Test: ASUS Maximus V Extreme

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IMG 4 logoDie "Republic of Gamers"-Mainboards von ASUS werden von vielen Usern gern gekauft, da sie in der Vergangenheit mit einer hervorragenden Qualität aufwarten konnten und mit unglaublich vielen Overclocking-Funktionen ausgestattet sind. Da seit April diesen Jahres der Intel Z77-Chipsatz auf den Markt gekommen ist, fehlte im ASUS-Portfolio ein entsprechendes ROG-Mainboard, welches sich ausschließlich im High-End-Segment ansiedelt. Die fünfte Version der Maximus-Extreme-Serie, die auf den vollständigen Namen "Maximus V Extreme" hört, ändert dies.

Es besteht keinerlei Zweifel, dass das ASUS Maximus V Extreme auf den High-End-Markt ausgelegt ist. ASUS bietet bei den ROG-Mainboards eine Fülle von Features, Ausstattung und gibt reichlich Zubehör mit auf den Weg. Das Maximus V Extreme unterstützt natürlich CrossFireX und 4-Way-SLI, was für ein Mainboard dieser Klasse schon eher selbstverständlich ist. Anders als bei anderen aktuellen Sockel 1155-Mainboards bietet ASUS dem Käufer gleich sechs schnelle SATA-6G-Schnittstellen und bringt insgesamt acht USB-3.0-Anschlussmöglichkeiten mit. Mit dabei ist der brandneue Thunderbolt-Connector und sogar ein mSATA-Slot. Damit ist das ASUS Maximus V Extreme von den Eckdaten her auf dem neuesten Stand.

Selbst um die interne GPU mit ins Spiel zu bringen, hat ASUS an entsprechende Grafikausgänge gedacht, die am I/O-Panel zu finden sind. Es handelt sich um jeweils einen HDMI-, DisplayPort- und Thunderbolt-Anschluss (Mini-DisplayPort). ASUS bietet dem Kunden mit dem Maximus V Extreme nur das Neueste vom Neuen. Genau aus diesem Grund gibt es auf dem aktuellen ROG-Mainboard, wie beim Vorgänger dem Maximus IV Extreme-Z, keine PCI-Slots mehr. Der Preis für dieses Flaggschiff beginnt in unserem Preisvergleich ab 325 Euro und ist für die Maximus-Serie völlig normal. Die Käufer, die sich für dieses Kaliber interessieren, haben sich in der Regel auch bereits auf diesen Preis eingestellt.

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Das ASUS Maximus V Extreme in der Übersicht.

Die Farben haben sich zu den Vorgänger-Mainboards in keiner Weise verändert. Auch das Maximus V Extreme ist in knalligem rot/schwarz koloriert, was immer nett anzusehen ist. Das ASUS Maximus V Extreme ist von den Ausmaßen her kein normales ATX-Mainboard. Es handelt sich um das E-ATX-Format, sodass vor dem Kauf geprüft werden sollte, ob das eigene Gehäuse solche Mainboard-Größen aufnehmen kann.

Schauen wir uns die wichtigsten Eckdaten an:

Die Daten des ASUS Maximus V Extreme in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Maximus V Extreme
Straßenpreis ca. 325 Euro
Homepage http://www.asus.de/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z77 Express Chipsatz + PLX8747 und PLX8608
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX, SLI (4-Way)
Onboard-Features
PCI-Express 5x PCIe 3.0 x16, (x16/-/-/-, x8/x8/-/-, sonst x8/x8/x8/x8)
1x PCIe 2.0 x4
PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 3x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z77
4x SATA 6G über ASMedia ASM1061
1x Mini-SATA-3G
USB 8x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 4x über Header)
vier über Z77, vier über ASMedia ASM1042
8x USB 2.0 über Z77 (4x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI, 1x DisplayPort, 1x Thunderbolt (mini-DisplayPort)
WLAN / Bluetooth Wi-Fi 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0
Firewire -
LAN 1x Intel W982579V Gigabit LAN
Audio 8-Channel Realtek ALC898 Audio Codec

ASUS hat sich für folgendes Zubehör entschieden:

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Das umfangreiche Zubehör des Maximus V Extreme.

Das Zubehör ist sehr umfangreich, wie man der Liste und dem Bild entnehmen kann. Insgesamt werden acht SATA-Kabel mitgeliefert. Für fast alle möglichen Multi-GPU-Konfigurationen befinden sich jede Menge Verbindungsbrücken im Lieferumfang. Mit dabei ist auch der OC-Key, der zwischen der Grafikkarte und dem Monitor platziert wird und so ein On-Screen-Display auf den Monitor zaubert, wodurch man wichtige Informationen auslesen kann, wie die CPU-Spannung, deren Frequenz und die Temperatur. Ebenfalls vorhanden ist die mPCIe-Kombikarte mit einem WLAN- und einem Bluetooth-Modul. Insgesamt gesehen wird einem alles Wichtige direkt mitgeliefert.


Da das letzte Maximus Extreme-Mainboard mit Intels Z68-Chipsatz ausgestattet wurde, ist es rein logischer Natur, dass auf dem aktuellen Sprössling der Z77-Chipsatz seine Arbeit leistet. Wie auch alle anderen Z77-Mainboards der diversen Mainboard-Hersteller genießt auch das Maximus V Extreme alle Eigenschaften, die auch bereits der Z68-Chipsatz beherrscht. Mit einer Ausnahme: Das Maximus V Extreme ist das erste ROG-Mainboard mit nativer USB-3.0-Unterstützung. Mit hinzu zählen darf sich auch das SSD-Caching und die Intel Smart Response Technology.

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Ein 10+2 Phasendesign übernimmt die CPU- und RAM-Spannung.

Der Bereich um den CPU-Sockel ist reichlich bestückt. Die großen, passiven MOSFET-Kühlkörper ragen ganz schön in die Höhe und überdecken sogar die Phasen. Zu erkennen sind hier insgesamt zwölf Phasen. Damit kann ASUS zwar nicht das Phasen-Wettrennen teilnehmen, das Gigabyte und andere Hersteller mit 24 oder sogar über 30 Phasen abliefern, in der Regel zeigte sich in unseren Tests aber, dass mehr Phasen nicht unbedingt einen Sinn im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit oder Stromspareffekte haben, sondern eine qualitativ hochwertige Lösung mit weniger Phasen oftmals besser sein kann.

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Die vier roten PCIe-3.0-x16-Slots lassen sich über den kleinen roten Switch einzelnt deaktivieren.

Für Overclocker ist dieses Bild ein Traum schlechthin. Am rechten oberen Ende des Mainboards ist ein Power- und Reset-Button zu finden. Direkt darunter befinden sich die Messpunkte zum Ablesen der wichtigsten Spannungen: CPU, iGPU, DRAM, I/O, PLL, PCH, V1-Core, V1-PLL und V2-MEM. In der äußersten Ecke wurde eine Debug-LED untergebracht, um den aktuellen Status des Mainboards einzusehen und eventuelle Fehler leichter zu identifizieren. Mit den DIP-Schaltern lassen sich die PCIe-Slots einfach abschalten. Zudem sind ein Voltage-Umschalter und der MemOK-Button vorhanden.

Das ASUS Maximus V Extreme unterstützt, wie auch alle anderen Z77-Mainboards maximal 32 GB Arbeitsspeicher, die mit maximal acht GB-Modulen auf die vorhandenen vier DIMM-Slots positioniert werden können.

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CrossFireX und 4-Way-SLI stellen für das Maximus V Extreme kein Problem dar.

Zu einem schwarzen PCB passen rot gefärbte Erweiterungsslots bestens dazu. So sieht es auch ASUS. Wie zu erkennen, bietet unser Testsample fünf PCIe-3.0-x16-Slots. Die vier roten sind für CrossFireX und 4-Way-SLI bestens positioniert. So kann man problemlos bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten verbauen. Nur ist dann auch alles bereits ausgefüllt, bzw. die restlichen beiden Slots sind nicht mehr zu gebrauchen.

Der PLX8747 von PLX-Tech sorgt für die Aufteilung der PCIe-Lanes der CPU auf die vier Slots. Er splittet die 16 PCIe 3.0-Lanes auf in maximal vier Ports mit je acht Lanes. Der PLX8747 kann also insgesamt 48 Lanes verwalten (16 zur CPU, jeweils 4x 8 Lanes zu den Slots). Wenn eine Sandy-Bridge-CPU eingesetzt ist, läuft er abwärtskompatibel im PCIe-2.0-Betrieb, mit Ivy Bridge läuft er im PCIe-3.0-Betrieb.

Zwischen den beiden linken roten PCIe-Slots befindet sich der PEX 8608 von PLX-Tech. Es handelt sich dabei um einen PCIe-Gen2-Switch, der acht Ports verwalten kann. Dieser zusätzliche PCIe-Switch dient dazu, die Lanes des Z77 aufzusplitten, da ASUS eine Vielzahl von Onboard-Komponenten anbinden muss. Da das Maximus V Extreme nun sogar zwei PLX-Brücken enthält, ist auch schon klar, dass es beim Stromverbrauch nicht zu den allergünstigsten Platinen gehören wird.

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Mit dabei ist Subzero Sense für Extreme-Overclocking mit LN2.

ASUS macht es beim Maximus V Extreme etwas anders als die Konkurrenz und verbaut gleich sechs SATA-6G-Schnittstellen. Gewohnt ist man eher maximal vier SATA-6G-Buchsen und weitere vier SATA-3G-Anschlüsse. Nein, beim Maximus V Extreme sind die beiden SATA-3G-Ports in der Minderheit. Zwei SATA-6G-Konnektoren werden über den Z77-Chipsatz gespeist, die anderen vier werden von zwei ASM1061-SATA-Controllern kontrolliert. Links in der Ecke ist ein kleiner roter Button zu sehen. Das ist ein BIOS-Switch, mit dem man zwischen den beiden dedizierten BIOS-ROMs umschalten kann.


Kommen wir zum I/O-Panel:

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Das Angebot am I/O-Panel gestaltet sich beim ASUS Maximus V Extreme als überaus großzügig. Neben insgesamt drei USB-2.0-, dem umschaltbaren ROG-Connect-USB-Slot und vier USB-3.0-Ports stehen zwei optische S/PDIF-Ausgänge zur Stelle. Wie es sich bei einem solchen Kaliber von Mainboard gehört, ist natürlich auch der brandaktuelle Thunderbolt-Anschluss mit von der Partie. ROG-typisch ist ebenfalls der ROG-Connect-Button am I/O-Panel zu finden.

Auf eSATA muss man hier an der Slotblende leider verzichten - aber letztendlich ergänzt ASUS diesen Fakt über die beiliegende Slotblende. Eine Schnittstelle, eine geteilte PS/2-Schnittstelle, ist noch vorhanden. 

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Gleich zwei ASM1042-USB-3.0-Controller wurden auf dem Maximus V Extreme untergebracht.

Da das Maximus V Extreme inkl. der beiden USB-3.0-Header bis zu acht USB-3.0-Schnittstellen ermöglicht, wird noch reichlich Unterstützung benötigt, denn der Z77-Chipsatz kann maximal vier dieser Ports handeln. Jeder ASM1042-USB-3.0-Controller kann bis zu zwei Buchsen ansteuern, sodass also zwei dieser Chips zusätzlich erforderlich sind. Der ASM1042 ist auch abwärtskompatibel, wenn USB2.0-Geräte eingesteckt werden.

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Lüftergeschwindigkeiten und Temperaturen werden vom Nuvoton NCT66790 überwacht.

Auf keinem Mainboard darf heutzutage ein solcher Chip fehlen, mit dem man die Lüfterdrehzahlen und Temperaturen im Blick hat. ASUS hat sich bei unserem Testobjekt für den Nuvoton NCT66790 entschieden, der auch schon auf anderen, aktuellen ASUS-Mainboards verbaut wurde.

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Die Soundausgabe erfolgt über den Realtek ALC898.

Der weit verbreitete ALC898 von Realtek findet auch auf dem Maximus V Extreme ein Zuhause. Über ihn lassen sich 7.1-Soundsysteme problemlos anschließen und er ist auch in der Lage, das gesamte Audiosignal über den optischen S/PDIF-Ausgang auszugeben, um mit einem externen Verstärker noch mehr Soundqualität rauszuholen, als der ALC898 ohnehin schon bietet. Der ALC898 bietet maximal 110 dB Signal-to-Noise Ratio (SNR) und bis zu 104 dB SNR Recording (ADC).

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Ein weiterer Blick auf die "OC-Station".

Hier kann man die Einzelheiten nochmals genauer begutachten. ASUS hat an alles Wichtige gedacht, um eines ROG-Mainboards würdig zu sein.

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An dieser Stelle das ASUS Maximus V Extreme erneut in der Übersicht.

An dem Maximus V Extreme können acht Lüfter angeschlossen werden. Alle FAN-Konnektoren bringen dabei PWM-Unterstützung mit, sodass man mit der Lüftersteuerung im BIOS ein laufruhiges und dennoch kühltechnisch starkes System aufbauen kann. ASUS hat uns wieder einmal nähergebracht, was man alles auf einer Hauptplatine unterbringen kann. Auf dem ersten Blick scheint im Sockelbereich wenig Platz zu sein. Das täuscht allerdings, wie wir beim Aufbau unseres Testsystems festgestellt haben. Geht es an die Verschraubung von wuchtigen CPU-Kühlern, ist dennoch genügend Platz vorhanden. Die Positionierung der PCIe-Slots wurde optimal bewerkstelligt und stellt für maximal vier Dual-Slot-Grafikkarten kein Problem dar. Das Gesamt-Layout hat uns beim Maximus V Extreme sehr gut gefallen.

Für wen es von Interesse ist, der LAN-Port arbeitet mit dem Intel W982579V-Netzwerkcontroller zusammen, der selbstredend 1 GBit/s Daten schaufeln kann und dabei auch abwärtskompatibel ist. Die mitgelieferte mini-PCIe-Combo-Card bringt WLAN und Bluetooth mit und ist bereit, eine mSATA-SSD mit ins System zu integrieren. Sehr komfortabel!

An PCIe-Lanes muss das Board diverse Slots und Onboard-Chips versorgen, weshalb ASUS auf den PLX8608 setzt.

Insgesamt benötigt das Board also neun PCIe-Lanes zzgl. der Lanes des Thunderbolt-Controllers. Dieser ist lt. Handbuch mit vier Lanes angebunden, sodass der PLX8608 unserer Meinung nach die Lanes zwischen dem x4-Port und dem Thunderbolt-Controller aufteilt. Ist eine x4-Karte eingebaut, wird der Thunderbolt-Controller abgeschaltet.


Schauen wir uns nun das BIOS an. Wie man es von den ROG-Mainboards gewohnt ist, wird die BIOS-Oberfläche in sattem Rot zusammen mit Grau und Schwarz präsentiert. Die Bedienung fällt mit Tastatur und Maus wie gewohnt angenehm aus. Bereits vorinstalliert war BIOS-Version 0257 als First Release und wir haben die aktuellere Version 0704 aufgespielt, welche die Kompatibilität zu Windows 8 und generell die Systemstabilität erhöht. Beim ASUS Maximus V Extreme gibt es drei Wege, das BIOS zu aktualisieren. Entweder per Instant-Flash-Funktion, unter Windows mit dem ASUS Update-Utility oder aber auf alt-traditionelle Art über DOS. Wir haben uns für die Instant-Flash-Funktion aus dem BIOS heraus entschieden, was spielend einfach von der Hand zu bewerkstelligen ist. Eine weitere wäre über ein externes System mit der ROG-Funktion - das haben wir aber nicht ausprobiert.

Gleich zu Anfang, nachdem man ins BIOS gelangt, fallen einem zuerst die ersten Overclocking-Funktionen auf, wo der Käufer sich gleich ans Übertakten heranwagen kann, falls erwünscht. Man muss an dieser Stelle nicht extra erwähnen, dass das Maximus V Extreme eine Menge Overclocking-Funktionen bietet. Auf der nächsten Seite gehen wir dann näher drauf ein. Der zweite Reiter ist "Main", auf dem man die BIOS- und CPU-Informationen sofort zu Gesicht bekommt. Die Sprache lässt sich auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Russisch und drei weitere, fernöstliche Sprachen abändern.

Unter dem Punkt "Advanced" kann man die tiefgründigen Einstellungen abändern. Seien es die Onboard-Komponenten oder diverse Einstellungen, die in großer Anzahl vertreten sind. Unter dem Reiter "Monitor" lassen sich die Spannungen, die Temperaturen und die Lüftergeschwindigkeiten einsehen. Letztere lassen sich über einen Extrapunkt sogar individuell konfigurieren. Selbstverständlich kann man die Einstellungen auch in Profilen ablegen, sodass man mehrere Einstellungsvarianten auf schnellem Abruf nutzen kann.

Es haben sich während des Tests keine Probleme ergeben. Die gewählten Einstellungen wurden effizient umgesetzt. Wie haben allerdings auch nichts anderes erwartet. In der folgenden Bildergalerie sind alle Funktionen zu erkennen, die das Maximus V Extreme zu bieten hat:

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Wenn man die ROG-Mainboards sieht, denkt man neben der großen Ausstattung und dem vielen Zubehör vor allem aber ans Overclocking. Selbstverständlich haben wir uns auch die vielen Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus V Extreme angeschaut und den Core i7-3770K übertaktet. Das Maximus V Extreme bietet eine Fülle an Overclocking-Funktionen, dei denen keine Wünsche übrig bleiben. Wie immer gilt - um eine erfolgreiche und stabile Übertaktung zu erzielen, benötigt man neben einer willigen CPU eine adäquate Qualität der Signallaufzeiten und eine angemessene Stromversorgung. Beides lässt sich beim Maximus V Extreme bestätigen.

ASUS zeigt Großzügigkeit beim Maximus V Extreme, wenn es um die Base-Clock-Frequenz geht. Sie lässt sich von 80 bis sage und schreibe 300 MHz in 0,1 MHz-Schritten einstellen. Da bekannt ist, dass die Sandy- und Ivy-Bridge-Prozessoren überwiegend über den frei wählbaren Multiplikator übertaktet werden, sofern man ein K-Modell sein Eigen nennen darf, ist es uns ein Rätsel, warum ASUS den Referenztakt bis 300 MHz einstellen lässt. Letzterer lässt sich meistens nur um ein paar Stellen nach oben einstellen, bis man von einer Instabilität sprechen kann. Die VCore lässt sich allein im Fixed-Modus von 0,8V bis 1,920V in 0,005V-Schritten konfigurieren, was ebenfalls eine große Reichweite ist. In Sachen Load Line Calibration kann sich der Käufer zwischen folgenden Modi entscheiden: Auto, Regular, Medium, High, Ultra High und Extreme. In manchen Fällen ist es von Vorteil, die Load Line Calibration zu aktivieren, auch wenn Intel den VDroop absichtlich eingeführt hat, um den Prozessor vor möglichen Spannungsspitzen zu schützen.

Die Overclocking-Funktionen des ASUS Maximus V Extreme in der Übersicht
Base Clock Rate 80 bis 300 MHz in 0,01 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 V bis 1,920 V in 0,005-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,90000 V bis 1,55000 V in 0,00625-V-Schritten
CPU PLL-Spannung 1,25000 V bis 2,50000 V in 0,00625-V-Schritten
PCH-Core-Spannung 0,80000 V bis 1,60000 V in 0,00625-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen

2nd VCCIO, VCCSA, Skew Driving, VTT DDR, IMC-DRAM Offset (Sign),
DRAM DATA REF, DRAM CTRL REF

Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 35 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und sechs optionale Fans
Digi+ Power Control, LLC (Auto, Regular, Medium, High, Ultra High, Extreme)
Xtreme Tweaking, SPI Booster

ASUS gibt selbstverständlich auch ein Overclocking-Tool mit auf den Weg, mit dem man viele Einstellungen unter der Windows-Oberfläche treffen kann. Das Tool nennt sich "ASUS AI Suite II". Darunter sind viele kleine Tools aufrufbar wie "Digi+ Power Control", mit dem man die Phasen und die Load Line Calibration feintunen kann. "TurboV EVO", womit man auch eine schnelle, aber auch unpräzise Übertaktung erzielen, die Spannungen abändern und die Turbostufen konfigurieren kann. Auch die Lüfter lassen sich unter dem Punkt "FAN Xpert 2" über Windows auf die eigenen Bedürfnisse fixieren. Wir haben in der folgendenen Bildergalerie alle Overclocking-Funktionen aus dem BIOS samt der ASUS AI Suite zusammengefasst.

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Da wir bereits aus vergangenen Mainboard-Tests wissen, macht unser Core i7-3770K ein Booten mit dem Multiplikator 47 mit, auch wenn es nicht stabil war. Dasselbe auch beim ASUS Maximus V Extreme. Windows 7 konnte mit dem Multiplikator 47 booten. Nachdem wir allerdings Prime95 angeschmissen haben, war Zapfenstreich! Haben wir den Multiplikator 46 fixiert, arbeitete das System fleißig weiter. Mit genügend Zeit und Geduld hätte man die 4,7 GHz sicherlich stabil bekommen können. Dennoch ist das Grundergebnis von 4,7 GHz bootstable kein all zu schlechtes Ergebnis.

cpu_z2.PNG

Es lässt sich gut erkennen, dass die Parameter zur vollsten Zufriedenheit ihre Arbeit verrichten. Bei manchen Mainboards kann man eine ungenaue Base-Clock-Frequenz erkennen, als im BIOS eingestellt wurde. Laut CPU-Z taktet der Referenztakt beim Maximus V Extreme genau mit 100 MHz. Insgesamt lassen sich sehr viele, tiefgründige Einstellungen finden, um zu einem erfolgreichen und stabilen Overclocking-Betrieb zu gelangen. Auch wenn der Preis für das Maximus V Extreme nicht gerade gering ist, bekommt man dafür das volle Programm an Overclocking-Features mit auf den Weg!


An unserem Testsystem hat sich nichts verändert.

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1t - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS Maximus V Extreme ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

SiSoft Sandra Memory Benchmark

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Das ASUS Maximus V Extreme macht in fast jedem Performancetest die beste Figur. Es liegt aber dennoch sehr dicht bei den anderen Mainboards, was nicht anders zu erwarten war. Geringfügige Unterschiede gehören zur Normalität.


Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASUS Maximus V Extreme bietet viele Zusatzchips, darunter gleich zwei PLX-Bridge-Chips, die beiden ASMedia-SATA-Controller, die beiden ASMedia-USB-3.0-Controller und die sonstigen üblichen Verdächtigen, den Sound- und Netzwerk-Controller. Bei den ASUS-ROG-Mainboards steht die Effizienz nicht an oberster Stelle, sondern die Ausstattung und die zahlreichen Funktionen. Daher kann man in dieser Disziplin keine Rekorde erwarten.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

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Leistung in Watt

Eben gerade haben wir es bereits angedeutet mit den Rekorden. Das Maximus V Extreme genehmigt sich allein Idle nicht gerade wenig, wenn man auf die Konkurrenz schaut. Mit 57,6 Watt verbraucht es im Leerlauf mehr als das ECS Z77H2-AX mit 55,8 Watt.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

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Leistung in Watt

Beim Cinebench hält sich der Verbrauch in Grenzen. Hier verbraucht das Maximus V Extreme nur etwas mehr als das EVGA Z77 FTW und das Intel DZ77GA-70K. Das spricht für eine sehr gute Stromversorgung.

Leistungsaufnahme Prime95

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Leistung in Watt

Ähnlich sieht die Verteilung mit Prime95 aus. Das ROG-Mainboard ist nahezu gleichauf mit dem Intel-Referenz-Mainboard unterwegs.

Spannungen Prime95

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Spannungen in Volt

In Sachen CPU-Spannung reichen dem ASUS Maximus V Extreme 1,112V aus, um anständig zu arbeiten. Zusammen mit dem EVGA Z77 FTW bildet es die Speerspitze.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

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Leistung in Watt

Selbst mit deaktivierten Onboard-Komponenten verbraucht das Maximus V Extreme mit 57,1 Watt im Idle immer noch zuviel.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

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Leistung in Watt

Unter dem Cinebench konnte genau ein Watt eingespart werden, wenn die Onboard-Komponenten deaktiviert wurden. Ist nicht viel, aber immerhin.

Leistungsaufnahme Prime95

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Leistung in Watt

Bei Verwendung von Prime95 ist eine Ersparnis von 1,3 Watt erkennbar. Auch wenn das ECS Z77H2-AX einen höheren Verbrauch aufweisen kann, ist der Verbrauch des Maximus V Extreme dennoch zu hoch.

Spannungen Prime95

Bildname
Spannungen in Volt

Bisher konnte man in unseren Tests immer wieder erkennen, dass sich an den Spannungen nichts verändert hat. Das gilt auch für das Maximus V Extreme.

Das ASUS Maximus V Extreme ist in vielen Sichtweisen extrem. Extrem ist allerdings auch der Idle-Verbrauch, was besonders anzukreiden ist. Unter den bisher getesteten Z77-Mainboards verbraucht das neue ROG-Flaggschiff im Leerlauf am meisten, da die beiden PLX-Brücken ständig aktiv sind. In den übrigen Messungen hält es sich wenigstens in Grenzen, obwohl auch dort die Effizienz alles andere als brillant ist. Wer sich also für das Maximus V Extreme entscheidet, muss sich mit diesem negativen Punkt anfreunden.


Das ASUS Maximus V Extreme stellt insgesamt acht USB-3.0-Anschlüsse zur freien Verfügung. Vier sind direkt am I/O-Panel zu finden, die weiteren vier lassen sich über zwei interne Header realisieren. Der Z77-Chipsatz verwaltet vier davon, die anderen vier werden von zwei ASMedia ASM1042-Zusatzchips gesteuert.

USB-3.0-Performance:

Damit die USB-3.0-Ports ordentlich an ihre Leistungsgrenzen getrieben werden, setzen wir eine Silicon Power Velox V30 SSD mit 240-GB-Speicherkapazität ein, die sich in einem externen USB-3.0-Gehäuse befindet.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance beim ASUS Maximus V Extreme (nativ über den Z77-PCH).
ATTO USB3 small
Ähnlich gut sieht die Leistung über den ASM1042 aus.

Wie man schon öfter sehen konnte, macht der ASM1042 bei der USB-3.0-Performance eine etwas bessere Figur als der Z77-PCH selbst. Die Unterschiede sind aber marginal. Der Hauptunterschied macht sich bei etwa 8 MB/s Lesen nachweislich bemerkbar. Generell ist die USB-3.0-Performance zufriedenstellend.

SATA-6G-Performance:

Während des SATA-6G-Tests kann die SSD zeigen, was sie kann. Das hat sie in den vergangenen Tests auch immer wieder gut bewiesen. Unter der Haube der Silicon Power Velox V30 arbeitet ein SandForce SF-2281-Controller. Schauen wir uns an, was das Maximus V Extreme daraus macht:

ATTO USB3 small
Völlig ok zeigt sich die SATA-6G-Leistung über den Z77-PCH.
ATTO USB3 small
Der ASM1061 gibt alles, was er kann.

Der Z77-Chipsatz zeigt auch beim Maximus V Extreme alles, was er kann, und das wie gewohnt sehr überzeugend. Die Herstellerangaben werden gar überboten. Mehr kann man nicht erwarten! Der ASM1061 hat es dagegen schwerer und arbeitet ersichtlich am Limit, da dieser auch nur mit einer PCIe-Lane angebunden ist. Aber immerhin sind in beiden Richtungen um 400 MB/s möglich.

Die Ergebnisse der USB-3.0- und SATA-6G-Anschlüsse sind absolut im grünen Bereich. Wenn eine SATA-6G-SSD eingesetzt wird, ist es empfehlenswert, diese über den Z77-Chipsatz arbeiten zu lassen. Alles andere, ob HDD oder Laufwerke können dagegen bedenkenlos über den ASM1061 genutzt werden.


Extrem, extremer, am extremsten - so könnte ASUS seinen Slogan bei den Republic of Gamers-Mainboards auch definieren. Von der Ausstattung, den umfangreichen (Overclocking-)Funktionen, bis hin zum erhöhten Stromverbrauch ist alles dabei, was man als extrem bezeichnen kann. Wenn man den Stromverbrauch aber vorerst gedanklich ausblendet, hat man ein qualitativ (extrem) hochwertiges Mainboard vor sich, das die Messlatte an der Menge des Zubehörs, der generellen Auststattung und den Funktionen hoch ansetzt. Das ASUS Maximus V Extreme hat alle aktuellen Anschlüsse an Bord, die man sich nur erdenken kann. Zum einen sind fünf PCI-Express-3.0-x16-Slots auf dem Board aufzufinden, die neben einer einzelnen Grafikkarte auch Multi-GPU-Konfigurationen, wie normales SLI/CrossFire auch 3-Way und 4-Way SLI/CrossFireX unterstützt.

Damit auch maximal vier Grafikkarten anständig an das System angebunden werden können, hat ASUS den PEX8747 von PLX-Tech verbaut, der in der Lage ist, die 16 Lanes der CPU aufzunehmen und vier Grafikkarten mit jeweils acht Lanes zu versorgen. Mit einem weiteren PCIe-2.0-x4-Slot könnte man das Board noch mit einer schnellen PCIe-SSD ausstatten. Die großen PCIe-x16-Slots lassen sich mittels mechanischem Switch deaktivieren oder erneut reaktivieren. An USB-3.0-Anschlüssen mangelt es beim ASUS Maximus V Extreme in keiner Weise, direkt am I/O-Panel sind vier solcher Ports zur Nutzung bereit, vier weitere können über zwei interne Header ermöglicht werden.

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Für die Anbindung von SSDs, HDDs und Laufwerken zeigt sich beim Maximus V Extreme mal ein anderes Bild. Ausnahmsweise sind die SATA-6G-Anschlüsse in der Übermacht, gleich sechs Stück bietet ASUS. Hinzu kommen noch zwei SATA-3G-Schnittstellen. eSATA lässt sich beim Maximus V Extreme über die mitgelieferte Slotblende realisieren. Mit dabei ist ebenfalls ein mini-SATA-Slot in 3G-Geschwindigkeit. Auch Intels neue Thunderbolt-Technologie ist mit von der Partie. Mit ihr sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis 10 GBit/s möglich. Die passenden Peripherie-Gerätschaften sind allerdings noch nicht vielseitig vertreten.

Das Thema Overclocking spielt bei den Republic of Gamers-Mainboards bekanntlich eine wichtige Rolle. Das ASUS Maximus V Extreme stellt eine Vielzahl an Overclocking-Funktionen zur Verfügung, mit denen man frei experimentieren kann, bis das gewünschte Overclocking-Ergebnis erreicht wurde. Hat man einen Multimeter zur Hand, kann man an den vorhandenen Messpunkten die wichtigsten Spannungen direkt ablesen. Geht beim Overclocking etwas schief oder lässt sich das Mainboard nicht mehr starten, da das BIOS womöglich defekt ist, kann man glücklicherweise auf ein zweites, dediziertes BIOS-ROM setzen, das man durch einen kleinen Switch umschalten kann. Auch die mitgelieferte Software zum Übertakten kann gefallen.

Die interne GPU, die sich in der CPU selbst befindet, lässt sich mit jeweils einen HDMI und DisplayPort, zusammen mit oder ohne Lucids Virtu nutzen. Am ASUS Maximus V Extreme lassen sich inkl. dem CPU-Lüfter bis zu acht Lüfter anschließen. Auch der Lieferumfang ist hervorragend - besonders gefällt uns der "OC-Key" und die beiliegenden Slotblenden sowie die mini-PCIe-Combocard, die Bluetooth 4.0 und WLAN mitbringt.

Einziger Kritikpunkt ist der etwas höhere Idle-Stromverbrauch, den ASUS auch unter Last durch die guten Spannungswandler nicht wegzaubern kann. Im Idle-Betrieb verbraucht das Board durch die beiden PLX-Brücken ständig etwas mehr als die Konkurrenz, aber bei der Ausstattung muss man letztendlich einen Abstrich in Kauf nehmen.

Ist man von dem ASUS Maximus V Extreme überzeugt und möchte es erwerben, müssen mindestens 325 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für diesen Preis erhält man aber auch einiges, was man bei dem hohen Preis nicht außer Acht lassen sollte. High-End geht eben ins Geld und wird niemals günstig zu haben sein.

Positive Eigenschaften des ASUS Maximus V Extreme:

Negative Eigenschaften des ASUS Maximus V Extreme:

ASUS hat mit dem Maximus V Extreme erneut ein Prachtstück kreiert, das in den meisten Disziplinen aus der Masse heraus stechen kann und man in der Tat extrem nennen darf. Die sehr gute Ausstattung, das viele Zubehör, die sehr umfangreichen Overclocking-Funktionen und die extrem gute Leistungsfähigkeit machen das ASUS Maximus V Extreme zu einem exklusiven Schmuckstück. Das ist uns trotz der hohen Leistungsaufnahme einen Excellent-Hardware-Award wert. Herzlichen Glückwunsch!

ASUS Maximus V Extreme

Zu einem schwarzen PCB passen rot gefärbte Erweiterungsslots bestens dazu. So sieht es auch ASUS. Wie zu erkennen, bietet unser Testsample fünf PCIe-3.0-x16-Slots. Die vier roten sind für CrossFireX und 4-Way-SLI bestens positioniert. So kann man problemlos bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten verbauen. Nur ist dann auch alles bereits ausgefüllt, bzw. die restlichen beiden Slots sind nicht mehr zu gebrauchen.