ASUS Maximus VI Hero im Test

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IMG 4 logoBis zur Einführung des Sockel 1150 von Intel, der die aktuellen Haswell-Prozessoren aufnehmen kann, waren die Republic of Gamers-Mainboards von ASUS vorwiegend für Enthusiasten interessant, die dafür auch gleich das notwendige "Kleingeld" aufbringen können. Vor allem die jeweilige Extreme-Version kostet deutlich mehr als 300 Euro. Für viele Interessenten ist dieser Preis jedoch zu hoch, wenn dazu auch noch andere Komponenten wie ein flotter Prozessor und auch eine gaming-taugliche Grafikkarte auf dem Einkaufszettel stehen. Mit dem Sockel 1150 hat ASUS die ROG-Serie aber in fünf Modelle aufgesplittet. Das kostengünstigere Maximus VI Hero haben wir im Test und zeigen die Unterschiede zu den teureren Modellen.

ASUS bietet neben den gewohnten drei Platinen (Maximus VI Extreme, Maximus VI Formula und Maximus VI Gene) das Maximus VI Impact (Mini-ITX-Modell) und auch das Maximus VI Hero an, dessen Anschaffungspreis kräftig nach unten geschraubt wurde. Sparen muss man natürlich etwas bei der Ausstattung, die natürlich nicht mit einem Maximus VI Formula oder gar einem Maximus VI Extreme mithalten kann. Aber braucht man diese Feature-Vielfalt wirklich?

Für den ungefähren Preis von 170 Euro kommt der Interessent bereits in den Genuss eines ROG-Mainboards im gängigen ATX-Format, dessen Ausstattung als solide bezeichnet werden kann. Mit den beiden mechanischen PCIe-3.0-x16 Slot kann auch eine Zwei-Wege-Multi-GPU-Konfiguration eingerichtet werden (NVIDIA SLI und AMD CrossFireX). Über die insgesamt acht SATA-6G-Buchsen können viele Storage-Laufwerke angeschlossen werden und mit den sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-Schnittstellen lässt sich das System anständig erweitern. Für den Großteil der PC-Nutzer werden die Anschlussmöglichkeiten also ausreichen.

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Das ASUS Maximus VI Hero in der Übersicht.

ASUS hat das günstigste ATX-Modell aus der Republic of Gamers-Reihe natürlich in den gleichen Farben wie die anderen Modelle auf den Markt gebracht, sprich in Rot und Schwarz. Die SATA-Anschlüsse, zwei von vier DIMM-Slots, die beiden PCIe-3.0-x16-Slots sowie der USB-3.0-Header sind in roter Farbe koloriert. Der Rest bleibt schwarz, wie das PCB selbst auch. Das gilt auch für die Passiv-Kühlkörper.

Die Spezifikationen

Das ASUS Maximus VI Hero erhielt folgende technische Eigenschaften:

Die Daten des ASUS Maximus VI Hero in der Übersicht
Mainboard-Format ATX
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus VI Hero
Straßenpreis ca. 170 Euro
Homepage http://www.asus.com/de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z87 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (2-Way) , SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16, (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16
3x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
6x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z87
2x SATA 6G über ASMedia ASM1061
USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header)
vier über Z87 direkt, zwei über ASM1074 (Hub)
8x USB 2.0 über Z87 (4x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4b
WLAN / Bluetooth -
Thunderbolt -
LAN

1x Intel I217-V Gigabit-LAN

Audio 8-Channel ROG SupremeFX Audio Codec (ALC1150)

Auch die Verpackung unterscheidet sich von den Farben hier nicht von den anderen ROG-Modellen. Es bleibt bei den vielen Rottönen. Oben links prangt das ROG-Logo, mittig ist der Modellname aufgrdruckt, unten links lediglich das NVIDIA SLI- und AMD CrossFireX-Logo. Das ASUS-Logo selbst wurde für die untere rechte Ecke vorgesehen.

Das mitgelieferte Zubehör

Innerhalb des Kartons befand sich dieses Zubehör:

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Der günstigere Preis für das Maximus VI Hero macht sich auch beim Zubehör bemerkbar. Zusätzlich zu den üblichen Pflichtbeigaben befinden sich noch sechs SATA-Kabel, eine SLI-Brücke, die Q-Connectors sowie die ROG-Kabelaufkleber und ein Türschild mit der Aufschrift "Do not disturb - champion in action". Zusätzliche Einschübe oder 3,5-Zoll-Adapter für Front-USB findet man aber beispielsweise nicht.


Auch beim Maximus VI Hero werkelt als Chipsatz Intels Z87-PCH. Durch ihn ist es möglich, jeweils sechs USB-3.0- und SATA-6G-Anschlüsse anzusteuern. Zusätzlich ist er mit den bereits bekannten Features kompatibel: "SSD-Caching", "Intel Smart Response Technology", "Intel Rapid Start Technology" und natürlich die "Intel Smart Connect Technology" bringt das Board wie die Z77-Variante mit.

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Insgesamt sind acht Phasen für die CPU-Spannungsversorgung verantworlich.

Unter den Passiv-Kühlkörpern, die im rechten Winkel links oben vom Sockel aus gesehen angeordnet sind, sind die acht bereits bekannten und hochwertigen 60A Black Wing Chokes zu finden, genau wie beim Maximus VI Extreme. Sie zeigen sich sehr temperaturunempfindlich und sorgen gleichzeitig für eine hohe Effizienz. Unter den Passiv-Kühlern verbergen sich die NexFET MOSFETs, die auch bei den anderen Modellen zu Werke gehen. Deren Effizienz soll bis auf 90 Prozent steigen und sie sollen laut ASUS eine lange Lebenszeit besitzen. Als Kondensatoren kommen auch beim Maximus VI Hero die qualitativ hochwertigen 10K Black Metallic-Modelle in Frage, die im Gegensatz zu gewöhnlichen Kondensatoren eine fünfmal höhere Lebenserwartung haben sollen und hohen Temperaturen standhalten können. ASUS packt also auch auf dem günstigsten ATX-ROG-Sprössling sehr hochwertige Kleinstkomponenten drauf. Als Zusatz-Stromanschluss für die CPU dient in diesem Fall eine 8-polige ATX +12V-Buchse.

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Einige Overclocking-Features sind auch mit von der Partie.

Das Maximus VI Hero kann ebenfalls maximal 32 GB an Arbeitsspeicher aufnehmen. Zwei 60A Black Wing Chokes geben den DIMMs die entsprechende Spannung. Links neben dem 24-poligen ATX-Stromanschluss hält sich noch ein USB-3.0-Header bereit, der zwei zusätzliche USB-3.0-Anschlüsse ermöglicht. Rechts in der Ecke hat das Mainboard noch einige Overclocking-Features erhalten, auf die wir später noch eingehen werden.

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Multi-GPU mit zwei Grafikkarten ist ebenfalls möglich.

Es ist völlig verständlich, dass ASUS im Bereich der PCIe-3.0-x16-Slots beim Maximus VI Hero Abstriche machen musste. Immerhin sind es noch zwei Slots in roter Farbe, mit denen auch ein Multi-GPU-Gespann mit zwei Grafikkarten realisierbar ist. In diesem Fall ist natürlich kein teurer PLX-Switch erforderlich. Die beiden Slots stehen in direktem Kontakt mit der Haswell-CPU, die 16 PCIe-3.0-Lanes bereitstellen kann. Wird nur der obere rote Slot belegt, schalten sich die ganzen 16 Lanes auf den Slot. Befinden sich in beiden Slots Grafikkarten, erhält jede Karte noch acht Lanes, die im Regelfall ebenfalls ausreichend sind.

Abseits davon sind noch drei PCIe-2.0-x1-Slots sowie ein PCIe-2.0-x16-Slot auf das PCB verlötet worden. Alle vier Slots arbeiten hier aber mit dem Z87-PCH zusammen. Zu beachten gilt an dieser Stelle, dass sich die vier Slots insgesamt vier PCIe-2.0-Lanes teilen. Dies bedeutet, dass die drei PCIe-2.0.x1-Slots nicht funktionsfähig sind, wenn im PCIe-2.0-x16-Slot eine Erweiterungskarte eingesteckt ist, die sich gleich die vier Lanes schnappt. Im UEFI lässt sich zudem einstellen, ob der lange schwarze Slot im x1- oder x4-Modus agieren soll.

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Acht SATA-6G-Slots gehören beim Maximus VI Hero zur Grundausstattung.

Sechs Stück sind an den Z87-Chipsatz gekoppelt. Für die restlichen zwei Buchsen wird aber Verstärkung benötigt. Es ist natürlich der ASM1061 von ASMedia. Er bietet zwar speziell für SATA-6G-SSDs keine überragende Leistung, für HDDs jedoch reicht er völlig aus.

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Das I/O-Panel vom Maximus VI Hero.

Die Anschlüsse von links nach rechts und von oben nach unten:

Ganz solide gestaltet sich auch das I/O-Panel, welches jeweils vier USB-3.0- und USB-2.0-Schnittstellen, dazu einen Gigabit-LAN-Port und einen PS/2-Anschluss bereithält. Die in Haswell integrierte GPU kann über die HDMI-Buchse angesprochen werden. In Sachen Sound kann auf einen optischen Digitalausgang und auf analoge Audioanschlüsse zurückgegriffen werden. Mittels des USB-Flashback-Buttons lässt sich das BIOS komfortabel zurückflashen, sofern es zu Komplikationen kommt.

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Guter Sound wird mit dem ROG SupremeFX abgedeckt.

Das von ASUS getaufte ROG SupremeFX-Feature ist in Wirklichkeit der Realtek ALC1150, der sich direkt unter der Kappe befindet. Diese wurde sogar mit einer roten LED ausgestattet. Der Audio-Codec kommt problemlos mit acht Kanälen (+ zwei) zurecht und erreicht im Output-Bereich eine Signal-to-Noise ratio von 115dB. Der Input-Bereich schafft es auf 104 dB. Der SPU (Sound Processing Unit) werden hochwertige ELNA-Kondensatoren aus Japan zur Seite gestellt. Zu den Sound-Features gehören DTS-Connect und Sonic Radar. Letzteres lässt in Games die Geräusche visuell darstellen, sodass das Orten noch einfacher wird. Ob dies allerdings eine Mogel-Gelegenheit darstellt, darüber lässt sich streiten. Gut zu sehen ist außerdem die künstliche Leiterbahn, die ebenfalls mit roten LEDs von unterwärts beleuchtet wird. Damit sorgt nun neben MSI auch ASUS für eine Portion Optik. Einziger Haken an der Sache: Die LEDs leuchten auch, wenn der PC ausgeschaltet wurde. Wer sich daran eher gestört fühlt, kann die LEDs auch einfach im UEFI abschalten.


Weiter gehts mit dem LAN-Controller:

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Ein Netzwerkcontroller von Intel übernimmt die Regie über sämtliche Netzwerkaufgaben.

Es handelt sich wieder um den Intel WGI217-V. Wie bereits einschlägig bekannt, kommt der Controller ohne Schwierigkeiten mit einer Datendurchsatzrate von 1 GBit/s zurecht. Zudem ist er auch zu den Geschwindigkeiten 100 MBit/s und 10 MBit/s abwärtskompatibel. Das ROG-Feature "GameFirst II" soll dabei in der Lage sein, die Latenzen in Online-Games zu senken.

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Der Level-Shifter schaltet sich zwischen iGPU und HDMI-Ausgang.

Direkt zwischen dem I/O-Panel und dem Passivkühler wurde der Paradetech PS8201A positioniert. Er ist für die Spannungsregulierung von fünf Volt auf 1,8 Volt zuständig. Die HDMI-Revision entspricht 1.4b, sodass selbst Medien in der 4K-Auflösung abgespielt werden können. Dabei beträgt die Datenrate 3 GBit/s.

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Die ROG-Features werden über diesen Chip gesteuert.

Bei den ROG-Features braucht es auch eine separate Steuereinheit, die über den gezeigten Chip abläuft. Im Grunde handelt es sich um ein zusätzliches CMOS (iROG). Das wird gegebenenfalls mit einem BIOS-Update auch gleich mit aktualisiert. Sein Aufgabengebiet umfasst die Steuerung und Überwachung der ROG-spezifischen Features, die weder vom Chipsatz noch von der CPU übernommen werden können. Zu den Features gehören die erweiterten Overclocking-Funktionen, MemOK!, DirectKey sowie das USB BIOS Flashback-Feature. Hinzu kommt aber auch die Steuerung und die Überwachung der Spannungsversorgung. Für die Ai Suite III werden durch den Chip zusätzlich die Schnittstellen für TurboV Evo und die GPU Boost-Software bereitgestellt.

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Die OC-Features im Detail.

Bereits zuvor haben wir die Overclocking-Features angesprochen, die sich auf dem Printed Circuit Board befinden. Auf das Maximus VI Hero geschafft haben es eine Debug-LED, ein MemOK!-Button sowie ein Power- und Reset-Button. Die Käufer müssen sich allerdings damit abfinden, dass die Spannungen nicht direkt über das Board ausgelesen werden können, denn Spannungsmesspunkte sind keine vorhanden. Unter Buttons ist auch gleich der Digi+-Steuerchip zu sehen, bei dem es sich um den PWM-Controller handelt. Er kümmert sich um die VRM-Frequenz.

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Durch den Direct-Key kann der Anwender direkt zum UEFI durchstarten.

Wir erinnern uns zurück, als wir das Maximus VI Extreme getestet haben. Als besonderes Gadget befand sich das OC-Panel im Lieferumfang. Auf dem Bild sehen wir das "ROG_EXT"-Anschlusspanel. Darüber lässt sich das OC-Panel anschließen, sofern der Anwender im Besitz des OC-Panels ist. Alternativ zum CMOS-Reset-Button am I/O-Panel kann aber auch der Jumper weiter rechts auf dem Bild auf die zweite Position gesetzt werden, damit alle BIOS-Einstellungen auf Default-Settings wiederhergestellt werden. Rechts direkt daneben existiert noch der "DirectKey"-Button. Wird dieser Knopf betätigt, kann direkt ins UEFI-BIOS durchgestartet werden, ohne dass die "entf"-Taste gedrückt werden muss.

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Das ASUS Maximus VI Hero nochmal in der Übersicht.

Über das Mainboard-Layout generell kann sich der Interessent wohl kaum beschweren. Alles ist genau an dem Platz, wo es auch optimal positioniert werden kann. Auf dem Board verteilt sind auch noch fünf 4-Pin-PWM-Header, darunter ein CPU-FAN und ein CPU_OPT-Header. Über das UEFI lassen sich die Lüfter dank guter Lüftersteuerung regeln (abgesehen vom CPU_OPT), falls sie zu laut sein sollten. Im Falle unseres bequiet! Dark Rock Pro C1 agiert die Lüftersteuerung bereits sehr zufriedenstellend. Im Idle drehen die beiden 120 mm-Lüfter mit humanen Umdrehungen, was sich positiv auf die Geräuschkulisse auswirkt. Unter Last drehen die Lüfter dann selbstverständlich höher, um die Abwärme entsprechend schnellstmöglich abzutransportieren.

Wie bei den sonstigen ASUS-Mainboards aus dem aktuellen Sortiment gehört selbstredend auch das "Dual Intelligent-Processors 4-Feature" dazu, das sich aus den Unter-Features "Digi+", "TPU", "EPU" und "Fan Xpert2" bildet. Zusammen gelten sie zur "4-Way Optimization". Dabei kümmert sich das "Digi+-Feature um die CPU-Stromversorgung, "TPU" um den CPU Performance-Boost, "EPU" wiederum um die Effizienz. Übrig bleibt noch "Fan Xpert2", das sich eben um die Balance zwischen Kühlung und Lautstärke verantwortlich fühlt.


BIOS

Auf unserem Sample war das First Release-BIOS, die Version 0224 vorinstalliert. Mittlerweile hat ASUS einige aktuellere Versionen veröffentlicht, darunter die Version 0903, die momentan aktuellste. Mit dem bekannten ASUS EZ Flash 2 Utility konnten wir die Version ohne Kompromisse flashen. Dabei wurde folgende Verbesserungen zu den Vorgängerversionen implementiert:

Dazwischen wurde die System-Kompatibilitat und die System-Stabilität verbessert.

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Das UEFI vom ASUS Maximus VI Hero.

Bei der UEFI-Oberfläche gibt es keine Änderung - die ist aber auch nicht nötig. Der Hintergrund bleibt also weiterhin in dunkelroten Farbtönen und auch die Struktur ist zu den anderen ROG-Mainboards identisch. Der erste Reiter im Advanced-Modus ist ebenfalls "My Favorites", worunter eigens abgespeicherte Menüpunkte aus dem UEFI hinterlegt werden können, die am meisten verändert werden. Somit muss sich der Anwender nicht jedes Mal durch die teilweise langen Menüwege "durchwursteln" und erhält sofort und damit schnell den Zugriff auf die Lieblingseinstellungen. Das Hinzufügen von Funktionen hat sich nicht verändert. Ein Rechtsklick auf die jeweilige Funktion genügt und es erscheint ein kleines Kontextmenü, wo man die Funktion auf die "My Favorites"-Seite hinzufügen kann. Alternativ kann die ausgewählte Einstellung auch auf die Shortcut-Liste gesetzt werden. Egal wo man sich gerade im UEFI befindet, kann die "F3"-Taste gedrückt werden, womit sich die Shortcut-Liste prompt zeigt und man auch auf diese Weise sehr schnell zu seinen gewünschten Einstellungen gelangt.

Wird das UEFI aufgerufen, sieht der Anwender zuerst den Overclocking-Menüpunkt mit der Bezeichnung "Extreme Tweaker". An dieser Stelle sind alle Overclocking-relevanten Settings untergebracht und auch für die Preisklasse sehr üppig vertreten. Die "Main"-Seite zeigt nur einige Grundinformationen, wie die aktuell vorliegende UEFI-Version, die iROG-Version und auch das PCH-Stepping. Aber auch das installierte Prozessormodell sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität und dessen Takt werden dort angezeigt. Weiter geht es mit dem "Advanced"-Punkt, wo bekanntlich alle Einstellungen zu den Onboard-Komponenten zu finden sind. Auch ein Hardware-Monitor ist vorhanden, welcher als nächstes auf der Liste steht. Neben den Spannungen (u.a. für jeden Kern separat") offenbart er auch die CPU- und Mainboard-Temperatur sowie die Lüftergeschwindigkeiten. Letztere können auch individuell geregelt werden. Alle Settings rund ums Booten finden wir nicht überraschend unter dem Punkt "Boot".

Mit dabei sind auch einige nützliche Tools. Darunter das ASUS EZ Flash 2 Utility, ROG SSD Secure Erase, ASUS Overclocking Profile, ASUS SPD Information und ROG OC Panel H-Key Configure.

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Der EZ-Mode vom ASUS Maximus VI Hero.

Natürlich fehlt auch beim Maximus VI Hero der EZ-Mode nicht, der auf einem Schlag viele Infos übersichtlich anzeigt. Oben beginnend wird oben links die Uhrzeit samt Datum angezeigt. Rechts daneben das Mainboard-Modell inkl. dessen BIOS-Version, dadrunter gleich das Prozessormodell und die Arbeitsspeichermenge. Ganz rechts lässt sich auf Wunsch die Sprache ändern. Ein Stockwerk tiefer zeigen sich die CPU-Temperatur und die Spannung. Weiter rechts kann eingesehen werden, welche Module sich in welchem DIMM-Slot befinden. Sofern vorhanden und gewünscht, kann auch gleich das XMP-Profil aktiviert werden. Die Lüftergeschwindigkeiten werden weiter rechts davon angezeigt. ASUS ermöglicht dem Käufer über den EZ-Mode den Zugriff auf die Lüftersteuerung, ohne in den Advanced-Modus wechseln zu müssen. Wer auf die schnelle die System-Performance konfigurieren möchte, hat in der nächst tieferen Zeile die Gelegenheit dazu. Zur Auswahl stehen die drei Modi "Power Saving", "Normal" und "ASUS optimal". Zum Schluss können ganz unten die Boot-Prioritäten per Drag&Drop-Prinzip konfiguriert werden.

Wir konnten erneut keine negativen Eigenschaften des UEFI ausfindig machen. Die gewählten Einstellungen wurden konsequent umgesetzt. Das UEFI selbst ließ sich dabei komfortabel per Maus und/oder Tastatur bedienen.

 

Overclocking

Das Maximus VI Hero ist sehr gut vorbereitet, um der CPU und dem RAM zu etwas mehr Takt zu verhelfen. Ermöglicht wird dies dank des 8+2 Phasen-Power-Design und den zahlreich vorhandenen Overclocking-Funktionen aus dem UEFI. Der durchschnittliche User mit Overclocking-Interesse sollte hier also völlig auf seine Kosten kommen.

Der BCLK beim Maximus VI Hero besitzt einen Spielraum von 60 MHz bis 300 MHz. Die Intervalle liegen bei 0,1 MHz. Auch wenn der BCLK nicht weit erhöht werden kann, ermöglichen die kleinen dimensionierten Schritte ein gewisses Feintuning. Zu beachten gilt allerdings, dass auch alle anderen Komponenten mit übertaktet werden, die an den 100 MHz schnellen Grundtakt gebunden sind. Bei der CPU-Spannung hat der Erwerber dieser Platine die freie Auswahl, ob sie im Fixed-, Adaptive- oder im Offset-Modus festgelegt wird. Für den Fixed- und Adaptive-Mode lässt sich die VCore im Bereich von 0,001 Volt bis 1,920 Volt mit 0,001-Volt-Schritten festlegen. Alternativ kann aber auch der Offset-Modus verwendet werden, der in beide Richtungen von 0,001 Volt bis 0,999 Volt selektiert werden kann. Alle weiteren Spannungen haben wir wie immer in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus VI Hero in der Übersicht
Base Clock Rate 60 bis 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
0,001 V bis 0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 2,400 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 0,800 V bis 2,440 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,001 V bis 0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,001 V bis 0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,001 V bis 0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,70000 V bis 1,80000 V in 0,00625-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH VLX, VTTDDR, DRAM CTRL REF, DRAM DATA REF (CHA/B), Initial CPU Input,
Eventual CPU Input
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 29 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
VCCIN Shadow Voltage

Ohne Frage konnten wir unseren Core i7-4770K deutlich übertakten. Wir konnten ein stabiles Ergebnis mit 4,7 GHz bei einer VCore von 1,280 Volt. Das Board selbst bootete auch mit dem 1.25-CPU-Strap, Windows 7 jedoch verweigerte schließlich den Bootvorgang. Dabei war es völlig egal, welcher Multiplikator und welche Spannung im UEFI festgelegt wurden.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,280 Volt

Natürlich hätte die Spannung noch ein wenig niedriger ausfallen können. Im Großen und Ganzen aber ist das Ergebnis dennoch akzeptabel.

Aber auch das Overclocking-Verhalten beim Arbeitsspeicher haben wir uns angeschaut. Wir haben mittlerweile neue RAM-Module für Overclocking-Zwecke besorgt: Corsair XMS3 Dominator Platinum DDR3-2800. Ohne auf das XMP-Profil zuzugreifen, kamen wir zu folgendem Ergebnis:

cpuz2.PNG

Die zum Ziel gesetzten, effektiven 2800 MHz konnten wir spielend erreichen. Dazu konnten wir die rRAS-Latenz leicht reduzieren. Dafür waren wir gezwungen, die Command Rate auf 2T zu stellen, da das System ansonsten nicht stabil lief. Zu dem Zeitpunkt lag eine VDIMM von 1,65 Volt an.

ASUS rüstet auch das Maximus VI Hero mit der im ROG-designten AI Suite III aus. In Verbindung mit dem "Dual Intelligent Processors 4-Feature , bestehend aus "Digi+ Power", "TPU", "EPU" und "Fan Xpert2, wird dem Anwender ermöglicht, viele Einstellungen rund ums Übertakten auch direkt unter der Windows-Oberfläche vorzunehmen. Darunter befinden sich auch vier Power-Profile: "Auto", "High Performance", "Max Power Saving" und "Away Mode". Mit der AI Suite lassen sich auch die angeschlossenen Lüfter regeln, entweder automatisch oder manuell.

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Die mitgelieferte AI Suite III im ROG-Gewand.

Viele Übertaktungs-Funktionen sind in der AI Suite zu finden, für die der Anwender nicht ins UEFI gehen muss. So lassen sich die wichtigsten Taktfrequenzen von der AI Suite aus verändern. Ebenso können die jeweiligen Spannungen individuell fixiert werden. Zu jedem Zeitpunkt können wichtige Informationen am unteren Rand eingesehen werden. Darunter fallen neben der CPU-Taktfrequenz einige Spannungen, die Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten.

Unten haben wir noch eine Bildergalerie angefügt, wo alle BIOS- und AI Suite-Screenshots eingesehen werden können:

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Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Maximus VI Hero getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus VI Hero mussten wir das Enhanced Turbo-Feature von ASUS deaktivieren und zudem die Multiplikatoren fixieren, sodass ein fairer Vergleich gezogen werden konnte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

Sisoft Sandra Memory Benchmark:

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Die Performance liegt absolut im Soll, was aufgrund der identischen Restkomponenten auch kein Wunder ist.

Auch bei der Lynx Point-Plattform werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit (vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang)

Bootzeit
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Mit 13,24 Sekunden Bootzeit liegt das Maximus VI Hero ziemlich genau im Durchschnitt.


Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus VI Hero hat nur wenige Zusatz-Controller und andere Chips erhalten. Ein zusätzlicher SATA-Controller, ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Erfreulicherweise liegt die Leistungsaufnahme gleich mit Default-BIOS-Werten mit 42,7 Watt auf einem sehr guten Niveau. Nur wenige Modelle von der Konkurrenz verbrauchten mit unserem Testsystem noch weniger.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Geht es dann mit Cinebench in die Teillast, steigt der Verbrauch des Gesamtsystems auf 106,3 Watt. Interessant ist an dieser Stelle, dass das Maximus VI Hero mehr als das ASRock Z87 Extreme9/ac verschlingt, obwohl ersteres über keinen PLX-Chip verfügt.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime95
Leistung in Watt

Die Verteilung in der Grafik sieht unter Prime95 sehr ähnlich aus. Hierbei stieg die Leistungsaufnahme bei unserem heutigen Testsample auf 112,6 Watt und damit immer noch 0,3 Watt höher als das ASRock Z87 Extreme9/ac.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Das Maximus VI Hero hat sich für eine CPU-Spannung von 1,056 Volt entschieden und liegt nur leicht höher als bei den meisten anderen Platinen.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Viel abzuschalten gab es zwar nicht. Das wenige Abschaltbare jedoch reiche, um den Idle-Verbrauch um 1,6 Watt zu senken. Somit lag der Wert nun bei 41,1 Watt.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Noch mehr konnte während des Cinebench-Laufs eingespart werden. Die Differenz betrug hier ganze 2,4 Watt.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime
Leistung in Watt

Unter Volllast mit Prime95 wird wieder zurückgerudert. So wurden in diesem Lauf 1,6 Watt weniger aus der Steckdose gezogen.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Die CPU-Spannung blieb natürlich unverändert bei 1,056 Volt.

Wie können wir die Leistungsaufnahme des ASUS Maximus VI Hero nun also beurteilen? Zum einen liegt der Idle-Verbrauch auf einem sehr guten Niveau und kratzt nach unten hin fast an der 40 Watt-Grenze. Bekommt das Board bzw. das System dann etwas zu tun, gibt es an der Leistungsaufnahme generell wenig zu beanstanden. Wenn wir jetzt jedoch berücksichtigen, dass andere Mainboard-Modelle mit PLX-Chips teilweise sogar weniger Strom für sich beanspruchen, dann kann sicherlich die Frage aufkommen, warum das Maximus VI Hero dann nicht noch weniger verbraucht. Allerdings ist es auch nicht so, dass das Hero zu viel verbraucht - etwas Einsparungspotential hat das Board in Zukunft aber noch. Insgesamt lässt sich also festhalten, dass das Maximus VI Hero auf einem akzeptablen Level effizient arbeitet.


USB-3.0-Performance

ASUS stellt den Käufern des Maximus VI Hero lediglich sechs USB-3.0-Anschlüsse zur Verfügung, wo der interne Header bereits berücksichtigt ist. Das hat natürlich den Vorteil, dass kein zusätzlicher USB-3.0-Hub benötigt wird, wie er bei anderen Sockel 1150-Mainboards vermehrt eingesetzt wird. Für unseren USB-3.0-Test verwenden wir die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität, die wir in ein externes USB-3.0-Gehäuse installieren.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus VI Hero
(nativ über den Z87-PCH).

Es gibt an der USB-3.0-Leistung nichts auszusetzen. Schreibend wurden nahezu 195 MB/s und lesend etwa 184 MB/s erreicht, was absolut zufriedenstellend ist.

 

SATA-6G-Performance

Passend zur Preisklasse sind insgesamt acht SATA-6G-Buchsen verfügbar, sechs Stück über den Z87-PCH und weitere zwei Anschlüsse über den ASM1061-SATA-Controller. Für diesen Test wird die SanDisk Extreme mit 120 GB direkt an die SATA-Ports angeschlossen.

ATTO USB3 small
Der Z87-Chipsatz bietet ein nahezu passendes Ergebnis.
ATTO USB3 small
Der ASM1061 hingegen zeigt sich, wie gewohnt, in schwächerer Form.

Bei den kleineren Werten erlaubt sich der Z87-Chipsatz einen kleinen Ausrutscher, der dann im späteren Verlauf jedoch wieder geradegebogen wird, wo die Leistung dann stimmt. Die Schreibrate erreichte dabei maximal 522 MB/s, währenddessen die Leserate bis auf 555 MB/s kletterte. Es war hingegen keine Überraschung, zu was der ASM1061 in der Lage ist. Er schafft es also auch dieses Mal, die Lesedurchsatzrate auf max. 404 bzw. 405 MB/s zu pressen. Die Schreibwerte reichten dabei nur bis 389 MB/s. Demnach sollten SATA-6G-SSDs nativ an den Z87-Chipsatz angeschlossen werden, um sie auch wirklich auszulasten. Normale HDDs können dagegen ohne Einschränkungen in Verbindung mit dem ASM1061 genutzt werden.


Ist der Käufer denn nun mit dem Maximus VI Hero auch der "Held" auf dem Gaming-Schlachtfeld? Für den verlangten Preis (dazu weiter unten mehr) spricht zumindest nichts dagegen. Der Käufer des günstigsten ROG-Mainboards im ATX-Format bekommt eine Menge exklusiver Features aus dem ROG-Sortiment, für die das taiwanische Unternehmen sonst weitaus mehr Geld verlangt hat. Ob wir an dieser Stelle nun das "Sonic Radar"-, das "Game First II"- oder das "Extreme Engine Digi+ III"-Feature erwähnen, das sind nur einige von vielen weiteren Features, die das Mainboard im Gepäck hat. ROG-typisch bietet das Maximus VI Hero auch Overclocking-technisch einigen Komfort. Die eingesetzte Haswell-CPU bekommt es gleich mit acht hochwertigen Phasen zu tun, die identisch mit denen vom Maximus VI Extreme sind. In Verbindung mit den zahlreichen Overclocking-Funktionen im BIOS steht einem erweiterten Overlocking nichts im Wege. Auch auf dem Mainboard selbst trifft der Erwerber auf nützliche Features wie einem Power- und Reset-Button und einer Debug-LED. Wie auch bei vielen anderen ASUS-Mainboards gehört der MemOK!- und DirectKey-Button zum guten Ton, der den Komfort noch weiter verstärkt. Auf Spannungsmesspunkte muss allerdings grundsätzlich verzichtet werden.

Das Gaming-Erlebnis benötigt aber auch eine gewisse Ausstattung, die beim Maximus VI Hero nicht zu kurz gekommen ist. Zumindest dürfen in den zwei vorhandenen PCIe-3.0-x16-Slots zwei dedizierte Grafikkarten Platz nehmen, die im Multi-GPU-Modus einiges an Mehrleistung bieten sollten. Abgesehen davon stehen noch drei PCIe-2.0-x1-Slots und ein zusätzlicher PCIe-2.0-x16-Slot (maximal vier Lanes) bereit. Die Netzwerk-Konnektivität wird aus einem Gigabit-LAN-Port gebildet, der über den bekannten Intel I217-V-Netzwerkcontroller gesteuert wird. Dem Käufer wird mit dem ALC1150 von Realtek auch eine anständige Audiolösung überreicht, welche ASUS "ROG-SupremeFX" getauft hat. Rund um den Audio-Chip hat ASUS dem Maximus VI Hero qualitativ hochwertige Kondensatoren verpasst, die den Klang noch weiter verbessern sollen. Der Anschluss erfolgt wahlweise über die analogen Anschlüsse und/oder über den optischen Digitalausgang.

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Für die generelle Systemerweiterung erhält der Anwender den Zugriff auf insgesamt sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-Schnittstellen. Der Storage-Bereich hingegen bietet mit acht SATA-6G-Ports eine genügsame Anzahl, um eine ausreichende Speicherkapazität ausbauen zu können. Auch um die integrierte Grafik-Einheit im Haswell-Prozessor zu verwenden, hat ASUS an einen HDMI-Ausgang gedacht. Softwareseitig befindet sich die AI Suite III von ASUS auf dem mitgelieferten Datenträger, mit der man zahlreiche Einstellungen auch direkt von der Windows-Oberfläche aus setzen kann. Alternativ dazu kann aber auch auf das gut strukturierte UEFI-BIOS zurückgegriffen werden, welches wieder einmal überzeugen konnte. Nicht nur bei der komfortablen Bedienung per Maus und Tastatur, sondern auch bei der Stabilität. Die erreichte Leistungsaufnahme lag für ein Mainboard aus der Republic of Gamers-Reihe auf einem guten Niveau.

Um das Maximus VI Hero sein Eigen nennen zu dürfen, müssen etwa 170 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für ein Brett aus der ROG-Serie erscheint das nicht all zu viel. Vor allem erhält der Käufer auch einige nette Features, die ansonsten für einen weitaus höheren Preis zu haben sind. Um ein ähnliches Gesamtbild aus guter Ausstattung, einigen sinnvollen Features und einer unabdingbaren Stabilität zu erhalten, müssen aber nicht unbedingt 170 Euro ausgegeben werden. Viele Nutzer jedoch interessieren sich für ein Mainboard aus der Republic of Gamers-Serie und erhalten mit dem Maximus VI Hero einen preisgünstigen Einstieg.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus VI Hero:

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus VI Hero:

ASUS macht mit dem Maximus VI Hero den Einstieg in die Republic of Gamers-Serie finanziell gesehen leichter und bietet im Vergleich zum großen Extreme-Modell ein abgespecktes ATX-Mainboard, welches jedoch dem Preis angemessen ist und trotz alledem viele der ROG-exklusiven Features geerbt hat. Uns fällt es daher nicht sehr schwer, dem ASUS Maximus VI Hero den Excellent Hardware-Award zu überreichen.

Alternativen? Für einen ähnlichen Anschaffungspreis kann auch zum MSI Z87-GD65 GAMING gegriffen werden, welches ebenfalls speziell auf das Gaming-Segment ausgelegt ist und als besonderes Gimmick den Killer E2205-Netzwerkcontroller beherbergt. Eine andere Möglichkeit wäre auch noch das ASRock Z87 Professional aus der Fatal1ty-Serie, das auch einige gute Argumente aufzuweisen hat.

 

Persönliche Meinung

Ich finde es gut, dass ASUS auch für einen schmaleren Geldbeutel ein ROG-Mainboard im ATX-Format anbietet. Viele, die sich einen neuen Computer zusammenstellen, werden sicherlich auch einen Blick auf das Maximus VI Hero riskieren. Der weitaus günstigere Preis klingt auch zumindest sehr verlockend. Für einen anspruchslosen, einfach reibungslosen Betrieb genügt jedoch in der Regel auch ein noch preiswerteres Mainboard, bei dem die Ausstattung ähnlich aufgebaut ist. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
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