Test: ASUS Z87-Deluxe - goldener Start in die vierte Core-Generation

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IMG 6 logoEndlich ist es soweit, Intels neue Haswell-Plattform auf Basis des Sockel 1150 ist nun verfügbar. Pünktlich zum Haswell-Launch haben wir neben dem Haswell-Artikel auch gleich einen passenden Mainboard-Artikel für unsere Leser vorbereitet. Mitte Mai hat ASUS ihre neuen Mainboards mit Intels Z87-Chipsatz offiziell vorgestellt. Darunter befand sich auch das Z87-Deluxe als Flaggschiff aus der Z87-Serie. Von den vielen Modellen, die für den Endkunden-Bereich erschienen sind, haben wir uns auch gleich für das Z87-Deluxe entschieden. Unser erstes Haswell-Mainboard macht mit unserem Testablauf seine Bekanntschaft.

Seitdem ASUS die Mainboards für den Sockel 1156 auf den Markt gebracht hat, dominierte die blau/schwarze Farbkombination. Nun mit der Markteinführung der Sockel 1150-Mainboards, zumindest mit dem Z87-Chipsatz, hat sich das taiwanesische Unternehmen ebenfalls etwas Neues einfallen lassen. Wie wir bereits im Überblick zu den neuen ASUS-Platinen berichtet haben, schwenkt das Unternehmen nun auf Gold und Schwarz um. Dies sorgte bei unseren Lesern teilweise für eine gewisse Portion Unmut. Es steht aber völlig außer Frage, dass die nun festgelegten Farben schlicht und ergreifend Geschmackssache sind.

Das ASUS Z87-Deluxe ist das neue Flaggschiff aus der neuen Desktop-Serie und versorgt den Käufer mit einer großen Anzahl an Anschlussmöglichkeiten und Features. Zum einen befinden sich drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots auf dem PCB, die mit maximal 16 Lanes von der Haswell-CPU versorgt werden. Dazwischen wurden zusätzlich vier PCIe-2.0-x1-Slots untergebracht. Gleich zehn pfeilschnelle SATA-6G-Schnittstellen stehen bereit, darunter sechs Stück über den brandneuen Z87-PCH. Acht USB-3.0- und zwölf USB-2.0-Ports gehören außerdem zur Ausstattung.

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Das ASUS Z87-Deluxe in der Übersicht.

Die PCB-Farbe hat man in Schwarz gelassen. Lediglich die blauen Akzente mussten nun dem auffallendem "Gold" weichen. Die teilweise knallgelben Erweiterungs- und DIMM-Slots sowie die gelben SATA-Ports passen optisch gut mit den goldfarbigen Passivkühlkörpern zusammen.

Die Spezifikationen

So sehen die technischen Daten zum Z87-Deluxe aus:

Die Daten des ASUS Z87-Deluxe in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Z87-Deluxe
Straßenpreis ca. 243 Euro
Homepage http://www.asus.de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z87 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX (3-Way) , SLI (2-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

2x PCIe 3.0 x16, (x16/-, x8/x8)
1x PCIe 2.0 x16, (x4)
4x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
6x SATA 6G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z87
4x SATA 6G über 2x ASMedia ASM1061
USB 8x USB 3.0 (6x am I/O-Panel, 2x über Header)
vier über Z87 direkt, vier über ASMedia ASM1074 (Hub)
10x USB 2.0 über Z87 (4x am I/O-Panel, 6x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI, 1x DisplayPort, 1x Mini-DisplayPort
WLAN / Bluetooth WiFi-GO! 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0
Firewire -
LAN

1x Intel I217-V Gigabit LAN
1x Realtek 8111GR Gigabit-LAN

Audio 8-Channel Realtek ALC1150 Audio Codec

Wenn man eine Deluxe-Version kauft, ist in der Regel auch Deluxe-Ausstattung enthalten. So auch beim Z87-Deluxe. Es ist alles dabei, was aktuell ist und auch am meisten benötigt wird.

Auch die neue Verpackung wurde wie die der Vorgänger-Generation dunkel gehalten. So ist der gesamte Karton tiefschwarz gefärbt. In der Mitte prangt gut leserlich die Modellbezeichnung. Unten links und oben rechts hat ASUS wichtige Funktionen hervorgehoben. In der rechten unteren Ecke zeigt sich gleich das neue 4-Way Optimization-Logo.

Das mitgelieferte Zubehör

Folgende Innereien konnte man innen auffinden:

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Manch einer erwartet gerade bei der Deluxe-Version noch weiteres Zubehör. ASUS hat sich aber auf das Nützlichste beschränkt. Abgesehen vom Mainboard-Handbuch inkl. Treiber- und Software-DVD befinden sich noch sechs SATA-Kabel, eine SLI-Brücke für zwei NVIDIA-Grafikkarten, die bekannten Q-Connectors und selbstverständlich die 2T2R-Antenne für WLAN (WiFi GO!) und Bluetooth.


Intel hat beim neuen Z87-PCH einige Veränderungen vorgenommen. Es werden nun sechs native SATA-6G- und sechs USB-3.0-Schnittstellen unterstützt. Der Z77-Chipsatz hingegen war auf lediglich zwei SATA-6G- und vier USB-3.0-Anschlüsse beschränkt. Ebenso die speziellen Intel-Features wie das SSD-Caching, Intel Smart Response Technology, Intel Rapid Start Technology und natürlich die Intel Smart Connect Technology sind auch wieder fester Bestandteil des Funktionsumfangs.

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Gleich 16 Phasen stehen für die Haswell-CPU bereit.

Die insgesamt 16 Phasen werden von den goldgefärbten Kühlkörpern überdacht. Unter den Kühlern selbst befinden sich wie gewohnt die MOSFETs. Positiv anzumerken ist, dass die Kühlkörper mittels Backplate sicher befestigt wurden.

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Beim Sockel 1150 bleibt es weiterhin bei maximal vier DIMM-Slots.

Intel hat sich auch bei der Lynx Point-Plattform dazu entschlossen, den Speicherausbau auf maximal 32 Gigabyte zu beschränken. Demnach können in den vier DIMM-Slots höchstens 8-GB-Module installiert werden. Die Haswell-Prozessoren unterstützen dabei eine native Speichertaktrate von effektiv 1600 MHz, also genau wie bei den Ivy Bridge-CPUs. Das ASUS Z87-Deluxe bietet darüber hinaus aber auch Speicherteiler, die bis DDR3-4000 reichen. Für eine gute Portion Arbeitsspeicher-Übertaktung ist also bereits im Vorfeld gesorgt. Die nötige Spannung erhalten die DIMMs von zwei hochwertigen Phasen.

Links unten, von den DIMM-Slots aus gesehen, wurde von ASUS auch ein USB-3.0-Header und zwei 4-polige PWM-FAN-Header untergebracht.

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ASUS verzichtet bei der Deluxe-Version auf PCI-Slots.

Die Aufteilung der Erweiterungsslots wurde sinnvoll gelöst. Es halten sich drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots bereit, die von der Haswell-CPU selbst mit 16 Lanes versorgt werden und sich untereinander teilen müssen. Im ersten PCIe-x16-Slot können die ganzen 16 Lanes aufgefangen und genutzt werden, sofern sich in den anderen großen Slots keinerlei Karten befinden. Möchte man zwei Grafikkarten zu einem CrossFireX- oder SLI-Gespann zusammenschließen, werden beide Grafikkarten mit jeweils acht Lanes angesteuert. Der letzte Slot ist von der Anzahl der Kontaktpins zwar ebenfalls mit acht Lanes mit dem Mainboard verbunden, jedoch können effektiv nur vier Lanes zu ihm geleitet werden. Dies bedeutet, dass auch eine CrossFireX-Konfiguration mit drei AMD-Grafikkarten machbar ist. Legt der Käufer allerdings nur auf eine dedizierte Grafikkarte Wert, hat er auch noch vier PCIe-2.0-x1-Slots zur Auswahl, wobei an dieser Stelle anzumerken ist, dass bei einer Dual-Slot-Grafikkarte der direkt darunter liegende Slot verdeckt und damit unbrauchbar wird.

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Zehn SATA-Anschlüsse werden einer Deluxe-Version absolut gerecht.

ASUS war beim Z87-Deluxe sehr spendabel, was die SATA-Ports angeht. In der Summe sind es zehn Stück, die allesamt vollständig mit der SATA-6G-Spezifikation kompatibel sind. Weiter oben haben wir es bereits angesprochen, dass der Z87-PCH sechs Anschlüsse selbst steuern kann. Für die anderen vier wurden zwei ASMedia ASM1061-Chips verlötet.


So sieht das I/O-Panel beim Z87-Deluxe aus:

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Die Auflistung erfolgt wie gewohnt von links nach rechts:

Es ist alles dabei, was der Enthusiast sicherlich gebrauchen kann. Zahlreiche USB-2.0/3.0-Anschlüsse, zwei Gigabit-LAN-Ports und jeweils einmal HDMI, Mini-DisplayPort und der normale DisplayPort-Ausgang. Die beiden USB-3.0-Schnittstellen unter dem linken LAN-Port sind direkt mit dem Z87-PCH verknüpft. Alle anderen vier Stück am I/O-Panel arbeiten mit dem ASM1074 zusammen, der als Hub fungiert.

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Der neue 4-Pin-PWM-Anschluss mit einer gesonderten Kontaktfläche.

Im Artikel zu den Z87-Mainboards von ASUS haben wir bereits einige Worte über den neuen PWM-Header geschrieben. An der rechten Seite befindet sich eine Kontaktfläche, deren Kontakt geschlossen wird, wenn ein PWM-Stecker seinen Platz genommen hat. Dieser Kontakt teilt dem Mainboard mit, dass es sich bei dem angeschlossenen Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt und aktiviert automatisch die entsprechenden Einstellungen im BIOS.

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Ein zusätzlicher Lane-Chip ist bei der vielen Anzahl an Komponenten notwendig.

Mit seinen acht Lanes hat der Z87-PCH nicht genügend, um auch alle Onboard-Komponenten vom Z87-Deluxe mit Lanes zu versorgen. Aus diesem Grund wird der PEX8608 von PLX dringend benötigt. Er ist ein PCIe-Gen2-Switch und kann weitere acht Lanes bereitstellen.

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Die Audiosignale werden vom ALC1150 von Realtek berechnet.

Passend zur Sockelbezeichnung hat das Z87-Deluxe den ALC1150 spendiert bekommen. Mit ihm lassen sich problemlos 7.1-Surroundanlagen anschließen und er bietet satte 112 dB SNR. Hinzu kommen die von ASUS bereitgestellten DTS-Features. Der ALC1150 ist also ein qualitativ wirklich hochwertiger Onboard-Sound. 

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Vier von acht USB-3.0-Anschlüsse arbeiten über den ASM1074.

Der ASMedia ASM1074 ist kein USB-3.0-Controller an sich, sondern fungiert rein als Hub und ist mit dem Z87-Chipsatz verbunden. Aus diesem Grund benötigt man keine gesonderten Treiber, sondern unter Windows Vista/7 ausschließlich den Intel-Treiber. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass die USB-3.0-Ports, die über den ASMedia-Controller laufen, sich die Leistung teilen. Richtig schnelle Geräte sollten also über die nativ angebundenen Ports angesteckt werden. 


Weiter gehts mit dem HDMI/DVI Level Shifter (Repeater):

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Dank des Level Shifters sind selbst 4K-Medien kein Hindernis.

Der Level Shifter stammt von Paradetech und trägt die Bezeichnung PS8201A. Er bildet die Zwischenstation zwischen der internen Grafikeinheit und den digitalen Grafikausgängen. Der vorhandene HDMI-Ausgang bringt gleich den neuen 1.4b-Standard mit und kann 4K- und 3D-Inhalte wiedergeben. Die Datenrate beträgt maximal drei GBit/s. Er ist außerdem dafür verantwortlich, die Input-Spannung von 5 Volt auf 1,8 Volt Output herabzusetzen, da sich die Spannungen im HDMI-Stecker und intern auf dem Mainboard unterscheiden.

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Ein Super I/O-Chip darf natürlich nicht fehlen.

In diesem Fall kommt der NCT6791D von Nuvoton zum Einsatz. Wie man es von einem Super I/O-Chip erwartet, überwacht er die Spannungen, die Temperaturen sowie die Lüftergeschwindigkeiten.

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Nützliche Overclocking-Features sind ebenfalls dabei.

Für erste Testzwecke oder gleich für Overclockingversuche sind direkt auf dem PCB ein Power-, Reset und ein CMOS-Clear-Button montiert worden. Dazwischen erleichtern zwei Debug-LEDs das zeitaufwendige Suchen nach der Fehlerquelle. Für manch einen Käufer wird eventuell auch der Trusted Platform Module-Header von großer Bedeutung sein.

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Direct Key - zum direkten Durchstart ins UEFI.

Dieser kleine Switch kann dazu verwendet werden, das System direkt ins UEFI starten zu lassen, ohne dass man die "entf"-Taste betätigen muss. Und in der Praxis funktioniert das auch reibungslos.

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Zwei Schalter mit großer Wirkung - TPU und EPU.

TPU: Stellt man den Schalter in die Mitte, ist TPU I aktiviert. In diesem Modus wird das Mainboard eine automatische Übertaktung über den Multiplikator vornehmen, sodass der Benutzer mit Leichtigkeit einen Leistungszuwachs erhält. Bewegt man den Switch nach rechts, ist TPU II aktiviert. Neben dem Multiplikator macht sich das Mainboard auch an der Base-Clock-Frequenz zu schaffen und bietet eine höhere, automatische Übertaktung. Standardmäßig ist diese Funktion allerdings deaktiviert.

EPU: Wird das EPU-Feature aktiviert, überwacht das Mainboard die Auslastung und versucht auf intelligente Art und Weise, die Leistungsaufnahme zu optimieren. Auch in diesem Fall ist die EPU-Funktion standardmäßig nicht aktiv.

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Das ASUS Z87-Deluxe nochmal in der Übersicht.

Mit sechs Stück sind genügend FAN-Header vorhanden, allesamt mit der 4-poligen Ausführung. Bis auf den CPU_OPT_FAN lassen sich auch alle steuern. Die beiden 120-mm-Lüfter des be quiet! Dark Rock Pro C1 waren beide zusammen am CPU-FAN-Header angeschlossen und waren gleich von Anfang an sehr laufruhig.

An dem Mainboard-Layout gibt es an sich wenig zu beanstanden. Jede Menge Platz ist trotz der großen Kühlkörper vorhanden. Wenn man unbedingt etwas Negatives sucht, könnte man eventuell erwähnen, dass zumindest der PCIe-2.0-x1-Slot direkt unterhalb des ersten PCIe-3.0-x16-Slots unbrauchbar wird, wenn der Käufer eine Dual-Slot-Grafikkarte verwendet.


BIOS

ASUS nahm nicht nur Änderungen an der Hardwareebene, sondern auch an der Softwareebene vor. Das UEFI wurde nun ein wenig umgemodelt und hat nun besonders im Bereich des Komforts einiges erhalten. Bereits von Anfang an war das First Release installiert. Wir wurden von ASUS allerdings mit einem aktuellen BIOS mit der Bezeichnung "1004" versorgt. Wir gehen davon aus, dass vor allem an der Gesamtstabilität gearbeitet wurde. Per Instant-Flash haben wir die Version 1004 erfolgreich installieren können.

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Und so sieht der EZ-Mode aus, wenn man das UEFI aufruft. Gleich auf der Hauptseite werden zahlreiche Informationen preisgegeben. Neben Uhrzeit und Datum lässt sich außerdem das gerade eingesetzte Mainboard, das installierte Prozessormodell und die Arbeitsspeicher-Kapazität und deren Taktfreqzenz erspähen. In der nächsten Reihe ist es möglich, die CPU-Temperatur und die VCore auszulesen. Des Weiteren erhält man einen Überblick über die DIMMs und kann auch gleich das XMP-Profil aktivieren, sofern vorhanden. Ebenfalls komfortabel ist der direkte Zugriff auf die Lüftersteuerung, deren Profil für fünf Lüfter auf Wunsch geändert werden kann. Unter "System Performance" kann das Grundprofil zwischen "Power Saving", "Normal" und "ASUS Optimal" ausgewählt werden, je nachdem, welcher Modus bevorzugt wird. Im EZ-Mode kann auch gleich die Boot-Priorität vorgenommen werden. Mit der Maus oder der Tastatur kann die gewünschte Reihenfolge festgelegt werden.

Gänzlich neu ist die Einführung der Shortcut-Funktion. Untermenüs, die man oft aufruft und benötigt, können als Shortcuts hinterlegt werden. Ein Tastendruck auf "F3" genügt und die eigene Liste an Shortcuts wird angezeigt. Somit wird das Navigieren durch das UEFI wesentlich schneller.

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Die Shortcuts für eine effizientere Bedienung.

Schauen wir uns nun den Advanced Mode an:

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Im Main-Bereich kann der User nochmal die Grunddaten einsehen. Links davon existiert der Reiter "My Favorites". Dieses Feature verhält sich ähnlich zu den Shortcuts. UEFI-Funktionen, die man öfter aufruft, können unter "My Favorites" hinterlegt werden. Nur mit dem Unterschied, dass man dort auch die Änderungen vornehmen kann. Um eine Funktion als Shortcut oder zu den Favoriten hinzuzufügen, reicht ein Druck auf die "F4"-Taste aus und das UEFI fragt, wo die Funktion hinterlegt werden soll. So sieht es dann in der Praxis aus, wenn man die Favoriten aufruft:

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Die Favoriten für eine schnelle und gezielte Änderung.

Bei dem Punkt "Ai Tweaker" sind die zahlreich vertretenen Overclocking-Funktionen aufgelistet. Wiederum im "Advanced"-Reiter findet man die Settings zu den üppigen Onboard-Komponenten und anderweitigen Funktionen. Der Hardware-Monitor lässt sich als nächstes aufrufen. Man erhält einen Überblick über die Spannungen, über die CPU- und Mainboard-Temperatur sowie über die Lüftergeschwindigkeiten und kann ihnen auch andere Profile zuweisen. Sämtliche Einstellungen, die mit dem Boot-Vorgang zu tun haben, sind beim Reiter "Boot" anzutreffen. Und selbstverständlich lässt ASUS seine Käufer nicht ohne die folgenden Tools im Stich: ASUS EZ Flash 2 Utility, ASUS O.C. Profile und ASUS SPD Information.

Das war aber noch nicht alles, was es Neues zu entdecken gab. Egal, auf welcher Seite des Advanced Modes gerade Einstellungen vorgenommen werden, befinden sich auf der rechten Seite des Bildschirms zwei Buttons. Zum einen der "Quick Note"-Button, der einem ein gesondertes Notizen-Fenster öffnet, wo jedwede Notizen hineingetippt (Achtung! Englisches Tastatur-Layout!), abgespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgerufen werden können.

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Schnelle Notizen können in manchen Situationen hilfreich sein.

Mit dem "Last Modified"-Button lassen sich darüber hinaus auch die zuletzt vorgenommenen Einstellungen einsehen. Das ist besonders dann nützlich, wenn man im Schnelldurchgang schnell etwas aktiviert oder deaktiviert hat und nicht mehr in Erinnerung rufen kann, was denn zuletzt umgestellt wurde, wenn das System nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten möchte. Das Ganze sieht dann so aus:

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Zuletzt vorgenommene Änderungen lassen sich in einer Log einsehen.

ASUS hat sich da einiges einfallen lassen, was den Umgang mit dem System erheblich erleichtert. Die von uns aufgespielte Version 1004 konnten wir als stabil bezeichnen. Dabei fiel die Steuerung per Maus und Tastatur erneut angenehm aus.

Unten können nochmal alle BIOS-Screenshots in der Bildergalerie angeschaut werden:

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Overclocking

Wir waren natürlich heiß und gespannt, wie sich die brandneuen Haswell-Prozessoren übertakten lassen. Vor allem, da Intel nun die neuen CPU Straps von 100 MHz, 125 MHz, 167 MHz und 250 MHz eingeführt hat. Die Rede ist davon, dass sich der Grundtakt, sprich der BCLK ändern lässt. Aber die ganzen Funktionen nützen nichts, wenn auf Hardware-Seite keine Overclocking-Basis geschaffen wurde. Das können wir im Falle des Z87-Deluxe nun definitiv nicht bestätigen, denn insgesamt hat ASUS 16 starke und hochwertige Phasen untergebracht. Allerdings kümmern sich die 16 Phasen ausschließlich darum, den im Haswell-Prozessor integrierten Voltageregulator mit einer Spannung von 1,8 Volt zu versorgen. Alle weiteren Spannungen, für die Kerne, für den integrierten Memorycontroller, für die interne Grafikeinheit und für weitere Kernkomponenten werden vom Spannungswandler auf der Haswell-CPU selbst übernommen. Darüber hinaus darf aber auch die Qualität der Signallaufzeiten nicht außer Acht gelassen werden.

Abgesehen von den CPU Straps lässt sich der BCLK von 80 MHz bis 300 MHz in 0,1-MHz-Intervallen bewegen. Dank der vier CPU-Strap-Stufen hat der Spielraum bis 300 MHz also durchaus seine Daseinsberechtigung. Luxuriös fallen die Einstellungen zur CPU-Spannung aus. Im Fixed-Modus lässt sie sich von 0,001 Volt bis 1,920 Volt in 0,001-V-Schritten fixieren. Der Offset-Modus ermöglicht eine Variierung von 0,001 Volt bis 0,999 Volt in ebenfalls 0,001-V-Schritten in beide Richtungen. Dadurch ist ein immenses Feintuning möglich. Wir waren ein wenig überrascht, dass die Load Line-Calibration standardmäßig auf Maximum eingestellt ist, obwohl die Einstellung auf "Auto" steht. Das hat zur Folge, dass es zu keinem Vdroop kommt, was unsere Overclocking-Tests bestätigt haben. Zur Auswahl stehen die Level 1 bis Level 8. Alle weiteren Overclocking-Features haben wir in einer Tabelle zusammengefasst.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Z87-Deluxe in der Übersicht
Base Clock Rate 80 bis 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,001 V bis 1,920 V in 0,001-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,999 V bis +0,999 V in 0,001-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,850000 V bis 2,200000 V in 0,003125-V-Schritten
CPU PLL-Spannung 0,800 V bis 2,700 V in 0,010-V-Schritten
PCH-Core-Spannung 0,7000 V bis 1,8000 V in 0,0125-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen iGPU, CPU Cache, PCH VLX, DRAM CTRL REF, DRAM DATA REF (CH A/B)
CPU Analog I/O, CPU Digital I/O, CPU Input (PLL), VTTDDR
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 27 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE (C6/C7), EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und vier optionale Fans,
CPU-LLC, Internal PLL Overvoltage, OC Tuner, Filter PLL, Source Clock Tuner
Clock Crossing VBoot, Clock Crossing Reset, Clock Crossing, PLL Termination

Als erstes waren wir sehr neugierig und haben gleich zu Anfang den CPU Strap von 125 MHz ausgewählt und haben dann lediglich den Multiplikator auf den Wert 38 fixiert. Dies resultiert zu einer CPU-Taktfrequenz von 4750 MHz. Mit einer Spannung von 1,261 Volt war dann auch schon Schicht im Schacht. Mit dem Multiplikator 39 ist zwar ein Bootvorgang ohne Weiteres möglich gewesen, jedoch erhielten wir einen Bluescreen, nachdem wir Prime95 gestartet haben. Dabei war es dem Core i7-4770K egal, ob er nun 1,3 Volt oder doch gleich 1,35 Volt bekommen hat.

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Bestes Ergebnis mit dem 125er CPU-Strap: 4,75 GHz bei 1,261 Volt

Natürlich haben wir uns auch die traditionelle Übertaktung mit dem BCLK von 100 MHz angeschaut. Die Grenze haben wir bei 4,7 GHz erreicht, sprich mit dem Multiplikatorwert 47. Alles darüber hagelte es lediglich Bluescreens. Demnach scheint bei unserem CPU-Sample bei etwa 4,75 GHz das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. Zum Trost konnten wir die CPU-Spannung bei 4,7 GHz auf 1,227 Volt reduzieren. Ein Nachteil an der ganzen Sache ist leider, dass das System mit dem 125 MHz-Strap nicht bootet, wenn die CPU-Spannung per Offset festgelegt wurde. Wenn der BCLK also nachrangig verändert wurde, muss die CPU-Spannung im Fixed-Modus ausgewählt werden.

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Bestes Ergebnis mit dem 100 MHz BCLK: 4,7 GHz bei 1,227 Volt

Dennoch nehmen wir das Ergebnis mit einem positiven Aspekt entgegen. Das Overclocking-Potenzial generell scheint bei den neuen Haswell-Prozessoren erneut gut vorhanden zu sein wie bei den Vorgänger-Modellen.

Interessant am ASUS Z87-Deluxe ist, dass es Speicherteiler anbietet, die bis zu einer effektiven Taktfrequenz von DDR3-4000 reichen. Natürlich konnten wir diese Region mit unseren G.Skill TridentX-Modulen nicht erreichen, denn sie ermöglichen eine maximale Taktfrequenz von effektiv 2400 MHz. Diese wurden aber spielend leicht erreicht, wie das folgende Bild zeigt:

cpuz.PNG

Eine höhere Frequenz war leider nicht drin. Das scheint aber eher an den Modulen zu liegen, denn selbst mit den Sockel 1155-Mainboards war kein höherer Takt drin.

ASUS hat als Softwarepaket eine neue Version der Ai-Suite mit auf den Weg gegeben. Mit ihr lassen sich noch weitere Features, wie der Ai Charger+, das EZ Update, der USB-3.0-Boost sowie das Network iControl und das USB BIOS Flashback nutzen. Darüber hinaus stehen die neuen Funktionen der 4-Way Optimization vollständig zur Verfügung. In der unteren Bildergalerie haben wir nochmal alle Overclocking-Funktionen und Screenshots von der ASUS Ai Suite 3 angefügt:

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Das Testsystem

Mit diesem Testsystem haben wir das ASUS Z87-Deluxe getestet:

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version. Zum Vergleich haben wir noch einige Sockel 1155-Mainboards mit Intels Z77-Chipsatz mit in die Grafiken aufgenommen. Dazu hatten wir den AMD Catalyst 12.4 und das Intel INF-Utility 9.3.0.1020 in Verwendung. Als Prozessor kam der Core i7-3770K zum Einsatz.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1T - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Z87-Deluxe ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

Sisoft Sandra Memory Benchmark:

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Das Haswell-System hat mit dem 3DMark 2011 einiges an Mehrleistung herausholen können. Dies liegt aber vor allem an der Tatsache, dass wir die AMD Catalyst-Version aktualisiert haben. Nichtsdestotrotz wird der Core i7-4770K auch einiges dazu beigetragen haben. Anders war es dann bei Cinebench, wo der Haswell-Prozessor im CPU-Lauf seine Mehrleistung unter Beweis stellen konnte. An der Speicherbandbreite hat sich hingegen nichts getan und sie lag bei genau 19 GB/s. Für eine DDR3-1600-Konfiguration ist das Resultat völlig normal. Und beim SuperPi 8M-Benchmark war das Haswell-System lediglich zwei bis drei Sekunden schneller mit der Berechnung fertig.

Auch bei der Lynx Point-Plattform werden wir die Bootzeit protokollieren. Wir messen die Zeit in Sekunden, wie lange das Mainboard benötigt, um alle Komponenten zu initialisieren und mit dem Windows-Bootvorgang beginnt.

Bootzeit (vom Einschalten bis zum Windows-Bootvorgang)

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Das ASUS Z87-Deluxe brauchte für die Initialisierung der Komponenten 13,2 Sekunden. Bei der vielen Anzahl an Zusatzchips und anderen Kleinigkeiten ist es nur verständlich, dass es ein wenig länger braucht.


Stromverbrauch

Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Z87-Deluxe hat viele Zusatz-Controller und andere Chips erhalten. Ein weiterer USB-3.0-Hub, zwei weitere SATA-Controller, zwei LAN-Controller, ein Audio-Codec sowie das WiFi-Modul tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

Idle
Leistung in Watt

Obwohl das Z87-Deluxe einige Zusatzchip an Bord hat, verbrauchte es im Leerlauf dennoch nicht mehr als 49,1 Watt und ist damit unterhalb der 50 Watt-Marke.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Bildname
Leistung in Watt

Unter Teillast sieht die Verteilung dann allerdings ein wenig anders aus. Mit Cinebench erreichte das Testsystem mit dem Z87-Deluxe 114,7 Watt.

Leistungsaufnahme Prime95

Bildname
Leistung in Watt

Exakt identisch sah die Verteilung unter Prime95 aus. Alle Mainboards verbrauchten um die 10 Watt mehr. Im Falle des ASUS Z87-Deluxe zeigte das Strommessgerät 124,9 Watt an.

Spannungen Prime95

Bildname
Spannungen in Volt

Zugegeben, der Vergleich mit den Last-Spannungen ist ein wenig unfair den Sockel 1155-Mainboards gegenüber. Vor allem, da es nun nicht nur ein neues Mainboard, sondern auch eine völlig neue CPU ist und dann auch noch der direkte Nachfolger. Der Core i7-4770K zeigte sich mit lediglich 1,044 Volt sehr genügsam.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

Bildname
Leistung in Watt

Wenn viele Zusatzchips vorhanden sind, gibt es in der Regel auch viel zu deaktivieren. So auch beim ASUS Z87-Deluxe. Nachdem wir alles, außer einmal LAN und Audio, deaktiviert hatten, verringerte sich die Leistungsaufnahme im Idle auf 46,5 Watt, was man schon als sparsam bezeichnen darf.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

Bildname
Leistung in Watt

Die Deaktivierung der Zusatzchips zeigte auch bei Cinebench seine Wirkung. Genau 2,2 Watt wurden eingespart.

Leistungsaufnahme Prime95

Bildname
Leistung in Watt

Geringer fiel die Ersparnis mit Prime95 aus. Der Verbrauch konnte von 124,9 Watt um 1,3 Watt auf 123,6 Watt reduziert werden.

Spannungen Prime95

Bildname
Spannungen in Volt

Bei der VCore war keine Veränderung zu beobachten. Es bleibt bei den 1,044 Volt.

Das ASUS Z87-Deluxe zeigt sich besonders im Leerlauf recht sparsam, trotz der Menge an Zusatzchips. Wenn das System dann unter Last steht, hält sich der Verbrauch zwar noch Grenzen, lag aber tendenziell eher im Durchschnitt. Weitere Mainboard-Tests mit Intels Z87-Chipsatz werden zeigen, ob die Ergebnisse konform sind. Erst dann lässt sich mit größerer Sicherheit sagen, ob die Verbrauchswerte positiv oder negativ zu beurteilen sind.


USB-3.0-Performance

ASUS bietet dem Käufer mit dem Z87-Deluxe insgesamt acht USB-3.0-Schnittstellen. Vier Stück arbeiten direkt über den neuen Z87-PCH, die anderen vier nehmen einen kleinen Umweg über den ASM1074, der rein als Hub fungiert. Dabei sind am I/O-Panel gleich sechs Stück vertreten. Zwei weitere werden mithilfe des internen Headers ermöglicht. Wir arbeiten weiterhin mit der SanDisk Extreme mit 120 GB, die wir für den USB-3.0-Test in ein externes USB-3.0-Gehäuse installieren.

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Die USB-3.0-Performance beim ASUS Z87-Deluxe
(nativ über den Z87-PCH).

Der Z87-PCH zeigt sich auch gleich von seiner besten Seite. Er erreicht eine Schreibdatenrate von 195 MB/s, lesend sind um die 183 MB/s drin. Insgesamt ist das ein gutes Ergebnis.

 

SATA-6G-Performance

Die Storage-Anschlüsse umfassen zehn SATA-6G-Schnittstellen. Sechs davon werden vom Z87-Chipsatz gesteuert, die anderen vier arbeiten hingegen mit zwei ASM1061-SATA-Controllern zusammen.

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Eine hervorragende Leistung zeigt der Z87-PCH.
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Etwas weniger Performance erhält man mit dem ASM1061.

Der neue Z87-Chipsatz offenbart ebenfalls eine sehr gute SATA-6G-Leistung. Lesend sind bis zu 556 MB/s drin gewesen, wohingegen die Schreibrate bis etwa 520 MB/s reichte. Annehmbare Resultate haben wir über den ASM1061 erhalten. Hierbei schaffte es der ASM1061, das SSD-Laufwerk auf bis zu 404 MB/s lesend und um die 390 MB/s schreibend zu treiben.


ASUS hat mit dem Z87-Deluxe gleich ein prunkvolles Produkt für die neuen Haswell-Prozessoren im Angebot. Die Platine hat dabei nicht einfach einen neuen Farbanstrich erhalten, sondern hat auch unter der Haube einige Neuigkeiten dazugewonnen. Unter dem UEFI sind zahlreiche Overclocking-Funktionen integriert worden und auch auf dem PCB selbst sind Features, wie ein Power- und Reset-Button, gleich zwei Debug-LEDs, ein CMOS-Clear-Switch sowie ein DirectKey- und MemOK!-Button mit vertreten. Darüber hinaus hat ASUS zwei Schalter für das TPU- und EPU-Feature verbaut, die das System auf Wunsch schneller und effizienter arbeiten lassen.

Das Z87-Deluxe hat zwei PCIe-x16-Slots auf Basis der dritten PCI-Express-Generation, mit denen eine Multi-GPU-Konfiguration mit zwei NVIDIA- oder AMD-Grafikkarten möglich ist. Mithilfe eines weiteren PCIe-2.0-x16-Slots ist selbst ein 3-Wege-CrossFireX-System kein Hindernis. Alternativ stehen noch vier kleine PCIe-2.0-x1-Slots bereit. ASUS hat in der Summe an acht USB-3.0- und weitere zehn USB-2.0-Schnittstellen gedacht. Dank des vorhandenen DisplayPorts, Mini-DisplayPorts und des HDMI-Ausgangs ist selbst die Integrierung der internen Grafikeinheit kein Problem. Letzterer unterstützt selbst 4K- und 3D-Medien (HDMI 1.4b). 

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Die Anzahl der SATA-Anschlüsse werden womöglich jedem Käufer ausreichen, denn es sind insgesamt zehn Stück verbaut, die allesamt mit der SATA-6G-Spezifikation umgehen können. Neben zwei Gigabit-LAN-Ports wurde am I/O-Panel auch das WiFi GO!-Modul angebracht, mit dem WLAN-Verbindungen nach den Standards 802.11a/b/g/n/ac möglich sind. Mit dabei ist Bluetooth in der Revision 4.0 und wird von vielen Käufern gern mitgenommen. Für die Audiosignale hat ASUS den neuen Realtek ALC1150 verlötet. Das UEFI wurde von ASUS spürbar überarbeitet und mit kleinen aber feinen Raffinessen erweitert. Dabei konnten wir nichts Negatives zur Stabilität und Zuverlässigkeit des UEFI-BIOS feststellen. Die Bedienung per Maus und/oder Tastatur wurde wiederholt angenehm gelöst und hinterließ einen sehr positiven Eindruck.

Für ein derartiges Mainboard muss man allerdings auch ein wenig in die Geldbörse greifen. Das ASUS Z87-Deluxe ist bereits für etwa 243 Euro zu erwerben. Für das Gebotene ist das ein angemessener Preis, der absolut gerechtfertigt ist. Denn mit dieser Platine bekommt der Käufer ein qualitativ hochwertiges Mainboard, das zudem über viele Features auf dem PCB selbst und auf Software-Ebene erhalten hat.

Positive Eigenschaften des ASUS Z87-Deluxe:

Negative Eigenschaften des ASUS Z87-Deluxe:

Das ASUS Z87-Deluxe ist für Zielgruppe ausgerichtet, die nun eine Aufrüstung auf den Sockel 1150 geplant haben und dabei jede Menge Anschlüsse und Features erhalten möchten. Es bildet mehr als eine solide Grundlage und ist mit zahlreichen Overclocking-Funktionen und anderen nützlichen Kleinigkeiten ausgestattet, die den Komfort um einiges erhöhen. Von uns wird das mit dem Excellent Hardware-Award belohnt. 

EH asus z87-deluxe