Test: MSI Z77A-GD80

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msi z77a teaser kleinGreen-IT ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Punkt, in der eine Menge Hersteller mit verschiedensten Produkten mitwirken. Zusätzlich wird Strom immer teurer, was einmal die Stromrechnung in die Höhe treiben lässt und eben bei hohem Stromverbrauch die Umwelt unnötig belastet. Aus den bekannten Mainboard-Herstellern sind ein paar besonders hervorzuheben, wenn es sich um Green-IT handelt. Intel und neuerdings auch Gigabyte bringen neben MSI regelmäßig neue Produkte auf den Markt, die mit dem Strom sehr effizient umgehen können - das haben unsere Tests diverser Boards ergeben.  Heute schauen wir uns das MSI Z77A-GD80 genauer an und werfen natürlich auch einen Blick auf die Leistungsaufnahme. Kann MSIs hervorragend ausgestattete Platine hier auch überzeugen?

Das Z77A-GD80 ist MSIs aktuelles Flaggschiff für den Sockel 1155 mit Intels Z77-Chipsatz und richtet sich vorwiegend an High-End-User. Das spiegelt sich an der vorhandenen Ausstattung wider. Für eine Multi-GPU-Konfiguration stehen gleich drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots bereit. Unterstützt wird weiterhin natürlich AMDs CrossFireX- und NVIDIAs SLI-Funktion. Hinzu gesellen sich insgesamt acht SATA-Anschlüsse. Vier davon können bereits mit der SATA-6G-Spezifikation umgehen. Zu den weiteren, üblichen Ausstattungsmerkmalen zählt ein brandneuer Anschluss: Es handelt sich um Thunderbolt. MSI selbst preist das Z77A-GD80 als das weltweit erste Mainboard mit einem solchen Anschluss. Auf die Details, was der Anschluss zu bieten hat und was man alles anschließen kann, gehen wir später noch genauer ein.

Auf dem Z77A-GD80 sind insgesamt vier USB-3.0-Ports und maximal zehn USB-2.0-Ports nutzbar, wenn man die internen Header hinzuzählt. Allein auf dem I/O-Panel sind zwei USB-3.0- und vier USB-2.0-Ports auffindbar. MSI hat auch an die Käufer gedacht, die die iGPU mit ins Spiel bringen möchten. Hierfür stehen je einmal HDMI-, VGA- und der Thunderbolt-Anschluss zur Wahl. Generell wird beim Z77A-GD80 auf die älteren PCI-Slots komplett verzichtet. MSI möchte für das Mainboard im Schnitt 240 Euro haben, was für ein High-End-Mainboard mit Thunderbolt durchaus vertretbar ist.

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Das MSI Z77A-GD80 in der Übersicht.

Immer wieder gern gesehen sind schwarze PCBs. Das MSI Z77A-GD80 bietet, genau wie das Gigabyte GA-Z77X-UD3H (zum Test), eine schwarz/blaue Farbkombi, was zusammen einfach klasse aussieht. Selbst mit der Größe des Mainboards werden so gut wie alle Käufer keine Schwierigkeiten bekommen. Es handelt sich nämlich um das normale ATX-Format.

Die genauen Spezifikationen des Mainboards sind wie immer in folgender Tabelle zu erkennen:

Die Daten des MSI Z77A-GD80 in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
MSI
Z77A-GD80
Straßenpreis ca. 240 Euro
Homepage http://de.msi.com/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z77 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 4x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 32 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire CrossFireX, SLI (3-Way)
Onboard-Features
PCI-Express

3x PCIe 3.0 x16 (x16/-/-, x8/x8/-, x16/x4/x4)
4x PCIe 2.0 x1

PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 4x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z77
2x SATA 6G über ASMedia ASM1061
USB 4x USB 3.0 über Z77 (2x am I/O-Panel, 2x über Header)
10x USB 2.0 über Z77 (4x am I/O-Panel, 6x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI, 1x VGA, 1x Thunderbolt
WLAN / Bluetooth -
Firewire -
LAN 1x Intel 82579V Gigabit LAN
Audio 8-Channel Realtek ALC898 Audio Codec

Die Gesamtausstattung ist, entsprechend für ein High-End-Mainboard, ziemlich gut getroffen. Allerdings hätte ein mSATA-Slot das Ganze perfekt abgerundet, denn somit wären alle aktuellen Anschlussmöglichkeiten an Bord gewesen. In diesem Fall muss man eben an der Stelle zurückstecken und auf eine gewöhnliche 2,5-Zoll-SSD zurückgreifen, was an sich auch kein Problem ist.

Die Verpackung ist in tiefem Schwarz gehalten. Auf der Verpackung wird die "Military Class III"-Medaille hervorgehoben, was dem Mainboard eine besonders hohe Qualität und Stabilität bieten soll. Weiter links wird, allerdings etwas kleiner, der neue Thunderbolt-Anschluss präsentiert. Die wichtigsten Features wurden oben in kleinen Symbolen erkenntlich gemacht.

Schauen wir mal, was das "Military Class Mainboard" alles im Zubehör dabei hat:

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Der Lieferumfang des MSI Z77A-GD80.

MSI hat an alles Wichtige gedacht und lässt den Käufer nicht im Stich. Um die wichtigsten Spannungen auszulesen, hat MSI vier passende Kabel mitgeliefert, die an den Multimeter angeschlossen werden können. Für eine höhere Übersicht des Frontpanels für den Power-Button, Reset-Button, Power-LED und der HDD-LED sind so genannte M-Connectoren mit im Lieferumfang, die einfach am entsprechenden Header angeschlossen werden. Für den verlangten Preis von ca. 240 Euro ist ein derartiges Zubehör aber auch schon als Pflicht anzusehen.

Weiter geht es mit dem Mainboard im Detail.


Es ist sehr schwer zu übersehen, welcher Chipsatz auf dem neuen Sockel 1155-Flaggschiff von MSI zur Tat schreitet. Natürlich der aktuelle Z77-Chipsatz von Intel. Dieser bietet gegenüber seines Vorgängers, dem Z68-Chipsatz, keine allzu großen Neuerungen. Die größte Neuerung ist die native Integration der USB-3.0-Spezifikation. Insgesamt sind vom Z77-Chipsatz aus bis zu vier solcher Ports realisierbar. Möchte der Mainboard-Hersteller dem Kunden weitere USB-3.0-Anschlüsse ermöglichen, ist er auf Zusatzchips angewiesen, die dann ebenfalls auf dem Mainboard untergebracht werden müssen - auf unserem Testsample sind jedoch keine weiteren USB3.0-Zusatzchips verbaut worden. Es sind lediglich die vier möglichen Anschlüsse nutzbar, die über den Z77-PCH angesprochen werden.

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Die CPU-Spannung wird von einem 12+2 Phasendesign übernommen.

Neben den passiv gekühlten MOSFETs sehen wir die 14 Phasen, die für die nötige CPU-Spannungsversorgung zuständig sind. Zwei Phasen sind dabei für den ehemaligen UnCore-Bereich reserviert, wie eben für den Memory-Controller und den PCIe-Controller. Um auch größere CPU-Kühler anständig verbauen zu können, ist genügend Platz vorhanden. Die großen MOSFET-Passivkühlkörper werden nur in Einzelfällen im Weg sein. Was uns allerdings nicht so gut gefallen hat, ist die ungünstige Position des CPU-FAN-Headers. Aufgrund des Ausmaßes der MOSFET-Kühler ist nicht genügend Platz vorhanden, um ihn dort unterzubringen, wo man ihn sonst findet.

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Auch beim MSI Z77A-GD80 kann man die wichtigsten Spannungen mittels Multimeter auslesen.

Dieser Bereich des Mainboards ist üppig bestückt. Neben den üblichen vier DIMM-Slots sehen wir rechts unten einen Power-, Reset- sowie den "OC Genie"-Button. Links gegenüber sind die "V-Check Points". MSI liefert dazu vier Kabel, die mit dem Multimeter und dem Mainboard verbunden werden können, womit ein genaueres Ablesen der aktuell anliegenden Spannungen möglich ist. Es handelt sich hierbei um die VCore-, um die UnCore- (CPUVTT), die iGPU-, DRAM- und die PCH-Spannung. Unten links ist dann zusätzlich noch der USB-3.0-Header zu sehen, der mit dem PCH in Kontakt tritt. Mit dem mitgelieferten Backpanel kann man diesen Header also bereits effektiv einsetzen.

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MSI ist konsequent: Es gibt keine PCI-Slots auf dem Z77A-GD80.

MSI macht mit dem Z77A-GD80 einen Schritt nach vorn, denn PCI-Slots wird man nicht finden. Dafür stehen gleich drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots und vier PCIe-2.0-x1-Slots zur Nutzung bereit. Alle blauen Slots erhalten ihre Instruktionen direkt von der CPU. Letzterer ist nur mit einer Ivy-Bridge-CPU einsetzbar und hierzu nur mit maximal vier Lanes ansteuerbar. Der oberste Slot als Einziger mit 16 Lanes, der zweite mit vier oder acht Lanes. Die übrig gebliebenen vier PCIe-2.0-x1-Slots arbeiten mit dem PCH zusammen.

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Mit acht SATA-Buchsen ist das Mainboard gut ausgestattet.

Die weißen SATA-Anschlüsse entsprechen dem SATA-6G-Standard. Wie man dem hilfreichen Hinweissticker bereits entnehmen kann, sind die beiden rechten Anschlüsse besser für SSDs geeignet, die diesen Standard von der technischen Seite auch in Anspruch nehmen können. Diese beiden rechten Anschlüsse sind nämlich mit dem Z77-PCH verknüpft, wohingegen die beiden linken SATA-6G-Ports über den ASM1061 von ASMedia arbeiten. Der Zusatzchip wird über eine PCIe-2.0-Lane an den PCH verbunden. Übrig bleiben dann noch die üblichen vier SATA-3G-Buchsen, hier in schwarz. Zusammen bieten die acht SATA-Schnittstellen eine zufriedenstellende Grundlage.


Schauen wir uns an, was MSI am I/O-Panel alles untergebracht hat:

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Beim Z77A-GD80 sind genügend Anschlussmöglichkeiten vorhanden, samt dem neuen Thunderbolt-Connector, der vielseitig einsetzbar ist. Sechs USB-Ports können direkt am I/O-Panel genutzt werden, zwei davon sind USB-3.0-Ports. Um die interne Grafikeinheit einzusetzen, hat MSI jeweils einen HDMI-, VGA-Ausgang und einen als mini-DisplayPort einsetzbaren Thunderbolt-Anschluss verbaut. Zur selben Zeit können allerdings nur zwei Ausgänge verwendet werden. Um das BIOS bequem zurücksetzen zu können, befindet sich obendrein auch ein kleiner CMOS-Clear-Button am I/O-Panel.

Der Thunderbolt-Anschluss, der über den Intel Z208T008F kommuniziert, ist vielseitig einsetzbar, auch wenn kompatible Peripherie-Geräte aktuell noch eher selten zu finden sind. Über zwei bidirektionelle Kanäle können mit jeweils 10 GBit/s Daten übertragen werden. Allerdings wird es kein Leichtes sein, diese Datenrate auch nur annähernd zu erreichen. An dem Thunderbolt-Port können Geräte wie Monitore (mini-DisplayPort), Festplatten, Videokameras, Unterhaltungs- und andere Peripheriegerätschaften angeschlossen werden.

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Der ASM1061-SATA-Controller erweitert die Anzahl der SATA-Ports.

MSI erweitert auf dem Z77A-GD80 die maximal verfügbaren SATA-Anschlüsse um weitere zwei Ports mit dem ASMedia ASM1061-SATA-Controller. Er kann bis zu zwei Anschlüsse managen, unterstützt Übertragungen bis zu 6 GBit/s und ist mittels einer PCIe-2.0-Lane an den Z77-Chipsatz gekoppelt. Rechts unterhalb (etwas unscharf zu sehen) befindet sich ein kleiner Switch, mit dem man von BIOS A auf BIOS B und umgekehrt komfortabel umswitchen kann, wie es auch beim Gigabyte GA-Z77X-UD3H möglich ist.

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Der Sound kommt vom Realtek ALC898-Soundchip.

Ein Soundchip darf auf keinem Mainboard fehlen. MSI hat sich beim Z77A-GD80 für den ALC898 Audio-Codec aus dem Hause Realtek entschieden. Über das I/O-Panel lassen sich spielend 7.1-Soundsysteme anschließen. Zusätzlich sind die beiden S/PDIF out-Anschlüsse über den ALC898 nutzbar. Die weiteren Eckdaten fallen gut aus: 110 dB Signal-to-Noise Ratio (SNR) und 104 dB SNR Recording (ADC)

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Die Netzwerkaufgaben übernimmt der Intel 82579V-LAN-Controller.

Hier sehen wir den Netzwerk-Zusatzchip von Intel. Wie alle aktuellen verbauten Netzwerk-Controller bietet er Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s und ist dabei selbstverständlich abwärtskompatibel zu den langsameren Geschwindigkeiten.

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MSI setzt auf den F71889AD Super-I/O-Chip von Fintek.

Der F71889AD übernimmt das gesamte Hardware-Monitoring. Sei es die Spannungen, die Lüfterdrehzahlen oder aber die Mainboard-Temperaturen. Mit seiner Hilfe hat man alles im Überblick. Rechts daneben haben wir den VIA VT6315N-FireWire-Controller.

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Das MSI Z77A-GD80 nochmals in der Übersicht.

Auf dem Z77A-GD80 kann man insgesamt fünf Lüfter anschließen. Einige FAN-Header sind allerdings ziemlich ungünstig platziert worden wie eben der bereits angesprochene CPU-FAN-Header. Nichtsdestotrotz lässt sich mit diesen fünf Lüfter-Anschlüssen eine effektive Gehäusebelüftung realisieren.

Das Mainboard-Layout ist bis auf ein paar Ausnahmen recht gut designed worden. Der Einbau der einzelnen Komponenten ging leicht von der Hand. Selbst große CPU-Kühler, wie der von uns eingesetzte BeQuiet Dark Rock Pro C1, haben genügend Platz, ohne auch nur annähernd mit Mainboard-Bauteilen in einen Konflikt zu geraten.

Eine immer wichtige Frage ist, wie die restlichen Komponenten auf dem Mainboard angesteuert werden. Die vier schwarzen PCIe-2.0-x1-Slots erhalten jeweils eine Lane. Hinzuzählen muss man den Netzwerk-Controller, den Thunderbolt-Controller mit bis zu vier Lanes und den zusätzlichen SATA-Controller, was zusammen 10 Lanes ergibt.


Selbstverständlich haben wir uns auch das BIOS näher angeschaut. MSI setzt, wie bei allen modernen Mainboards, auf ein UEFI-BIOS. Vorinstalliert war Version 1.0, also das First Release. Da MSI bereits eine aktuellere Version 1.1 anbietet, haben wir die Version natürlich eingespielt. Die Veränderungen halten sich eher in Grenzen. Lediglich die Arbeitsspeicher- sowie die Gaming-Maus- und Tastatur-Kompatibilität wurde verbessert.

Der Aufbau und der Umgang ist stark gewöhnungsbedürftig. MSI hat das BIOS in drei Modi unterteilt (ECO, Standard und OC Genie), was zwar keine schlechte Idee ist, allerdings wird das Ganze dadurch unübersichtlich und man kann ganz schnell etwas verwechseln. Die Bedienung ist mit der Maus und Tastatur zusammen angemessen gelungen. Wer möchte, kann auch einfach nur die Tastatur verwenden, wie man es aus älteren Zeiten gewohnt ist. Die sonstige BIOS-Struktur ist bis auf wenige Punkte gut umgesetzt worden.

Sobald man ins BIOS gelangt, werden einem oben bereits wichtige Informationen mitgeteilt, wie eben das Prozessor-Modell, dessen aktuelle Frequenz inkl. des Arbeitsspeichers sowie die CPU- und Mainboard-Temperatur. Natürlich darf auch eine Uhr nicht fehlen. Zusätzlich ist die aktuelle BIOS-Version erkennbar. Was man immer häufiger zu sehen bekommt - die Boot-Reihenfolge lässt sich zu jeder Zeit beliebig verändern, indem man die Icons in die gewünschte Reihenfolge verschiebt. Im unteren Bereich sind dann die einzelnen Einstellungen aufruf- und änderbar.

Mit einem Klick auf "MSI Settings" und dann auf "Advanced" erhält man erst mal eine Übersicht, welche Rubriken alle zur Auswahl stehen. Weiter unten auf "OC Settings" werden einem die zahlreichen OC-Features nähergebracht. Ab dieser Stelle ist es wichtig, sich für einen der drei möglichen Modi zu entscheiden. Möchte man alles soweit auf Default Settings laufen lassen, belässt man den bereits ausgewählten Modus bei "Standard Mode". Möchte man den Multiplikator der CPU um einige Stellen nach oben "korrigieren" oder noch weitere benutzerdefinierte Einstellungen treffen, muss man zunächst die Funktion "My OC Genie" auf "Customize" stellen und dann direkt darunter in das Menü "My OC Genie Option" gehen und zu guter Letzt den "OC Genie Mode" aktivieren. Möchte man stattdessen lieber so wenig wie möglich Strom verbrauchen, so wählt man am besten den "ECO Mode" aus.

Das BIOS lässt sich auf drei verschiedene Wege aktualisieren. Das BIOS selbst bietet die Instant-Flash-Funktion, wofür wir uns entschieden haben. Darüberhinaus kann man das BIOS aber auch mit Hilfe des MSI Live Update-Programms auf die aktuellste Version aktualisieren. Ist man mit den beiden Wegen nicht einverstanden, kann man sich auch mit der DOS-Oberfläche begnügen.

Eine kleine Besonderheit stellt das Windows-Tool "Click-BIOS II" dar. Damit kann man das BIOS direkt unter der Windows-Oberfläche bedienen und sämtliche Einstellungen von dort aus fixieren:

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Über dieses Tool lässt sich das BIOS auch unter Windows bedienen.

Fehler waren während der Tests Fehlanzeige. Sämtliche Einstellungen wurden sehr zufriedenstellend umgesetzt, wenn man erstmal den Dreh raus hat. Der Funktionsumfang ist dabei vollständig.

In der folgenden Bildergalerie sind alle Funktionen zu sehen:

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Das Thema Overclocking spielt auch bei MSI eine große Rolle. Besonders die großen Mainboard-Modelle bieten, ebenso wie die gute Konkurrenz, vielschichtige Einstellungen, um die erworbenen Komponenten zu übertakten. Wir haben also wie bei den vergangenen, aktuellen Mainboardtests den Core i7-3770K zu etwas mehr Takt überreden können. Für eine gute und vor allem stabile Übertaktung spielt nicht nur eine flexible CPU eine übergeordnete Rolle. Nein, wichtig ist zusätzlich, in welcher Dimension die Stromversorgung auf dem Mainboard aufgebaut ist. Im Falle des MSI Z77A-GD80 wird die Stromversorgung der CPU von 14 starken Phasen geregelt, was schon nicht wenig ist. Obendrein spielt für einen stabilen Betrieb die Qualität der Signallaufzeiten immer eine wichtige Rolle.

Die Veränderung der Base-Clock-Frequenz ist beim Z77A-GD80 nicht so einfach, wie man es sonst kennt. Im BIOS selbst wird die Base-Clock-Frequenz in der Einheit kHz angegeben. Das ermöglicht die Möglichkeit, diese Frequenz feiner zu fixieren. Sofern man keinen festen RAM-Teiler definiert, verändert sich auch die Arbeitsspeicher-Frequenz, was bei der Cougar- und Panther-Plattform völlig normal ist. Die restlichen Settings sind wie gewohnt im BIOS aufzufinden. Die CPU-Spannung lässt sich allein im Fixed-Modus konfigurieren. Eine Funktion, um den von Intel beabsichtigten VDroop zu umgehen, ist selbstredend auch bei unserem Testsample zu finden. Die Offset-Werte 12,5 Prozent, 25 Prozent, 37,5 Prozent, 50 Prozent, 62,5 Prozent, 75 Prozent, 87,5 Prozent und schließlich 100 Prozent sind dabei auszuwählen. Dies bietet eine Menge Spielraum, um die eigene Overclocking-Konstellation zu verfeinern.

Das MSI Z77A-GD80 bietet dem Käufer folgende Overclocking-Funktionen:

Die Overclocking-Funktionen des MSI Z77A-GD80 in der Übersicht
Base Clock Rate 90 bis 120 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,800 V bis 1,800 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
DRAM-Spannung 1,108 V bis 2,464 V in 0,007-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,950 V bis 1,550 V in 0,020-V-Schritten
CPU PLL-Spannung 1,400 V bis 2,430 V in 0,0500- und 0,0100-V-Schritten
PCH-Core-Spannung 0,7750 V bis 1,7265 V in 0,0055-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen IGPU Voltage, DRAM Voltage, DRAM REF, VSA Voltage
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig
Command Rate einstellbar
Timings 23 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt - technisch nicht möglich -
Weitere Besonderheiten

UEFI-BIOS
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST
Turbo-Modus (All Cores, By number of active cores),
erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und drei optionale Fans
Core Current Limit, Turbo Power Limit, Digital Compensation Level

Mit dem mitgelieferten Tool namens "Control Center" kann man die Overclocking-Funktionen unter der Windows-Oberfläche abändern. Wie bereits weiter oben angesprochen, lässt sich die Base-Clock-Frequenz mit diesem Tool besser einstellen. Des weiteren lassen sich auch die wichtigsten Spannungen direkt in diesem Programm abändern, ohne den Rechner rebooten und das BIOS aufrufen zu müssen. MSI hat sich also auch ersichtlich um den Komfort gekümmert. In der folgenden Galerie haben wir nochmal alle Overclocking-Funktionen aus dem BIOS samt dem Control Center zusammengestellt und möchten sie euch natürlich nicht vorenthalten:

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Mit dem MSI Z77A-GD80 ist es uns erstmalig gelungen, den Core i7-3770K effektiv mit dem Multiplikator 47 laufen zu lassen, was multipliziert mit der Base-Clock-Frequenz von 100 MHz sehr schnelle 4700 MHz Taktfrequenz bedeutet. Selbst nachdem wir Prime95 gestartet haben, rechnete die CPU fleißig weiter. Einen Bluescreen haben wir nicht erhalten. Wenn man dieses Ergebnis nun mit den anderen Tests vergleicht, stellt man fest, dass das MSI Z77A-GD80 von den Grundeinstellungen bisher den besten Job gemacht hat.

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Alle Parameter verrichten ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit. Es sei allerdings angemerkt, dass man die Übertaktung nur erreicht, indem man im BIOS in den "OC Genie Mode" switched. Andernfalls werden die Standard-Taktraten aktiviert. Die vorhandenen Overclocking-Funktionen sind zahlreich vertreten und lassen kaum Wünsche übrig. Bei einem Mainboard, welches auf den High-End-Markt ausgelegt ist, kann man das aber auch erwarten.


Das Testsystem besteht, wie auch bei den letzten Tests, aus denselben Komponenten. Einzig die Mainboards mit dem Z77-Chipsatz werden dabei jeweils gewechselt.

Hardware:

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuellste Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1t - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim MSI Z77A-GD80 mussten wir die Turbo-Einstellungen korrigieren, damit die Rohleistung mit den anderen Mainboards übereinstimmte.

Wir testen allerdings nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Cinebench 11.5 und Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark:

3DMark 2011

3DMark_2011_1
Leistung in Futuremark-Punkten

Cinebench 11.5 CPU

Cinebench 1
Leistung in Cinebench-Punkten

SiSoft Sandra Memory Benchmark

SiSoft_Sandra 1
Bandbreite in GB/s

SuperPi 8M

SuperPi 1
Zeit in Sekunden (weniger ist besser)

Die Ergebnisse liegen alle sehr dicht beieinander, was eben nur an dem jeweils getauschten Mainboard liegt. Die restlichen Komponenten bleiben stets dieselben. Die minimalen Differenzen ergeben sich aus den einzelnen BIOS-Einstellungen, die von Board zu Board variieren können.


Neben einer gut ausgeprägten Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die von Intel referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

MSI legt beim Z77A-GD80 nicht so viel Wert auf viele zusätzliche Erweiterungschips, was sich auf den ersten Blick positiv auf den Stromverbrauch auswirken sollte. Da MSI bekannt dafür ist, stromsparende Mainboards zu bauen, werfen wir bei diesem Test natürlich einen besonderen Blick auf die Ergebnisse. Komplett ohne Zusatzchips kommt allerdings selbst ein MSI-Mainboard nicht aus. So findet man neben dem Sound- und Netzwerk-Controller einen weiteren SATA-Controller von ASMedia. 

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 11.5 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung).

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon HD 7850, wobei wir die iGPU im BIOS nicht deaktiviert haben. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme Idle

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Leistung in Watt

Das MSI Z77A-GD80 zeigt sich im Idle sehr effizient. Es ist mit ganzen zwei Watt noch effizienter als das Gigabyte GA-Z77X-UD3H.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

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Leistung in Watt

Währenddessen Cinebench läuft, verbraucht die Hardware-Kombi mit dem Z77A-GD80 nur ganz knapp 100 Watt. Die anderen drei Mainboards verbrauchen dabei mindestens 10 Watt mehr. Ganz abgeschlagen ist das ECS Z77H2-AX.

Leistungsaufnahme Prime95

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Leistung in Watt

Auch unter Prime zeigt sich das Z77A-GD80 sehr genügsam. Es verbraucht lediglich um die 108 Watt, währenddessen die anderen Mainboards mindestens 12 Watt mehr verbrauchen. 

Spannungen Prime95

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Spannungen in Volt

Unter der Verwendung von Prime95 genehmigt sich unser Testsample lediglich 1,12V für die CPU. Einzig das ECS Z77H2-AX kann diesen Wert, wenn auch nur marginal, unterbieten.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sämtliche USB-3.0- und SATA-Controller sind hier beispielsweise deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon HD 7850 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme Idle

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Leistung in Watt

Beim MSI Z77A-GD80 gab es nur wenig abzuschalten, da es eben nicht so viele Zusatzchips beherbergt. Aber immerhin konnte man den Verbrauch im Leerlauf um 0,3 Watt senken. Das ist nicht viel, aber dennoch ein Fortschritt.

Leistungsaufnahme Cinebench 11.5 CPU

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Leistung in Watt

Beim Cinebench zeigt sich eine ähnliche Verringerung des Stromverbrauchs. Hier sind es gut 0,5 Watt weniger.

Leistungsaufnahme Prime95

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Leistung in Watt

Und selbst bei Prime95 wurde der Verbrauch minimal gesenkt. Von 108 Watt ist der Verbrauch um 0,6 Watt auf 107,4 Watt gesunken.

Spannungen Prime95

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Spannungen in Volt

Wie auch bei den anderen Mainboardtests hat sich an den Spannungen rein gar nichts verändert.

MSI macht auch beim Z77A-GD80 in Sachen Effizienz keine Abstriche. Die Effizienz ist einfach hervorragend und übertrifft selbst die ohnehin schon hervorragende Effizienz vom Gigabyte GA-Z77X-UD3H!


Auf dem MSI Z77A-GD80 sind bis zu vier USB-3.0-Anschlüsse nutzbar. Zwei am I/O-Panel, die anderen beiden über den internen USB-3.0-Header. Alle vier Anschlüsse werden vom Z77-Chipsatz nativ angesteuert.

USB-3.0-Performance:

Wie immer kommt die 240GB Velox V30 SSD von Silicon Power zum Einsatz, die wir zu Testzwecken in ein externes USB-3.0-2,5 Zoll-Gehäuse eingesetzt haben, um die maximale Leistung aus den USB-3.0-Schnittstellen zu erhalten.

ATTO USB3 small
Die USB-3.0-Performance des Z77A-GD80 (nativ über den Z77-PCH).

Die Leistung entspricht absolut unseren Erwartungen und kann sich sehen lassen. Die USB-3.0-Ports erlauben Schreibraten von knappen 200 MB/s. Beim Lesen geht es in etwas schwächerer Form mit um die 170 MB/s zur Sache. Für USB-3.0-Verhältnisse ist das Ergebnis absolut im Rahmen.

SATA-6G-Performance:

Beim SATA-6G-Benchmark kann die SSD von Silicon Power, die den SandForce SF-2281-Controller beherbergt, ihre gesamte Leistung entfalten, wie wir in den vergangenen Tests festgestellt haben. Beim MSI Z77A-GD80 sollten die Ergebnisse also nicht anders ausfallen.

ATTO SATA-6G small
Die SATA-6G-Leistung über den Z77 sieht beim Z77A-GD80 vielversprechend aus.
ATTO SATA-6G small
Aber auch der ASMedia ASM1061 macht eine gute Figur.

Wir haben nichts anderes erwartet: Die Herstellerangaben werden über den Z77-Chipsatz sogar leicht überboten. Währenddessen die SSD beim Schreiben um die 530 MB/s schafft, erreicht sie beim Lesen knapp 560 MB/s. Etwas schwächer, aber dennoch gut ist das Ergebnis über den ASM1061-SATA-Controller: schreibend bei 393 MB/s und lesend bei 405 MB/s.

Die Leistung der USB-3.0- und SATA-6G-Schnittstellen ist absolut in Ordnung. Wie es auch auf den SATA-Buchsen von MSI gekenntzeichnet wurde, ist es empfehlenswert, beim Einsatz von SSDs auf die nativen SATA-6G-Schnittstellen zu vertrauen. Alles andere kann und sollte auf die anderen SATA-Buchsen verteilt werden.


Mit dem Z77A-GD80 hat MSI ein überzeugendes Produkt geschaffen, welches nur kleinere, negative Punkte aufzuweisen hat. Die gebotene Ausstattung, die Leistung, der Funktionsumfang und vor allem die ausgezeichnete Effizienz sind die großen Stärken von MSI's Sockel 1155-Flaggschiff. Vorallem der letzte Punkt ist von wichtiger Bedeutung, wenn man sich für Green-IT interessiert. MSI tut es jedenfalls sehr überzeugend. Neben der hervorragendes Effizienz wurde die Ausstattung nicht vernachlässigt und bietet dem Käufer gleich drei mechanische PCIe-3.0-x16-Slots, die eine sehr performante Multi-GPU-Konfiguration ermöglichen. Zusammen mit dem Z77-Chipsatz bietet das Z77A-GD80 eine gute (High-End-)Grundlage für den Alltag.

Da wenige Zusatzchips von MSI verbaut wurden, gestaltet sich die Vergabe der knappen Anzahl der Lanes als einfach. Der Z77-PCH stellt acht PCIe-2.0-Lanes zur Verfügung, die von den ebenfalls vorhandenen vier PCIe-2.0-x1-Slots, dem Sound-, Netzwerk-Controller und dem ASM1061-SATA-Controller von ASMedia in Anspruch genommen werden können. Die drei PCIe-3.0-x16-Slots erhalten ihre Lanes direkt von der CPU, die insgesamt 16 Stück zu bieten hat. Das Interesse an Green-IT hat natürlich auch seine Nachteile, denn insgesamt werden dem Käufer des Z77A-GD80 nur vier USB-3.0-Schnittstellen ermöglicht, die über den Z77-Chipsatz kommunizieren. Auf zusätzliche USB-3.0-Controller wird also verzichtet. Aber das Flaggschiff bietet darüber hinaus natürlich auch USB-2.0-Anschlüsse, 10 an der Zahl, wenn man die drei internen Header hinzurechnet.

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Für die Anbindung von SSDs, HDDs und Laufwerken befinden sich auf dem MSI Z77A-GD80 acht SATA-Ports. Vier davon können Datenübertragungen von bis zu 6 GBit/s erreichen, die anderen vier bis zu 3 GBit/s. Die nativen SATA-6G-Buchsen über den Z77-Chipsatz sind optimal für SSDs geeignet. HDDs und andere optische Laufwerke finden an den übrigen SATA-Schnittstellen ebenfalls einen Platz. eSATA-Ports sucht man beim Z77A-GD80 allerdings vergebens. Mit von der Partie ist der neue Thunderbolt-Anschluss, der sich mit am I/O-Panel befindet und eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 10 GBit/s ermöglicht. An ihm lassen sich Geräte wie Monitore, Festplatten oder Videokameras anschließen, die man aktuell gesehen aber an einer Hand abzählen kann.

Anhand der Tests konnten wir feststellen, dass das MSI Z77A-GD80 ein überzeugendes Overclocking-Mainboard ist. Die zahlreich existierenden Funktionen im BIOS bieten dem geneigten Käufer viele Veränderungen der Taktfrequenzen, der Spannungen und der Feinjustierung. MSI hat zum direkten Ablesen der wichtigsten Spannungen "V-Check Points" untergebracht, die mit den mitgelieferten Adapter-Kabeln mithilfe eines Multimeters ausgelesen werden können. Wie auch auf dem Gigabyte GA-Z77X-UD3H befindet sich auf dem Z77A-GD80 ein Switch, mit dem man von BIOS A auf BIOS B und natürlich umgekehrt umschalten kann. Wer mit Vorliebe die iGPU einsetzen möchte, sei es als primäre Grafikausgabe oder mit dem Lucid Virtu-Feature, kann auf einen HDMI-, VGA- oder mini-DisplayPort-Grafikausgang (Thunderbolt) zurückgreifen.

Für die Belüftung halten sich insgesamt fünf Lüfter-Anschlüsse bereit. Die Platzierung des CPU-FAN-Headers und eines weiteren Lüfter-Anschlusses in der Nähe des CPU-Sockels wurde unglücklich getroffen, was an das Ausmaß der großen Passiv-Kühlkörper auf dem Mainboard zurückzuführen ist. MSI hätte da auf ein anderes Kühlerdesign setzen können, sodass vor allem der CPU-FAN-Header wie gewohnt besser oberhalb des CPU-Sockels untergebracht werden könnte. Die anderen drei FAN-Header sind nahe des Rands schon besser platziert.

Auf dem Z77A-GD80 übernimmt ein zeitgemäßes, modernes UEFI-BIOS die "Kontrolle" über die ganzen Funktionen. Aufgeteilt wurde es in drei Modi: ECO Mode, Standard Mode und OC Genie Mode. Auf den ersten Blick mag es eine gute Idee sein, es auf diese Art und Weise zu splitten. Diese Aufteilung kann mitunter aber auch ganz schön verwirren. So braucht es eine gewisse Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. Einmal den Dreh gefunden, setzt das Mainboard die gesetzten Einstellungen konsequent um, wo es in unseren Tests keinerlei Beanstandungen gab.

Das MSI Z77A-GD80 wechselt für ca. 240 Euro den Besitzer. Das ist schon eine kleine, aber dennoch stolze Summe für ein derartiges High-End-Mainboard. Der Preis ist dennoch gerechtfertigt, wenn man nicht außer Acht lässt, was dem Käufer alles an Ausstattung, Funktionen und Software übergeben wird. Einzig auf einen PCI- und einem mSATA-Slot muss beim Z77A-GD80 verzichtet werden.

Positive Eigenschaften des MSI Z77A-GD80:

Negative Eigenschaften des MSI Z77A-GD80:

Das aktuelle Sockel 1155-Flaggschiff von MSI ist in den meisten Disziplinen ein Erfolg. Mit der guten Ausstattung, den umfangreichen Funktionen, den nützlichen Features und der hervorragenden Effizienz ist man in den meisten Fällen gut gerüstet und wird bei normaler Verwendung von keiner hohen Stromrechnung überrascht.

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