ASRock Z87 Professional im Test

Veröffentlicht am: von

IMG 6 logoErinnern wir uns zurück: Da gab es vor ein paar Jahren eine Firma, die die günstigsten Sockel-A-Mainboards herstellte, die - zwar beliebt aufgrund des Preises - aber schon einige Problemchen machten. Diejenigen die sich mit dem Thema Mainboards generell auseinandersetzen, wissen, dass das brisante Image ASRocks von damals auf die heutige Zeit nicht mehr zutrifft. Die Qualität und auch die Leistung der neueren ASRock-Platinen haben sich immens verbessert und mit der Zeit sind selbst spezielle Mainboard-Serien entstanden, wozu sich unter anderem die Fatal1ty-Serie zählen darf. Mit der Einführung der Haswell-Plattform hat ASRock entsprechende Platinen für den Sockel 1150 zur Verfügung gestellt. Wir haben uns in diesem Artikel das ASRock Z87 Professional aus der Fatal1ty-Serie näher angeschaut.

Aktuell besteht die Fatal1ty-Serie für den Sockel 1150 aus zwei Modellen, dem H87 Performance und unserem Testkandidaten, dem Z87 Professional. Anders, als es noch beim Sockel 1155 war, hat ASRock auch ein Modell mit H-Chipsatz im Angebot und möchte damit die Kunden ansprechen, die kein Mainboard mit dem Z-Chipsatz und einem dazu passenden Prozessor mit dem K-Suffix benötigen. Im Gegensatz zum Z87 Professional ist das H87 Performance natürlich an vielen Stellen abgespeckt, was dafür aber auch den Preis nach unten korrigiert.

Um aber mal beim Z87 Professional zu bleiben: Das Board ist in der (Gaming-)Oberklasse angesiedelt und bietet für höhere Ansprüche eine sehr gute Ausstattung. Dazu gehören drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots, mit denen ein 2-Wege-SLI- oder 3-Wege-CrossFireX-Gespann realisierbar ist. Neben Dual-Gigabit-LAN verfügt das Brett über insgesamt acht USB-3.0-Anschlüsse, zehn SATA-6G-Schnittstellen und für die Ohren ein Creative Sound Core3D-Chip. Auf den nächsten Seiten werden wir uns die "Gaming"-Platine einmal genauer anschauen.

img_4.jpg
Das ASRock Z87 Professional in der Übersicht.

Die farbliche Gestaltung des PCBs ist zweigeteilt. Das PCB selbst ist schwarz, jedoch sieht es eher leicht bräunlich aus. Der Grund hierfür sind die Leiterbahnen, die in Braun in das PCB geätzt wurden. Ansonsten dominieren die Farben Rot und Schwarz das Aussehen des gesamten Boards. Die Abmessung entspricht dem gewöhnlichen ATX-Format.

Die Spezifikationen

Und so sehen die technischen Eigenschaften des ASRock Z87 Professional aus:

Die Daten des ASRock Z87 Professional in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASRock
Z87 Professional
Straßenpreis ca. 196 Euro
Homepage http://www.asrock.com/index.de.asp
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z87 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way) , SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16, (x16/-/-, x8/x8/-, x8/x4/x4)
1x PCIe 2.0 x1
1x Mini-PCIe

PCI 2x PCI
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
6x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z87
4x SATA 6G über 2x ASMedia ASM1061
USB 8x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header)
vier über Z87 direkt, vier über ASM1074 (Hub)
8x USB 2.0 über Z87 (4x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI 1.4a, 1x HDMI-In, 1x DisplayPort 1.2
WLAN / Bluetooth -
Firewire -
LAN

1x Intel I217-V Gigabit-LAN
1x Intel I211AT Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Creative Sound Core3D Audio Codec

Der Verpackungskarton entspricht dem typischen "Fatal1ty"-Look. Genau wie das Mainboard selbst herrschen die Farben Rot und Schwarz. In der Mitte wird das "Fatal1ty"-Logo abgebildet, unten die Modellbezeichnung und ganz unten wurden erste Features hinterlassen.

Das mitgelieferte Zubehör

Folgender Inhalt ließ sich blicken:

img_4.jpg

ASRock legt nicht nur das nötigste Zubehör in den Karton, sondern packt auch noch ein nützliches USB-3.0-Frontpanel mit dazu. Mit insgesamt acht SATA-Kabeln wird der Großteil der Käufer bereits ausreichend versorgt sein.


Ja, auch auf dem aktuellen ASRock Professional arbeitet der neue Z87-PCH von Intel, was man unmissverständlich an der kompletten Bezeichnung erkennen kann. Dabei bietet der Z87-Chipsatz einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Nativ kann er nun mit jeweils sechs USB-3.0- und SATA-6G-Schnittstellen umgehen. Zusätzlich ist er mit den bereits bekannten Features kompatibel: "SSD-Caching", "Intel Smart Response Technology", "Intel Rapid Start Technology" und natürlich die "Intel Smart Connect Technology".

img_4.jpg
Zwölf Phasen haben sich um den Sockel versammelt.

Die CPU-Stromversorgung wird über insgesamt zwölf Phasen realisiert. Unter den Passivkühlern verbergen sich hochwertige Dual-Stack MOSFETs. Intern befinden sich jeweils zwei übereinanderliegende Dies, die auf diese Weise einen reduzierten Durchgangswiderstand erzeugen und für eine effektivere CPU-Spannungsversorgung sorgen sollen. Obendrein hat ASRock unterschiedliche Filterkondensatoren verlötet, die eine extreme Übertaktung ohne Kompromisse ermöglichen sollen. Ob das auch in der Praxis zu sehen ist, testen wir in unserem Overclocking-Test.

img_4.jpg
Die vier DIMM-Slots werden von drei Phasen angetrieben.

Dank der vier DIMM-Slots kann insgesamt eine Speicherkapazität von 32 Gigabyte Platz realisiert werden, das ist aber nichts Spektakuläres. Wie man es bereits gewohnt ist, befindet sich an dieser Region der 24-polige ATX-Stromanschluss. Links daneben zeigt sich der USB-3.0-Header, wodurch sich noch zwei weitere USB-3.0-Ports nutzen lassen. Hierfür kann beispielsweise gleich das mitgelieferte USB-3.0-Frontpanel genutzt werden oder alternativ der/die Port(s) vom Gehäuse, sofern verfügbar.

img_4.jpg
ASRock hat die BIOS-Batterie etwas ungünstig platziert.

Das Z87 Professional unterstützt problemlos 2-Wege-SLI- und 3-Wege-CrossFireX-Setups, dafür stehen drei PCIe-3.0-x16-Slots bereit. Die Aufteilung der knappen 16 Lanes von der CPU erfolgt dabei ohne PLX-Zusatzchip. Demnach erhält der oberste rote Slot als einziger die vollen 16 Lanes, wenn die beiden anderen roten Slots frei bleiben. Wird der mittlere Erweiterungsslot mit belegt, erhalten beide Slots jeweils immerhin noch acht Lanes. Und wer das Board vollständig ausfahren möchte und auf drei AMD-Grafikkarten setzt, erhält eine x8/x4/x4-Lane-Verteilung. Andernfalls kann aber auch ohne weitere Probleme auf einen PCIe-2.0-x1-Slot- und zwei PCI-Slots zugegriffen werden. Der Vorteil an der Slot-Verteilung ist, dass bei einer Dual-Slot-Grafikkarte kein weiterer Slot überdeckt wird. Etwas unpassend ist dagegen, dass in diesem Zwischenraum die BIOS-Batterie untergebracht wurde. Um sie herausnehmen zu können, muss also zunächst die Grafikkarte ausgebaut werden. Ebenfalls in diesem Zwischenraum existiert ein Mini-PCIe-Slot.

Sind drei Grafikkarten im Einsatz, steigt die gesamte Leistungsaufnahme natürlich kräftig an. Um die Mainboard-Performance selbst zu stabilisieren, hat ASRock ganz unten noch einen 4-poligen Molex-Stromanschluss angebracht, der eventuelle Instabilitäten beseitigen soll.

img_4.jpg
Zehn SATA-Ports sind in dieser Preisklasse eher selten.

Auf dem Z87 Professional trifft der Käufer auf satte zehn SATA-6G-Schnittstellen, was in diesem Preissegment eher unüblich ist. Sechs Anschlüsse sind dabei mit dem Z87-Chipsatz eng verbunden. Für die restlichen vier Ports hat sich ASRock für zwei ASMedia-Zusatzchips des Typs ASM1061 entschieden. Zu beachten ist, dass der vierte Port (SATA3_A4) über den ASM1061 nicht funktioniert, sofern der eSATA-6G-Anschluss am I/O-Panel benutzt wird.


Setzen wir unsere Untersuchung beim I/O-Panel fort:

img_4.jpg

Die vorhandenen Anschlüsse sind von links nach rechts und von oben nach unten aufgelistet:

Der Anwender erhält über das I/O-Panel eine Menge Anschlussmöglichkeiten. Darunter befinden sich ein Dual-Gigabit-LAN-Anschluss, jeweils vier USB-2.0- und USB-3.0-Anschlüsse, zwei HDMI-Ports sowie ein DisplayPort-Ausgang. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die beiden rechten USB-2.0-Buchsen. Es handelt sich dabei um die von ASRock getauften "Mouse Ports". Und tatsächlich können wir bestätigen, dass unsere Maus nur an einem der Mouse Ports funktioniert. Die vier USB-3.0-Anschlüsse sind über den ASMedia-ASM1074-Hub angebunden und arbeiten somit indirekt über den Z87-PCH.

img_4.jpg
Der ASM1083 ist für die beiden PCI-Slots zuständig.

Aufgrund der Tatsache, dass sich auf dem PCB zwei PCI-Slots befinden, wird ein Zusatzchip benötigt, der die Brücke zwischen der PCIe- und PCI-Technologie bildet. Diesen Part wird der ASMedia ASM1083 zufriedenstellend erfüllen.

img_4.jpg
Bei dem Nuvoton NCT6776D handelt es sich um den Super I/O-Chip.

Er darf auf keinem Mainboard fehlen: Der Super I/O-Chip. Dank dem Nuvoton NCT667D können auf dem ASRock Z87 Professional Spannungen, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten überwacht werden.

Rechts neben dem Nuvoton-Chip zeigt sich auch schon der Creative Sound Core3D-Audiochip. In ihm arbeiten vier Kerne. Zu den unterstützten Features gehören CrystalVoice, ein Scout Mode und EAX von Version 1.0 bis 5.0. Speziell für Headsets und Kopfhörer hat ASRock ihm einen Kopfhörerverstärker spendiert, der Premium Headset Amplifier (kurz PHA) benannt wurde. Durch ihn können Headset und natürlich auch Kopfhörer mit einer maximalen Impedanz von 250 Ohm angesteuert werden. Einen Haken gibt es dabei allerdings: Der Kopfhörerverstärker funktioniert ausschließlich über den Front-Audio-Ausgang.

img_4.jpg
Der ASM1074 fungiert als USB-3.0-Hub.

Möchten die Mainboard-Hersteller mehr USB-3.0-Schnittstellen anbieten, als der Z87-Chipsatz beisteuern kann, kann entweder ein Zusatzcontroller oder aber ein Hub verbaut werden. Im Falle des Z87 Professional hat sich ASRock für den ASMedia ASM1074 entschieden, der die USB-3.0-Ports als Hub erweitert. Demnach arbeiten vier Anschlüsse über den PCH selbst und vier weitere über den Hub, die damit damit indirekt mit dem PCH verbunden sind.

img_4.jpg
ASRock verbaut zwei Gigabit-LAN-Controller.

Einer der Netzwerk-Controller wird vom Intel WGI211AT gebildet, der andere vom bereits geläufigen Intel WGI217V. Beide Controller bieten eine maximale Datenbandbreite von 1 GBit/s, sind aber auch zu den Geschwindigkeiten 100 MBit/s und 10 MBit/s kompatibel. Es ist zudem ohne Weiteres möglich, die beiden LAN-Ports zusammenzuschalten und die Teaming-Funktion zu aktivieren. Dadurch wird die Bandbreite verdoppelt, dabei aber als eine Leitung angesehen. 


Weiter gehts:

img_4.jpg
Onboard-Taster sind natürlich ebenfalls dabei.

ASRock übergibt dem Käufer auch einige Overclocking-Features. Dazu zählen zum einen eine nützliche Debug-LED sowie ein Power- und Resetbutton. Ganz links auf dem Bild erkennt man zwei Jumper. Wird der obere Jumper nach rechts gesetzt, löst man, alternativ zum Button am I/O-Panel, ein CMOS-Clear aus. Mit dem unteren Jumper kann zwischen BIOS-Chip A und B selektiert werden. Zur einfacheren Einrichtung wurde das Front-Panel sinnvollerweise beschriftet, sodass man die Gehäuse-Stecker auch ohne Blick ins Mainboard-Handbuch korrekt anbringen kann.

img_4.jpg
Der bereits angesprochene ASM1061.

Um die schiere Anzahl an SATA-Schnittstellen bewerkstelligen zu können, wird noch ein wenig Unterstützung benötigt. Insgesamt befinden sich auf dem PCB zwei ASM1061-SATA-Controller von ASMedia. Jeder von ihnen kann zwei SATA-Ports samt SATA-6G-Spezifikation ansteuern.

img_4.jpg
Das ASRock Z87 Professional nochmal in der Übersicht.

Wenn man von einigen Kleinigkeiten absieht, hat ASRock beim Mainboard-Layout gute Arbeit geleistet. Sofern nur eine Dual-Slot-Grafikkarte eingesetzt wird, können alle anderen Slots dennoch genutzt werden. Insgesamt können sechs Lüfter an das Board geklemmt werden, der CPU-FAN-Header ist darin bereits enthalten. Mit der Montage des Bequiet Dark Rock Pro C1 hatten wir keinerlei Schwierigkeiten. Nichts war im Weg, was die Montage hätte erschweren können. 


BIOS

Es scheint so, als stammt unser Sample aus einer der ersten Chargen überhaupt. Warum, lässt sich ganz leicht an der vorinstallierten BIOS-Version erkennen. Diese hatte die Bezeichnung "M0.31B". Ein Blick auf die ASRock-Webseite verrät, dass die aktuelle Version nun "P1.50" lautet, die wir per Instant-Flash-Feature installiert haben. Gegenüber den Vorgängerversionen hält die Version "P1.50" folgende Verbesserungen bereit:

img_4.jpg
Das UEFI vom ASRock Z87 Professional.

ASRock verzichtet auf einen "EZ-Mode" und belässt es schlicht beim Advanced-Mode, der natürlich farblich zum Fatal1ty-Mainboard angepasst wurde. Die "Main"-Seite zeigt vorab einige Informationen, wie das installierte Prozessormodell, die Arbeitsspeicherkapazität und auch die aktuell laufende BIOS-Version. Der "OC Tweaker"-Reiter bietet zahlreiche Overclocking-Funktionen an, die für eine Gaming-Platine sehr großzügig ausfallen. Dort lassen sich die Taktfrequenzen und die Spannungen konfigurieren sowie weiteres Feintuning vornehmen. Die Onboard-Komponenten können wiederum auf der "Advanced"-Page eingestellt werden. Z.B. lassen sich dort die USB-, Netzwerk- und Storage-Anschlüsse auf Wunsch deaktivieren. Es werden so viele Tools angeboten, dass ASRock ihnen eine dedizierte Seite gegönnt hat. Der Anwender erhält Zugriff auf den System Browser, den UEFI Tech Service, natürlich dem Instant-Flash-Feature entweder per USB oder direkt über die Internetleitung. Die festgelegten BIOS-Settings können auch in Profilen abgespeichert werden. Als eines der besonderen Features ist das ASRock OMG (Online Management Guard), mit dem festgelegt werden kann, zu welchen Uhrzeiten in der Woche eine Internetverbindung bestehen soll.

Der Hardware-Monitor zeigt die CPU-Temperatur, die wichtigsten Spannungen sowie die Lüftergeschwindigkeiten an. Drehen sich die Lüfter derart schnell, dass sie Krach veranstalten, können sie auch einfach heruntergeregelt werden. Sämtliche Boot-Einstellungen sind logischerweise im "Boot"-Menüpunkt zu finden. Es lässt sich an dieser Stelle einstellen, ob beispielsweise das Full Screen Logo angezeigt werden oder ob Fast Boot aktiviert sein soll. Abseits vom Bootmenü kann hier auch die Bootreihenfolge verändert werden. Die letzten beiden Punkte "Security" und "Exit" sind dagegen geläufig und bedürfen keiner weiteren Erklärung.

Dem UEFI können wir eine sehr gute Stabilität bescheinigen. Die Bedienung fällt mit Maus und Tastatur angenehm aus.

 

Overclocking

Overclocking ist natürlich auch mit dem Z87 Professional möglich. Mit enthalten sind die neuen CPU-Straps, 1.0, 1.25, 1.67 und 2.5, die den tatsächlichen Takt ergeben, wenn sie mit dem BCLK multipliziert werden. In der Theorie würden sich damit Traumfrequenzen ergeben, die aber nur sehr schwer zu erreichen sind - zumindest mit Luftkühlung. Dabei spielt die Chip-Güte nur eine Rolle, viel eher stellt die Temperatur das eigentliche Problem dar.

Der Spielraum des BCLK liegt zwischen 90 MHz und 300 MHz und kann in 0,1 MHz-Schritten eingestellt werden. Bei der CPU-Spannung hat der Anwender die freie Auswahl, ob sie fixed (override) oder adaptive festgelegt werden soll. Hier beträgt der Spielraum 0,800 Volt bis 2,000 Volt in 0,001 Volt-Intervallen. Alternativ kann der Offset-Modus gewählt werden, der eine Veränderung von 0,001 Volt bis 1,000 Volt nach oben erlaubt. Generell ist bei der VCore Feintuning angesagt. Alle weiteren Overclocking-Eigenschaften können der Tabelle entnommen werden:

Die Overclocking-Funktionen des ASRock Z87 Professional in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed- und Adaptive-Modus)
0,001 V bis 1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,165 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
CPU-VCCIN-Spannung 1,200 V bis 2,300 V in 0,010-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,010 V bis 0,400 V in 0,010-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-Ring-Spannung

0,800 V bis 2,000 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
0,001 V bis 1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)

CPU-SA-Spannung 0,001 V bis 1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU-IO-Analog/Digital-Spannung 0,001 V bis 1,000 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
CPU PLL-Spannung -
PCH-Core-Spannung 0,977 V bis 1,322 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen  FIVR Switch Frequency Signature, PCH 1,5V
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 35 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans, Short Duration Power Limit,
Long Duration Maintained

Zusammen mit dem ASRock Z87 Professional haben wir mit dem i7-4770K erneut die 4,7 GHz knacken können. Um das Ganze dann auch stabil zu erhalten, benötigte die CPU eine Spannung von 1,271 Volt. Dann sind wir eine Stufe höher gegangen und haben den 48er-Multiplikator fixiert. Der Bootvorgang klappte reibungslos. Als wir das System dann allerdings unter Last setzen wollten, erhielten wir kurzerhand einen Bluescreen. Da half auch eine Spannung von 1,3 Volt nicht weiter. Eine Übertaktung mit den anderen CPU-Straps war hingegen gar nicht möglich. Das System wollte lediglich mit dem 1.0-CPU-Strap booten.

cpuz2.PNG
Bestes Ergebnis mit dem 1.0-Strap: 4,7 GHz bei 1,271 Volt

Genau dieses Resultat haben wir zuletzt beim ASUS Maximus VI Extreme (zum Hardwareluxx-Test) gesehen. Es gehört zweifelsohne nicht zu den besten Ergebnissen, aber bei anständiger Kühlung kann diese Konstellation ohne Probleme 24/7 eingesetzt werden.

Viele Leser interessieren sich auch für das RAM-Overclocking-Potenzial. Erneut kamen die beiden G.Skill TridentX DDR3-2400-Module zum Einsatz. Ohne XMP-Funktion konnten wir folgendes Ergebnis festhalten:

cpuz2.PNG

Die nativ unterstützte, tatsächliche Taktrate von 2400 MHz konnten wir mit Leichtigkeit erreichen, natürlich ohne Einsatz der XMP-Funktion. Für die VDIMM musste selbstredend 1,65 Volt angelegt werden. Ein höherer Takt wurde uns leider verwehrt, was allerdings weniger am Mainboard liegt, sondern an den DIMMs selbst.

ASRock stattet das Z87 Professional mit dem Tuning-Utility "F-Stream" aus, mit dem sich viele Einstellungen auch außerhalb des BIOS verändern lassen. Generell kann der "Operation-Mode" zwischen den drei Modi "Performance Mode", "Sandared Mode" und "Power Saving" ausgewählt werden. Zu den weiteren Features gehören die "Good Night LED", das "FAN-Tastic Tuning", "Dehumidifier" (Luftentfeuchter), "HDMI-IN", "Key Master" und "Mouse Polling". Nicht zu vergessen, gehört natürlich auch das "XFast RAM"-Feature dazu. Im "OC Tweaker" können die CPU-Takfrequenz sowie die ganzen Spannungen eingestellt werden. Ebenfalls nützlich sind die anzeigbaren Systeminformationen sowie der "System Browser".

In den folgenden Videos werden die XFast555-Funktionen, das Dehumidifier- und das ASRock OMG-Feature (Online Management Guard) in einem Video präsentiert:

ASRock Feature - XFast555
ASRock Feature - Dehumidifier
ASRock Feature - Online Management Guard

Alle BIOS- und F-Stream-Screenshots sind in der folgenden Bildergalerie einsehbar.

{jphoto image=42880}


Mit diesem Testsystem haben wir das ASRock Z87 Professional getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASRock Z87 Professional ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

Sisoft Sandra Memory Benchmark:

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Die Performance entspricht dem erwarteten Durchschnitt. Der größte Ausreißer nach oben wird beim 3DMark 11 mit 6.320 Punkten erreicht. Der Unterschied bleibt aber weiterhin nur messbarer Natur und ist daher nicht spürbar bzw. sichtbar.

Auch bei der Lynx Point-Plattform werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit (vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang)

Bootzeit
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Beeindruckt hat uns die flinke Bootzeit, die lediglich 11,58 Sekunden andauerte. Der Wert liegt sogar leicht unterhalb des bereits schnellen ASRock Z87E-ITX. Beide Boards können sich von der Konkurrenz sehr weit absetzen.


Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock Z87 Professional hat einige Zusatz-Controller und andere Chips erhalten. Zwei weitere USB-3.0-Hubs, zwei zusätzliche SATA-Controller, zwei LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Bereits im Leerlauf zeigt sich das ASRock Z87 Professional als sehr effizient. Für ein ATX-Mainboard ist ein Idle-Verbrauch von 41,4 Watt nicht zu verachten. Einen etwas besseren Job macht das hauseigene Z87E-ITX.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Nachdem wir Cinebench gestartet haben, kletterte der Stromverbrauch auf respektable 101,3 Watt. Das kleinere ASRock Z87E-ITX verbrauchte nur 0,7 Watt weniger.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime95
Leistung in Watt

Größer fiel die Differenz mit Prime95 aus. Auch wenn der Wert von 115,8 Watt ohne jede Zweifel gut ist, wird dieses Ergebnis allein vom Z87E-ITX mit 107,2 Watt geschlagen.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Erstmals sehen wir bei den Sockel 1150-Platinen eine abweichende CPU-Spannung. Sie lag mit dem ASRock Z87 Professional bei 1,094 Volt. Die Erklärung ist bei der Load Line-Calibration zu finden, die hier auf Stufe 5 von Stufe 10 voreingestellt ist.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Der Idle-Verbrauch konnte auf glatte 39 Watt herabgesetzt werden. Damit liegt es noch näher am Z87E-ITX. Beeindruckend!

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Cinebench
Leistung in Watt

Mit einem Unterschied von 2,3 Watt konnte das ASRock Z87 Professional im Cinebench-Lauf das Z87E-ITX sogar mit einem Wert von 98,3 Watt unterbieten.

Leistungsaufnahme Prime95

Prime
Leistung in Watt

Unter CPU-Volllast konnte die Leistungsaufnahme um 1,3 Watt gesenkt werden.

Spannungen Prime95

Spannungen
Spannungen in Volt

Die Spannung hat sich hingegen erwartungsgemäß nicht verändert und blieb bei 1,094 Volt.

In der Summe können wir festhalten, dass das ASRock Z87 Professional ein sehr effizientes Mainboard ist, das selbst - je nach Last - dem ASRock Z87E-ITX auf die Pelle rückt. Obwohl die Standard-Spannung ein gutes Stück über den anderen Mainboards angelegt war, war es dennoch sparsamer als so mancher Konkurrent.


USB-3.0-Performance

Wer sich schlussendlich für das ASRock Z87 Professional entscheidet, darf sich auf insgesamt acht USB-3.0-Anschlüsse freuen. Vier davon vom Z87-Chipsatz selbst betreut, vier weitere immerhin noch indirekt mithilfe von einem ASMedia ASM1074, der rein als USB-3.0-Hub fungiert. Die SanDisk Extreme mit 120 GB haben wir wieder in das externe USB-3.0-Gehäuse installiert, um auf diese Weise die USB-3.0-Ports bis an ihr Limit zu treiben.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASRock Z87 Professional
(nativ über den Z87-PCH).
ATTO USB3 small
Der ASM1074-Hub ermöglicht ebenfalls sehr gute Leistungen.

Man merkt sehr deutlich, dass der ASM1074 mit dem Z87-Chipsatz kommuniziert. Beide Ergebnisse liefern dieselben Werte. Messtechnisch jedoch ergeben sich kleinere Unterschiede, besonders bei der Leserate. Ingesamt erreichen beide im Schreiben um die 190 MB/s. Die Leserate jedoch liegt beim Z87-PCH selbst mit ca. 176 MB/s leicht höher als beim ASM1074 mit etwa 173 MB/s.

 

SATA-6G-Performance

Intern lassen sich zehn SATA-6G-Ports finden, wovon sechs Stück wie immer über den Z87-Chipsatz arbeiten. Vier weitere werden über zwei ASM1061-SATA-Controller in das System integriert. Für den SATA-6G-Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120.

ATTO USB3 small
Der Z87-Chipsatz zeigt erneut ein gutes Ergebnis.
ATTO USB3 small
Der ASM1061 hingegen zeigt sich etwas schwächerer.

Der Atto-Benchmarklauf über den Intel Z87-Chipsatz fiel gewohnt gut aus mit Werten von 517 MB/s schreibend und 555 MB/s lesend. Ein gewohntes Resultat lieferte uns der ASM1061, der die Leserate nur auf bis zu 407 MB/s beschleunigt. Mit 389 MB/s sieht die Schreibrate etwas schlechter aus. Für SATA-6G-SSDs ist der ASM1061 also nur bedingt zu gebrauchen. Für HDDs reicht die Leistung hingegen völlig aus.


Was ist nun also abschließend von dem ASRock Z87 Professional aus der Fatal1ty-Serie zu halten? ASRock hat mit dieser Platine unserer Meinung nach alles richtig gemacht. Der Käufer bekommt ein leistungsstarkes Produkt, das mit zahlreichen Anschlussmöglichkeiten, vielen Overclocking-Features und einer ausgezeichneten Effizienz aufwarten kann. Um die CPU-Grundspannung kümmern sich zwölf starke Phasen, die gepaart mit den Overclocking-Features aus dem UEFI-BIOS heraus eine solide Overclocking-Basis darstellen. Auf dem PCB selbst hat ASRock auch an einen Power- und Resetbutton sowie an eine Debug-LED gedacht. Da es sich beim Z87 Professional aber eigentlich mehr um eine "Gaming"-Platine handelt, hat das taiwanische Unternehmen auf weiteren Overclocking-"Schnickschnack" verzichtet.

Im Storage-Bereich kommt der Besitzer voll auf seine Kosten, denn ASRock hat intern zehn SATA-6G-Buchsen verlötet. Am I/O-Panel existiert darüber hinaus ein eSATA-6G-Anschluss, der allerdings nur genutzt werden kann, wenn der interne vierte SATA-Anschluss über den ASM1061 nicht belegt ist (und umgekehrt). Gut durchdacht wurde die Verteilung der Erweiterungsslots. Die drei roten PCIe-3.0-x16-Slots laden auf Wunsch zu einem 3-Way-CrossFireX- oder 2-Way-SLI-Gespann ein. Da jedoch die meisten Anwender nur auf eine dedizierte Grafikkarte vertrauen, hat ASRock direkt unterhalb des ersten roten Slots Luft gelassen, sodass kein Slot verdeckt wird, wenn eine Dual-Slot-Grafikkarte installiert wird. Ist letzterer Fall vorhanden, stehen darüber hinaus noch zwei PCI- und ein PCIe-2.0-x1-Slot zur Verfügung. Unterhalb des ersten roten Slots wurde von ASRock noch ein Mini-PCIe-Slot platziert, mit dem auf platzsparender Art und Weise das System mit kompatiblen Zusatzkarten ergänzt werden kann.

img_4.jpg

Die weiteren Anschlussmöglichkeiten umfassen jeweils acht USB-3.0- und USB-2.0-Schnittstellen und sogar Dual-Gigabit-LAN. WLAN und Bluetooth gehören allerdings nicht dazu. Dafür gibt es mit dem Creative Sound Core3D-Quad-Core-Prozessor ordentlichen Sound auf die Ohren. Der ebenfalls auf dem Board befindliche Kopfhörerverstärker (nur über Front-Audio) unterstützt Headsets und Kopfhörer bis zu einer Impedanz von 250 Ohm. Auch in Haswell schlummert in den meisten Modellen weiterhin eine IGP, die auch mit dem ASRock Z87 Professional genutzt werden kann. Zur Auswahl an Grafik-Anschlüssen stehen einmal DisplayPort 1.2, einmal HDMI-out 1.4a und sogar ein HDMI-in bereit. Softwaretechnisch legt ASRock noch das F-Stream-Utility obendrauf, mit dem viele Einstellungen auch ohne einen Besuch im BIOS verändert werden können. Darunter fällt auch das Thema Overclocking.

Aber auch beim UEFI selbst hat sich ASRock keine Patzer erlaubt und eine gut strukturierte Oberfläche geschaffen, die farblich an die Fatal1ty-Serie angepasst wurde. Zu jeder Zeit konnten wir uns auf das UEFI verlassen. Die Navigation durch das UEFI erfolgte mithilfe von Maus und Tastatur sehr komfortabel. Als Besonderheit beim mitgelieferten Zubehör gilt das USB-3.0-Frontpanel zu erwähnen, das auch alternativ mittels Slotblende (wird ebenfalls mitgeliefert) intern untergebracht werden kann. Auf der Platine befinden sich daher nicht ohne Grund zwei USB-3.0-Header, die jeweils zwei Ports ansteuern können.

Gibt es überhaupt etwas zu beanstanden? Wenn wir einen negativen Punkt suchen würden, würden wir uns an die schlecht platzierte BIOS-Batterie erinnern, die im Falle der Notwendigkeit nicht einfach herausgenommen werden kann, wenn sich im obersten PCIe-3.0-x16-Slot eine Dual-Slot-Grafikkarte befindet. Das allerdings wäre Meckern auf ganz hohem Niveau. Preislich ist das ASRock Z87 Professional mit ca. 196 Euro ein gutes Stück erhöht, wenn man mal auf das hausgeigene Z87 Extreme6 schaut, das eine fast identische Ausstattung bietet. Die Feinheiten sind beim Audio-Chip und anderen Kleinigkeiten zu finden. Klar handelt es sich beim Z87 Professional über ein Modell aus der Fatal1ty-Serie. Allerdings werden sich viele sicherlich überlegen, ob sie nicht doch zum gut 30 Euro günstigeren Z87 Extreme6 greifen sollten.

Positive Eigenschaften des ASRock Z87 Professional:

Negative Eigenschaften des ASRock Z87 Professional

Das ASRock Z87 Professional ist ohne Zweifel ein gutes Produkt, welches eine Menge zu bieten hat. Ob Overclocking, Anschlussmöglichkeiten oder aber die exzellente Leistungsaufnahme. Mit dem neuen Sprössling aus der Fatal1ty-Serie für den Sockel 1150 erhält der Besitzer eine Menge Features. Einzig der Preis der Anschaffung sollte gründlich überlegt werden. Technisch jedoch hat das ASRock Z87 Professional auf ganzer Linie überzeugt und wird von uns mit dem Excellent Hardware-Award ausgezeichnet.