Test: MSI Z77A-GD65 - Preis-Leistungs-Tipp mit Z77-Chipsatz

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msi z77 gd65 teaser kleinNachdem wir bereits das größere MSI Z77A-GD80 auf dem Prüfstand hatten, wird nun die etwas kleinere GD65-Variante auf Herz und Nieren getestet. Da derzeit der Z77-Chipsatz mit dem Sockel 1155 das Maß aller Dinge ist und der ambitionierte Spieler gern übertaktet, suchen viele Anwender nach einem preisgünstigen Mainboard mit guten Funktionen. Ob das 145 Euro teure Board auch gegen die Mainboards der Oberklasse bestehen kann, wird unser Test ebenso zeigen, wie ein Vergleich gegen die preisgünstigeren Konkurrenten derselben Liga.

Beim ersten Aufeinandertreffen fällt auf, dass das MSI-Mainboard in der Farbgebung sehr schlicht gehalten wurde. So dominieren auf dem ATX-Board hauptsächlich Schwarz und Blau. Die drei blauen PCIe-x16-Schnittstellen im PCIe-3.0-Standard bieten für ein CrossFireX- oder SLI-Gespann-, die vier PCIe-2.0-x1 Slots für kleinere Erweiterungskarten ausreichend Platz. Möchte man PCIe-3.0 nutzen, ist wie immer eine Ivy-Bridge-CPU notwendig. Wird stattdessen ein Sandy-Bridge-Prozessor eingebaut, steht nur die PCIe-2.0-Bandbreite zur Verfügung. Für Festplatten, SSDs und optische Laufwerke stehen insgesamt acht SATA-Schnittstellen zur Verfügung, vier davon entsprechen dem SATA6G-Standard, welche auch mittels RAID in 0/1/5 oder 10 konfigurierbar sind.

MSI zielt mit diesem Board auf die Gamer, die auf Luxus-Features wie einen mSATA-Steckplatz, Bluetooth, WLAN oder besondere externe Erweiterungsschnittstellen wie Thunderbolt verzichten können. Wichtig ist die Erweiterbarkeit mit Grafik- und Soundkarten sowie eine entsprechende Speicherbestückung - und natürlich Overclockingfunktionen. Aber auch die integrierte Grafiklösung bietet mit VGA, DVI und HDMI eine Vielzahl von Möglichkeiten, Monitore anzuschließen. Einen Displayport-Anschluss bietet das GD65 allerdings nicht. Ferner stehen auch zahlreiche USB-3.0 und 2.0-Ports zur Verfügung. Für 145 Euro bekommt man somit eine Menge geboten.

Das Testboard in der Übersicht:

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Das MSI Z77-GD65
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Der Karton

Für einen ersten Überblick haben wir die Funktionen des MSI-Boards in einer Tabelle festgehalten:

Die Daten des MSI Z77A-GD65 Professional in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI Z77A-GD65
Straßenpreis ca. 161 EUR (Amazon)
Homepage www.msi-technology.de
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z77 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire AMD CrossFireX, NVIDIA SLI, Lucidlogix Virtu MVP
Onboard-Features
PCI-Express 3x PCIe 3.0 x16 (x16/0/0), (x8/x8/0) oder (x8/x4/x4)
4x PCIe 2.0 x1
PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller

2x SATA 6 Gb/s (ASM1061)
2x SATA 6 Gb/s RAID 0/1/5/10 (Z77)
4x SATA 3 Gb/s RAID 0/1/5/10 (Z77)

USB Intern: 2x USB 3.0 (Z77), 6x USB 2.0 über Header
Extern: 2x USB 3.0 (Z77), 4x USB 2.0
Grafikschnittstellen 1x VGA, 1x DVD-D, 1x HDMI
WLAN / Bluetooth -
Firewire VIA VT6315N
LAN 1x Gigabit-LAN (Intel 82579V)
Audio 7.1-Channel Realtek ALC898 Audio Codec mit
Blu-ray-Audio-Unterstützung und THX TruStudio

Folgender Lieferumfang ist beim Mainboard mit enthalten:

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Die Packungsbeilagen zum Mainboard

Folgende Zugaben konnten wir zählen:

Das Zubehör ist vom Umfang für die meisten Anwender ausreichend. Externe Einschübe oder Erweiterungskarten mit USB-Anschlüssen sind nicht mit enthalten. Effektiv besitzt das Board also vier der schnellen USB-3.0-Ports.


Schauen wir uns zunächst die Anschlüsse und Schalter beim I/O-Shield etwas genauer an. Auf der Rückseite des Boards finden wir von links nach rechts betrachtet folgende Ports:

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Die rückseitigen Ein- und Ausgänge

Das Vorhandensein eines separaten CMOS-Switches ist durchaus praktisch: Es lässt sich somit auf einfache Art und Weise das BIOS wieder zurückstellen. Das umständliche Herausnehmen der Batterie gehört somit der Vergangenheit an, allerdings lässt sich durch den Schalter auch einmal versehentlich der CMOS löschen. Ferner gibt es je vier USB-2.0-Ports und zwei USB-3.0-Schnittstellen, wobei letztgenannte einen weitaus höheren Datendurchsatz besitzen. Ältere PS/2-Tastaturen oder Mäuse können an einem Port weiterhin genutzt werden.

Der 8-Kanal-Audioausgang nutzt die Treiber- und Software-Bibliotheken von THX TruStudio, ist jedoch ein normaler Realtek ALC898. Insofern ist der Audio-Chip auch eine der besseren Onboard-Lösungen, allerdings kein "echter" THX-Chip. Folgendes Anschlussschema für die Nutzung unterschiedlicher Kanäle ergibt sich auf dem Backpanel:

Channel Front-Speaker = grün Rear-Speaker = schwarz Central/Bass = orange Line In = blau  
2 x - - -
4 x x - -
6 x x x -
8 x x x x

Alternativ können auch die beiden Digitalausgänge mit koaxialem und optischem Ausgang genutzt werden. Der pinke Klinkenanschluss links unten ist für das Mikrophon.

Um die integrierte Grafik der Ivy- oder Sandy-Bridge-CPUs nutzen zu können, benötigt das Board auch einen Monitoranschluss. Hier bietet das MSI Z77A-GD65 mit VGA, DVD und HDMI eine gute Flexibilität. Alle drei Anschlüsse greifen auf die interne Grafiklösung der Ivy-Bridge-CPU zu. Nahezu jeder TFT nutzt mittlerweile eine der beiden Schnittstellen, auch der Fernseher kann so einfach verbunden werden. Auf VGA kann man mittlerweile sicherlich verzichten, für DVI gibt es entsprechende Adapter. Durch die drei Anschlüsse ist es auch möglich, zwei Monitore ohne dedizierter Grafikkarte zu nutzen. So kann man hierzu HDMI+DVI, DVI+VGA oder VGA+HDMI gemeinsam nutzen.

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3x PCIe 3.0 x16 und 4x PCIe 2.0 x1 sind für Erweiterungskarten verfügbar. Für die Grafikkarten bietet das Board zwei PCIe-x16-Ports im neuen PCIe-3.0-Standard, wenn eine Ivy-Bridge-CPU eingesetzt wird.

Dem Spieler eröffnet sich durch die drei PCIe-x16-Slots die Möglichkeit, zwei oder drei Grafikkarten einzusetzen. Sowohl NVIDIAs SLI als auch AMDs CrossFireX kann mit jeweils x8/x8-Lanes betrieben werden, wenn zwei Grafikkarten eingebaut werden. Nutzt man hingegen drei Grafikkarten, so teilen sich die insgesamt 16 Lanes in x8/x4/x4 auf. Aus diesem Grund wird 3-Way-SLI hier nicht unterstützt. Zudem wird es mit der Slothöhe bei der letzten Schnittstelle problematisch, da diese fast am untersten Ende des Mainboards angrenzt. Es sollte daher bei einem Betrieb von drei Grafikkarten darauf geachtet werden, dass der Kühler der untersten Karte nicht mit z.B. dem Netzteil darunter oder dem Gehäuseboden in Berührung kommt. 

Selbst mit x8 sollte die Bandbreite bei einer Multi-GPU-Konfiguration mehr als ausreichen, wenn eine PCIe-3.0-Karte eingesetzt und eine Ivy-Bridge-CPU verwendet wird. Da jedoch die verschiedenen Steckplätze eng beieinanderliegen, werden alle kaum nutzbar sein: Spielegrafikkarten werden hauptsächlich als Dual-Slot-Versionen angeboten, was dann schon den nächsten Steckplatz verdeckt. Mindestens ein PCIe 2.0 x1 wäre dann also verdeckt - aber damit kann man leben. Ein Großteil der Anwender werden bis auf eine Soundkarte weitere Slots im x1-Format meist nicht nutzen.

Einen PLX-Chip besitzt das GD65 nicht: Die acht PCIe-Lanes des Z77 reichen für alle Onboard-Geräte (LAN, ASMedia-SATA-Controller) und die gebotenen Ports aus. Das lässt wiederum auf einen guten Stromverbrauch hoffen, da die PCIe-Switches oftmals einen sehr hohen Stromverbrauch haben.  

Das MSI Z77A-GD65 besitzt einen LAN-Anschluss von Intel. Es handelt sich um den Chip 82579V, welcher Geschwindigkeiten von 10/100/1000 Mbit/s ermöglicht. Auf einen zweiten LAN-Anschluss hat man verzichtet, da dieser in der Praxis auch kaum eine Rolle spielt und nur in Ausnahmefällen genutzt wird.

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Der LAN-Anschluss des MSI Z77A-GD55

MSI verwendet auf dem Board eine 10+2-Phasen-Stromversorgung. Dies bedeutet, dass hier 10 Phasen für die Spannung der CPU und zwei Phasen für den ehemaligen UnCore-Bereich/System-Agent der Ivy-Bridge-CPU vorhanden sind. Mit dieser Anzahl von Phasen liegt das MSI-Board etwas über dem Durchschnitt und sorgt somit für eine effiziente Stromversorgung, liefert aber auch genügend Leistung bei Overclocking-Versuchen. Durch die großen, voluminösen Heatpipe-Kühler hält man die Spannungsversorgung auch stets im angenehmen Temperatur-Bereich. Die Beschriftung "Military Class III" bedeutet, dass das Board ein "Certificate of Quality and Reliability" besitzt, zu Deutsch: Qualitäts- und Zuverlässigkeitszertifikat. MSI hat auf besonders haltbare Komponenten geachtet, daher wurde bei diesem Produkt auch die Garantie auf drei Jahre angehoben. Der Schriftzug "OC Genie II" auf dem anderen Kühlkörper besagt ein einfach vorzunehmendes Übertakten mittels Schalters, worauf wir später noch eingehen werden.

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Der CPU-Sockel des MSI Z77A-GD65

Das Board verfügt über insgesamt acht SATA-Anschlüsse, was für die meisten Anwender vollkommen ausreichend ist. Um auch neue SSDs mit entsprechender Übertragungsrate ausreizen zu können, sind hier zwei SATA-6G-Ports über den Intel- und zwei SATA-6G-Anschlüsse über den ASMedia ASM1061-Chip vorhanden. Die vier schwarzen Anschlüsse mittig laufen über SATA-3G vom Z77 und bieten für normale Festplatten oder optische Laufwerke einen ausreichenden Datendurchsatz.

Links davon befinden sich die weißen SATA6G-ASMedia- und rechts die weißen SATA6G-Anschlüsse des Z77-Chipsatzes. Um alle SATA- und USB-3.0-Ports über Windows nutzen zu können, bedarf es der vorherigen Installation der Treiber - nur die Z77-Anschlüsse laufen nativ. Auch RAID (0, 1, 5 und 10) ist über die Z77-Anschlüsse möglich. Zur Erzielung der höchst möglichen Übertragungsraten zeigt uns der Aufkleber, dass man die Ports 1 und 2 mit SATA 6G nutzen soll, die Pfeile deuten allerdings auf die SATA3G. Das sollte man später nicht vertauschen.

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Sechs Ports mit SATA-Anschlüssen, rechts daneben ein USB 3.0-Header

Auf der rechten unteren Seite des Boards befindet sich eine grüne, zweistellige Debug-Anzeige, welche in kodierter Form den Systemstatus darstellt. Falls eine Komponente einen Defekt hat oder das System zu stark übertaktet wurde, kann man die Codes auf der Seite 30 im Handbuch nachlesen. MSI hat diesem Board auch noch ein zweites, sozusagen "Ersatz-BIOS" spendiert, welches sich mit dem kleinen Switch aktivieren lässt. Dies hat den Vorteil, dass man problemlos bei einer fehlgeschlagenen Übertaktung zurück in den Ursprungszustand wechseln kann. Die beiden BIOS-Chips wurden vom Hersteller in rot markiert. Ferner bietet das Board mittels "Super-Charger" die Möglichkeit, 1,5A über den roten, unterhalb der Debug-Anzeige gelegenden USB-Port zu schicken, was man beispielsweise für das Laden von iPads o.ä. nutzen kann.

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Die Debug-LED sowie Schalter für Multi-BIOS und weiteren USB-Headern an der unteren Kante

Die vier Speicherbänke sind bei dem Z77-Chipsatz als Standard anzusehen. Sie können jeweils mit 8-GB-Modulen belegt werden. Insgesamt kann somit das Board bei aktuellen Speichermodulen also mit bis zu 32 GB bestückt werden. In der Realität werden solche Arbeitsspeicherausbauten jedoch selten genutzt, im Grunde reichen 8 GB bzw. maximal 16 GB für den ambitionierten Spieler aus. Workstations oder Server für virtuelle Maschinen sind sehr ramhungrig, hier machen dann 32+ GB durchaus mehr Sinn, jedoch nutzt man dann dazu keine Spielerboards wie dieses. MSI setzt hier auf Altbewährtes und lässt die Module noch beidseitig einrasten. Andere Hersteller nutzen bereits eine einseitige Arretierung. Dies wäre jedoch nur eine kosmetische Änderung und fällt nicht weiter ins Gewicht.

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Zwei verschiedenfarbig gekennzeichnete Speicherslots für insgesamt 32 GB im Dualchannel-Betrieb

Ein Einsatz von großen CPU-Kühlern ist etwas schwierig: Für unseren Test nutzten wir einen be quiet! Dark Rock Pro C1. Dieses Monster kann durch die enorme Größe nur mit dem Luftstrom von hinten nach vorn eingebaut werden. Anders würde er die vier RAM-Slots fast vollständig überdecken, was dann die Nutzung von hohen Heatspreadern bei den Speichermodulen unmöglich macht. Dreht man ihn mit dem Lüfter nach unten, blockiert er den oberen PCIe-Slot. Man sollte sich daher für einen leistungsfähigen und eher kompakten Kühler entscheiden und gegebenfalls vorher schauen, ob dieser kompatibel ist - und auch die Wahl der Speichermodule mit einbeziehen, wenn man einen sehr großen Kühler verwenden will.

Der Zusammenbau des Boards mit den weiteren Komponenten erledigt sich ohne große Mühen. Sämtliche Schnittstellen sind klar und leserlich beschriftet und geben auch keinen Zweifel auf. Wenn man oftmals Versuche mit unterschiedlicher Hardware unternimmt oder sein Gehäuse offenstehen lässt, so nutzt man auch den Start- und Resetknopf des Boards, welche sich im Boardlayout oben rechts befinden. Weitere Anschlüsse und Jumper befinden sich am unteren Rand, z.B. drei USB-2.0-Header, Gehäuselüfter-Anschluss, Clear-CMOS, FrontPanel-Audio und für die serielle Schnittstelle (COM).

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Power-On, Reset und OC-Genie (hier in aktivierter Stellung)

Das MSI Z77A-GD65 besitzt insgesamt fünf Lüfteranschlüsse, von denen nur drei mit vier Pins (PWM) ausgestattet sind. Einer befindet sich rechts oberhalb des CPU-Sockels und versorgt den CPU-Kühler. Die vier weiteren Lüfteranschlüsse sind unterhalb des letzten PCIe-Steckplatzes, unterhalb des CPU-Sockels, mittig am rechten Rand der Platine sowie neben der RAM-Slots positioniert. MSI hat zu unserer Überraschung noch Spannungsauslesepunkte auf das Board aufgebracht. Mittels den beiliegenden Kabeln für die Messstellen lassen sich somit die exakten Werte der Speicherspannung, interne Grafikspannung, CPU Ein- und Ausgangsspannung sowie die CPU-Kernspannung ablesen, wenn man den Pluspol auf einen der Auslesepunkte und den Minuspol auf die Erdung GND legt.

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Die Auslesepunkte für die Ein- und Ausgangsspannungen

Die passiven Kühlkörper um den CPU-Sockel sowie auf der Chipsatz sind allesamt verschraubt und lassen sich problemlos für den Einsatz einer Wasserkühlung abnehmen.


Das Mainboard wurde mit der Version 10.1B2 ausgeliefert. Auf der Herstellerseite beschreibt die neueste Version 10.8 vom Dezember 2012 im Changelog einen Windows 8-Support. Da wir stets bei Mainboardtests die aktuellsten Versionen durchtesten, haben wir diese Version auf einen USB-Stick kopiert und mittels BIOS-Flash ein Update vorgenommen. Man sollte hierzu auch bemerken, dass man vor einem Update die veränderten Einstellungen merken, sie auf einen der Speicherplätze im BIOS speichern oder Screenshots auf einem USB-Stick durchführen (dies ist mittels der Taste F12 möglich) sollte.

Das BIOS-Update war beim MSI Z77A-GD65 nicht problemlos. Wir testeten zunächst die Version 10.7. Das neue BIOS quittierte seinen Dienst mit dem nächsten Hochfahren. Trotz anschließendem Reset auf "Default BIOS" erhielten wir sofort nach dem Windows-Logo einen Bluescreen, der sich stets wiederholte. Mit der BIOS-Version 10.8 waren die Probleme dann aber behoben.

Das BIOS trägt den Namen "ClickBIOS II" und ist in 15 verschiedenen Sprachen vorhanden. Die Ursprünge davon gehen bereits auf den Z68-Chipsatz zurück. Die Bootreihenfolge lässt sich auf einfachste Art und Weise durch das Verschieben der Laufwerkssymbole ändern, auch ist das BIOS in klar strukturierten Unterpunkten geteilt. Verschiedene Änderungen lassen sich auch problemlos in bis zu sechs verschiedenen Profilen speichern und auch zwecks Sicherung auf einen USB-Stick kopieren.

In den BIOS-Defaults ist die SpeedStep-Technologie (EIST) sowie auch der Turbo-Modus der CPU aktiviert. CPU C1E stand auf "disable", sollte jedoch angeschaltet werden. Bei der SATA-Modusauswahl hat MSI richtigerweise auf AHCI voreingestellt. Unsere angeschlossene SSD wurde im externen Laufwerk nur als USB2.0 erkannt. Hier sollte man also noch eine kleine Änderung vornehmen, und die USB-Ports auf hohe Geschwindigkeit stellen.

Die S.M.A.R.T.-Statusüberprüfung ist per Default auf "enabled" und lässt somit das Auslesen und Schreiben der Statuswerte der angeschlossenen Festplatten und SSDs zu. Die Lüftersteuerung ist mit ein paar Klicks aktiviert und kann auch temperaturgeregelt werden, d.h. man kann der CPU eine Temperaturgrenze von beispielsweise 55 °C (40-70 °C in 5er-Schritten einstellbar) vorgeben, welche nicht überschritten werden soll. Der CPU-Lüfter passt sich mit seiner Umdrehungsgeschwindkeit an, was eine durchaus nützliche Eigenschaft ist. Bei diesem Board funktionierte die Lüftersteuerung ohne Probleme.

Die umfangreichen Einstellmöglichkeiten im BIOS mit Übertaktungsmöglichkeiten zeigt diese Galerie:

Tabellarisch haben wir die Übertaktungsoptionen hier zusammengefasst:

Die Overclocking-Funktionen in der Übersicht
Host Clock Override 90 bis 120 MHz, in 0,1-Mhz-Schritten
CPU-Spannung Fixed Mode: 0,800 V bis 2,045 V in 0,005-V-Schritten, ab 1,405 V in rot dargestellt
VCCSA-Spannung 0,920 V bis 1,580 V in 0,02-V-Schritten. ab 1,320 V in rot dargestellt
IGP Voltage Fixed Mode: 1,00 V bis 1,52 V in 0,005-V-Schritten
CPU-Ratio einzelne CPU Ratio-Erhöhung der Kerne von x16 bis x64 in x1-Schritten möglich
Vdroop Offset Control von +12,5% bis +100% in +12,5%-Schritten
DRAM-Spannung 1,108 V bis 2,4655 V in 0,0075-V-Schritten. ab 1.738 V in rot dargestellt
VTTDDR-Spannung 0,950 V bis 1,550 V in 0,02-V-Schritten, ab 1,370 V in rot dargestellt
CPU PLL-Spannung 1,400 V bis 2,430 V in 0,01-V-Schritten, ab 2,11 V in rot dargestellt
PCH-Core-Spannung 0,1167 V bis 2.4827 V in 0,0046-V-Schritten, ab 1,2507 in rot dargestellt
Speicher-Optionen
Taktraten DDR3-800 bis DDR3-3200
Command Rate einstellbar
Timings einstellbar
XMP wird unterstützt, ladbare Profile
Weitere Funktionen
Green Power Thermische Balance mit Lüftersteuerung
CPU Phase LED blaue LED auf dem Board für acht Phasen, auch abschaltbar
Weitere Besonderheiten Settings speicherbar in Profilen, OC-Automatik per "OC-Genie"-Taste
Load Line Calibration, Spread Spectrum, Instant Flash, fast alles auch in Windows
steuerbar, Extreme OverVoltage Option, sämtliche Stromspar-Modi

Nachdem wir den Rechner heruntergefahren haben und auf dem Mainboard die Taste "OC-Genie" gerückt haben, haben wir ihn erneut hochgefahren. Es wurde uns jetzt ein optimiertes Overclocking eingerichtet, was sich die CPU auf 4,2 GHz taktete. Da wir dies jedoch nicht als Ende der Fahnenstange ansahen, nahmen wir eine manuelle Übertaktung vor. Hierzu wurde die OC-Taste wieder abgeschaltet und im BIOS eine Taktfrequenz von 4,7 GHhz eingestellt. Beim nächsten Hochfahren wurde uns der Versuch sofort mit einem Bluescreen quittiert. Als nächste Option wurden 4,6 GHz gewählt, womit der Windows-Boot erfolgreich verlief. Auch konnte nach 15 Minuten Stresstest mit Prime95 kein Ausfall eines CPU-Kerns festgestellt werden. Man kann somit sagen, dass man mit noch etwas mehr Feintuning auf dem MSI Z77A-GD65 mit dauerhaften 4,6 GHz leben kann. Im Endeffekt liegt das Limit unserer Ivy-Bridge-CPU auch regelmäßig zwischen 4,6 und 4,7 GHz, je nach Spannung und Mainboard.

Das BIOS erlaubt zudem auch, die ab Werk eingestellten Übertaktungswerte der Taste "OC-Genie" zu verändern. Hat man einmal sein gewünschtes Setting eingestellt, so kann man sich dies auch auf der Registerkarte "My OC Genie" dauerhaft speichern. Für den Overclocking-Anfänger ist die Funktion also durchaus eine hilfreiche Option.

Es zeigt sich somit, dass wir hier 1,1 GHz "kostenfrei" zur Verfügung gestellt bekommen, wenn man sich etwas mit der Übertaktung/Spannung/Kühlung auseinandersetzt. Ein durchaus beachtlicher Wert, was sich in einer deutlichen Performancesteigerung bemerkbar macht. Als Hinweis möchten wir jedoch geben, dass die verwendete CPU nicht mit der CPU in anderen Mainboard-Reviews identisch ist und somit ein direktes Vergleichen zwischen den letzten Tests nicht möglich ist.

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Der Screen von CPU-Z mit unserer Übertaktung auf 4,6 Ghz

Das MSI Z77A-GD65 schafft bei unserer Test-CPU einen Multiplikator 46, was multipliziert mit der Base-Clock-Frequenz von 100 MHz sehr schnelle 4600 MHz bedeutet. Bei einem Preis von rund 160 Euro ermöglicht es eine gute Übertaktung, allerdings hatten wir auch schon reinrassige Overclocking-Boards im Test, die fast 4,8 GHz erreicht haben. Insofern gibt es auch fürs Overclocking besser geeignete Modelle - die aber auch deutlich teurer sind. 


MSI liefert zu dem Z77A-GD65 ein umfassendes Control Center mit. Hier lassen sich umfangreiche Übertaktungsmöglichkeiten vornehmen und dies sogar per Monitoring aufzeichnen. Wem das noch nicht genug ist, kann mittels einer App für iPhone oder Android im WLAN auf sein Mainboard zugreifen. Die dazu notwendige App ist im iTunes-Store bzw. im PlayStore kostenfrei erhältlich. Nachfolgend gehen wir darauf etwas weiter ein:

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Das Control Center von MSI

Dies ist die Hauptübersicht. Hier lassen sich eine Vielzahl von Spannungen und Taktraten im laufenden Windows-Betrieb verändern, ohne dass ein Neustart notwendig ist. Bei der rechts ausklappbaren Informationstabelle hat man stets alle Spannungen, Temperaturen und Lüfterumdrehungen im Blickfeld.

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Das "OC-Genie" findet die optimalen Übertaktungseigenschaften heraus

Mit diesem Tool lassen sich per "OC-Genie" die Werte für eine optimale Übertaktung ermitteln. In der Praxis zeigt dies uns jedoch, dass unserem Testsystem nicht mehr als 4,2 GHz zugetraut werden. Wir haben uns daher für eine manuelle Übertaktung bis auf 4,6 GHz entschieden.

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Smart Fan Control nach den eigenen Vorgaben

Der rosa Kreis lässt sich mit der Maus in jede Position bewegen und gestattet somit die Anpassung der Lüfterdrehzahlen in Verbindung mit der CPU-Temperatur. Die Lautstärke der angeschlossenen Lüfter sinkt hörbar und wird kaum noch wahrgenommen. In den warmen Sommermonaten sollte dies jedoch wieder erhöht werden, um einen Wärmestau im Gehäuse zu vermeiden.

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Beleuchtete CPU-Phasen

Diese Registerkarte befasst sich nur mit dem An- und Abschalten der LEDs für die acht CPU-Phasen. Es liegt am eigenen Geschmack, ob die LEDs blau leuchten sollen oder ob es eher nicht gewünscht wird.

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Monitoring mit Aufzeichnung zahlreicher Takt- und Spannungsraten

Um die getätigten Einstellungen im BIOS besser überwachen zu können, können sämtliche Takt- und Spannungsraten in einem Liniendiagramm angezeigt und auch in vorher festgelegten Intervallen aufgezeichnet werden. Der kleinste Wert beträgt 5 Minuten und lässt sich bis hoch auf 60 Minuten verändern.

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Steuerung des Command Center per Smartphone

Wer hier noch eins draufsetzen will, installiert sich den Remote Server und die passende App auf sein Apple- bzw. Android-Smartphone oder iPad. Dann lassen sich sämtliche Einstellungen auch per WLAN vornehmen.

ccenter bios2
Wechsel zwischen Control Center und BIOS

Jederzeit lässt sich zwischen dem Control Center und dem BIOS auf der Schaltfläche oben rechts hin und her wechseln. Es steht jedoch dort nur ein begrenzter Funktionsumfang zur Verfügung. Man kann zwar alles einsehen, aber nicht viel ändern. Daher sollte man eher zwecks Modifikationen das Control Center nutzen, bzw. bei einem Reboot die Taste "DEL" beim Startvorgang zum Zugang ins native BIOS drücken.


Für diesen Test und auch bei den noch folgenden Tests der in den Tabellen benannten Boards nutzen wir die identische Hardware, welche stets auf einem Benchtable zusammengesetzt wird. Eingesetzt werden zwei verschiedene Testsysteme bei zwei Redakteuren, weshalb sich die Ergebnisse leicht unterscheiden (z.B. bezüglich der Overclocking-Resultate). Wir zeigen in den Benchmark-Vergleichen also nur jeweils die Resultate der mit demselben System getesteten Komponenten.

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuelle Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1t - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Z77A-GD65 ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark und Cinebench 11.5 CPU:

3DMark 2011
Leistung in Futuremark-Punkten

Das MSI ist hier das Schlusslicht, jedoch bewegen sich die Abstände innerhalb der Messtoleranz. In der Praxis sollten die geringen Abweichungen nicht spürbar sein.

SuperPI 8M
Dauer in Sekunden, weniger ist besser

Das MSI Z77A-GD65 schlägt hier alle drei anderen Boards in dem Vergleichstest.

SiSoft Sandra Speicherbandbreite
Speicherbandbreite in GB/s

Im Speicherdurchsatz belegt das MSI den guten zweiten Platz und wird nur vom doppelt so teuren Luxusboard von Gigabyte geschlagen.

Cinebench 11.5 CPU
Cinebench-Index

Im Cinebench ist das MSI auf dem letzten Platz. Dennoch ergeben sich innerhalb der Performancetests eigentlich keine Unterschiede zwischen den Mainboards.


Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschiedenen eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen, oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das MSI Z77A-GD65 ist mit einigen Zusatzchips ausgestattet, welche auch mit Energie versorgt werden müssen, sei es der ASMedia-Chip für die SATA-Anschlüsse, der Realtek-Chip für den guten Ton oder der Intel-LAN-Anschluss. Standardmäßig ist der C1E Stromsparmechanismus inaktiv, allerdings sind alle vorhandenen Onboardkomponenten aktiv, was sich durchaus negativ auf den Stromverbrauch auswirken kann. Den C1E-Modus haben wir manuell aktiviert.

Vergleichen wir nun den Stromverbrauch im Idle und unter Last, gemessen bei der Ausführung von Benchmarkprogrammen. Im Standby des Rechners steht unser Strommesser auf 0,0 W. Dies bestätigt uns auch, dass auf dem Board keine Betriebs- oder Status-LED leuchtet. Dies kann sich auch negativ auswirken, in dem Fall, wenn man die Komponenten verändert, obwohl gerade Strom anliegt.

Der Test mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Nach 5 Minuten im Idle nach Reboot des Systems inkl. aller Treiber ergibt sich ein Stromverbrauch von:

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Leistung in Watt

Das MSI ist hierbei mit 52,6 Watt der Sparfuchs unter den Boards und führt mit einem Vorsprung von über 10 Watt.

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Leistung in Watt

Beim Cinebench-Test liegt das MSI mit ganzen 0,2 Watt hinter dem hier erstplatziertem ASRock-Mainboard. Dieser Unterschied spielt in der Praxis keine Rolle.

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Leistung in Watt

Prime95 besagt, dass auch hier das MSI Z77A-GD65 eher geizig mit dem Strom umgeht. Die 115 Watt sind in unserem Vergleichstest ein guter Wert. Der Vogel wird hier vom weitaus teuren Gigabyte G1.Sniper3 abgeschossen, hier sind aber auch zusätzliche PCIe-Switches im Einsatz.

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Spannung in Volt

ASRock zeigt die höchste Spannung im Messwert. Das MSI und das Gigabyte liegen dicht beieinander und unterscheiden sich bei den Spannungen kaum. ASUS zeigt mit dem Maximus V Gene den besten Wert.

Der Test mit deaktivierten Onboardkomponenten:

Hierzu deaktivieren wir außer dem Onboard-LAN und Onboard-Audio sämtliche Komponenten. Dies hat den Grund, dass die meisten Anwender und auch Spieler nicht alle Onboard-Chips benötigen. Es sind daher nur der Onboard-Lan und der Onboard-Sound aktiviert. Weitere USB-3.0- und SATA-Controller wurden deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

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Leistung in Watt

Die Abweichungen liegen bei allen vier getesteten Boards in etwa auf der gleichen Höhe und zeigen keine großen Überraschungen.

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Leistung in Watt

Hier fällt der Stromverbrauch auch nur wenig ins Gewicht. Der Unterschied beträgt je nach Mainboard zwischen 0,8 bis 1,6 Watt weniger als mit aktivierten Onboardkomponenten.

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Leistung in Watt

Auch beim Prime95-Test erkennen wir gegenüber den aktivierten Onboardkomponenten einen kleinen Unterschied. Auch hier sind es zwischen 0,9 und 1,3 Watt.

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Spannung in Volt

Wie auch bei unserem parallelen Test mit drei anderen Mainboards und leicht verändertem Setting konnten wir bei den CPU-Spannungen ebenfalls keinen Unterschied feststellen, ob nun die Onboardkomponenten aktiviert oder deaktiviert sind.

Das MSI Z77A-GD65 ist sozusagen der ECO-Sieger im geringen Stromverbrauch, der Grund ist in der geringen Ausstattung im Vergleich zur Konkurrenz zu suchen. Das große Gigabyte G1.Sniper3, welches mit seiner Ausstattung in einer anderen Liga spielt, verbraucht weitaus mehr Strom. Für jemanden, der auf günstigen Stromverbrauch Wert legt, wäre das MSI-Board eine Überlegung wert. 


Unser Testsample bietet am I/O-Panel sowohl USB-3.0-Ports wie auch USB-2.0-Ports. Da es nur einen USB3.0-Controller vom Intel Z77-Chip gibt, ist die Zahl auf zwei Ports beschränkt, zwei weitere USB-3.0-Schnittstellen sind über den internen Header möglich, die dann ebenfalls mit dem Z77-Chipsatz kommunizieren.

USB-3.0-Performance:

Die USB-3.0-Leistung wird weiterhin mit einer OCZ Vertex 3 SATA 6G mit 240 GB gemessen, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem externen USB-3.0-Gehäuse von deLock befindet.

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OCZ Vertex3 SATA6 mit 240 GB am USB3.0 Intel-Controller
Intel zeigt das Maß aller Dinge und befeuert unsere SSD mit einem ordentlichen Datendurchsatz.

SATA-6G-Performance:

Dieselbe OCZ-SSD verwenden wir auch beim SATA-6G-Performancetest. Im Inneren der SSD gibt ein SandForce SF-2281-Controller die nötigen Kommandos. Der Hersteller selbst preist die SSD mit bis zu 550 MB/s lesend und bis zu 520 MB/s schreibend an. Wie wir aus den vorangegangenen Tests bereits feststellen durften, werden diese Transferraten auch tatsächlich erreicht.

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OCZ Vertex3 SATA6 mit 240 GB am Intel-Controller
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OCZ Vertex3 SATA6 mit 240 GB am ASMedia 1061-Controller

Hier liegt der Intel-Controller deutlich in Führung

Zum Vergleich haben wir auch noch eine Festplatte getestet - hier fällt der Unterschied nur gering aus, da der Controller nicht limitiert:

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Seagate 1 TB Festplatte am Intel-Controller

 

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Seagate 1 TB Festplatte am ASMedia-Controller

Es ist somit ersichtlich, dass der Intel-Chipsatz unsere Datenträger gemäß den Spezifikationen ausreizen kann. Um den höchst möglichen Datendurchsatz zu erzielen, sollte man seine Komponenten daher an die Intel-Schnittstellen anschließen. Diese befinden sich von der Anschlussseite gesehen mit den beiden weißen Ports rechts außen.


Dass gute Leistung gepaart mit günstigem Stromverbrauch und einer nahezu vollständigen Ausstattung nicht teuer sein muss, zeigt uns MSI mit ihrem Z77A-GD65 auf fast ganzer Linie. Die 160 Euro Kaufpreis sind gut angelegt. Es müssen lediglich Abstriche bei der Ausstattung gemacht werden, denn Funktionen wie zusätzliche USB3.0-Ports oder Thunderbolt fehlen. FireWire ist in Form eines VIA VT6315N-Chip auf dem Board vorhanden. Die BIOS-Probleme wurden während des Testzeitraumes größtenteils behoben, mit ein paar manuellen Eingriffen läuft das Board rund und zufriedenstellend.

Für den Gamer bietet das Board neben seiner Performance die Möglichkeit, SLI oder CrossFireX auf bis zu drei PCIe-x16-Anschlüssen zu realisieren. Zudem gibt es einen guten Onboard-Sound. Der Storage-Ausbau kann sich mit den insgesamt acht SATA-Ports sehen lassen - mehr sind nur in Ausnahmefällen notwendig und lassen sich notfalls noch durch Controllerkarten erweitern. Zwecks Auslesen von genaueren Spannungswerten verfügt das Board über Messstellen, zudem besitzt es auch Onboard-Power- und Resetschalter sowie eine Debug-LED. Auch verfügt das Board über einen mit 1,5A versorgten USB-Port, mit dem man externe Geräte wie iPods aufladen kann. Dies ist in der Preisklasse sehr löblich und nicht selbstverständlich.

Für Sound- oder oder kleinere Adapterkarten bietet das MSI-Board wie die meisten der Z77-Boards einen PCIe x1-Slot in der obersten Reihe. Dies hat den Vorteil, dass kein x16-Slot sinnlos blockiert wird, wenn große Grafikkarten zum Einsatz kommen. 

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Das MSI Z77-GD65

Als Steuerungszentrale verwendet MSI bei dem Z77A-GD65 ein gutes UEFI-BIOS, das sich entweder mit der Maus oder der Tastatur bedienen lässt. Das Mainboard eignet sich für den Hobby-Overclocker, der keine extremen Ansprüche stellt. Das voreingestellte "OC-Genie" kann genutzt, aber auch weiter optimiert werden. Der Stromverbrauch ist insgesamt sehr gut und MSI ist hier unter den vier getesteten Boards der klare Gewinner, was natürlich auch an der kompakten Ausstattung liegt.

Auch bei unserem 500-Euro-Buyer's Guide wurde in der Zusammenstellung auf ein Mainboard von MSI eingesetzt - generell zeigt sich, dass MSI oftmals im preissensiblen Bereich bereits sehr gute Angebote hat.

Positive Punkte des MSI Z77A-GD65:

Negative Punkte des MSI Z77A-GD65:

Wer Wert auf gute Ausstattung zu einem akzeptablem Preis legt, findet mit dem MSI Z77A-GD65 ein Board mit guten Overclocking-Features und einem geringen Stromverbrauch. Aus diesem Grund verleihen wir dem Modell unseren Preis-Leistungs-Award:

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