Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580

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Sapphire hat sich lange Zeit gelassen, seine ersten AM2 Mainboards vorzustellen. Die Konkurrenz musste bereits in zwei Vergleichen in der Hardwareluxx [printed] 05/2006 und 06/2006 beweisen, was in ihr steckt. Im aktuellen Heft tritt bereits das MSI K9A Platinum mit dem identischen ATI-Chipsatz an. Das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 muss nun in einem Einzeltest seine Qualitäten unter Beweis stellen.

ATI hatte es recht einfach mit der Integration seines Chipsatzes für den Sockel AM2. Anders als NVIDIA stellte ATI keinen neuen Chipsatz mit ausgebauten Features vor, sondern portierte die bestehende ATI CrossFire Xpress 3200 Plattform einfach auf den neuen Sockel. Dies fällt ATI auch recht leicht, da AMD den Speichercontroller im Prozessor selbst verbaut und so keinerlei Veränderungen im Chipsatz nötig sind. Dazu pflanzt man die überarbeitete SB600-Southbridge auf die AM2-Mainboards - fertig ist ein ausgereiftes Board, welches nicht mehr die bislang bekannten USB- und PCI-Performanceprobleme besitzt.

CrossFire hatte lange Zeit mit dem bereits vorhandenen Erfahrungsvorsprung von NVIDIAs SLI zu kämpfen, denn NVIDIA konnte seine Dual-GPU Technologie bereits ein Jahr "an den Anwendern" testen, bevor ATI nachziehen konnte. CrossFire scheint nun aus den Kinderschuhen heraus gewachsen zu sein, zwar müssen auch mit der aktuellen ATI Radeon X1950-Serie noch immer Master- und Slave-Karte mit einer Kabelpeitche miteinander verbunden werden, doch dies soll sich mit dem R600, dem ersten DirectX-10-Grafikchip, der gegen Jahreswechsel erwartet wird, ändern. Bereits die neuen Mid-Range- und Low-End-Modelle von ATI kommen ohne diese Kabelpeitche aus.

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Das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 setzt die für Sapphire erfolgreiche PURE-Serie fort. Bereits mit der Verpackung setzt Sapphire auf eine coole und aussergewöhnliche Optik. Das Name PURE soll hier Programm sein, denn Sapphire zielt mit diesem Mainboard auf die Gamer und Overclocker ab.

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Bereits auf der CeBit 2005 zeigte Sapphire einen ersten Prototypen des PI-A9RX480, damals das erste Mainboard der PURE Serie mit weißem PCB. Verfügten die Vorgängermodelle noch ausschließlich rote Anschlüsse und Steckplätze, so setzt Sapphire mit dem PURE CrossFire PC-AM2RD580 auf ein wenig schlichtere schwarze Komponenten. Design ist die eine Sache, das wirklich interessante aber dürften die inneren Werte sein, auf die wir in der folgenden Tabelle einen Blick werfen:

Bereits auf den ersten Blick werden die Ansprüche deutlich, die Sapphire an seine verbaute Hardware stellt. Man verzichtet auf überflüssigen Schnick-Schnack und bestückt das Mainboard nur mit dem nötigsten. So fehlen zum Beispiele bis auf jeweils einen PCI-Express-x1- und PCI-Steckplätze weitere Erweiterungsmöglichkeiten. Vier Serial-ATA-II-Anschlüsse werden über die SB600-Southbridge bereitgestellt. Weitere Serial-ATA-II-Anschlüsse rüstet man über zwei identische Extra-Chips nach, auch an einen Gigabit-Ethernet hat Sapphire gedacht. Ein FireWire Anschluss kann über eine Erweiterungsblende nachgerüstet werden.

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Folgende Beigaben sind in der Verpackung enthalten:

Sapphire macht dem Namen PURE auch hier alle Ehre, denn bei den Beigaben kann man nicht mit einem Umfang rechnen wie man das bei der Konkurrenz gewohnt sein könnte. Weitere Serial-ATA-Kabel und eine USB-2.0-Erweiterungsblende werden immer dankbar angenommen und sind im Falle der Erweiterungsblende nur schwer zu beschaffen, wenn sie fehlen sollten.

Auf der folgenden Seite wollen wir uns den ATI-Chipsatz und die SB600-Southbridge genauer anschauen.


Wie bereits erwähnt hat sich mit dem ATI CrossFire Xpress 3200 Chipsatz für den Sockel AM2 gegenüber der Version für den Sockel 939 nichts grundlegendes geändert.

Der bereits bekannte Chipsatz mit der vollen Anbindung beider PCI-Express x16 mit 16 PCI-Express Lanes wurde um die seit langem erwartete SB600-Southbridge erweitert. Vorher setzten Mainboardhersteller entweder auf die ATI eigene SB450-Southbridge, die allerdings mit großen Performanceschwierigkeiten des PCI- und USB-Bus kämpfen muss und nur Serial-ATA-I-Ports unterstützt, oder auf die ULi-1575-Southbridge, die keine dieser Probleme besitzt. ULi wurde allerdings vor einigen Monaten von NVIDIA aufgekauft und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Hersteller die ULi-Southbridge im Zusammenspiel mit der ATI-Northbridge nicht mehr einsetzen werden, da diese nicht mehr weiterentwickelt wird. Es wurde allso höchste Zeit, dass ATI die SB600 vorstellt, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Zusammen mit dem in Kürze erwarteten Intel RD600 Chipsatz ist auch die Rede von einer SB650 Southbridge. Vorin hier die Unterschiede zur SB600 liegen sollen, ist allerdings noch nicht bekannt. Vermutlich wird ATI seine Southbridge um zwei weitere Serial-ATA-II Ports erweitern, um mit NVIDIA und deren sechs Anschlüssen in der nForce 500 Serie gleichzuziehen.

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Auch die SB600-Southbridge ist über das A-Link Xpress-II-Interface mit der Northbridge angebunden. Der Mainboardhersteller hat dabei die Wahl ob er 1, 2 oder 4 PCI-Express Lanes für die Anbindung verwendet. Über die SB600-Southbridge können bis zu sechs PCI- Steckplätze angebunden werden, ebenfalls möglich sind bis zu 10 USB2.0-Anschlüsse und ein PATA-Kanal für bis zu zwei IDE-Laufwerke. Besonders interessant und wichtig aber dürfte die Unterstützung von bis zu vier Serial-ATA-II-Laufwerken sein. Es werden die RAID-Level 0, 1 und 10 unterstützt.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der ATI CrossFire Xpress 3200 Chipsatz mit der neuen SB600-Southbridge mit den AMD AM2-Prozessoren schlägt. Klar ist, dass NVIDIA mit zwei Gigabit-Ethernet-Ports, der Hardware-Firewall, 10 USB 2.0 und 6 Serial-ATA-Ports, u.a. auch mit Raid 5, ein auf dem Papier deutlich besseres Silizium anzubieten hat. Einstige Kritikpunkte wie das Fehlen von HD-Audio sind bereit beseitigt worden.


Wie nicht anders auf einem AM2-Mainboard zu erwarten, findet sich auf dem Mainboard der Sockel AM2 mit 940 Pins, der zu allen entsprechenden, leistungsfähigen AMD-Prozessoren kompatibel ist. Auf den ersten Blick sollte der Platz rund um dem Sockel ausreichen, um auf größere Kühllösungen aufnehmen zu können. Eng könnte es nur durch die recht nahe und hohe Northbridgekühlung werden. Anders als bei den Vorgängermodellen verzichtet Sapphire auf die passive Kühlung der stromversorgenden Komponenten.

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Insgesamt können in den hier zu sehenden vier DIMMs bis zu 4 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR2-533, DDR2-667 und DDR2-800 eingesetzt werden. Natürlich ist auch hier, wie bei allen Sockel-AM2-Mainboards, der Dual-Channel-Betrieb möglich. Sapphire macht die Dual-Channel-Unterstützung durch die farbliche Unterscheidung der Steckplätze deutlich.

Ein Problem mit dem viele Mainboards zu kämpfen haben ist die Tatsache, dass bei eingebauter Grafikkarte der Ein- oder Ausbau bzw. Wechsel der Speichermodule nur schwer oder gar völlig unmöglich ist, da DIMM-Steckplätze und der erste PCI-Express x16 Steckplatz zu dicht aufeinandersitzen. Dieses Problem hat das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 nicht.

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Im Folgenden sind die auf unserem Mainboard verbauten PCI- und PCI-Express-Steckplätze zu erkennen. Direkt neben der Northbridge befindet sich der PCI-Express x1 Steckplatz, gefolgt vom sekundären PCI-Express x16 Slot. Der primäre PCI-Express x16 Steckplatz folgt dann mit einigem Abstand. Für ältere PCI-Karten steht nur ein einzelner Steckplatz zur Verfügung. Sapphire hat also an weiteren Slots gespart und stellt in der PURE Serie nur die nötigsten Steckplätze zur Verfügung. Sehr gut ist der große Abstand der beiden PCI-Express x16 Steckplätze.

Über das BIOS lässt sich die Anzahl der PCI-Express Lanes für die beiden PCI-Express x16 Steckplätze bestimmen. Zur Wahl stehen hier, 16, 12, 8, 4, 2, und 1 Lane. Jeder Steckplatz lässt sich getrennt ansteuern. Zusätzlich kann auch der maximale Stromverbrauch bestimmt werden, der direkt über das Mainboard zur Verfügung gestellt wird. In den PCI-Express Spezifikationen sind hier für den Grafikkartensteckplatz 75 Watt vorgesehen. Im BIOS lässt sich dieser Wert frei von 0 bis 250 Watt wählen. Wie Sapphire allerdings bis zu 250 Watt pro Steckplatz an eine Grafikkarte führen will, sei einmal dahingestellt. Neben der Option, den PCI-Express-Takt im BIOS frei zu wählen, besteht zusätzlich noch die Möglichkeit den PCI-Express-Bus um 10 Prozent zu übertakten, um hier eine Art LinkBoost, so der Name der NVIDIA Technologie, anzubieten.

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In der rechten unteren Ecke befinden sich einige wichtige Laufwerksanschlüsse. Zu sehen sind sechs Serial-ATA-II-Anschlüsse (zwei weitere sind links vom PCI Steckplatz auf obigem Bild zu sehen) sowie der BIOS-Chip und einige weitere Chips und Anschlüsse. Ebenfalls zu sehen ist die passiv gekühlte Southbridge, die sich unter dem kleinen, schwarzen Kühler verbirgt. Da der Speichercontroller mit dem ersten AMD-Athlon-64-Prozessor in die CPU gewandert ist, muss der Chipsatz sich nur noch um die Anbindung der Komponenten kümmern und wurde so entlastet. Eben diese Organisation der Komponenten teilen sich beim Sapphire Pure CrossFire eine North- und eine Southbridge, was eine passive Kühlung beider Chips möglich macht.

Sapphire bedient sich keiner verschiedenfarbiger Anschlüsse und Steckplätze, die es dem Anwender sehr einfach machen sich auf dem Mainboard zu recht zu finden. Dennoch fällt es nicht schwer den passenden Anschluss schnell zu finden und der ambitionierte Anwender findet intuitiv sein Ziel und eben für diese Zielgruppe wurde das Mainboard konzipiert.

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Eine weitere detailierte Betrachtung des Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 folgt auf der kommenden Seite.    


Der großzügige Platz zwischen den beiden PCI-Express x16 Steckplätzen hat Sapphire für eine detailierte Beschriftung genutzt und auch ein großes ATI CrossFire Xpress 3200 Logo darf nicht fehlen. Ein weiterer PCI-Express- oder weitere PCI-Steckplätze wären eventuell sinnvoller gewesen, da man sich beim Sapphire-Board nun zwischen einer PCI-Soundkarte, TV-Karte oder anderen PCI-Karten entscheiden muss.

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Wie bereits erwähnt kühlt Sapphire sowohl die North- als auch die Southbridge passiv. Hier im Bild ist also die passiv gekühlte ATI RD580 Northbridge. Der Kühler wird auch unter Volllast nur handwarm und so stellt die passive Kühlung keine Probleme dar.

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Als Gigabit-Ethernet-NIC setzt Sapphire auf den Marvell 88E8052. Dieser ist über PCI-Express angebunden. Somit steht dem Chip im Voll-Duplex-Modus eine Bandbreite von 250 MBit/s zur Verfügung, die er im Gigabit-Ethernet-Modus übertragen kann. Einzig die im NVIDIA nForce4 und der nForce 500 Serie implementierten Gigabit-Ethernet-Schnittstellen können hier mithalten. Da die SB600 aber leider keinen integrierten NIC besitzt, muss auf eine externe Variante gesetzt werden.

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Der VIA VT6307 ist ein Standard-FireWire-Controller, der Bandbreiten von 100, 200 und 400 MBit/s unterstützt. So können Peripheriegeräte in Betrieb genommen werden, wie beispielsweise Digital- oder Videokameras sowie MP3 und MiniDisc-Player auf Basis des IEEE1394-Standards. Außerdem kann mit einem speziellen Kabel ein FireWire-Netzwerk generiert werden, welches dem Computer die Möglichkeit gibt mit anderen Clients zu kommunizieren, mit einer maximalen Bandbreite von 400 MBit/s. Dies ist viermal so schnell wie eine 100 MBit/s Ethernet-Verbindung, macht aber bei diesem Mainboard nur Sinn, wenn der Netzwerk-Partner in diesem Falle nicht über eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle verfügt. Der VIA VT6307 ist über PCI angebunden, belastet also den PCI-Bus und kann daher in der Praxis die theoretisch möglichen 400 MBit/s nicht erreichen.

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Die ersten beiden Serial-ATA-II-Anschlüsse in der linken unteren Ecke des Mainboards werden durch einen der beiden Silicon-Image-Sil3132-Chips bereit gestellt. Dieser Chip ist via PCI-Express angebunden und kann daher die volle Bandbreite bereitstellen. Der Sil3132 unterstützt Nativ Command Queuing sowie RAID 0 und 1.

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Weiter geht es auf der folgenden Seite.   


Links vom PCI-Steckplatz befindet sich der zweite Silicon-Image-Sil3132-Chip, der sich für die beiden Serial-ATA-II-Anschlüsse direkt unterhalb des Chips verantwortlich zeichnet. Da die SB600-Southbridge nur über vier Serial-ATA-II Anschlüsse verfügt, rüstet Sapphire mit Hilfe der beiden Chips die Anzahl auf insgesamt acht Serial-ATA-II Anschlüsse auf.

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Bereits beim Sapphire Pure Innovation kam uns der neue Realtek Soundchip ALC882 unter. Es handelt sich dabei um einen 8-Channel High-Definition-Soundchip, der unter anderem EAX, Direct Sound 3D, I3DL und A3D unterstützt. Auf die Besonderheiten dieses Soundchips und dessen Fähigkeiten gehen wir auf der entsprechenden Seite gesondert ein.

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Immer wieder auch von uns dankbar angenommen werden die Power- und Reset-Knöpfe direkt auf dem Mainboard. Sie erlauben auch ohne den Einbau des Mainboards in ein Gehäuse oder die Hantierung mit einem Schraubenzieher an den entsprechenden Kontakten die Bedienung des Mainboards.

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Insgesamt stehen auf der ATX-Blende die PS/2-Anschlüsse für Maus und Tastatur sowie vier USB-2.0-, ein RJ45-Anschluss für das Gigabit-Ethernet, FireWire und die analogen Ein- und Ausgänge für den Sound. Auf die zahlreichen Sound-Anschlussmöglichkeiten gehen wir zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal genauer ein. Ein weiterer FireWire Anschluss wird über eine Erweiterungsblende zur Verfügung gestellt, genau wie die SPDIF Anschlüsse.Eine zusätzliche Blende mit zwei weiteren USB-2.0-Anschlüssen hätte dem Lieferumfang des Mainboards gut getan. Sollte das Gehäuse über eben diese an der Front verfügen, dürfte die Anzahl dann aber ausreichen. Features wie eSATA oder ähnliches vermisst man leider ebenso.

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Nun wollen wir einen Blick in das BIOS des Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 werfen.  


Das BIOS:

Das BIOS (Basic Input-Output System) ist mehr als 20 Jahre alt und damit die älteste Softwaretechnik innerhalb der PCs. Es wird in den ersten Sekunden nach dem Einschalten des PCs aufgerufen, der so genannten Pre-Boot-Phase, also noch bevor das Betriebssystem geladen wird. Allerdings gibt es das Bios nicht mehr lange, wie Intel mitteilt :

Der Firmware Foundation Code von Intel ist ein Ergebnis des Projektes mit Codenamen „Tiano“ und sorgt dafür, dass der Nachfolger des BIOS auf neuester Softwaretechnologie basieren wird. Er wurde speziell im Hinblick auf neue Ausstattungsmerkmale und Dienste entwickelt, zu denen beispielsweise die verbesserte Verwaltung und Betriebsfähigkeit, sowie Schnittstellen für administrative Aufgaben gehören.

Bald brauchen wir uns also nicht mehr durch die blauen Menues hangeln, um an die Hardwareeinstellungen zu kommen. Bislang bleibt das Bios aber der Grundstein für eine gute Gesamtperformance, auf die es bei den Mainboards im allgemeinen ankommt. Auch werden hier alle wichtigen Drähte in Bezug auf Overclocking und Onboard-Features gezogen. Nun werden wir prüfen, wieviel Sorgfalt die Ingeneure bei der Programmierung dieses BIOS an den Tag gelegt haben.

Wie immer widmen wir uns zuerst visuell dem BIOS, das heißt wir schießen einige Screenshots, um den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Menüs zu veranschaulichen:





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Wie immer wollen wir die eben vorgestellten Shots aus dem Menu nun noch etwas kommentieren. Sapphire hat auf sein PURE CrossFire PC-AM2RD580 ein sehr umfangreiches BIOS gepackt. Wir testeten eine Biosversion 2K060826, die auf den 31. August 2006 datiert und uns bereits sehr gut gefiel und vermutlich noch durch Sapphire optimiert wird.

Ein in allen Teilen sehr umfangreiches BIOS hat Sapphire für sein PURE CrossFire PC-AM2RD580 programmiert. Das 2K060826 BIOS gefällt unsschon sehr gut, es ist vollständig, alle wichtigen Einstellungen können vorgenommen werden, Geräte deaktiviert werden und auch die Timings werden übernommen.

Einen derartigen Funktionsumfang im Bereich des Arbeitsspeichers sieht man sehr selten . Die Speicherhersteller geben meist nur Werte für 4 bis 5 Timings an, also sollte man bei darüber hinaus gehenden Funktionen sehr gut aufpassen welche Einstellungen man vornimmt. Auch die übrigen umfangreichen Optionen, z.B. im bereits erwähnten Teil der PCI-Express Grafikslots, sind in dieser Art und Weise bisher ungesehen.

Cool & Quiet:

Beim ATI RD580 und den neuen AM2 Prozessoren ist Cool&Quiet natürlich auch vorhanden, im BIOS des Mainboards befindet sich auch eine entsprechende Option. Allerdings werden für das Cool&Quiet-Feature nicht nur der Support des Mainboards benötigt, sondern auch einige Tools und Treiber. Den notwendigen Athlon 64-Prozessor-Treiber findet man direkt auf der AMD-Webseite für alle gängigen Betriebssysteme. Ebenfalls auf dieser Seite findet man die notwendige Software, die das Cool&Quiet-Feature kontrollierbar macht.

Ist der Treiber installiert, kann man die Energieeigenschaften einstellen:

Sobald man das Energiespar-Schema auf "Minimalen Energieverbrauch" gestellt hat, schaltet die CPU bei geringer Last von 2.600 MHz des AMD Athlon 64 X2 5000+ auf 1.000 MHz zurück, wie auf dem folgenden Screenshot unschwer zu erkennen ist. Ein entsprechender Menüpunkt ist auch im BIOS vorhanden, so dass wir hier auch nichts anderes erwartet haben.

Nach der erfolgreichen Aktivierung von Cool & Quiet läuft der Prozessor dann mit 997,9 MHz.


Das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 richtet sich an Overclocker und Gamer, die alles an Leistung aus ihrem System holen wollen. Dies wird bereits anhand der sehr umfangreichen Optionen im BIOS deutlich und nun darf man gespannt auf das Ergebnis des Overclocking-Tests sein.

Das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 ist nach langer Zeit wieder eines der wenigen Mainboards welches den Prozessor nicht bereits im Standard-Modus übertaktet. Der Referenztakt liegt bei 199,8 MHz, folglich liegt der Prozessortakt bei unserem X2 5000+ nun bei 2.597,6 MHz.

Da die nötigen Voraussetzungen gegeben sind, nun zum eigentlichen Übertakten der CPU. Schritt für Schritt heben wir den Referenztakt an, steigern die Spannung des Prozessorkerns, Chipsatzes sowie des RAMs und erreichen nach einiger Zeit folgendes Ergebnis:

Zielt man auf den maximal zu erreichenden Prozessortakt ab, so bot uns das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 hier die Möglichkeit den Prozessor von 2.600 MHz auf immerhin 3.048 MHz zu übertakten.

Der maximal erreichte HT-Takt lag bei 337 MHz, was zusammen mit einem Multiplikator von x8 in einem Prozessortakt von 2.969 MHz resultierte.

Als nächstes ist der Onboard-Sound an der Reihe.   


Wie immer wollen wir auf der folgenden Seite näher auf den Onboard-Sound eingehen.

Wieder einmal dürfen wir in einem AMD-Mainboard-Test einen Blick auf den neuen Soundchip aus dem Hause Realtek namens ALC882D werfen - ein Chip mit Intels HD-Audio-Standard. Es handelt sich dabei um einen 71. +2 Channel-Audio-Chip der eine Audio-Qualität von 192kHz / 24 Bit erreicht und eine Signal-to-Noise Ratio (SNR) von -100dB besitzt. Wirklich interessant ist die Möglichkeit beispielsweise einen Kopfhörer an irgend einen beliebigen Anschluss anzuschließen und diesen dann über Software zum Kopfhörerausgang zu deklarieren. Damit entfällt das lästige Suchen hinter dem Schreibtisch nach der richtigen, teilweise noch nicht einmal farblich identisch kodierten Buchse - einfach einstecken, der richtige Port ist es auf jeden Fall, nur die Software muss noch entsprechend nachjustiert werden.

Für die Beurteilung des Onboard-Sounds verwenden wir das Tool Rightmark Audio-Analyzer. Für die Testmessungen benötigt man unter Right Mark ein sogenanntes "Loop Through-Kabel", also ein Audiokabel, welches an beiden Ende eine 3.5" Klinke besitzt. Dieses Kabel ist natürlich im HiFi-Fachmarkt genauso erhältlich wie bei MediaMarkt oder Saturn. Mit in die Wertung ein geht leider indirekt die Qualität des Line-In-Eingangs, der teilweise von den Herstellern vernachlässigt wird und dadurch das Gesamtergebnis nach unten zieht.

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Dem entsprechend sah das Testergebnis des Right Mark Analyzers wie folgt aus:

Das verwendete Testtool gibt des Weiteren ein detailliertes Ergebnis aus, welches wir in einer separaten HTML Datei auf unserem Server zur Schau stellen. Beim Sapphire liegen wir durchaus in guten Bereichen, sogar ein paar exzellente Werte sind dabei. Im Vergleich zum klassischen AC97-Sound ist der HD-Audio-Standard eine deutliche Verbesserung. Eine qualitativ hochwertige Soundkarte kann der ALC882 auf dem Sapphire-Board jedoch nicht ersetzen- besonders schlecht ist der Dynamic-Range-Wert, die restlichen Werte sind gut bis sehr gut.

Kommen wir nun zum Testsystem, auf dem wir das Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 auf Herz und Nieren prüften.  


Die Einführung des AMD Sockel AM2 sorgt natürlich auch für eine Umstellung innerhalb des Testsystems. Auf den Mainboards zum Einsatz kommt ein AMD Athlon 64 X2 5000+ Prozessor mitsamt eines DDR2-1066 Dual-Channel Kits aus dem Hause Corsair. Die beiden XM2X512-8500 Module erreichen eine maximale Taktrate von 1.066 MHz mit Timings von 5-5-5-15. Die Test führten wir allerdings bei 400 MHz bzw. DDR2-800 mit Timings von 4-4-4-12 durch. Als Grafikkarte kam eine ATI Radeon X1900 XT zum Einsatz.

Im Folgenden nun die von uns verwendeten Komponenten stichpunktartig im Überblick :

Hardware:

Prozessor:
AMD Athlon 64 X2 5000+
Takt : 2.60 GHz mit 200 MHz Referenztakt

Speicher:
2x 1024 MB Corsair XM2X512-8500 DDR2-1066
Dual-Channel Modus
Timings : 4-4-4-12

Sonstige Hardware:
ATI Radeon X1900 XT
Western Digital WD400BB-00CAA0 40GB
Toshiba DVD-ROM

Betriebssystem:
Microsoft Windows XP SP2

Treiber:
ATI Catalyst 6.8

Benchmarks:


Im ersten Teil der Benchmarks betrachten wir anwendungsnahe Benchmarks, welche vor allem die komplette Systemperformance in Betracht ziehen.


Im zweiten Teil werden ausschließlich 3D-Benchmarks verwendet.


Sapphire eröffnete seine PURE-Serie mit dem Pure Innovation und dem ATI Radeon Xpress 200 Chipsatz. Damals bereits mit dem Anspruch eine neue Overclocker-Serie etablieren zu können, scheiterte dies an einigen Keinigkeiten: Diese waren teilweise auf den Chipsatz selbst und teilweise auf das Boardlayout zurückzuführen. Doch Sapphire ist zusammen mit den Chipsätzen gewachsen, ATI hat mit dem Radeon CrossFire Xpress 3200 Chipsatz einen wirklich guten Chipsatz konzipiert, den die Mainboardhersteller immer besser in ihr Portfolio integrieren können.

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Doch Mainboards mit ATI CrossFire Xpress 3200 Chipsatz haben es schwer gegen die Konkurrenz mit den neuen NVIDIA nForce-500er-Chipsätzen antreten zu können. Diese bieten im High-End-Modell NVIDIA nForce 590 SLI gleich sechs integrierte Serial-ATA-II-Anschlüsse. Sapphire muss diesen Nachteil mit gleich zwei Zusatzchips ausgleichen. Hinzu kommen bis zu zwei Gigabit-Ethernet-Controller des neuen NVIDIA-Chipsatzes, von denen Sapphire einen ebenfalls mit einem Zusatzchip realisieren muss. NVIDIAs LinkBoost wird durch eine entsprechende BIOS-Option ebenfalls auf den ATI-Chipsatz portiert.

Herausragende Eigenschaften des Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580 sind die Overclocking-Eigenschaften. Das BIOS ist vollgestopft mit zahlreichen Funktionen, welche unzählige Einstelloptionen im Bereich der Taktraten, Spannungen und sonstiger Optionen bieten. Diese Funktionen machten dann auch einen maximalen Prozessortakt von 3.048 MHz möglich. Der maximale HT-Takt lag bei 337 MHz, auch hier ein sehr gutes Ergebnis. Hardcore-Overclocker mit mehr Zeit dürften hier noch deutlich bessere Ergebnisse mit Hilfe des Mainboards erzielen können.

Einer der großen Negativpunkte der PURE Serie ist auch hier der Preis, denn mit 195 Euro ist das PURE CrossFire PC-AM2RD580 kein Schnäppchen. Entsprechend der Zielgruppe dürfte dies allerdings kaum ein Problem darstellen. Sapphire bietet ebenfalls eine abgespackte Version namens PURE CrossFire 3200 Advantage (PC-AM2RD580Adv) an, die mit nur 120 Euro zu Buche schlägt. Auch im Programm ist das PURE Element (PE-AM2RS485M) mit ATI Radeon Xpress 1150 Chipsatz, also der RS485 Northbridge und der SB600 Southbridge zu einem bisher noch unbekannten Preis.

Positive Eigenschaften des Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580:

Negative Eigenschaften des Sapphire PURE CrossFire PC-AM2RD580:

Weitere Links:

Weitere Mainboard-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Mainboards AMD Athlon 64 oder in den Overclocking, Modding und Tweaking Guides. Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!