ASRock Z97 Killer im Test

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IMG 2 logo Vor noch nicht all zu langer Zeit haben wir uns das Z87 Killer aus der Fatal1ty-Serie näher angeschaut. Dieses Modell hatte eine Menge Ausstattung im Gepäck, welche den meisten Interessenten bereits ausreichen dürfte. Daher lohnt sich ein Blick auf das neue Modell mit Intels Z97-Chipsatz. Im heutigen Artikel wird sich alles um das vermeintliche Nachfolgemodell drehen, welches die Taiwaner schlicht mit dem Namen Z97 Killer getauft haben. Wir werden unter anderem die Unterschiede zum Vorgänger festhalten.

Die Taiwaner haben mit der Einführung der Z97-Chipsätze die Fatal1ty-Serie ein wenig ausgebaut. Dies erkennt man daran, dass es vom Z97 Killer zwei Versionen gibt. Vom heutigen Testkandidaten abgesehen, hat ASRock noch das Z97X Killer in petto, welches von den technischen Eigenschaften her eher als direkter Nachfolger infrage kommt. Im Grunde wird das Z97 Killer nun eine Stufe herabgesetzt, beherbergt aber dennoch für die Mehrheit eine absolut zufriedenstellende Ausstattung.

Das Z97 Killer bringt unter anderem zwei PCIe-x16-Slots mit, welche zumindest ein 2-Wege-CrossFireX-Gespann ermöglichen. NVIDIAs SLI-Technologie wird hingegen nicht unterstützt. Warum das so ist, klären wir später. Obendrauf gibt es zwei PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots. Des weiteren trifft der Anwender auf insgesamt sechs USB-3.0-, acht USB-2.0- und vier SATA-6G-Anschlüsse. Selbst eine SATA-Express-Schnittstelle und ein M.2-Slot sind mit dabei. Passend zum Gaming-Unterbau kümmert sich eine Killer-NIC um die Netzwerkpakete. Dagegen gibt es weiterhin den Realtek ALC1150 auf die Ohren. Das Ganze klingt zumindest grundsolide.

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Das ASRock Z97 Killer in der Übersicht.

Es ist gut zu erkennen, dass die Taiwaner nun ein kräftigeres Rot verwenden. Zusätzlich fallen die Passivkühlkörper auf, die im selben Design hergestellt wurden, wie sie auf dem Z97 Extreme4 anzutreffen sind. Wie von vielen Interessenten gewünscht, ist das Printed Circuit Board tiefschwarz, so auch viele Anschlüsse und Erweiterungsslots. Unverändert sind die hier vorliegenden Abmessungen, welche dem etwas schmaleren ATX-Format entsprechen.

Die Spezifikationen

Das sind die technischen Eigenschaften:

Die Daten des ASRock Z97 Killer in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z97 Killer
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis ca. 115 Euro
Homepage http://www.asrock.com/index.de.asp
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

1x PCIe 3.0 x16 (x16)
1x PCIe 2.0 x16 (x4)
2x PCIe 2.0 x1

PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
1x SATA-Express über Intel Z97
1x M.2-Slot über Intel Z97 (shared, 10 GBit/s)

USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header), alle direkt über Intel Z97
8x USB 2.0 über Intel Z97 (4x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI-out 1.4a, 1x DVI, 1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Qualcomm Atheros Killer E2201 Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Purity Sound 2 (Realtek ALC1150) + 2x TI NE5532

ASRock sendete uns auch das Z97 Killer frisch und direkt aus Taiwan ohne Original-Verpackung und ohne Zubehör zu. Aus diesem Grund listen wir sämtliches Zubehör auf, welches sich laut ASRock im Inneren befinden wird.

Es war zu erwarten, dass beim Z97 Killer kein umfangreiches Zubehör enthalten ist. Mitgeliefert werden die I/O-Blende, das Mainboard-Handbuch, der unverzichtbare Datenträger, ein Quick-Start Guide, vier SATA-Kabel und eine Schraube für den M.2-Slot.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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8 Phasen sorgen für eine ausreichende CPU-Stromversorgung.

Die eingesetzte Haswell(-Refresh)-CPU wird von acht Phasen angetrieben, wovon jede der Phasen wiederum von jeweils zwei Dual-Stack-MOSFETs mit Strom versorgt wird. Selbstverständlich hat ASRock auf dem gesamten PCB hochwertige Nichicon-12K-Kondensatoren verlötet, die eine um 20 Prozent längere Haltbarkeit im Gegensatz zu gewöhnlichen High-End-Kondensatoren aufweisen sollen.

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Ohne Frage ist auch ein PWM-Controller an Bord.

Es ist ein Intersil ISL95820, der alleine vier Phasen steuern kann. Aus diesem Grund befinden sich auf dem Board so genannte Doppler, damit die insgesamt acht Phasen angesteuert werden können.

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Mit dem USB-3.0-Header können zwei dieser flinken Anschlüsse nach vorne in einem kompatiblen Gehäuse gelegt werden.

Viel zu sehen gibt es an dieser Stelle nicht. Von den vier DIMM-Slots abgesehen ist links neben dem 24-poligen ATX-Stromanschluss ein USB-3.0-Header untergebracht worden. In den DIMM-Slots selbst lassen sich maximal 32 GB RAM einsetzen, die von zwei Phasen befeuert werden. Laut den Informationen von ASRock unterstützen die Slots sogar DDR3-3200-Module.

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Für die meisten Anwender reichen die Erweiterungsslots absolut aus.

ASRock hat das Z97 Killer mit deutlich eingeschränktem Multi-GPU-Support ausgestattet. Obwohl der Chipsatz bei der Lane-Aufteilung, ausgehend von der CPU, flexibel ist, werden die 16 PCIe-3.0-Lanes einzig an den oberen PCIe-x16-Slot weitergeleitet. Der untere PCIe-x16-Slot ist mit vier PCIe-2.0-Lanes an den Z97-PCH angebunden, weshalb einzig ein 2-Wege-CrossFireX-Gespann mit zwei AMD-Grafikkarten realisiert werden kann. Wird eine einzelne Dual-Slot-Grafikkarte in den PCIe-3.0-x16-Slot installiert, können dagegen alle andere Slots ebenfalls belegt werden, ohne dass auch nur einer überdeckt wird. ASRock hat hier  mitgedacht und unterhalb des PCIe-3.0-x16-Slots den M.2-Slot positioniert, der sich die Anbindung mit der SATA-Express-Schnittstelle teilen muss und mit zwei PCIe-2.0-Lanes an den PCH gekoppelt ist. Dies bedeutet, dass die maximale theoretische Datenübertragungsrate 10 GBit/s beträgt (8b/10b-Kodierung: 1 GB/s). Abgesehen davon können zwei PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots belegt werden.

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Als Besonderheit gehört selbst eine SATA-Express-Schnittstelle zum Storage-Bereich.

Generell wird auf ergänzende Zusatzchips verzichtet und man vertraut demnach ausschließlich auf die Features, die der neue Z97-Chipsatz mitbringt. Für den Storage-Bereich können deswegen bis zu sechs SATA-6G-Ports zur Verfügung gestellt werden, die auch beim Z97 Killer anzutreffen sind. Zwei der SATA-Ports halten sich für die SATA-Express-Schnittstelle bereit, können alternativ auch als solche verwendet werden. Anders, als es noch beim Z87 Killer der Fall war, wurden die SATA-Buchsen nun vertikal ausgerichtet, was der Interessent in Kauf nehmen muss. Oberhalb der beiden linken SATA-Ports sehen außerdem noch den ASMedia ASM1083, der als PCIe-zu-PCI-Brücke fungiert und absolut erforderlich ist, damit die beiden PCI-Slots mit dem PCH kommunizieren können.


Es geht mit dem I/O-Panel weiter:

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Das I/O-Panel beim ASRock Z97 Killer.

Am I/O-Panel ist alles existent, was wichtig ist. Mit dabei sind jeweils vier USB-3.0- und USB-2.0-Schnittstellen, einmal Gigabit-LAN, die analogen Audiobuchsen, einmal Toslink und jeweils ein DVI-D-, HDMI- und VGA-Grafikausgang, um auch die in Haswell(-Refresh) integrierte GPU ansprechen zu können.

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Auch enthalten: Der ASM1442K als TMDS Level Shifter.

Der ASMedia ASM1442K (TMDS-Level-Shifter) befindet sich zwischen dem CPU-Sockel und dem I/O-Panel und ist für die Wandlung der Spannung zwischen der internen Grafikeinheit und dem DVI- und HDMI-Grafikausgang verantwortlich.

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Zu einem Gaming-Unterbau passt natürlich ein Gaming-Netzwerk-Controller.

Ganz klar kommt auch beim Z97 Killer eine Killer-NIC von Qualcomm auf das PCB, der seine Priorität auf die Netzwerkpakete gelegt hat, die beim Online-Gaming anfallen. Davon abgesehen beherrscht er Datenübertragungsraten bis zu einer Geschwindigkeit von 1 GBit/s, demnach umgerechnet theoretisch 125 MB/s.

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Das Board wird mit einer anständigen Audiolösung ausgeliefert.

Unter dem EMI-Shield mit der Aufschrift "Purity Sound 2" verbirgt sich Realteks ALC1150-Soundprozessor, der mit acht Kanälen zurechtkommt. Er wird von zwei TI NE5532 von Texas Instruments begleitet. Einer der beiden verrichtet seine Arbeit als Differenzial-Codec mit 115 dB SNR, der andere hingegen als 600-Ohm-Kopfhörerverstärker. Zu ihnen gesellen sich hochwertige Nichicon-Audio-Kondensatoren, die den Klang positiv beeinflussen sollen.

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Ein Super I/O-Chip wird ebenso dringend benötigt.

Er kommt von Nuvoton und trägt die Bezeichnung "NCT6791D" und ist für die Überwachung der Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten verantwortlich. Dank ihm erhält der Anwender die Möglichkeit, die Lüfter manuell zu steuern, damit sie nicht dauerhaft mit voller Drehzahl laufen.

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Das ASRock Z97 Killer nochmal in der Übersicht.

An dem Layout haben wir wenig zu beanstanden. Besonders gut hat uns Aufteilung der Erweiterungsslots gefallen. Wird nur eine Dual-Slot-Grafikkarte verwendet, können dennoch alle restlichen Slots belegt werden. Dem einen oder anderen werden die vertikal ausgerichteten SATA-Ports sicherlich nicht gefallen. Dafür wurden die Anschlüsse rechts unten in der Ecke untergebracht, wo sie weniger stören. Weniger komfortabel, aber dennoch ermöglicht wurde von ASRock das Umschalten der beiden BIOS-Chips sowie das Zurücksetzen des BIOS mit jeweils einem Jumper.

Die integrierte Lüftersteuerung arbeitet absolut zufriedenstellend. Von den sechs FAN-Headern (2x 4-Pin, 4x 3-Pin) lassen sich fünf steuern. Ist der Standard Modus aktiv, drehen sich die beiden Lüfter vom bequiet! Dark Rock Pro C1 mit rund 1350 Umdrehungen pro Minute. Dagegen arbeitet der Silent-Modus sehr effektiv, sodass sich die beiden Lüfter mit nur noch 617 Touren drehen, was somit bereits ab einem Meter Abstand nicht mehr wahrzunehmen ist. Zusätzlich stehen die Modi "Performance Mode" und "Full Speed" zur Verfügung. Wer dann dennoch mit der Lüftersteuerung unzufrieden ist, kann sich durchaus mit dem "Customize"-Modus anfreunden. Es können fünf Temperatur-Grenzen und die dazugehörige Umdrehungszahl in Prozent festgelegt werden. Dies entspricht einer manuellen Lüfterkurve, die auf der rechten Seite im UEFI abgebildet wird.


BIOS

ASRock stellt inzwischen die BIOS-Version P1.30 zur Verfügung. Im Gegensatz zum First Release wurde in Version P1.30 die CPU-Codes für den Anniversary-Pentium sowie dem Core i5-4690K und dem Core i7-4790K hinzugefügt. Wir konnten das Update komfortabel per Instant-Flash-Funktion einspielen.

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Die UEFI-Oberfläche vom ASRock Z97 Killer.

Auch das UEFI wurde von ASRock farblich passend zum Mainboard abgeändert, demnach fanden wir eine rote Oberfläche mit weißer Schrift vor, die ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt. Weiterhin verzichten die Taiwaner generell auf eine Übersichtsseite, wie beispielsweise der "EZ-Mode" von ASUS. Dafür wurde ein Feature von ASUS auch in das ASRock-BIOS implementiert. Oben auf dem Bild kann man weiter unten bereits den "My Favorite"-Menüpunkt erkennen, der exakt genau dasselbe erfüllen soll wie bei den ASUS-Platinen. Sprich, sämtliche Funktionen aus dem UEFI, die am meisten verwendet werden, können zur "My Favorite"-Liste hinzugefügt werden. Anders als es ASUS gelöst hat, wurde kein eigenständiger Reiter erstellt, sondern nur ein Menüpunkt auf der "Main"-Seite. Auch die Art, wie die Funktionen hinzugefügt werden, ist unterschiedlich. Zunächst einmal muss die Funktion selektiert werden, welche in die Liste aufgenommen werden soll. Oben rechts auf dem Bild befindet sich unterhalb des "Exit"-Reiters eine Schaltfläche "My Favorite". Und davor wird ein Stern angezeigt, der lediglich angeklickt werden muss.

Die restliche Struktur bleibt unverändert. Erste Infos, wie die BIOS-Version, das installierte Prozessor-Modell und auch die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Modulverteilung. Zudem hat der Anwender die Möglichkeit festzulegen, welcher Reiter beim Aufrufen der UEFI-Oberfläche angezeigt werden soll. Alle Overclocking-Funktionen sind beim nächsten Reiter zu finden. Bis auf eine Ausnahme werden alle Funktionen in einer Liste aufgeführt, was auch Vorteile hat. Speziell für die Arbeitsspeicher-Latenzen ist aber doch ein Menüpunkt vorhanden, der auf eine eigenständige Seite verweist. Auf der "Advanced"-Seite kann, wie immer, auf die Einstellungen zugegriffen werden, die sich auf die Onboard-Komponenten beziehen. Weiterhin werden jedoch auch die bereits bekannten Tools angeboten: System Browser, Online Management Guard, UEFI Tech Service, Easy RAID Installer und Easy Driver Installer. Das UEFI kann wahlweise per Instant-Flash oder per Internet-Flash auf die aktuelle Version gebracht werden. Insgesamt lassen sich drei Profile abspeichern, die auch exportiert und importiert werden können.

Mithilfe des Hardware-Monitors erhalten wir stets einen Überblick über die anliegende CPU- und Mainboard-Temperatur, über die Spannungen und Lüfterdrehzahlen und können letztere auch beeinflussen. Die Boot-Settings werden ebenfalls separat einquartiert. Auf dieser Seite werden die Boot-Prioritäten und andere Boot-Settings festgelegt. Last but not least sind noch die beiden Punkte "Security" und "Exit" an Ort und Stelle.

Wir hatten am UEFI nichts auszusetzen. Die Steuerung durch die Menüs mit Maus und/oder Tastatur ist von ASRock sehr angenehm umgesetzt worden. Wie es sein soll, wurden zudem alle Einstellungen konsequent umgesetzt und hatten auch in dieser Richtung nichts zu bemängeln. Auch war die Stabilität absolut hervorragend.

 

Overclocking

Wie wir bereits wissen, kümmern sich acht Phasen um die CPU-Spannungsversorgung. Entscheidet sich der Interessent für das ASRock Z97 Killer, bekommt er es auch mit zahlreichen Overclocking-Funktionen zu tun, mit denen er einem K-Prozessor ordentlich Beine machen kann. Auch lässt das UEFI Umschaltung der vier CPU-Straps 1.0, 1.25, 1.67 und 2.5 zu. In den meisten Fällen ist jedoch vor allem der 1.0-Modus von Bedeutung.

ASRocks Mainstream-Platine lässt einen Spielraum des BCLKs von 90 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Intervallen zu. Einige Konkurrenz-Mainboards gehen da zwar mit 0,01-Schritten noch etwas feiner zur Sache, jedoch ist die Veränderung des BCLKs dann interessant, wenn auch die letzten Leistungsreserven herausgequetscht werden sollen. Passend dazu kann selbstverständlich auch die Spannung individuell angepasst werden. Im Override- und Adaptive-Modus beträgt der Spielraum 0,800 Volt bis 2,000 Volt. Möchte der Anwender die Spannungsregulierung dann doch lieber mithilfe des Offsets vornehmen, kann er sich zwischen -1,000 Volt und +1,000 Volt entscheiden. In allen drei Modi sind die Intervalle in sehr feinen 0,001 Volt implementiert worden. Feintuning ist damit also möglich. Alle anderen Overclocking-Funktionen haben wir in der folgenden Tabelle aufgelistet:

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z97 Killer in der Übersicht
Base Clock Rate 90 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,165 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 2,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,600 V bis +0,400 V in 0,010-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Override- und Adaptive-Modus)
-1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -1,000 V bis +1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,977 V bis 1,322 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH1,5V
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 34 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
FIVR Switch Frequency Signature, FIVR Switch Frequency Offset

Unsere Grundkonfiguration mit 4,7 GHz bei 1,250 Volt schluckte das kleine ASRock Z97 Killer ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Grund, nun also die CPU-Spannung weiter herabzusetzen auf 1,240 Volt. Auch davon ließ sich die Fatal1ty-Platine nicht beeindrucken. Erst nachdem wir den Kernen nur noch 1,230 Volt zugeführt haben, war kein stabiler Betrieb mehr möglich.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,241 Volt

Wir haben mit dem Z97 Killer exakt dasselbe Ergebnis wie beim Z97 Extreme4 erreichen können. Und das mit vier Phasen weniger.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir schärfere Latenzen festlegen.

Die Werte des Profils wurden korrekt übernommen und liefen auch stabil. Ebenfalls stabil lief jedoch auch unsere manuelle Einstellung mit schärferen Timings. In beiden Fällen lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

ASRock F-Stream

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ASRocks F-Stream-Utility.

ASRock gibt aber auch noch eine Software mit auf den Weg, die sich für den einen oder anderen Käufer durchaus als nützlich erweisen könnte. Sie hört auf den Namen "F-Stream" und wird allen Mainboards aus der Fatal1ty-Serie beigelegt. Mit ihr können Dinge, wie der Operation-Modus eingestellt werden und bietet die drei Modi "Performance Mode", "Standard Mode" und "Power Saving". Ebenfalls enthalten sind Features wie XFast RAM, FAN-Tastic Tuning und der Dehumidifier (Entfeuchter). Generell kann das System auch von diesem Utility aus übertaktet werden und bietet die entsprechenden Regler für den CPU-Multiplikator, die BCLK-Frequenz und die dazugehörigen Spannungen. Unter dem Punkt "System Info" verbirgt sich eine Übersichtsseite, die Informationen wie die aktuell anliegende CPU-Taktfrequenz, die Spannungen, die Temperaturen und auch die Lüftergeschwindigkeiten preisgibt.

In der folgenden Bildergalerie sind alle BIOS- und A-Tuning-Screenshots einsehbar:


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z97 Killer getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z97 Killer ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Firestrike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Es war zu erwarten, dass die Performance auf dem Niveau der anderen neuen Z97-Mainboards liegt. Da jedoch lediglich das Mainboard getauscht wird, sind die Unterschiede nur auf messbarer Ebene feststellbar.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das Z97 Killer bootet mit nur 10,63 Sekunden fast so schnell wie das Z97 Extreme4 und sichert sich auch gleich den zweiten Platz der bisher gebenchten Z97-Mainboards. Selbst die Differenz zum Gigabyte Z97X-UD5H-BK liegt bei 0,9 Sekunden.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z97 Killer hat keine besonderen Zusatz-Controller erhalten. Lediglich ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Von den bisher fünf Z97-Platinen positioniert sich das Z97 Killer von ASRock genau in der Mitte mit einem Idle-Wert von 43,4 Watt. Er liegt in einem guten Bereich. Nicht weit entfernt ist MSIs Z97 MPOWER MAX AC, welches mit 42,9 Watt minimal sparsamer war. Ungewöhnlich ist allerdings, warum das hauseigene Z97 Extreme4 noch ein gutes Stück weniger im Leerlauf verbraucht.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Gänzlich anders sieht es in den beiden Last-Situationen aus. Beim Cinebench-Lauf zeigt sich der kleine Fatal1ty-Unterbau mit 104,8 Watt von der effizienten Seite und ist Tabellenführer.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Dasselbe gilt für Prime95, wo absolute Volllast herrscht. Auf unserem Strommessgerät konnten wir einen Wert von 113,4 Watt ablesen, die aus der Steckdose gezogen wurden.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Die VCore lag auch dieses mal bei 1,044 Volt und ist sich mit den anderen Probanden einig.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Im UEFI konnte nur die USB-3.0-Funktionalität abgeschaltet werden, die die Leistungsaufnahme allerdings nicht beeinflussen konnte.

Es gibt an der Leistungsaufnahme eigentlich nichts auszusetzen, immerhin sind die Werte im grünen Bereich. Allerdings fragen wir uns, warum der Stromverbrauch beim Z97 Killer höher lag als beim kürzlich getesteten Z97 Extreme4. Von daher gibt es einen kleinen Punktabzug. Insgesamt betrachtet befindet sich das Z97 Killer dennoch in einem recht effizienten Bereich.


USB-3.0-Performance

In Sachen USB-3.0-Anschlüsse bleibt es beim Z97 Killer bei der Minimalausstattung, sprich sechs Stück, die natürlich direkt an den PCH angebunden sind. Vier der Schnittstellen sind am I/O-Panel anzutreffen, die anderen beiden per internem Header. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASRock Z97 Killer
(nativ über den Z97-PCH).

Die Lesedurchsatzrate erreichte problemlos die 250 MB/s-Marke. Dagegen war die Schreibrate mit durchschnittlich 286 MB/s noch ein gutes Stück höher.

 

SATA-6G-Performance

Mit vier SATA-6G-Ports und einer SATAe-Schnittstelle ist das Z97 Killer ausreichend gut vorbereitet. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim ASRock Z97 Killer
(nativ über den Z97-PCH).

Anfangs war die Performance unterdurchschnittlich, doch im späteren Verlauf lagen die gewohnten Werte an. Es waren maximal 557 MB/s lesend und 521 MB/s schreibend drin. Da gibt es nichts auszusetzen.


ASRock setzt unter anderem mit dem Z97 Killer die Fatal1ty-Serie konsequent fort. In unserem Test konnte die Platine in fast allen Disziplinen absolut überzeugen. Eine der Disziplinen ist das Overclocking, bei dem wir exakt dasselbe Ergebnis erreichen konnten, wie einst beim Z97 Extreme4. Das ist insofern interessant, da das Z97 Killer hingegen "nur" acht Phasen statt 12 aufzuweisen hat, was sich unter Umständen bemerkbar machen kann. So jedenfalls nicht beim Z97 Killer. Zwar befinden sich auf dem PCB keine nennenswerten Onboard-Funktionen, selbst auf einen Power- und Reset-Button muss verzichtet werden. Glücklicherweise kann der Anwender auf zwei Jumper zurückgreifen, mit denen einmal einer der beiden BIOS-Chips selektiert werden kann und alle BIOS-Settings zurückgesetzt werden können. Wie gewohnt bekommt es der Käufer mit zahlreichen Overclocking-Funktionen im UEFI zu tun.

Wie bei allen Fatal1ty-Brettern, konzentriert sich auch das Z97 Killer vornehmlich auf das Gaming-Segment. Zumindest ist ein PCIe-3.0-x16-Slot abgreifbar, in dem eine dedizierte Grafikkarte Platz nehmen darf. Genau an dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass der heutige Testkandidat kein direkter Nachfolger des Z87 Killer darstellt, denn letzteres verfügt über drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots und unterstützt damit auch ein 2-Wege-SLI- und ein 3-Wege-CrossFireX-Gespann. Dieses Muster trifft hervorragend auf das Z97X Killer zu, sodass dieser Unterbau als direktes Nachfolgemodell bezeichnet werden kann. Dafür kann das kleinere Z97 Killer noch zwei PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots bereitstellen. Besonders loben müssen wir ASRock bei der Anordnung der Erweiterungsslots. Sofern nur eine Dual-Slot-Grafikkarte eingesetzt wird, können alle anderen Slots dennoch genutzt werden. In der Lücke wurde der M.2-Slot untergebracht, der mit 10 GBit/s an den Intel-Chipsatz angebunden ist.

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Zu den weiteren Storage-Steckplätzen zählen vier SATA-6G-Ports und eine SATA-Express-Schnittstelle. Letztere muss sich allerdings die Anbindung mit dem M.2-Slot teilen, sodass sich der Anwender für einen Standard entscheiden muss. ASRock hat sich entschieden, die SATA-Anschlüsse nicht angewinkelt, sondern vertikal auf das PCB zu verlöten. Demnach hätten die Taiwaner keine bessere Stelle auf dem PCB wählen können als unten rechts in der Ecke von der normalen Frontansicht betrachtet. Ebenfalls gut ausgerichtet ist der USB-3.0-Header, mit dem zwei schnelle Schnittstellen bei einem kompatiblen Gehäuse an die Front verlegt werden können. Davon abgesehen können vier weitere USB-3.0-Schnittstellen über das I/O-Panel abgegriffen werden. Dazu gibt es insgesamt acht USB-2.0-Anschlüsse, vier am I/O-Panel und weitere vier verteilt auf zwei Header.

Sämtliche Netzwerkaufgaben werden dem Qualcomm Atheros Killer E2201-Controller übergeben, der ohne Frage eine maximale Datenübertragungsrate von 1 GBit/s mitmacht. Seine Hauptaufgabe ist jedoch die Priorisierung der Netzwerkpakete, die bei Online-Games anfallen. Zumindest in der Theorie soll die Latenz zum Game-Server ein Stück nach unten gepresst werden. Um das Gaming-Paket abzurunden, gibt es mit dem Purity-Sound-2-Feature den Realtek ALC1150 samt TI NE5532 in zweifacher Ausführung auf die Ohren. Einer der TI NE5532-Chips sorgt dafür, dass auch Kopfhörer mit 600 Ohm ordentlich betrieben werden können. Natürlich kann auch die integrierte Grafikeinheit aus den Haswell(-Refresh)-Prozessoren in den Alltag eingebunden werden. Zu diesem Zweck halten sich jeweils ein VGA-, DVI-D- und HDMI-Grafikausgang bereit.

Beim UEFI haben die Verantwortlichen bei ASRock wieder einmal gute Arbeit geleistet. Auch dieses Mal konnten wir keine negativen Eigenschaften ausfindig machen. Im Gegenteil, alle Einstellungen wurden einwandfrei übernommen, die Steuerung per Maus und/oder Tastatur fiel sehr angenehm aus und die Stabilität war ebenfalls sehr gut. Wenn wir etwas zu beanstanden hatten, dann war es die Leistungsaufnahme im Leerlauf, die zwar im Ganzen absolut akzeptabel war, jedoch deutlich über dem hauseigenen Z97 Extreme4 lag. Bei den beiden Last-Situationen hingegen konnte das Z97 Killer die anderen Probanden ausstechen und sich ganz nach oben in der Tabelle vorarbeiten. Preislich wird das ASRock Z97 Killer ab etwa 115 Euro in unserem Preisvergleich gelistet. Für das günstigste Z97-Mainboard von ASRock mit Gaming-Aspekten liegt der Preis auf einem sehr guten Niveau und ist durchaus einen Blick bei der Komponenten-Auswahl Wert.

Positive Eigenschaften des ASRock Z97 Killer:

Negative Eigenschaften des ASRock Z97 Killer:

Der preisbewusste Interessent erhält mit dem ASRock Z97 Killer einen guten Unterbau mit vernachlässigbaren Kleinigkeiten, welcher die aktuellen Anschlussmöglichen dank des neuen Z97-Chipsatzes verpasst bekommen hat. Er eigenet sich auch für das erweiterte Overclocking und bringt besondere Gaming-Technologien mit. Uns ist es die Herausgabe des Excellent-Hardware-Awards jedenfalls Wert!

EH ASRock Z97 Extreme4

Alternativen? Wer marginal mehr ausgeben möchte und zusätzliche Anschlüsse gut gebrauchen kann, könnte sich das ASRock Z97 Extreme4 einmal näher anschauen. Davon abgesehen könnte auch das MSI Z97 GAMING 3 interessant sein, welches noch ein paar Euro unter dem Z97 Killer liegt und eine ähnliche Ausstattung bietet.

 

Persönliche Meinung

Ich hätte auch gut die persönliche Meinung vom Artikel zum Z97 Extreme4 in diesen Artikel kopieren können, denn dieselben Eigenschaften treffen auch auf dieses Modell zu. Für einen relativ niedrigen Betrag bekommt man derzeit ein entsprechend gut ausgestattetes Mainboard, das für die meisten Anwender absolut ausreicht und das auch beim Overclocking-Versuch nicht so schnell schlapp macht. Selbst der M.2-Slot und der SATA-Express-Anschluss haben es auf das PCB geschafft. (Marcel Niederste-Berg)