MSI Z87-GD65 GAMING im Test

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IMG 6 logoSeit dem Sockel 1155 bietet MSI als Ergänzung zu den eigenen Grafikkarten auch spezielle Gaming-Mainboards an. Das ändert sich auch beim Sockel 1150 nicht: MSI hat eine neue Version auch für Haswell-Prozessoren herausgebracht. Da interessiert es uns natürlich, ob und in welchem Umfang MSI Veränderungen oder Verbesserungen beim Z87-GD65 GAMING im Vergleich zum Vorgänger implementiert hat. Und wie sieht das Gaming-Mainboard im Vergleich zur starken Konkurrenz von ASRock und ASUS aus?

Vergangenes Jahr überraschte uns MSI mit dem Z77A-GD65 GAMING (zum Hardwareluxx-Test), welches im Grunde ein farblich angepasstes Z77A-GD65 (zum Hardwareluxx-Test) war. Der einzige technische Unterschied lag beim Netzwerk-Controller, der beim Gaming-Modell gegen einen Killer E2205 ausgetauscht wurde. Nun, da der Sockel 1150 mit den Haswell-Prozessoren erhältlich ist, ist es nur verständlich, dass MSI auch in diesem Fall eine Gaming-Version anbieten möchte, die nun auf den Namen "Z87-GD65 GAMING" hört. Für den schmaleren Geldbeutel hat MSI aber auch noch das Z87-G43 GAMING sowie das Z87-G45 GAMING im Angebot. Wir werfen also zunächst den Blick auf die High-End-Variante. 

Zu der Ausstattung des Z87-GD65 GAMING gehören drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots, mit denen auch eine Hardware-Konfiguration mit zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten kein Problem darstellt. Für SSDs, HDDs und optische Laufwerke wurden an insgesamt acht SATA-6G-Ports gedacht. USB-Anschlüsse in der Revision 3.0 sind in sechsfacher Ausführung vertreten. In Sachen Sound hat man sich für den Realtek ALC1150 entschieden. Auf den folgenden Seiten werden wir die etwa 160 Euro teure Platine natürlich genauer untersuchen.

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Das MSI Z87-GD65 Gaming in der Übersicht.

Bei der farblichen Gestaltung hat sich nichts verändert. Generelle Gaming-Produkte von MSI sind allesamt rot-schwarz. Immer mit anwesend ist der mittlerweile dazugehörige Drache, der sicherlich nicht jeden Käufer geschmacklich treffen wird, aber zum Branding der Gaming-Reihe passt. Bis auf rote Akzente an den Kühlkörpern ist die gesamte Platine in Schwarz gehalten, was auch für das PCB selbst gilt. Dank des ATX-Formats liegt die Gehäuse-Kompatibilität auf einem problemlosen Niveau.

Die Spezifikationen

So sehen die technischen Daten aus:

Die Daten des MSI Z87-GD65 GAMING in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
Z87-GD65 GAMING
Straßenpreis ca. 160 Euro
Homepage http://de.msi.com/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z87 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way) , SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16, (x16/-/-, x8/x8/-, x8/x4/x4)
4x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

6x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z87
2x SATA 6G über ASM1061
1x mSATA 6G (shared über Intel Z87)

USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header) über Z87 direkt
8x USB 2.0 über Z87 (2x am I/O-Panel, 6x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI, 1x DVI, 1x VGA
WLAN / Bluetooth -
Firewire -
LAN

1x Killer E2205 Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Realtek ALC1150 Audio Codec + OPA1652

Die Verpackung entspricht der des Vorgänger-Modells, dem Z77A-GD65 GAMING. Selbstverständlich wurde allerdings die Modellbezeichnung angepasst. Wie die Platine selbst dominieren die Farben Rot und Schwarz. In Silber prangt dabei der Drache auf der Oberseite des Kartons.

Das mitgelieferte Zubehör

In der Verpackung selbst befindet sich dieses Zubehör:

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Das Zubehör entspricht dem, was der Käufer erwarten darf. Die I/O-Blende sowie das Mainboard-Handbuch und die Support-DVD sind natürlich Pflicht. Hinzugepackt hat MSI aber auch noch vier SATA-Kabel, eine SLI-Bridge, die M-Connectors, die Adapter für die Spannungsmesspunkte und als Gimmick das Türschild.


Das MSI Z87-GD65 GAMING wird mit dem Z87-Express-Chipsatz ausgeliefert. Der PCH selbst unterstützt nun nativ sechs USB-3.0- und sechs SATA-6G-Schnittstellen und hat weiterhin alle Features seines Vorgängers (SSD-Caching, Intel Smart Response Technology, Intel Rapid Start Technology und natürlich die Intel Smart Connect Technology) mit an Bord.

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12 (Super-Ferrit)-Spulen befeuern die Haswell-CPU.

Vertikal und horizontal haben sich um den Sockel herum jeweils sechs Spulen aus (Super-)Ferrit positioniert, um die CPU mit den von Intel festgelegten 1,8 V zu versorgen. Vor den Spulen reihen sich die HI-C Caps ein, die laut MSI eine Energieeffizienz von 93 Prozent aufweisen. Unter den schön designten Passiv-Kühlkörpern arbeiten die MOSFETs. Oberhalb am Rande des PCBs hält sich ein 8-Pin +12V-Stromanschluss bereit. Für einen reibungslosen Betrieb ist allerdings mindestens ein 4-poliger Stecker notwendig.

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Mittels eines Multimeters können die Spannungen genauer ermittelt werden.

Für den Arbeitsspeicher stehen vier DIMM-Slots bereit, mit denen eine maximale Kapazität von 32 GB möglich sind. Die DIMMs selbst werden von zwei Phasen angetrieben. Rechts neben den Slots halten sich zwei CPU_FAN-Header bereit. Unter den Slots hat MSI den 24-poligen ATX +12V-Anschluss und auch die V-Check Points untergebracht. Folgende Spannungen können direkt ermittelt werden: CPU_VCCIN, VCC_DDR, CPU_Core0, CPU_GFX, CPU_RING und CPU_SA.

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Viele Overclocking-Features befinden sich am unteren Rand des PCBs.

Das Z87-GD65 GAMING ist für ein 2-Wege-SLI- und 3-Wege-CrossFireX-Setup vorbereitet. Der erste PCIe-3.0-x16-Slot bekommt als einziger die vollen 16 Lanes von der CPU ab, wenn alle anderen beiden Slots unbelegt bleiben. Bei zwei Grafikkarten werden die Slots zu je acht Lanes fair aufgeteilt. Sollten drei AMD-Grafikkarten auf dem Mainboard platziert werden, erhält die oberste Karte acht Lanes und die anderen beiden allerdings nur noch vier Lanes. Zwischen den großen Geschwistern tummeln sich aber auch noch vier PCIe-2.0-x1-Slots, mit denen das System mit weiteren Erweiterungskarten ergänzt werden kann.

Auf dem obigen Bild gibt es noch mehr zu entdecken: Ein mSATA-6G-Slot, der sich oberhalb der Slots aufhält, kann kompatible mSATA-SSDs aufnehmen. Er muss sich die Anbindung allerdings mit dem sechsten SATA-6G-Anschluss teilen, der über den Z87-PCH gekoppelt wurde. Da heißt es: entweder - oder.

Ganz unten verstecken sich diverse Overclocking-Features, wie Power-, Reset- und OC-Genie-Button. Hinzu kommt ein OC-Switch, der sich in zwei Modi aufteilt. Im ersten Modus wird die Turbo-Frequenz der CPU erhöht. Der zweite Modus agiert dann etwas aggressiver und spielt auch mit der Systemfrequenz, genauer mit dem BCLK, herum, sodass sich der Takt nochmals erhöht. Weiter rechts sieht man den "GO2BIOS"-Button, der es dem Anwender ermöglich, direkt ins BIOS zu gehen, ohne die DEL-Taste zu betätigen. Und natürlich muss noch die Debug-LED erwähnt werden, die in gewissen Situationen recht hilfreich sein kann.

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Zehn SATA-Anschlüsse gehören zum guten Ton.

Die Storage-Devices können an den zehn SATA-6G-Ports Platz nehmen. MSI belässt es nicht nur bei den sechs Anschlüssen über den Z87-PCH, sondern pflanzt auch noch einen ASMedia ASM1061-SATA-Controller auf das Board, sodass vier weitere SATA-6G-Schnittstellen geschaffen werden konnten. Sehr sorgfältig hat das taiwanische Unternehmen bereits gekennzeichnet, dass der sechste Port über den Intel-Chipsatz ein shared-Port ist. Er muss sich die Anbindung mit dem mSATA-6G-Slot teilen, sodass nur einer von beiden gleichzeitig aktiv sein kann.

Rechts neben den SATA-Anschlüssen existiert ein um 90 Grad angewinkelter USB-3.0-Header, mit dem zwei weitere USB-3.0-Schnittstellen realisiert werden können. Sofern noch kein entsprechendes Front-Panel vorhanden ist, muss es separat angeschafft werden, wenn alle USB-3.0-Anschlüsse des Z87-GD65 GAMING genutzt werden sollen. Etwas abgegrenzt hält sich ganz rechts auf dem Bild ein weiterer Switch auf, mit dem das BIOS A oder das BIOS B ausgewählt werden kann.


Es geht mit dem I/O-Panel weiter:

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Das I/O-Panel im Detail von links nach rechts und von oben nach unten:

Die Anschlussvielfalt kann als umfangreich bezeichnet werden. Alles, was heutige aktuell ist, ist in ausreichender Menge vertreten. Abgesehen von Thunderbolt fehlt hier allerdings ein eSATA-6G-Port, der dem Z87-GD65 GAMING ebenfalls gut gestanden hätte. Als kleine Besonderheit sind die analogen Audioanschlüsse vergoldet und sollen die Effizienz der Übertragung steigern. Heutzutage mittlerweile unüblich ist der vorhandene koaxiale S/PDIF-Ausgang.

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Super I/O auf dem Z87-GD65 GAMING: Nuvoton NCT6779D.

Wie auch bei vielen anderen Mainboards übernimmt ein Super I/O-Chip von Nuvoton die Kontrolle und überwacht die Spannungen, die Temperaturen sowie die Lüftergeschwindigkeiten. Letztere können über ihn auch gesteuert werden. Im Falle des MSI Z87-GD65 GAMING ist es der Novuton NCT6779D.

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Ein weitere Besonderheit: Der Killer E2205-Netzwerk-Controller.

Bei allen MSI GAMING-Platinen ist er zu finden, der Killer E2205-Netzwerkchip. Seine größte Priorität widmet er dem Gaming-Traffic und drückt die Latenz (auch Ping genannt) so weit nach unten, wie es geht. Dies gelingt aber nur so gut, wie die Voraussetzungen sind. Gemeint ist damit die heimische Internetverbindung - ist sie von Grund auf schlecht, kann auch der Killer-Netzwerkchip keine Wunder vollbringen. Der E2205 ist mit den Modi 10 MBit/s, 100 MBit/s und natürlich auch 1 GBit/s vollständig kompatibel.

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Der Realtek ALC1150 übernimmt sämtliche Soundaufgaben.

Eine anständige Audiolösung darf auf dem Gaming-Brett natürlich nicht fehlen. Daher entschied sich die Leitung von MSI für den ALC1150 aus dem Hause Realtek, der zusammen mit dem OPA1652 von Texas Instruments speziell für Kopfhörer einiges an Leistung heraus holen kann. Letzterer kommt problemlos mit maximal 600 ohmigen Kopfhörern zurecht. Der ALC1150 selbst kann acht Kanäle bewältigen und ist für alle Multimediaanwendungen optimiert. Das Audio Boost-Logo wird zudem in der Farbe Lila beleuchtet.

Besonders interessant ist das Soundblaster Cinema-Feature mit dem SBX Pro Studio, welches in fünf Untergruppen unterteilt wurde: Surround, Crystalizer, Dialog Plus, Smart Volume und Bass. Zusammen sollen sie die Basis für eine besonders gute Wahrnehmung in der Spieleumgebung ermöglichen. Die folgenden Videos erklären die genannten Features im Detail.

Soundblaster SBX Pro Studio - Features
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Das MSI Z87-GD65 GAMING nochmal in der Übersicht.

Auf dem Mainboard verteilt sind Military Class 4-Komponenten, die allesamt eine höhere Lebensdauer bei einer höheren Effizienz erreichen sollen. Die von MSI getauften "Dark Caps" sollen mit einem geringen Widerstand eine Lebenserwartung von zehn Jahren aufweisen. Das klingt jedenfalls schon einmal vielversprechend. Auf dem Board verteilt sind insgesamt fünf FAN-Header. Die Lüftersteuerung arbeitete im Leerlauf zusammen mit dem bequiet! Dark Rock Pro C1 angenehm leise. Setzt man das System unter Last, wird die Lüftergeschwindigkeit natürlich angehoben, wird dabei aber nicht aufdringlich laut.


BIOS

Auf dem Z87-GD65 GAMING war vorweg die BIOS-Version V1.2 vorhanden. Aktuell ist jedoch die Version V1.5, die wir mit der Instant Flash-Funktion installiert haben. MSI hat in der Version V1.5 folgende Verbesserungen integriert:

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Die UEFI-Oberfläche des MSI Z87-GD65 GAMING.

Das UEFI hat sich nicht großartig verändert. Noch immer wird auf der Hauptseite der silberne Drache abgebildet. Farblich wurde das UEFI natürlich an das PCB selbst angepasst. Wie wir es bereits von MSI gewohnt sind, erhalten wir jederzeit den Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Weiter rechts sieht man neben der Uhrzeit und dem aktuellen Datum die installierte CPU inkl. deren Taktfrequenz sowie die Arbeisspeicher-Kapazität, ebenfalls mit der Gesamtkapazität. Direkt darunter lässt sich auf einfache Art und Weise die Boot-Reihenfolge verändern, indem man das jeweilige Icon verschiebt.

Der Menüpunkt "Settings" ist in fünf weitere Untermenüs aufgeteilt. Das erste mit dem Titel "System Status" bildet die Startseite, wie sie bei den traditionellen BIOS-Versionen gang und gäbe waren. Der Anwender erhält noch einmal den Überblick die aktuelle BIOS- und ME-Version, die RAM-Kapazität und auch Informationen darüber, an welchem SATA-Anschluss welches Laufwerk angeschlossen ist. Die "Advanced"-Seite bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die sich vorwiegend den Onboard-Komponenten und dem Power Management widmen. Die letzten drei Punkte ""Boot", "Security" und "Save & Exit" sind bereits ohnehin bekannt. Besondere Aufmerksamkeit genießt der Overclocking-Menüpunkt. Dort lassen sich für eine Platine, die primär für den Gaming-Einsatz prädestiniert ist, umfangreiche Overclocking-Einstellungen finden. Ein Anwender, der sich diese Platine eigentlich für Gaming-Zwecke erworben hat und dennoch den i5-4670K oder den i7-4770K ein wenig übertakten möchte, kommt hier also voll und ganz auf seine Kosten.

Das integrierte Instant Flash-Tool, welches bei MSI auf den Namen "M-Flash" hört, hat ein eigenes Menü erhalten, welches auch für die "OC-Profile" gilt. Letztere können auch auf einen USB-Stick exportiert und auch wieder von einem USB-Stick importiert werden. Insgesamt lassen sich sechs OC-Profile anlegen. Wie auch beim MSI Z87 MPower MAX (zum Hardwareluxx-Test), so auch beim MSI Z87-GD65 GAMING. Wir meinen an dieser Stelle den gut gelungenen Hardware-Monitor, bei dem es sich nicht einfach nur um eine weitere UEFI-Seite handelt, sondern um ein dediziertes Fenster, auf dem sich allerlei Sachen anstellen und natürlich auch einsehen lassen. Dort integriert ist natürlich die Lüftersteuerung, die alle fünf FAN-Header steuern kann. Mit dabei ist jeweils eine Grafik, auf der sich die Lüfterkurve einsehen und entsprechend anpassen lässt. Für jeden Lüfter kann im Zusammenhang mit der Min- und Max-Temperatur die Min- und Max-Lüftergeschwindigkeit in Prozent festlegen. Zusätzlich behält der Anwender die wichtigsten Spannungen am unteren Rand jeder Zeit im Auge. Zu guter Letzt kommt auch der Board Explorer auf das neue GAMING-Brett. Er ist dafür gedacht, die installierten Hardware-Komponenten zu identifizieren. Ein nettes Gimmick ist es jedenfalls.

Wir haben keine Punkte finden können, die uns am UEFI-BIOS von MSI nicht gefallen haben. Mit der Strukturierung muss man sich allerdings erst anfreunden, wenn bisher auf andere Mainboard-Hersteller gesetzt wurde. Die gesetzten Settings wurden zu jeder Zeit ordnungsgemäß und absolut zufriedenstellend umgesetzt. Des weiteren gab es an der Stabilität ebenfalls nichts auszusetzen. Durch die ganzen Menüs konnten wir mit Maus und Tastatur ohne Einschränkungen navigieren. Auch lässt sich die Sprache auf Wunsch umstellen.

 

Overclocking

Durch den Z87-Chipsatz ist es für den Käufer dieser Gaming-Platine möglich, seinen Core i5-4670K oder seinen Core i7-4770K zu übertakten. MSI integriert ins UEFI-BIOS daher auch die von Intel spezifizierten CPU-Straps von 1.0, 1.25, 1.67 und 2.5, die als Multiplikator für den BCLK dienlich sind. Für uns interessant sind aber nur die ersten beiden CPU-Straps.

Um mal beim BCLK zu bleiben, das Z87-GD65 GAMING erlaubt eine Veränderung von 90 MHz bis 300 MHz. Die Intervalle betragen 0,05 MHz bzw. 0,06 MHz. Mit dieser Basis lässt sich die Base-Clock-Frequenz schön fein konfigurieren. Verwöhnt wird der Anwender besonders bei der CPU-Spannung, denn hier stehen die drei aktuellen Modi "Override", "Adaptive" und "Offset" zur Verfügung. Bei den ersten beiden Modi beträgt die auswählbare Spannung 0,800 Volt bis 2,100 Volt, die sich in 0,001 Volt-Schritten einstellen lässt. Im Offset-Modus beträgt die Spannweite in beide Richtungen 0,001 Volt bis 0,990 Volt in ebenfalls 0,001 Volt-Intervallen. Alle anderen Overclocking-Eigenschaften haben wir wie immer in einer Tabelle zusammengefasst.

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z87-GD65 GAMING in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 300 MHz in 0,05 MHz/0,06-MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
0,001 V bis 0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 0,300 V bis 2,445 V in 0,015-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 3,040 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,100 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,001 V bis 0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,001 V bis 0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,001 V bis 0,990 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,700 V bis 1,680 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen PCH 1,5V
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 55 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
VR 12VIN OCP Expander, CPU Phase Control, CPU Switching Frequency,
CPU Power Duty Control

Das Overclocking mit dem 1.0-Strap war ohne jegliche Probleme möglich. Anders erging es uns mit dem 1.25-Strap, der gar nicht anlaufen wollte. Daher mussten wir uns mit dem regulären Overclocking begnügen. Bei vielen anderen Platinen konnte die Taktfrequenz von 4,7 GHz problemlos erreicht werden. Das MSI Z87-GD65 GAMING wollte mit diesem Takt, in Verbindung mit Prime95, nicht kooperieren. Zum Test haben wir die CPU-Spannung auf 1,3 Volt angehoben, was ebenfalls keinen Erfolg mit sich gebracht hat. Also haben wir einen Multiplikator-Gang zurückgeschaltet und haben mit 4,6 GHz getestet, was nun vielversprechender verlief. Das Mainboard musste mindestens 1,236 Volt anlegen, um die Taktfrequenz von 4,6 GHz stabil halten zu können. Das Limit liegt in diesem Fall also klar am Mainboard selbst, da wir diese Frequenz mit anderen Platinen mit einer geringeren Spannung betreiben konnten.

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Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,6 GHz bei 1,236 Volt

Da es sich um eine Gaming-Platine handelt, muss das erzielte Ergebnis keinesfalls als schlecht bezeichnet werden. Es konnte zwar keine 4,7 GHz stabil betreiben, wozu unsere CPU durchaus in der Lage ist, aber das MSI Z87-GD65 GAMING ist auch nicht als Overclocking-Platine angepriesen worden.

Aber auch das Overclocking-Verhalten beim Arbeitsspeicher haben wir uns angeschaut. Dabei haben wir zwei Module des Typs G.Skill TridentX DDR3-2400 verwendet, die wir ohne XMP-Funktionen übertaktet haben. Herausgekommen ist folgendes Ergebnis:

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Spielend einfach wurden die oben fixierten Einstellungen angenommen und das System arbeitete stabil. Die VDIMM wurde dabei mit 1,65 Volt festgelegt. Eine Stufe höher, also DDR3-2600, mochten beide Komponenten dann aber nicht. Das hat aber bisher kein Mainboard geschafft.

Als Overclocking-Utility setzt MSI auf das Intel Extreme Tuning Utility, mit dem sich allerlei Sachen anstellen lassen. Egal ob es darum geht, die Taktfrequenzen, die Spannungen oder andere kleinere Einstellungen zu verändern, nützlich ist es in jedem Fall. Zusätzlich ist ein Hardware-Monitor integriert. Durch ihn können wir die Temperaturen, die Spannungen und beispielsweise die RAM-Nutzung ganz genau beobachten.

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Das MSI | Intel Extreme Tuning Utility

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS- und IXTU-Screenshots eingesehen werden:

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Mit diesem Testsystem haben wir das MSI Z87-GD65 GAMING getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Z87-GD65 GAMING ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

Sisoft Sandra Memory Benchmark:

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Die insgesamt ermittelte Performance ist absolut ok , wie wir es auch erwartet haben. Alle bisher getesteten Sockel 1150-Mainboards kamen spürbar auf dasselbe Leistungsniveau. Leichte Messabweichungen sind dabei nicht zu vermeiden.

Auch bei der Lynx Point-Plattform werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit (vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang)

Bootzeit
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Etwas staunen mussten wir dann doch bei der benötigten Bootzeit, die unsere Stoppuhr mit 15,09 Sekunden festgehalten hat. Wie auch schon das MSI-Modell aus der Overclocking-Liga, das Z87 MPower MAX, dauerte es etwas zu lange, da auf dem PCB nun keine Unmengen an Zusatzchips vertreten sind.


Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI Z87-GD65 GAMING hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein zusätzlicher SATA-Controller, ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Mit einem Idle-Wert von 37,7 Watt hat sich das MSI Z87-GD65 GAMING gleich auf den ersten Platz katapultiert. Das ATX-Mainboard war dabei sogar um 0,6 Watt sparsamer als das ASRock Z87E-ITX.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Etwas anders aber dennoch sehr effizient zeigt sich die Gaming-Platine beim Cinebench-Lauf mit einem Spitzenwert von 101,1 Watt. Das Konkurrenzmodell, ASRock Z87 Professional, wird lediglich um 0,2 Watt geschlagen.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime95
Leistung in Watt

Aber auch bei Prime95 zog das MSI Z87-GD65 GAMING keine Unmengen aus der Steckdose. Das Strommessgerät zeigte 115,7 Watt an und liegt lediglich mit einer Differenz von 0,1 Watt gleichauf mit dem ASRock Z87 Professional.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Genau wie ASRocks Z87 Professional legte das MSI Z87-GD65 GAMING eine Last-Spannung von 1,094 Volt an. Auch in diesem Fall liegt das an der automatischen VDroop-Einstellung, die allem Anschein nach auf Mittel gesetzt wurde.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Viel abzuschalten gab es beim MSI-Brett nicht, wenn man vom zusätzlichen SATA-Controller absieht. Nachdem wir das getan haben, konnte der Idle-Verbrauch nur um 0,2 Watt auf 37,5 Watt gesenkt werden.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Dasselbe Spiel auch bei Cinebench. Ebenfalls um 0,2 Watt niedriger lag der Verbrauch, der nun 100,9 Watt beträgt.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime
Leistung in Watt

Unter Volllast ließ sich die Leistungsaufnahme nur um 0,1 Watt senken und landete somit bei 115,6 Watt.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Die Spannungen blieben unverändert, was wir nicht anders erwartet haben.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich das MSI Z87-GD65 auf einem sehr effizienten Niveau bewegt. Besonders im Leerlauf kann es mit einem sehr niedrigen Verbrauch begeistern. In Last-Situationen zieht es dann mit dem ASRock Z87 Professional nahezu gleich. Insgesamt ist die Effizienz aber als hervorragend zu bezeichnen.


USB-3.0-Performance

MSI verzichtet beim Z87-GD65 GAMING auf zusätzliche USB-3.0-Chips und belässt es daher beim PCH selbst, der dazu in der Lage ist, sechs Anschlüsse zu managen. Vier Anschlüsse davon wurden am I/O-Panel untergebracht, die restlichen beiden sind über den internen Header zugänglich. Für unseren USB-3.0-Test setzen wir weiterhin das SanDisk Extreme-SSD-Laufwerk mit 120 GB-Speicherkapazität, welches wir in ein externes USB-3.0-Gehäuse installieren. Dadurch wird gewährleistet, dass die USB-3.0-Anschlüsse bis ans Limit getrieben werden.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim MSI Z87-GD65 GAMING
(nativ über den Z87-PCH).

Wieder einmal kann sich die Performance sehen lassen. Die Schreibrate kletterte auf etwa 183 MB/s. Im Lesen waren bis zu 176 MB/s drin. Die Werte entsprechen einem akzeptablen Ergebnis.

 

SATA-6G-Performance

Der Storage-Bereich umfasst in der Summe acht SATA-6G-Ports, wovon sechs Stück über den Z87-Chipsatz arbeiten. Die anderen beiden werden über den ASMedia ASM1061 an das System angebunden. Bei dem SATA-6G-Test wird das SSD-Laufwerk direkt an die SATA-Ports angeklemmt.

ATTO USB3 small
Der Z87-Chipsatz liefert erneut gute Werte.
ATTO USB3 small
Geminderte Performance bekommen wir vom ASM1061 zu Gesicht.

Die Ergebnisse über den Z87-Chipsatz waren auf einem normal gewohnten Niveau. Im Detail waren lesend 556 MB/s drin, schreibend waren es rund 520 MB/s. Gänzlich anders sah es allerdings beim ASM1061 aus. Nicht, dass wir bereits ohnehin wissen, dass die Leserate "nur" bis 400 MB/s reicht. Die erste Hälfte des Benchmarks war hingegen eher ernüchternd und die konnten wir uns in der Art nicht erklären. Unsere Vermutung liegt an der BIOS-Version.


Die Neuauflage aus MSIs Gaming-Serie in Form des Z87-GD65 GAMING ist den Taiwanern mehr als gelungen. Dabei wurde das Mainboard-Layout nicht sonderlich angerührt. Auf dem ersten Blick kann fast kein Unterschied zum Vorgängermodell festgehalten werden. Einzig auffallend sind die Onboard-Taster, wie der Power-, Reset- und OC-Genie-Button, die nun beim Z87-Modell nach unten versetzt wurden. Gepaart mit den Overclocking-Funktionen aus dem UEFI-BIOS und sogar den ebenfalls vorhandenen Spannungsmesspunkten ergibt dies eine solide Overclocking-Basis. Es dürfen jedoch keine Overclocking-Rekorde erwartet werden, wie unser Overclocking-Test gezeigt hat. Zu diesem Zweck gibt es andere Mainboards, wie die Z87 MPower- und Z87 XPower-Serie aus demselben Haus. Das MSI Z87 MPower MAX haben wir bereits getestet (zum Hardwareluxx-Test).

Für das Einsatzgebiet "Gaming" ist die Platine dafür aber hervorragend vorbereitet. In den drei PCIe-3.0-x16-Slots können entweder zwei NVIDIA-Grafikkarten oder drei AMD-Grafikkarten Platz nehmen. Alternativ stehen aber auch noch vier PCIe-2.0-x1-Slots bereit. Der vorhandene Killer Netzwerk-Chip ist speziell für Online-Games optimiert und soll für eine besonders niedrige Latenz sorgen. Guten (Gaming-)Sound gibt es von Realtek mit dem ALC1150, der vom OPA1652 (Kopfhörerverstärker) begleitet wird. Kopfhörer und Headsets mit höherer Impedanz (bis 600 Ohm) können problemlos betrieben werden. Zu den besonderen Soundfunktionen gehört das Soundblaster Cinema-Feature. Für den anspruchsvollen Gamer wird also gut gesorgt.

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Drumherum wird die restliche Ausstattung nicht vernachlässigt. Insgesamt sechs USB-3.0- und acht USB-2.0-Anschlüsse gehören zum guten Ton. Mit acht SATA-6G-Ports und einem mSATA-Slot können zudem reichliche Storage-Geräte an das System gekoppelt werden. Die Tatsache, dass sich der mSATA-Slot die Anbindung über den Z87-Chipsatz mit dem sechsten SATA-Port teilen muss, ist nicht wirklich schlimm. Möchte der Anwender die iGPU nicht ungenutzt in der Haswell-CPU lassen, steht ihm jeweils ein DVI-, HDMI- und VGA-Anschluss zur Verfügung.

Zu den Stärken gehört auch erneut das UEFI-BIOS, das einen sehr stabilen Eindruck hinterlassen konnte. Der Käufer kann dabei auf zwei eigenständige BIOS-Chips vertrauen, welche auch mit einem Switch umgeschaltet werden können. Mithilfe des am I/O-Panel befindlichen CMOS-Clear-Buttons lässt sich das BIOS zudem komfortabel auf Defaultwerte zurücksetzen. Positiv hervorheben müssen wir die exzellente Leistungsaufnahme, die sich vor allem im Leerlauf auf den ersten Platz positioniert hat. Unter Last-Situationen reicht es zwar nicht für den ersten Platz, liegt aber dennoch auf einem sehr guten Niveau.

Mit einem Preis von etwa 160 Euro gehört das MSI Z87-GD65 GAMING natürlich nicht zu den günstigeren Vertretern. Diese Platine richtet sich vorwiegend an Gamer, die absolut keine Kompromisse eingehen wollen. Wenn man diese Punkte nicht außer Acht lässt, gestaltet sich der verlangte Preis nicht allzu hoch. Auch wenn wir das Z77-Vorgängermodell als zu teuer hingestellt haben, relativiert sich das beim aktuellen Z87-Modell. Einer der Hauptgründe liegt beim besseren Soundprozessor inkl. Kopfhörerverstärker. 

Positive Eigenschaften des MSI Z87-GD65 GAMING:

Negative Eigenschaften des MSI Z87-GD65 GAMING:

Für den prädestinierten Gamer könnte das MSI Z87-GD65 GAMING durchaus in die engere Wahl fallen. Nicht ohne Grund, denn MSI hat mit diesem GAMING-Ableger erneut eine gute Arbeit erwiesen. Dabei wurde nicht nur an die Gaming-Features gedacht, sondern auch das Thema Overclocking nicht vernachlässigt. Insgesamt konnte das Mainboard mit guten Argumenten überzeugen. Von uns wird das MSI Z87-GD65 GAMING mit dem Excellent Hardware-Award ausgezeichnet.

EH msi z87-gd65 gaming

Preise und Verfügbarkeit
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