Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK im Test

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IMG 4 logoDie neue Wildcat-Point-Plattform ist nun erhältlich und mittlerweile wurden dazu passend auch Intels "Devil's Canyon"-CPUs auf der diesjährigen Computex vorgestellt. Für die erste Runde an Z97-Mainboards haben wir uns vorgenommen, jeweils ein Modell von den vier stärksten Herstellern zu testen. Den Anfang machte das ASUS Z97-Deluxe, dicht gefolgt vom ASRock Z97 Extreme4. Zuletzt warfen wir unsere Blicke auf MSIs Z97 MPOWER MAX AC. Als nächstes ist also ein Mainboard von Gigabyte an der Reihe. Wir werden uns in diesem Artikel auf das neue GA-Z97X-UD5H-BK aus dem Hause Gigabyte konzentrieren, welches sich im oberen Preissegment angesiedelt hat.

Nicht nur MSI hat das Mainboard-Angebot nun grundlegend einer Überarbeitung unterzogen, auch Gigabyte hat gänzliche neue Modelle samt neuer Bezeichnung ins eigene Portfolio aufgenommen. Gemeint sind beispielsweise die Gigabyte-Mainboards GA-Z97X-Gaming 3, GA-Z97X-Gaming 5 und GA-Z97X-Gaming 7 aus der brandneuen Gaming-Serie. Das neue UD5H-Modell gibt es gleich in zwei Versionen: GA-Z97X-UD5H und GA-Z97X-UD5H-BK, um das es in diesem Artikel geht. Beide Platinen besitzen dieselben Ausstattungsmerkmale, letzteres Modell stellt lediglich die Black Edition dar und bietet dem Käufer einige Vorteile, auf die wir später noch eingehen werden.

Auf dem PCB aus der Oberklasse wurden alle neuen Features implementiert, die mit dem Z97-PCH realisiert werden können, sprich M.2 und SATA-Express. Es können bis zu drei Grafikkarten Platz nehmen, was die drei PCIe-3.0-Slots ermöglichen. Hinzu kommen insgesamt acht USB-3.0- und sechs USB-2.0-Schnittstellen sowie sechs SATA-6G-Ports. In Sachen Netzwerkanbindung hat der Anwender freie Wahl, ob er die Killer- oder Intel-NIC nutzt. Generell kann das Z97X-UD5H-BK auch zum Overclocking verwendet werden, denn selbst Spannungsmesspunkte sind mit an Bord. Die normale Version ist ab knapp 152 Euro gelistet, für die Black Edition müssen dagegen mindestens 181 Euro auf den Tisch gelegt werden.

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Das Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK in der Übersicht.

Das Grunddesign hat es soweit unverändert auf das neue Z97-Modell geschafft. Wir haben uns speziell bei der Black Edition gefragt, was den derart hohen Aufpreis rechtfertigt, denn die Unterschiede zum normalen UD5H-Modell sind wirklich nur marginal. Beide PCBs und auch die Slots und Anschlüsse sind generell sehr dunkel gehalten worden. Einzig die Kühlerfarbgebung fällt unterschiedlich aus und ist beim BK-Modell eben eher schwarz als gelb. Bei der normalen Version ist es genau anders herum. Für beide Mainboards wird zwingend ein Gehäuse benötigt, welches das ATX-Format problemlos aufnehmen kann.

Die Spezifikationen

Das sind die technischen Eigenschaften:

Die Daten des Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
Gigabyte
GA-Z97X-UD5H-BK
CPU-Sockel LGA1150
Straßenpreis ca. 181 Euro
Homepage http://www.gigabyte.de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z97 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way), SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (x16/-/-, x8/x8/-, x8/x4/x4)
2x PCIe 2.0 x1

PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

4x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z97
2x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Marvell 88SE9172
1x SATA-Express über Intel Z97
1x M.2-Slot über Intel Z97 (shared)

USB 8x USB 3.0 (6x am I/O-Panel, 2x über Header), vier direkt über Intel Z97, vier über Renesas uPD720210
6x USB 2.0 über Intel Z97 (2x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI-out 1.4a, 1x DVI, 1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I217-V Gigabit-LAN
1x Qualcomm Atheros Killer E2201 Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Realtek ALC1150 Audio Codec

Das Mainboard ist schwarz und natürlich ist auch die Verpackung selbst schwarz - wie es sich für eine Black Edition gehört. Oben links prangt das Firmenlogo, in der Mitte unübersehbar der "Black Edition"-Schriftzug und unten schließlich die genaue Modellbezeichnung.

Das mitgelieferte Zubehör

In der Verpackung selbst befand sich folgendes Zubehör:

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Enttäuschend gestaltet sich das Mitbringsel. Vom Pflichtzubehör abgesehen fanden wir nur vier SATA-Kabel und eine 2-Way-SLI-Bridge im Inneren des Kartons.


Der Z97- und der Z87-Chipsatz unterscheiden sich nicht großartig. Es wurde lediglich ein Facelifting vorgenommen, bei dem vor allem ein Feature hinzugefügt wurde: M.2-Support. Ansonsten ist es bei maximal sechs SATA-6G-Buchsen und sechs USB-3.0-Anschlüssen geblieben. Auch bietet die Southbridge noch immer maximal acht PCIe-2.0-Lanes, die weiterhin sehr knapp werden können, vorwiegend bei teureren High-End-Platinen.

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Für die CPU-Spannungsversorgung sind indirekt 12 Phasen verantwortlich.

Zwölf Phasen sind es insgesamt, die die Spannung direkt an die Haswell(-Refresh)-CPU weitergeben. Jede Phase selbst wird hingegen von jeweils zwei MOSFETs versorgt, bei denen es sich dieses Mal jedoch nicht um PowIRstage-Modelle handelt, sondern um SiRA12DP, die aus dem Hause Vishay kommen. Generell wurden von Gigabyte 10K Durable Black Solid Caps auf dem gesamten PCB verteilt, die eine deutlich längere Lebenszeit bieten sollen. Sie stammen von Nippon und sind entsprechend hochwertig.

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Der PWM-Controller stammt von International Rectifier.

Zum Einsatz kommt das Modell "IR3563B". Bei ihm handelt es sich einen digitalen Multi-Phase-Buck-Controller und er kann maximal acht Phasen steuern. Auf dem Z97X-UD5H-BK arbeiten jedoch 12 Phasen, weshalb aus diesem Grund sogenannte sechs Doppler des Typs "IR3598" verwendet werden, die je zwei Phasen übernehmen können. In diesem Fall wird der PWM-Controller vom MOSFET-Kühler ebenfalls auf akzeptabler Temperatur gehalten.

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Wichtige Spannungen können direkt mit einem Multimeter ausgelesen werden.

In den vier DIMM-Slots können in der Summe 32 GB Arbeitsspeicher eingesetzt werden. Alle vier DIMM-Slots werden von zwei Phasen angetrieben. Gigabyte hat davon abgesehen auf der linken Seite einen USB-3.0-Header und die Diagnostic LED untergebracht. Im Gegensatz zum Vorgängermodell muss die neue Version mit nur einem USB-3.0-Header auskommen. Rechts vom 24-poligen ATX-Stromanschluss aus kann der Anwender folgende Spannungen mittels Multimeter direkt auslesen: VCORE, VDIMM, VIOD, VRING, VAXG, VSA, VIOA und VRIN.

Zusätzlich befindet sich noch einiges an Onboard-Komfort auf dem PCB, was der Interessent bei dem Anschaffungspreis auch erwarten darf. Mit dabei ist ein Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button sowie ein Single-BIOS- und BIOS-Switch. Während mit dem ersten Switch bestimmt werden kann, ob das Dual-BIOS-Feature verwendet werden soll, kann mit dem zweiten Switch das Main- oder Backup-BIOS ausgewählt werden.

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Auf Wunsch können selbst zwei PCI-Slots belegt werden.

Ob PCIe-3.0-x16, PCIe-2.0-x1 oder doch PCI: Das Z97X-UD5H-BK stellt die genannten Revisionen zur Verfügung. Auch wird generell das Multi-GPU-Feature unterstützt. In diesem Fall entweder zwei NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten oder gar drei AMD-Grafikkarten. Die knappen 16 PCIe-3.0-Lanes von der CPU werden auf die drei Slots verteilt, sollten sie belegt werden. Dies bedeutet natürlich, dass bei einem Single-GPU-Betrieb alle 16 Lanes an die Karte weitergegeben werden, wenn in den anderen beiden PCIe-3.0-x16-Slots keine Erweiterungskarten installiert sind. Bei zwei Grafikkarten werden die 16 Lanes halbiert, sodass beide Karte zumindest mit jeweils acht Lanes angesteuert werden. Sollte sich der Anwender für ein 3-Wege-CrossFireX-Gespann entscheiden, bekommt die oberste und damit erste Grafikkarte als einzige acht Lanes zugesprochen. Die anderen beiden Grafikbeschleuniger müssen sich dagegen mit jeweils vier Lanes begnügen. Davon abgesehen können jeweils zwei PCIe-2.0-x1- und PCI-Slots belegt werden.

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Immerhin ist einmal SATA-Express vorhanden.

Wie immer kann der Intel-Chipsatz alleine sechs SATA-6G-Ports managen. Alle schwarzen Anschlüsse arbeiten über den Z97-Chipsatz. SATA-Port 4 und 5 bilden zusammen mit dem PCIe-Connector das SATA-Express-Feature. Dort haben die Taiwaner auch gleich einen wichtigen Hinweis hinterlassen. Zur selben Zeit kann entweder das SATA-Express-Feature oder der M.2-Slot verwendet werden. Letzterer nimmt M.2-Karten mit den Längen 4,2 cm, 6 cm und 8 cm auf und ist somit mit lediglich zwei PCIe-2.0-Lanes an den PCH gebunden, sodass eine maximale theoretische Bandbreite von 10 GBit/s zur Verfügung stehen. Bedingt durch die 8b/10b-Kodierung ergeben sich theoretische 1 GB/s. In der Praxis liegt die Performance jedoch um 800 MB/s.

Die beiden rechten grauen SATA-6G-Ports arbeiten über den Marvell 88SE9172, der zu mehr Leistung fähig ist als der ASM1061 von ASMedia. Links von den SATA-Ports hält sich noch ein ATX4P bereit, der zur elektronischen Stabilisierung bei aktivem Multi-GPU benötigt wird.


Wir machen mit dem I/O-Panel weiter:

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Das I/O-Panel fällt ansprechend aus.

Acht USB-Anschlüsse, davon sechs Stück in der USB-3.0-Ausführung finden sich am I/O-Panel wieder. Hinzu gesellen sich zwei Gigabit-LAN-Ports, die Audioanschlüsse und sogar noch eine ältere PS/2-Schnittstelle. Es kann jedoch auch die interne Grafikeinheit in der CPU genutzt werden. Hierzu befindet sich jeweils ein VGA-, DVI-D- und HDMI-Grafikausgang an Ort und Stelle.

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Wer hätte das gedacht? Der Realtek ALC1150 übernimmt die Audioaufgaben.

Er ist auf den meisten Sockel LGA1150-Platinen anzutreffen, der Realtek ALC1150. Auch wenn beim Z97X-UD5H-BK die Audiokomponenten vom restlichen PCB getrennt untergebracht wurden, verzichtet Gigabyte auf einen EMI-Shield, wie ihn die Konkurrenz verstärkt nutzt. Dies muss nicht zwingend ein großer Nachteil sein. Außerdem ist auch ein Kopfhörerverstärker mit dabei, der beachtliche 600 Ohm stemmen kann. Da das PCB aus zwei Layern besteht, werden der rechte und linke Audiokanal getrennt voneinander untergebracht. Dadurch möchte Gigabyte die Sound-Qualität verbessern und gleichzeitig Störgeräusche generell vermeiden.

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Beide Gigabit-LAN-Chips liegen dicht beieinander.

Rechts ist der Killer E2201 von Qualcomm zu sehen. Seine Spezialisierung liegt bei der Priorisierung der Gaming-Datenpakete, die zumindest theoretisch zu einer verringerten Latenzzeit führen wird. Auf der anderen Seite, diagonal betrachtet, hat der Intel I217-V seinen Platz eingenommen. Beide Chips unterstützen eine Datenrate von 1 GBit/s, sprich theoretisch 125 MB/s.

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Ein USB-3.0-Hub von Renesas kommt auch noch zum Einsatz.

Der USB-3.0-Hub hört auf den Namen uPD720120 und kann vier USB-3.0-Schnittstellen unter einen Hut bringen. Als Input wurden zwei native USB-3.0-Ports vom Z97-PCH vorgesehen.

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Zwei Chips von ITE werden zudem benötigt.

Rechts haben wir den IT8892E, der als PCIe-zu-PCI-Bridge dient und auch unabdingbar ist, da der Intel-Chipsatz kein PCI mehr unterstützt. Der IT8862E nimmt sich der beiden PCI-Slots an. Links dagegen zeigt der IT8620E seine Präsenz und ist als Super I/O-Chip vorgesehen, der die internen Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten stets im Auge behält. Durch ihn können auch die Lüftergeschwindigkeiten beeinflusst werden.

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Das Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK nochmal in der Übersicht.

Es ist eher ungewöhnlich, dass bei einem Mainboard der oberen Preisklasse noch ältere PCI-Slots vorhanden sind. Manchen Anwendern kommt dieser Umstand aber sicherlich sehr entgegen. Am restlichen Layout gibt es wenig zu beanstanden, alles ist dort zu finden, wo wir es erwartet haben. Zudem war es absolut kein Problem, unseren bequiet! Dark Rock Pro C1 zu montieren. Für die nötige Belüftung stehen insgesamt sechs FAN-Header zur Verfügung, fünf davon als 4-Pin-Ausführung. Neben dem Haupt- und optionalen CPU-FAN-Header können drei weitere Lüfter gesteuert werden. Gigabyte lässt dem Anwender die Wahl zwischen folgenden Modi: Normal, Silent, Manual und Full Speed. Selbst im normalen Modus laufen die beiden Lüfter im BIOS mit knapp über 1000 Umdrehungen pro Minute (inkl. Teillast). Stellen wir den Silent-Modus ein, wird die Drehzahl auf etwa 830 Umdrehungen reduziert. Wem die vordefinierten Profile nicht ausreichen, kann sich dagegen auch an der manuellen Steuerung versuchen. Hier kann der Anwender sich für einen PWM-Wert von 0,75 bis 2,50 in 0,25-Schritten entscheiden.

Zu Beginn dieses Artikels haben wir erwähnt, dass die Black Edition mit einigen Vorteilen ausgestattet ist. Die BK-Modelle von Gigabyte wurden in Taiwan vor der Auslieferung in einem 7-Tage-Burn-in-Test auf Serverebene auf Stabilität und Zuverlässigkeit geprüft. Hierfür liegt im Karton ein entsprechendes Zertifikat. Zusätzlich wurde die Garantiezeit auf fünf Jahre verlängert, das GA-Z97X-UD5H bietet dagegen drei Jahre. Obendrein wurden bessere SATA-Kabel, eine andere I/O-Blende und andere Sticker in den Karton gelegt. Ein besonderes Extra stellt eine Club-Mitgliedschaft dar, mit der zu den Werken nach Taiwan gereist werden kann. Für diese genannten Vorteile werden etwa 30 Euro extra verlangt.


BIOS

Schauen wir uns nun einmal das BIOS vom Z97X-UD5H-BK an. Mittlerweile stellt Gigabyte für ihre Platine die Version F5b zur Verfügung, bei der es sich ganz klar um eine Beta-Version handelt. Mithilfe der integrierten Instant-Flash-Funktion konnten wir das BIOS auf die genannte Version aktualisieren. Dazwischen liegen noch zwei finale Versionen, die zuvor veröffentlicht wurden. Folgende Verbesserungen hat die Version F5b also vom First Release aus gesehen:

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Der Startup Guide beim GA-Z97X-UD5H-BK.

Keine Sorge, Gigabyte hat sich beim UEFI nicht ausschließlich auf diese Ansicht beschränkt. Der benannte "Startup Guide" dient vielmehr als Schnellstart. Beispielsweise, wenn der Anwender sich nicht durch die zahlreichen Einstellungen wühlen möchte, sondern auf schnellem Wege das Grundlegendste ändern möchte. Hierfür stehen neun Funktionsblöcke zur Verfügung. Im ersten Block lässt sich die Systemsprache ändern. Hierbei sollten 27 auswählbare Sprachen ausreichen. Im nächsten Block rechts kann die Fast Boot-Funktion eingeschaltet und davon wiederum rechts die Systemzeit konfiguriert werden. In der mittleren Etage haben wir einmal den Menüpunkt "Boot Sequence", als nächstens "Integrated SATA controller", wo die SATA-Controller sowie der SATA-Mode umgeschaltet werden können. Dann haben wir noch den Block "Security", wo beispielsweise ein Passwort gesetzt werden kann. Ganz unten reiht sich der Punkt "Start-up Options" ein, bei dem ganz klar festgelegt werden kann, in welchem Modus das UEFI starten soll. Zur Auswahl stehen die Modi "Smart Tweak HD", "Smart Tweak Mode", "Startup Guide" und schließlich der "Classic Mode", zu dem wir nun kommen.

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Der Classic Mode beim GA-Z97X-UD5H-BK.

Man könnte fast von Glück reden, dass weiterhin der Classic Mode angeboten wird, der gleichzeitig als Advanced-Modus herhalten muss. Diese grafische UEFI-Oberfläche sehen wir seit den Z77-Mainboards und auch mit den neuen Platinen hat sich an dem Design nichts geändert. Landet der Anwender auf der Seite, bekommt er Zugriff auf die Overclocking-Funktionen, welche im "M.I.T."-Reiter hinterlegt sind. Unter "System Informationen" werden lediglich einzelne Infos wie das Mainboard-Modell, die aktuell vorliegende BIOS-Version, die Uhrzeit und das Datum angezeigt. Von dort aus lässt sich ebenfalls die Sprache ändern. Im UEFI sind auch zahlreiche Einstellungen zu finden, die den Startvorgang betreffen, die unter einem eigenen Menüpunkt aufgelistet werden. Alle auf dem Mainboard vorhandenen Onboard-Komponenten können unter "Peripherals" individuell konfiguriert werden. Ferner können im nächsten Punkt "Power Management" die entsprechenden Einstellungen gesetzt werden. Last but not least ist der "Save & Exit"-Reiter vorhanden, der selbsterklärend ist.

Es war problemlos möglich, auf angenehmer Art und Weise per Tastatur durch die Menüs zu navigieren. Mit der Maus macht es da schon durchaus weniger Spaß, wenn der Cursor über den Bildschirm ruckelt. Das hat die Konkurrenz besser im Griff. Wir können dafür eine sehr gute Stabilität bescheinigen. Alle Einstellungen wurden, wie erwartet, ordnungsgemäß umgesetzt und ließen keinerlei Kritik zu.

 

Overclocking

Für den moderaten und fortgeschrittenen Übertakter ist das Z97X-UD5H-BK ohne Frage geeignet. Immerhin sind 12 Phasen mit an Bord und zusammen mit den Overclocking-Funktionen kann die K-CPU anständig übertaktet werden.

Der BCLK kann von 80 MHz bis 133,33 MHz in 0,01-MHz-Schritten bewegt werden. Bei der CPU-Spannung stehen zwei Modi zur Auswahl: Override und Offset. Erstere Spannung lässt sich von 0,500 Volt bis 1,800 Volt und per Offset von -0,300 Volt bis +0,400 Volt festlegen. In beiden Fällen betragen die Intervalle sehr feine 0,001 Volt. Alle weiteren Spannung haben wir in einer Tabelle zusammengefasst:

Die Overclocking-Funktionen des Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK in der Übersicht
Base Clock Rate 80 MHz bis 133,33 MHz in 0,01-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,500 V bis 1,800 V in 0,001-V-Schritten (Override-Modus)
-0,300 V bis +0,400 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,150 V bis 2,100 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,100 V bis 2,400 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 1,800 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,300 V bis +0,400 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung -0,300 V bis +0,400 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung -0,300 V bis +0,400 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
PCH-Core-Spannung 0,650 V bis 1,300 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen VAXG, PCH IO
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 40 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained, Long Duration Power Limit, Primary Plane Current Limit
VRIN Loadline Calibration

Es gelang uns, den Core i7-4770K auf 4,7 GHz zu übertakten, was hinterher auch stabil war. Allerdings war dafür eine VCore von 1,260 Volt notwendig. Vergleichen wir dieses Ergebnis mit anderen Probanden, ist dieser Wert leicht erhöht und somit etwas schlechter einzustufen.

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Bestes Ergebnis: 4,7 GHz bei 1,261 Volt

Es muss jedoch fairerweise erwähnt werden, dass das Z97X-UD5H-BK kein reinrassiges Overclocking-Mainboard ist und dass dieses Ergebnis aus diesem Grund als grundsolide angesehen werden sollte.

Weiterhin werfen wir auch einen Blick auf das RAM-Overclocking. Zu diesem Zweck verwenden wir zwei DIMMs mit jeweils 4 GB Speicherkapazität des Typs "Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800". Im ersten Test kontrollieren wir die Funktionalität des XMP und im zweiten ohne Verwendung des XMP-Features.

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Das Extreme Memory Profil wird korrekt vom System umgesetzt.
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Ohne XMP konnten wir erneut schärfere Latenzen festlegen.

Es ist wichtig, dass die Mainboards die im Arbeitsspeicher hinterlegten XMP-Daten korrekt anwenden und ein stabiler Betrieb gewährleistet werden kann. Anschließend haben wir manuelle, schärfere Werte eingegeben, die ebenfalls gestemmt werden konnten. In beiden Tests lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

Weiterhin geben die Taiwaner ihr Overclocking-Tool "EasyTune" mit auf den Weg, mit diesem bekommt der Anwender die Möglichkeit, das System direkt unter Windows zu übertakten:

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Gigabytes EasyTune-Utility.

Soll die Übertaktung des Prozessors automatisch vorgenommen werden, stehen die Modi "Light", "Medium" und "Extrem" zur Verfügung. Ebenso lässt sich eins der Grundprofile "Energy Saving", "Defaults" und "Auto Tuning" aktivieren. Wer es genauer festlegen möchte, findet hierfür alle wichtigen Funktionen auf der "Advanced CPU OC"-Seite. Dort können der Grundtakt, die CPU-Multiplikatoren sowie die Spannungen individuell angepasst werden. Auf der nächsten Seite steht das RAM-Overclocking auf dem Programm, wo auch alle Timing-Modi einzeln konfiguriert werden können. Schließlich lässt sich mit "3D Power" die Stromversorgung an sich beeinflussen, worunter die Phasen und die Hauptspannungen gemeint sind.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und EasyTune-Screenshots eingesehen werden:

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Mit diesem Testsystem haben wir das Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK mussten wir die Turbo-Multiplikatoren manuell festlegen, damit ein fairer Vergleich vorgenommen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, 3DMark 2013, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2014 Memory Benchmark:

3DMark 2013

Firestrike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

3DMark 2011

Performance-Mode

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2014

Memory Benchmark

Bandbreite in GB/s
Mehr ist besser

SuperPi 8M

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Da lediglich das Mainboard getauscht wird, sind die Unterschiede nur auf messbarer Ebene feststellbar.

Auch weiterhin werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit

Vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang

Zeit in Sekunden
Weniger ist besser

Das Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK bootet mit 11,53 Sekunden ziemlich schnell und katapultiert sich damit auf den zweiten Platz der bisher gebenchten Z97-Mainboards. Lediglich das bereits getestete ASRock Z97 Extreme4 war noch 1,14 Sekunden schneller fertig.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK hat einige Zusatz-Controller erhalten. Ein SATA-Controller, ein USB-3.0-Hub sowie ein LAN-Controller und Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit 45,4 Watt sichert sich die Gigabyte-Platine den dritten Platz im Leerlauf und kann sich ganz klar vor das ASUS Z97-Deluxe positionieren.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Beim Cinebench-Lauf leisten sich die Boards von MSI, ASRock und Gigabyte ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Z97X-UD5H-BK befindet sich mit 105,3 Watt in der Mitte.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Prime95 bedeutet wieder einmal Volllast. Erstaunlicherweise zeigt das Gigabyte-Mainboard genau in dieser Disziplin die beste Leistung bisher. Auf unserem Strommessgerät wurden 113,8 Watt angezeigt. 

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei allen vier Mainboards wurde eine VCore von 1,044 Volt angelegt.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Es gab nicht all zu viel abzuschalten. Dennoch konnten wir die Leistungsaufnahme um 0,4 Watt auf glatte 45 Watt runterdrücken.

Leistungsaufnahme

Cinebench 11.5 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Deutlich weniger konnten wir dann wiederum mit Cinebench bescheinigen. Die Ersparnis lag bei 1,3 Watt, sodass der Stromverbrauch nun bei 104 Watt gelegen hat.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Aber auch bei Prime95 verbrauchte die Platine nun 112,7 Watt, wodurch 1,1 Watt weniger aus der Steckdose gezogen wurden.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

An der CPU-Spannung hat sich nichts verändert und sie lag weiterhin bei 1,044 Volt.

Die Effizienz beim Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK kann insgesamt als durchschnittlich bezeichnet werden. Im Leerlauf leistet es sich zwar keine Patzer, jedoch waren die Konkurrenzmodelle teilweise noch etwas sparsamer. Dies ändert sich hingegen, wenn das Gigabyte-Board Arbeit bekommt. Besonders mit Prime95 zeigte sich das Board bisher von der effizientesten Seite.


USB-3.0-Performance

Acht USB-3.0-Schnittstellen sind nutzbar, verteilt auf sechs Stück am I/O-Panel und zwei weitere über den internen Header. Neben der nativen Anbindung von vier Anschlüssen, werden die anderen vier Ports über den Renesas uPD720120-USB-3.0-Hub angesprochen. Für die Tests setzen wir die SanDisk Extreme 120 in das Star Tech S3510BMU33T-USB-3.0-Gehäuse ein. Dank der UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) werden die USB-3.0-Schnittstellen unter Windows 7 bestmöglich an ihr Limit getrieben.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK
(nativ über den Z97-PCH).
ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance über den uPD720120.

Beide Ergebnisse sind in der Summe recht ähnlich ausgefallen. Messbare Unterschiede sind dennoch nicht zu vermeiden. In beiden Fällen konnte eine Schreibrate von durchschnittlich 294 MB/s und eine Leserate von 270 MB/s festgehalten werden.

 

SATA-6G-Performance

Neben einer SATA-Express-Schnittstellen können weitere sechs SATA-6G-Ports belegt werden. Beim GA-Z97X-UD5H-BK sorgt der zusätzliche Marvell 88SE9172 dafür, dass auch die letzten beiden Anschlüsse funktionieren. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anklemmen.

ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance beim Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK
(nativ über den Z97-PCH).
ATTO USB3 small
Die SATA-6G-Performance über den 88SE9172.

Zusammenfassend ist die SATA-6G-Performance eher durchwachsen. Auch wenn die Performance über den Z97-PCH im nachhinein mit 523 MB/s schreibend und 556 MB/s lesend absolut stimmt, schwächelte die Leistung zu Beginn jedoch, die der Marvell 88SE9172 zu Anfang wesentlich besser absolviert hat. Schnell ist allerdings erkennbar, dass die Leistung beim Marvell-Chip hinterher eher zu wünschen übrig lässt. Mit einem maximalen Schreibwert von 230 MB/s kann man hier eher von SATA-3G-Performance reden. Dagegen zeigte sich die Leserate von der besseren Seite und erreichte einen Peakwert von 375 MB/s.


Gigabyte startet unter anderem mit dem nun getesteten GA-Z97X-UD5H-BK in die neue Runde. Mit dieser Black Edition vom regulären, technisch identischen GA-Z97X-UD5H-Modell bekommt der Interessent mehr als einen grundsoliden Unterbau, der sich ohne Frage auch für das moderate und fortgeschrittene Übertakten eignet, auch wenn dieses Modell nicht aus der Overclocking-Serie, sondern aus der Ultra Durable-Serie stammt. Nicht ohne Grund verfügt das UD5H(-BK)-Modell über zwölf Phasen. Einen kleinen Rückschritt hat sich Gigabyte allerdings bei den MOSFETs erlaubt, denn auf dem GA-Z97X-UD5H(-BK) werkeln keine PowIRstages von International Rectifier, sondern Chips von Vishay. Nichtsdestotrotz erhält der Erwerber einigen Onboard-Komfort wie einen Power-, Reset- und CMOS-Clear-Button, die die Overclocking-Session so angenehm wie möglich gestalten sollen. Es lässt sich außerdem das Dual-BIOS-Feature ausschalten, sollte es nicht benötigt werden. Andernfalls kann mit einem weiteren Taster problemlos zwischen den beiden BIOS-Chips umgeschaltet werden. Untypisch, aber dennoch vorhanden sind Spannungsmesspunkte, die das direkte Auslesen der wichtigsten Spannungen mittels eines Multimeters erlauben. Auch ist eine praktische Diagnostic-LED mit dabei.

Mit insgesamt drei PCIe-3.0-x16-Slots steht selbst einer Multi-GPU-Konfiguration nichts im Weg. Aufgrund der Lane-Knappheit können entweder zwei NVIDIA- oder zwei bzw. drei AMD-Grafikkarten auf das Board geschnallt werden. Andernfalls laden jeweils zwei PCIe-2.0-x1- und PCI-Slots zur generellen Systemerweiterung ein. Für den Storage-Bereich haben die Taiwaner auf sechs SATA-6G-Ports, eine SATA-Express-Schnittstelle sowie einen M.2-Slot gesetzt. Letzterer ist mit 10 GBit/s angebunden - wie es bei den meisten Z97-Mainboards der Fall ist. Dazu gibt es acht USB-3.0- und weitere sechs USB-2.0-Anschlüsse. Leider wurde im Gegensatz zum Vorgängermodell ein weiterer USB-3.0-Header gestrichen, wo es noch insgesamt zehn USB-3.0-Anschlüsse waren.

Zwar ist generell keine zusätzliche WLAN-Karte dabei, dafür befinden sich gleich zwei Gigabit-LAN-Ports am I/O-Panel, wovon einer vom Intel I217-V angesteuert wird und der andere vom Killer E2201 von Qualcomm. Es musste auch nicht lange herumgerätselt werden, welcher Sound-Prozessor die Audiosignale berechnet. Es ist der weitverbreitete Realtek ALC1150, der von einem leistungsstarken Kopfhörer-Verstärker begleitet wird, aber in diesem Fall von keinem EMI-Shield umgeben ist. Mit dem Headphone-Amplifier können selbst Kopfhörer mit einer sehr hohen Impedanz von 600 Ohm ordentlich betrieben werden. Als Besonderheit wurde der rechte und linke Audio-Kanal getrennt voneinander auf einem der zwei PCB-Layer untergebracht, mit dem Ziel, die Audio-Qualität generell zu erhöhen.

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Weiteren Komfort bietet das EasyTune-Utility, welches auf dem beiliegenden Datenträger zu finden ist. Dadurch kann das Overclocking auch abseits des UEFI unter der Windows-Oberfläche vorgenommen werden. Neben der klassischen UEFI-Oberfläche wurde zusätzlich eine Schnellstart-Oberfläche vorgeschaltet, die den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen erlaubt. Wer sich dadurch gestört fühlt, kann mittels Einstellung auch direkt zur klassischen Übersicht durchstarten. Sämtliche Einstellungen wurden konsequent und absolut zufriedenstellend umgesetzt, wie wir es von jedem Mainboard einfach erwarten. Zudem ging das Navigieren mit der Tastatur angenehm vonstatten, was man mit der Maus hingegen nicht behaupten kann. Noch immer ruckelt der Maus-Cursor über den Bildschirm, was wir schon mehrmals kritisiert haben. Als angenehm kann die Effizienz bezeichnet werden, die zwar nicht überragend, aber dennoch sehr akzeptabel war, besonders unter Last.

Von dem wenigen Zubehör einmal abgesehen, löst der Preis für den ersten Moment Unverständnis aus. Beide Platinen, das GA-Z97X-UD5H sowie das GA-Z97X-UD5H-BK, sind technisch absolut identisch, haben jedoch eine preisliche Differenz von sage und schreibe 30 Euro. Dafür wurde die Black Edition mit einigen Vorteilen ausgestattet, wie einem 7-Tage-Burn-in-Test, einer verlängerten Garantiezeit von fünf Jahren statt drei Jahren, bessere SATA-Kabel, eine unterschiedliche I/O-Blende, andere Sticker und als Bonus eine Club-Mitgliedschaft, um das Werk in Taiwan besichtigen zu können. Wem die technischen Eigenschaften des GA-Z97X-UD5H zusagen und sich an den Vorteilen nicht begeistern kann, sollte daher eher zu der regulären Version greifen, die in unserem Preisvergleich ab 152 Euro zu haben ist. Das GA-Z97X-UD5H-BK kostet dagegen, wie bereits erwähnt, 30 Euro mehr und ist ab 181 Euro gelistet.

Positive Eigenschaften des Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK:

Negative Eigenschaften des Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK:

Rein technisch erhält der Käufer ein gutes Produkt, welches mit der Konkurrenz absolut mithalten kann und sich auch zum erweiterten Overclocking eignet. Auch ist die Ausstattung auf dem aktuellsten Stand. Für den veranschlagten Preis für die Black Edition erhält der Interessent nette Zusätze, die bei der normalen Version nicht mit enthalten sind.

Alternativen? Da können wir auf das bereits getestete ASRock Z97 Extreme4 verweisen, dessen Ausstattung mit dem Gigabyte GA-Z97X-UD5H(-BK) fast übereinstimmt, aber für einen deutlich kleineren Betrag zu ergattern ist. Sollte der M.2-Slot oder die SATA-Express-Schnittstelle nicht als wichtig erscheinen, kann auch auf die Z87-Mainboards gesetzt werden.

 

Persönliche Meinung

Das Gigabyte GA-Z97X-UD5H-BK ist technisch gut rübergekommen und bietet im Gegensatz zu der normalen Version einige Vorteile, die allerdings nicht für jeden Interessenten wichtig sein werden. Immerhin reden wir hier um einen Aufpreis von rund 30 Euro. Wer dennoch bereit ist, die kleine Extrasumme auszugeben, bekommt ein Produkt in die Hand gedrückt, welches besonders auf Stabilität hin geprüft wurde und zugleich eine verlängerte Garantiezeit besitzt. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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