln. So kann man erwarten, dass auch kommende Varianten mit neuer CPU-Unterstützung veröffentlicht werden. Mit der ASUS EZ Flash-Funktion kann man die Biosversionen auch komfortabel direkt von einem USB-Stick oder einem anderen Speichermedium direkt im Bios aktualisieren.

Nach dem Drücken von F2 oder ENTF kommt man bei der Biosversion in das Bios und landet zunächst einmal auf der "EZ-Mode" genannten Seite des Bios. Hier lassen sich Basiseinstellungen vornehmen, beispielsweise die Startreihenfolge der gefundenen Drives, weiterhin werden die Lüfterdrehzahlen und Temperaturen angegeben. Auch kann ein EZ System Tuning hier gestartet werden. Der EZ Mode ist also eher für unbedarfte Anwender, die nichts kaputtkonfigurieren wollen.

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In der oben stehenden Galerie finden sich auch alle anderen Einstellungsmöglichkeiten des Boards zum Durchklicken. Diese Optionen erreicht man im Advanced Mode, den man mit F7 aktiviert. Hier ist alles vorhanden, was man von einem aktuellen High-End-Board erwartet: Overclocking-Optionen und Tuning-Optionen sind in Hülle und Fülle vorhanden, zudem auch Stromsparoptionen, Möglichkeiten zur Systemüberwachung und eine wirklich sehr gelungene Untersektion zum Einstellen der Systemlüfter (Q-Fan). Dies kann automatisiert geschehen oder manuell, wobei sich Lüfter sogar bis zu einer Mindest-Temperatur abschalten lassen, um das System im Idle-Betrieb möglichst leise zu bekommen. 

Wir waren insgesamt mit dem UEFI-BIOS sehr zufrieden. Es lief absolut stabil und ließ sich sehr komfortabel mit Maus und/oder der Tastatur bedienen.

 

Overclocking:

Natürlich haben wir uns auch das Overclocking-Verhalten und die gebotenen Optionen beim Sabertooth Z97 Mark I angeschaut. Für die CPU-Kerne an sich stehen acht Phasen bereit. Damit man ein gutes Overclocking-Ergebnis erzielt, ist aber nicht nur die Anzahl der Phasen von Bedeutung. Da sich jede CPU anders takten lässt, muss man an dieser Stelle eine gute Portion Glück gefrühstückt haben, damit man ein gutes Modell erwischt, das gern bereit ist, mit einer immens erhöhten Taktfrequenz in Verbindung mit einer möglichst geringen Spannung zu arbeiten. Ebenfalls wichtig ist die Qualität der Signallaufzeiten.

Beim Sabertooth Z97 Mark I lässt sich die Base-Clock-Frequenz von 80 MHz bis satte 300 MHz in 0,1 MHz-Intervallen einstellen. Gerade die Erhöhung auf 300 MHz ist mehr als großzügig ausgefallen, da ohnehin bekannt ist, dass die Sandy Bridge- und Ivy Bridge-Modelle eine Erhöhung von ein paar wenigen MHz erlauben, bis sie ihren Dienst verweigern. Bei der VCore hat man die Wahl, ob man den Fixed-, den Offset- oder den Adaptive-Modus verwendet. Im ersteren Fall lässt sich die CPU-Spannung von 0,001 V bis 1,920 V in 0,001 V-Schritten fixieren. Wenn man dagegen mit dem Offset-Modus hantieren möchte, steht der Bereich von -0,999 V bis +0,999 V in ebenfalls 0,001 V-Intervallen zur Verfügung. Dieselben Einstellungsmöglichkeiten gibt es bei der Adaptive-Spannung, wobei hier zusätzlich noch ein Plus für den Turbobetrieb eingestellt werden kann.

Zum Standard gehört beim Sabertooth Z97 Mark I auch die Load-Line Calibration, mit der man den VDroop eingrenzen oder gänzlich verhindern kann. Hier verstecken sich diverse Einstellungsmöglichkeiten im Bereich der Digi+ Power Control Steuerung. Zwar bietet ASUS bei einigen High-End-Modellen noch etwas mehr Overclocking-Optionen an, die Flexibilität ist aber schon im Bundesliga-Niveau der Mainboards.

Alle weiteren Overclocking-Funktionen können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Sabertooth Z97 Mark I in der Übersicht
Base Clock Rate 80 bis 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
zusätzliche Turbo-Spannung im Adaptive-Modus
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
zusätzliche Turbo-Spannung im Adaptive-Modus
CPU PLL-Spannung 1,20000 V bis 2,70000 V in 0,010-V-Schritten
PCH-Core-Spannung 0,7000 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen iGPU, VCCSA, DRAM DATA Ref, DRAM CTRL REF,
CPU Digital I/O, PCH VLX, Clock Crossing Voltages, VTT DDR
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 26 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sieben optionale Fans,
CPU-LLC, Internal PLL Overvoltage, OC Tuner

Das Sabertooth Z77 lieferte uns maximal 4,5 GHz mit einer CPU-Spannung von 1,256 V. Allerdings können wir dieses Ergebnis nicht als Maßgabe für das Z97 Mark I verwenden, denn es handelt sich nicht um dieselbe Test-CPU. Insbesondere die CPU hat aber einen hohen Einfluss darauf, wie das Übertaktungsergebnis ausfällt. Insofern können wir keine vergleichende Einschätzung geben.

Das Sabertooth Z97 Mark I hat aber in unseren Augen die besten Voraussetzungen für einen guten Overclocking-Erfolg und stellte das auch unter Beweis. Bis zu 4,6 GHz erreichten wir mit knapp 1,248 V Spannung, wobei das System nach längerem Prime95 (30 Minuten) leider abstürzte. Auch war die Kühlung der CPU dann bereits problematisch.

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Bestes Ergebnis: 4,6 GHz bei 1,248 Volt

Für unseren Dauertest soll uns später eine Übertaktung auf 4,4 GHz mit reduzierter Spannung reichen.

Auch der Arbeitsspeicher konnte zu etwas mehr Takt gebracht werden, die DDR3-1866-Module von Corsair - immerhin vier Module mit insgesamt 32 GB - brachte das Board ohne Probleme auf 2133 MHz. 2400 MHz waren allerdings mit dem Kit auch auf einem anderen Mainboard nicht möglich, sodass diese Übertaktungslimitierung wohl eher den Speichermodulen zu schulden ist.

2133sabertooth

Nach der Boardvorstellung kommt natürlich das Setup unseres Härtetest-Systems. Dies folgt in den nächsten Tagen mit einem kleinen Video und einigen Testwerten zum System.


Die finalen Eckdaten des Systems mit den genannten Komponenten haben wir in Kürze protokolliert. So haben wir nach einiger Zeit folgende Taktraten für die Komponenten festgelegt:

Leider ist es uns dabei nicht gelungen, unseren Härtetest bei möglichst wenig Lüfterlaufzahl durchführen zu können. Die Temperaturen im Gehäuse wurden bei knapp 500 Watt Leistungsaufnahme aus der Steckdose, welche wir über die Tools Furmark und Prime95 erreichten, dann doch zu hoch. Gerade der VCore-Bereich des Mainboards, der durch die Wasserkühlung ohne direkte Belüftung war, hitzte sich stark auf. Noch viel schlimmer sah es bei der CPU aus: Hier kamen wir knapp an die Bereiche des Throttlings heran.

Aus diesem Grund haben wir die ASUS Q-FAN-Lüftersteuerung verwendet, um das System optimal zu konfigurieren. Insofern laufen die Lüfter nun mit üblicher Umdrehungszahl (und üblichem Geräuschpegel). Zudem haben wir unseren Härtetest-PC in den Keller verfrachtet, um hier niedrigere und gleichmäßigere Temperaturen zu haben.

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Der Close-Up des Innenlebens unseres Härtetest-PCs.
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Der komplette PC mit Corsair-Case und Eingabegeräten.

Natürlich dürfen auch ein paar Leistungstests nicht fehlen. Wir haben das System deshalb einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand durch ein paar Benchmarks laufen lassen. Zum einen musste sich das System im Cinebench 15 beweisen, zum anderen im aktuellen 3DMark. Zusätzlich haben wir den Stromverbrauch der Komponenten einmal im Cinebench 15 gemessen.

Cinebench

Version 15

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser
 

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Und natürlich auch noch die Leistungsaufnahme:

Leistungsaufnahme

Idle-Betrieb

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Load-Betrieb

Leistung in Watt
Weniger ist besser
 

Mit 3D-Last und mit unseren Auslastungsprogrammen Furmark und Prime95 sieht das allerdings schon anders aus - dann erreicht unser Testsystem knapp 500 Watt. Für unseren Härtetest verwenden wir acht Instanzen von Prime95, um die Kerne voll auszulasten, weiterhin wird der Burn-In-Modus von Furmark verwendet, um die Grafikkarten auszulasten.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun zum Live-Test:


Als Besonderheit haben wir uns überlegt, dass wir für den Zeitraum des Härtetests die aktuellen Testdaten und den Status des Systems veröffentlichen wollen. Entsprechend sieht man im unten stehenden Bild eine Live-Ansicht des Systems mit allen Testdaten. Hierfür verwenden wir ein Tool, welches alle 60 Sekunden einen Screenshot des Bildschirminhaltes macht und hochlädt. Entsprechend können unsere Leser also immer "live" beobachten, welche Temperaturen vorherrschen und ob das System noch läuft. Ist der Screenshot älter als die aktuelle Uhrzeit, ist das System eingefroren. 

ASUS Sabertooth Z97 Mark I Härtetest
Live-Ansicht des Härtetest-PCs (jede Minute aktualisiert)

An dieser Stelle sammeln wir natürlich auch die Updates zu dem Härtetest. Sollte das System also abstürzen oder etwas mit dem System passieren, werden wir es hier protokollieren. Genauso vermerken wir hier, wenn wir Änderungen am Systemaufbau, an der Übertaktung oder den Spannungen vornehmen.

Livetest-Protokoll:

07.07.2014, 14:21:
Das System wurde aufgebaut und mit Volllast ins Netz gehängt. Nach knapp 15 Minuten Auslastung bei 4400 MHz CPU-Takt, 2133 MHz Speichertakt, 1120 MHz GPU-Takt und 7400 MHz GPU-Mem-Takt läuft das System bei knapp 77°C CPU-Temperatur. Die VCore-Temperatur liegt bei 60°C. Die GPU-Temperatur liegt bei 34°C. Sensor "T_Sensor3" ist hinter dem Gehäuse angebracht und zeigt die Temperatur ausserhalb des Testsystems. Diese liegt bei 24°C.

07.07.2014, 17:07:
Ein erster Absturz aufgrund der Last: Wir lassen das System zunächst ohne GPU-Übertaktung weiterlaufen, um zu schauen, ob der Absturz an der GPU-Übertaktung lag. Das System ist wieder online seit 17:24 Uhr.

 

08.07.2014, 12:10:
Über Nacht lief das System 17 Stunden ohne Probleme auf Volllast, heute morgen gab es aber einen erneuten Absturz. Aus diesem Grund haben wir die Taktfreuquenz des Prozessors um 100 MHz verringert. Allerdings ist nicht klar, ob dies tatsächlich der Grund für den Absturz ist, oder die 1,5-jährige Tochter, als sie im Keller war, einfach mal den blinkenden Resetknopf gedrückt hat. Der Resetknopf ist beim Corsair-Gehäuse nämlich gleichzeitig die HDD-LED...

Seit 12:08 Uhr läuft das System wieder mit Volllast.

11.07.2014, 14:09:
Keine Abstürze die letzten drei Tage - mittlerweile läuft das System seit 74 Stunden in unveränderter Form. Wir haben also eine stabile Betriebsweise für den Härtetest gefunden. Das System zeigt keine Schwächen mehr.

19.07.2014, 19:52
Wir haben den Dauertest unter Volllast mit dem heutigen Tage abgeschlossen. Das System lief im Endeffekt 11 Tage ohne Probleme durch, selbst bei höheren Temperaturen. Nur ein Reboot benötigten wir aufgrund eines Windows-Updates. In den nächsten Tagen folgt ein Fazit unseres Härtetests.

 


Mit dem Fazit des Härtetests haben wir uns etwas Zeit gelassen. Nun aber wollen wir noch eine kleine Zusammenfassung des Tests nachliefern - und gleichzeitig belasten wir das Board quasi noch weiter.

 

Während der knapp 12 Tage unter Volllast hat das Board keine Auffälligkeiten gezeigt. Im Endeffekt haben wir die CPU ordentlich gequält, eine Menge Strom verbraucht, aber das Sabertooth Z 97 Mark I hat sämtliche Belastungen ohne Abstürze absolviert. Natürlich wird niemand sein System zu Hause in dieser Form laufen lassen, aber übertaktete Systeme haben viele unserer Leser und werden diese auch mal für besondere Applikationen verwenden, die das System ähnlich unter Last setzen. 

Was selbstverständlich nicht bewertet werden kann, ist die tatsächliche Alterung der Komponenten. Hierfür müsste man mit entsprechenden thermischen Kammern arbeiten, die zuhauf in den IT-Entwicklungslabors in Taipei eingesetzt werden. Hier testen die Hersteller ihre Komponenten bei 50 oder 60 Grad Temperatur und belasten somit die verwendeten Komponenten in einer extremen Form. Auch ASUS hat entsprechende Tests implementiert, sodass man eine Aussage über die Haltbarkeit eines Produktes geben kann. 

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Unser Belastungstest geht währenddessen noch weiter: Wir haben das System jüngst etwas umgerüstet und nutzen es nun für einen Härtetest mit einer SSD. Hier steht natürlich nicht das Mainboard im Vordergrund, sondern die stark belastete OCZ-SSD, wobei jedoch auch das Sabertooth Z97 Mark I dauerhaft laufen muss. Für die nächsten Wochen oder Monate wird es somit weiterhin im 24h-Betrieb eingesetzt. Wir sind gespannt, ob sich weitere Erkenntnisse aus diesem fortgesetzten Test ergeben. 

Unter allen 14 mittlerweile getesteten Z97-Mainboards ist das ASUS Sabertooth Z97 Mark I sicherlich das Board, welches aufgrund seiner Ausrichtung den Qualitätsaspekt am meisten anspricht. Vertraut man auf das ASUS-Versprechen, so kann man sich mit diesem "gehärteten" Board auf alle Anwendungsszenarien einlassen. Unser Test hat zumindest nichts gegenteiliges beweisen können.